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Fenster ohne oder mit Montage kaufen?

Fenster ohne oder mit Montage kaufen?

Fensterkauf planen

Ein neues Fenster ist erst dann richtig bestellt, wenn klar ist, wer es an der vorhandenen Öffnung verantwortet. Bei einem Umbau kann der Schreiner bereits für Ausbau und Einbau eingeplant sein, während eine einzelne Wohnungssanierung ohne eigene Bauleitung organisiert wird. Das beeinflusst die passende Einkaufsroute stärker als ein scheinbar günstiger Endbetrag. Fenster ohne Montage bedeuten nicht automatisch, dass Sie selbst Hand anlegen; sie können gut zu einem separat beauftragten Fachbetrieb passen. Fenster mit Montage können Übergaben vereinfachen, umfassen aber nur die konkret vereinbarten Arbeiten. Entscheidend ist deshalb ein schriftlicher Leistungsumfang. Massaufnahme, Freigabe, Lieferung, Einbringen, Ausbau, Einbau, Anschlüsse, Schutz und Abnahme müssen einer verantwortlichen Partei zugeordnet sein. Erst danach lassen sich Offerten fair vergleichen.

Fensterentwurf mit Festfeld und unterteiltem Öffnungsflügel

Die Kaufroute nach der Verantwortung wählen

Die Begriffe «ohne Montage» und «mit Montage» beschreiben zwei unterschiedliche Projektorganisationen. Bei einer Lieferung ohne Montage bestellen Sie das vereinbarte Fensterelement samt ausdrücklich aufgeführtem Zubehör. Die Verantwortung für das verbindliche Aufmass, die Prüfung der Bauöffnung, den Transport bis zum Einbauort und die Montage liegt bei Ihnen oder einem separat beauftragten Betrieb. Das ist keine zweitbeste Lösung. Sie kann passend sein, wenn ein Schreiner, Fensterbauer oder eine Bauleitung ohnehin alle Gewerke des Umbaus steuert. Voraussetzung ist, dass diese Fachperson vor der Fertigung Masse, Öffnungsrichtung, Einbausituation und benötigte Anschlussarbeiten prüft und die Freigabe dokumentiert. Erstellen Sie dazu eine einfache Verantwortungsmatrix: Für jede Aufgabe werden ausführende, prüfende und freigebende Person eingetragen. Gerade bei getrennten Aufträgen zeigt diese Übersicht, ob dieselbe Annahme von mehreren Beteiligten geprüft wird oder ob ein entscheidender Schritt niemandem zugeordnet ist.

Ein Montageangebot kann den Weg zwischen Lieferung und eingebautem Element verkürzen. Trotzdem ersetzt das Wort «Montage» keine genaue Leistungsbeschreibung. Je nach Offerte können Ausbau bestehender Fenster, Abtransport, Schutz von Böden, Gerüst, Hebehilfen, Verputzarbeiten, Malerarbeiten oder die Wiederherstellung von Fensterbänken ausserhalb der Leistung liegen. Fragen Sie deshalb nicht nur, ob Montage enthalten ist, sondern wo die Arbeit des Anbieters beginnt und endet. Lassen Sie jede Aufgabe einer Partei zuordnen und ergänzen Sie die erwartete Baustellenvoraussetzung. So wird sichtbar, ob Lieferant, Montageteam, Bauleitung oder Bauherrschaft den nächsten Schritt auslösen muss. Eine eindeutige Zuständigkeit ist aussagekräftiger als eine pauschale Bezeichnung wie «komplett».

Mit einer prüfbaren Fensterliste starten

Eine Fensterliste verhindert, dass Produktwahl und Baustellenannahmen vermischt werden. Geben Sie jeder Öffnung eine Positionsnummer und erfassen Sie Raum, Stockwerk, ungefähre Öffnungsmasse, Flügelzahl, Öffnungsrichtung, Anschlagseite sowie Besonderheiten bei Laibung, Fensterbank und Storen. Fotos von innen und aussen ergänzen die Liste. Notieren Sie auch Heizkörper, Möbel, Steckdosen, Fassadenelemente oder Leitungen in der Nähe. Bei mehreren ähnlichen Fenstern reicht eine Sammelbeschreibung selten aus: Ein abweichender Sturz, eine tiefere Laibung oder ein anderer Bodenaufbau kann den Ablauf verändern. Kennzeichnen Sie ausserdem, welche Elemente ersetzt und welche bestehenden Bauteile erhalten werden sollen. Ergänzen Sie pro Zeile einen Bearbeitungsstand wie «Vorprüfung», «Aufmass erfolgt» oder «zur Fertigung freigegeben». Datum, verantwortliche Person und Revisionsbezeichnung verhindern, dass ein früher Planstand versehentlich zur Bestellung verwendet wird. Bei Änderungen sollten nicht nur die neuen Masse, sondern auch der Grund und die betroffenen Anschlussdetails nachvollziehbar bleiben.

Die Produktbezeichnung muss zur vorgesehenen Funktion passen. Ein Festfenster ohne Öffnungsfunktion ist eine andere Position als ein zu öffnender Flügel und benötigt eine eigene Kennzeichnung. Soll eine Position verschiedene Bedienarten verbinden, kann ein Kombi-Fenster als alternative Konfiguration geprüft werden; die konkrete Eignung bleibt projektbezogen zu klären. Halten Sie bei jeder Position fest, ob die Masse bloss der Vorplanung dienen oder bereits für die Fertigung freigegeben sind. Ein Foto mit Massstab erleichtert die Besprechung, ersetzt aber kein fachgerechtes Aufmass. Verteilen Sie nur die aktuelle Listenfassung. Wenn Lieferant, Montagebetrieb und Bauleitung verschiedene Versionen verwenden, entsteht der Fehler häufig an der Informationsübergabe statt am Fenster selbst.

Die ganze Öffnung im Blick

Massaufnahme und Fertigungsmass eindeutig vergeben

Das heikelste Übergabemoment ist die Massfreigabe. Die sichtbare lichte Öffnung ist nicht automatisch das Mass, nach dem ein Fenster gefertigt werden kann. Relevant sind unter anderem der tatsächliche Verlauf der Öffnung, der vorhandene Wandaufbau, die geplante Anschlussausbildung und mögliche Unebenheiten. Bei einer Bestellung ohne Montage sollten Sie schriftlich festhalten, wer die Bauöffnung besichtigt, das Fertigungsmass bestimmt und dieses vor der Bestellung freigibt. Diese Person braucht Zugang zum aktuellen Baustellenzustand und zu den abgestimmten Ausbaudetails, nicht nur zu älteren Plänen. Pro Position sollte nachvollziehbar bleiben, an welchem Datum, in welchem Zustand und auf welcher Grundlage gemessen wurde.

Auch bei Lieferung mit Montage ist zu prüfen, ob Besichtigung und Massaufnahme Teil der Offerte sind oder ob Sie vorgegebene Masse bestätigen sollen. Fragen Sie, wie bei einer Öffnung vorgegangen wird, die nach dem Ausbau anders aussieht als erwartet. Nicht jede Abweichung lässt sich durch eine kleine Anpassung auffangen; deshalb gehört ein Entscheidungsweg vor die Produktionsfreigabe. Planen Sie den Zeitpunkt realistisch: Die Lieferzeit beträgt 4–6 Wochen, vorbehaltlich der Auftragsbestätigung. Geben Sie Masse erst frei, wenn Wandaufbau, Bodenhöhe, Fensterbankkonzept und allfällige Arbeiten an Fassade oder Storen ausreichend geklärt sind. Erfassen Sie nachträgliche Änderungen als neue, eindeutig bezeichnete Freigabe statt als lose E-Mail-Ergänzung.

Den Bestand nicht wie einen Neubau behandeln

Im Neubau sind Öffnungen und Anschlüsse meist Teil eines geplanten Bauablaufs. Im Bestand können unter Abdeckungen, hinter alten Rahmen oder an den Laibungen Situationen sichtbar werden, die vor dem Ausbau nicht vollständig erkennbar waren. Das spricht nicht grundsätzlich für oder gegen Montage, sondern für eine sorgfältige Bestandsaufnahme und einen vereinbarten Umgang mit Überraschungen. Klären Sie, ob bestehende Innenfensterbänke bleiben, ersetzt oder später montiert werden. Prüfen Sie, ob Aussenflächen, Storen, Fensterläden oder Fassadenelemente Zugang und Anschlussarbeiten beeinflussen. Auch Zwischenlagerung, Schutz einer vorübergehend offenen Stelle und der Abtransport des ausgebauten Materials gehören in den Ablaufplan. Bei einem etappenweisen Ersatz sollten Sie zusätzlich festlegen, welche Räume zuerst bearbeitet werden und wann jeder Raum wieder nutzbar sein muss. Eine erste, weniger komplexe Position kann organisatorische Fragen zum Schutz, Transportweg und Übergabeprotokoll sichtbar machen. Das ist jedoch kein Ersatz für die vorgängige Prüfung aller unterschiedlichen Öffnungstypen.

Bei historischen Ansichten ist die Abstimmung oft besonders wichtig, weil Teilungen und Öffnungsarten den Gesamteindruck prägen. Ein Drehfenster «Kombi» im historischen Stil, nach aussen öffnend sollte nicht nur nach seiner Ansicht ausgewählt, sondern auch mit Öffnung, Bewegungsraum und angrenzenden Bauteilen abgeglichen werden. Wer ohne Montage kauft, kann diese Prüfung einem geeigneten Fachbetrieb übertragen. Wer eine Montageofferte einholt, sollte dem Anbieter dieselben Bestandsfotos, Positionspläne und offenen Fragen vorlegen. Vermerken Sie erkennbare Unsicherheiten ausdrücklich: etwa einen nicht einsehbaren Anschluss oder eine Fensterbank, deren Ausbauzustand noch unbekannt ist. Solche Punkte gehören als Annahmen oder Ausschlüsse in die Offerte, nicht als unausgesprochene Erwartung in den Bauablauf.

Kombinationsfenster in traditioneller Gestaltung

Anschlüsse als eigene Leistung verstehen

Ein Fenster einzusetzen und einen abgestimmten Übergang zwischen Rahmen und Baukörper herzustellen, sind zusammenhängende, aber unterscheidbare Aufgaben. Für den Offertvergleich muss erkennbar sein, wer die Anschlusslösung festlegt, wer die benötigten Materialien bereitstellt und wer die Ausführung mit dem vorhandenen Wandaufbau abstimmt. Innen und aussen können zudem unterschiedliche Folgearbeiten anfallen. Verlangen Sie daher keine pauschale Zusage, sondern eine Beschreibung der vorgesehenen Schnittstellen. Bei einem Umbau mit neuen Oberflächen sollte feststehen, in welchem Zustand die Laibung vor der Montage übergeben wird und welcher Zustand danach geschuldet ist. Ein Foto oder Detailplan kann die schriftliche Abgrenzung verständlicher machen.

Ein häufiger Planungsfehler ist die Annahme, dass der neue Rahmen automatisch alle Fragen zu Putz, Abdichtung, Fensterbank und Fassadenabschluss löst. An dieser Stelle treffen mehrere Arbeitsbereiche aufeinander. Beim Warenkauf koordiniert Ihre Bauleitung oder Ihr Einbaubetrieb die Abfolge. Bei Montage sollte die Offerte benennen, welche Anschlussarbeiten dazugehören und welche Leistungen anschliessend separat organisiert werden müssen. Fragen Sie auch, wer vorhandene Oberflächen schützt und kleine Beschädigungen beurteilt, die beim notwendigen Ausbau sichtbar werden. Bei komplexen oder unbekannten Wandaufbauten ist eine projektspezifische Beurteilung durch eine qualifizierte Fachperson sinnvoll. Produktbestellung, Einbauleistung und Wiederherstellung sollten als drei prüfbare Leistungsteile behandelt werden, selbst wenn sie derselbe Betrieb anbietet.

Lieferung, Zugang und Schutz vorab organisieren

Die Tauglichkeit eines Kaufwegs zeigt sich spätestens am Liefertag. Prüfen Sie Zufahrt, Entladeort, Hauseingang, Treppenhaus, Lift, Durchgänge und den Weg bis zum jeweiligen Raum. Grosse oder schwere Elemente können eine andere Logistik benötigen als ein einzelnes Fenster. Besprechen Sie, wer die Lieferung annimmt, die Stückzahl und sichtbare Schäden kontrolliert und den Übergabeort bestätigt. Klären Sie ausserdem, ob eine Zwischenlagerung vorgesehen ist und wie die Elemente vor Feuchtigkeit, Umfallen oder Baustellenverkehr geschützt werden. In bewohnten Räumen kommen Staubschutz, Möbelabdeckung und eine freie Arbeitszone hinzu. Diese Leistungen sind auch bei einer Montageofferte nur enthalten, wenn sie entsprechend beschrieben wurden.

Bei einer grossen Öffnung zum Aussenbereich ist der Weg von der Abladefläche bis zur Einbaustelle besonders relevant. Für Patio Life Hebe-Schiebetüren sollten Sie deshalb vor der Bestellung Ausführung, Zugang, Montagezeitpunkt und Handhabung mit dem zuständigen Betrieb besprechen. Vermeiden Sie eine Anlieferung, bevor die Öffnung vorbereitet und die verantwortliche Einbaumannschaft verfügbar ist. Muss das Element über mehrere Stockwerke, eine enge Passage oder eine bereits fertiggestellte Oberfläche bewegt werden, sollte die Route vorab besichtigt werden. Legen Sie zudem fest, wer Verpackung und Schutzmaterial nach der Montage entfernt. Ein Lieferdatum allein ist noch kein Baustellenablauf; es muss mit Ausbau, Einbau, Wetterschutz und nachfolgenden Arbeiten zusammenpassen.

Die ganze Öffnung im Blick

Bei Türen die Nutzung der Öffnung mitplanen

Bei Fenstertüren und Aussentüren sind Nutzung und Einbausituation eng miteinander verbunden. Prüfen Sie den verfügbaren Platz für die gewählte Öffnungsrichtung, den Übergang nach draussen, angrenzende Möbel und die spätere Bedienung. Auch die Reihenfolge der Gewerke zählt: Bodenbelag, Schwellenbereich, Aussenbelag und Innenausbau müssen aufeinander abgestimmt sein. Bei Lieferung ohne Montage sollte der Einbaubetrieb diese Schnittstellen vor der Massfreigabe kennen. Bei Montage fragen Sie, welche Voraussetzungen am Schwellenbereich erfüllt sein müssen, bevor das Team anrückt. Halten Sie geplante Höhen und fertige Oberflächen im selben Planungsstand fest. Eine Produktentscheidung ohne Kenntnis des späteren Bodenaufbaus lässt einen wesentlichen Übergang ungeklärt.

Eine einflügelige Balkontür, nach innen öffnend legt die Flügelbewegung fest, sagt aber noch nichts darüber aus, wie der Übergang auf Ihrer Baustelle ausgebildet wird. Dokumentieren Sie deshalb Positionsnummer, Öffnungsrichtung, Innen- und Aussenseite sowie angrenzende Oberflächen. Prüfen Sie auch, ob der Flügel mit Vorhängen, Heizkörpern oder der Möblierung kollidieren könnte. Denken Sie an den Zeitpunkt, zu dem der Raum wieder geschlossen und nutzbar sein muss. Wenn während des Umbaus ein Zugang offenbleibt, benötigt die Bauleitung einen Ablauf für Schutz, Zutrittskontrolle und provisorische Schliessung. Solche Fragen sind keine nachträglichen Extras, sondern Kriterien dafür, ob getrennte Liefer- und Montageaufträge für die konkrete Baustelle praktikabel sind.

Sonderformen und Dachlagen separat beurteilen

Nicht jede Öffnung lässt sich mit demselben Ablauf behandeln. Schräge, runde oder besonders hohe Elemente verlangen eine präzise Vorprüfung der Geometrie und des Einbauorts. Bei dreieckigen und schrägen Festfenstern sollten die verantwortlichen Fachleute prüfen, welche Masse verbindlich sind, wie die Elemente zur Baustelle gelangen und welche angrenzenden Arbeiten vorbereitet sein müssen. Eine Offerte sollte nicht bloss auf irgendeine Skizze verweisen, sondern Position, Ansichtsseite und freigegebenen Planstand eindeutig nennen. Sinnvoll ist zudem ein Kontrollschritt, bei dem Form, Winkel und Orientierung vor der Fertigungsfreigabe nochmals zusammen betrachtet werden. Bei Sonderformen ist eine Verwechslung zwischen Planmass, Bauöffnung und Fertigungsmass besonders folgenreich.

Dachfenster bringen zusätzlich Fragen zu Zugang, Schutz des Innenraums und Anschluss an den vorhandenen Dachaufbau mit sich. Ein Dachfenster mit Schwingflügel ist deshalb Anlass, den Umfang genau zu zerlegen: Wer öffnet die Dachfläche, wer montiert das Element, wer stellt den umgebenden Aufbau wieder her und wer koordiniert Innenausbau oder Verkleidung? Klären Sie auch, ob Arbeiten von innen, von aussen oder aus beiden Richtungen vorgesehen sind und wie der Bereich bei einer Arbeitsunterbrechung geschützt wird. Weder ein reiner Produktauftrag noch die Überschrift «Montage inklusive» beantwortet diese Punkte. Für die konkrete Dach- und Anschlussplanung ist eine qualifizierte Fachperson beizuziehen; Annahmen zum Bestand sollten vor Arbeitsbeginn überprüft werden.

Zweiflügeliger, nach innen öffnender Fensterentwurf

Offerten zeilenweise statt pauschal vergleichen

Legen Sie für beide Einkaufswege dieselbe Fensterliste und dieselbe Beschreibung der Baustelle zugrunde. Erstellen Sie daneben eine Vergleichstabelle mit Aufmass, Massfreigabe, Lieferung, Entladen, Einbringen, Ausbau, Entsorgung, Montage, Anschlussarbeiten, Einstellung, Oberflächenwiederherstellung und Übergabe. Tragen Sie nicht nur «inklusive» oder «exklusive» ein, sondern die zuständige Partei, benötigte Vorleistungen und den vorgesehenen Zeitpunkt. Ergänzen Sie für variable Positionen, wie deren Umfang festgestellt und freigegeben wird. So erkennen Sie, ob ein niedriger Warenpreis durch bereits vorhandene Fachleistungen sinnvoll ergänzt wird oder ob zusätzliche Beauftragungen fehlen. Der faire Vergleich stellt nicht zwei Endbeträge nebeneinander, sondern zwei vollständige Wege vom geprüften Bestand bis zur nutzbaren Öffnung.

Fragen Sie bei jeder Offerte, welche Angaben der Anbieter noch benötigt und welche Annahmen dem Preis zugrunde liegen. Lassen Sie Formulierungen wie «bauseits vorbereitet», «nach Aufwand» oder «Anschluss durch andere» erläutern. Sie sind nicht automatisch problematisch, markieren aber eine zu planende Schnittstelle. Prüfen Sie auch, wer nach der Montage Bedienung und Funktion kontrolliert und wie sichtbare Abweichungen bei der Übergabe protokolliert werden. Bloomcabin gewährt auf Fenster und Türen 5 Jahre Garantie. Diese Garantie ersetzt nicht die Klärung, welche Partei Produkt, Massvorgabe, Einbau oder Folgearbeiten verantwortet. Fragen Sie ausserdem, wie Änderungen nach der Bestellung behandelt werden, damit ein vermeintlich vergleichbarer Umfang nicht später durch ungeprüfte Nachträge auseinanderläuft.

Die Entscheidung vor der Bestellung absichern

Wählen Sie den Warenkauf, wenn bereits eine kompetente und verfügbare Person für Aufmass, Einbau und Koordination benannt ist und den aktuellen Bauzustand kennt. Die Route kann auch passen, wenn Ihr Umbau mehrere Fenster gemeinsam mit anderen Schreiner-, Dach- oder Fassadenarbeiten vorsieht. Selbst bei einer vergleichsweise übersichtlichen Position wie einem einflügeligen, nach innen öffnenden Fenster bleiben Fertigungsmass, Anschluss und Übergabe zuzuordnen. Wählen Sie ein Angebot mit Montage, wenn Sie genau diese Aufgaben bündeln möchten und die beschriebene Leistung zu Ihrem Projekt passt. Diese Route entlastet besonders dort, wo sonst niemand die Übergabe zwischen Anlieferung und eingebautem Element führen würde. Sie ist jedoch kein Ersatz für Entscheidungen zu Zugang, Ausbau, angrenzenden Oberflächen oder Folgegewerken. Ausschlaggebend ist die geschlossene Verantwortungskette, nicht die Bezeichnung des Pakets.

Schliessen Sie erst ab, wenn Positionsliste, freigegebene Masse, Öffnungsrichtungen, Lieferadresse, Ansprechpersonen und Leistungsgrenzen zusammenpassen. Bei mehreren Fenstern kann eine gemeinsame Begehung mit Bauleitung und Einbaubetrieb offene Punkte sichtbar machen. Halten Sie Vereinbarungen zu Änderungen schriftlich fest; mündliche Annahmen gehen während eines längeren Umbaus leicht verloren. Bestimmen Sie zudem, wer die Lieferung prüft, wer die Montage abnimmt und wem Abweichungen gemeldet werden. Der passende Einkaufsweg ist jener, bei dem jede Aufgabe einen verantwortlichen Namen, einen realistischen Zeitpunkt und eine dokumentierte Voraussetzung hat. Dann bleibt die Wahl des Fensters eine bewusste Produktentscheidung und wird nicht von ungeklärten Baustellenschnittstellen überlagert.

Häufige Fragen

Ist Fensterkauf ohne Montage nur für erfahrene Heimwerker geeignet?

Nein. Fenster ohne Montage können sinnvoll sein, wenn ein qualifizierter Fensterbauer, Schreiner oder eine Bauleitung den Einbau übernimmt. Entscheidend ist nicht, wer bestellt, sondern wer Massaufnahme, Fertigungsmass, Anschlussplanung, Montage und Koordination verbindlich verantwortet. Diese Zuständigkeiten sollten vor der Bestellung schriftlich feststehen.

Umfasst ein Montageangebot automatisch den Ausbau alter Fenster?

Nicht zwingend. Ausbau, Abtransport und Entsorgung können Teil einer Offerte sein oder separat vereinbart werden. Dasselbe gilt für Schutzmassnahmen, Putz- und Malerarbeiten sowie die Wiederherstellung von Fensterbänken. Verlangen Sie eine positionsbezogene Leistungsbeschreibung, damit keine Arbeit lediglich vorausgesetzt wird.

Wer sollte die Masse für die Bestellung freigeben?

Die Freigabe sollte durch die Person erfolgen, die den tatsächlichen Bestand beurteilt und die Folgen für den Einbau verantwortet. Beim Warenkauf ist das häufig der beauftragte Einbaubetrieb oder die Bauleitung. Bei Montage muss geklärt sein, ob der Anbieter selbst aufmisst oder von Ihnen bestätigte Angaben verwendet.

Kann ich Produktlieferung und Montage zeitlich getrennt organisieren?

Ja, sofern Lagerung, Schutz, Zugang und Verfügbarkeit des Einbaubetriebs organisiert sind. Berücksichtigen Sie die Lieferzeit von 4–6 Wochen, vorbehaltlich der Auftragsbestätigung. Eine frühe Lieferung hilft wenig, wenn Öffnungen noch nicht vorbereitet sind oder die Elemente andere Arbeiten und Verkehrswege behindern.

Was ist bei mehreren Fenstern der wichtigste Offertvergleich?

Vergleichen Sie jede Position anhand derselben Fensterliste und Baustellenbeschreibung. Prüfen Sie pro Öffnung Massfreigabe, Lieferung, Einbringen, Ausbau, Montage, Anschlüsse und Übergabe. Ein Gesamtbetrag allein zeigt nicht, ob alle benötigten Arbeiten enthalten sind oder ob zwischen den Beteiligten eine entscheidende Zuständigkeit offenbleibt.

Nächste Schritte

Fenster ohne oder mit Montage zu kaufen, ist vor allem eine Entscheidung über die Projektführung. Der Warenkauf funktioniert gut, wenn ein qualifizierter Betrieb oder eine Bauleitung den Bestand prüft und die Einbaukette steuert. Ein Montageangebot kann sinnvoll sein, wenn es diese Schnittstellen tatsächlich übernimmt und sein Umfang nachvollziehbar beschrieben ist. Bereiten Sie eine eindeutige Fensterliste, aktuelle Fotos und eine Zuständigkeitsmatrix vor. Klären Sie Fertigungsmass, Lieferweg, Baustellenvoraussetzungen, Anschlüsse, Abnahme und Folgearbeiten vor der Auftragsfreigabe. So wählen Sie nicht bloss zwischen zwei Angebotsarten, sondern zwischen zwei belastbar organisierten Wegen zum fertigen Fenster.

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