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Ein barrierearmes Gewächshaus praktisch planen

Ein barrierearmes Gewächshaus praktisch planen

Planungsbericht für den Gartenalltag

Ein barrierearmes Gewächshaus beginnt mit einem Grundriss, der Bewegung, Arbeit und Ernte selbstverständlich macht.

Ein Gewächshaus soll nicht nur Pflanzen schützen, sondern sich angenehm nutzen lassen. Wer Ankunft, Durchgang, Wendepunkte und Arbeitsplätze früh plant, schafft einen Gartenraum, der verschiedenen Menschen und wechselnden Alltagssituationen dauerhaft entgegenkommt.

Kurzantwort: Zugänglichkeit wird im Grundriss entschieden

Ein barrierearmes Gewächshaus braucht eine gut anfahrbare Tür, einen ebenen Übergang und genügend freie Bewegungsfläche im Innern. Planen Sie zuerst die täglichen Wege und erst danach Beete, Regale und Dekoration. So bleibt die Nutzung auch mit Körben, Hilfsmitteln oder Begleitung angenehm und übersichtlich.

Besonders hilfreich sind Arbeitszonen, die sich im Stehen und Sitzen sinnvoll erreichen lassen, sowie klar getrennte Flächen für Pflanzen, Geräte und Ernte. Prüfen Sie jede Entscheidung an einer einfachen Frage: Kann die Aufgabe ohne Drehen, Strecken oder Ausweichen zuverlässig erledigt werden?

Aussenansicht eines Orangerie-Gewächshauses mit gut zugänglichem Vorbereich
Das Orangerie-Gewächshaus zeigt einen klar gestalteten Zugang im Garten.

01

Zugang zuerst

Der Weg vom Haus bis zur Tür sollte fest, nachvollziehbar und möglichst frei von abrupten Kanten, Engstellen und abgestellten Gegenständen bleiben.

02

Mitte freihalten

Ein breiter, durchgehender Hauptweg schafft Orientierung und erlaubt, Pflanzen von beiden Seiten zu pflegen, ohne Arbeitsflächen laufend umzuräumen.

03

Höhen abstimmen

Hochbeete, Tische und Ablagen wirken am besten als abgestimmte Arbeitskette, deren häufig genutzte Bereiche bequem erreichbar bleiben.

Zugang, Wege und Arbeitsebenen als zusammenhängendes Planungssystem

Barrierearm planen bedeutet nicht, einem starren Schema zu folgen. Entscheidend ist, wie die Menschen im Haushalt das Gewächshaus tatsächlich betreten, Pflanzen versorgen und Ernte abstellen. Eine Person mit eingeschränkter Beweglichkeit, Kinder, Gäste oder Gärtnerinnen mit vollen Kisten profitieren alle von klaren Wegen, gut erreichbaren Flächen und wenigen unnötigen Handgriffen.

Der Grundriss ist dabei wichtiger als ein später hinzugefügtes Zubehör. Bereits vor der Wahl des Standorts sollte feststehen, von welcher Seite man ankommt, wo Wasser und Geräte liegen und welche Arbeiten regelmässig anfallen. Ein durchdachter Zugang verbindet Haus, Gartenweg und Innenraum zu einer ruhigen, nachvollziehbaren Abfolge.

Dieser Ratgeber für die Schweiz betrachtet das barrierearme Gewächshaus praktisch: von der Tür über den Boden bis zu Hochbeeten und Ablagen. Er ersetzt keine individuelle Fachberatung, hilft aber dabei, die richtigen Fragen an Standort, Produktwahl und Ausbau zu stellen, bevor sich gewohnte Umwege im Garten festsetzen.

Inspection 01 · Prüfblatt Zugang

Den Standort vom täglichen Weg her denken

Beginnen Sie nicht bei der schönsten Ansicht, sondern beim häufigsten Weg. Beobachten Sie, wie man vom Haus, Sitzplatz oder Geräteschuppen zum vorgesehenen Standort gelangt. Muss eine schmale Passage passiert werden, liegt der Weg auf lockerem Kies oder kreuzt er ein Beet? Solche Details bestimmen, ob das Gewächshaus spontan genutzt wird oder ob jede Pflegearbeit Vorbereitung verlangt.

Ein guter Standort bietet eine klare Ankunftsfläche vor der Tür. Dort sollen sich Korb, Giesskanne oder Erntekiste kurz abstellen lassen, ohne den Zugang zu blockieren. Berücksichtigen Sie auch nasse Schuhe, Laub und Schnee: Ein rutschiger oder unruhiger Vorbereich macht selbst einen grosszügigen Innenraum weniger komfortabel. Der Weg darf funktional sein und dennoch zum Gartenbild passen.

  • Legen Sie den Ankunftsweg dort an, wo er im Alltag tatsächlich benutzt wird, nicht nur entlang der kürzesten Grundstückslinie.
  • Reservieren Sie vor dem Eingang eine freie Zone zum Aufschliessen, Warten und Abstellen von Gartenutensilien.

Für einen freistehenden Gartenraum sind Standard-Classic-Gewächshäuser für klare Zugangswege eine passende Ausgangsbasis für die weitere Grundrissplanung.

Inspection 02 · Prüfblatt Tür

Die Tür als Arbeitsweg statt als Durchgang behandeln

Die Türbreite allein beschreibt noch keinen guten Zugang. Wichtig ist, wie sie sich bedienen lässt, welche Fläche beim Öffnen frei bleiben muss und ob der Übergang innen wie aussen ruhig gelingt. Denken Sie an Personen mit Kisten, an eine Begleitperson oder an eine Gehhilfe. Auch der Türgriff soll ohne übermässiges Strecken erreichbar sein und sich intuitiv nutzen lassen.

Achten Sie auf Schwellen, Bodenanschlüsse und das Gefälle unmittelbar vor dem Eingang. Kleine Höhenunterschiede können mit einer beladenen Karre oder bei feuchtem Wetter störend werden. Welche Lösung sich eignet, hängt von Fundament, Entwässerung und Gelände ab. Besprechen Sie Aufbau und Wasserführung früh mit den zuständigen Fachleuten, statt einen Übergang erst nachträglich improvisieren zu müssen.

  • Testen Sie den geplanten Eingang mit der breitesten alltäglich genutzten Transporthilfe und einer realistisch gefüllten Kiste.
  • Planen Sie die Türöffnung so, dass weder Beetkante noch Regal direkt hinter dem Eingang den Bewegungsraum einschränken.

An einer Fassade lassen sich grossformatige reguläre Lean-To-Gewächshäuser mit Zugangskomfort besonders sorgfältig in bestehende Gartenwege einordnen.

Inspection 03 · Prüfblatt Innenraum

Wege schaffen, die Bewegung nicht unterbrechen

Der Mittelgang ist die Hauptachse des Gewächshauses. Er sollte vom Eingang bis zum hinteren Bereich ohne abgestellte Töpfe, Schlauchschlaufen oder überstehende Regalböden nutzbar sein. Statt die gesamte Fläche dicht zu bepflanzen, lohnt es sich, bewusst Bewegungsraum zu reservieren. Das erleichtert nicht nur das Wenden und Kreuzen, sondern auch Reinigung, Kontrolle und saisonales Umstellen.

Bei kleineren Grundrissen hilft eine eindeutige Reihenfolge: Eingang, freie Mitte, Arbeitsflächen an den Seiten, Stauraum am weniger frequentierten Ende. Prüfen Sie den Plan anhand typischer Bewegungen: hineingehen, giessen, Blätter kontrollieren, ernten und wieder hinausgehen. Wenn eine Tätigkeit mehrfaches Rückwärtsgehen verlangt, braucht die Anordnung meist mehr Luft oder eine andere Position der Ausstattung.

  • Halten Sie den Hauptweg als zusammenhängende Fläche frei und definieren Sie feste Plätze für Körbe, Werkzeuge und leere Töpfe.
  • Vermeiden Sie spitz zulaufende Beete, deren Ecken in den Laufbereich ragen und beim Drehen hängen bleiben können.

Für übersichtliche, freistehende Raumfolgen bieten Classic-Gewächshäuser in Standardausführung einen klaren Rahmen für seitliche Arbeitszonen.

Inspection 04 · Prüfblatt Boden

Ebene, griffige Flächen vorausschauend planen

Der Boden verbindet alle Bereiche im Gewächshaus und sollte deshalb nicht als Restfläche behandelt werden. Eine möglichst ebene, gut begehbare Oberfläche erleichtert das Schieben, Tragen und sichere Auftreten. Entscheiden Sie Material und Aufbau nach der tatsächlichen Nutzung: Wird viel gegossen, oft Erde bewegt oder regelmässig mit einem Wagen gearbeitet? Auch die Reinigung sollte ohne komplizierte Übergänge möglich bleiben.

Wasser gehört in den Plan, nicht bloss in die tägliche Routine. Spritzwasser, Kondensat und verschüttete Erde verändern die Griffigkeit eines Bodens. Sorgen Sie dafür, dass sich Wasser nicht unbemerkt an häufig begangenen Stellen sammelt. Die passende Entwässerung richtet sich nach Untergrund und Anlage; klären Sie technische Ausführung und Anschlüsse vor dem Bau mit qualifizierten Ansprechpartnern.

  • Wählen Sie einen Bodenaufbau, der sich bei nasser Erde gut reinigen lässt und keine losen Kanten im Weg erzeugt.
  • Markieren Sie Übergänge zwischen Weg und Pflanzfläche klar durch Material, Farbe oder eine ruhig geführte Beetkante.

Bei hausnahen Lösungen schaffen reguläre Lean-To-Gewächshäuser in voller Grösse kurze Wege zwischen Innenraum und Gartenarbeit.

Inspection 05 · Prüfblatt Arbeitshöhe

Hochbeete und Tische an reale Tätigkeiten anpassen

Eine angenehme Arbeitshöhe entsteht aus den häufigsten Handgriffen, nicht aus einem einzelnen Mass. Beim Pikieren wird anders gearbeitet als beim Umtopfen, Giessen oder Ernten. Beobachten Sie, ob vorwiegend stehend, sitzend oder wechselnd gearbeitet wird. Hochbeete und Tische sollten genug Beinfreiheit oder Annäherungsraum lassen, damit der Körper nah an die Pflanzen kommt und die Schultern entspannt bleiben.

Staffeln Sie die Nutzungen statt alle Flächen gleich hoch zu bauen. Eine robuste Arbeitsfläche für Erde und Töpfe kann anders liegen als ein Beet für Kräuter oder eine Ablage für Ernte. Besonders oft benötigte Pflanzen gehören in den bequemen Greifbereich. Selten genutzte Vorräte dürfen weiter hinten oder tiefer liegen, solange sie den freien Hauptweg nicht beeinträchtigen.

  • Machen Sie vor dem Bau einen Versuch mit Kisten oder einem provisorischen Tisch in unterschiedlichen Höhen und Tiefen.
  • Platzieren Sie schwere Säcke, Wasserbehälter und Geräte dort, wo sie ohne Heben über Hindernisse erreichbar sind.

In einem Standard-Classic-Gewächshaus für flexible Hochbeete lassen sich Arbeitsinseln gut an persönliche Abläufe anpassen.

Inspection 06 · Prüfblatt Ausstattung

Stauraum, Wasser und Licht griffbereit ordnen

Gute Zugänglichkeit zeigt sich oft in den kleinen Routinen. Wenn Handschuhe, Schere, Etiketten und Bindematerial einen festen, erreichbaren Platz haben, bleibt der Weg frei und die Arbeit wird ruhiger. Offene, klar gegliederte Aufbewahrung kann sinnvoll sein, solange sie nicht in Kopfhöhe oder in den Durchgang ragt. Planen Sie lieber wenige gut erreichbare Stationen als viele verstreute Ablagen.

Auch Wasser sollte ohne langes Ziehen oder Stolperfallen verfügbar sein. Überlegen Sie, wo Giessgefässe gefüllt und abgestellt werden und wie ein Schlauch geführt wird, wenn er gebraucht wird. Das Licht im Gewächshaus verändert sich über den Tag. Stellen Sie Arbeitsflächen so auf, dass Beschriftungen, Jungpflanzen und Werkzeuge bei typischer Nutzung gut erkennbar bleiben.

  • Ordnen Sie Kleinteile nach Arbeitsschritten: vorbereiten, pflanzen, pflegen und ernten, statt sie nach zufälligem Stauraum zu verteilen.
  • Sichern Sie Schlauch, Kabel und Giesszubehör ausserhalb der Gehlinie, auch wenn sie nur zeitweise im Einsatz sind.

Für kurze Versorgungswege am Haus sind vollformatige reguläre Lean-To-Gewächshäuser für Arbeitsstationen eine überlegenswerte Gartenlösung.

Inspection 07 · Prüfblatt Mitnutzung

Verschiedene Menschen in den Plan einbeziehen

Ein Gewächshaus wird oft von mehr als einer Person genutzt. Familienmitglieder haben unterschiedliche Körpergrössen, Bewegungsgewohnheiten und Kenntnisse, während Gäste zuerst Orientierung brauchen. Ein verständlicher Grundriss mit klaren Wegen und sichtbaren Arbeitszonen hilft allen. Planen Sie nicht für einen abstrakten Idealnutzer, sondern für die Menschen, die tatsächlich jäten, ernten, giessen oder einfach mitgehen werden.

Lassen Sie die künftigen Nutzerinnen und Nutzer den Plan mitprüfen. Ein auf dem Boden markierter Grundriss zeigt rasch, ob ein Hochbeet zu tief liegt, ein Wendepunkt fehlt oder ein Türbereich eng wirkt. Nehmen Sie dabei auch saisonale Situationen auf: Jacken, Handschuhe, Erntekörbe und nasse Schuhe beanspruchen mehr Raum als eine leere Skizze vermuten lässt.

  • Gehen Sie den eingezeichneten Ablauf gemeinsam ab und notieren Sie jede Stelle, an der jemand ausweichen oder rückwärtsgehen müsste.
  • Schaffen Sie eine kleine freie Fläche, auf der eine Begleitperson unterstützen kann, ohne den Hauptweg zu versperren.

Ein Standard-Classic-Gewächshaus für gemeinsame Gartenarbeit kann als gut lesbarer Mittelpunkt eines vielseitig genutzten Gartens dienen.

Inspection 08 · Prüfblatt Umsetzung

Planung, Aufbau und spätere Anpassung verbinden

Erstellen Sie vor der Bestellung eine einfache Massskizze mit Tür, Wegen, Beetkanten, Arbeitsflächen und Ankunftsbereich. Ergänzen Sie, wo Wasser, Geräte und Ernte ihren Platz finden. Diese Skizze muss nicht technisch perfekt sein; sie macht jedoch Abhängigkeiten sichtbar. Nehmen Sie sie zu Beratungsgesprächen mit und vergleichen Sie Produktmasse und Ausstattungsoptionen immer mit Ihrem tatsächlichen Grundstück.

Prüfen Sie vor dem Aufbau örtliche Vorgaben, Abstände und allfällige Anforderungen bei der zuständigen Gemeinde. Je nach Standort können auch Entwässerung, Fundament und Nachbarverhältnisse relevant sein. Falls Sie das Gewächshaus versichern möchten, besprechen Sie Nutzung und Standort mit Ihrem Versicherer. Bewahren Sie Produktunterlagen und die schriftlichen Bedingungen für spätere Fragen geordnet auf.

  • Planen Sie zuerst Fundament und Wegführung, danach feste Beete und zuletzt mobile Möbel, damit Anpassungen möglich bleiben.
  • Kontrollieren Sie nach den ersten Wochen die echten Laufwege und verschieben Sie Zubehör, das ungewollt Engstellen verursacht.

Wenn eine Wandseite den Gartenweg prägt, ermöglichen reguläre Lean-To-Gewächshäuser in voller Baugrösse eine sorgfältig abgestimmte Umsetzung am Haus.

Galerieansicht eines T-Modell-Gewächshauses mit seitlichen Arbeitsflächen
Die Galerieansicht verdeutlicht die offene Raumwirkung des T-Modell-Gewächshauses.

Comparison

Planungsoptionen im direkten Vergleich

Die passende Lösung hängt weniger von einem Etikett als von Ihrem Standort und Alltag ab. Diese Übersicht hilft, freistehende und hausnahe Konzepte anhand der Bewegungsführung, Arbeitsorganisation und frühen Planungsfragen zu beurteilen.

PlanungsaspektFreistehendes KonzeptHausnahes Konzept
AnkunftEigenen Gartenweg und freie Vorzone von Beginn an anlegen.Bestehende Wege zum Haus auf Breite, Belag und Engstellen prüfen.
ArbeitsorganisationSeitenflächen können symmetrisch um einen klaren Mittelgang angeordnet werden.Versorgungspunkte am Haus lassen sich in die tägliche Route einbinden.
TürbereichTürseite nach der meistgenutzten Gartenroute und Abstellfläche ausrichten.Türöffnung mit Fassadenweg, Fenstern und angrenzenden Nutzungen koordinieren.
Spätere AnpassungMobile Tische und frei stehende Beete erleichtern Änderungen im Innenraum.Wandnahe Zonen früh definieren, damit der Zugang dauerhaft frei bleibt.
PlanungsfokusDen Rundweg im Garten und die Orientierung zum Eingang sichtbar machen.Übergang zwischen Haus, Terrasse und Gewächshaus als Einheit betrachten.

In fünf Schritten zum zugänglichen Grundriss

Eine kleine Vorplanung verhindert, dass wichtige Bewegungsflächen erst beim Einrichten auffallen. Arbeiten Sie vom Aussenraum nach innen und testen Sie jede Phase anhand alltäglicher Gartenaufgaben.

01

Ankunft markieren

Zeichnen Sie den Weg vom häufigsten Ausgang bis zur Tür ein. Berücksichtigen Sie Kurven, Abstellflächen, nasse Bereiche und die Richtung, aus der Material transportiert wird.

02

Türablauf prüfen

Skizzieren Sie Öffnungsbereich, Griffseite und Übergang. Spielen Sie das Betreten mit Kiste, Giesskanne oder Begleitung gedanklich durch und erkennen Sie konfliktträchtige Ecken früh.

03

Hauptweg festlegen

Reservieren Sie im Innern eine durchgehende Bewegungsachse. Erst wenn diese klar ist, positionieren Sie Beete, Regale und feste Arbeitsflächen an den Seiten.

04

Arbeitshöhen testen

Bauen Sie Arbeitsflächen provisorisch nach und probieren Sie Pflanz-, Pflege- und Erntebewegungen aus. Notieren Sie, welche Höhe, Tiefe und Annäherung Ihnen wirklich angenehm erscheint.

05

Ausstattung nachziehen

Ergänzen Sie Stauraum, Wasser und mobile Elemente zuletzt. So bleiben Wege priorisiert und einzelne Zubehörteile können später ohne grundlegenden Umbau verändert werden.

Checkliste vor Bestellung und Aufbau

Gehen Sie diese Punkte mit einem Massband, einer Skizze und idealerweise den künftigen Nutzerinnen und Nutzern durch. Offene Fragen lassen sich vor dem Fundament meist einfacher lösen.

01. Der Weg zum Gewächshaus ist von der üblichen Ankunftsseite her klar, fest und ohne unnötige Hindernisse geplant.
02. Vor der Tür bleibt genug freie Fläche zum Öffnen, Warten sowie kurzfristigen Abstellen von Korb oder Giessgefäss.
03. Der Übergang am Eingang wird zusammen mit Fundament, Gelände und Wasserführung geplant, nicht erst nach dem Aufbau.
04. Ein durchgehender Hauptweg ist im Grundriss eingezeichnet und bleibt frei von Töpfen, Schläuchen und Regalvorsprüngen.
05. Hochbeete und Tische sind anhand realer Tätigkeiten, persönlicher Reichweite und gewünschter Annäherung ausgewählt.
06. Wasser, Werkzeuge und Erntebehälter erhalten feste Plätze ausserhalb der wichtigsten Bewegungszone.
07. Der Standort wurde auf örtliche Anforderungen, Grundstücksgrenzen und technische Bedingungen mit den zuständigen Stellen geprüft.
08. Nach der ersten Gartensaison ist Zeit vorgesehen, um Zubehör und Arbeitsabläufe aufgrund echter Nutzung anzupassen.
Klassisches Gewächshaus aus Glas
Ein klassisches Gewächshaus mit Glasflächen in der Gesamtansicht.
Aussenansicht eines T-Modell-Gewächshauses mit geradlinigem Zugang
Die Aufnahme zeigt die Aussenansicht eines Gewächshauses im T-Modell.

Häufige Fragen zur barrierearmen Gewächshausplanung

Was macht ein Gewächshaus im Alltag barrierearm?

Barrierearm wird ein Gewächshaus durch das Zusammenspiel mehrerer Entscheidungen: ein nachvollziehbarer Weg, ein gut nutzbarer Eingang, freie Bewegungsflächen und bequem erreichbare Arbeitszonen. Es geht nicht um eine einzelne Ausstattung, sondern darum, unnötige Hindernisse bei wiederkehrenden Aufgaben wie Giessen, Pflanzen und Ernten konsequent zu vermeiden.

Wie wichtig ist die Breite des Innenwegs?

Sie ist zentral, weil der Innenweg alle Tätigkeiten verbindet. Er sollte nicht nur beim leeren Gewächshaus funktionieren, sondern auch mit Erntekiste, Werkzeug oder einer zweiten Person. Zeichnen Sie Beete und Regale in Originaltiefe ein und prüfen Sie, ob man sich durchgehend bewegen, drehen und arbeiten kann.

Sind Hochbeete immer die beste Wahl?

Nicht zwingend. Hochbeete können Pflanzen näher an die Hände bringen, benötigen aber passende Höhe, Tiefe und Platz für die Annäherung. Für manche Arbeiten eignet sich ein Tisch besser, für andere ein niedrigeres Beet. Ein provisorischer Test mit Kisten oder Brettern zeigt oft mehr als ein Standardmass.

Wie plane ich einen sicheren Boden im Gewächshaus?

Wählen Sie den Boden nach Nutzung, Reinigungsaufwand und Umgang mit Wasser aus. Wichtig sind möglichst ruhige Übergänge, eine gut begehbare Oberfläche und eine durchdachte Wasserführung. Da Fundament und Entwässerung vom Standort abhängen, sollten Sie die konkrete Ausführung rechtzeitig mit geeigneten Fachpersonen abstimmen.

Muss ich für ein Gewächshaus eine Bewilligung einholen?

Das kann je nach Gemeinde, Standort, Grösse und Ausführung unterschiedlich beurteilt werden. Verlassen Sie sich nicht auf allgemeine Aussagen oder Erfahrungen aus einer anderen Ortschaft. Klären Sie Ihr konkretes Vorhaben früh bei der zuständigen Gemeindeverwaltung, besonders bevor Fundament, Anschlüsse oder Bestellung verbindlich geplant werden.

Kann ein bestehendes Gewächshaus nachträglich zugänglicher werden?

Oft lassen sich Abläufe mit überschaubaren Anpassungen verbessern: Wege freiräumen, mobile Tische verschieben, Stauraum bündeln oder einen ungünstigen Abstellplatz ersetzen. Grössere Änderungen an Eingang, Fundament oder Entwässerung brauchen eine sorgfältige Prüfung. Beginnen Sie mit einer Beobachtung der tatsächlichen Engstellen über mehrere Gartenwochen.

Grundriss weiterdenken

Komfort entsteht aus einer guten Reihenfolge

Ein barrierearmes Gewächshaus ist ein Gartenraum, in dem Wege und Arbeitshöhen die Nutzung erleichtern, statt Aufmerksamkeit zu fordern. Wer den Zugang, die freie Mitte und die wichtigsten Arbeitsplätze zuerst plant, schafft eine belastbare Grundlage für Pflanzen, Menschen und wechselnde Bedürfnisse im Alltag.

Nehmen Sie Ihre Skizze als Entscheidungswerkzeug: Gehen Sie den Weg ab, testen Sie Arbeitshöhen und klären Sie standortbezogene Fragen vor dem Aufbau. Mit einer sorgfältigen Grundrissplanung lässt sich ein Gewächshaus gestalten, das nicht nur gut aussieht, sondern sich Tag für Tag selbstverständlich anfühlt.

Entdecken Sie Gewächshauslösungen, die zu Ihrem Standort, Ihren Wegen und Ihrer geplanten Gartenroutine passen.

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