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Fenstersicherheit: Verriegelungen, Griffe, Glas und Prüfnachweise

Fenstersicherheit: Verriegelungen, Griffe, Glas und Prüfnachweise

Kaufberatung für Österreich

Bei einer Fenstersanierung werden Sicherheitsfragen oft erst gestellt, wenn Maße, Öffnungsrichtungen und Glasflächen schon festgelegt sind. Dann wird der Griff rasch zum sichtbaren Ersatz für ein ganzes Konzept. Sinnvoller ist eine andere Reihenfolge: Zuerst wird jede Öffnung am Gebäude nach Zugänglichkeit und Nutzung beurteilt, danach die gewünschte Funktion definiert und erst dann die passende, nachvollziehbar dokumentierte Ausführung angefragt. Das gilt besonders für Fenster im Erdgeschoß, Terrassenzugänge, Kellerbereiche und leicht erreichbare Öffnungen auf Balkon- oder Dachflächen. Verriegelungen, Griffe und Glas erfüllen unterschiedliche Aufgaben; keines dieser Merkmale beschreibt für sich allein die Widerstandsfähigkeit des kompletten Elements. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, Angebote bei einem Fenstertausch oder einer etappenweisen Renovierung sauber zu vergleichen und die richtigen Unterlagen vor der Bestellung anzufordern.

Alternative Gestaltung eines zweiflügeligen, nach innen öffnenden Fensters

Check vor dem Kauf 1

Mit einer Öffnungsliste beginnt die sinnvolle Auswahl

Bei der Renovierung lohnt es sich, vor dem ersten Angebot eine einfache Liste aller Fenster und Türen anzulegen. Notieren Sie Geschoß, Raum, Öffnungsart, ungefähre Maße, Erreichbarkeit von außen und tägliche Nutzung. Direkt vom Garten, einer Terrasse oder einem ebenerdigen Nebeneingang erreichbare Elemente verdienen meist eine genauere Betrachtung als ein schwer zugängliches Fenster. Auch ein Fenster über einem Vordach, einer Garage oder einem Balkon kann leicht erreichbar sein. Unterscheiden Sie dabei Beobachtungen von Lösungen: „vom Garten erreichbar“ ist eine Ausgangslage, ein bestimmter Griff oder Glasaufbau erst eine mögliche Antwort. Diese Trennung verhindert, dass Zubehör ausgewählt wird, bevor das Risiko und die Nutzung geklärt sind.

Ergänzen Sie die Liste um praktische Anforderungen. Muss ein Fenster häufig gekippt oder ganz geöffnet werden? Soll ein Raum ohne Schlüsselsuche gelüftet werden können? Gibt es außenliegende Beschattungen, Insektenschutz oder Fensterbänke, die den Zugriff und die Bedienung beeinflussen? Bei einem einflügeligen, nach innen öffnenden Fenster ist etwa der Platz im Raum ebenso Teil der Entscheidung wie die Lage des Griffes. Halten Sie außerdem fest, welche Elemente gemeinsam aussehen sollen, aber funktional unterschiedlich priorisiert werden. Eine gleiche Fassadenansicht verlangt nicht zwingend überall dieselbe Sicherheitsausführung. Die Liste wird später zur Vergleichsgrundlage: Anbieter können jede Position eindeutig zuordnen, und Änderungen bleiben nachvollziehbar.

Sicherheit ist eine Eigenschaft des ganzen Elements

Ein Fenster widersteht einem Angriff nicht wegen eines einzelnen Bauteils. Rahmen und Flügel, Beschlag, Schließteile, Bänder, Griff, Verglasung, Glasbefestigung und die Verbindung zum Baukörper wirken zusammen. Bei einer geprüften Konstruktion beziehen sich Aussagen deshalb auf eine definierte Ausführung. Werden Format, Flügelteilung, Öffnungsrichtung oder Ausstattung verändert, muss geklärt werden, ob der Nachweis diese Variante weiterhin abdeckt. Ein robust aussehender Griff lässt also noch keine Aussage über die gesamte Konstruktion zu. Ebenso ersetzt eine besondere Verglasung keinen Nachweis dafür, wie Rahmen, Beschlag und Flügel gemeinsam reagieren. Lassen Sie sich auch bestätigen, welche Bestandteile unverändert bleiben müssen, damit die dokumentierte Aussage passt. Das betrifft nicht nur sichtbare Teile, sondern ebenso die Zuordnung von Schließteilen, Glasbefestigung und Montagevorgaben. So erkennen Sie, ob ein vermeintlich kleines Sonderdetail eine erneute technische Abklärung verlangt.

Bitten Sie beim Angebotsvergleich nicht nur um eine allgemeine Bezeichnung, sondern um die genaue Zuordnung zur Position. Hilfreich sind Fragen wie: Für welches Elementmaß gilt die Dokumentation? Welche Öffnungsart und Flügelanzahl sind erfasst? Welche Beschlag- und Griffausführung gehört dazu? Ist der angegebene Glasaufbau Teil der beschriebenen Konfiguration? Bei einem zweiflügeligen, nach innen öffnenden Fenster entstehen andere Anschlüsse und Bedienpunkte als bei einem einflügeligen Element. Vergleichen Sie daher keine Schlagworte, sondern gleichartige Positionen. Wenn ein Angebot eine Abweichung enthält, soll diese sichtbar benannt werden. Das ist keine Formalität, sondern die Voraussetzung, um Alternative, Mehrumfang und tatsächliche Aussagekraft auseinanderzuhalten.

Check vor dem Kauf 2

Verriegelungen nach Bedienung und Angriffspunkt beurteilen

Verriegelungen halten Flügel und Rahmen an mehreren Stellen zusammen. Für die Kaufentscheidung ist nicht nur die Anzahl von Punkten relevant, sondern deren Zusammenspiel mit Schließteilen, Beschlag und Elementgeometrie. Große Flügel, zweiflügelige Fenster und häufig genutzte Terrassenzugänge bringen andere Belastungen und Bedienabläufe mit sich als kleine Nebenraumfenster. Fragen Sie daher, welche Verriegelung für die angebotene Größe und Öffnungsart vorgesehen ist und ob sie Teil der beschriebenen Sicherheitsausführung ist. Eine isolierte Zahl ohne Bezug auf das konkrete Element ist kaum vergleichbar. Auch die Lage der Punkte und die Beschlagseite gehören zur technischen Beschreibung.

Im Bestand sollte die Bestandsaufnahme vor der Bestellung erfolgen, nicht erst beim Einbau. Prüfen Sie, ob Laibung, Fensterbank, Rollladenführung oder ein vorhandener Insektenschutz die vollständige Bewegung des Flügels stören. Sehen Sie sich an, ob der Flügel sauber schließt und ob es bereits sichtbare Verformungen oder Schäden gibt. Bei einer Renovierung mit Kombinationsfenstern muss zudem klar sein, welches Teilfeld geöffnet werden kann und welches fest bleibt. Damit lassen sich die sicherheitsrelevanten Stellen gezielt besprechen. Vereinbaren Sie nicht bloß „mehr Sicherheit“, sondern eine positionsbezogene Ausführung samt dokumentierter Beschlagkonfiguration. So bleibt auch bei späteren Ergänzungen erkennbar, was ursprünglich bestellt wurde.

Griffe sind Bedienpunkt, nicht das ganze Konzept

Ein Griff verbindet die Bedienung mit dem Beschlag. Abschließbare oder anders gesicherte Griffe können in bestimmten Situationen ein sinnvoller Baustein sein, etwa wenn ungewolltes Öffnen erschwert werden soll. Ob sie zur Sicherheitsplanung passen, hängt aber davon ab, wie das Fenster täglich verwendet wird. Wer morgens mehrere Räume lüftet, braucht eine Lösung, die im Alltag nicht umständlich wird. In Haushalten mit mehreren Nutzenden ist außerdem zu klären, wo Schlüssel verwahrt werden und wer sie benötigt. Ein Griff sollte weder die bequeme Lüftung verhindern noch dazu führen, dass Fenster dauerhaft in einer ungünstigen Stellung bleiben.

Besprechen Sie Griff und Schlüsselorganisation gemeinsam mit allen Fenstern einer Zone. Liegen mehrere leicht erreichbare Öffnungen nebeneinander, ist eine einheitliche Bedienlogik oft hilfreicher als ein zufälliger Mix. Stellen Sie bei der Anfrage konkrete Fragen: Ist der Griff Bestandteil der geprüften Ausführung oder eine separate Option? Welche Stellung lässt sich sperren? Was passiert bei einem späteren Griffwechsel? Bei einem einflügeligen, nach außen öffnenden Terrassentür-Element kommen Außenbereich, Türnutzung und Öffnungsrichtung besonders zusammen. Prüfen Sie dort auch, ob Möblierung, Pflanzen oder Beschattung das Öffnen und Schließen beeinträchtigen. Sicherheitsmerkmale funktionieren nur dann verlässlich, wenn sie nicht wegen einer unpraktischen Routine umgangen werden.

Gestaltung eines runden Fixfensters

Check vor dem Kauf 3

Verglasung im Zusammenhang mit Rahmen und Nutzung wählen

Glas ist bei Fenstersicherheit ein wichtiger Teil der Betrachtung, aber nicht der einzige. Je nach Ausführung kann Verglasung das Verhalten bei mechanischer Einwirkung beeinflussen. Für einen belastbaren Vergleich genügt es jedoch nicht, eine Glasbezeichnung aus dem Angebot herauszugreifen. Fragen Sie, welcher Glasaufbau für welche Position vorgesehen ist, wie er im Flügel oder Festfeld gehalten wird und ob er in der vorgelegten Dokumentation enthalten ist. Sichtschutz, Tageslicht, Wärmeschutz und Schallschutz können zusätzliche Anforderungen sein. Sie sollten offen mit der Sicherheitsanforderung abgestimmt werden, statt später durch einen ungeprüften Austausch verändert zu werden.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen große, bodennahe Glasflächen und seitliche Verglasungen bei Türen. Dort unterscheiden sich Festfelder, öffenbare Flügel und Türelemente in Aufbau und Nutzung. Ein einteiliges verglastes Türseitenteil ist beispielsweise kein zu öffnendes Fenster; seine Beurteilung sollte daher nicht mit der eines Drehflügels vermischt werden. Planen Sie auch den Alltag mit ein: Wo wird gereinigt, wo besteht Sichtkontakt nach außen, und welche Fläche ist tatsächlich zugänglich? Wer ein vorhandenes Fenster ersetzt, sollte nicht voraussetzen, dass jeder neue Glaswunsch in jeder Größe und Form gleichermaßen verfügbar oder mit einer bisherigen Ausführung gleichzusetzen ist. Lassen Sie die angebotene Kombination schriftlich je Element festhalten.

Festverglasung anders prüfen als ein Öffnungsfenster

Fixe Verglasungen haben keinen Griff und keinen beweglichen Beschlag, sind aber keineswegs aus der Sicherheitsplanung auszuklammern. Ihre Lage, Größe, Rahmenausbildung und der Anschluss an die Wand bestimmen, welche Fragen zu stellen sind. Ein Fixfenster kann neben einem Öffnungsflügel liegen und optisch eine gemeinsame Einheit bilden, technisch aber anders aufgebaut sein. Fragen Sie deshalb bei zusammengefassten Fassadenelementen, welche Teilfelder fest sind, welche sich öffnen und ob der Nachweis die konkrete Kombination abdeckt. Das ist besonders wichtig, wenn man ein ursprüngliches Öffnungsfenster zugunsten von mehr Licht als Festfeld plant.

Der Vorteil eines Festfelds kann in einer klaren, reduzierten Konstruktion liegen; dafür übernimmt ein anderes Element die Lüftung und gegebenenfalls den Zugang für Reinigung. Legen Sie diese Funktionen vor der Bestellung fest. Bei hohen oder schwer erreichbaren Stellen kann die spätere Pflege den Ausschlag für eine bestimmte Aufteilung geben. Prüfen Sie auf dem Plan die tatsächlichen Glasflächen und Rahmenbreiten statt nur eine Gesamtbreite zu vergleichen. Wenn Fest- und Öffnungsteil nebeneinanderstehen, sollte das Angebot eindeutig ausweisen, welche Sicherheitsmerkmale welchem Teil zugeordnet sind. Eine allgemeine Formulierung für die ganze Fenstergruppe kann Unterschiede verdecken, die für Prüfung, Bedienung und Montage wesentlich sind.

Check vor dem Kauf 4

Öffnungsart und Zugang dürfen sich nicht widersprechen

Die Öffnungsart prägt die Sicherheitsplanung, weil sie Bedienung, Beschlag und mögliche Zugänge verändert. Nach innen öffnende Fenster benötigen Freiraum im Raum, nach außen öffnende Modelle freien Bewegungsraum außerhalb. Bei Dachfenstern, hoch liegenden Öffnungen oder schmalen Durchgängen kommt die sichere Erreichbarkeit für Lüftung und Reinigung hinzu. Ein Dachschwingfenster sollte daher nicht nach denselben Fragen ausgewählt werden wie ein Fenster auf Terrassenhöhe. Beschreiben Sie dem Anbieter die Einbaulage, die geplante Nutzung und die Zugänglichkeit so genau wie möglich. Eine Produktbezeichnung allein erläutert keine konkrete Sicherheitskonfiguration. Beziehen Sie auch die Bedienposition ein: Reichweite, Blick auf den Flügel und Bewegungsraum können bestimmen, ob eine theoretisch passende Lösung praktisch gut nutzbar ist. Lassen Sie bei schwer zugänglichen Stellen vorab erklären, wie Bedienung, Reinigung und spätere Wartungsarbeiten vorgesehen sind. Erst dann lassen sich Alternativen sinnvoll vergleichen.

Begehen Sie das Gebäude vor der Bestellung zu unterschiedlichen Tageszeiten. Von innen werden Möbel, Vorhänge und Heizkörper sichtbar; von außen zeigen sich Wege, Beleuchtung, Nachbarflächen und mögliche Aufstiegshilfen. Diese Besichtigung ist keine Sicherheitsprüfung, aber sie macht Planungsannahmen überprüfbar. Achten Sie auch auf die spätere Routine: Ein Fenster, das wegen eines Hindernisses nur schwer erreichbar ist, wird anders genutzt als auf dem Plan vorgesehen. Dokumentieren Sie Fotos und Maße als Grundlage für die Anfrage. Werden bei der Aufmaßnahme Anschlagrichtung oder Öffnungsart geändert, lassen Sie die Sicherheitsangaben erneut der konkreten Position zuordnen. Gerade solche scheinbar kleinen Änderungen können die Vergleichbarkeit mit einer vorherigen Ausführung aufheben.

Prüfnachweise richtig lesen und gezielt nachfragen

Ein Prüfnachweis oder Klassifizierungsbericht ist vor allem dann hilfreich, wenn er die angebotene Ausführung eindeutig beschreibt. Suchen Sie nach Hersteller oder System, Elementart, Abmessungen, Öffnungsrichtung, Flügelaufteilung, Beschlag, Griff und Verglasung. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Dokumente zu sammeln, sondern die Verbindung zwischen Dokument und Ihrer Bestellung herzustellen. Fragen Sie ausdrücklich, ob das Papier ein vergleichbares Muster, die konkrete Variante oder eine übertragbare Ausführung beschreibt. Wenn Begriffe unklar sind, bitten Sie um Erläuterung statt sie aus einer allgemeinen Produktbeschreibung abzuleiten. Eine seriöse Prüfung lässt Raum für präzise Rückfragen.

Achten Sie besonders auf Einschränkungen und Randbedingungen. Ein Bericht kann sich auf bestimmte Größenbereiche, bestimmte Kombinationen oder definierte Ausstattungen beziehen. Das ist kein Mangel, sondern Teil einer nachvollziehbaren technischen Aussage. Problematisch wird es erst, wenn im Angebot davon abgewichen wird, ohne die Abweichung zu erklären. Bei Patio Life Hebe-Schiebetüren für Terrasse und Balkon sollten Sie etwa nicht davon ausgehen, dass Angaben eines Drehfensters automatisch übertragbar sind. Vergleichen Sie Schiebe-, Dreh- und Festfelder jeweils als eigene Elementtypen. Legen Sie die Unterlagen zur Bestellung ab, zusammen mit der Positionsliste und den finalen Zeichnungen. Damit bleiben spätere Fragen zu Ersatzteilen, Änderungen oder weiteren Bauabschnitten besser einordenbar.

Fenstergestaltung mit Festfeld und unterteiltem Öffnungsflügel

Check vor dem Kauf 5

Die Montage gehört schon in die Angebotsphase

Auch die überzeugendste Elementausführung kann ihr geplantes Verhalten nicht unabhängig vom Baukörper entfalten. Der Anschluss an Wand, Laibung und Befestigung muss zur vorhandenen Konstruktion und zur gewählten Fenstergröße passen. Beim Austausch können verdeckte Bedingungen erst nach dem Ausbau sichtbar werden. Besprechen Sie deshalb früh, wer aufmisst, welche Wand- und Laibungssituation vorliegt, wie der Ausbau erfolgt und wie Anschlussdetails abgestimmt werden. Fotos des Bestands helfen, ersetzen aber keine fachliche Beurteilung vor Ort. Sicherheitsangaben zum Element und die Montagelösung sollten nicht als zwei unverbundene Entscheidungen behandelt werden. Klären Sie zusätzlich, wie mit unerwarteten Hohlräumen, beschädigten Anschlussflächen oder abweichenden Naturmaßen umgegangen wird. Dafür braucht es vorab einen Entscheidungsweg: Wer beurteilt den Befund, wer stimmt eine geänderte Lösung ab, und welche Unterlagen müssen vor der Fortsetzung aktualisiert werden?

Bei ungewöhnlichen Formen oder großen Formaten ist eine sorgfältige Planung besonders wichtig. Ein dreieckiges oder schräges Fixfenster stellt andere Anforderungen an Planung, Transport und Einbauablauf als ein rechteckiger Standardflügel. Halten Sie Verantwortlichkeiten fest: Wer bestätigt Maße, wer prüft die Anschlüsse, und wann werden etwaige Abweichungen vor der Fertigung entschieden? Ziehen Sie für die Beurteilung der baulichen Situation die dafür geeigneten qualifizierten Fachpersonen bei. Dieser Ratgeber ersetzt keine Objektplanung oder Beurteilung der konkreten Wandkonstruktion. Fragen Sie beim Anbieter, welche Angaben für die Bestellung benötigt werden und welche Änderungen nach dem Aufmaß eine erneute technische Klärung erforderlich machen.

Von der Sanierungsreihenfolge zur bestellreifen Entscheidung

Bei einer Sanierung spart eine gute Reihenfolge Rückfragen. Klären Sie zunächst Gebäudehülle, Fassadenarbeiten, Außenbeschattung, Elektroarbeiten und geplante Boden- oder Putzanschlüsse. Danach lässt sich beurteilen, ob Fenster vor oder nach bestimmten Arbeiten eingebaut werden sollen und welche Maße wirklich endgültig sind. Sicherheitswünsche sollten in diese Reihenfolge integriert werden, nicht als spätere Zusatzposition auftauchen. Wenn etwa eine Terrasse erst noch verändert wird, kann sich auch die Erreichbarkeit einer Tür oder eines Fensters ändern. Vermeiden Sie deshalb Bestellungen auf Basis vorläufiger Außenhöhen oder ungeklärter Laibungsdetails. Setzen Sie vor der Produktionsfreigabe einen klaren Haltepunkt, an dem Planstand, Naturmaße und Ausstattung gemeinsam geprüft werden. Markieren Sie offene Entscheidungen direkt in der Positionsliste. So wird sichtbar, ob nur eine gestalterische Auswahl fehlt oder ob eine Änderung Öffnungsart, Nachweiszuordnung oder Montageplanung berührt.

Vor der Freigabe sollte jede priorisierte Position einen kurzen Prüfvermerk erhalten: Lage und Nutzung, finaler Elementtyp, Öffnungsrichtung, gewünschte Sicherheitsausführung, Glas, Griff, Bezug zum Nachweis und abgestimmte Montageannahme. Für ein zweiflügeliges, nach außen öffnendes Terrassentür-Element gehören auch die Nutzung beider Flügel und der verfügbare Außenraum in diesen Vermerk. Fragen Sie nach der Bestellung, welche Unterlagen der Lieferung beiliegen und wie Änderungen dokumentiert werden. Für Fenster und Türen von Bloomcabin gilt eine Garantie von 5 Jahren. Die Lieferzeit beträgt 4–6 Wochen, vorbehaltlich der Auftragsbestätigung. Beides ersetzt nicht die sorgfältige technische Klärung vor der Fertigung, macht aber die Terminplanung realistischer.

Häufige Fragen

Reicht ein abschließbarer Fenstergriff als Sicherheitsmerkmal?

Ein abschließbarer Griff kann ein sinnvoller Bestandteil sein, beschreibt aber nicht die Widerstandsfähigkeit des gesamten Fensters. Rahmen, Flügel, Beschlag, Schließteile, Verglasung und Befestigung wirken zusammen. Fragen Sie daher, ob der Griff zur dokumentierten Ausführung gehört und wie er mit Ihrer Lüftungsroutine und Schlüsselorganisation vereinbar ist.

Muss jedes Fenster dieselbe Sicherheitsausführung erhalten?

Nicht zwingend. Sinnvoll ist eine Priorisierung nach tatsächlicher Erreichbarkeit, Nutzung und Lage. Terrassenfenster, Kelleröffnungen und über begehbare Flächen erreichbare Elemente können andere Fragen aufwerfen als schwer zugängliche Fenster. Gleiche Optik kann mit positionsbezogen unterschiedlichen Anforderungen kombiniert werden, sofern jede Ausführung eindeutig dokumentiert ist.

Welche Unterlagen sollte ich vor der Bestellung verlangen?

Bitten Sie um eine positionsbezogene Beschreibung der angebotenen Ausführung und um den passenden Prüfnachweis oder Klassifizierungsbericht, soweit vorhanden. Prüfen Sie Elementtyp, Maße, Öffnungsrichtung, Flügelaufteilung, Beschlag, Griff und Verglasung. Fragen Sie ausdrücklich, ob Abweichungen von der Dokumentation vorliegen und wie diese technisch eingeordnet werden.

Was ist bei großen Fixverglasungen besonders zu beachten?

Fixverglasungen haben keinen Beschlag, müssen aber nach Lage, Größe, Glasaufbau, Rahmen und Baukörperanschluss betrachtet werden. Klären Sie zusätzlich, wie Lüftung und Reinigung organisiert sind. Bei kombinierten Elementen sollte klar ersichtlich sein, welches Feld fest und welches öffenbar ist und welche Aussage für den jeweiligen Teil gilt.

Wann sollte die Montageplanung feststehen?

Spätestens vor der endgültigen Bestellung sollten Aufmaß, Wandaufbau, Laibungssituation und die wesentlichen Anschlussannahmen geklärt sein. Bei Bestandsgebäuden können nach dem Ausbau Überraschungen auftreten. Vereinbaren Sie daher, wie Abweichungen behandelt werden und welche Änderungen an Größe, Öffnungsart oder Ausstattung erneut überprüft werden müssen.

Nächster Schritt

Fenstersicherheit wird beim Kauf verständlich, wenn Sie von der einzelnen Öffnung ausgehen und nicht vom einzelnen Zubehörteil. Erstellen Sie eine Liste der zugänglichen Fenster und Türen, beschreiben Sie Nutzung und Einbausituation und vergleichen Sie anschließend nur eindeutig zuordenbare Gesamtausführungen. Verriegelungen, Griffe und Glas sind wichtige Bausteine, gewinnen ihre Aussage aber erst im Zusammenspiel mit Rahmen, Beschlag, Verglasung und Montage. Bitten Sie bei wichtigen Positionen um eine klare Verbindung zwischen Angebot, finaler Zeichnung und Prüfnachweis. So können Sie Alternativen sachlich bewerten, Anpassungen vor der Fertigung klären und eine Sanierung Schritt für Schritt zu einer bestellreifen Entscheidung führen.

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