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Fenster tauschen und die Glasfläche erhalten

Fenster tauschen und die Glasfläche erhalten

Fensterkauf-Ratgeber

Beim Fenstertausch wird oft zuerst das Maß der bestehenden Öffnung notiert. Nach der Montage zeigt sich dann manchmal eine Überraschung: Das neue Fenster passt in die Öffnung, der Raum wirkt aber dunkler oder der Ausblick ist stärker gerahmt als zuvor. Der Grund liegt zwischen Außenmaß und Scheibe. Stock, Flügelrahmen, Pfosten, Kämpfer, Sprossen und die Lage des Elements in der Laibung bestimmen, wie viel Glas tatsächlich sichtbar bleibt. Besonders spürbar ist das bei Wohnraumfenstern, Fensterreihen und Türen zur Terrasse, aber auch bei kleinen, tief in der Wand sitzenden Fenstern. Wer Glasfläche erhalten möchte, sollte daher nicht zwei Angebotsmaße vergleichen, sondern zwei vollständige Ansichten. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, die richtigen Zeichnungen, Maße und Entscheidungen vor dem Aufmaß zusammenzubringen.

Zweiflügeliges, nach innen öffnendes Fensterdesign

Vom Rohbaumaß zur sichtbaren Öffnung

Das Außenmaß eines Fensters beschreibt seinen Platz in der Öffnung, nicht den freien Blick nach draußen. In dieser Fläche liegen der Fensterstock, bei öffenbaren Teilen zusätzlich der Flügelrahmen und bei mehrteiligen Elementen weitere Profilachsen. Zwei Angebote können daher dieselbe Breite und Höhe ausweisen, obwohl eines sichtbar mehr Glas zeigt. Für die Beurteilung im Alltag zählt vor allem die Innenansicht: Wo beginnt die Scheibe, wie breit zeichnet sich der Rahmen ab, und wie viele Linien liegen im Blickfeld? Bei einem Fenster über einer Arbeitsplatte kann eine geringe Veränderung kaum auffallen. Neben einem Esstisch, an dem man regelmäßig in den Garten schaut, ist dieselbe Differenz oft deutlich wahrnehmbar. Beginnen Sie die Planung deshalb mit den Räumen und Blickrichtungen, nicht mit einer bloßen Liste von Öffnungsmaßen.

Lassen Sie den Bestand und jede neue Variante auf derselben Ebene darstellen. Eine brauchbare Innenansicht enthält Gesamtbreite und Gesamthöhe, die sichtbaren Stock- und Flügelbreiten sowie Breite und Höhe jedes Glasfeldes. Ergänzend macht ein vertikaler Schnitt sichtbar, wie tief das Element sitzt und was von der Scheibe durch Laibung, Fensterbank oder Sturz verdeckt wird. Addieren Sie die sichtbaren Glasfelder, wenn Sie die Glasfläche rechnerisch gegenüberstellen wollen. Betrachten Sie aber auch deren Form: Ein breites, niedriges Feld und ein schmäleres, höheres Feld können gleich viel Fläche haben, den Raum und die Aussicht aber anders prägen. Die Zeichnung schafft eine klare Gesprächsgrundlage, lange bevor die endgültige Bestellung ausgelöst wird.

Den Bestand vor dem Aufmaß richtig erfassen

Ein genauer Bestandszettel verhindert, dass Erinnerung und Messwerte durcheinandergeraten. Kennzeichnen Sie jedes Fenster nach Raum und Position, etwa Wohnzimmer links, Küche Hofseite oder Schlafzimmer Ost. Notieren Sie Außenmaß, die sichtbare Breite des Stocks auf allen vier Seiten, Glasbreite und Glashöhe sowie die Lage von Mittelpfosten, Querpfosten und Sprossen. Fotos gerade von innen und außen ergänzen die Skizze. Fotografieren Sie auch Fensterbank, Innenjalousie, Vorhangschiene, Heizkörper und den Anschlag eines geöffneten Flügels. Bei älteren Gebäuden sind mehrere Fenster, die auf den ersten Blick gleich aussehen, nicht zwingend gleich breit, gleich tief eingebaut oder gleich geteilt. Eine eigene Bestandsaufnahme pro Öffnung verhindert spätere Vereinfachungen in der Fensterliste.

Das Bestandsmaß ist ein Ausgangspunkt, kein Bestellmaß. Entfernte Verkleidungen, unregelmäßige Laibungen oder ein Bestandstock, der beim Ausbau anders ausfällt als erwartet, können die endgültige Planung beeinflussen. Deshalb sollte das Fachaufmaß auf der Baustelle die Konstruktion und die Anschlüsse klären. Ihre Skizze bleibt trotzdem wertvoll: Sie dokumentiert, welchen sichtbaren Glasanteil und welche Teilung Sie bewahren wollen. Markieren Sie zusätzlich, welche Fenster im Alltag wirklich geöffnet werden und welche Aussicht besonders wichtig ist. Ein innen öffnendes einflügeliges Fenster wie ein einflügeliges, nach innen öffnendes Fenster kann in einer einzelnen Öffnung eine nachvollziehbare Vergleichsvariante sein. Ob es die gewünschte Ansicht liefert, entscheidet jedoch nicht der Produkttitel, sondern die konkrete, bemaßte Ausführung.

Rahmenansichten nicht nur als Rand betrachten

Rahmenbreiten werden häufig nur als technische Detailfrage behandelt. Tatsächlich bilden sie die dauerhafte Einfassung jedes Blicks. Sichtbar sind nicht allein die seitlichen Ränder, sondern auch die obere und untere Linie, die bei tiefem Standpunkt oder bei einer niedrigen Brüstung stärker ins Auge fällt. Bei einer Serie nebeneinanderliegender Fenster wiederholen sich diese Profile; kleine Unterschiede pro Element können so eine deutlich ruhigere oder stärker gegliederte Fassade ergeben. Fragen Sie nach den Ansichtsbreiten im geschlossenen Zustand und lassen Sie diese für Festfelder und Öffnungsflügel getrennt eintragen. Ein Öffnungsflügel benötigt eine andere Rahmengeometrie als eine feste Verglasung. Wer beide Felder in der Zeichnung als gleich annimmt, vergleicht keine reale Lösung.

Die Glasfläche sollte nicht isoliert über alles entscheiden. Breitere sichtbare Profile können aus gestalterischen Gründen zur Fassade passen oder bei einer gewünschten historischen Gliederung bewusst gewählt werden. Umgekehrt kann ein reduzierter Rahmen sinnvoll sein, wenn eine Landschaft, ein Innenhof oder eine lange Sichtachse im Vordergrund steht. Entscheidend ist, dass diese Wirkung offen ausgewählt wird. Prüfen Sie Ansichten auch aus Sitzhöhe: Stellen Sie sich vor den Lieblingsplatz im Raum, halten Sie die Zeichnung in Blickrichtung und fragen Sie, ob eine senkrechte Profilachse genau dort liegt, wo Sie nach draußen sehen möchten. So wird aus einer abstrakten Millimeterfrage eine nachvollziehbare Raumentscheidung.

Öffnungsart und Glasanteil zusammen planen

Ein Fenster muss nicht überall dieselbe Aufgabe erfüllen. Ein Flügel ermöglicht Lüftung und Zugänglichkeit, bringt aber eine sichtbare Flügelrahmenlinie mit. Ein Festfeld kann die Ansicht beruhigen, ist jedoch keine automatische Antwort auf den Wunsch nach mehr Glas. Klären Sie zuvor, wie der Raum gelüftet wird, ob die Außenseite erreichbar bleibt und ob Möbel das Öffnen einschränken. Bei zwei Fensterachsen kann etwa ein öffenbares Feld dort liegen, wo man es gut bedient, während ein anderes Feld den Ausblick möglichst ununterbrochen hält. Diese Aufteilung lässt sich besser am Grundriss entscheiden als anhand einer Standardansicht. Berücksichtigen Sie auch den Öffnungsradius nach innen: Ein großer Flügel ist nur dann praktisch, wenn er nicht mit Vorhängen, Leuchten oder Möbeln kollidiert.

Bei breiteren Öffnungen ist ein zweiflügeliges, nach innen öffnendes Fenster eine Alternative, wenn zwei bedienbare Flügel gewünscht sind. Die mittige Begegnung der Flügel schafft jedoch eine sichtbare vertikale Linie. Ein asymmetrisches Konzept, ein einzelner Flügel neben einem Festfeld oder eine andere Aufteilung kann den Blick anders freigeben, verändert aber Bedienung und Erscheinung. Fragen Sie bei jeder Variante: Welches Feld öffnet sich, in welche Richtung, wie wird es gereinigt und welche Linien bleiben bei geschlossenem Fenster sichtbar? Bitten Sie um eine Öffnungsdarstellung zusätzlich zur normalen Ansicht. Dann sehen Sie nicht nur den Glasanteil, sondern auch, ob die gewählte Funktion in Ihrem eingerichteten Raum tatsächlich funktioniert.

Alternatives zweiflügeliges, nach innen öffnendes Fensterdesign

Teilungen als bewusste Gestaltung statt Zugabe

Pfosten, Kämpfer und Sprossen haben unterschiedliche Folgen für Licht und Blick. Ein Pfosten trennt Felder konstruktiv, ein Kämpfer gliedert sie horizontal, glasteilende Sprossen unterbrechen die Scheibe sichtbar. Dekorative Sprossen können eine gewünschte Fassadenordnung erzeugen, sollten aber nicht mit konstruktiven Teilungen verwechselt werden. Fragen Sie daher bei jedem Angebot ausdrücklich, welche Linien durch einen Pfosten, welche durch eine glasteilende Sprosse und welche durch eine rein gestalterische Sprosse entstehen. Das ist besonders wichtig, wenn Sie ein bestehendes Fensterbild erhalten möchten: Die Anzahl der Felder allein sagt nicht, wie breit die Zwischenräume erscheinen oder wie der Blick nach draußen gegliedert wird.

Prüfen Sie Teilungen von innen und außen zugleich. Außen kann eine symmetrische Achse zu anderen Fenstern, Türen oder Gebäudekanten passen. Innen kann dieselbe Achse genau durch eine Aussicht, einen Arbeitsplatz oder die Mitte eines Esstischs laufen. Anstatt alle Fenster identisch zu teilen, kann es sinnvoll sein, die Fassade als Ganzes zu ordnen und im Wohnraum gezielt eine ruhigere Verglasung vorzusehen. Kombinationsfenster sind als Produktkategorie dann interessant, wenn unterschiedliche Felder zu einer Einheit zusammengeführt werden sollen. Lassen Sie vor einer Entscheidung die Achsen, Feldgrößen und sichtbaren Profilbreiten zeichnen; erst diese konkrete Darstellung zeigt, ob die gewünschte Gliederung Glasfläche und Nutzbarkeit stimmig verbindet.

Festfelder dort einsetzen, wo sie einen Zweck erfüllen

Ein Festfenster hat im geschlossenen Bild keinen Flügelrahmen und kann dadurch einen ruhigen Glasbereich schaffen. Das ist attraktiv neben einer Terrassentür, an einer Treppe oder bei einem hohen Fenster, das nur Licht und Aussicht liefern soll. Dennoch sollte ein Festfeld nie allein gewählt werden, weil es auf einer kleinen Darstellung am glasreichsten wirkt. Überlegen Sie, ob der Raum ausreichend andere Lüftungsmöglichkeiten hat, wie die Außenseite zugänglich ist und ob sich die Blicksituation später durch Bepflanzung, Sichtschutz oder Möbel verändert. Auch die Lage der Scheibe innerhalb der Laibung beeinflusst, wie groß die freie Öffnung aus dem Raum erscheint. Ein gutes Konzept verbindet feste und öffenbare Zonen nach ihrer täglichen Aufgabe.

Für eine klare, ungeteilte Ansicht können Fixfenster eine passende Alternative zu einem vollständig öffenbaren Element sein. Bei einer breiten Fensterwand kann ein mittiges Festfeld die Aussicht bündeln, während seitliche Flügel die Lüftung übernehmen. In einem kleinen Raum kann dagegen ein einziger gut positionierter Flügel praktischer sein als mehrere schmale Felder, die jeweils Rahmenanteil hinzufügen. Zeichnen Sie auf einem Grundriss ein, an welchen Stellen Sie stehen, sitzen und vorbeigehen. So erkennen Sie, ob das Festfeld wirklich die gewünschte Blickachse begleitet oder nur auf der Fassade symmetrisch wirkt. Stimmen Sie die Entscheidung abschließend mit den Anforderungen an Bedienung, Reinigung und den vorgesehenen Einbau ab.

Die Einbauposition verändert den sichtbaren Ausschnitt

Nicht nur das Fenster selbst, auch seine Position in der Wand bestimmt den Raumeindruck. Ein Element kann weiter innen oder weiter außen in der Laibung liegen; dadurch verändern sich die sichtbare Tiefe der seitlichen Wangen und der Ausschnitt, den man aus einem schrägen Blickwinkel wahrnimmt. Tiefe Laibungen können einen Fensterplatz räumlich fassen, zugleich aber einen Teil des Tageslichts und der seitlichen Aussicht abschirmen. Bei einer Sanierung hängen die möglichen Positionen von Wandaufbau, Bestand und geplantem Anschluss ab. Verlangen Sie deshalb zu jeder wichtigen Variante einen Schnitt durch Stock, Laibung, Fensterbank und oberen Anschluss. Eine reine Frontansicht kann diesen Unterschied nicht erklären.

Beziehen Sie den Sonnenschutz früh ein. Führungsschienen, Kästen, innenliegende Lösungen oder Vorhänge können die sichtbare Breite und die Bedienbarkeit stärker beeinflussen als erwartet. Dasselbe gilt für Fensterbänke: Ihre Tiefe entscheidet mit, ob ein Flügel an Pflanzen, Armaturen oder Dekoration anschlägt. Bei großen Übergängen zum Außenbereich lohnt sich die Gesamtbetrachtung besonders. Eine Patio Life Hebe-Schiebetür für Terrasse und Balkon beschreibt eine andere Öffnungsart als ein klassisches Fenster; vergleichen Sie sie daher nicht nur über den Glasanteil. Planen Sie Sichtlinien, Möblierung, die nutzbare Durchgangszone und den Anschluss an den Boden gemeinsam, bevor Sie einen ruhigen, großflächigen Ausblick als Entscheidungskriterium festlegen.

Fassade, Raum und vorhandenen Charakter abstimmen

Glasfläche zu erhalten heißt nicht zwingend, jede bestehende Profilbreite oder Teilung unverändert nachzubilden. Manche Altbauten leben von klar gegliederten Fenstern, andere von großen, ruhigen Öffnungen. Beurteilen Sie zunächst die Fassadenordnung: Wiederholen sich Fensterachsen, liegen Brüstungen auf einer Linie, gibt es markante Türöffnungen oder besondere Oberlichten? Danach folgt die Innenperspektive. Ein Raum kann von einer feineren Teilung profitieren, wenn sie zu Decke, Möbeln oder Blickachsen passt; in einem anderen ist eine größere zusammenhängende Scheibe überzeugender. Halten Sie Fotos der gesamten Fassade neben Fotos aus wichtigen Innenblickrichtungen. Einzelansichten eines Fensters reichen für diese Entscheidung selten aus. Bei mehreren gleichartigen Öffnungen hilft außerdem eine Fassadenkopie, auf der Sie nur die neuen Profilachsen markieren. Prüfen Sie anschließend, ob obere und seitliche Linien von Fenster zu Fenster durchlaufen. Für die Innenwirkung kann dieselbe Variante mit Klebeband auf einem Bestandsfoto simuliert werden. Diese Gegenprobe trennt den Wunsch nach historischer Anmutung von der konkreten Frage, welche Glasfelder im Alltag tatsächlich frei bleiben.

Wenn ein traditionell gegliedertes Erscheinungsbild wichtig ist, kann ein Drehfenster „Kombi“ in historischem Stil, nach außen öffnend als Ausgangspunkt für ein konkretes Gestaltungsangebot dienen. Es sagt jedoch noch nichts darüber aus, welche Teilung, Ansichtsbreite oder Glasgröße zu Ihrer Öffnung passt. Vermeiden Sie die Annahme, dass ein historischer Stil automatisch mehr oder weniger sichtbare Glasfläche bedeutet. Fragen Sie vielmehr nach einer bemaßten Innen- und Außenansicht derselben Ausführung. Legen Sie diese neben ein Foto des Bestands. Prüfen Sie dabei auch, ob die Flügelöffnung mit Fensterläden, Pflanzen oder Wegen außen kollidieren könnte. Das bewahrt die gestalterische Absicht, ohne die alltägliche Nutzung auszublenden.

Rundes Fixfensterdesign

Sonderformen und einzelne Blickpunkte separat bewerten

Runde, schräge oder halbrunde Fenster lassen sich nicht sinnvoll mit rechteckigen Standardfenstern über eine einzige Glasflächenzahl vergleichen. Ihre Wirkung entsteht aus Kontur, Lage und dem Verhältnis zur Wandfläche. Bei einem runden Fenster zählt beispielsweise, ob die Öffnung als gezielter Blickpunkt, als Lichtquelle oder als wiederkehrendes Fassadenmotiv gedacht ist. Bitten Sie um eine Ansicht im Maßstab, die nicht nur den Ausschnitt, sondern auch die umgebende Wand zeigt. So wird sichtbar, ob die Form im Raum ausreichend Abstand zu Decke, Schrank oder Vorhang erhält. Für solche Elemente sind Fotos aus üblicher Betrachtungsdistanz hilfreicher als Nahaufnahmen eines Musters. Tragen Sie bei runden Formen Durchmesser, Mittelpunkt und sichtbaren Glasrand ein; bei schrägen Formen zusätzlich die Höhen an beiden Seiten und den Verlauf der Schräge. Legen Sie eine maßstäbliche Papierschablone auf ein Foto oder halten Sie sie am vorgesehenen Ort an die Wand. Damit prüfen Sie Kontur und Proportion, ohne eine Kreis- oder Dreiecksform gedanklich in ein rechteckiges Außenmaß pressen zu müssen.

Runde Fixfenster können dort eine eigenständige Lösung sein, wo keine Öffnungsfunktion erforderlich ist und die Form bewusst im Mittelpunkt stehen soll. Es wäre jedoch irreführend, sie allein wegen eines vermeintlich günstigen Glas-zu-Rahmen-Verhältnisses auszuwählen: Die Kreisform nutzt den rechteckigen Öffnungsbereich anders als ein Standardfenster. Klären Sie mit der Planung, welche Wandöffnung, welche Laibungsgestaltung und welche Innenansicht angestrebt werden. Bei schrägen Wandbereichen oder unter dem Dach stellt sich zusätzlich die Frage nach der gewünschten Blickrichtung aus Sitz- und Stehhöhe. Vergeben Sie Sonderfenstern in Ihrer Liste eine eigene Position, damit sie beim Aufmaß und bei der Freigabe nicht wie ein gewöhnliches Serienfenster behandelt werden.

Mit einer prüfbaren Bestellung zur Montage

Vor der Bestellung braucht jedes Element eine eindeutige Freigabezeichnung. Kontrollieren Sie darauf Raumbezeichnung, Stückzahl, Außenmaß, Ansicht von innen und außen, Öffnungsrichtung, Teilungen, sichtbare Profilachsen und Glasfelder. Ergänzen Sie Besonderheiten wie Fensterbank, Sonnenschutz, Anschluss an eine Terrassentür oder gewünschte Symmetrien zu Nachbarfenstern. Gehen Sie die Liste Raum für Raum durch, statt nur die Gesamtfassade zu prüfen. Das ist der Zeitpunkt, an dem ein zu breiter Mittelpfosten, eine unerwünschte Teilung oder ein falsch angeschlagener Flügel noch sichtbar wird. Markieren Sie Änderungen direkt in einer Version und lassen Sie sie in die nächste Zeichnung übernehmen; mündliche Erinnerungen sind bei mehreren Fenstern keine verlässliche Grundlage.

Planen Sie die Reihenfolge der Sanierung praktisch: Bestand aufnehmen, Varianten vergleichen, Aufmaß klären, Zeichnungen freigeben und erst dann Ausbau und Montage terminieren. Für Fenster und Türen von Bloomcabin gilt eine Garantie von fünf Jahren. Die Lieferzeit beträgt vier bis sechs Wochen, vorbehaltlich der Auftragsbestätigung. Diese Angaben ersetzen keine abgestimmte Baustellenplanung, denn Putz-, Boden-, Sonnenschutz- und Malerarbeiten müssen zum gewählten Anschluss passen. Ein Dachschwingfenster sollte dabei als eigene Position mit Zugang, Innenausbau und gewünschter Bedienung behandelt werden, nicht als nachträgliche Ergänzung zur Liste der Fassadenfenster. Bewahren Sie freigegebene Ansichten, Aufmaßunterlagen und die endgültige Fensterliste für die Abnahme auf.

Häufige Fragen

Reicht es, beim Fenstertausch das bestehende Außenmaß beizubehalten?

Nein. Das Außenmaß sichert nur den grundsätzlichen Platz des Elements. Sichtbare Glasfläche und Ausblick hängen zusätzlich von Stock, Flügelrahmen, Pfosten, Teilungen und Einbauposition ab. Vergleichen Sie daher bemaßte Innenansichten mit lichten Glasmaßen und einen Schnitt durch die Laibung.

Ist ein Fixfenster immer die beste Wahl für möglichst viel Glas?

Nicht automatisch. Ein Festfeld kann eine ruhige, großzügige Glasansicht schaffen, übernimmt aber keine Lüftungsfunktion. Prüfen Sie vorher die Lüftung des Raums, die Erreichbarkeit zur Reinigung und andere Fenster. Häufig ist eine bewusst kombinierte Lösung aus festen und öffenbaren Feldern sinnvoller.

Welche Maße sollte ich im Angebot konkret verlangen?

Verlangen Sie Gesamtbreite und Gesamthöhe, sichtbare Stock- und Flügelbreiten, lichte Breite und Höhe jedes Glasfeldes sowie Maße von Pfosten, Kämpfern und Sprossen. Wichtig sind außerdem Innen- und Außenansicht, Öffnungsrichtung und ein Schnitt mit Einbauposition, Laibung und Fensterbank.

Können zwei Fenster mit gleicher Glasfläche unterschiedlich wirken?

Ja. Die Verteilung der Glasfläche verändert Licht, Aussicht und Gestaltung. Ein breites Feld gibt einen anderen horizontalen Blick frei als zwei schmale Felder. Auch eine mittige Profilachse kann störend oder passend sein. Bewerten Sie Zeichnungen aus der Nutzungsperspektive des jeweiligen Raums.

Wann sollte ich über Sprossen und Teilungen entscheiden?

Vor der endgültigen Freigabe, gemeinsam mit Flügelaufteilung und Fassadenansicht. Klären Sie, welche Linien Pfosten, glasteilende Sprossen oder dekorative Sprossen erzeugen. Prüfen Sie die Teilung von innen und außen, damit sie weder wichtige Blickachsen stört noch die gewünschte Fassadenordnung verfehlt.

Nächste Schritte

Wer beim Fenstertausch Glasfläche erhalten will, braucht mehr als ein passendes Außenmaß. Entscheidend ist die vollständige sichtbare Ansicht aus dem Raum: Stock und Flügel, Teilungen, lichte Glasfelder, Öffnungsart und Einbauposition arbeiten zusammen. Erfassen Sie den Bestand je Öffnung, legen Sie Prioritäten für Licht, Aussicht und Lüftung fest und vergleichen Sie danach Varianten auf gleich bemaßten Zeichnungen. Beziehen Sie Laibung, Fensterbank, Sonnenschutz und Möblierung früh ein. Mit einer klaren Fensterliste und einer sorgfältig geprüften Freigabezeichnung wird aus dem Wunsch nach „mehr Glas“ eine konkret überprüfbare Entscheidung für jeden Raum.

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