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Fenster für den Austausch richtig ausmessen

Fenster für den Austausch richtig ausmessen

Fenster sanieren

Beim Fenstertausch entscheidet das Aufmaß lange vor der Bestellung darüber, ob die Planung ruhig verläuft oder ob Anschlüsse, Fensterbänke und Öffnungsflügel später neu bedacht werden müssen. Die sichtbare Glasfläche reicht dafür nicht aus. Wichtig ist, die vorhandene Öffnung, den alten Rahmen, die Laibung und die gewünschte Nutzung als getrennte Informationen zu erfassen. Gerade bei einer Sanierung ist nicht jedes Fenster gleich: Ein Küchenfenster über der Arbeitsplatte, ein zweiflügeliges Wohnzimmerfenster und ein bodentiefes Element haben unterschiedliche Bezugskanten und Anforderungen an die Bedienung. Dieser Ratgeber zeigt eine praxisnahe Reihenfolge für Ihr eigenes Voraufmaß. Es ersetzt keine verbindliche Prüfung durch die Fachperson, die Ausbau, Einbau und Anschlussdetails verantwortet. Mit einem vollständigen Messblatt können Sie jedoch Produkte gezielter anfragen, Varianten vergleichen und offene Punkte vor der Bestellfreigabe sichtbar machen.

Zweiflügeliges, nach innen öffnendes Fensterdesign

Mit dem Sanierungsablauf beginnen, nicht mit dem Katalogmaß

Ein brauchbares Aufmaß startet mit einer klaren Frage: Was bleibt von der bestehenden Konstruktion, und was wird freigelegt? Wird der alte Rahmen vollständig entfernt, liegt die tatsächliche Maueröffnung oft erst nach dem Ausbau sichtbar vor. Bleibt ein Rahmenanteil oder eine Verkleidung vorerst bestehen, sind andere Maße und Anschlüsse zu beurteilen. Notieren Sie daher zu jedem Fenster den geplanten Arbeitsstand beim Messen: Bestand sichtbar, Verkleidung abnehmbar oder Öffnung bereits freigelegt. Planen Sie das Aufmaß zeitlich nach dem Entfernen von Vorhängen, Rollos, losen Innenleisten und Möbeln. Bei einer umfassenden Renovierung ist es sinnvoll, auch Bodenaufbau, Innenputz, Fensterbank und Fassadenarbeiten in der Reihenfolge zu notieren. Diese Arbeiten verändern zwar nicht beliebig die Öffnung, aber sie bestimmen, welche Kanten später sichtbar bleiben und woran angeschlossen wird.

Trennen Sie anschließend drei Begriffe auf Ihrem Blatt: Maueröffnung, Außenmaß des neuen Rahmens und sichtbare Lichtfläche. Die Maueröffnung beschreibt den verfügbaren Bereich in der Wand. Das Rahmenaußenmaß gehört zum neuen Bauteil. Die sichtbare Fläche ist für Gestaltung und Tageslicht wichtig, erlaubt aber keinen Rückschluss darauf, ob ein Rahmen passt. Auch das Maß des alten Rahmens kann täuschen, wenn Teile hinter Putz oder Verkleidungen liegen. Schreiben Sie bei jeder Zahl immer dazu, von welcher Kante bis zu welcher Kante gemessen wurde. Das verhindert, dass ein Innenmaß später irrtümlich als Außenmaß gelesen wird. Für die erste Auswahl kann ein einflügeliges, nach innen öffnendes Fenster passend erscheinen; vergleichbar wird es aber erst, wenn Öffnung, Bedienseite und geplante Einbauposition gemeinsam dokumentiert sind.

Ein Messblatt pro Öffnung schafft Übersicht

Vergeben Sie jedem Element eine eindeutige Kennung, etwa EG-W01 für das erste Fenster im Erdgeschoß oder OG-SZ-02 für das zweite Fenster im Schlafzimmer. Diese Kennung gehört auf das Messblatt, auf alle Fotos und auf eine einfache Skizze des Grundrisses. Ergänzen Sie Raum, Wandseite und kurze Nutzungshinweise: Fensterbank mit Pflanzen, Heizkörper darunter, Möbel davor, Außenjalousie vorhanden oder Zugang von außen eingeschränkt. Solche Angaben wirken nebensächlich, helfen aber dabei, Maße später richtig einzuordnen. Bei mehreren ähnlichen Öffnungen sollten Sie nicht davon ausgehen, dass sie gleich sind. Selbst in einem Raum können Brüstungshöhen, Laibungstiefen oder die Lage der Fensterbank abweichen. Jedes Element verdient einen eigenen Datensatz, auch wenn die gewünschten Fenster optisch gleich aussehen sollen.

Für das handschriftliche oder digitale Blatt reichen klare Felder: Breite oben, Mitte und unten; Höhe links, Mitte und rechts; Tiefe oben, seitlich und unten; Diagonalen; untere Bezugskante; Öffnungsart; Anschlag; Fotos und Besonderheiten. Verwenden Sie Millimeter, damit beim Übertragen keine Rundungsfrage entsteht. Ein Wert wie 1.246 mm ist eindeutiger als 124,6 cm und lässt sich später kontrollieren. Markieren Sie nicht nur den kleinsten, sondern auch den größten Wert und die Messstelle. So wird eine schief wirkende Öffnung nicht durch einen Durchschnittswert verdeckt. Lassen Sie freie Zeilen für Fragen an die Montagefachperson, etwa ob eine alte Innenfensterbank ausgebaut wird oder ob eine beschädigte Laibung zuerst instand gesetzt werden soll. Ein Messblatt ist kein Bestellformular, sondern eine nachvollziehbare Bestandsaufnahme.

Breite und Höhe mehrfach und an den richtigen Kanten messen

Messen Sie die lichte Breite dort, wo der neue Rahmen tatsächlich Platz finden muss: oben, in der Mitte und unten zwischen den seitlichen Öffnungskanten. Bei jeder Messung halten Sie Maßband oder Laser gerade und vermeiden es, über vorstehende Leisten oder lose Putzreste zu messen. Die Höhe erfassen Sie links, mittig und rechts, vom tragfähigen unteren Bezugspunkt bis zur oberen Öffnungskante. Dieser Bezugspunkt muss ausdrücklich benannt werden. Eine aufgesetzte Innenfensterbank ist nicht automatisch die Ebene, auf der das neue Fenster später steht. Bei bodennahen Elementen ist besonders wichtig, ob von der Rohkante, einem vorhandenen Belag oder einer anderen konstruktiven Kante gemessen wurde. Vermerken Sie auch, wenn die Kante durch Abdeckungen nicht vollständig sichtbar ist.

Unterschiedliche Werte sind keine Messpanne, die man einfach mittelt. Sie zeigen, dass die Öffnung nicht überall gleich weit oder gleich hoch ist. Der engste Punkt ist für die Einbauplanung besonders relevant, doch daraus lässt sich ohne Kenntnis der Anschlüsse noch kein Rahmenmaß ableiten. Messen Sie zusätzlich beide Diagonalen von Ecke zu Ecke. Große Abweichungen können auf eine verzogene Öffnung hindeuten und gehören samt Foto in die Unterlagen. Ein zweiflügeliges Element verlangt außerdem eine klare Darstellung der gewünschten Teilung. Beim Vergleich eines zweiflügeligen, nach innen öffnenden Fensters sollten Sie daher nicht nur Gesamtbreite und Gesamthöhe nennen, sondern auch erklären, ob beide Flügel bedient werden sollen und wie die Teilung zur vorhandenen Ansicht passen soll.

Tiefe, Laibungen und den Sitz des Rahmens erfassen

Die Öffnungstiefe wird häufig vergessen, obwohl sie für die Position des neuen Rahmens wesentlich ist. Messen Sie von innen nach außen an mehreren Stellen, oben sowie links und rechts. Beschreiben Sie dabei die Schichten, die Sie sehen: tragfähige Wand, Putz, Bekleidung, Dämmung, alte Rahmenüberdeckung oder Verkleidung. Eine einzelne Tiefenzahl ohne Messkanten ist wenig aussagekräftig. Skizzieren Sie eine einfache Seitenansicht und zeichnen Sie ein, wo der alte Rahmen liegt und wo Sie den neuen Rahmen ungefähr erwarten. Ziel ist nicht, den Anschluss selbst zu planen, sondern der Fachperson ein verständliches Bild des Bestands zu geben. Achten Sie auf ungleiche Laibungen: Eine tiefe Innenlaibung auf einer Seite kann bei gleicher Öffnungsbreite die Bedienung oder die Gestaltung beeinflussen.

Prüfen Sie die Laibungsflächen auch praktisch. Gibt es bröselige Bereiche, Hohlstellen, Feuchtezeichen, Leitungen, Beschläge einer Beschattung oder fest montierte Innenverkleidungen? Fotografieren Sie diese Punkte mit einem Maßstab im Bild. Das ersetzt keine Zustandsbeurteilung, verhindert aber, dass entscheidende Details bei einer Anfrage unsichtbar bleiben. Bei einer Planung mit Fixfenstern ist die Rahmenposition ebenso wichtig wie bei einem zu öffnenden Fenster: Das Element braucht einen nachvollziehbar geplanten Anschluss, auch wenn kein Flügel Platz beansprucht. Notieren Sie deshalb, ob die Innenansicht bündig, zurückgesetzt oder an eine bestehende Verkleidung angepasst werden soll. Das ist eine Gestaltungsfrage mit Folgen für sichtbare Rahmenbreite, Fensterbank und Laibungsbild.

Alternative eines zweiflügeligen, nach innen öffnenden Fensterdesigns

Unterer Anschluss: Fensterbank, Brüstung und Boden getrennt betrachten

Der untere Bereich verursacht beim Austausch besonders viele Missverständnisse. Er kann aus einer Innenfensterbank, einer äußeren Fensterbank, einer Brüstung, einem Bodenbelag oder mehreren übereinanderliegenden Bauteilen bestehen. Messen Sie nicht über eine Abdeckung hinweg, ohne sie zu kennzeichnen. Notieren Sie für innen und außen getrennt, aus welchem Material die sichtbare Fläche besteht, wie weit sie in die Öffnung reicht und ob sie beim Ausbau erhalten bleiben soll. Ein Foto in Seitenansicht und eines frontal von innen helfen mehr als eine lange Beschreibung. Bei einer hohen Brüstung messen Sie zusätzlich die Höhe von der fertigen Bodenoberfläche bis zur relevanten unteren Kante. Diese Information betrifft die Ansicht und Nutzung, ersetzt aber keine technische Prüfung der Gesamtsituation.

Bei einer Tür zum Balkon oder zur Terrasse verschiebt sich die Frage vom Fensterbrett zum Übergang. Halten Sie die Höhen von Innenboden, Schwelle, Außenbelag und vorhandener Entwässerung als getrennte Werte fest. Messen Sie nicht nur die Durchgangsöffnung, sondern auch die seitlichen Laibungen und den freien Schwenkbereich im Raum. Wer eine Patio Life Hebe-Schiebetür für Terrasse und Balkon als Alternative erwägt, sollte früh angeben, welche Seite feststeht beziehungsweise bewegt werden soll und ob Möbel oder Heizkörper die Nutzung einschränken. Daraus folgt keine automatische Produktempfehlung; es verhindert nur, dass eine große Öffnung ausschließlich nach Breite bewertet wird. Die endgültige Gestaltung des unteren Anschlusses gehört in die abgestimmte Einbauplanung.

Öffnungsrichtung im Raum und von außen eindeutig beschreiben

„Links“ und „rechts“ genügen nicht, solange unklar bleibt, von welcher Seite Sie schauen. Zeichnen Sie jedes Fenster als Ansicht von innen und markieren Sie die Bänder sowie den Weg des Flügels. Ergänzen Sie in Worten: nach innen oder nach außen öffnend, ein- oder zweiflügelig, Dreh-, Schwing- oder feste Verglasung. Bei zwei Flügeln notieren Sie, welcher Flügel zuerst bedient werden soll, falls das für Ihre Nutzung wichtig ist. Prüfen Sie den tatsächlichen Raum: kollidiert ein nach innen öffnender Flügel mit einer Armatur, einem Hochschrank, einem Bett, einem Heizkörperregler oder einem Vorhang? Messen Sie nicht nur die Öffnung, sondern bei Bedarf auch den vorhandenen freien Bereich vor dem Fenster. Diese Beobachtung kann die Produktwahl stärker prägen als ein Unterschied von wenigen Millimetern in der Wandöffnung.

Die Außenansicht verdient eine eigene Kontrolle. Ein nach außen öffnender Flügel braucht außen ausreichend Raum und darf nicht mit Geländer, Fallrohr, Markise, Pflanzenkasten oder einer angrenzenden Verkehrsfläche kollidieren. Fotografieren Sie die Fassade daher gerade von vorn und schräg von der Seite. Für einen Fenstertyp mit mehreren Funktionen sollten Sie die Bedienung nicht aus Gewohnheit übernehmen, sondern bewusst mit der Reinigung, Lüftung und Möblierung abgleichen. Ein Kombinationsfenster ist beispielsweise erst sinnvoll beurteilbar, wenn die gewünschte Funktion der einzelnen Bereiche in Ihrer Skizze sichtbar ist. Fragen Sie bei der Angebotsklärung konkret, welche Ansicht als Bezug für Anschlag und Öffnungsrichtung verwendet wird. Das ist verlässlicher als eine mündliche Angabe wie „Türgriff rechts“.

Teilungen, Sprossen und sichtbare Achsen vor dem Bestellen festhalten

Gesamtmaß und Öffnungsart reichen nicht, wenn das neue Fenster zu einer bestehenden Fassade, einer Fensterreihe oder einer Innenansicht passen soll. Zeichnen Sie die sichtbaren Rahmenlinien und die Lage von Pfosten, Querhölzern oder Sprossen grob ein. Messen Sie bei benachbarten Fenstern die Höhen der oberen und unteren sichtbaren Kanten sowie die Mittelachsen. So lässt sich erkennen, ob die Öffnungen tatsächlich auf gleicher Höhe liegen oder nur optisch ähnlich wirken. Verwenden Sie die Begriffe Sprossen, glasteilende Sprossen und ohne Sprossen präzise, damit Gestaltung und Konstruktion nicht vermischt werden. Eine Fotoreihe aus größerer Entfernung zeigt die Fassadenordnung, ein Detailfoto die gewünschte Teilung.

Entscheiden Sie außerdem, welche Linien zwingend übereinstimmen sollen und wo eine Abweichung akzeptabel ist. Bei einer Fenstergruppe kann etwa die Oberkante wichtiger sein als eine identische Flügelbreite; in einem einzelnen Raum kann die Bedienbarkeit Vorrang haben. Schreiben Sie diese Priorität auf, statt sie nur aus Bildern ableiten zu lassen. Historisch wirkende Formen oder Bestandsdetails verlangen oft mehr Dokumentation als ein schlichtes Rechteckfenster. Beim Drehfenster „Kombi“ in historischem Stil, nach außen öffnend gehören deshalb neben dem Öffnungsmaß auch Fotos von Ansichtsseite, vorhandenen Sprossen und angrenzenden Fenstern in die Anfrage. Produktname und Maße allein beschreiben nicht, welche Proportionen oder welche optische Beziehung zum Bestand gewünscht sind.

Sonderformen immer mit Schablone und Bezugslinien aufnehmen

Runde, halbrunde, dreieckige und schräge Öffnungen lassen sich nicht zuverlässig mit Breite und Höhe allein beschreiben. Legen Sie zuerst fest, wo die gerade Bezugslinie liegt: etwa an der Brüstung, am Beginn des Bogens oder an einer horizontalen Kante. Messen Sie dann Gesamtbreite und Gesamthöhe, die Höhe des geraden Bereichs sowie weitere Punkte in gleichmäßigen Abständen. Für eine schräge Oberkante helfen mehrere senkrechte Höhen von derselben unteren Bezugslinie. Bei einem Bogen sollten Sie nicht versuchen, aus wenigen Punkten selbst einen Radius abzuleiten. Eine Papp- oder Kartonschablone kann hilfreich sein, sofern sie eindeutig beschriftet, formstabil und mit Innen- beziehungsweise Außenseite gekennzeichnet ist. Fotos mit angelegtem Maßstab ergänzen die Schablone, ersetzen sie aber nicht.

Bei einer runden Öffnung dokumentieren Sie Durchmesser, Lage des Mittelpunktes soweit erkennbar und die Wandtiefe rundum. Ein rundes Fixfenster ist ein Beispiel dafür, warum die Form der Maueröffnung, die gewünschte sichtbare Kontur und der Anschluss getrennt besprochen werden müssen. Liegt die Rundung hinter Putz oder einer Bekleidung verborgen, notieren Sie diese Unsicherheit statt einen vermeintlich exakten Wert zu schätzen. Gleiches gilt für asymmetrische Dreiecke: Die Orientierung gehört deutlich auf Skizze und Fotos, damit oben und unten nicht vertauscht werden. Sonderformen sollten vor einer verbindlichen Bestellung besonders sorgfältig von der für den Einbau verantwortlichen Fachperson geprüft werden.

Rundes Fixfensterdesign

Dachfenster und schwer zugängliche Öffnungen anders aufnehmen

Bei Dachfenstern ergänzen sich Innen- und Außenaufnahme. Notieren Sie Raum, Dachneigung soweit bekannt, Lage zwischen sichtbaren Bauteilen, Höhe der Unterkante über dem Boden sowie die Art der Innenverkleidung. Messen Sie nicht auf einer schrägen Innenbekleidung, wenn Sie eigentlich die konstruktive Öffnung erfassen möchten. Fotografieren Sie die Leibung oben, unten und seitlich, weil deren Form den Innenausbau sichtbar prägt. Außen helfen Bilder der Eindeckung und der Umgebung, ohne dass Sie sich in eine unsichere Position begeben müssen. Arbeiten auf Dachflächen, Leitern oder hohen Außenöffnungen gehören in fachkundige Hände. Ein unsicher ermitteltes Maß ist kein Grund, ein Risiko einzugehen.

Ein Dachschwingfenster vergleichen Sie anhand der gewünschten Bedienung und der vorhandenen Einbausituation, nicht anhand eines geschätzten Scheibenmaßes. Klären Sie bei der Anfrage, welche Maße am Bestand noch verlässlich abgenommen werden können und welche erst nach dem Öffnen der Verkleidung oder im professionellen Aufmaß feststehen. Bei Fenstern hinter fixen Möbeln, in Stiegenhäusern oder über Treppen reichen Fotos aus sicherer Position und eine genaue Beschreibung der Zugänglichkeit für die erste Planung. Vermerken Sie auch vorhandene Innenbeschattung, Elektroanschlüsse oder Leitungen in der Nähe. Nicht jede Information entscheidet über das Fenster selbst, aber sie kann den Ablauf des Austauschs und die Abfolge anderer Gewerke beeinflussen.

Vor der Freigabe: Maße, Fotos und Zuständigkeiten abgleichen

Bevor Sie eine Bestellung freigeben, vergleichen Sie die Unterlagen Zeile für Zeile mit der Produktauswahl. Stimmen Kennung, Anzahl, Öffnungsrichtung, Flügelzahl, Ansicht, Teilung und Sonderform überein? Stimmen die Maßeinheiten? Ist klar, ob die angegebenen Werte den Bestand oder das gewünschte Rahmenmaß beschreiben? Legen Sie Messblatt und Fotos nebeneinander und suchen Sie nach Widersprüchen: Ein Foto mit nach außen sichtbaren Bändern passt beispielsweise nicht ohne Weiteres zu einer Skizze mit nach innen schwingendem Flügel. Prüfen Sie bei mehreren Räumen auch, ob gleiche Bezeichnungen versehentlich für unterschiedliche Elemente verwendet wurden. Diese Kontrollrunde ist wertvoller als das nachträgliche Glätten einzelner Zahlen. Sie macht aus einer Sammlung von Maßen eine prüfbare Projektunterlage.

Die verbindliche Maßfreigabe sollte durch die Fachperson erfolgen, die den vorgesehenen Ausbau, die Befestigung und die Anschlüsse beurteilt. Stellen Sie gezielte Fragen: Welche Bestandsmaße werden für die Bestellung verwendet? Welche Kanten werden vor Ort noch freigelegt? Wo ist Anschlussraum vorgesehen? Welche bestehenden Fensterbänke, Verkleidungen oder Beschattungen bleiben? Wer prüft den Untergrund und die Übergänge? Halten Sie Antworten schriftlich zur jeweiligen Fensterkennung fest. Planen Sie den Bestellzeitpunkt erst nach dieser Klärung ein; die Lieferzeit für Fenster und Türen beträgt 4–6 Wochen, vorbehaltlich der Auftragsbestätigung. Für Bloomcabin Fenster und Türen gilt eine Garantie von 5 Jahren. Beides ersetzt jedoch nicht die sorgfältige Abstimmung Ihres konkreten Einbaus.

Häufige Fragen

Soll ich das kleinste Maß der Öffnung direkt als Fenstermaß bestellen?

Nein. Das kleinste Maß zeigt den engsten Punkt der vorhandenen Öffnung und ist für die Planung wichtig. Es ist aber kein automatisch übernehmbares Rahmenmaß. Wie viel Raum für Einbau und Anschlüsse benötigt wird, hängt von Bestand und Einbaukonzept ab. Lassen Sie das verbindliche Maß vor der Freigabe prüfen.

Reicht es, den alten Fensterrahmen von innen zu messen?

Nein, denn der alte Rahmen kann von Putz, Leisten oder Verkleidungen überdeckt sein. Sein sichtbares Maß ist nicht zwingend die Maueröffnung. Erfassen Sie den alten Rahmen als eigene Information, messen Sie die zugängliche Öffnung an mehreren Stellen und kennzeichnen Sie auf Fotos, welche Kanten sichtbar oder verdeckt sind.

Wie dokumentiere ich die Öffnungsrichtung eindeutig?

Zeichnen Sie die Ansicht von innen, markieren Sie Bänder, Griff und Schwenkrichtung und schreiben Sie dazu, ob der Flügel nach innen oder außen öffnet. Bei zwei Flügeln zeigen Sie beide Flügel getrennt. Ergänzen Sie Außenfotos, wenn dort Hindernisse oder wenig Platz vorhanden sind. Begriffe wie links oder rechts allein sind missverständlich.

Was ist bei einer ungleichmäßigen oder schiefen Öffnung zu tun?

Notieren Sie alle drei Breiten, alle drei Höhen und beide Diagonalen, statt einen Durchschnitt zu bilden. Machen Sie Fotos der auffälligen Laibung und beschreiben Sie lose oder verdeckte Bereiche. Die Abweichung ist eine wichtige Information für die weitere Planung. Die zuständige Fachperson beurteilt anschließend die passende Vorgehensweise am Bestand.

Wann sollte ich die endgültigen Maße bestätigen lassen?

Nach dem Voraufmaß, sobald Ausbauart, Rahmenposition, unterer Anschluss, Fensterbänke und gewünschte Funktion geklärt sind. Bei verdeckten Kanten oder Sonderformen kann eine Prüfung nach weiterem Freilegen nötig sein. Bestätigen Sie Maße nicht allein anhand einer Produktzeichnung oder einer alten Rechnung, sondern anhand der abgestimmten Einbausituation.

Nächster Schritt

Ein gutes Aufmaß für Austauschfenster ist eine präzise Dokumentation des Bestands, keine schnelle Zahlenliste. Messen Sie Breite, Höhe und Tiefe mehrfach, halten Sie Bezugskanten fest und ergänzen Sie jede Öffnung um Skizze, Fotos, Bedienwunsch und Besonderheiten am unteren Anschluss. Besonders bei Türschwellen, Dachfenstern, schiefen Laibungen und Sonderformen zählt das Zusammenspiel der Informationen. Nutzen Sie Ihre Unterlagen, um Angebote und Optionen verständlich zu besprechen. Die endgültigen Bestellmaße sollten erst nach Prüfung durch die Fachperson freigegeben werden, die den Einbau und die Anschlüsse mitverantwortet.

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