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Drehfenster: Platz, Anschlag und Beschläge

Drehfenster: Platz, Anschlag und Beschläge

Fensterkauf in der Schweiz

Die Fenster sind ausgemessen, der Grundriss wirkt geklärt – doch kurz vor der Bestellung zeigt sich oft der entscheidende Konflikt: Der neue Flügel würde genau in die Ecke eines geplanten Schranks schwenken, einen Arbeitsplatz abschirmen oder auf der Aussenseite mit einem Geländer zusammentreffen. Bei Drehfenstern ist nicht allein die Öffnungsgrösse wichtig, sondern die Bewegung im fertig eingerichteten Haus. Das betrifft Eigentümerinnen und Eigentümer ebenso wie die Koordination mit Innenausbau, Küche, Sonnenschutz und Montage. Halten Sie deshalb für jede Öffnung fest, wo der Flügel steht, wer den Griff erreicht und wie die Aussenseite gepflegt werden soll. Erst auf dieser Grundlage lassen sich Anschlag, Öffnungsrichtung, Flügelteilung und Beschläge sinnvoll in einer vergleichbaren Offerte festlegen.

Rundes Festfenster ohne Öffnung

01 / Raum erfassen

Mit dem Nutzungsplan statt mit dem Fensterformat beginnen

Ein Drehfenster sollte an einem normalen Tag funktionieren, nicht nur im leeren Raum während des Aufmasses. Gehen Sie deshalb Zimmer für Zimmer durch und benennen Sie die tatsächliche Nutzung: Im Schlafzimmer stehen Bett, Nachttisch und Vorhang nahe an der Öffnung; im Arbeitszimmer können Bildschirm, Stuhl und Kabel den Griffbereich einengen; in der Küche zählt auch die Bewegung geöffneter Möbeltüren. Notieren Sie für jedes Fenster, ob es täglich, saisonal oder fast nie geöffnet wird. Ein häufig genutztes Fenster braucht einen intuitiv erreichbaren Griff und einen freien Weg. Bei einem selten geöffneten Nebenraum kann eine andere Flügelanordnung vertretbar sein, sofern Zugang und Reinigung dennoch geplant sind. Diese Priorisierung verhindert, dass alle Öffnungen nach demselben Schema bestellt werden, obwohl ihre Aufgaben verschieden sind.

Erstellen Sie daraus einen einfachen Fensterpass. Er enthält Raumname, Innen- und Aussenfoto, die Blickrichtung der Skizze, künftige Einbauten, gewünschte Öffnungsrichtung und Personen, die das Fenster bedienen. Markieren Sie ebenfalls, ob ein Kind, eine kleinere Person oder jemand mit eingeschränkter Reichweite den Griff ohne Hilfsmittel erreichen soll. Das ist keine technische Nebensache: Eine sonst stimmige Ausführung kann im Alltag ungenutzt bleiben, wenn der Griff hinter einer Pflanze oder über einer tiefen Arbeitsplatte liegt. Bei einer Sanierung gehören auch noch nicht montierte Elemente hinein, etwa eine neue Fensterbank, eine Vorhangschiene oder ein Einbaumöbel. Unsichere Punkte werden als offen markiert und vor der endgültigen Freigabe mit den Beteiligten geklärt.

Den Flügelweg räumlich prüfen

Der Schwenkbereich ist die Fläche, welche die Flügelkante beim Öffnen durchläuft. Prüfen Sie ihn in drei getrennten Situationen: geschlossen, in der üblichen Lüftungsstellung und in der weitesten für Ihren Zweck vorgesehenen Stellung. Diese Unterscheidung ist wichtig. Ein Sessel kann das vollständige Öffnen verhindern, ohne das tägliche Lüften zu beeinträchtigen; für das Putzen wird er trotzdem zum Hindernis. Übertragen Sie den Weg mit Kreppband auf Boden oder Wand, oder halten Sie einen Karton in angenäherter Flügelgrösse an die Öffnung. Bei tiefen Laibungen und hohen Brüstungen ergänzt eine Seitenansicht die Grundrissskizze. Sie macht sichtbar, ob Fensterbank, Armatur, Heizkörperverkleidung oder ein vorspringender Griff die Bewegung beeinträchtigen.

Messen Sie nicht bloss den Abstand zum nächstgelegenen Möbelstück, sondern den ganzen Bogen bis zur gewünschten Stellung. Denken Sie an Gegenstände, die regelmässig den Ort wechseln: einen zurückgeschobenen Bürostuhl, Wäscheständer, Kinderwagen oder saisonale Pflanzen. Ein nach aussen öffnendes einflügeliges Drehfenster kann eine Option sein, wenn der Innenraum knapp ist und die äussere Fläche für die Bewegung geeignet bleibt. Die Produktbezeichnung beschreibt jedoch nur diese Konfiguration; ob sie zum konkreten Einbauort passt, muss aus Ihrer Fassaden- und Nutzungssituation geprüft werden. Aussen verdienen Fallrohre, Balkonmöbel, Blumenkästen, Wege und die Erreichbarkeit der Aussenfläche dieselbe Aufmerksamkeit wie innen. Zeichnen Sie Hindernisse dauerhaft und temporär verschieden ein. Damit wird klar, welcher Konflikt durch Umstellen lösbar ist und welcher die Fensterwahl verändern sollte.

02 / Flügelweg markieren

Die Anschlagseite aus dem Weg durch den Raum ableiten

Die Aussage «links angeschlagen» ist ohne festgelegte Blickrichtung missverständlich. Zeichnen Sie daher immer eine Innenansicht und einen Pfeil für die Öffnungsbewegung. Entscheidend ist, auf welcher Seite der Griff erreichbar bleibt und wohin der Flügel beim Betreten des Raums schwenkt. Neben einer Zimmertür sollte ein offen stehender Flügel keine übliche Laufroute überraschend abschneiden. Bei einem Bett ist häufig wichtiger, dass sich der Flügel von der Liegefläche wegbewegt, als dass Fenster einer Fassade spiegelbildlich aussehen. In einer Küche prüfen Sie die Anschlagseite zusammen mit Hochschränken, Auszügen und Oberschranktüren. Auch eine optisch unauffällige Kollision kann lästig werden, wenn zwei Elemente nie gleichzeitig offen sein können.

Betrachten Sie benachbarte Fenster als Gruppe. Gleiche Anschläge können ein ruhiges Fassadenbild unterstützen, doch gegenläufige Flügel können im Innenraum die bessere Bedienung erlauben. In einem Essbereich etwa kann ein Flügel zur Wand hin weniger stören, während am zweiten Fenster der Griff von der Tischseite zugänglich bleiben muss. Es hilft, für jede Öffnung einen primären Bedienplatz festzulegen: Wo steht die Person, die lüftet? Muss sie erst um den Tisch gehen oder einen Vorhang zur Seite schieben? Prüfen Sie zusätzlich den Zugang bei teilweise geöffnetem Flügel. Ein Fenster, das nur mit ausgestrecktem Arm erreichbar ist, wird oft seltener genutzt als vorgesehen. Geben Sie Anschlag und Bezugssicht im Angebot eindeutig an und kontrollieren Sie die Darstellung später in der Freigabezeichnung, statt sich auf Erinnerungen aus dem Besprechungstermin zu verlassen.

Nach innen oder nach aussen öffnend bewusst abwägen

Die Öffnungsrichtung verteilt den Platzbedarf, sie beseitigt ihn nicht. Ein nach innen öffnender Flügel beansprucht Zimmerfläche, kann aber von innen gut erreichbar sein, wenn der Bereich vor dem Fenster frei gehalten wird. Ein einflügeliges Fenster, nach innen öffnend ist daher besonders dort zu prüfen, wo der Raumablauf und die Einrichtung diesen Bogen zulassen. Fragen Sie konkret: Bleibt der Griff bei geschlossenem Vorhang frei? Kann eine Person am Fenster stehen, ohne über Möbel zu greifen? Wird das Fenster bei Besuch oder beim Putzen so weit geöffnet, wie vorgesehen? Die Antworten müssen nicht überall gleich ausfallen. Ein Innenraum mit niedriger Brüstung verlangt eine andere Betrachtung als ein Fenster über einer Arbeitsfläche.

Bei nach aussen öffnenden Varianten gehört die Aussenseite in den Plan: Was liegt unter und neben dem Flügel, und wer nutzt diese Fläche? Terrasse, schmaler Zugang, Fallrohr oder Pflanzgefäss können den gewonnenen Innenraum als Konflikt nach aussen verlagern. Wo ein Drehflügel ungeeignet erscheint, lässt sich ein nach aussen öffnendes Schwingfenster als alternatives Öffnungsprinzip vergleichen; die Produktbezeichnung bestätigt nur Konfiguration und Richtung. Halten Sie fest, welche Bewegung und welcher Zugang benötigt werden. Eine Fachperson kann dann Einbausituation, Laibung, Bedienung und Aussenfläche prüfen, statt die Öffnungsrichtung schematisch festzulegen.

Fenstergestaltung mit Festfeld und unterteiltem Öffnungsflügel

03 / Anschlag festlegen

Flügelzahl nach Bedienung und freier Breite wählen

Ein einzelner Flügel bietet eine zusammenhängende Öffnungsbewegung, nimmt beim Aufschwingen jedoch entsprechend Raum ein. Zwei Flügel teilen diese Bewegung auf und können unterschiedliche Lüftungssituationen ermöglichen, bringen aber eine zusätzliche Bedienabfolge und eine sichtbare Teilung mit sich. Vergleichen Sie nicht nur die geschlossene Ansicht, sondern öffnen Sie die Varianten gedanklich in Ihrem Raumplan. Ein zweiflügeliges Drehfenster, nach aussen öffnend ist eine bestimmte Produktkonfiguration, deren Eignung sich danach beurteilt, wie die beiden Flügel und ihr Zugang an Ihrer Fassade funktionieren. Fragen Sie, welcher Flügel im Alltag zuerst bedient wird, ob beide Griffe zugänglich sind und welche freie Öffnung Sie tatsächlich benötigen.

Breite Fensterflächen werden oft aus Gründen von Licht, Ausblick oder Gestaltung geplant. Für die Alltagstauglichkeit kann es aber sinnvoll sein, die beweglichen Teile auf das notwendige Lüften zu konzentrieren und die übrige Fläche anders zu organisieren. Das ist besonders dann eine Überlegung wert, wenn ein grosser Flügel über einem fest eingebauten Möbel oder in einem schmalen Durchgang liegen würde. Umgekehrt sollte eine Teilung nicht bloss gewählt werden, damit die Flügel kleiner erscheinen: Sie muss den Zugang zu beiden Seiten, die Reinigungsroutine und das gewünschte Fassadenbild verbessern. Lassen Sie sich die Ansichtszeichnung mit Flügelteilung und Öffnungspfeilen zeigen. Prüfen Sie sie gemeinsam mit den Raumplänen in derselben Blickrichtung. Damit erkennen Sie früh, ob die Teilung mit Fensterbank, Vorhängen und benachbarten Öffnungen stimmig ist.

Festfelder als gezielte Ergänzung prüfen

Nicht jede verglaste Fläche muss beweglich sein. Ein Festfenster ohne Öffnung kann dort eine Alternative sein, wo der Zugang für einen Drehflügel dauerhaft eingeschränkt wäre und keine Öffnungsfunktion gebraucht wird. Die Entscheidung darf aber nicht allein aus dem Wunsch nach einer ruhigen, grossen Glasfläche entstehen. Klären Sie zunächst, welches Fenster im Raum die Lüftungsaufgabe übernimmt und wie die feste Fläche auf der Innen- und Aussenseite erreicht wird. Eine hohe oder schwer zugängliche Scheibe bleibt Teil der Pflegeplanung. Denken Sie auch an Sichtschutz, Vorhangführung und die Position von Möbeln: Ein Festfeld kann eine Stelle entschärfen, an der ein Griff sonst hinter einem Einbaumöbel läge, ersetzt jedoch nicht die Prüfung des gesamten Raumkonzepts.

Oft liegt die praktische Lösung in einer bewusst gewählten Mischung: ein bedienbarer Flügel an gut erreichbarer Stelle und ein festes Feld dort, wo Licht oder Ausblick erwünscht sind, aber kein Schwenkraum vorhanden ist. Vergleichen Sie diese Lösung mit einem zweiflügeligen Fenster anhand konkreter Abläufe: morgens lüften, während des Kochens lüften, Scheiben reinigen, Vorhänge bedienen und Möbel umstellen. So wird sichtbar, ob weniger bewegliche Teile eine Erleichterung oder eine Einschränkung bedeuten. Beschreiben Sie im Angebot die gewünschte Aufteilung mit einer Ansichtsskizze, statt Begriffe wie «halbes Fixteil» ohne Referenz zu verwenden. Bei ungewöhnlichen Proportionen sollte die Planungsentscheidung zudem nicht auf einer blossen Visualisierung beruhen. Die Fachplanung kann prüfen, welche Aufteilung für die vorhandene Öffnung und die weiteren Bauteile vorgesehen werden kann.

04 / Offerte vergleichen

Bänder und Beschläge als Bedienablauf beurteilen

Bänder und Beschläge bleiben bei der Auswahl oft unsichtbar, bestimmen aber, wie der Flügel geführt, gehalten und bedient wird. Statt lediglich nach einer Bezeichnung zu fragen, beschreiben Sie die Aufgabe: Soll das Fenster für kurze Lüftung nur gering geöffnet werden? Muss es für die Reinigung weiter geöffnet werden? Darf der Flügel in einer bestimmten Stellung nicht in einen Durchgang ragen? Welche Bedienkraft ist im Alltag angemessen? Die Fachperson kann diese Anforderungen mit Flügelabmessungen, Gewicht, Einbausituation und dem gewählten System abgleichen. Fordern Sie keine Eigenschaft an, die Sie nicht erklären können; nennen Sie lieber die tatsächliche Situation. Das schafft eine bessere Grundlage für eine passende technische Ausarbeitung als die pauschale Forderung nach «starken Beschlägen».

Schauen Sie die Bedienung auch im Detail an. Der Griff muss mit der vorgesehenen Hand erreichbar sein, ohne dass ein Vorhang, ein Insektenschutz oder eine Fensterdekoration zuerst weggeräumt wird. Bei hoher Einbauposition kann die Griffhöhe wichtiger sein als die reine Fensterbreite. Bei einem zweiflügeligen Fenster, nach innen öffnend sind die zugänglichen Bedienelemente und die Reihenfolge der Flügelbedienung im geplanten Raum besonders sorgfältig anzusehen. Die Bezeichnung allein sagt nichts über weitere Ausstattungsdetails aus. Bitten Sie bei der Angebotsklärung um eine Darstellung der vorgesehenen Öffnung und stellen Sie Fragen zu Bedienung, Einstellung und späterer Pflege. Nach der Montage lohnt sich eine Einweisung: Lassen Sie sich zeigen, wie die Fenster im vorgesehenen Rahmen geöffnet, geschlossen und kontrolliert werden. Das hilft, Auffälligkeiten früh zu erkennen und die Unterlagen geordnet aufzubewahren.

Reinigung nicht als spätere Aufgabe behandeln

Die Reinigung der Aussenscheibe wird häufig erst nach dem Einbau konkret. Planen Sie sie vorher mit derselben Sorgfalt wie die tägliche Lüftung. Von welchem Standpunkt aus erreicht eine Person Glas, Rahmen und die äussere Seite des Flügels? Ist dies vom Zimmer aus möglich, über eine Terrasse, vom Balkon oder nur mit zusätzlicher Unterstützung? Ein Fenster über einem Treppenlauf, einer Böschung oder einem festen Vordach verlangt eine andere Lösung als eines im Erdgeschoss neben einem freien Weg. Verlassen Sie sich nicht auf die Annahme, dass ein grosser Öffnungswinkel automatisch alle Bereiche zugänglich macht. Das hängt von Öffnungsart, Einbauhöhe, Laibung und der realen Arbeitsposition ab.

Ein einflügeliges Wendefenster mit vertikaler Drehachse, nach aussen öffnend ist eine alternative Konfiguration, wenn der Reinigungszugang besonderes Gewicht hat. Ob sie zur Öffnung passt, muss die konkrete Planung zeigen. Legen Sie fest, wer die Reinigung übernimmt und welche Zugänge realistisch verfügbar sind. Berücksichtigen Sie Balkonbrüstungen, Markisen und Pflanztröge. Fragen Sie nicht nur «Kann man es reinigen?», sondern «Welche Flächen sind aus welcher Position erreichbar?». Dokumentieren Sie die Antwort zusammen mit der Fensteransicht, damit die Pflegeanforderung Bestandteil der Bestellung bleibt.

Kombifenster in traditioneller Gestaltung

05 / Freigabe prüfen

Gestaltung mit Bewegungsfreiheit verbinden

Sprossen, Flügelteilung und historische Anmutung beeinflussen die Ansicht eines Drehfensters, dürfen aber die Bewegungsprüfung nicht überdecken. Gerade bei bestehenden Häusern kann eine Gestaltung mit klarer vertikaler Gliederung erwünscht sein. Ein Drehfenster «Kombi» im historischen Stil, nach aussen öffnend benennt eine solche Konfiguration und kann in einer gestalterischen Vorauswahl liegen. Daraus folgt jedoch keine Aussage über die passende Anschlagseite, den Öffnungswinkel oder den Platz an Ihrem Gebäude. Unterscheiden Sie bei der Besprechung sauber zwischen dekorativen Sprossen und glasteilenden Sprossen. Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Gestaltungsarten; welche Wirkung und welche praktische Bedeutung sie für Ihr Projekt haben, sollte an einer konkreten Ansicht geklärt werden.

Bitten Sie um eine Zeichnung, die nicht nur die geschlossene Front, sondern auch Öffnungsrichtung, Flügelteilung und Griffseite zeigt. Legen Sie diese neben Innenansichten, Möblierungsplan und Fassadenansicht. So wird ein Zielkonflikt sichtbar, bevor er gebaut ist: Eine symmetrische Aussenseite kann innen eine ungleiche Anschlagfolge benötigen, oder eine gewünschte Sprosse kann genau im Blickfeld einer Arbeitsposition liegen. Gute Planung sucht nicht zwangsläufig eine einheitliche Antwort für jede Fassade, sondern eine nachvollziehbare Ordnung. Halten Sie fest, welche Gestaltungsmerkmale unverzichtbar sind und bei welchen Punkten die Alltagstauglichkeit Vorrang hat. Das erleichtert die Bemusterung und verhindert, dass ästhetische Entscheidungen später unbemerkt Einschränkungen bei Griffzugang oder Flügelweg verursachen.

Offerten und Freigabe als gemeinsame Kontrollschritte nutzen

Eine vergleichbare Offerte braucht mehr als Breite und Höhe. Verlangen Sie pro Position eine eindeutige Beschreibung von Öffnungsrichtung, Anschlag, Flügelzahl, Teilung, Griffseite sowie den bekannten besonderen Anforderungen an Zugang und Reinigung. Fügen Sie Fotos und die Fensterpässe bei. Fragen Sie ausdrücklich, welche Angaben vor der Bestellung noch durch Aufmass oder Planung bestätigt werden müssen. Wenn mehrere Gewerke beteiligt sind, bestimmen Sie eine Person, die Änderungen an Fensterbank, Küchenmöbeln, Sonnenschutz oder Aussenanlagen an die übrigen Beteiligten weitergibt. Diese Koordination ist besonders wertvoll, wenn Fenster früh bestellt werden, der Innenausbau aber später detailliert wird. Eine Annahme, die sich ändert, sollte nicht nur mündlich weitergegeben, sondern in der aktuellen Zeichnung nachvollziehbar aktualisiert werden.

Vor der endgültigen Freigabe kontrollieren Sie jede Position gegen Ihre Unterlagen: Ist die Ansicht von innen oder aussen gelesen? Stimmt jeder Öffnungspfeil? Liegt der Griff auf der erwarteten Seite? Passt die Flügelteilung zu Möbeln, Vorhängen und Aussenhindernissen? Prüfen Sie nicht nur typische Fenster, sondern auch Nebenräume, hohe Öffnungen und selten benutzte Fassadenseiten. Klären Sie ausserdem den vereinbarten Leistungsumfang für Aufmass, Lieferung, Montage und allfällige Anschlussarbeiten, damit Offerten nicht nur nach der Produktsumme verglichen werden. Bei Bloomcabin gilt für Fenster und Türen eine Garantie von 5 Jahren. Die Lieferzeit beträgt 4–6 Wochen, vorbehaltlich der Auftragsbestätigung. Beides ersetzt keine sorgfältige Freigabe: Sobald Masse und Konfiguration bestätigt sind, lässt sich der Nutzen der Vorarbeit in eine stimmige, prüfbare Bestellung übertragen.

Häufige Fragen

Wie viel Platz braucht ein nach innen öffnendes Drehfenster?

Massgebend ist der gesamte Bogen des geöffneten Flügels, nicht nur seine Breite in geschlossener Stellung. Prüfen Sie die übliche Lüftungsstellung und die für Reinigung oder Zugang benötigte Maximalstellung separat. Berücksichtigen Sie Möbel, Vorhänge, Heizkörperverkleidungen und Gegenstände, die zeitweise im Raum stehen.

Soll ich bei der Bestellung links oder rechts angeschlagen angeben?

Ja, aber immer zusammen mit einer eindeutigen Bezugssicht und einer Skizze. Vermerken Sie beispielsweise, dass die Ansicht von innen gemeint ist, und zeichnen Sie den Öffnungspfeil ein. So vermeiden Sie Missverständnisse zwischen Planung, Offerte und Freigabezeichnung. Die Griffseite sollte ebenfalls erkennbar sein.

Wann ist ein Festfenster sinnvoller als ein Drehfenster?

Ein Festfenster kann eine Alternative sein, wenn an einer Stelle kein verlässlicher Schwenkraum vorhanden ist und dort keine Öffnungsfunktion benötigt wird. Klären Sie zuvor, welches andere Fenster die Lüftung übernimmt und wie Innen- und Aussenseite gereinigt werden. Die Entscheidung sollte aus Nutzung und Zugänglichkeit folgen.

Welche Fragen zu Beschlägen gehören in die Anfrage?

Beschreiben Sie zuerst den gewünschten Ablauf: erforderliche Öffnungsstellungen, tägliche Bedienhäufigkeit, erreichbare Griffhöhe und Reinigungsweg. Fragen Sie dann, wie die vorgesehene Konfiguration diese Anforderungen berücksichtigt und welche Bedienung sowie Pflege vorgesehen sind. Technische Details sollten zum konkreten Flügel und Einbau passen, nicht pauschal gewählt werden.

Was kontrolliere ich vor der Freigabe einer Fensterbestellung?

Vergleichen Sie pro Fenster Masse, Öffnungsrichtung, Anschlag, Griffseite, Flügelteilung und besondere Nutzungshinweise mit Ihrem Fensterpass. Lesen Sie jede Ansicht in der angegebenen Blickrichtung. Prüfen Sie die Zeichnung zudem neben Möbel-, Küchen-, Vorhang- und Aussenplan. Offene Punkte sollten vor der verbindlichen Bestätigung schriftlich geklärt sein.

Nächste Schritte

Ein Drehfenster ist dann gut gewählt, wenn seine Bewegung zum fertigen Raum und zur Aussenfläche passt. Beginnen Sie mit realen Handlungen: lüften, durchgehen, Möbel nutzen, Vorhänge bewegen und Scheiben reinigen. Daraus ergeben sich Anschlagseite, Öffnungsrichtung, Flügelteilung und Anforderungen an die Bedienung wesentlich klarer als aus einer Frontansicht. Dokumentieren Sie jede Öffnung mit Fotos, Skizze und Nutzungshinweisen; vergleichen Sie Offerten nur auf derselben Grundlage. Die abschliessende Freigabezeichnung ist Ihr Kontrollpunkt, um Griffseite und Öffnungspfeile nochmals gegen die tatsächliche Einrichtung zu prüfen. So wird aus einer Fensterbestellung eine nachvollziehbar koordinierte Entscheidung.

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