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Bauvorschriften beim Fenster- und Türentausch in Österreich

Bauvorschriften beim Fenster- und Türentausch in Österreich

Planung im Bestand

Beim Tausch von Fenstern und Außentüren entscheidet sich die Qualität des Projekts selten am Produktfoto. Kritisch sind vielmehr die Fragen, die davor geklärt werden: Bleibt die Öffnung unverändert? Wie ist die Laibung aufgebaut? Wo endet die Abdichtung, und welche Arbeiten an Fensterbank, Beschattung oder Fassade folgen? In Österreich kommt hinzu, dass technische Anforderungen nicht allein aus einer österreichweit veröffentlichten Richtlinie abgelesen werden können. Die Bundesländer machen OIB-Richtlinien mit eigenen Rechtsinstrumenten verbindlich; Übergangsbestimmungen und der Zeitpunkt des Vorhabens können dabei entscheidend sein OIB: Richtlinien und Inkrafttreten. Dieser Ratgeber führt durch die praktische Reihenfolge für einen Austausch im Bestand: Bestand erfassen, Umfang abgrenzen, Nutzung planen, Anschlüsse festlegen und erst dann Maße sowie Ausführung freigeben.

Einflügelige, nach innen öffnende Terrassentür

01 / Bestand erfassen

Den Austausch als Bauablauf statt als Einzelbestellung verstehen

Ein Fenstertausch beginnt sinnvollerweise mit der Reihenfolge auf der Baustelle. Wird zuerst das alte Element ausgebaut, bevor klar ist, wer Laibungen ausbessert, die äußere Abdichtung herstellt oder die Innenfensterbank anpasst, entstehen leicht Lücken zwischen Gewerken. Legen Sie daher pro Öffnung fest, was erhalten bleibt und was erneuert wird: Rahmen und Flügel, Fensterbank innen und außen, Beschattung, Putzanschluss, Sockelbereich bei Türen sowie allfällige Verkleidungen. Besonders bei bewohnten Räumen zählen auch Schutz vor Staub, Zugluft während der Arbeiten und die Reihenfolge der Räume. Ein Austausch in Etappen kann praktisch sein, verlangt aber dieselbe Anschlussplanung wie eine Gesamterneuerung. Der Montagebetrieb braucht rechtzeitig Zugang, Lagerfläche und eine klare Entscheidung, ob Ausbesserungen im Auftrag enthalten sind oder separat vergeben werden.

Eine einfache Skizze je Fassade verhindert Missverständnisse: Nummerieren Sie alle Öffnungen und ergänzen Sie Raumname, Foto von innen und außen, vorhandene Maße, Anschlagseite und Besonderheiten. Notieren Sie etwa einen Heizkörper unter dem Fenster, einen engen Gehweg vor einer nach außen öffnenden Tür oder eine Markise über dem Sturz. Diese Unterlagen zeigen auch, ob mehrere Elemente konstruktiv zusammengehören. Ein einzelnes Fenster kann etwa an eine durchlaufende Fensterbank, an ein Fassadendetail oder an eine Beschattung gekoppelt sein. Fragen Sie vor der Bestellung ausdrücklich, welche Maße der Bestellung zugrunde liegen, wer sie vor Ort kontrolliert und an welcher Stelle die Verantwortung von Lieferung, Montage und Anschlussarbeit wechselt. So ist der Auftragsumfang überprüfbar, bevor Material bestellt und Bestand geöffnet wird.

Bestand und Änderungsumfang sauber dokumentieren

Unterscheiden Sie klar zwischen Ersatz und Umgestaltung. Bleiben Lage und Größe der Öffnung gleich, liegt der Schwerpunkt meist auf Element und Anschluss. Wird hingegen eine Brüstung entfernt, eine Öffnung verbreitert, ein Fenster zur Terrassentür oder ein Seitenteil ergänzt, sind Wand, Außenfläche, Innenausbau und Nutzung neu zu beurteilen. Schreiben Sie je Position, ob Öffnung, Brüstungshöhe, Ansicht oder Nutzung verändert werden. Neue Rahmen können zudem andere Ansichtsbreiten als der Bestand haben und dadurch Fassadenbild sowie Lichtverteilung verändern. Fotos mit Maßstab und eine Gesamtansicht der Fassade machen diese Auswirkungen vor der Bestellung besser erkennbar.

Für das Aufmaß sind mehrere Werte nützlich, nicht nur Breite und Höhe. Erfassen Sie die Öffnung an mehreren Stellen, die Wanddicke, die Tiefe der Laibung, den Zustand des Untergrunds und die Lage vorhandener Leitungen oder Beschläge. Bei einflügeligen Fenstern mit nach innen öffnendem Flügel gehört zur Entscheidung auch der freie Schwenkbereich im Raum. Ein Vorhang, eine Arbeitsplatte oder ein tiefes Möbelstück kann die vorgesehene Bedienung im Alltag erschweren, obwohl das Fenster geometrisch passt. Prüfen Sie außerdem, wie die Fensterreinigung erfolgen soll und ob ein Griff ohne Umwege erreichbar bleibt. Das Aufmaß sollte nicht dazu dienen, eine Wunschgröße passend zu machen, sondern eine ausführbare Kombination aus Öffnung, Rahmen, Abdichtung und Bedienung festzulegen.

02 / Umfang abgrenzen

Bundesland, Projektzeitpunkt und technische Grundlage trennen

OIB-Richtlinien bilden eine gemeinsame technische Grundlage, werden aber nicht allein durch ihre Veröffentlichung für jedes Vorhaben in Österreich verbindlich. Die Länder übernehmen sie mit eigenen Rechtsinstrumenten OIB: Richtlinien und Inkrafttreten. Zu prüfen sind daher Bundesland, maßgebliche landesrechtliche Fassung, Vorhabensdatum und allfällige Übergangsbestimmungen. Die OIB-Übernahmetabelle nennt etwa die OIB-Richtlinie 6, Ausgabe 2025, für Wien ab 15. Juli 2026 und für Tirol ab 16. Juli 2026 OIB: Richtlinien und Inkrafttreten. Daraus folgt weder eine österreichweit einheitliche Regel noch automatisch die Einordnung eines konkreten Austauschprojekts.

Die OIB-Richtlinie 6 von 2025 und ihr Leitfaden sind als offizielle technische Unterlagen zu Energieeinsparung und Wärmeschutz veröffentlicht OIB-Richtlinie 6: Ausgabe 2025. Aus dem Veröffentlichungsindex allein lässt sich jedoch kein pauschaler Kennwert für jedes Austauschfenster ableiten. Lassen Sie daher vor der Spezifikation durch die zuständige Fachperson klären, welche Fassung, welche Bauteilkategorie und welcher Projektumfang anzuwenden sind. Sinnvoll ist eine schriftliche Projektfrage: „Welche Anforderungen sind am Standort für den vorgesehenen Austausch mit diesem Umfang zu berücksichtigen?“ Bitten Sie um eine Antwort, die Elementart, Lage im Gebäude und den tatsächlichen Eingriff benennt. Das ist belastbarer als eine Produktwahl nach einem allgemein genannten Dämmwert und verhindert, dass eine technische Kennzahl aus einem anderen Kontext auf Ihr Vorhaben übertragen wird.

Anschlüsse planen, bevor der alte Rahmen entfernt wird

Ein neues Fenster erfüllt seine Aufgabe nicht isoliert im Rahmen, sondern an der Schnittstelle zur vorhandenen Wand. Prüfen Sie den Untergrund entlang des gesamten Umfangs: Ist die Laibung eben und tragfähig? Gibt es Risse, lose Putzbereiche, Feuchtezeichen oder alte Dichtstoffe? Wo liegen außen Fensterbank und Tropfkante, innen die Verkleidung und allenfalls ein Heizkörper? Der Plan sollte beschreiben, wie die Anschlussfuge vorbereitet, abgedichtet und anschließend geschützt wird. Er muss ebenso festlegen, wie Beschädigungen an Putz oder Belägen behandelt werden. Bei einem Neubau sind viele Schichten von Beginn an aufeinander abgestimmt; im Bestand müssen sie erst sichtbar gemacht und mit dem neuen Detail verbunden werden. Das ist der Grund, warum ein Besichtigungstermin mit Blick auf die freigelegte Situation wertvoll sein kann.

Bei Fixfenstern fällt der tägliche Öffnungsbedarf weg, nicht aber die Anschlussaufgabe. Solche Elemente eignen sich als Gestaltungsoption dort, wo Licht oder Ausblick gewünscht sind und Lüftung anders gelöst wird. Das sollte aber im Raumkonzept bewusst entschieden sein: Wer ersetzt den Lüftungsflügel, wie wird die Scheibe innen und außen gereinigt, und wie reagiert der Raum auf stärkere Sonneneinstrahlung? Fragen Sie beim Anschlussdetail auch nach der Lage des Rahmens innerhalb der Wandebene und nach der Verbindung zu einer vorhandenen Dämmung oder Fassadenoberfläche. Ein Detail, das nur den Rahmen zeigt, reicht nicht aus. Erst die Darstellung von Wand, Laibung, Fensterbank, Abdichtung und Außenabschluss macht erkennbar, welche Arbeiten beauftragt und welche Übergänge noch offen sind.

Verglaste Falttür-Konfiguration

03 / Vorgaben prüfen

Öffnungsrichtung aus dem tatsächlichen Alltag ableiten

Die Öffnungsrichtung ist eine Nutzungsentscheidung mit Folgen für Möbel, Wege und Reinigung. Zeichnen Sie den Flügel im Grundriss ein und spielen Sie typische Abläufe durch: lüften, den Balkon betreten, Einkäufe hereintragen oder bei Regen schließen. Nach innen öffnende Elemente brauchen Freiraum im Zimmer; nach außen öffnende Elemente einen ungestörten Außenbereich. Bei einer Terrassentür kann ein Innenflügel einen schmalen Wohnraum blockieren, während er außen mit Stufe, Bepflanzung oder Durchgang kollidieren könnte. Prüfen Sie auch, ob der geöffnete Flügel bei Wind gesichert werden kann. Eine passende Farbe oder Ansicht gleicht einen unpraktischen Bewegungsablauf nicht aus.

Einflügelige Terrassentüren mit nach innen öffnendem Flügel sind eine mögliche Konfiguration für den Übergang zwischen Raum und Außenbereich. Bestätigen Sie Anschlagseite, Griffposition und freien Schwenkbereich einschließlich Vorhängen, Teppichen und Möbeln. Wird ein barrierearmer Übergang gewünscht, gehört die Schwelle von Anfang an in die technische Planung; eine spätere Änderung kann Boden- und Außenanschlüsse betreffen. Lassen Sie sich außerdem die Ansicht von innen und außen bestätigen. Die Anschlagseite bestimmt nicht nur die Darstellung, sondern auch Laufwege und Möblierung im täglichen Gebrauch.

Große Öffnungen mit Terrasse, Fassade und Bedienung koordinieren

Breite Glasflächen verändern nicht nur die Aussicht, sondern auch die Bauabfolge. Bei einer Öffnung zur Terrasse sind Höhe des fertigen Außenbelags, Gefälle, Entwässerung, Abdichtung und der spätere Anschluss an den Innenboden zusammen zu betrachten. Klären Sie früh, ob die Terrasse bereits fertig ist oder erst später gebaut wird. Ein provisorischer Höhenbezug kann später zu einer unpassenden Schwellen- oder Anschlusslage führen. Notieren Sie die Ebenen vom Rohboden bis zum geplanten Belag und legen Sie fest, wer diese Angaben bestätigt. Auch Beschattung, Insektenschutz und Vorhänge verdienen Platz in der Planung. Ein breiter Durchgang ist nur dann angenehm, wenn sich Flügel oder Schiebeelemente bedienen lassen und die vorgesehenen Zusatzelemente nicht mit Griffen oder Laufwegen kollidieren.

Patio Life Hebe-Schiebetüren für Terrasse und Balkon sind eine Alternative zu drehenden Terrassentüren. Vergleichen Sie tatsächliche Durchgangsbreite, Bedienung, Möblierung und Bodenanschluss statt nur die Glasfläche. Der Anbieter sollte erläutern, welche Öffnungs- und Wandsituation die konkrete Konfiguration benötigt. Bei Bestandsmauerwerk ist zudem zu prüfen, ob die vorhandene Öffnung unverändert bleiben kann. Große Verglasungen können Licht und Ausblick verbessern, rücken aber zugleich Sichtschutz, Beschattung und sommerlichen Komfort stärker in den Mittelpunkt. Diese Punkte sollten Teil der Planung sein und nicht erst nachträglich als Zubehörfrage auftauchen.

04 / Details freigeben

Dachflächenfenster als Schnittstelle zum Dachaufbau behandeln

Dachflächenfenster werden nicht wie ein senkrechtes Fassadenfenster geplant. Vor dem Ersatz sind Dachneigung, Eindeckung, Innenverkleidung, Lage zwischen tragenden Bauteilen und sichtbare Spuren früherer Undichtheiten zu erfassen. Fotografieren Sie die Anschlüsse im Innenraum und, soweit sicher möglich, die Außenansicht. Eine Verfärbung an der Verkleidung kann verschiedene Ursachen haben; sie sollte geprüft werden, bevor ein neues Element eingebaut und die Stelle wieder geschlossen wird. Besprechen Sie außerdem, ob sich die Fensterposition, die Größe oder die Innenbekleidung ändern soll. Jede Veränderung kann Folgearbeiten am Dachaufbau, an der Verkleidung und an der Nutzung des Raums auslösen. Der Austausch ist erst dann vollständig beschrieben, wenn außen und innen ein sauberer Abschluss vorgesehen ist.

Bei Dachschwingfenstern ist die Lage des Bedienbereichs im Raum besonders wichtig. Ein Fenster kann oben im Dach gut platziert sein, aber ohne geeignete Bedienung oder sichere Reinigung im Alltag wenig praktisch werden. Legen Sie fest, ob die Öffnung vor allem der Lüftung, dem Tageslicht oder dem Ausblick dient und wie der Zugang beim späteren Putzen erfolgt. Vergleichen Sie auch die Position zu Bett, Arbeitsplatz oder Stauraum: Direkt über einem Bett wird ein anderer Bedienablauf erwartet als über einer freien Fläche. Der Fachbetrieb sollte den Anschluss an den vorhandenen Dachaufbau und die erforderlichen Außenarbeiten projektbezogen beurteilen. Produktname und Rohbaumaß sind kein Ersatz für dieses Detail. Halten Sie im Angebot fest, welche Innenverkleidungen geöffnet, ergänzt oder wiederhergestellt werden.

Fassadenbild und historische Gestaltung früh abstimmen

Bei älteren Häusern prägen Teilungen, Rahmenbreiten, Öffnungsrhythmus und Farbe den Gesamteindruck oft stärker als ein einzelnes Fenster vermuten lässt. Fotografieren Sie deshalb die ganze Fassade frontal und schräg, nicht nur die beschädigte Öffnung. Vergleichen Sie, wie sich neue Ansichtsbreiten zu benachbarten Fenstern verhalten und ob Sprossen rein dekorativ oder glasteilend vorgesehen sind. In Österreich wird für die dekorative Variante üblicherweise „Sprosse“ beziehungsweise „Sprossen“ verwendet; bei einer Teilung der Verglasung sind „glasteilende Sprossen“ die präzisere Bezeichnung. Diese Unterscheidung gehört in die Bestellung, denn eine Skizze mit bloßen Kästchen lässt offen, was tatsächlich gemeint ist. Für Rundungen, Bögen oder Sonderformen sind Aufmaß und Schablone besonders sorgfältig abzustimmen.

Drehfenster „Kombi“ im historischen Stil, nach außen öffnend sind eine gestalterische Produktoption, wenn die Außenansicht und eine nach außen gerichtete Öffnung zusammen gedacht werden. Prüfen Sie unabhängig vom Stil, ob der Flügel außen ausreichend Freiraum hat und wie Reinigung, Fensterläden oder Beschattung damit zusammenspielen. Bei Gebäuden mit besonderem Bestandsschutz oder einer sensiblen Lage sollte die zuständige Stelle vor der verbindlichen Gestaltungsauswahl einbezogen werden. Welche Abstimmung im konkreten Fall erforderlich ist, kann nicht aus einer allgemeinen österreichweiten Aussage abgeleitet werden. Übergeben Sie für die Klärung eine Fassadenansicht, Fotos, Maßangaben und eine Darstellung der gewünschten Teilung. So wird nicht nur ein einzelnes Muster beurteilt, sondern die Wirkung im Bestand.

Alternative verglaste Falttür-Konfiguration

05 / Ausführung abnehmen

Eingangstüren über Schwelle, Schutz und Nebenbauteile definieren

Eine Haustür wird häufig als einzelnes Bauteil bestellt, ist aber mit Vordach, Außenpodest, Innenboden, Klingel, Beleuchtung und gegebenenfalls einem Seitenteil verbunden. Dokumentieren Sie die Höhen im Eingangsbereich von außen nach innen und notieren Sie, wohin Niederschlag abläuft. Prüfen Sie die Bewegungsfläche beim Öffnen, die Position von Griff und Zylinder sowie den Platz für Briefkasten oder Hausnummer. Bei einem Austausch kann sich die sichtbare Rahmenbreite verändern, wodurch Verkleidungen oder Anschlüsse neu zu planen sind. Wenn die alte Tür in einer unebenen oder beschädigten Laibung sitzt, sollte die Untergrundvorbereitung ausdrücklich Teil der Leistungsbeschreibung sein. Das gilt auch für den unteren Anschluss: Eine Schwelle darf nicht isoliert von Belag, Abdichtung und Außenfläche besprochen werden.

Außentüren mit nach außen öffnendem Flügel sind eine Variante, deren Eignung vom konkreten Eingangsbereich abhängt. Kontrollieren Sie mit einer geöffneten Flügelskizze, ob der Weg zum Haus, ein Podest oder ein Geländer betroffen ist. Bei einer verglasten Ergänzung sollte neben der Ansicht auch der gewünschte Sichtschutz und die Reinigung angesprochen werden. Fragen Sie den Anbieter nicht lediglich nach einer „kompletten Tür“, sondern nach einer Positionsliste: Türblatt und Rahmen, Beschläge, Seitenteil falls vorgesehen, Anschlussmaterial, Ausbau, Montage, Abdichtung sowie Wiederherstellung angrenzender Oberflächen. Diese Liste macht sichtbar, ob etwa Außenverkleidung oder Elektroarbeiten für Klingel und Beleuchtung noch separat organisiert werden müssen. Ein abgestimmter Eingang entsteht aus diesen Schnittstellen, nicht allein aus dem gewählten Türmodell.

Angebot, Freigabe und Abnahme nachvollziehbar machen

Vor der Bestellung sollte jede Position eine eindeutige Bezeichnung, die Öffnungsrichtung, Anschlagseite, Maße, Ansicht und den vereinbarten Leistungsumfang enthalten. Ergänzen Sie eine Zeichnung, wenn Teilungen, Seitenteile oder mehrere Flügel vorkommen. Halten Sie auch fest, welche Bestandsmaße vor Ort noch kontrolliert werden und welche Angaben vom Auftraggeber stammen. Für die Terminplanung ist ein Puffer sinnvoll: Bei Bloomcabin beträgt die Lieferzeit nach Auftragsbestätigung 4 bis 6 Wochen. Der konkrete Termin bleibt von der Auftragsbestätigung abhängig. Stimmen Sie Ausbau, Gerüst, Folgegewerke und den Schutz der Räume erst auf diesen bestätigten Ablauf ab. Bloomcabin gewährt auf Fenster und Türen 5 Jahre Garantie; bewahren Sie dafür Bestellunterlagen, Konfiguration und Abnahmeprotokoll gemeinsam auf.

Zur Abnahme gehört ein gemeinsamer Rundgang, bevor Verkleidungen oder Außenarbeiten mögliche Details verdecken. Prüfen Sie jedes Element auf richtige Position, Öffnungsrichtung, Bedienbarkeit und sichtbare Beschädigungen. Öffnen und schließen Sie Fenster und Türen in Ruhe; vergleichen Sie Anschlagseiten und Teilungen mit der Freigabezeichnung. Fragen Sie, welche Pflege- und Bedienhinweise für die bestellte Konfiguration gelten und welche Punkte nach Abschluss der Putz-, Boden- oder Fassadenarbeiten nochmals kontrolliert werden sollten. Nach außen öffnende Falttüren sind beispielsweise eine Alternative für Öffnungen, bei denen mehrere Flügel vorgesehen sind; ihre konkrete Eignung, der benötigte Außenraum und die Anschlussdetails müssen projektbezogen geprüft werden. Dokumentieren Sie festgestellte Punkte mit Fotos und einer klaren Zuordnung zur Öffnungsnummer. Das erleichtert die Nachverfolgung mehr als allgemein formulierte Mängelhinweise.

Häufige Fragen

Brauche ich für den Fenstertausch in Österreich immer dieselbe technische Vorgabe?

Nein. Die OIB-Richtlinien werden durch die Bundesländer mit eigenen Rechtsinstrumenten verbindlich gemacht OIB: Richtlinien und Inkrafttreten. Entscheidend sind daher Projektort, anwendbare landesrechtliche Fassung, Übergangsbestimmungen und Umfang der Änderung. Lassen Sie die konkrete Einordnung vor der Freigabe durch eine geeignete Fachperson beziehungsweise die zuständige Stelle prüfen.

Reicht ein guter Wärmeschutzkennwert für die Produktauswahl?

Nein. Die OIB veröffentlicht die Richtlinie 6, Ausgabe 2025, als technische Referenz zu Energieeinsparung und Wärmeschutz OIB-Richtlinie 6: Ausgabe 2025. Für Ihr Vorhaben sind jedoch die anwendbare Landesregelung, die Bauteilkategorie und die konkrete Konfiguration zu klären. Auch Anschluss, Einbau und Nutzung bleiben eigenständige Planungsthemen.

Was muss ich vor dem Aufmaß fotografieren?

Fotografieren Sie jede Öffnung innen und außen, zusätzlich Laibung, Fensterbank oder Schwelle, Beschattung und erkennbare Schäden. Ein Foto mit Maßstab hilft bei der Einordnung. Ergänzen Sie Raumname, Wanddicke, Öffnungsmaße an mehreren Punkten, Anschlagseite und besondere Hindernisse. Die Unterlagen erleichtern eine nachvollziehbare Planung und Angebotsprüfung.

Wann sollte ich eine größere Türöffnung planen lassen?

Sobald ein Fenster zur Tür wird, eine Brüstung entfällt, ein Seitenteil hinzukommt oder die Öffnung breiter werden soll. Dann ändern sich nicht nur das Element, sondern möglicherweise Wand, Boden, Fassade und Außenbereich. Beschreiben Sie den gewünschten Endzustand und lassen Sie Tragwerk, Anschlüsse sowie die erforderliche Projektabstimmung fachlich beurteilen.

Welche Fragen gehören zur Abnahme nach der Montage?

Vergleichen Sie Position, Maße, Anschlagseite und Teilung mit der Freigabe. Prüfen Sie die Bedienung jedes Flügels und dokumentieren Sie sichtbare Auffälligkeiten sofort. Lassen Sie sich zudem die vereinbarten Anschlussarbeiten, Pflegehinweise und offene Wiederherstellungsarbeiten erläutern. Bewahren Sie Fotos, Lieferschein, Konfiguration und Abnahmeprotokoll zusammen auf.

Nächster Schritt

Ein gelungener Fenster- oder Türentausch beginnt mit einer präzisen Bestandsaufnahme und endet erst, wenn Element, Anschluss und Folgearbeiten zusammenpassen. Für Österreich ist zusätzlich wichtig, technische Unterlagen, landesrechtliche Verbindlichkeit und den Zeitpunkt des Vorhabens nicht zu vermischen. Die OIB-Richtlinien sind eine wertvolle Orientierung, ihre Anwendbarkeit muss jedoch am Standort und für das konkrete Projekt geprüft werden OIB: Richtlinien und Inkrafttreten. Gehen Sie Öffnung für Öffnung vor: Nutzung festlegen, Maße und Umfeld erfassen, Anschlussdetail abstimmen, Angebot vollständig beschreiben und die Ausführung dokumentiert abnehmen. Damit wird aus dem Austausch einzelner Bauteile eine planbare Sanierungsmaßnahme.

Quellen

Quellen geprüft: 09.09.2026 2026-09-09

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