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Fenster- und Türangebote Position für Position vergleichen

Fenster- und Türangebote Position für Position vergleichen

Kaufratgeber für Fenster und Türen

Bei einer Fenstersanierung entscheidet selten die auffälligste Endsumme allein. Ein Angebot kann die Elemente inklusive Ausbau und Anschluss ausweisen, ein anderes nur die Lieferung; eines rechnet eine Terrassentür als vollständige Einheit, das andere trennt Seitenteil, Beschläge und Montage. Besonders wenn alte Fenster nacheinander ausgebaut werden und Innenputz, Fensterbänke oder Fassadenarbeiten folgen, werden solche Unterschiede erst spät und teuer spürbar. Der verlässlichere Weg ist ein Vergleich Position für Position: Jede Öffnung erhält eine eigene Kennung, jede Angabe einen klaren Bezug und jede fehlende Leistung einen sichtbaren Status. So vergleichen Sie nicht vage Produktnamen, sondern dieselbe geplante Öffnung mit derselben Nutzung, Ausführung und Baustellenleistung. Erst danach ist ein Preis in EUR eine brauchbare Entscheidungsgrundlage.

Einflügelige, nach innen öffnende Terrassentür

01 / Öffnungen zuordnen

Mit einem Öffnungsregister statt mit Angebotsüberschriften beginnen

Der beste Vergleich beginnt mit Unterlagen aus Ihrem eigenen Projekt, nicht mit den Gliederungen der Anbieter. Vergeben Sie jeder Öffnung eine Kennung, etwa EG-W-01 für das Küchenfenster, OG-W-04 für ein Schlafzimmerfenster und EG-T-01 für den Ausgang zur Terrasse. Notieren Sie Raum, Stückzahl, ungefähre Lage, vorhandene Besonderheiten und die gewünschte Nutzung. Ergänzen Sie die Kennung in beiden Angeboten neben der jeweiligen Positionsnummer. Eine Sammelzeile wie „Fenster Erdgeschoss“ ist nur dann prüfbar, wenn eine Anlage alle Elemente nachvollziehbar zuordnet. Andernfalls kann ein fehlendes kleines Fenster, eine anders gezählte Festverglasung oder eine übersehene Tür im Gesamtbetrag verschwinden. Das Register macht Mengenunterschiede sichtbar, bevor Sie technische Details vergleichen.

Nutzen Sie je Öffnung dieselben Spalten: Angebotsposition, Menge, Maß, Maßbezug, Elementtyp, Öffnung, Glas, Oberfläche, Beschläge, Zubehör, Demontage, Montage, Folgearbeiten und Preisstatus. Kennzeichnen Sie jeden Punkt mit „bestätigt“, „Annahme“ oder „offen“. Ein als einflügeliges, nach innen öffnendes Fenster beschriebenes Element ist beispielsweise klarer einzuordnen als eine allgemeine Bezeichnung wie „Drehfenster“, bei der Bedienseite und Öffnungsrichtung ungeklärt bleiben. Das Blatt ersetzt weder Aufmaß noch Planung. Es verhindert jedoch, dass Sie zwei verschiedene Leistungsumfänge unbemerkt als dieselbe Leistung behandeln. Ergänzen Sie eine Spalte für Dokumentdatum und Versionsstand. Wird später nur eine Zeichnung ausgetauscht, erkennen Sie dadurch, ob Preisblatt, Elementliste und Ansicht noch denselben Bearbeitungsstand haben. Führen Sie Änderungen möglichst direkt bei der betroffenen Öffnung an, statt sie in einer allgemeinen E-Mail-Liste zu sammeln. Bewahren Sie das Register bis zur Auftragsbestätigung auf; so bleibt erkennbar, welche Öffnung und welche Angebotsfassung tatsächlich betroffen sind.

Maße nur mit eindeutigem Bezug vergleichen

Die Zahlen in einer Maßzeile genügen nicht. Fragen Sie bei jeder Position, ob Breite und Höhe Rohbauöffnung, Rahmenaußenmaß, Bestellmaß, lichte Öffnung oder ein anderes Bezugsmaß meinen. Ebenso wichtig sind die Reihenfolge der Zahlen und die Einheit, meist Millimeter. Ein Maß von 1.000 × 1.200 mm kann je nach Bezug eine deutlich andere Planungsgrundlage beschreiben. Prüfen Sie auch, ob Abzüge für Anschlussfugen bereits berücksichtigt wurden und ob die Maße aus einem verbindlichen Aufmaß oder aus Planannahmen stammen. Bei als ungefähr bezeichneten Größen sollte schriftlich feststehen, wann aufgemessen wird und welche Folgen Abweichungen für Ausführung, Preis und Terminablauf haben können.

Bei Sonderformen genügt die größte Breite oder Höhe besonders selten. Für dreieckige oder schräge Fixfenster sollte die Angebotsunterlage eine verständliche Zeichnung enthalten: Form, Bezugskanten, Teilung und Lage im Baukörper müssen lesbar sein. Auch bei rechteckigen Kombinationen lohnt ein Blick auf Pfosten, Flügelaufteilung und sichtbare Breiten, nicht nur auf das Gesamtmaß. Vergleichen Sie nie ein Gesamtmaß der Gruppe mit den Einzelmaßen eines anderen Angebots, ohne die Summe und Aufteilung abzugleichen. Praktisch ist ein Ausdruck des Grundrisses, auf dem Sie die Öffnungen markieren. So fällt auf, wenn sich Maße auf eine alte Bestandsöffnung beziehen, während ein anderes Angebot bereits eine geplante Laibungsänderung voraussetzt.

02 / Maße abgleichen

Elementart und Bedienung als Nutzungsentscheidung lesen

Eine Position sollte nicht bloß „Fenster“ oder „Tür“ heißen. Klären Sie, ob es ein Fixteil, ein einflügeliges oder zweiflügeliges Element, eine Kombination oder ein Schiebeelement ist. Danach folgen Öffnungsrichtung, Anschlagseite, Griffseite und bei mehreren Flügeln die Bedienlogik. Stellen Sie sich die tägliche Bewegung im Raum vor: Kollidiert ein nach innen öffnender Flügel mit Arbeitsplatte, Heizkörper, Vorhang oder Möbel? Ist außen genügend freier Bereich für ein nach außen öffnendes Element? Diese Fragen sind nicht erst bei der Montage relevant, denn sie bestimmen die bestellte Konfiguration. Ein ähnlicher Preis kann daher eine andere Bedienbarkeit abbilden und ist dann kein echter Vergleich.

Bei einem Patio Life Hebe-Schiebetür-Element für Terrasse und Balkon sollte das Angebot die Anzahl und Lage der beweglichen Teile eindeutig erkennen lassen. „Schiebetür“ allein verrät nicht, welcher Teil sich bewegt, in welche Richtung sich der Zugang öffnet oder wie Fixfelder angeordnet sind. Prüfen Sie die Darstellung gegen Möblierung, Verkehrswege und die gewünschte Breite des nutzbaren Durchgangs. Bei einer zweiflügeligen Terrassentür gilt derselbe Grundsatz: Welcher Flügel wird regelmäßig verwendet, und was ist für eine vollständige Öffnung erforderlich? Bitten Sie nicht um ein vermeintlich besseres Modell, sondern um eine Zeichnung oder Klarstellung derselben vorgesehenen Bedienung in beiden Angeboten.

Verglasung und Fläche nicht über den Kamm scheren

Verglasung sollte pro Position oder nachvollziehbarer Positionsgruppe ausgewiesen sein. Fragen Sie, welche Glasart vorgesehen ist, ob alle Felder gleich ausgeführt sind und ob Türen, Oberlichten oder Seitenteile abweichen. Vergleichen Sie Angaben immer mit derselben Bezugsgröße: Eine Kennzahl für das gesamte Fenster ist nicht ohne Weiteres mit einer reinen Glasangabe vergleichbar. Auch die Teilung beeinflusst das sichtbare Glasfeld. Ein Angebot mit vielen kleinen Feldern kann bei gleicher Gesamtöffnung anders wirken als eines mit wenigen großen Feldern. Notieren Sie außerdem, ob gestalterische Sprossen vorgesehen sind und ob es sich um Sprossen oder glasteilende Sprossen handelt; beides sollte nicht nur aus einem Bild abgeleitet werden.

Fenster mit besonderen Anforderungen sollten nicht stillschweigend in eine Standardzeile eingeordnet werden. Bei Passivhausfenstern „Super Low Uw“, nach außen öffnend muss die benannte Produktkonfiguration als solche im Vergleich stehen; leiten Sie daraus keine nicht aufgeführten Werte oder Eignungen für Ihr konkretes Gebäude ab. Lassen Sie erklären, auf welche Größe und welche konkrete Ausführung sich jede technische Aussage bezieht. Wenn ein Angebot nur einen pauschalen Wert für alle Elemente nennt, fragen Sie nach der Zuordnung zu den einzelnen Größen und Teilungen. Für die Bauplanung und den Anschluss sollten gegebenenfalls die zuständigen Fachleute beurteilen, welche Ausführung zum gesamten Bauteilaufbau passt.

Verglaste Falttür-Konfiguration

03 / Ausführung prüfen

Oberfläche, Ansichten und Details schriftlich festhalten

Farbe und Oberfläche sind kein beiläufiger Bemerkungstext. Halten Sie getrennt fest, welche Ansicht innen und außen gemeint ist, ob Rahmen, Flügel, Türblatt, Glasleisten und eventuelle Sprossen gleich oder unterschiedlich gestaltet sind. Benennen Sie die gewünschte Oberfläche so konkret, wie es die Angebotsunterlagen erlauben, und legen Sie Muster oder Referenzen zum Auftrag ab. Ein bloßes „weiß“ oder „grau“ kann zu unklar sein, wenn zwei Angebote verschiedene Oberflächenannahmen enthalten. Prüfen Sie auch sichtbare Teilungen: Was auf einer Ansicht als harmonische Linienführung erscheint, kann in der Positionsliste als zusätzliche Rahmenteile oder als rein dekorative Sprossen beschrieben sein. Beides ist funktional und gestalterisch nicht gleich.

Historisch wirkende Fenster verlangen einen besonders sorgfältigen Blick auf Zeichnung und Wortlaut. Drehfenster „Kombi“ in historischem Stil, nach außen öffnend bezeichnet eine konkrete Grundkonfiguration, beantwortet aber nicht automatisch alle Fragen zu Teilung, Farbe oder weiteren sichtbaren Details Ihres Vorhabens. Vergleichen Sie daher Ansicht, Flügelzahl, Öffnungsrichtung und die gewünschte Sprossengestaltung separat. Fragen Sie bei jedem Angebot, welche Darstellung Vertragsbestandteil wird und welche Merkmale nur beispielhaft abgebildet sind. Lassen Sie Abweichungen zwischen Innenansicht, Außenansicht und Positionsbeschreibung vor der Freigabe auflösen. Hilfreich ist eine eigene Gestaltungsfreigabe je abweichendem Element, auf der Farbe, Teilung und Ansichtsrichtung eindeutig bezeichnet sind. Prüfen Sie Muster bei vergleichbarem Licht und kennzeichnen Sie, auf welchen Bauteilbereich sie sich beziehen. So wird weder eine Visualisierung noch ein kleines Farbmuster versehentlich als vollständige Zusage für alle sichtbaren Teile gelesen.

Beschläge, Griffe und Zubehör aus der Fußnote holen

Ein vollständiger Vergleich trennt das Grundelement von seiner Bedien- und Zusatzausstattung. Prüfen Sie Griffe, Schließzylinder bei Außentüren, Bänder, Verriegelung, Lüftungsmöglichkeiten, Begrenzungen, Türschließer, Schwellenlösung und weitere beschriebene Komponenten. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Begriffe zu sammeln, sondern ihre Position zu verstehen: inklusive, optional, bauseits bereitzustellen oder nicht angeboten. Wenn ein Anbieter Zubehör einzeln ausweist und ein anderer es nicht erwähnt, darf die zweite Position nicht automatisch als inklusive gelten. Fragen Sie, welche Bedienung bei Übergabe vorgesehen ist und welche Bauteile erst auf der Baustelle gewählt oder montiert werden. Das schützt vor Entscheidungen auf Basis eines nur scheinbar vollständigen Türpreises.

Bei nach außen öffnenden Außentüren ist die Öffnungsrichtung ein zentraler Vergleichspunkt, aber nicht der einzige. Ordnen Sie auch Anschlag, Griffseite und die konkrete Nutzung der Tür Ihrer Planung zu. Eine Tür zum Technikraum wird anders genutzt als ein Hauseingang oder ein Nebenzugang zum Garten. Vergleichen Sie deshalb keine Zubehörliste abstrakt, sondern mit der jeweiligen Türkennung. Ist ein Seitenteil vorgesehen, soll es als eigene Position oder klarer Bestandteil erscheinen. Besteht eine Frage zur Alltagstauglichkeit, halten Sie sie direkt an der Position fest, etwa: „Kann die Tür bei geparktem Fahrrad vollständig geöffnet werden?“ Solche Projektfragen liefern bessere Entscheidungen als ein Vergleich bloßer Ausstattungsnamen.

04 / Montage klären

Montage als eigene Leistungsgruppe aufschlüsseln

Lieferung und Einbau sind unterschiedliche Teile eines Angebots. Lassen Sie ausweisen, ob Aufmaß, Anlieferung, Einsetzen, Befestigen, Abdichten der Anschlussfuge, innere und äußere Anschlüsse, Einstellung und Funktionsprüfung enthalten sind. Begriffe wie „Montage komplett“ sind hilfreich, aber ohne Leistungsbeschreibung nicht ausreichend vergleichbar. Notieren Sie auch, wer den Zustand der Öffnungen prüft und was passiert, wenn Untergrund, Laibung oder Maße von den Annahmen abweichen. Bei einer laufenden Renovierung ist die Reihenfolge wesentlich: Alte Elemente werden ausgebaut, neue eingebaut, Anschlüsse hergestellt und erst danach können bestimmte Innen- oder Außenarbeiten sinnvoll folgen. Das Angebot sollte zeigen, an welcher Stelle die Verantwortung des Anbieters endet.

Eine Terrasse oder ein Balkonanschluss verdient bei großen Öffnungen besondere Aufmerksamkeit. Bei nach außen öffnenden Falttüren sollte die Position nicht nur Anzahl und Maße nennen, sondern auch klar machen, welche Montagearbeiten und welche Vorleistungen inbegriffen sind. Fragen Sie, welche Ebenen und Anschlüsse vor dem Einbau fertig sein müssen und welche Schutzmaßnahmen für bereits fertige Böden oder Wände vorgesehen sind. Diese Frage ist kein Ersatz für die Detailplanung am Bau, verhindert aber ein Angebot, das eine ideale, jedoch noch nicht vorbereitete Situation voraussetzt. Lassen Sie Montageleistungen nicht mit allgemeinen Bauarbeiten vermischen: Ein klarer Übergabepunkt hilft allen Beteiligten bei Terminplanung und Kostenvergleich.

Ausbau, Entsorgung und Wiederherstellung separat prüfen

Der Austausch alter Fenster beginnt nicht mit dem neuen Rahmen. Vergleichen Sie, ob Ausbau, Abtransport und Entsorgung der vorhandenen Elemente enthalten sind und ob Schutzmaßnahmen für Böden, Möbel oder angrenzende Flächen beschrieben werden. Ebenso wichtig ist, was nach dem Ausbau offenbleibt: Werden Laibungen ausgebessert, Innenfensterbänke entfernt oder wieder montiert, Außenanschlüsse geschlossen, Putzarbeiten ergänzt oder nur die neue Einheit eingesetzt? Eine günstige Lieferung mit Elementmontage kann sinnvoll sein, wenn Sie diese Gewerke bewusst separat vergeben. Sie ist aber nicht gleichwertig mit einem Angebot, das sie umfasst. Führen Sie jede Folgearbeit als eigene Zeile in Ihrer Vergleichstabelle und ordnen Sie sie einem Verantwortlichen zu.

Beim Ersatz einzelner Fenster in bewohnten Räumen bestimmt die Baustellenlogistik oft die passende Vergabereihenfolge. Fragen Sie nach Zugang, Zwischenlagerung, Schutz vorhandener Oberflächen, täglicher Sicherung der Öffnungen und der geplanten Reihenfolge der Räume. Erwarten Sie keine pauschale Zusage, sondern stimmen Sie konkrete Gegebenheiten beim Aufmaß ab. Bei Dachschwingfenstern kommen Erreichbarkeit und die Abstimmung mit der bestehenden Dachkonstruktion als eigene Punkte hinzu. Vergleichen Sie daher nicht nur die Position des Fensters, sondern auch die Annahmen rund um Ausbau und Zugang. Wenn ein Angebot solche Annahmen offen benennt, ist das nicht schlechter; es gibt Ihnen die Gelegenheit, den Umfang vor Bestellung eindeutig festzulegen.

Alternative verglaste Falttür-Konfiguration

05 / Bestellung freigeben

Optionen, Nachträge und Preisbasis sichtbar machen

Markieren Sie in beiden Angeboten jede Position als enthalten, Wahlmöglichkeit, Eventualposition oder nicht enthalten. Optionen sind wertvoll, solange klar bleibt, ob sie in der ausgewiesenen Summe stecken. Rechnen Sie für den Vergleich eine bereinigte Variante: dieselben Öffnungen, dieselbe Ausstattung, derselbe Montageumfang und dieselbe Behandlung von Ausbau sowie Nebenarbeiten. Ziehen Sie keine nicht bestätigten Leistungen gedanklich vom günstigeren Angebot ab und addieren Sie keine geschätzten Beträge. Stattdessen erstellen Sie eine Liste schriftlicher Fragen. Erst nach den Antworten können Sie Positionen sinnvoll gleichstellen. Prüfen Sie auch, wie Mengenänderungen, Aufmaßabweichungen oder bauseitige Hindernisse behandelt werden sollen; vage Formulierungen gehören vor Freigabe geklärt.

Bei einteiligen verglasten Türseitenteilen sollte eindeutig sein, ob das Seitenteil im Türgesamtmaß enthalten, einzeln bepreist oder als spätere Option angeführt ist. Das beeinflusst nicht nur die Summe, sondern auch die Zeichnung, das Aufmaß und die Montageabfolge. Vergleichen Sie ebenso Zuschläge nicht isoliert: Ein zusätzliches Teil kann Folgepositionen bei Anschluss oder Ausbau verändern. Fragen Sie nach dem Datum und der Gültigkeit des Angebots sowie danach, welche Unterlagen seine Grundlage bilden. Bloomcabin nennt für Fenster und Türen eine Garantie von fünf Jahren; die Lieferzeit wird mit vier bis sechs Wochen ab Auftragsbestätigung angegeben. Beides ersetzt nicht die Prüfung Ihrer individuellen Auftragsbestätigung und der dort festgelegten Ausführung.

Vor Beauftragung den Vergleich in eine klare Bestellung überführen

Wenn die Positionen bereinigt sind, lesen Sie Angebot und spätere Auftragsbestätigung erneut gegen Ihr Öffnungsregister. Kontrollieren Sie Raumkennung, Menge, Maße, Öffnungsrichtung, Teilung, Glas, Oberfläche, Zubehör und Montageumfang Zeile für Zeile. Prüfen Sie besonders Änderungen, die nach dem ersten Gespräch handschriftlich, per E-Mail oder in einer aktualisierten Zeichnung festgelegt wurden. Sie sollten in den verbindlichen Unterlagen nachvollziehbar auftauchen, statt nur im Gedächtnis zu bleiben. Legen Sie eine letzte Liste mit offenen Punkten an und schließen Sie sie vor der Freigabe. Ein Anbieter muss nicht jedes Detail bereits im ersten Entwurf kennen; wichtig ist, dass Annahmen bis zur Bestellung nicht unbemerkt zu festen Vorgaben werden.

Planen Sie danach einen praktischen Abgleich mit den Folgegewerken. Ein Fixfenster hat andere Reinigungs- und Lüftungsfolgen als ein öffenbares Element, auch wenn beide auf der Ansicht ähnlich wirken. Besprechen Sie daher mit den zuständigen Planungs- und Ausführungsfachleuten, ob Ihre gewählte Kombination zum Gebäude, zu Anschlüssen und zur späteren Nutzung passt. Erstellen Sie für den Aufmaßtermin eine kurze Raumliste mit Zugängen, empfindlichen Oberflächen und ungeklärten Details. Legen Sie außerdem fest, wer Änderungen nach dem Aufmaß sammelt und welche Unterlage anschließend als endgültiger Bestellstand gilt. Für die spätere Übergabe ist eine positionsbezogene Prüfliste sinnvoll: richtige Öffnung, vereinbarte Bedienung, sichtbare Ausführung, enthaltenes Zubehör und dokumentierte Restarbeiten. Halten Sie offene Arbeiten getrennt von bloßen Pflege- oder Bedienhinweisen fest. Das Ergebnis eines guten Angebotsvergleichs ist nicht zwingend die niedrigste Summe, sondern eine Bestellung, deren Leistungsgrenzen, Konfiguration und Baustellenablauf für alle Beteiligten lesbar sind.

Häufige Fragen

Soll ich Angebote mit unterschiedlichen Positionsnummern überhaupt vergleichen?

Ja. Übernehmen Sie die Positionsnummern der Anbieter, legen Sie daneben aber Ihre eigene Öffnungskennung an. Verglichen wird dann nicht Position 12 gegen Position 12, sondern etwa das Küchenfenster gegen das Küchenfenster. Fehlt die Zuordnung, bitten Sie vor einer Preisbewertung um eine aufgeschlüsselte Ergänzung.

Was mache ich, wenn in einem Angebot die Montage pauschal angeführt ist?

Fragen Sie nach einer schriftlichen Leistungsabgrenzung. Relevant sind unter anderem Aufmaß, Ausbau, Einsetzen, Anschluss, Abdichtung, Einstellung, Schutzmaßnahmen und Wiederherstellung angrenzender Flächen. Eine Pauschale kann passend sein, sofern klar dokumentiert ist, welche Arbeiten sie umfasst und welche Leistungen außerhalb des Angebots bleiben.

Sind ähnliche Gesamtmaße ein ausreichender Vergleich?

Nein. Klären Sie zunächst den Maßbezug: Rohbauöffnung, Rahmenaußenmaß, Bestellmaß oder lichte Öffnung sind unterschiedliche Angaben. Kontrollieren Sie danach Flügelaufteilung, Fixfelder und Teilungen. Zwei Elemente können dieselbe Außenabmessung haben, aber eine andere Bedienung, sichtbare Glasfläche und andere Anschlussvoraussetzungen aufweisen.

Wie behandle ich nicht genannte Ausstattungen?

Werten Sie sie als offen, nicht als automatisch enthalten. Notieren Sie die konkrete Frage an der betroffenen Öffnung, beispielsweise Griffausführung, Türseitenteil, Schwelle oder Anschlussarbeit. Bitten Sie um eine schriftliche Bestätigung, eine separate Option oder die ausdrückliche Aussage, dass die Leistung nicht Teil des Angebots ist.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die finale Preisentscheidung?

Nach dem Aufmaß und nachdem alle wesentlichen Positionen technisch und organisatorisch abgeglichen sind. Die Auftragsbestätigung sollte Ihre bereinigte Vergleichsliste widerspiegeln. Prüfen Sie vorher auch Terminfolge, Zugang zur Baustelle und Folgegewerke, damit eine passende Elementwahl nicht an unklaren Baustellenannahmen scheitert.

Nächster Schritt

Ein brauchbarer Angebotsvergleich beginnt bei der einzelnen Öffnung und endet bei einer lesbaren Bestellung. Ordnen Sie jedes Fenster und jede Tür einem Raum zu, klären Sie Maßbezug und Bedienung, und trennen Sie Produkt, Zubehör, Montage, Ausbau und Wiederherstellung. Behandeln Sie fehlende Angaben als offene Fragen statt als Preisvorteil. Wenn beide Angebote denselben Umfang beschreiben, wird der Betrag in EUR aussagekräftig. Nehmen Sie das bereinigte Öffnungsregister zum Aufmaß und zur Auftragsbestätigung mit. So bleibt auch bei einer Renovierung mit mehreren Gewerken nachvollziehbar, was geliefert wird, was auf der Baustelle geschieht und wer welchen Arbeitsschritt übernimmt.

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