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Pflanzenlampen im Gewächshaus: Wann Sie sie brauchen – und wie Sie sie einsetzen

Pflanzenlampen im Gewächshaus: Wann Sie sie brauchen – und wie Sie sie einsetzen
Bloomcabin Feldwissen · Licht nach Mass

Pflanzenlampen im Gewächshaus:
Wann Sie sie brauchen – und wie Sie sie einsetzen

Ein Gewächshaus sammelt bereits Tageslicht. Zusatzbeleuchtung verdient ihren Platz nur, wenn der natürliche Tag für die gewählte Kultur und Saison nachweislich zu kurz, zu schwach oder zu unbeständig ist.

Für anspruchsvolle Hausgärtnerinnen und Hausgärtner in der SchweizZuerst natürliches Tageslicht. Zusatzlicht nur dort, wo es zählt.
01 · Mit der richtigen Frage beginnen

Brauchen Ihre Pflanzen tatsächlich mehr Licht?

Die nützlichste Pflanzenlampe ist nicht die hellste. Sie löst eine konkrete Begrenzung, ohne neue Probleme bei Wärme, Feuchtigkeit, Stromverbrauch oder Kulturzeit zu verursachen.

An einem hellen Schweizer Sommertag kann ein sauberes, unbeschattetes Gewächshaus mehr Licht liefern, als viele Kulturen benötigen; Lüftung und Schattierung sind dann die eigentlichen Aufgaben. Vom späten Herbst bis zum Übergang in den Frühling kehrt sich die Rechnung häufig um. Kurze Tage, tiefer Sonnenstand, Nebel im Mittelland, mehrtägige Bewölkung, Nachbargebäude, Bäume, Dachprofile, verschmutzte Scheiben und Kondensat verringern das nutzbare Licht am Blatt. Ein Raum, der für Menschen freundlich hell wirkt, kann für Tomatenjungpflanzen oder eine frühe Aussaat dennoch zu dunkel sein.

Beobachten Sie die betreffende Kultur vor dem Kauf während sieben bis zehn Tagen. Lichtarme Jungpflanzen wachsen oft lang, weich und einseitig zur hellsten Verglasung; neue Blätter entstehen langsam, Salate bleiben klein und locker. Diese Bilder sind Hinweise, aber keine Beweise. Zu warme Luft, kalte Wurzeln, dicht gestellte Töpfe, nasses Substrat, Nährstoffmangel, Schädlinge oder eine zu frühe Aussaat können ähnlich wirken. Licht über einer kalten, gesättigten Wurzelzone löst das Grundproblem nicht – es macht die Ablenkung lediglich teurer.

Beginnen Sie mit einer einfachen Bestandsaufnahme. Reinigen Sie die Verglasung innen und aussen, kontrollieren Sie Kondensat und vorübergehende Schatten, und notieren Sie, wann Tisch oder Regal hinter Konstruktion und höheren Kulturen liegen. Prüfen Sie ausserdem, ob Temperatur und Luftbewegung genügen, damit Pflanzen zusätzliches Licht überhaupt nutzen können. Standort, Höhe über Meer, Verglasung, Wetterfolge, Kultur und Ernteziel entscheiden gemeinsam. Auch ein nebliger Winter im Mittelland ist deshalb kein automatischer Einschaltbefehl.

«Ein Gewächshaus ist keine Indoor-Farm mit Glaswänden. Sonnenlicht bleibt das wichtigste Material; Elektrizität ist das präzise Werkzeug für die fehlende Menge.»

Wahrscheinlich ein Lichtdefizit Lange Jungpflanzen, gleichmässig schwacher Wuchs einer Gruppe, langsamer Wintersalat oder eine Anzucht, die vor der kräftigeren Frühlingssonne beginnt.
Zuerst andere Ursachen prüfen Kalte Wurzeln, stehende feuchte Luft, Nährstoffungleichgewicht, Staunässe, Platzmangel, Schädlinge oder eine Sorte, die nicht zur Saison passt.
Beleuchtung eher optional Frühlings- und Sommerkulturen in einem klaren, sonnigen Haus, wenn sie kompakt, gesund gefärbt und über die Fläche gleichmässig wachsen.
Beleuchtung gezielt sinnvoll Anzuchttische, Winterkräuter, Blattgemüse, Vermehrung und anspruchsvollere Kulturen, bei denen ein verlässlicher Termin entscheidend ist.

In einem auf Tageslicht ausgerichteten Gewächshaus beginnt die Planung bei Orientierung, freier Verglasung, Dachlüftung, Kulturzonen und flexibel einsetzbarer Schattierung. Das Klassisches Aluminium-Gewächshaus schafft dafür eine ruhige, dauerhafte Grundlage. Dachfenster und wählbare Verglasungen helfen, das Kulturklima über das Jahr abzustimmen. Zusatzlicht gehört in dieses Gesamtsystem; es ersetzt weder gute Tageslichtnutzung noch Lüftung, Wasserführung und eine vernünftige saisonale Kulturwahl.

02 · Begriffe, die Lichtentscheidungen verständlich machen

Intensität × Zeit = die tägliche Lichtmenge der Kultur

PPFD × Stunden
= DLI

Pflanzenlicht-Marketing lässt einen einfachen Zusammenhang oft unnötig rätselhaft erscheinen.PPFD bezeichnet die photosynthetisch nutzbaren Photonen, die in einem Moment auf der Blattebene eintreffen.DLI oder Daily Light Integral bezeichnet die über einen ganzen Tag angesammelte photosynthetische Lichtmenge. Dabei zählen natürliches Tageslicht und elektrisches Zusatzlicht zusammen.

Einfach gesagt kann eine mässige Intensität über längere Zeit ähnlich viel zusätzlichen DLI liefern wie eine hohe Intensität während weniger Stunden. Die Rechnung lautet: PPFD × Beleuchtungssekunden ÷ 1 000 000. Sie ist ein Planungswerkzeug und keine Aufforderung, Leuchten ohne Dunkelphase durchlaufen zu lassen.

PAR
Der für die Photosynthese relevante Strahlungsbereich, auf den sich Messungen für Pflanzenlicht gewöhnlich beziehen. Er ist aussagekräftiger als die vom menschlichen Auge empfundene Helligkeit.
PPF
Der gesamte photosynthetische Photonenstrom einer Leuchte. Er erleichtert Produktvergleiche, sagt aber noch nicht, wie viel Licht die Blätter tatsächlich erreicht.
PPFD
Die Photonenflussdichte auf Pflanzenhöhe, angegeben in µmol/m²/s. Sie verändert sich mit Montagehöhe, Optik, Reflexion und Position innerhalb der beleuchteten Fläche.
Photoperiode
Die tägliche Abfolge von Licht und Dunkelheit. Sie kann die Blütenbildung unabhängig von der insgesamt gelieferten Lichtmenge beeinflussen.
Lumen und Watt
Lumen beschreiben die wahrgenommene Helligkeit, Watt die elektrische Leistungsaufnahme. Keiner der Werte bezeichnet allein die pflanzenwirksame Intensität am Blatt.
Rechenbeispiele für zusätzlichen DLI
100 × 10 h 3,6 mol/m² pro Tag
200 × 8 h 5,76 mol/m² pro Tag
300 × 12 h 12,96 mol/m² pro Tag

Dies sind reine Rechenbeispiele, keine Kulturrezepte. Ein geeigneter DLI hängt von Pflanzenart, Sorte, Entwicklungsstadium, Temperatur, Wachstumsziel und weiteren Kulturbedingungen ab. Ermitteln Sie zuerst anhand einer verlässlichen Kulturinformation den Bedarf und berücksichtigen Sie danach, was Tageslicht, Standort und Verglasung bereits liefern, bevor Sie die elektrische Ergänzung festlegen.

04 · Für die aktuelle Kultur montieren, nicht für die frühere Pflanzenhöhe

Mehr Höhe vergrössert die Fläche.
Gleichmässigkeit bestimmt das Ergebnis.

Wird eine Leuchte höher gehängt, verteilt sich ihr Licht gewöhnlich über eine grössere Fläche, während die Intensität am Bestand sinkt. Näher am Blatt steigt die Intensität, doch es kann eine warme, schmale Mitte mit deutlich schwächeren Rändern entstehen. Der sinnvolle Abstand bleibt deshalb eine bewegliche Beziehung zwischen Leuchtenoptik, Tischbreite und aktueller Wuchshöhe.

Mitte Stärkste Lichtzone
Ränder Geringere Intensität
Überlappung Gleichmässigere Fläche
Blätterdach Höhe nachführen

Nutzen Sie den vom Hersteller angegebenen Montagebereich als Ausgangspunkt. Prüfen Sie die Verteilung wenn möglich mit einem PAR-Messgerät oder einem geeigneten ausgeliehenen Sensor. Messen Sie nicht nur direkt unter der Leuchte, sondern auch zwischen Mitte und Rand sowie an der voraussichtlich dunkelsten Stelle. Neun Messpunkte über einem Tisch ergeben ein wesentlich ehrlicheres Bild als ein einzelner Spitzenwert. Bei grossen Unterschieden können Sie die Leuchte etwas anheben, Lichtfelder überlappen, die Kulturfläche begrenzen oder die Töpfe weniger dicht stellen, bevor Sie einfach die Laufzeit erhöhen.

Jungpflanzen verlangen besondere Aufmerksamkeit. Das Licht soll nahe genug sein, um langes, instabiles Wachstum zu vermeiden, aber nicht so nahe, dass Blätter aufhellen, sich wölben oder durch lokale Wärme austrocknen. Eine höhenverstellbare Seilaufhängung macht das Nachführen einfach. Die Herstellerdokumentation setzt die sicheren Grenzen; Blattstellung, Temperatur und Wuchsform zeigen die Feinabstimmung innerhalb dieses Bereichs.

05 · Laufzeit ist eine Kulturentscheidung, nicht bloss eine Timer-Einstellung

Den Tag vorsichtig verlängern. Die Nacht bewusst bewahren.

Pflanzen folgen einem 24-Stunden-Rhythmus. Zusatzlicht kann die photosynthetisch nutzbare Tagesmenge erhöhen, aber bei unbedachtem Verlängern oder Unterbrechen der Dunkelheit auch die Blütenreaktion einer empfindlichen Kultur verändern.

Jungpflanzen
Blattkulturen
Blühempfindlich
Jungpflanzen: einen gleichmässigen hellen Abschnitt und eine echte Nacht vorsehen.
Blattkulturen: trübe Tagesabschnitte ergänzen, statt aus Gewohnheit zu beleuchten.
Blühende Kulturen: Photoperioden-Reaktion vor Änderungen der Dunkelheit klären.

Blau steht für Dunkelheit, Weizenton für natürliches Tageslicht und Terrakotta für ergänzte Stunden. Diese Bänder sind nur visuelle Beispiele. Kulturspezifische Angaben, Pflanzenreaktion und das lokale Tageslicht haben Vorrang vor jeder pauschalen Timereinstellung. Eine Verlängerung bei Morgendämmerung oder am Abend ist meist übersichtlicher als beiläufiges Licht mitten in der Nacht.

Nov.Beobachten
Dez.–Jan.Prüfen
Feb.Anpassen
MärzReduzieren
Ab AprilNeu prüfen
In Nebellagen und im Mittelland die Tageslichtsumme beobachten.
Das grösste Defizit ist häufig, aber niemals automatisch gegeben.
Das natürliche Licht kehrt ungleichmässig zurück.
Viele Anzuchttische brauchen jetzt weniger Unterstützung.
Saubere Scheiben und Lüftung werden oft wieder wichtiger.

Dieser Rhythmus ist bewusst allgemein. Ein sonniger, schneereicher Hang im Wallis, ein Nebelstandort im Mittelland, ein höher gelegener Garten und ein städtisches Grundstück mit Nachbarbebauung folgen keinem gemeinsamen Lichtkalender. Auch Glas oder Polycarbonat, Dachneigung, Ausrichtung und saisonale Schatten verändern die Ausgangslage. Licht allein beschleunigt zudem keine wärmebedürftige Kultur in einem kalten Haus. Für die räumliche und saisonale Planung bietet das Klassisches Aluminium-Gewächshaus eine vielseitige Grundlage.

06 · Ein Gewächshaus, drei unterschiedliche Ziele

Geben Sie dem Zusatzlicht eine klare Aufgabe.

Jungpflanzen

Ziel: kompakte, kräftige Pflanzen zum passenden Auspflanztermin.

Arbeiten Sie über einem definierten Anzuchttisch mit nahem, gleichmässigem Licht. Kontrollieren Sie Stiellänge, Blattfarbe und Ausrichtung alle paar Tage. Wenn Jungpflanzen vergeilen, prüfen Sie zuerst den Abstand, die tatsächliche Intensität auf Blatthöhe und den Aussaatzeitpunkt. Mehr Stunden korrigieren keine schlecht verteilte Beleuchtung und keine Anzucht, die deutlich zu früh begonnen wurde.

Blattgemüse und Kräuter

Ziel: verlässliche Winterernte mit guter Qualität.

Salate, Basilikum und weitere Kräuter profitieren in der lichtarmen Saison von Konstanz. Eine mässige, gleichmässige Ergänzung über den ganzen Tisch ist oft wertvoller als eine intensive Mitte über einer gemischten Kultur. Mit aktivem Wachstum können Wasser- und Nährstoffumsatz steigen. Prüfen Sie deshalb die Substratfeuchte neu, statt den Giessplan aus der dunkleren Phase unverändert weiterzuführen.

Fruchtkulturen

Ziel: kräftige Jungpflanzen, passende Blüte und guter Fruchtansatz.

Tomaten, Peperoni, Gurken und Auberginen brauchen nicht einfach mehr Lampenstunden. Damit sie zusätzliches Licht verwerten, müssen auch Temperatur, Wurzelraum, Nährstoffversorgung, Luftbewegung, Bewässerung und gegebenenfalls Bestäubung stimmen. Kalte Nächte bleiben trotz heller Tage ein begrenzender Faktor.

Auch das Spektrum ist relevant, aber keine Abkürzung um Intensität und Laufzeit. Eine ausgewogen weisse Gartenbauleuchte eignet sich für viele Aufgaben im privaten Gewächshaus und erlaubt eine natürliche Sichtkontrolle. Spezialisierte Blau-, Rot- oder Fernrotstrategien können Pflanzenreaktionen beeinflussen, verlangen jedoch kulturspezifisches Wissen. Sorgen Sie zuerst für ausreichend nutzbares Licht über der gesamten Blattfläche, einen wiederholbaren Tagesablauf und eine zur Kultur passende Dunkelphase. Zusätzliche Komplexität ist erst sinnvoll, wenn Sie die gewünschte Pflanzenreaktion genau benennen und beurteilen können.

07 · Die verborgenen Kosten eines helleren Tisches

Licht verändert Wärme, Blatttemperatur, Feuchtigkeit und Bewässerung.

Jede Leuchte bringt Energie und damit Wärme in das geschlossene Gewächshaus. LEDs wandeln einen grösseren Energieanteil in Licht um als ältere Technologien, sind aber nicht wärmefrei. Leuchte, Treiber und Kühlkörper verändern das Mikroklima. An einem kalten Morgen kann dies willkommen sein; nach einsetzender Wintersonne kann dieselbe Wärme unnötig werden. Platzieren Sie ein Thermometer auf Höhe des Bestands und verlassen Sie sich nicht allein auf einen Messwert nahe Tür oder Dachfirst.

Mehr Licht kann die Transpiration erhöhen und Töpfe in der beleuchteten Zone schneller austrocknen lassen. Das bedeutet nicht, nach Kalender häufiger zu giessen. Prüfen Sie Substrat, Topfgewicht und Wurzelzustand. Gerade im Winter kann stärkeres oberirdisches Wachstum über einer kühlen, nassen Wurzelzone Schwierigkeiten verursachen. Kontrolliertes Lüften und eine sanfte horizontale Luftbewegung helfen, feuchte, stehende Zonen zwischen dichtem Laub zu vermeiden.

Kondensat verdient dieselbe Aufmerksamkeit. Ein helleres und wärmeres Mikroklima kann Wasserbedarf und Feuchteverteilung verschieben, während eine kalte Ecke lange nass bleibt. Halten Sie Blattflächen möglichst trocken, vermeiden Sie Tropfstellen über der Kultur und geben Sie feuchter Luft einen kontrollierten Weg nach draussen. Ziel ist nicht dauerhaft maximale Lüftung, sondern ein stabiles, pflanzengerechtes Klima innerhalb jeder Kulturzone.

Trockener Anschluss · Schema
Geschützte Anschlusszone

Kabel hoch und sicher führen. Treiber, Steckverbindungen, Timer und Anschlüsse gehören in eine trockene, zugängliche Servicezone. Eine Tropfschlaufe unterhalb der Verbindung verhindert, dass Wasser am Kabel entlang in den Anschluss läuft.

Den Boden frei halten. Führen Sie gewöhnliche Verlängerungskabel nicht durch Pfützen, nasse Wege oder Bereiche, in denen Töpfe und Werkzeuge sie belasten. Verwenden Sie nur für die vorgesehene Umgebung geeignete Komponenten, sorgen Sie für Zugentlastung und halten Sie die Herstellerabstände zu Pflanzen und Materialien ein. Leuchten benötigen eine tragfähige Aufhängung; improvisierte Haken oder ungeeignete Teile der Verglasung sind keine sichere Befestigung.

Elektrische Sicherheit: Ein Gewächshaus ist eine feuchte Umgebung mit Kondensat, Giesswasser und Metallkonstruktion. Verwenden Sie ausschliesslich Leuchten, Netzteile, Kabel und Stecker, die der Hersteller für Ort und Montageart freigibt. Bei neuen Zuleitungen, festen Stromkreisen oder Änderungen an der Hausinstallation ist eine zugelassene Schweizer Elektrofachperson beizuziehen. Niederspannungs-Installationsverordnung und NIN sind für Erstellung, Änderung und Kontrolle massgebend; eine provisorische Haushaltsverlängerung ist keine dauerhafte Gewächshausinstallation.
08 · Nach Beobachtung anpassen

Führen Sie ein kleines Protokoll, bevor das System wächst.

Die beste erste Installation bleibt oft bewusst begrenzt: ein Tisch, eine Kulturgruppe, ein dokumentierter Zeitplan und genügend Beobachtung, um festzustellen, ob Pflanzenreaktion und Ernteziel den zusätzlichen Stromverbrauch tatsächlich rechtfertigen.

Vor der Lichtänderung

Kultur und Stadium
Art, Sorte, Aussaatdatum, Entwicklungsstadium und Pflanzengrösse festhalten.
Natürliche Bedingungen
Tageslicht, Schatten, Sauberkeit der Verglasung, Wetterfolge und Tischposition notieren.
Symptome
Längenwachstum, ungleichmässige Entwicklung, Blattfarbe, langsamen Wuchs oder verspätete Ernte beschreiben.
Umgebung
Temperatur auf Blatthöhe, Substratfeuchte, Kondensat und Luftbewegung protokollieren.

Nach zwei Wochen

Lichteinstellung
Montagehöhe, Laufzeit, Dimmstufe und – falls verfügbar – gemessene PPFD dokumentieren.
Pflanzenreaktion
Blattfarbe, Internodien, Verzweigung, Gleichmässigkeit, Stabilität und Erntezeit miteinander vergleichen.
Wasserreaktion
Veränderte Abtrocknung und Giesshäufigkeit getrennt nach Zonen notieren.
Energieverbrauch
Leistungsaufnahme mit den Betriebsstunden verrechnen und Kosten in CHF dem Kulturwert sowie dem erreichten Ergebnis gegenüberstellen.

Gehen Sie ruhig und reversibel vor. Hellen Blätter auf, wölben sie sich oder entsteht eine harte, warme Mitte, dimmen Sie oder hängen Sie die Leuchte höher und prüfen die Temperatur. Bei ungleichmässiger Fläche verbessern Sie Abstand und Überlappung, bevor Sie die Stunden verlängern. Sobald das Frühlingslicht wieder zuverlässig trägt, verkürzen Sie die Zusatzphase und schalten danach aus. Reagiert eine blühempfindliche Kultur unerwartet, prüfen Sie ihre Photoperiode und stellen eine ungestörte Dunkelphase sicher. Ändern Sie möglichst nur einen Faktor pro Beobachtungszeitraum.

Mit wachsender technischer Ausstattung sollte auch der Raum das System unterstützen. Regale, Schattierung, Dachlüftung, Wege und Bewässerung müssen zur Lichtplanung passen. Möglichkeiten für eine ruhige, anpassbare Gesamtgestaltung zeigt das Klassisches Aluminium-Gewächshaus von Bloomcabin. Ein gutes Gewächshaus bleibt auch bei ausgeschaltetem Licht angenehm, übersichtlich und praktisch zu pflegen.

FAQ · Schweiz

Häufige Fragen vor dem Einbau von Pflanzenlampen

Brauche ich im Schweizer Gewächshaus im Winter immer Zusatzlicht?

Nein, nicht automatisch. Es ist besonders nützlich, wenn eine aktiv wachsende Kultur tatsächlich unter einem Tageslichtdefizit steht: etwa bei der Jungpflanzenanzucht im Spätwinter, bei Blattgemüse, Basilikum, Vermehrung oder einem verbindlichen frühen Pflanztermin. Berücksichtigen Sie zuerst Standort, Wetterfolge, Verglasung, Schatten, Temperatur, Kulturziel und das bereits vorhandene Licht. Für ruhende oder bewusst langsam wachsende Pflanzen ist Zusatzbeleuchtung oft nicht sinnvoll.

Wie viele Stunden soll eine Pflanzenlampe im Gewächshaus laufen?

Dafür gibt es keine universelle Zahl. Planen Sie die gesamte helle Phase aus Tageslicht und Zusatzlicht und beobachten Sie die Pflanzenreaktion. Jungpflanzen werden häufig mit einem längeren, aber begrenzten Tag kultiviert; Blattgemüse und photoperiodisch empfindliche Pflanzen können andere Abläufe verlangen. Eine Zeitschaltuhr sollte einen wiederholbaren Rhythmus und eine echte Dunkelphase sichern. Beginnen Sie mit kulturspezifischen Angaben und den dokumentierten Montagewerten der Leuchte.

Eignen sich weisse Vollspektrum-LEDs für ein Gewächshaus?

Ja. Eine ausgewogen weisse Gartenbau-LED ist für viele Anwendungen im privaten Gewächshaus praktisch. Sie liefert ein breites Spektrum und erleichtert die Kontrolle von Blattfarbe, Schädlingen und Nährstoffzustand. Kaufen Sie jedoch nicht allein wegen des Begriffs «Vollspektrum». Entscheidend sind PPFD-Karte auf Pflanzenhöhe, vorgesehener Montageabstand, Leistungsaufnahme, Effizienz, Eignung für die feuchte Umgebung und gleichmässige Abdeckung der tatsächlichen Kulturfläche.

Soll das Zusatzlicht während der Nacht eingeschaltet sein?

Meist ist es einfacher, den Tag morgens oder abends zu verlängern und eine ununterbrochene Nacht zu bewahren. Eine Nachtunterbrechung ist ein spezialisiertes Verfahren zur photoperiodischen Steuerung bestimmter Kulturen, keine Standardfunktion für jedes Gewächshaus. Pflanzen nutzen Dunkelheit als Teil ihres Entwicklungsrhythmus; manche Blütenreaktionen reagieren besonders empfindlich auf die Tageslänge. Beachten Sie deshalb die Angaben des Saatgut- oder Jungpflanzenanbieters.

Kann ich Pflanzenlampen an ein Verlängerungskabel anschliessen?

Eine lose Haushaltsverlängerung ist besonders bei Kondensat, Bewässerung und regelmässigem Fussverkehr keine geeignete Dauerinstallation. Verwenden Sie für die Umgebung und Montage freigegebene Betriebsmittel, trockene und geschützte Verbindungen, Zugentlastung sowie die erforderlichen Schutzmassnahmen. Kabel gehören nicht auf nasse Bodenwege. Für feste Anschlüsse, neue Leitungen oder Änderungen an der Hausinstallation ist eine zugelassene Schweizer Elektrofachperson erforderlich. Herstellerangaben und geltende Schweizer Installationsregeln haben immer Vorrang.

Quellen und weiterführende Lektüre

Vertiefen Sie Lichtplanung, Kulturführung und Sicherheit.

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