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Fensteranschlussfugen: Dichtbänder, Dichtstoffe und Dämmung

Fensteranschlussfugen: Dichtbänder, Dichtstoffe und Dämmung

Fenstersanierung praktisch planen

Bei einer Fenstersanierung fällt die wichtigste Entscheidung rund um den Rahmen oft zu spät: nachdem das alte Fenster bereits ausgebaut ist. Dann treffen unebene Laibungen, Putzabbrüche, eine neue Fensterbank und Zeitdruck aufeinander. Die Anschlussfuge zwischen Rahmen und Baukörper braucht aber vor dem Einbau ein klares Konzept. Sie muss die Bewegungen der Bauteile aufnehmen, den Zwischenraum sinnvoll füllen, den Raumabschluss unterstützen und die Außenseite gegen Witterung schützen. Dafür stehen Dichtbänder, Folien, spritzbare Dichtstoffe und Dämmstoffe zur Verfügung – aber keines dieser Produkte ersetzt die Planung des gesamten Anschlusses. Besonders bei Renovierungen lohnt es sich, die Reihenfolge der Arbeiten und die sichtbaren Kontrollpunkte festzulegen. So wird aus der Fuge kein Restposten der Montage, sondern ein nachvollziehbarer Teil des Fensterprojekts.

Fenstergestaltung mit Festfeld und einem durch Sprossen geteilten Öffnungsflügel

Die Fuge beginnt nicht am Fensterrand, sondern beim Aufmaß

Die Anschlussfuge liegt zwischen Fensterrahmen und Baukörper. Sie ist kein zufälliger Spalt, der nach dem Einsetzen einfach geschlossen wird, sondern ein geplanter Bereich für Befestigung, Toleranzen und funktionale Schichten. Im Bestand kann die Laibung aus Mauerwerk, Beton, Holz oder mehreren übereinanderliegenden Sanierungsschichten bestehen. Alte Putzkanten, vorhandene Anschläge, eine innenliegende Fensterbank oder eine außen anschließende Dämmung verändern, wie viel Platz vorhanden ist und welche Flächen tatsächlich tragfähig sowie für eine Abdichtung geeignet sind. Deshalb sollte das Aufmaß nicht nur Breite und Höhe des neuen Elements erfassen. Wichtig sind auch die Ebenen der Wand, die Beschaffenheit der Laibung, die gewünschte Rahmenposition und die Anschlüsse an jeder Seite. Ein Foto allein ersetzt keinen Schnitt durch den geplanten Anschluss.

Ein einflügeliges, nach innen öffnendes Fenster lässt sich beispielsweise im Raum anders nutzen als ein nach außen öffnendes Modell; für die Fuge ist vor allem relevant, wo Rahmen, innere Laibung und Fensterbank zusammentreffen. Bei einem Austausch in derselben Einbauebene können vorhandene Anschlüsse die Planung prägen. Wird das Element weiter nach außen oder innen versetzt, ändern sich Laibungstiefe, Befestigung und Übergänge deutlich. Halten Sie vor der Bestellung fest, welche alten Bauteile bleiben, welche entfernt werden und ob Putz, Fassadenschicht oder Fensterbank später erneuert werden. So kann die Montageplanung auf reale Anschlusspunkte reagieren, statt erst auf der Baustelle improvisierte Lösungen für verdeckte Randbedingungen zu suchen.

Drei Funktionen, die als durchgehende Linie gedacht werden müssen

Für die Planung wird die Fuge häufig in drei funktionale Bereiche gegliedert. Raumseitig soll der Anschluss unkontrollierte Luftströmungen aus dem Innenraum in die Fuge begrenzen. In der Mitte liegt die dämmende Füllung, die den Zwischenraum ausfüllt und Wärme- sowie Schallübertragungen reduzieren soll. Außen braucht der Übergang Schutz gegen witterungsbedingte Feuchte und eine Konstruktion, die nicht versehentlich Feuchtigkeit auf der falschen Seite einschließt. Entscheidend ist der Verlauf dieser Aufgaben rund um den Rahmen. Eine sauber wirkende senkrechte Fuge genügt nicht, wenn der Anschluss am Kopf oder unter der Brüstung offen, unterbrochen oder mit einem ungeeigneten Folgebauteil verdeckt bleibt.

Dieses Modell schreibt kein einzelnes Produkt vor. Ein Dichtband, eine Anschlussfolie, ein spritzbarer Dichtstoff oder eine flüssig aufzubringende Abdichtung kann in einem System unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Ob eine Lösung funktioniert, hängt unter anderem von Haftflächen, Bewegungen, Fugenabmessung und der Verbindung zu den angrenzenden Schichten ab. Fragen Sie daher nach der Funktion jeder Lage statt nach einem Materialnamen: Wie wird der innere Anschluss hergestellt? Womit wird die Fuge mittig gefüllt? Wie wird die Außenseite an Laibung, Fensterbank und Fassadenoberfläche weitergeführt? Eine Antwort, die nur „ausschäumen und verfugen“ lautet, lässt diese Unterscheidung offen und eignet sich kaum, um Angebote oder die spätere Ausführung zu vergleichen.

Der Anschluss rund ums Fenster

Renovierungsablauf: Erst den Bestand freilegen, dann den Anschluss festlegen

Bei der Sanierung entscheidet die Reihenfolge darüber, ob die Anschlussflächen zugänglich und prüfbar bleiben. Vor dem Ausbau sollte geklärt sein, wie weit alte Rahmen, Putz und Fensterbänke zurückgebaut werden. Werden brüchige Laibungsbereiche erst nach der Fenstermontage sichtbar, fehlen möglicherweise ebene und ausreichend feste Flächen für den vorgesehenen Anschluss. Sinnvoll ist eine Bestandsprüfung je Öffnung: Gibt es Feuchtespuren, lose Putzschichten, Risse, alte Dichtmassen oder Hohlstellen? Solche Befunde sind nicht automatisch ein Fensterproblem, sie verändern aber die Vorbereitung. Der Baukörper muss dort instandgesetzt werden, wo er später die Befestigung oder Abdichtung tragen soll.

Planen Sie außerdem, welches Gewerk welchen Übergang schließt. Das Montageteam kann die Fensterfuge ausführen, während ein Putzbetrieb die Laibung ergänzt und ein Fassadenbetrieb einen äußeren Anschluss überdeckt oder anschließt. Ohne klare Abfolge kann eine später aufgebrachte Schicht ein Band beschädigen, eine Anschlusszone überdecken oder eine Bewegungsreserve nehmen. Vereinbaren Sie einen kurzen Termin nach dem Ausbau und vor dem endgültigen Verschließen, falls der Bestand unklar ist. Dieser Zeitpunkt eignet sich auch, um die tatsächliche Einbauebene zu bestätigen. Fotos der offenen Anschlüsse, jeweils an Kopf, Seite und unterem Rahmenbereich, schaffen eine einfache Dokumentation, bevor Folgearbeiten die Details dauerhaft verdecken.

Innen abdichten: Luftdichtheit braucht einen belastbaren Untergrund

Die raumseitige Anschlusslage soll den Luftaustausch zwischen Innenraum und Fuge kontrollieren. Warme Raumluft kann Feuchtigkeit transportieren; gelangt sie unkontrolliert in kältere Bereiche des Anschlusses, kann das den Feuchtehaushalt der Konstruktion ungünstig beeinflussen. Dafür braucht es einen lückenlosen Übergang vom Rahmen zur inneren Wandoberfläche beziehungsweise zur dafür vorgesehenen Ebene. Besonders anspruchsvoll sind Ecken, Stöße, der Übergang zur Fensterbank und Stellen, an denen Befestigungen oder Leitungen nahe am Anschluss liegen. Eine sichtbare Dichtmasse entlang der Kante kann Teil eines Systems sein, ist aber nicht automatisch ein vollständiger raumseitiger Anschluss.

Vor der Materialwahl muss die Haftfläche beurteilt werden. Staubiger Altputz, unebene Mauerwerksfugen, lose Anstriche oder feuchte Untergründe können die Ausführung erschweren. Manchmal ist eine Vorbereitung, Grundierung, Ausgleichsschicht oder ein anderer Anschlussweg sinnvoller als das Aufbringen eines Bands auf eine ungeeignete Fläche. Klären Sie auch, ob die innere Laibung später verputzt, mit Platten verkleidet oder sichtbar belassen wird. Das Detail muss zur Endoberfläche passen und darf nicht davon abhängen, dass ein späteres Gewerk eine nicht vereinbarte Abdichtungsaufgabe übernimmt. Eine gute Kontrollfrage lautet: Ist die innere Anschlusslinie vor dem Verschließen rund um den Rahmen erkennbar und an allen Materialwechseln nachvollziehbar?

Kombinationsfenster in traditioneller Gestaltung

Die mittlere Zone dämmt, befestigt aber nicht das Fenster

Der Bereich zwischen Rahmen und Baukörper wird üblicherweise mit einem geeigneten Dämmstoff gefüllt. Seine Aufgabe ist es, den Hohlraum gleichmäßig auszufüllen und die thermische sowie akustische Wirkung des Anschlusses zu unterstützen. Montageschaum wird bei vielen Ausführungen eingesetzt, doch er ist nicht gleichbedeutend mit einer vollständigen Abdichtung innen und außen. Zudem darf die Fugenfüllung nicht als Ersatz für eine fachgerecht geplante mechanische Befestigung verstanden werden. Rahmenlasten, Bedienkräfte und Bewegungen des Elements müssen über die dafür vorgesehenen Befestigungsmittel in den Baukörper geleitet werden. Bei der Verarbeitung zählt nicht nur, ob Material vorhanden ist. Tiefe Hohlräume, wechselnde Fugenbreiten und schwer zugängliche Stellen müssen so vorbereitet werden, dass keine unbeabsichtigten Leerstellen verborgen bleiben. Fragen Sie, wie die Füllung kontrolliert und an Befestigungspunkten sowie Rahmenecken weitergeführt wird. Verarbeitung, Untergrundzustand und zulässige Fugengeometrie sind anhand der Unterlagen des gewählten Systems zu prüfen.

Die praktische Herausforderung liegt in der passenden Fugenbreite und einer gleichmäßigen Füllung. Zu wenig Raum erschwert die Ausführung und lässt kaum Toleranz für Bewegungen; sehr ungleichmäßige Bereiche verlangen eine bewusst geplante Lösung. Bei großen Elementen ist es besonders wichtig, Montage, Befestigung und Anschluss nicht getrennt zu vergeben. Eine Patio Life Hebe-Schiebetür für Terrasse und Balkon bringt andere Bewegungen, Schwellenanschlüsse und Rahmenabmessungen mit als ein kleines Fenster. Fragen Sie konkret, wie der untere Anschluss geplant wird, wo tragende Unterlagen liegen und wie die Fugenfüllung dort mit Abdichtung und nachfolgendem Boden- oder Terrassenaufbau zusammenwirkt.

Außen schützen, ohne den unteren Anschluss zu vergessen

Die Außenseite des Fensteranschlusses ist Regen, Wind und Temperaturwechseln ausgesetzt. Sie braucht einen wetterbeanspruchbaren Übergang zur äußeren Wandebene. Gleichzeitig ist der Anschluss als Gesamtkonstruktion zu betrachten: Wasser, das von der Fassade, aus einer Fensterbankfuge oder über einen oberen Anschluss dorthin gelangt, soll nicht in empfindlichen Schichten stehen bleiben. An der Außenseite kommen je nach Aufbau etwa vorkomprimierte Bänder, Folien, Dichtstoffe oder überputzbare Anschlusslösungen infrage. Die richtige Wahl ergibt sich nicht aus der Farbe oder Sichtbarkeit des Materials, sondern aus dem geplanten Übergang und den Bewegungen der beteiligten Bauteile. Bei einem Dachschwingfenster liegt der Rahmenanschluss nicht in einer senkrechten Fassade, sondern trifft auf den jeweiligen Dachaufbau. Deshalb müssen die Übergänge zu Eindeckung, Unterkonstruktion und innerem Ausbau projektspezifisch abgestimmt werden. Ein Anschlussdetail für ein Fassadenfenster lässt sich darauf nicht einfach übertragen. Vor der Bestellung sollte geklärt sein, wer diese Schnittstellen plant und in welcher Reihenfolge Fenster, Dacharbeiten und Innenbekleidung ausgeführt werden.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Brüstung. Dort treffen Rahmen, Fensterbank, seitliche Aufkantungen, Laibung und Außenoberfläche auf engem Raum zusammen. Wird die Fensterbank erst nachträglich als rein optisches Bauteil betrachtet, kann sie die bereits geplante Fuge stören. Lassen Sie sich daher den Wasserweg und die Anschlussreihenfolge erklären: Welche Schicht liegt hinter welcher Abdeckung, und wie werden seitliche Enden eingebunden? Bei einem Fixfenster ist zwar kein Flügelanschlag zu berücksichtigen, der Baukörperanschluss rund um den Rahmen bleibt jedoch genauso sorgfältig zu planen. Eine ruhige, großflächige Verglasung macht ungleichmäßige Laibungen und unordentliche Abschlusslinien optisch sogar besonders sichtbar.

Der Anschluss rund ums Fenster

Bänder, Folien und Dichtstoffe nach ihrem Einsatzort auswählen

Dichtbänder sind praktisch, wenn sie auf den Rahmen vorbereitet und später an eine geeignete Laibungsfläche angeschlossen werden können. Sie verlangen jedoch ausreichende Auflageflächen, saubere Ecken und eine Planung der Stöße. Vorkomprimierte Bänder können sich nach dem Einbau ausdehnen und an unregelmäßigen Fugen anliegen; dafür müssen Bandtyp und Fugenbereich zur tatsächlichen Geometrie passen. Folien bieten eine klar erkennbare Anschlussfläche, benötigen aber eine sorgfältige Verklebung und Schutz vor Beschädigung durch Folgearbeiten. Spritzbare Dichtstoffe können bei passenden Haftflächen und Fugenbewegungen eine Lösung sein, dürfen aber nicht pauschal als universeller Ersatz für jedes Anschlussdetail behandelt werden.

Entscheiden Sie auch danach, wann das Material eingebaut werden kann. Bei einer Laibung, die innen später neu verputzt wird, kann ein überputzbarer Anschluss sinnvoll sein, sofern die Systemkomponenten und Arbeitsschritte darauf abgestimmt sind. Bleibt eine Oberfläche sichtbar, muss der Abschluss optisch und funktional zur Oberfläche passen. Für dreieckige oder schräge Fixfenster kommen zusätzlich wechselnde Winkel und unterschiedlich lange Anschlussseiten hinzu. Hier sollten die Materialwechsel sowie die Ausbildung der spitzen Ecken vorab in einer Zeichnung stehen. Die Frage lautet nicht, welches Produkt allgemein „am besten“ ist, sondern welches Produkt auf der vorhandenen Fläche, in der geplanten Reihenfolge und bei dieser Rahmenform sicher verarbeitet werden kann.

Fensterform und Öffnungsart verändern die Anschlussplanung

Ein rechteckiges Standardfenster erlaubt wiederkehrende Details, doch schon die Öffnungsart kann angrenzende Entscheidungen beeinflussen. Nach innen öffnende Flügel benötigen innen ausreichend Bewegungsraum und eine Fensterbank, die Bedienung und Reinigung nicht behindert. Nach außen öffnende Elemente verlagern andere Fragen nach draußen, etwa bei Laibungstiefe oder Wetterschutz. Der Rahmenanschluss selbst muss in beiden Fällen rundum konsistent bleiben. Wichtig ist, nicht vom Fensterflügel auf die Fuge zu schließen: Die Anschlusszone liegt am Blendrahmen, doch Beschläge, Griffpositionen, innere Bekleidungen und Außenbauteile bestimmen, wie gut sie erreichbar, geschützt und später wartbar ist.

Bei Kombinationsfenstern treffen feststehende und öffenbare Bereiche innerhalb einer gemeinsamen Gestaltung zusammen. Für die Bestellung sollten Teilungen, Rahmenstöße und die geplante Lage des ganzen Elements eindeutig angegeben sein; für die Montage zählt zusätzlich der Anschluss an den Baukörper als umlaufende Ebene. Historische Gestaltungen verlangen häufig besondere Aufmerksamkeit bei sichtbaren Laibungsbreiten und Sprossenproportionen. Das ändert nicht die Grundfunktionen der Fuge, kann aber beeinflussen, wie weit ein Rahmen überdeckt wird und welche Anschlusslinie später sichtbar bleibt. Prüfen Sie mit einer Ansicht und einem Schnitt zugleich: Die Ansicht schützt die Gestaltung, der Schnitt klärt Materiallagen, Einbauposition und die Übergänge zu Innen- und Außenoberfläche.

Zweiflügeliges, nach innen öffnendes Fenster

Schwellen und große Öffnungen als eigenes Detail behandeln

Unter Türen und großen Öffnungen sind die Anforderungen oft dichter gebündelt als an einer senkrechten Fensterseite. Der Anschluss muss dort Höhen, Befestigung, Abdichtung und die angrenzenden Beläge koordinieren. Innen können Estrich, Bodenbelag oder eine Schwelle anschließen; außen folgen je nach Situation Terrasse, Balkon, Entwässerung oder ein anderer Belag. Diese Bauteile dürfen nicht erst nach der Bestellung besprochen werden. Sie bestimmen mit, welche Höhe verfügbar ist, wo Oberflächen enden und welche Schichten am Rahmen weitergeführt werden. Die Fuge an einer Tür sollte deshalb als separater Schnitt geplant und nicht einfach vom Seitenanschluss übernommen werden. Legen Sie dazu eine gemeinsame Höhenbezugslinie fest und tragen Sie Rohboden, geplante Aufbauten und fertige Oberflächen ein. So wird sichtbar, ob für Unterbau, Befestigung und Anschlusslagen genügend Platz vorgesehen ist. Auch Bauzustände gehören in die Überlegung: Eine zunächst offene Schwellenzone muss bis zum Anschluss der folgenden Schichten geschützt bleiben, ohne dass provisorische Maßnahmen die endgültigen Klebe- oder Dichtflächen verunreinigen.

Bei einflügeligen Terrassentüren, nach innen öffnend sollten Sie außerdem die Raumseite im fertigen Zustand berücksichtigen: Bodenaufbau, innere Abdichtung und die Bedienfläche treffen nahe beieinander aufeinander. Eine Alternative mit anderer Öffnungsrichtung kann die Nutzung ändern, löst aber nicht automatisch den Schwellenanschluss. Fragen Sie den Planer oder die ausführende Fachperson, in welcher Bauphase die Tür eingesetzt wird, wann der fertige Bodenaufbau bekannt ist und wie die Anschlüsse bis zur Fertigstellung geschützt werden. Provisorische Abdeckungen und nachfolgende Arbeiten können Dichtflächen beschädigen. Ein festgelegter Schutz- und Kontrollschritt verhindert, dass ein korrekt hergestellter Anschluss vor dem Bauende unbeobachtet verändert wird.

Mit Details, Zuständigkeiten und Sichtkontrollen bestellen

Ein brauchbares Angebot beschreibt nicht nur Fensteranzahl und Montage, sondern grenzt die Anschlussleistung verständlich ab. Lassen Sie vor Beauftragung festhalten, ob Vorbereitung der Laibungen, Entfernen alter Dichtstoffe, Befestigung, innere und äußere Abdichtung, Fugenfüllung, Putzergänzung, Fensterbänke und Entsorgung enthalten sind oder von anderen Gewerken ausgeführt werden. Wenn einzelne Leistungen offenbleiben, ist das nicht zwingend problematisch – die Schnittstelle muss aber benannt sein. Für jede typische Öffnung helfen ein horizontaler Schnitt durch die Seitenlaibung sowie vertikale Schnitte durch Kopf und unteren Anschluss. Bei abweichenden Fensterformen oder Türen braucht es eigene Details statt einer allgemeinen Fußnote.

Kontrollieren Sie in einem sinnvollen Bauzeitfenster, nicht erst nach fertigem Verputz. Vor dem Verschließen lassen sich Anschlussbänder, Folien, Fugenfüllung und Übergänge zu Nachbarbauteilen noch sehen. Prüfen Sie, ob die vorgesehenen Schichten vollständig umlaufen, ob Ecken und Stöße nachvollziehbar ausgeführt sind und ob keine offensichtlichen Beschädigungen offen bleiben. Ein zweiflügeliges Fenster, nach innen öffnend sollte dabei nicht nur auf leichtgängige Flügel geprüft werden: Sehen Sie auch auf die Gleichmäßigkeit der Laibungen, die Lage der Fensterbank und den umlaufenden Abschluss. Dokumentieren Sie Fragen zeitnah schriftlich. Für Bloomcabin Fenster und Türen gilt eine Garantie von fünf Jahren; die Lieferzeit beträgt, vorbehaltlich der Auftragsbestätigung, vier bis sechs Wochen.

Häufige Fragen

Reicht Montageschaum allein für eine Fensteranschlussfuge?

Nein. Eine dämmende Fugenfüllung kann ein wichtiger Teil der mittleren Ebene sein, übernimmt aber nicht automatisch die Aufgaben des raumseitigen Luftabschlusses und des äußeren Wetterschutzes. Welche zusätzlichen Lagen nötig sind, richtet sich nach Anschlussdetail, Untergrund und angrenzenden Bauteilen. Lassen Sie die Funktionen getrennt beschreiben.

Was ist bei alten, unebenen Laibungen zuerst zu tun?

Zuerst sollte die vorhandene Oberfläche geprüft werden: Lose Bereiche, Risse, alte Dichtstoffe, Feuchteanzeichen und unebene Zonen gehören in die Montageplanung. Ein Anschlussmaterial braucht einen geeigneten Untergrund. Klären Sie vor dem Einbau, ob Ausbesserungen, Reinigung, Grundierung oder ein geänderter Anschlussaufbau erforderlich sind.

Warum braucht die Unterseite eines Fensters ein eigenes Detail?

Am unteren Anschluss kommen Fensterbank, Brüstung, äußere Abdeckung und gegebenenfalls innere Fensterbank zusammen. Bei Türen treten zusätzlich Bodenaufbauten und Schwellen hinzu. Dadurch unterscheiden sich Wasserführung, Höhen und Zugänglichkeit von den Seitenanschlüssen. Ein Seitenanschluss lässt sich daher nicht unverändert auf die Unterseite übertragen.

Soll ich Dichtband oder spritzbaren Dichtstoff wählen?

Die Entscheidung folgt dem Detail, nicht einer allgemeinen Rangfolge. Bandlösungen benötigen passende Auflageflächen und sorgfältige Ecken; Dichtstoffe setzen geeignete Haftflächen und eine auf Bewegungen abgestimmte Fuge voraus. Folien oder andere Systemlösungen können ebenfalls passen. Vergleichen Sie die geplante Funktion, Verarbeitung und Anschlussfähigkeit an den Baukörper.

Wann sollte die Anschlussfuge auf der Baustelle kontrolliert werden?

Der beste Zeitpunkt liegt nach Herstellung der Anschlusslagen, aber vor Putz, Bekleidungen, Fensterbänken oder Fassadenarbeiten, die Details verdecken. Kontrollieren Sie Kopf, Seiten und unteren Anschluss sowie Ecken und Übergänge. Fotos mit erkennbarer Öffnung und Bauphase erleichtern später die Zuordnung, ohne eine fachliche Abnahme zu ersetzen.

Nächster Schritt

Eine sorgfältige Fensteranschlussfuge entsteht nicht durch möglichst viel Dichtstoff, sondern durch eine klare Abfolge: Bestand beurteilen, Fensterposition und Wandaufbau festlegen, die Funktionen innen, mittig und außen durchplanen und die Übergänge zu Putz, Fensterbank, Fassade oder Bodenaufbau zuordnen. Verlangen Sie für typische Öffnungen nachvollziehbare Schnitte und behandeln Sie Türen, große Elemente sowie Sonderformen separat. Wer die offenen Anschlüsse vor dem Verschließen kontrolliert, erkennt Unklarheiten zu einem Zeitpunkt, an dem sie noch besprochen werden können. Beginnen Sie bei Ihrem Projekt mit dem Aufmaß und den Anschlussdetails – erst danach wird die Wahl von Band, Folie, Dichtstoff und Dämmstoff wirklich belastbar.

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