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Grosse Fenster: Gewicht, Tragwerk und Montagezugang

Grosse Fenster: Gewicht, Tragwerk und Montagezugang

Planung grosser Fenster

Eine grosse Fensteröffnung kann den Charakter eines Umbaus oder Neubaus prägen. Sobald die Planung von der Ansicht zur Bestellung übergeht, wird sie jedoch zu einer Koordinationsaufgabe: Das konkrete Element muss zur Öffnung passen, sein Gewicht muss entlang eines realistischen Weges bewegt werden können, und der Baukörper muss Lasten sowie Befestigung aufnehmen können. Gerade bei einer Zufahrt mit Gefälle, einer Wohnung im Obergeschoss, einem Innenhof oder einer bereits weit fortgeschrittenen Sanierung sind diese Punkte nicht nachträglich lösbar. Eigentümerschaft, Fachplanung, Montagebetrieb und Anbieter sollten deshalb vor der Produktionsfreigabe dieselben bestätigten Masse, die Elementaufteilung und den Montageablauf kennen. Wer den Umfang der Offerte sauber abgrenzt, vermeidet zudem, dass Hebetechnik, Schutzmassnahmen, Zwischenlagerung oder Zusatzarbeiten stillschweigend als enthalten angenommen werden.

Rundes Festfenster in der Fassadenansicht

01 / Fensteridee festlegen

Mit einer ausführbaren Fensteridee beginnen

Ein grosses Fenster sollte zuerst als Nutzungssituation beschrieben werden: Soll es vor allem Licht und Blick schaffen, eine Terrasse erschliessen, lüften oder einen Raum optisch erweitern? Diese Prioritäten entscheiden darüber, ob ein ruhiges Festfeld, ein beweglicher Flügel oder eine Kombination sinnvoll ist. Ein Festfenster ohne Öffnungsfunktion kann eine klare, grosszügige Glasansicht schaffen, wenn an dieser Stelle weder Lüftung noch Durchgang benötigt werden. Seine fehlenden Beschläge machen es aber nicht automatisch zur einfachen Montagevariante. Gerade eine grosse zusammenhängende Scheibe kann das schwerste und unhandlichste Teil einer Fensterfront sein. Notieren Sie deshalb neben der gewünschten Gesamtansicht immer auch, welche Ansichten oder Funktionen bei einer Aufteilung verloren gingen oder gewonnen würden.

Übersetzen Sie den Entwurf anschliessend in eine kurze Projektbeschreibung, die alle Beteiligten gleich verstehen. Halten Sie Raumseite, Geschoss, gewünschte Öffnungsfunktion, ungefähre Einbauebene und wichtige Sichtachsen fest. Auch eine Sonderform sollte als konkrete Geometrie statt als dekorative Idee behandelt werden. Ein rundes Festfenster ohne Öffnungsfunktion kann beispielsweise einen gezielten Blickpunkt schaffen; für Anfrage und Aufmass werden dennoch Durchmesser, Wandaufbau, Einbaulage und erreichbarer Montagebereich benötigt. Ergänzen Sie eine Prioritätenliste: Was muss unverändert bleiben, und wo wären Teilung, Format oder Öffnungsart anpassbar? Diese Reihenfolge hilft, bei einem Zugangs- oder Tragwerksproblem eine bewusste Alternative zu wählen, statt unter Zeitdruck sämtliche Eigenschaften gleichzeitig zu verändern.

Das Gewicht des einzelnen Lieferteils erfragen

Für die Montage zählt nicht das Gesamtgewicht einer ganzen Fensteranlage, sondern das Teil, das tatsächlich vom Fahrzeug abgeladen, durch einen Zugang geführt, angehoben und millimetergenau eingesetzt wird. Bitten Sie für die definitive Ausführung um Gewicht und Aussenmasse jedes Lieferteils. Fragen Sie zusätzlich nach der vorgesehenen Transportlage, nach dem Schwerpunkt, nach Verpackungsmassen und danach, ob Rahmen und Verglasung zusammen oder getrennt gehandhabt werden. Erst diese Angaben erlauben dem Montagebetrieb, Geräte, Tragweg und Personal sinnvoll einzuplanen. Werte aus einer frühen Skizze oder aus einem ähnlich grossen Projekt reichen nicht, weil Glasaufbau, Teilung und Beschläge die Handhabung verändern können.

Ein grosses bewegliches Element verlangt eine andere Betrachtung als ein festes Feld. Bei einer Patio Life Hebe-Schiebetür müssen beispielsweise nicht nur die Lieferteile zum Einbauort gelangen; auch Öffnungsbereich, Schwelle und spätere Bedienung gehören zur abgestimmten Planung. Lassen Sie sich nicht mit einer pauschalen Aussage wie «schwer» oder «gross» zufriedengeben. Die entscheidende Frage lautet: Welches Teil ist am schwersten, in welcher Orientierung wird es bewegt, und welche Hilfsmittel sind für genau diesen Weg vorgesehen? Halten Sie die bestätigten Daten zusammen mit der Bestellkonfiguration ab. Bei späteren Änderungen an Format, Verglasung oder Aufteilung muss diese Abklärung erneut erfolgen.

02 / Elementdaten bestätigen

Tragwerk und Befestigung nicht mit dem Rahmen verwechseln

Der Fensterrahmen schliesst die Öffnung, ersetzt aber kein Tragwerk. Lasten aus Bauteilen oberhalb der Öffnung, Bewegungen des Gebäudes und Einwirkungen auf die Fassadenebene müssen in der Planung des umgebenden Baukörpers berücksichtigt werden. Eine breite neue Öffnung in einer bestehenden Wand ist daher nicht bloss ein Ausbauauftrag. Bestehende Stürze, Deckenränder, Pfeiler, Mauerwerk, Holzbau- oder Stahlbauteile sowie ihre tatsächliche Situation gehören auf die Unterlagen der zuständigen Fachplanung. Diese beurteilt auch, welche Angaben für die konkrete Befestigung und die Anschlussausbildung erforderlich sind. Werden bestehende Bauteile erst nach dem Rückbau vollständig sichtbar, sollte die Planung einen klaren Prüf- und Freigabepunkt vorsehen, bevor Masse oder Befestigungsdetails endgültig bestätigt werden.

Für die Offertanfrage helfen eine bemasste Ansicht, Schnitte durch Brüstung und Sturz, Fotos innen und aussen sowie Angaben zu Wandaufbau und geplanter Einbauebene. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer konstruktiven Aussage zur Öffnung und einer Aussage des Fensteranbieters zum Produkt. Fragen Sie deshalb klar, wer welche Planung übernimmt: Wer prüft die tragende Situation, wer definiert Befestigungspunkte, wer verantwortet Abdichtungsanschlüsse, und wer koordiniert Änderungen auf der Baustelle? Fehlen diese Zuständigkeiten, kann ein passendes Fensterelement dennoch zu einer ungeklärten Einbausituation führen. Halten Sie zudem fest, welche Unterlagen der Montagebetrieb vor Arbeitsbeginn erhalten muss. So bleiben Entscheidungen zu Untergrund, Befestigung und Anschluss nicht als mündliche Annahmen zwischen mehreren Unternehmen hängen.

Die Öffnung als dreidimensionalen Einbauort aufnehmen

Das lichte Rohbaumass allein beschreibt eine Fensteröffnung unvollständig. Für den Einbau sind unter anderem Breite und Höhe an mehreren Stellen, Tiefe, Rechtwinkligkeit, Ebenheit, Einbauebene, Brüstung und Sturz relevant. Dazu kommen angrenzende Schichten wie Innenbekleidungen, Fassadendämmung, Abdichtung und fertige Bodenaufbauten. Nehmen Sie nicht nur eine Zahl aus dem Entwurf in die Bestellung auf. Ein fachgerechtes Aufmass erfolgt an der tatsächlichen Situation und muss mit der geplanten Anschlusslösung zusammenpassen. Besonders in Sanierungen können verdeckte Bauteile oder ungleichmässige Laibungen die ursprüngliche Annahme verändern. Vermerken Sie auf jeder Massskizze, ob sie den Rohbau, eine bestehende Verkleidung oder eine geplante Fertigoberfläche zeigt. Sonst können identische Zahlen unterschiedliche Bezugspunkte bezeichnen.

Bei bodentiefen Elementen ist die Beziehung zwischen Innenboden, Aussenbelag und Schwelle früh zu klären. Ein später geänderter Aufbau kann Höhen, Entwässerungskonzept und Anschlussdetails beeinflussen. Zeichnen Sie auch feststehende Hindernisse ein: Heizkörper, Leitungen, Fensterbänke, Stützen, Möbel oder aussenliegende Geländer. Bei einer Schiebetür ist zusätzlich zu prüfen, wo sich die beweglichen Teile im geöffneten Zustand befinden und welche Bereiche für Montage und spätere Nutzung frei bleiben müssen. Das Ziel ist keine Überplanung durch die Eigentümerschaft, sondern eine vollständige Grundlage für jene Fachleute, die die Ausführung konkretisieren. Stimmen Planmass und Baustellenmass nicht überein, muss vor der Freigabe geklärt werden, ob Öffnung, Element oder Anschlussaufbau angepasst wird und wer die Änderung dokumentiert.

Fenster mit Festfeld und unterteiltem Öffnungsflügel

03 / Tragwerk abstimmen

Den Lieferweg wie eine eigene Planung behandeln

Der kürzeste Weg zur Fassade ist nicht automatisch der nutzbare Weg. Gehen Sie den gesamten Weg ab: Zufahrt, Abladepunkt, Durchfahrt, Hof, Treppe, Rampe, Hausgang, Balkon oder Gerüstbereich. Messen Sie Engstellen in Breite und Höhe, dokumentieren Sie Richtungswechsel, Stufen, Gefälle und weichen Untergrund. Prüfen Sie ebenso, ob während der Anlieferung andere Gewerke, Container oder Gerüste den Zugang beanspruchen. Fotos aus Blickrichtung des Transports und eine einfache Skizze mit Massen geben dem Montagebetrieb wesentlich mehr als die Aussage, die Baustelle sei «gut erreichbar». Notieren Sie auch zeitlich veränderliche Bedingungen, etwa Baugruben, provisorische Geländer oder eine Zufahrt, die später durch Umgebungsarbeiten schmaler wird.

Ein Element kann durch eine Türöffnung passen, sich aber wegen einer engen Kurve oder einer niedrigen Decke nicht drehen lassen. Umgekehrt kann eine direkte Einbringung über die Fassade möglich sein, wenn die entsprechende Stellfläche und ein geeigneter Hebevorgang rechtzeitig organisiert werden. Welche Lösung in Frage kommt, entscheidet die beauftragte Montage- und Fachplanung anhand der konkreten Baustelle. Klären Sie in der Offerte, ob Abladen, Wegtransport, Hebetechnik, Einsetzen und Entsorgung der Verpackung zum Umfang gehören oder separat koordiniert werden. So entstehen keine Lücken zwischen Lieferung und Einbau. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur das unverpackte Element: Schutzrahmen, Transportgestell und die für ein sicheres Manöver benötigten Abstände können den effektiven Platzbedarf vergrössern.

Teilung als dauerhafte Gestaltungsentscheidung abwägen

Eine Teilung kann die grösste Einheit verkleinern und damit Transport sowie Einbau erleichtern. Dafür entstehen zusätzliche Rahmenlinien, Fugen und möglicherweise Pfosten. Das verändert den Blick nach draussen, den Lichteinfall und die Fassadenordnung dauerhaft. Vergleichen Sie Varianten nicht nur als Gesamtmass, sondern mit den Einzelmassen aller Felder. Legen Sie die Zeichnung über wichtige Bezugslinien: Terrassenkante, Innenwand, Kücheninsel, Sitzplatz oder markante Punkte der Aussicht. Eine Teilung, die auf dem Plan kaum auffällt, kann aus der üblichen Sitzposition sehr präsent sein. Prüfen Sie deshalb mindestens eine Innenansicht aus Augenhöhe und eine Fassadenansicht. So lässt sich erkennen, ob eine Rahmenlinie genau vor dem wichtigsten Blickbereich liegt oder eine vorhandene Gebäudeachse sinnvoll aufnimmt.

Eine Kombination aus einem festen und einem öffnenden Bereich kann die Nutzungsanforderungen gezielter erfüllen als ein einzelner sehr grosser Flügel. Ein Kombi-Fenster ist als Produktart ein Ausgangspunkt für solche Überlegungen; die tatsächliche Aufteilung und Handhabung müssen dennoch anhand der bestätigten Ausführung beurteilt werden. Fragen Sie auch, wie die einzelnen Bereiche gereinigt, beschattet und bei Bedarf später erreicht werden. Eine Teilung nur als Rettung in letzter Minute zu behandeln, führt häufig zu einem Kompromiss, der weder die Ansicht noch die Baustellenlogistik überzeugend löst. Lassen Sie jede Variante mit eindeutig bezeichneten Fest- und Öffnungsfeldern darstellen, damit eine gestalterische Skizze nicht versehentlich als vollständige Funktionsbeschreibung gelesen wird.

04 / Zugang prüfen

Öffnungsart und Bedienung vor dem Einbau entscheiden

Bei grossen Flügeln beeinflusst die Öffnungsart mehr als die Fassade. Nach aussen öffnende Elemente beanspruchen Aussenraum, nach innen öffnende Elemente benötigen freien Innenraum; Schiebe- und Faltsysteme folgen wiederum eigenen Bewegungsabläufen. Prüfen Sie die reale Möblierung, Vorhänge, Sonnenschutz, Geländer und den Weg auf die Terrasse. Ein grosser Flügel kann zwar eine gewünschte Öffnung schaffen, aber im Alltag unpraktisch sein, wenn sein Bewegungsbereich ständig verstellt wird. Zeichnen Sie den Öffnungsbogen oder die Verschieberichtung im Grundriss ein, statt ihn nur gedanklich anzunehmen. Betrachten Sie ausserdem den Bedienstandort: Die Person muss Griff oder Bedienelement erreichen und den Bewegungsablauf ausführen können, ohne zwischen Möbeln, Stufen oder anderen Flügeln eingeklemmt zu werden.

Für eine breite Öffnung können nach aussen öffnende Falttüren eine Alternative sein, wenn mehrere bewegliche Flügel zur gewünschten Nutzung passen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie für jede Fassade oder jeden Zugang die beste Wahl sind. Zu prüfen bleiben Teilung, Bedienablauf, Stapelbereich und die Einbringung der einzelnen Elemente. Entscheidend ist, ob die Lösung den Raum im Normalbetrieb unterstützt und nicht nur am Tag der Besichtigung eindrucksvoll wirkt. Besprechen Sie die konkrete Bedienbarkeit mit dem Anbieter anhand der vorgesehenen Masse und nicht anhand eines allgemeinen Produktbildes. Legen Sie auch fest, welche Öffnungsstellung im Alltag tatsächlich gebraucht wird; eine vollständige Öffnung und eine kurze Lüftungssituation stellen unterschiedliche Anforderungen an Raum und Bedienung.

Montagefläche und Bauablauf schützen

Ein grosser Glaseinsatz braucht nicht nur einen Weg, sondern auch eine vorbereitete Zone am Ziel. Der Bereich vor und hinter der Öffnung muss für Geräte, Monteure und das kontrollierte Ausrichten verfügbar bleiben. Frisch verlegte Böden, fertige Fassadenflächen, empfindliche Beläge und nicht geschützte Kanten können den Ablauf stark einschränken. Stimmen Sie die Reihenfolge daher mit Innenausbau, Gerüst, Fassadenarbeiten, Elektroinstallationen und Aussenanlagen ab. Eine Baustelle, die optisch fast fertig aussieht, ist nicht zwingend bereit für ein schweres Element. Es kann sinnvoll sein, gewisse Schutz- oder Abschlussarbeiten erst nach dem Fenstereinbau vorzusehen. Definieren Sie vorab, wer Schutzplatten, Kantenschutz oder Absperrungen bereitstellt und wer nach der Montage kontrolliert, ob angrenzende Arbeiten beginnen können.

Sprechen Sie vorab über eine mögliche Zwischenlagerung. Wo steht das Element trocken, standsicher und ohne den Arbeitsweg zu blockieren, falls Lieferung und Einbau nicht unmittelbar aufeinanderfolgen? Wer kontrolliert bei Übergabe sichtbare Schäden oder fehlende Teile, und wann wird dies dokumentiert? Klären Sie auch die Zuständigkeit für das Freihalten der Zufahrt am Liefertag. Der Lieferzeitraum für Fenster und Türen beträgt bei Bloomcabin 4–6 Wochen, vorbehaltlich der Auftragsbestätigung. Das ersetzt keine detaillierte Terminplanung: Der Montagetermin sollte erst verbindlich koordiniert werden, wenn Aufmass, Produktionsfreigabe und Baustellenbereitschaft zusammenpassen. Planen Sie zusätzlich einen Entscheidungsweg für den Fall, dass Öffnung, Wetterlage oder Zugang am vorgesehenen Tag nicht der abgestimmten Situation entsprechen.

Kombinationsfenster in traditioneller Gestaltung

05 / Montage freigeben

Sonderformen und historische Ansichten gezielt planen

Schräge, runde oder halbkreisförmige Verglasungen können eine Fassade prägen, verlangen aber besonders präzise Angaben zur Geometrie und zur Einbringung. Bei dreieckigen und schrägen Festfenstern ist die Form nicht bloss eine Zeichnungsfrage: Die grösste Abmessung, die Schutzverpackung, die Transportlage und der Ansatzpunkt für das Handling sind für die konkrete Ausführung zu klären. Nehmen Sie bei Sonderformen immer eine bemasste Ansicht und einen Schnitt in die Anfrage auf. Freiformen sollten nicht aus einem Foto oder einer ungefähren Skizze bestellt werden, weil kleine Missverständnisse an Anschlüssen und Sichtkanten erheblich werden können. Kennzeichnen Sie Bezugskanten, Innen- und Aussenseite sowie die gewünschte Orientierung eindeutig, damit eine gespiegelte Darstellung nicht unbemerkt in die Bestellung gelangt.

In älteren Gebäuden spielt neben dem Format häufig die Gliederung eine zentrale Rolle. Ein Drehfenster «Kombi» im historischen Stil, nach aussen öffnend verbindet eine bestimmte Gestaltungsrichtung mit einer Öffnungsfunktion, doch seine endgültigen Einzelmasse und die Einbausituation bleiben projektspezifisch. Stimmen Sie Sprossen, Flügelaufteilung und Anschlagseite mit vorhandenen Fassadenachsen ab. Gleichzeitig muss der Montagebetrieb wissen, welche Teile bewegt werden und wo die empfindlichen Sichtflächen geschützt werden. Gestaltung und Montage dürfen bei einer Sonderlösung nicht getrennt nacheinander entschieden werden. Dokumentieren Sie auch, ob dargestellte Sprossen glasteilend oder anders ausgeführt werden sollen; eine rein optische Ansicht reicht für die eindeutige Bestellung nicht aus. Vorhandene Fenster können als gestalterische Referenz dienen, ersetzen aber weder Aufmass noch technische Abklärung.

Eine vergleichbare Offerte und eine klare Freigabe schaffen

Eine verwertbare Offerte beschreibt mehr als Breite, Höhe und Farbe. Sie sollte die konkrete Elementkonfiguration, Stückzahlen, Öffnungsrichtungen, Glas- und Teilungsangaben, Masse, Lieferumfang und abgegrenzte Leistungen nachvollziehbar festhalten. Ergänzen Sie die Anfrage um die Baustellendokumentation und fragen Sie explizit nach Annahmen. Ist die Montage enthalten? Wer stellt Hebetechnik? Sind Aufmass, Abdichtungsarbeiten, innere und äussere Anschlüsse, Schutzmassnahmen oder Demontage bestehender Elemente im Umfang? Offerten sind nur dann sinnvoll vergleichbar, wenn sie auf derselben Einbausituation beruhen. Trennen Sie einmalige Baustellenleistungen von den eigentlichen Elementpositionen. So erkennen Sie, ob ein tieferer Gesamtbetrag lediglich darauf beruht, dass Abladen, Kran, Gerüst oder Abschlussarbeiten nicht berücksichtigt wurden.

Vor der Produktionsfreigabe empfiehlt sich ein kurzer gemeinsamer Abgleich mit Eigentümerschaft, Anbieter, Montagebetrieb und verantwortlicher Fachplanung. Prüfen Sie dabei die endgültigen Masse, das schwerste Teil, das Tragwerkskonzept, den Transportweg, die Baustellenreife und Zuständigkeiten. Änderungen sollten schriftlich in die Konfiguration einfliessen, nicht nur in Baustellengesprächen bleiben. Bloomcabin gewährt auf Fenster und Türen 5 Jahre Garantie. Eine Garantie ersetzt jedoch keine vorangehende Prüfung von Tragwerk, Anschlüssen und Zugang. Die sorgfältige Freigabe ist der Punkt, an dem aus einer schönen Fensteridee ein bestellbares, koordinierbares Bauteil wird. Versehen Sie Zeichnungen und Freigaben mit einem eindeutigen Stand, damit nicht versehentlich eine frühere Aufteilung oder ein überholtes Mass produziert wird.

Häufige Fragen

Macht eine Fensterteilung grosse Fenster immer einfacher zu montieren?

Sie kann die Masse und das Gewicht des schwersten Einzelteils reduzieren. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Rahmenlinien, Anschlüsse und unter Umständen andere Bedienabläufe. Ob sie den Montageweg tatsächlich verbessert, hängt von der endgültigen Konfiguration und den Engstellen vor Ort ab. Vergleichen Sie daher Einzelmasse, Ansicht und Nutzung gemeinsam.

Reicht es, das Gesamtgewicht der Fensterfront zu kennen?

Nein. Für Abladen, Transport und Einsetzen ist das schwerste einzelne Lieferteil entscheidend. Fragen Sie nach Gewicht, Aussenmassen, Verpackung, Transportstellung und vorgesehener Handhabung jedes Teils. Diese Informationen braucht der Montagebetrieb, um den Ablauf für die konkrete Baustelle beurteilen und vorbereiten zu können.

Wer prüft, ob eine breite Öffnung tragfähig ist?

Die Beurteilung des Tragwerks und der erforderlichen konstruktiven Massnahmen gehört zu dafür qualifizierten Fachleuten. Der Fensteranbieter benötigt deren Vorgaben für die konkrete Einbausituation. Gerade bei neuen oder vergrösserten Öffnungen in bestehenden Wänden sollte diese Abklärung erfolgen, bevor das Element definitiv bestellt wird.

Wann sollte der Montagezugang besichtigt werden?

Möglichst vor der verbindlichen Bestellung und nochmals vor dem Einbau, falls sich die Baustelle verändert hat. Der Weg vom Fahrzeug zur Öffnung, Stellflächen, Höhen, Kurven, Untergrund und andere Gewerke müssen in die Planung einfliessen. Spätes Improvisieren kann Auswahl und Terminablauf unnötig einschränken.

Was gehört in eine Anfrage für ein grosses Fenster?

Senden Sie bemasste Ansichten und Schnitte, Fotos innen und aussen, Angaben zum Wand- und Bodenaufbau sowie eine Skizze des Lieferwegs. Benennen Sie die gewünschte Funktion und Teilung. Fragen Sie zudem nach dem Leistungsumfang für Aufmass, Lieferung, Hebetechnik, Montage, Anschlüsse und Schutzmassnahmen.

Nächster Schritt

Grossformatige Fenster werden nicht allein über die Glasfläche entschieden. Eine gute Bestellung verbindet die gewünschte Raumwirkung mit bestätigten Daten zum schwersten Lieferteil, einer geprüften tragenden Einbausituation und einem realistischen Montageweg. Prüfen Sie Varianten mit und ohne Teilung immer auch aus der normalen Nutzungsperspektive: Aussicht, Öffnung, Reinigung und Möblierung bleiben lange sichtbar, während die Montage nur kurz dauert. Mit vollständigen Plänen, aktuellen Baustellenfotos und klaren Zuständigkeiten können Anbieter, Montagebetrieb und Fachplanung offene Punkte vor der Freigabe zusammenführen. So wird der Umfang der Offerte nachvollziehbar und das grosse Fenster lässt sich als Teil des gesamten Bauablaufs planen.

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