Bevor das Fenster zusammengestellt wird, sollte die vorgesehene Bauöffnung sorgfältig beurteilt werden. Da eine Maßanfertigung verfügbar ist, bilden eindeutig erfasste Projektmaße die Grundlage der Anfrage. Halten Sie nicht nur Zahlen fest, sondern kennzeichnen Sie, zwischen welchen Punkten gemessen wurde. Eine einfache bemaßte Skizze kann verständlicher sein als eine unkommentierte Reihe von Maßangaben. Fotos helfen zusätzlich, Laibung, Anschlussbereiche und angrenzende Bauteile einzuordnen.
Bei einem nach außen öffnenden Drehfenster ist die äußere Bewegungszone besonders wichtig. Prüfen Sie, ob der Schwenkbereich der Flügel zur geplanten Einbaulage passt und ob außenliegende Bauteile, Geländer, Vorsprünge, Pflanzen oder andere Elemente die Bewegung beeinflussen könnten. Auch örtliche Gegebenheiten, die nicht dauerhaft vorhanden sind, können für die spätere Nutzung relevant sein. Diese Prüfung beschreibt eine planerische Überlegung und verspricht keine Eignung für jede Situation.
Auf der Innenseite sollten Sie betrachten, wie gut das Fenster erreichbar ist und von welcher Position aus es bedient werden soll. Fensterbank, Wandaufbau und angrenzende Möblierung können beeinflussen, wie komfortabel Sie an die Griffe gelangen. Da eine Griffwahl möglich ist, lohnt es sich, Bedienung und sichtbare Gestaltung gemeinsam zu bedenken. Die konkrete Griffausführung sollte dennoch erst anhand der tatsächlich verfügbaren Auswahl festgelegt werden.
Bei einem Austauschprojekt können vorhandene Rahmen, Verkleidungen und unregelmäßige Anschlussflächen die Maßaufnahme erschweren. Verlassen Sie sich deshalb nicht ausschließlich auf eine einzige Messstelle. Bei einem Neubau sollte wiederum klar sein, auf welchen Planungsstand sich die übermittelten Maße beziehen. Wir empfehlen, Maßangaben nachvollziehbar zu beschriften und Änderungen nicht stillschweigend in ältere Skizzen einzutragen.
Teilen Sie uns außerdem mit, ob Ihre Maße eine fertige Öffnung oder einen früheren Bauzustand beschreiben. So bleiben die unterschiedlichen Bezugsebenen klar voneinander getrennt. Die Maße von Stock, Flügel und Montagebohrungen beziehen sich auf diese einzelnen Fensterkomponenten, während für die Maßanfertigung die eindeutig erfasste Einbausituation ausschlaggebend ist. Unterscheiden Sie daher in Ihrer Skizze klar zwischen Bestand, Messpunkten und gewünschter Fenstergröße.