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Garantien für Fenster und Türen richtig verstehen

Garantien für Fenster und Türen richtig verstehen

Kaufratgeber für die Schweiz

Bei einem Umbau wechseln Fenster und Türen oft den Besitzer, bevor der letzte Innenausbau abgeschlossen ist: Der Lieferant bestätigt die Bestellung, ein Montagebetrieb setzt die Elemente ein, später folgen Boden, Fassade, Beschattung oder Malerarbeiten. Zeigt sich danach ein schwergängiger Flügel, eine Auffälligkeit an der Oberfläche oder Feuchtigkeit am Anschluss, ist die erste Frage nicht einfach «Gilt die Garantie?». Entscheidend ist, was vereinbart wurde, welche Leistung betroffen sein könnte und wer welchen Arbeitsschritt verantwortet. Eine Garantie ist dafür ein wichtiges Instrument, aber kein Sammelbegriff für jede Beanstandung am Bau. Wer die Unterlagen vor der Bestellung strukturiert liest, Zuständigkeiten festhält und die Übergabe dokumentiert, kann Deckung und Ausschlüsse realistischer beurteilen. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, die fünfjährige Bloomcabin-Garantie für Fenster und Türen im Zusammenhang mit Ihrem konkreten Auftrag sinnvoll einzuordnen.

Einflügelige, nach innen öffnende Balkontürgestaltung

01 / Unterlagen sammeln

Garantie, Vertrag und Kulanz sauber trennen

Eine Garantie ist eine freiwillige Zusage des Garantiegebers. Ihr schriftlicher Wortlaut bestimmt, für welche Elemente oder Eigenschaften sie gilt, welche Voraussetzungen genannt werden und welche Leistung bei einem anerkannten Fall vorgesehen ist. Davon zu unterscheiden sind Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag oder einem Auftrag mit Montage. Auch eine Kulanzlösung ist nicht dasselbe: Sie kann im Einzelfall angeboten werden, ist aber keine im Voraus definierte Deckung. Diese Begriffe getrennt zu betrachten, macht Angebote vergleichbar. Fragen Sie vor der Bestellung deshalb nach der vollständigen Garantieerklärung und lesen Sie diese neben Angebot, Auftragsbestätigung und allfälliger Montagevereinbarung. Ein Werbesatz zur Garantie ersetzt keine präzise Leistungsbeschreibung für Ihre konkrete Bestellung.

Bei Stockwerkeigentum, einem vermieteten Objekt oder einem von einer Bauleitung koordinierten Umbau kommt eine weitere Ebene hinzu: Die Person, die bestellt, ist nicht zwingend jene, die das Element später nutzt oder eine Auffälligkeit meldet. Bestimmen Sie deshalb vor der Freigabe, wer Unterlagen erhält, die Ausführung kontrolliert und im Bedarfsfall mit Lieferant oder Montagebetrieb kommuniziert. Halten Sie Änderungen nicht nur in Sitzungsnotizen fest, sondern lassen Sie die betroffene Bestellposition eindeutig aktualisieren. Wechselt die Zuständigkeit während des Projekts, sollte die vollständige Akte übergeben werden. So bleibt erkennbar, welche Ausführung genehmigt wurde, welche Arbeiten zum Auftrag gehörten und an wen eine sachliche Meldung zu richten ist.

Der genaue Deckungsbereich zählt mehr als die Jahreszahl

Für Bloomcabin-Fenster und -Türen gilt eine Garantie von fünf Jahren. Diese Dauer beantwortet allein noch nicht, was im Einzelfall beurteilt wird. Lesen Sie, ob sich die Zusage auf das ganze Element oder auf ausdrücklich bezeichnete Bestandteile bezieht. Rahmen, Verglasung, Beschläge, Dichtungen, Griffe, Schwellen, feststehende Seitenteile und optionales Zubehör können in Unterlagen unterschiedlich eingeordnet sein. Ebenso wichtig ist die Beschreibung der geschützten Eigenschaft: Geht es um Material, Funktion, Oberfläche oder eine andere konkret genannte Zusage? Notieren Sie offene Punkte vor dem Auftrag. So vermeiden Sie, dass eine angenommene Eigenschaft später nur aus einem Prospektbild oder einer mündlichen Aussage hergeleitet werden soll.

Bei einem einflügeligen, nach innen öffnenden Fenster legt der Produkttitel lediglich Öffnungsart und Flügelzahl fest. Masse, Farbe, Glasaufbau, Beschläge, Griffe, Zubehör und weitere gewählte Optionen müssen aus den Unterlagen Ihrer Bestellung hervorgehen. Das gilt besonders für individuell zusammengestellte Elemente. Legen Sie Angebot und Auftragsbestätigung nebeneinander und prüfen Sie Position für Position: Stimmen Anzahl, Raumzuordnung, Anschlagrichtung, Öffnungsrichtung und Sonderwünsche überein? Fragen Sie, welche Dokumente Teil der Garantiebedingungen werden und ob Abweichungen oder Ergänzungen schriftlich bestätigt sind. Die beste Grundlage für eine spätere Prüfung ist nicht eine möglichst allgemeine Produktbezeichnung, sondern eine nachvollziehbare Beschreibung des tatsächlich gelieferten Elements.

02 / Deckung prüfen

Produkt, Montage und Bauanschluss haben eigene Schnittstellen

Ein Fenster oder eine Tür funktioniert erst im Zusammenspiel mit der Öffnung im Gebäude. Deshalb kann eine sichtbare Auffälligkeit verschiedene Ursachen haben: das Element selbst, die Befestigung, die Abdichtung, ein unebener Untergrund oder eine spätere Arbeit an Boden, Putz, Fassade oder Beschattung. Aus der Lage des Problems lässt sich die Ursache nicht zuverlässig ableiten. Eine Garantie für das Produkt beantwortet daher nicht automatisch Fragen zur Montage oder zum Anschluss an andere Gewerke. Klären Sie beim Einholen von Offerten, wer aufmisst, wer die Einbausituation beurteilt, wer montiert und wer für definierte Anschlussarbeiten zuständig ist. Halten Sie auch fest, ob diese Leistungen im selben Auftrag oder in getrennten Verträgen stehen.

Bei einer grossen Öffnung mit Patio Life Hebe-Schiebetüren können beispielsweise Bodenaufbau, Schwellenbereich und seitliche Anschlüsse wesentlich für die Gesamtfunktion sein. Das sagt noch nichts über einen konkreten Mangel aus, zeigt aber, weshalb ein klar abgegrenzter Auftrag wichtig ist. Bitten Sie die beteiligten Betriebe um eine Zuordnung ihrer Leistungen und bewahren Sie diese bei den Bestellunterlagen auf. Hilfreich ist eine einfache Liste mit Elementnummer, Ort im Gebäude, Lieferant, Montagebetrieb und weiteren Schnittstellen. Werden nach der Montage Arbeiten ausgeführt, fotografieren Sie die Bereiche vorher und nachher. Das ist keine Vorwegnahme eines Garantiefalls, sondern schafft eine sachliche Ausgangslage, falls später geklärt werden muss, wann sich ein Zustand verändert hat.

Ausschlüsse aufmerksam und ohne Vermutungen lesen

Ausschlüsse verdienen dieselbe Aufmerksamkeit wie die zugesagten Leistungen. Sie können etwa Bedingungen zur bestimmungsgemässen Nutzung, Pflege, Veränderungen am Element oder Einwirkungen von aussen betreffen. Entscheidend ist nicht, was bei Fenstern und Türen «üblicherweise» ausgeschlossen sein könnte, sondern was in den für Ihren Auftrag geltenden Bedingungen tatsächlich steht. Markieren Sie Formulierungen, die Sie nicht eindeutig verstehen, und lassen Sie sie vor der Bestellung erläutern. Fragen Sie insbesondere, ob eine Regelung nur ein Bauteil, eine bestimmte Ursache oder das gesamte Element betrifft. Eine verständliche Antwort sollte nicht bloss wiederholen, dass die Garantie «gemäss Bedingungen» gelte, sondern den Bezug zu Ihrer gewählten Ausführung erklären.

Sonderformen machen diese Prüfung besonders sinnvoll. Ein dreieckiges oder schräges Festfenster ist nicht zu öffnen; Fragen zu Flügelbedienung oder Beschlägen stellen sich dort anders als bei einem Drehfenster. Dennoch können Glas, Rahmen, Anschluss und die vereinbarte Ausführung eigenständige Prüfpunkte bleiben. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass die Garantie eines Standardfensters automatisch gleich auf jedes Sonderformat übertragen wird. Fragen Sie nach der Geltung für die konkrete Position, einschliesslich allfälliger Teilungen, Sprossen oder Anschlussdetails. Wenn Sie eine ästhetische Wirkung erwarten, etwa eine sehr gleichmässige Ansicht, halten Sie die vereinbarte Ausführung präzise fest. So lässt sich später zwischen einer zugesagten Eigenschaft, einer Beurteilungsfrage und einer blossen Erwartung unterscheiden.

Verglaste Falttürkonfiguration

03 / Zuständigkeiten klären

Fristbeginn und Nachweise vorab festhalten

Neben der Laufzeit muss klar sein, ab welchem Ereignis sie gerechnet wird und welche Unterlagen im Fall einer Meldung verlangt werden. Suchen Sie diese Angaben nicht erst dann, wenn ein Problem auftaucht. Legen Sie beim Auftrag eine digitale oder gedruckte Projektmappe an: Angebot, Auftragsbestätigung, Rechnung, Lieferbeleg, technische Dokumente, Korrespondenz zu Änderungen und Informationen zur Pflege gehören zusammen. Ergänzen Sie eine Übersicht, welche Bestellposition wo eingebaut wurde. Gerade bei mehreren ähnlichen Fenstern erspart eine Elementnummer spätere Verwechslungen. Falls es eine Übergabe oder Abnahme gibt, notieren Sie Datum, Beteiligte und erkennbare Auffälligkeiten. Ein Protokoll sollte Tatsachen festhalten, nicht schon eine technische Ursache behaupten.

Die Unterlagen dienen nicht nur einer möglichen Reklamation. Sie helfen auch, wenn einzelne Elemente erst später eingebaut werden oder wenn sich der Bauablauf verschiebt. Bei zweiflügeligen, nach innen öffnenden Balkontüren sollte beispielsweise aus der Bestätigung ersichtlich sein, welche Öffnungsrichtung und Konfiguration bestellt wurde und wo das Element vorgesehen ist. Kontrollieren Sie bei der Lieferung, ob Positionen und Mengen erkennbar zur Bestellung passen, ohne Verpackungen oder Bauteile unnötig zu verändern. Bewahren Sie Pflegehinweise auf und notieren Sie, wann ein Element erstmals genutzt wurde, falls dies für Ihre interne Projektübersicht relevant ist. Eine gut geführte Akte ersetzt keine Prüfung der Bedingungen, schafft aber einen geordneten, überprüfbaren Rahmen für die Kommunikation.

Bei der Übergabe funktional und systematisch prüfen

Eine Übergabe ist der beste Zeitpunkt, um sichtbare Punkte geordnet festzuhalten. Arbeiten Sie Raum für Raum und prüfen Sie, ob die richtigen Elemente am vorgesehenen Ort stehen, ob Flügel und Türen nachvollziehbar bedienbar sind und ob offensichtliche Beschädigungen oder fehlende Teile dokumentiert werden müssen. Öffnen und schliessen Sie nicht nur ein Muster, sondern jedes bedienbare Element vorsichtig. Vergleichen Sie Anschlagrichtung, Teilung und sichtbare Ausstattung mit Ihrer Bestellung. Machen Sie Übersichtsaufnahmen der gesamten Öffnung und Detailbilder dort, wo etwas auffällt. Bei laufenden Bauarbeiten kann ein späterer Zustand anders aussehen; eine Datierung und ein kurzer Kommentar zu Ort und Situation machen Fotos wesentlich aussagekräftiger.

Bei nach aussen öffnenden Falttüren lohnt sich eine Prüfung der einzelnen Flügel und der vorgesehenen Bedienabfolge besonders, weil mehrere bewegliche Teile zusammenwirken. Stellen Sie keine eigenmächtigen Einstellungen nach Gefühl ein, wenn etwas nicht plausibel funktioniert. Eine Veränderung kann die spätere Ursachenklärung erschweren. Halten Sie stattdessen fest, welcher Flügel betroffen ist, in welcher Stellung die Auffälligkeit auftritt und ob sie bei der ersten Kontrolle oder erst nach weiteren Bauarbeiten bemerkt wurde. Bitten Sie bei einer festgestellten Abweichung um eine schriftliche Aufnahme ins Übergabeprotokoll oder senden Sie zeitnah eine sachliche Zusammenfassung. Das ist keine Entscheidung über die Deckung, aber eine klare Basis für die weitere Abklärung.

04 / Übergabe dokumentieren

Pflege, Nutzung und Veränderungen nachvollziehbar behandeln

Viele spätere Fragen betreffen nicht einen einzelnen Defekt, sondern die Geschichte eines Elements. Deshalb lohnt es sich, die mitgelieferten Pflege- und Bedienhinweise von Beginn an zu beachten. Verwenden Sie keine ungeeigneten Reinigungs- oder Schleifmittel und lassen Sie nachfolgende Gewerke nicht ohne Schutz an bereits eingebauten Oberflächen arbeiten. Ob und welche Handlungen die Garantie berühren, ergibt sich jedoch aus den geltenden Bedingungen; vermuten Sie keinen Ausschluss, aber versprechen Sie sich auch keine Deckung ohne deren Prüfung. Falls ein Umbau, eine Nachrüstung oder eine zusätzliche Beschichtung geplant ist, fragen Sie vorher schriftlich nach möglichen Auswirkungen. So bleibt die Ausgangskonfiguration nachvollziehbar und eine spätere Beurteilung muss nicht auf Erinnerungen beruhen.

Auch bei Dachfenstern mit Schwingflügel ist es sinnvoll, Bedienung, Reinigung und Zugang im tatsächlichen Einbauumfeld zu planen. Ein Fenster kann korrekt geliefert sein und dennoch im Alltag schwierig erreichbar sein; das ist eine Planungsfrage, die nicht erst bei einer Beanstandung auftreten sollte. Klären Sie, wer regelmässige Pflege ausführen kann und ob Arbeiten im Raum oder am Dach die Elemente berühren könnten. Dokumentieren Sie keine pauschalen Aussagen wie «immer gepflegt», sondern bewahren Sie relevante Hinweise und schriftliche Absprachen auf. Wenn eine Auffälligkeit nach einer Veränderung oder einem Bauabschnitt entsteht, nennen Sie dies bei der Meldung offen. Vollständige Informationen beschleunigen die Ursachenklärung eher als eine vorweggenommene Schuldzuweisung.

Eine Meldung so formulieren, dass sie prüfbar bleibt

Melden Sie eine Auffälligkeit möglichst früh an den vertraglich zuständigen Ansprechpartner und wählen Sie eine schriftliche Form, die sich später wiederfinden lässt. Beschreiben Sie zuerst beobachtbare Tatsachen: Elementnummer oder Raum, Bestellposition, Datum der Feststellung, betroffener Bereich und konkrete Situation. Statt «die Tür ist defekt» ist etwa hilfreicher: «Beim Schliessen berührt der Flügel in einer bestimmten Stellung den Rahmen; das wurde am angegebenen Datum festgestellt.» Fügen Sie Fotos mit Übersicht und Detail bei sowie eine Kopie der relevanten Bestellung oder Auftragsbestätigung. Fordern Sie eine Prüfung an, ohne selbst zu behaupten, ob es sich um einen Produkt-, Montage- oder Anschlussfehler handelt. Das lässt Raum für eine fachliche Beurteilung.

Bei nach aussen öffnenden Haustüren in Paneelausführung können Details wie Türblatt, Rahmen, Griffbereich, Schwelle und Übergang zum angrenzenden Bauteil für die Beschreibung wichtig sein. Fotografieren Sie deshalb das gesamte Element und danach den auffälligen Bereich aus mehreren nachvollziehbaren Distanzen. Notieren Sie, ob die Auffälligkeit dauerhaft oder nur in einer bestimmten Bedienlage erkennbar ist. Vermeiden Sie provisorische Reparaturen, das Entfernen von Teilen oder das Verstellen von Beschlägen, solange die zuständige Stelle keine Anweisung gegeben hat. Ist ein sofortiger Schutz des Gebäudes nötig, dokumentieren Sie die Ausgangslage vor der Massnahme und teilen Sie dies umgehend mit. Ziel der ersten Meldung ist eine geordnete Prüfung, nicht eine technische Ferndiagnose.

Alternative verglaste Falttürkonfiguration

05 / Meldung einreichen

Die vorgesehene Abhilfe und den Aufwand mitlesen

Eine Garantie wird nicht nur durch den gedeckten Gegenstand definiert, sondern auch durch die beschriebene Leistung im anerkannten Fall. Lesen Sie, ob die Bedingungen eine Prüfung, Instandsetzung, einen Ersatz eines Bestandteils oder eine andere Abhilfe vorsehen. Prüfen Sie auch, ob Aussagen zu Aus- und Einbau, Nebenarbeiten oder Folgeschäden gemacht werden. Ergänzen Sie Lücken nicht aus Annahmen. Wenn beispielsweise Ausbau von Verkleidungen, Wiederherstellung eines Bodenbelags oder Arbeiten anderer Gewerke denkbar wären, fragen Sie vor Auftragserteilung nach der vertraglichen Zuordnung. Eine Aussage zur Produktgarantie allein beantwortet solche Schnittstellenthemen nicht. Für einen laufenden Umbau kann diese Klärung ebenso wichtig sein wie die Wahl des Elementtyps.

Bei Festfenstern, die nicht zu öffnen sind ist die spätere Zugänglichkeit ein praktischer Planungsaspekt. Je nachdem, wo ein Element sitzt und welche Innen- oder Aussenverkleidungen vorgesehen sind, kann eine Kontrolle oder Arbeit am Bauteil unterschiedlich aufwendig sein. Planen Sie Zugänge und Reihenfolge der Ausbauarbeiten mit den beteiligten Fachleuten, ohne daraus eine Aussage über eine Garantiepflicht abzuleiten. Fragen Sie im Angebot gezielt: Welche Leistung übernimmt wer, falls ein Element während des Bauablaufs geprüft oder bearbeitet werden muss? Eine schriftliche Schnittstellenklärung ist besonders wertvoll, wenn Lieferant, Montagebetrieb und Ausbauunternehmen getrennt beauftragt werden. Sie verhindert, dass technische und organisatorische Fragen vermischt werden.

Vor dem Kauf mit einem kurzen Garantieraster entscheiden

Vergleichen Sie nicht bloss Dauer und Produktpreis, sondern erstellen Sie für jedes Angebot ein identisches Raster. Erste Spalte: genaues Element mit allen gewählten Optionen. Zweite Spalte: Garantiegeber, Laufzeit und Fristbeginn. Dritte Spalte: ausdrücklich erfasste Teile und Eigenschaften. Vierte Spalte: Voraussetzungen und Ausschlüsse. Fünfte Spalte: vorgesehene Abhilfe. Sechste Spalte: Zuständigkeit für Aufmass, Montage und Anschlüsse. Ergänzen Sie daneben offene Fragen sowie die Stelle, an der eine Antwort schriftlich bestätigt wurde. Dieses Vorgehen hilft auch dann, wenn Sie kein technisches Vorwissen haben: Sie müssen nicht jede Ursache vorhersagen, sondern lediglich sicherstellen, dass wichtige Abgrenzungen vor dem Auftrag besprochen werden.

Bei einem einflügeligen, nach innen öffnenden Balkontür-Element können Sie das Raster unmittelbar anwenden: Ist die konkrete Konfiguration eindeutig bezeichnet? Sind gewählte Optionen dokumentiert? Wer übernimmt welche Arbeit bis zur fertigen Einbausituation? Wo stehen die Garantiebedingungen, und wer bearbeitet eine Meldung? Lassen Sie sich für Ihre Bestellung nur Aussagen bestätigen, die tatsächlich vereinbart werden. Allgemeine Produktbeispiele, Visualisierungen und Gespräche sind nützlich für die Auswahl, ersetzen aber keine Position in der Auftragsbestätigung. Planen Sie zudem genügend Zeit für Rückfragen ein, bevor Sie freigeben. Die Lieferzeit für Fenster und Türen beträgt 4 bis 6 Wochen, vorbehaltlich Auftragsbestätigung. Eine sorgfältige Klärung vor der Freigabe ist daher meist sinnvoller als spätere Korrekturen.

Häufige Fragen

Gilt die fünfjährige Bloomcabin-Garantie automatisch für jedes Problem?

Nein. Bloomcabin gewährt für Fenster und Türen fünf Jahre Garantie, doch die konkrete Beurteilung richtet sich nach den geltenden Bedingungen, der bestellten Ausführung und der Ursache. Lesen Sie den Deckungsbereich, Voraussetzungen und Ausschlüsse. Produkt, Montage, Bauanschluss und spätere Arbeiten können getrennte Verantwortungsbereiche betreffen.

Welche Unterlagen sollte ich für einen möglichen Garantiefall aufbewahren?

Bewahren Sie Angebot, Auftragsbestätigung, Rechnung, Lieferbeleg, technische Unterlagen, Pflegehinweise, Fotos und Korrespondenz geordnet auf. Sinnvoll sind zusätzlich eine Elementliste mit Raumzuordnung sowie ein Übergabeprotokoll. Diese Unterlagen belegen nicht automatisch einen Anspruch, ermöglichen aber eine deutlich präzisere und schnellere Prüfung.

Soll ich einen schwergängigen Flügel selbst einstellen?

Nehmen Sie keine eigenmächtigen Einstellungen oder Reparaturen vor, bevor die zuständige Stelle die Auffälligkeit beurteilen konnte. Dokumentieren Sie stattdessen, wann und in welcher Stellung das Problem auftritt. Bei einer notwendigen Sofortmassnahme sollten Sie den Ausgangszustand fotografieren und den Ansprechpartner unverzüglich schriftlich informieren.

Wer ist mein Ansprechpartner, wenn Lieferung und Montage getrennt vergeben wurden?

Beginnen Sie mit dem Vertragspartner für die Leistung, auf die sich Ihre Meldung bezieht. Schildern Sie die beobachtbare Auffälligkeit ohne Ursachenbehauptung. Falls Produkt, Montage und Anschlüsse von verschiedenen Unternehmen stammen, helfen Ihre Verantwortungsmatrix, Bestellposition und Fotodokumentation bei der richtigen Zuordnung und Weiterleitung.

Kann ich mich bei einer Bestellung auf den Produkttitel verlassen?

Nein. Ein Produkttitel beschreibt nur die benannte Grundkonfiguration, beispielsweise Flügelzahl oder Öffnungsrichtung. Alle weiteren vereinbarten Merkmale müssen in Angebot und Auftragsbestätigung klar stehen. Prüfen Sie daher Masse, Anschlag, Oberflächen, Glas, Zubehör und Sonderwünsche anhand der konkreten Bestellposition, nicht anhand eines Titels allein.

Nächste Schritte

Eine Fenster- oder Türgarantie ist dann wertvoll, wenn sie als prüfbarer Teil Ihres Projekts behandelt wird. Bei Bloomcabin beträgt die Garantie für Fenster und Türen fünf Jahre; für Ihre Entscheidung bleiben jedoch der genaue Wortlaut, die bestellte Ausführung und die Zuständigkeiten im Bauablauf entscheidend. Lesen Sie Deckung und Ausschlüsse vor der Freigabe, trennen Sie Produkt, Montage und Anschlüsse in Ihren Unterlagen und dokumentieren Sie Übergabe sowie spätere Veränderungen. Tritt eine Auffälligkeit auf, melden Sie beobachtbare Fakten schriftlich, fügen Sie Bilder und Bestelldaten bei und vermeiden Sie vorschnelle Eingriffe. So schaffen Sie die beste Grundlage für eine sachliche Prüfung durch den zuständigen Ansprechpartner oder, falls erforderlich, einen qualifizierten Fachmann.

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