Garantie für Fenster und Türen richtig prüfen

Kaufratgeber für die Renovierung
Die Fenster sind eingesetzt, die Terrassentür läuft anfangs sauber – doch nach dem Verputzen streift der Flügel, am Anschluss zeigt sich eine Verfärbung oder ein Griff fühlt sich anders an als bei der Abnahme. In einer Sanierung ist dann entscheidend, was genau bestellt, wann kontrolliert und wer für welchen Arbeitsschritt beauftragt wurde. Eine Garantie kann Sicherheit geben, ersetzt aber weder eine präzise Bestellung noch eine sorgfältige Übergabe. Besonders bei Fenstern und Türen treffen Produkt, Montage, Bauanschluss, Beschattung und nachfolgende Gewerke aufeinander. Wer die Garantieunterlagen schon vor der Bestellung zusammen mit Angebot und Auftragsbestätigung prüft, erkennt mögliche Lücken rechtzeitig. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Deckung, Ausschlüsse und den Ablauf einer sachlichen Reklamation für Ihr Projekt in Österreich praktisch einordnen.

01 / Unterlagen sammeln
Garantie beginnt mit einer klaren Einordnung
Eine Garantie ist eine freiwillige Zusage, deren Inhalt aus der schriftlichen Erklärung hervorgeht. Sie kann sich auf ein ganzes Element, auf bestimmte Teile oder auf definierte Eigenschaften beziehen. Davon zu unterscheiden sind Ansprüche aus Ihrem Kauf- oder Werkvertrag sowie eine mögliche Kulanzentscheidung. Diese Begriffe im Gespräch gleichzusetzen, führt später leicht zu falschen Erwartungen. Fragen Sie daher nicht nur, ob eine Garantie besteht, sondern wer sie abgibt, für welche Bestellposition sie gilt und welche Unterlagen ihren Wortlaut enthalten. Die fünfjährige Garantie von Bloomcabin für Fenster und Türen ist ein Ausgangspunkt; die konkreten Bedingungen und die vereinbarte Ausführung bleiben für Ihren Auftrag maßgeblich.
Bei einer Sanierung ist die Zuständigkeit oft aufgeteilt: Ein Betrieb misst auf, ein anderer montiert, danach folgen Innenputz, Fassade, Bodenaufbau oder Sonnenschutz. Ein Problem am fertigen Bauteil kann seine Ursache im Produkt, in der Montage oder in einer späteren Arbeit haben. Legen Sie deshalb bereits bei der Vergabe eine einfache Verantwortungsmatrix an. Notieren Sie Elementnummer, Raum oder Fassadenseite, Lieferant, Montagebetrieb und Ansprechpartner. Für ein einflügeliges, nach innen öffnendes Fenster sollte aus den Unterlagen etwa eindeutig hervorgehen, welche Öffnungsrichtung, Maße, Oberflächen- und Ausstattungswünsche tatsächlich bestellt wurden. Der Produkttitel allein ersetzt diese Festlegung nicht.
Den Deckungsbereich Bauteil für Bauteil lesen
Lesen Sie Garantiebedingungen wie eine Leistungsbeschreibung: Welche Bauteile werden ausdrücklich genannt? Rahmen, Verglasung, Beschläge, Dichtungen, Griffe, Schwellen, Seitenteile und Zubehör können unterschiedlich behandelt sein. Ebenso wichtig ist, was als Abweichung gilt: Beschreibt die Zusage Material, Funktion, Oberfläche oder eine bestimmte Eigenschaft? Vergleichen Sie diese Begriffe mit Angebot, Auftragsbestätigung und technischen Angaben. Was dort nicht konkret vereinbart wurde, sollten Sie nicht stillschweigend als garantiert annehmen. Bei Sonderformen und Kombinationen lohnt ein genauer Blick besonders, weil einzelne Bestandteile unterschiedliche Rollen im Element haben können. Erstellen Sie für größere Bestellungen eine kurze Prüftabelle mit einer Zeile je Position. Tragen Sie darin Elementart, vereinbarte Ausführung, ausdrücklich erfasste Teile und erkennbare Einschränkungen ein. Dadurch fällt beispielsweise auf, wenn eine allgemeine Garantieaussage zwar das Fenster nennt, Zubehör oder ergänzende Bauteile aber nicht eindeutig einordnet. Offene Felder werden vor der Freigabe zu konkreten Rückfragen statt später zu Auslegungssache.
Fragen Sie außerdem nach der vorgesehenen Abhilfe. Eine Garantie kann eine Prüfung, Instandsetzung, Ersatz eines betroffenen Teils oder eine andere Leistung beschreiben. Daraus folgt nicht automatisch, dass jedes angrenzende Gewerk oder jede Folgekostenposition umfasst ist. Wird beispielsweise ein einteiliges verglastes Türseitenteil gemeinsam mit einer Haustür geplant, dokumentieren Sie die Trennung von Tür, Seitenteil, Anschluss und Innenverkleidung. So kann im Fall einer Beanstandung klar beurteilt werden, welcher Teil betroffen ist. Eine gute Antwort des Anbieters benennt nicht nur das Wort „Garantie“, sondern auch den Gegenstand, die Voraussetzungen und den Ablauf der Prüfung.
02 / Deckung prüfen
Fristbeginn und Unterlagen vor der Bestellung klären
Die Laufzeit ist nur brauchbar, wenn der Beginn nachvollziehbar ist. Prüfen Sie, ob die Bedingungen auf Bestellung, Lieferung, Montage, Übergabe oder ein anderes Ereignis abstellen. Fragen Sie auch, welcher Nachweis im Anlassfall erwartet wird. Eine Rechnung ohne Elementzuordnung kann später weniger hilfreich sein als eine Auftragsbestätigung mit Positionsnummern und eine Übergabeliste. Bewahren Sie die Version der Bedingungen auf, die zu Ihrem Auftrag gehört. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass eine später abrufbare allgemeine Information denselben Stand wiedergibt. Ergänzungen oder Absprachen sollten schriftlich in den Auftrag aufgenommen werden.
Planen Sie die Bestellung rückwärts vom Baustellenablauf. Für Fenster und Türen nennt Bloomcabin eine Lieferzeit von vier bis sechs Wochen, vorbehaltlich der Auftragsbestätigung. Das ist kein Ersatz für Ihre Terminplanung: Aufmaß, Freigabe, Ausbau alter Elemente, Montagefenster und Folgearbeiten müssen dazu passen. Vereinbaren Sie keine vorschnelle Abnahme, wenn Anschlüsse noch verdeckt werden oder wichtige Funktionen noch nicht geprüft werden konnten. Bei einer Patio Life Hebe-Schiebetür für Terrasse und Balkon ist es sinnvoll, die spätere Bodenhöhe, den Zugang während der Arbeiten und den Zeitpunkt der Funktionsprüfung vorab mit allen beteiligten Gewerken zu besprechen.
Ausschlüsse nicht überlesen, sondern konkret übersetzen
Ausschlüsse sind nicht bloß Kleingedrucktes, sondern Grenzen der zugesagten Leistung. Typische Formulierungen können etwa Schäden durch unsachgemäße Behandlung, fehlende Pflege, Veränderungen am Element, äußere Einwirkung oder nicht vereinbarte Einbausituationen betreffen. Ob eine konkrete Situation darunter fällt, entscheidet sich jedoch am Wortlaut und an den Tatsachen, nicht an einer allgemeinen Vermutung. Markieren Sie jede Klausel, die Sie nicht auf Ihre Planung übertragen können, und bitten Sie vor der Bestellung um Erläuterung. Wichtig ist eine schriftliche Antwort, wenn Ihre Ausführung von einer Standardsituation abweicht. Prüfen Sie Ausschlüsse außerdem gegen die tatsächliche Nutzung: Wird während der Sanierung weiter im Objekt gewohnt, sind Haustiere vorhanden oder müssen große Möbel durch die neue Öffnung transportiert werden? Solche Umstände bedeuten nicht automatisch einen Ausschluss, zeigen aber, wo Schutzmaßnahmen und klare Übergaben nötig sind. Halten Sie fest, welcher Betrieb provisorische Abdeckungen entfernt und ab welchem Zeitpunkt die Nutzerinnen und Nutzer die Elemente bedienen sollen.
Übersetzen Sie jede Bedingung in eine Baustellenfrage. Wer stellt nach dem Einbau Beschläge nach? Wer schützt sichtbare Flächen während Putz-, Mal- und Bodenarbeiten? Darf eine Beschattung oder ein Sensor am Rahmen befestigt werden, und wer stimmt das ab? Bei nach außen öffnenden Falttüren sollten Sie zusätzlich festlegen, wie die Öffnungszone während der Bauphase frei bleibt und wann die Anlage erstmals vollständig betätigt wird. Das sind keine Vorwegnahmen eines Mangels, sondern praktische Vorkehrungen. Sie helfen, späteren Verschleiß, Beschädigung durch Bauarbeiten und eine mögliche Produktabweichung nicht vorschnell in einen Topf zu werfen.

03 / Montage zuordnen
Montage und Bauanschluss als eigene Schnittstelle behandeln
Ein Fenster kann als Produkt vereinbarungsgemäß sein, während ein Anschluss zum Baukörper noch Fragen aufwirft. Umgekehrt kann ein beobachtetes Zugluft-, Feuchte- oder Bedienproblem auch mehrere Ursachen haben. Lassen Sie die Montageleistung daher nicht als unsichtbaren Teil der Lieferung stehen. Im Auftrag sollte erkennbar sein, wer aufmisst, wer ausbaut, wer montiert, welche Anschlussarbeiten dazugehören und welche Leistungen andere Gewerke übernehmen. Lassen Sie sich erklären, an welchen Punkten der bestehende Baukörper geprüft wird und welche Voraussetzung eine Montage vor Ort benötigt. Eine pauschale Aussage zur Garantie beantwortet diese Schnittstellen nicht. Ergänzen Sie den Ablauf um klar benannte Kontrollpunkte: Zustand nach dem Ausbau, Position vor der endgültigen Befestigung, sichtbarer Anschluss vor dem Verkleiden und Funktionskontrolle nach Abschluss angrenzender Arbeiten. Nicht jeder Punkt braucht ein umfangreiches Protokoll. Ein datiertes Foto mit Elementnummer und eine kurze Notiz können jedoch zeigen, wann eine Zone noch zugänglich war und welcher Betrieb anschließend weitergearbeitet hat.
Gerade in bewohnten Wohnungen lohnt sich eine gemeinsame Begehung vor Beginn. Halten Sie kritische Zonen wie Laibungen, Fensterbänke, Bodenanschlüsse und die spätere Lage von Vorhängen oder Möbeln fest. Für einflügelige, nach innen öffnende Terrassentüren muss der innenliegende Schwenkbereich praktisch nutzbar bleiben; zugleich sind Übergänge zu Terrasse und Innenboden mit der Bauplanung abzustimmen. Fotografieren Sie den Zustand vor Ausbau und nach jedem wesentlichen Schritt, jeweils mit Übersicht und Detail. Diese Bilder ersetzen keine fachliche Ursachenanalyse, bilden aber eine zeitliche Abfolge ab. Das ist bei einer späteren Rückfrage wesentlich aussagekräftiger als ein einzelnes Foto nach Abschluss aller Folgearbeiten.
Die Übergabe als kontrollierten Projekttermin nutzen
Planen Sie für die Übergabe Zeit bei Tageslicht und mit Zugang zu jedem Element ein. Gehen Sie nicht nur einmal durch den Raum, sondern prüfen Sie systematisch: Ist die bestellte Anzahl vorhanden? Stimmen Öffnungsrichtung, Teilung, Griffe und sichtbare Ausstattung mit der Auftragsbestätigung überein? Lassen sich Flügel, Türen und Schiebeteile kontrolliert bewegen? Sind Scheiben, Rahmen und erreichbare Dichtungen sichtbar unbeschädigt? Öffnen und schließen Sie jedes bedienbare Element, ohne Gewalt anzuwenden. Notieren Sie Auffälligkeiten eindeutig mit Positionsnummer, Ort und Datum, statt vage „Fenster im Wohnzimmer“ zu schreiben. Trennen Sie dabei drei Kategorien: sofort sichtbare Abweichungen, noch nicht prüfbare Punkte und vereinbarte Restarbeiten. Diese Einteilung verhindert, dass ein fehlender Abschluss mit einem vermuteten Produktmangel vermischt wird. Lassen Sie zu jedem offenen Punkt festhalten, wer ihn besichtigt oder bearbeitet und ob davor weitere Arbeiten unterbleiben sollen. Fotografieren Sie auch unauffällige Gesamtansichten als Referenz für den dokumentierten Übergabezustand.
Eine solche Liste ist keine Entscheidung darüber, wer verantwortlich ist. Sie hält lediglich fest, was zum Zeitpunkt der Übergabe sichtbar oder funktional auffällig war. Bei einem Fixfenster beschränkt sich die Kontrolle naturgemäß nicht auf eine Öffnungsfunktion, sondern auf bestellte Form, Ansicht, sichtbare Oberflächen, Verglasung und Anschlussbereich. Bei beweglichen Teilen kommen Bedienung und Schließverhalten hinzu. Lassen Sie offene Punkte mit Foto und Termin für die weitere Klärung festhalten. Unterschreiben Sie nichts, dessen Aussage Sie nicht verstehen. Wenn eine Beurteilung wegen laufender Bauarbeiten noch nicht möglich ist, kann genau dieser Umstand sachlich in der Dokumentation stehen.
04 / Übergabe dokumentieren
Pflegehinweise in den Alltag der Nutzung einbauen
Viele Garantiebedingungen knüpfen an eine sachgerechte Nutzung und Pflege an. Das ist kein Anlass, auf Verdacht aggressiv zu reinigen oder Beschläge selbst zu zerlegen. Fragen Sie vielmehr nach den konkreten Pflegehinweisen für Ihre Ausführung und bewahren Sie diese bei den Bestellunterlagen auf. Sinnvoll ist ein kurzer, wiederkehrender Kontrolltermin: sichtbare Verschmutzungen entfernen, Entwässerungs- oder Falzbereiche nur nach Anleitung prüfen, Dichtungen ansehen und ungewöhnliche Bedienkräfte notieren. Wer das Objekt später übernimmt oder vermietet, sollte wissen, wo diese Hinweise liegen und an wen er sich bei Auffälligkeiten wendet. Legen Sie zusätzlich fest, was die Kontrolle ausdrücklich nicht umfasst. Ein schwer erreichbares Element, eine auffällige Verglasung oder ein schwergängiger Beschlag ist kein sinnvoller Ort für improvisierte Eingriffe. Notieren Sie stattdessen Beobachtung, Datum und Nutzungssituation. Werden Reinigungs- oder Wartungsarbeiten durch einen Betrieb ausgeführt, bewahren Sie dessen Beleg und Leistungsbeschreibung auf. Damit bleibt nachvollziehbar, welche Maßnahme tatsächlich vorgenommen wurde, ohne daraus vorschnell eine technische Ursache abzuleiten.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen Elemente, die stark genutzt werden oder schwer erreichbar sind. Bei Dachschwingfenstern kann ein Foto bei der regelmäßigen Sichtkontrolle helfen, Veränderungen nachvollziehbar festzuhalten, ohne sofort einen Defekt zu unterstellen. Vermeiden Sie eigenmächtiges Verstellen, wenn keine passende Anleitung und keine sichere Einschätzung vorliegen. Eine kurzfristige Verbesserung der Bedienung kann sonst die ursprüngliche Situation verdecken. Bei Schäden durch Bauarbeiten, etwa Farbspritzer oder Kratzer, dokumentieren Sie die Stelle vor einer Reinigung und informieren Sie den verantwortlichen Betrieb zeitnah. So wird Pflege nicht zu einer unklaren nachträglichen Erklärung, sondern zu einem nachvollziehbaren Teil der Nutzung.
Eine Reklamation mit Fakten statt Ferndiagnose eröffnen
Sobald Sie eine Auffälligkeit feststellen, sammeln Sie zuerst die Grunddaten: Bestell- und Rechnungsnummer, Elementnummer, Einbauort, Datum der Feststellung und eine kurze Beschreibung der beobachtbaren Situation. Ergänzen Sie Fotos aus Distanz und Nähe, bei Bedarf ein kurzes Video der Bedienung. Beschreiben Sie beispielsweise „Flügel berührt beim Schließen unten links den Rahmen“ statt „Fenster ist schlecht“. Benennen Sie auch, ob das Problem dauerhaft auftritt oder unter bestimmten Bedingungen beobachtet wurde. Diese Präzision ermöglicht dem Ansprechpartner, die Prüfung vorzubereiten, ohne dass Sie selbst eine technische Ursache behaupten müssen. Fügen Sie nur Material bei, das die Zuordnung erleichtert, und benennen Sie Dateien verständlich. Eine Serie wie „Wohnzimmer_Element03_Übersicht“ und „Wohnzimmer_Element03_Detail“ ist brauchbarer als viele unkommentierte Handyfotos. Vermerken Sie, ob die Stelle frei zugänglich ist und ob inzwischen ein anderes Gewerk dort gearbeitet hat. So kann der Betrieb abschätzen, welche Unterlagen oder Fachpersonen für den Termin benötigt werden.
Senden Sie die Meldung schriftlich an den Vertragspartner, der für die betroffene Leistung zuständig ist, und bitten Sie um Eingangsbestätigung sowie Information zum weiteren Vorgehen. Bei einem Schiebetür-System können Angaben dazu wichtig sein, ob die Auffälligkeit beim Öffnen, Schließen, Verriegeln oder in einer bestimmten Flügelstellung auftritt. Nehmen Sie keine Reparatur durch Dritte vor und bauen Sie nichts ab, bevor der gemeldete Zustand ausreichend dokumentiert und das weitere Vorgehen abgestimmt ist – außer eine akute Situation erfordert Sicherung. Halten Sie jede Kommunikation, Besichtigung und Maßnahme chronologisch in Ihrer Projektmappe fest. Sachlichkeit beschleunigt die Einordnung meist mehr als Schuldzuweisungen.

05 / Reklamation melden
Optik, Nutzung und technische Abweichung trennen
Nicht jede Beobachtung hat dieselbe Bedeutung. Ein Transportschaden, eine sichtbare Abweichung, eine Bedienauffälligkeit, ein Anschlussproblem und eine durch andere Arbeiten verursachte Beschädigung verlangen unterschiedliche Fragen. Vergleichen Sie zuerst mit der vereinbarten Bestellung und dem dokumentierten Ausgangszustand. Was genau ist anders als bestellt oder bei der Übergabe festgehalten? Wann trat die Veränderung erstmals auf? Wurden seither Arbeiten am Gebäude, am Boden, an der Fassade oder am Sonnenschutz durchgeführt? Diese Chronologie ist hilfreicher als eine allgemeine Bewertung der Qualität. Sie lässt Raum für eine sachgerechte Prüfung durch den zuständigen Betrieb.
Bei gestalterisch anspruchsvollen Elementen sollten Sie Erwartungen besonders präzise festhalten. Ein Drehfenster „Kombi“ in historischem Stil, nach außen öffnend beschreibt die benannte Konfiguration, nicht automatisch jedes Detail zu Farbe, Sprossen, Beschlag oder Ansicht. Vereinbaren Sie daher vor der Freigabe, welche Unterlagen diese Merkmale verbindlich abbilden. Wenn eine optische Frage erst nach dem Einbau auffällt, prüfen Sie anhand dieser Unterlagen, ob eine Abweichung vorliegt oder ob die Bestellung missverständlich war. Für eine Ursache, die Produkt und Bauanschluss gleichermaßen betreffen könnte, ist eine Einschätzung durch den zuständigen Fachbetrieb oder einen geeigneten qualifizierten Fachmann sinnvoll.
Vor dem Auftrag die richtige Fragenliste einsetzen
Eine vergleichbare Angebotsentscheidung entsteht nicht aus der Zahl der Garantiejahre, sondern aus gleichen Fragen an alle Anbieter. Lassen Sie sich schriftlich sagen: Welche Fenster und Türen sind genau umfasst? Welche Bauteile oder Fälle sind ausgenommen? Wann beginnt die Frist? Welche Pflege- und Nutzungsvorgaben gelten? Welche Dokumente sind bei einer Meldung vorzulegen? Wer prüft den Fall, und welche Leistung ist vorgesehen? Ergänzen Sie die Projektfragen: Wer misst auf, wer montiert, wer koordiniert die Anschlüsse und wie wird die Übergabe dokumentiert? Antworten, die nur allgemein auf „volle Garantie“ verweisen, sind für einen Angebotsvergleich zu ungenau.
Ordnen Sie die Antworten anschließend je Element zu, statt eine allgemeine Broschüre als Gesamtzusage zu behandeln. Das ist besonders nützlich, wenn im selben Projekt unterschiedliche Öffnungsarten vorkommen, etwa ein Fenster, eine Haustür und eine großformatige Terrassentür. Entscheiden Sie erst nach der technischen und gestalterischen Freigabe, nicht allein nach einer Abbildung oder einem Produkttitel. Halten Sie die endgültige Bestellung, die Garantiebestimmungen, Montagevereinbarung, Pflegehinweise, Lieferscheine, Fotos und Übergabeprotokolle an einem digitalen und einem leicht auffindbaren Ort bereit. So ist die Garantie kein vergessenes Verkaufsargument, sondern ein nachvollziehbarer Teil Ihrer Renovierungsakte – vom Aufmaß bis zur späteren Nutzung.
Häufige Fragen
Wie lange gilt die Garantie von Bloomcabin für Fenster und Türen?
Bloomcabin gewährt für Fenster und Türen fünf Jahre Garantie. Für die praktische Einordnung zählt zusätzlich, welche Produkte und Bauteile die zu Ihrem Auftrag gehörenden Bedingungen erfassen, wann die Frist beginnt und welche Voraussetzungen genannt sind. Bewahren Sie deshalb die konkrete Garantieerklärung gemeinsam mit Bestellung und Auftragsbestätigung auf.
Ist eine Garantie dasselbe wie die Gewährleistung?
Nein. Eine Garantie ist eine freiwillige Zusage mit einem festgelegten Inhalt. Ansprüche aus Kauf- oder Werkvertrag sind davon zu unterscheiden. Welche Einordnung in Ihrem konkreten Fall zutrifft, hängt unter anderem von Ihrem Vertrag und den vereinbarten Leistungen ab. Lesen Sie daher Garantie, Angebot und Montagevereinbarung immer gemeinsam.
Was soll ich bei einem vermuteten Mangel zuerst tun?
Dokumentieren Sie Ort, Elementnummer, Datum und beobachtbares Verhalten mit Fotos; bei beweglichen Elementen kann ein kurzes Video sinnvoll sein. Melden Sie den Sachverhalt schriftlich an den zuständigen Vertragspartner und bitten Sie um das weitere Vorgehen. Verändern, zerlegen oder reparieren Sie das Element nicht eigenmächtig, bevor die Situation geklärt ist.
Sind Schäden durch nachfolgende Bauarbeiten automatisch ein Garantiefall?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind der konkrete Schaden, der Wortlaut der Bedingungen, die vereinbarten Leistungen und der Ablauf auf der Baustelle. Fotos vor und nach Folgearbeiten, ein Übergabeprotokoll sowie klare Zuständigkeiten helfen bei der Einordnung. Benennen Sie den Sachverhalt, ohne selbst eine Ursache festzulegen.
Welche Unterlagen brauche ich für eine Reklamation?
Praktisch sind Auftragsbestätigung, Rechnung, Garantiebestimmungen, Liefer- und Montageunterlagen, Übergabeprotokoll sowie Fotos oder Videos. Ergänzen Sie eine kurze Chronologie: Wann wurde eingebaut, wann fiel die Auffälligkeit auf, und welche Arbeiten fanden dazwischen statt? Eine eindeutige Elementnummer und der genaue Einbauort vermeiden Rückfragen und Verwechslungen.
Nächster Schritt
Eine belastbare Absicherung für Fenster und Türen entsteht nicht durch eine lange klingende Werbeaussage, sondern durch nachvollziehbare Unterlagen und einen geordneten Bauablauf. Prüfen Sie die fünfjährige Bloomcabin-Garantie zusammen mit dem Wortlaut für Ihre Bestellung, dem Deckungsbereich, Ausschlüssen, Fristbeginn und der vorgesehenen Abhilfe. Trennen Sie Produkt, Montage und Bauanschluss auch in Ihrer Dokumentation. Planen Sie vor dem Auftrag Zuständigkeiten, kontrollieren Sie bei der Übergabe jedes Element und halten Sie Auffälligkeiten früh sachlich fest. Kommt es zu einer Reklamation, ermöglichen präzise Fakten, Fotos und eine vollständige Projektmappe eine faire Prüfung. Für technisch unklare Ursachen sollte der zuständige Fachbetrieb oder ein geeigneter qualifizierter Fachmann hinzugezogen werden.