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Fenster- und Türlieferung: Checkliste zum Abladen, Prüfen und Lagern

Fenster- und Türlieferung: Checkliste zum Abladen, Prüfen und Lagern

Baustellen-Checkliste

Die Fenster sind bestellt, der Innenputz ist fast fertig und für die kommende Woche ist die Lieferung angekündigt. Jetzt entscheidet nicht der erste Blick auf das neue Element, sondern die Vorbereitung der Baustelle darüber, ob das Abladen ruhig abläuft und die Ware bis zum Einbau geschützt bleibt. Besonders bei einer Sanierung konkurrieren Zufahrt, Gerüst, Container, Lagerflächen und mehrere Gewerke um denselben Platz. Eine klare Warenannahme verhindert, dass große Elemente hastig umgestellt werden oder eine Unstimmigkeit erst nach dem Entfernen der Verpackung auffällt. Diese Checkliste führt vom Abgleich mit der Bestellung über den Abladeplatz bis zur dokumentierten Sichtprüfung und Zwischenlagerung. Sie hilft außerdem, Verantwortlichkeiten, Transportwege und offene Punkte für alle Beteiligten verständlich festzuhalten. Sie ersetzt weder die Montageanleitung noch die Prüfung durch den Montagebetrieb, schafft aber eine nachvollziehbare Übergabe zwischen Lieferung und Einbau.

Verglaste Falttür-Konfiguration

Die Lieferung als eigenen Bauabschnitt einplanen

Die Anlieferung sollte nicht zwischen zwei andere Baustellentermine geschoben werden. Ausgangspunkt ist eine Elementliste, die Bestellung, Aufmaß und Montageplanung zusammenbringt. Sie enthält Positionsnummer, Gebäude- oder Raumseite, Elementart, Öffnungsrichtung, Flügelzahl, Sonderform und vorgesehenen Einbautermin. Ergänzen Sie eine einfache Kennzeichnung auf dem Grundriss: So lässt sich beim Abladen rasch entscheiden, welches Element wohin gehört. Bei einer Sanierung verhindert das unnötiges Umsetzen durch Räume, in denen später Bodenarbeiten, Elektroinstallationen oder Malerarbeiten stattfinden. Ergänzen Sie für jede Position auch den geplanten Lagerbereich und den Transportweg dorthin. Falls einzelne Elemente früher als andere montiert werden, kennzeichnen Sie diese Reihenfolge sichtbar. Die Liste ist auch dann hilfreich, wenn Bauherrschaft, Bauleitung und Montagebetrieb nicht gleichzeitig vor Ort sind.

Stimmen Sie das Lieferfenster mit dem tatsächlichen Baufortschritt ab, nicht nur mit einem Wunschdatum. Für Fenster und Türen beträgt die Lieferzeit 4–6 Wochen, vorbehaltlich der Auftragsbestätigung. Vor der Terminbestätigung sollte daher klar sein, ob die Öffnungen zugänglich sind, ob direkt montiert wird oder ob eine Zwischenlagerung nötig ist. Benennen Sie eine Person für die Annahme und eine Vertretung, die Lieferschein, Bestellunterlagen und Telefonkontakt bereithält. Reservieren Sie auch Zeit für Sichtprüfung und Einräumen. Informieren Sie andere Gewerke über den beanspruchten Bereich, damit nicht gleichzeitig Material angeliefert oder ein Zugang gesperrt wird. Wenn ein Montageteam erst später kommt, darf die Lieferung nicht unbeaufsichtigt im Fahrbereich oder in einem noch feuchten Gebäudeteil stehen bleiben.

Zufahrt und Transportweg vor Ort begehen

Gehen Sie den Weg vom möglichen Haltepunkt des Lieferfahrzeugs bis zum Lagerplatz einige Tage vorher ab. Beachten Sie nicht nur die Straßenbreite, sondern auch Kurven, niedrige Äste, Tore, abgestellte Fahrzeuge, Container, Gerüste und weiche oder unebene Flächen. Ein Fahrzeug kann die Baustelle zwar erreichen, doch das sagt noch nichts darüber aus, ob die Elemente sicher weitertransportiert werden können. Markieren Sie Hindernisse, die bis zum Liefertag entfernt werden müssen. Prüfen Sie auch, ob parkende Fahrzeuge, Müllabholung oder eine gleichzeitig geplante Materiallieferung den vorgesehenen Bereich blockieren könnten. Legen Sie eine praktikable Ausweichlösung fest, statt erst bei der Ankunft einen zweiten Abladeort zu suchen. Bei Regen können unbefestigte Flächen und offene Baugruben den Ablauf zusätzlich verändern. Eine kurze Begehung mit dem Montagebetrieb klärt praktische Fragen früher als ein Lageplan allein.

Prüfen Sie die Engstellen im Gebäude genauso sorgfältig. Breite Flure, Haustüren, Podeste, Kellerabgänge und Richtungswechsel bestimmen, ob ein Element direkt an seinen späteren Bereich gelangt. Große Patio Life Hebe-Schiebetüren für Terrasse und Balkon brauchen beispielsweise einen durchgehend geplanten Weg und eine abgestimmte Handhabung; sie sollten nicht spontan über fertige Oberflächen oder schmale Durchgänge bewegt werden. Messen Sie kritische Breiten und Höhen, wenn das bestellte Format nur mit wenig Spielraum passieren kann. Halten Sie Treppen, Durchgänge und Zugänge frei. Klären Sie vorab, welche Personen und Hilfsmittel für das konkrete Format vorgesehen sind. Der Fahrer, die Spedition und der Montagebetrieb haben unterschiedliche Aufgaben; eine vereinbarte Zuständigkeit verhindert riskante Improvisation.

Von der Zufahrt bis zur geschützten Zwischenlagerung

Abladeplatz trocken, eben und erreichbar vorbereiten

Der Abladeplatz muss mehr leisten als kurzfristig Platz zu bieten. Er soll tragfähig, möglichst eben, trocken und vor herabfallendem Material sowie Baustellenverkehr geschützt sein. Räumen Sie Schutt, Schrauben, Palettenreste und lose Folien weg, bevor die Lieferung kommt. Legen Sie geeignete Unterlagen bereit, damit Rahmen, Kanten und Verpackung nicht direkt auf dem Boden stehen. Der Platz soll ausreichend groß sein, um Positionen getrennt abzustellen und Etiketten lesen zu können. Berücksichtigen Sie neben der reinen Stellfläche auch Bewegungsraum für die vorgesehene Handhabung. Ein enger Stapel spart zunächst Fläche, erschwert aber die Prüfung und erhöht die Zahl der späteren Umsetzungen. Planen Sie einen geschützten Zugang, der auch bei schlechter Witterung begehbar bleibt.

Lagern Sie nicht automatisch dort, wo die spätere Montage stattfindet. Ein Raum mit frisch eingebrachtem Estrich, hoher Baufeuchte oder laufenden Putzarbeiten ist keine neutrale Zwischenlösung. Besser ist ein kontrollierbarer Bereich, in dem das Material nicht zur Ablage für andere Gewerke wird. Große Festverglasungen wie Fixfenster werden sinnvollerweise so positioniert, dass sie nicht wiederholt verschoben werden müssen. Halten Sie zugleich genügend Abstand zu Türen, notwendigen Durchgängen und Arbeitsflächen. Kennzeichnen Sie den Bereich sichtbar und vereinbaren Sie, wer ihn bis zur Montage kontrolliert. Fragen Sie den Lieferanten oder Montagebetrieb, welche Lagerart, Unterlagen, Abstände und Verpackungsschritte für die bestellten Elemente vorgesehen sind; diese Hinweise haben Vorrang vor allgemeinen Baustellenroutinen.

Unterlagen für die Warenannahme griffbereit halten

Legen Sie Bestellung, Auftragsbestätigung, Lieferschein, Elementliste, Grundriss und ein aufgeladenes Mobiltelefon an einem Ort bereit. Entscheidend ist der Abgleich mit der bestätigten Bestellung, nicht mit einer Erinnerung an das Beratungsgespräch. Kontrollieren Sie Positionen, Stückzahlen, Maße laut Unterlagen, Anschlag- oder Öffnungsrichtung, Farbe beziehungsweise Oberfläche, soweit diese Angaben erkennbar ausgewiesen sind, und vereinbarte Zusatzteile. Verwenden Sie für Notizen dieselben Positionsnummern wie in den Bestellunterlagen; eigene Kurzbezeichnungen führen später leicht zu Missverständnissen. Prüfen Sie nicht unter Zeitdruck jedes technische Detail bis ins Letzte, sondern schaffen Sie eine belastbare erste Ordnung. Fehlt eine Positionsnummer oder ist eine Kennzeichnung unklar, notieren Sie genau, welches Packstück betroffen ist und wo es abgestellt wurde.

Bei Türen lohnt sich ein separater Blick auf zusammengehörige Teile. Eine Haustür, ein Seitenteil, ein Rahmen, Beschlagteile oder ergänzende Bauteile können unterschiedliche Verpackungen tragen. Bei einteiligen verglasten Türseitenteilen hilft die Zuordnung zur richtigen Türposition, damit nicht erst beim Einbau eine vermeintliche Abweichung entsteht. Legen Sie lose oder kleinere Pakete nicht gesammelt ohne Positionsbezug ab. Vergleichen Sie eine nach außen öffnende Tür nicht bloß anhand der Außenansicht: Die Öffnungsrichtung sollte anhand der Planunterlagen und des vorgesehenen Standpunkts geprüft werden. Wenn etwas nicht eindeutig ist, halten Sie es als Klärpunkt fest, statt Verpackung aufzureißen oder Teile umzusortieren. Das bewahrt Kennzeichnungen und erleichtert spätere Rückfragen.

Alternative Konfiguration einer verglasten Falttür

Beim Abladen zuerst Übersicht schaffen

Beginnen Sie mit einer Gesamtübersicht, bevor einzelne Packstücke in verschiedene Gebäudeteile wandern. Fotografieren Sie die Lieferung am Fahrzeug oder unmittelbar nach dem Abstellen aus mehreren Blickwinkeln, sodass Anzahl, Kennzeichnungen und äußerer Verpackungszustand nachvollziehbar bleiben. Ordnen Sie die Packstücke nach Positionsnummer oder Einbauabschnitt. Ein sichtbarer Bereich für bereits geprüfte und ein Bereich für noch offene Positionen verhindert Verwechslungen. Führen Sie auf der Elementliste mit einfachen Statusangaben mit, was gezählt, fotografiert, zugeordnet oder noch ungeklärt ist. Lassen Sie Schutzverpackungen zunächst dort, wo sie für Transport und Lagerung vorgesehen sind. Sie schützt nicht nur die Oberfläche, sondern erhält auch die Verbindung zwischen Element und Kennzeichnung.

Das Abladen selbst ist kein sinnvoller Zeitpunkt, Flügel auszuhängen oder Beschläge zu verstellen. Tragen und stellen Sie Elemente nicht an Griffen, beweglichen Flügeln oder ungeschützten Kanten ab. Für große, schwere oder ungewohnt geformte Bauteile braucht es die vereinbarte Handhabung; eine spontane zusätzliche Person ersetzt kein abgestimmtes Vorgehen. Bei nach außen öffnenden Falttüren sollte insbesondere der zusammengehörige Aufbau erkennbar bleiben und bis zum Einbau nicht mit anderen Positionen vermischt werden. Stimmen Sie die Reihenfolge des Abladevorgangs mit dem verfügbaren Platz ab, damit ein frühes Packstück kein später benötigtes blockiert. Halten Sie Arbeitswege frei, damit niemand um abgestellte Elemente herumsteigen muss. Ruhe und klare Ablageorte sind beim Abladen wirksamer als Schnelligkeit.

Sichtprüfung systematisch statt nur flüchtig durchführen

Prüfen Sie jedes Packstück in derselben Reihenfolge: Etikett und Positionsnummer, Anzahl, Verpackung, sichtbare Rahmenbereiche, Glasflächen soweit sichtbar sowie offensichtlich lose oder fehlende Teile. Achten Sie auf eingedrückte Ecken, Risse, Brüche, starke Verformungen, durchnässte Verpackung oder Spuren eines Stoßes. Betrachten Sie besonders jene Seiten, die während des Transports an benachbarten Packstücken, Gurten oder Auflagen lagen, soweit dies ohne unsichere Bewegung möglich ist. Eine unbeschädigte Folie beweist nicht, dass jedes Detail stimmt, und eine beschädigte Verpackung beweist noch keinen Schaden am Bauteil. Genau deshalb ist eine sachliche Beschreibung wichtig. Öffnen oder entfernen Sie Verpackung nur nach den Vorgaben für die Annahme und Lagerung, damit der Schutz nicht unnötig verloren geht.

Ergänzen Sie Fotos durch kurze Notizen, die auch Wochen später verständlich sind: Positionsnummer, Datum, betroffene Seite, Art der Auffälligkeit und Bildnummer. Machen Sie zuerst eine Übersicht und danach eine Nahaufnahme; nur ein Detailfoto lässt den Ort am Element oft nicht erkennen. Vermerken Sie sichtbare Abweichungen auf dem Lieferschein, bevor Sie ihn unterzeichnen, und bewahren Sie eine Kopie auf. Formulierungen wie „Verpackung an Ecke links unten eingedrückt, Foto 12“ sind hilfreicher als eine pauschale Bewertung. Melden Sie Auffälligkeiten zeitnah über den vorgesehenen Kontaktweg und fragen Sie, wie weiter vorzugehen ist. Die Warenannahme klärt sichtbare Punkte; Funktionsprüfung, fachgerechter Einbau und die spätere Abnahme bleiben eigene Schritte.

Von der Zufahrt bis zur geschützten Zwischenlagerung

Öffnungsrichtung und Einbauort schon bei der Zuordnung prüfen

Eine praktische Fehlerquelle ist nicht zwingend ein falsches Modell, sondern eine richtige Position am falschen Ort. Vergleichen Sie daher jede Kennzeichnung mit dem Grundriss und der Ansicht, besonders bei ähnlichen Fensterformaten. Bei einflügeligen Fenstern, nach innen öffnend ist die geplante Bewegungsfläche im Raum ein sinnvoller Kontrollpunkt: Passt die angeschlagene Seite zur Einrichtung, zu Heizkörpern oder zu anderen Öffnungen? Beachten Sie, dass dieselbe Angabe je nach Blickrichtung unterschiedlich verstanden werden kann. Markieren Sie deshalb auf Ihrer Liste, auf welche Ansicht sich links, rechts, innen und außen beziehen. Die Lieferung muss diese Fragen nicht neu entscheiden, kann aber einen letzten Abgleich ermöglichen, solange eine Klärung noch weniger Folgen hat. Halten Sie Unklarheiten getrennt von sichtbaren Transportschäden fest, damit sie gezielt beantwortet werden können.

Bei außen öffnenden Fenstern und Terrassentüren prüfen Sie die Richtung anhand der Planansicht und des vorgesehenen Blickpunkts. Begriffe wie links und rechts sind ohne Standpunkt missverständlich. Stellen Sie das Element nicht allein wegen einer Vermutung um oder aus der Verpackung. Bei zweiflügeligen Terrassentüren, nach außen öffnend ist zudem die Zuordnung der beiden Flügel und des vorgesehenen Durchgangs für die Montage relevant. Vergleichen Sie auch benachbarte Positionen, wenn zwei Öffnungen nahezu gleich groß sind; eine ähnliche Abmessung ersetzt keine eindeutige Positionsprüfung. Ein Foto der Kennzeichnung neben dem Planfeld schafft eine einfache Dokumentation. Besprechen Sie widersprüchliche Angaben mit dem zuständigen Fachbetrieb, bevor bauliche Anschlüsse vorbereitet oder Schutzfolien entfernt werden.

Zwischenlagerung gegen Feuchte, Druck und Baustellenschäden sichern

Zwischenlagerung ist dann gelungen, wenn jedes Element trocken, standsicher, auffindbar und ohne unnötiges Umsetzen erreichbar bleibt. Schützen Sie die Lieferung vor Niederschlag, Spritzwasser, aufsteigender Feuchte, direkter Verschmutzung und mechanischen Stößen. Eine dichte Abdeckung ohne ausreichende Luftzirkulation kann ungünstig sein; entscheidend sind die Hinweise des Herstellers zur konkreten Verpackung und Lagerung. Lagern Sie Elemente nicht auf nacktem Boden und lehnen Sie sie nicht ungesichert an eine Wand. Vermeiden Sie Punktlasten, Druck durch anderes Material und das Anlehnen von Werkzeugen oder Platten. Legen Sie fest, wer den Bereich nach Arbeitsende kontrolliert und bei einer Veränderung informiert wird. Auch ein kurzfristiger Lagerplatz sollte klar als Sperrbereich erkennbar sein.

Trennen Sie die Lieferung nach Montageabschnitten, nicht nur nach Größe. Kleine Zubehörpackungen bleiben bei der zugehörigen Position, aber nicht dort, wo sie von anderen Gewerken mitgenommen werden können. Dachfenster wie Dachschwingfenster sollten anhand ihrer Kennzeichnung dem vorgesehenen Einbauort zugeordnet und vor einem Einsatz als Ablagefläche geschützt werden. Führen Sie Zubehör in der Elementliste separat an, wenn mehrere ähnliche Pakete geliefert wurden. Kontrollieren Sie den Lagerbereich regelmäßig, vor allem nach Starkregen, Arbeiten mit viel Staub oder Änderungen in der Baustellenlogistik. Wird eine Verpackung beschädigt oder ein Element versehentlich verschoben, dokumentieren Sie dies sofort. So bleibt nachvollziehbar, was seit der Annahme passiert ist.

Patio Life Schiebetür-Ausführung

Montagebereitschaft getrennt von der Lieferung bewerten

Eine vollständig angenommene Lieferung bedeutet nicht automatisch, dass der Einbau beginnen kann. Vor dem Montagetermin sollten Öffnungen, Anschlüsse, Höhenbezüge, Untergründe und Zugänge vom zuständigen Fachbetrieb geprüft werden. Bei einer Renovierung können neue Bodenaufbauten, freigelegte Laibungen oder noch offene Fassadenarbeiten den passenden Zeitpunkt beeinflussen. Besprechen Sie, welche Elemente zuerst eingebaut werden und welche bis zu einem späteren Bauabschnitt geschützt lagern. Prüfen Sie außerdem, ob der Transportweg am Montagetermin noch derselbe ist oder inzwischen durch Material, Gerüstteile oder fertige Oberflächen eingeschränkt wird. Ein genaues Montagefenster reduziert die Zeit, in der empfindliche Bauteile auf der Baustelle stehen. Es verhindert außerdem, dass bereits eingebaute Türen und Fenster als Durchgang oder Materialstütze missbraucht werden.

Sonderformen brauchen vor der Montage besonders klare Zuordnung. dreieckige oder schräge Fixfenster lassen sich nicht ohne Weiteres gegen ein rechteckiges Element austauschen oder in eine andere Öffnung verschieben. Kontrollieren Sie vor dem Bereitstellen für die Montage nochmals Positionsnummer, Einbauort und äußeren Zustand. Die Montageanleitung, die Projektplanung und die Vorgaben des qualifizierten Montagebetriebs bestimmen das Vorgehen am Baukörper. Fragen Sie konkret: Wer bringt welches Element zur Öffnung, wann wird die Verpackung entfernt, wo werden Schutzmaterialien zwischengelagert und wer kontrolliert das Bauteil nach dem Einbau? Halten Sie fest, welche Zubehörpakete gleichzeitig bereitliegen müssen. Damit endet die Lieferlogistik geordnet und die Montage beginnt mit klaren Voraussetzungen.

Abweichungen ruhig dokumentieren und klar nachverfolgen

Nicht jede Auffälligkeit verlangt, die gesamte Lieferung zurückzuweisen, aber keine sichtbare Auffälligkeit sollte undokumentiert bleiben. Trennen Sie drei Fälle: fehlende oder nicht zuordenbare Positionen, sichtbare Schäden oder Verpackungsschäden sowie offene Fragen zur Bestellung. Legen Sie für jeden Fall eine kurze Akte mit Fotos, Lieferscheineintrag, Positionsnummer und Kontaktverlauf an. Beschreiben Sie Tatsachen statt Ursachen, etwa „Glasfläche hinter Folie nicht vollständig einsehbar“ oder „Rahmenkante sichtbar beschädigt“. Vergeben Sie für jeden offenen Punkt eine eindeutige Kurzbezeichnung und notieren Sie, wer die nächste Handlung übernimmt. So gehen Rückfragen nicht zwischen Telefonaten, E-Mails und Baustellennotizen verloren. Bewahren Sie Verpackung und Kennzeichnung auf, bis das weitere Vorgehen geklärt ist. Dadurch können Lieferant, Montagebetrieb und Bauherrschaft über denselben Sachverhalt sprechen.

Planen Sie nach einer Meldung nicht eigenmächtig mit einem betroffenen Teil weiter. Fragen Sie, ob es gesondert gelagert, erneut geprüft oder für den Einbau zurückgestellt werden soll. Bei nach außen öffnenden Haustüren mit Paneelfüllung kann eine klare Positionszuordnung besonders wichtig sein, weil der Hauseingang häufig früh im Bauablauf benötigt wird. Die Lieferdokumentation ist kein Ersatz für die spätere Funktionskontrolle, schafft jedoch eine saubere Ausgangslage. Prüfen Sie vor dem Montagetermin nochmals, ob jeder offene Punkt beantwortet und an die ausführende Person weitergegeben wurde. Halten Sie auch eine einfache Abschlussnotiz fest: Lieferung vollständig angenommen, welche Punkte offen sind, wer sie bearbeitet und wann die nächste Rückmeldung erwartet wird.

Häufige Fragen

Muss ich jede Verpackung bei der Anlieferung vollständig öffnen?

Nein. Prüfen Sie Kennzeichnungen, Stückzahl und sichtbaren Zustand in einem Umfang, der mit Verpackungs- und Annahmehinweisen vereinbar ist. Schutzverpackung kann für Lagerung und Transport wichtig sein. Dokumentieren Sie nicht einsehbare Bereiche als solchen Umstand und klären Sie bei Auffälligkeiten das weitere Vorgehen mit dem zuständigen Ansprechpartner.

Was soll auf dem Lieferschein stehen, wenn eine Verpackung beschädigt ist?

Notieren Sie konkret, welche Position betroffen ist, wo die Beschädigung liegt und was sichtbar ist. Ergänzen Sie Datum und Fotos. Vermeiden Sie Vermutungen über Ursache oder Ausmaß, wenn diese nicht feststellbar sind. Eine genaue Tatsachenbeschreibung ist für die spätere Klärung hilfreicher als ein allgemeiner Vorbehalt ohne Zuordnung.

Kann ich Fenster und Türen bis zur Montage in der Garage lagern?

Das kann nur passen, wenn der Raum trocken, ausreichend groß, geschützt und für die sichere Lagerart geeignet ist. Prüfen Sie Boden, Zugang, Feuchte, Baustellenverkehr und die Herstellerhinweise. Eine Garage, in der Fahrzeuge, Werkzeug oder feuchte Materialien bewegt werden, kann als Zwischenlager ungeeignet sein.

Wer sollte die Lieferung annehmen?

Ideal ist eine vorab benannte Person, die Bestellung und Positionsliste kennt und während des gesamten Abladevorgangs erreichbar ist. Sie muss keine Montagefachkraft sein, sollte aber Kennzeichnungen abgleichen, sichtbare Auffälligkeiten dokumentieren und bei Fragen rasch den Montagebetrieb oder Lieferkontakt einbeziehen können.

Wann entferne ich Schutzfolien und Kantenschutz?

Entfernen Sie diese nicht allein aus Gründen der Sichtprüfung. Der richtige Zeitpunkt hängt von Element, Verpackung, Lagerdauer und Montageablauf ab. Folgen Sie den Herstellerhinweisen und der Abstimmung mit dem Montagebetrieb. Nach dem Entfernen können Oberflächen und Kanten auf einer laufenden Baustelle deutlich leichter beschädigt oder verschmutzt werden.

Nächster Schritt

Eine gelungene Fenster- und Türlieferung beginnt vor der Ankunft des Fahrzeugs. Mit einer positionsgenauen Liste, freier Zufahrt, vorbereitetem Lagerplatz und klaren Zuständigkeiten wird aus dem Abladen ein kontrollierter Bauabschnitt. Prüfen Sie bei Übergabe zuerst Menge, Kennzeichnungen und sichtbare Auffälligkeiten, dokumentieren Sie sachlich und halten Sie offene Punkte getrennt nach. Danach entscheidet die Zwischenlagerung darüber, ob die Elemente bis zur Montage geschützt, auffindbar und ohne unnötiges Umstellen erreichbar bleiben. Stimmen Sie Transportwege, Lagerbedingungen und den Einbauzeitpunkt mit dem Montagebetrieb auf das konkrete Projekt ab. So bleiben Lieferung, Montage und spätere Funktionsprüfung nachvollziehbar getrennt und gut vorbereitet.

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