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Knoblauch im Gewächshaus anbauen

Knoblauch im Gewächshaus anbauen

Der Gewächshaus-Almanach · Kultur 11

Knoblauch im Gewächshaus anbauen

Ein guter Knoblauch entsteht nicht durch fortwährende Wärme. Er entsteht, wenn Kälte, Wurzelbildung, Blattmasse, Tageslänge, trockene Abreife und geduldige Trocknung in der richtigen Reihenfolge zusammenspielen – und das Gewächshaus diese Abfolge mit zurückhaltender Präzision begleitet.

Behandeln Sie das Gewächshaus als Wetterredaktion, nicht als ewigen Sommer. Es schützt das Beet vor Dauerregen, verbessert die Zugänglichkeit und erlaubt kontrolliertes Giessen und Lüften. Die zur Sorte passende Kältephase bleibt dennoch wesentlich, damit sich später eine volle, deutlich gegliederte Knolle bildet.

01 · Der Grundsatz

Knoblauch unter Glas gelingt, wenn das Haus seinen Jahresrhythmus schützt, ohne jenen Winter auszulöschen, der die spätere Knollenbildung anstösst.

Knoblauch wirkt im Hausgarten unkompliziert: Aus einer gesunden Zehe wächst eine neue Pflanze. In der zeitlichen Abfolge ist die Kultur jedoch anspruchsvoll. Zuerst muss die Zehe Wurzeln bilden und sich verankern, danach Blattmasse aufbauen. Viele Sorten benötigen dazwischen ausreichend Kühle. Erst steigende Temperaturen und länger werdende Tage führen die Pflanze zur Zehenteilung und Reife.

Deshalb ist ein dauerhaft beheiztes Gewächshaus selten die beste Ausgangslage. Gleichmässige Wärme kann üppiges, weiches Laub fördern und zugleich den erforderlichen Kältereiz abschwächen. Ein unbeheiztes, gut belüftbares Haus ist meist wertvoller: Es hält Dauerregen vom Beet fern, ermöglicht kontrollierte Bewässerung und schafft einen geschützten Arbeitsraum, ohne die jahreszeitliche Temperaturentwicklung vollständig zu glätten.

Beginnen Sie bei der Sorte. Hardneck-Typen wie Purple Stripe, Rocambole oder Porcelain sind für kühlere Schweizer Lagen häufig interessant und bilden meist einen essbaren Schaft. Softneck-Typen tragen gewöhnlich mehr Zehen, lassen sich flechten und bleiben bei guter Trocknung oft länger lagerfähig. Die Kategorie allein genügt jedoch nicht: Entscheidend sind eine ausgewiesene Sorte, ihre Herkunft und eine nachvollziehbare Klimareferenz des Anbieters.

Wenn Sie den Innenraum für kühle Saisonkulturen planen, betrachten Sie auch das Klassisches Aluminium-Gewächshaus als Teil des Anbauplans. Knoblauch profitiert von einem Bodenbeet oder tiefen Hochbeet, einem freien Pflegegang und Dachfenstern, die an sonnigen Winter- und Frühlingstagen rasch geöffnet werden können. Ein Randbeet hält die zentrale Fläche für Jungpflanzen und spätere Sommerkulturen verfügbar.

Vor dem PflanzenPflanzgut wählen
Kühle JahreszeitWurzeln und Kälte
FrühlingBlätter aufbauen
Lange TageKnollen bilden
Früher SommerErnten und trocknen

Verstehen Sie diese Folge als Kultur-Uhr, nicht als starren Monatskalender. Am Anfang stehen grosse, feste und gesunde Zehen. Kühle Erde und angemessene Feuchte fördern die Wurzelbildung; eine sortengerechte Kälteperiode bereitet die spätere Knollenentwicklung vor. Das Frühlingslaub liefert anschliessend Energie für die Zehenteilung. Zum Schluss unterstützen weniger Wasser, trockene Luft und eine sorgfältige Ernte die Lagerfähigkeit.

Fachliche Anbauhinweise betonen das Zusammenspiel von Kälte, Temperatur und Tageslänge. Die Royal Horticultural Society nennt für viele Sorten als allgemeine Orientierung ein bis zwei Monate bei ungefähr 0–10 °C. Der tatsächliche Bedarf hängt jedoch von Sorte, Herkunft, Lagerung des Pflanzguts und Standort ab. Verwenden Sie diesen Bereich deshalb als Planungsrahmen, nicht als universelle Anleitung für eine improvisierte Kühlschrankbehandlung.

Mittelland
Im unbeheizten Gewächshaus ist eine Herbstpflanzung häufig gut möglich. Halten Sie das Haus im Winter nicht dauerhaft geschlossen, sondern lüften Sie bei Sonne frühzeitig. Eine leichte, atmungsaktive Abdeckung kann angekündigte Frostnächte abpuffern, ohne den Winterreiz auszuschalten. Entfernen Sie sie wieder, sobald kräftige Sonne oder eingeschlossene Feuchtigkeit zum Problem werden.
Voralpen und Höhenlagen
Hier reicht die natürliche Kälte meist aus. Schwieriger sind lange Bodenfeuchte, Schneeschmelze und ein verspätet bearbeitbarer Gartenboden. Ein erhöhtes Beet unter Glas verbessert Abfluss, Erwärmung und Zugang. Achten Sie dennoch darauf, dass die geschützte Erde nicht durch häufiges Giessen dauerhaft kalt und nass bleibt.
Tessin und warme Lagen
Wählen Sie Sorten mit nachvollziehbarem Kältebedarf und fragen Sie den Anbieter nach geeignetem Pflanzgut. Eine professionelle Vorkühlung kann sinnvoll sein; eine beliebige Kühlschranklagerung ist kein Ersatz für sortenspezifische Angaben. Lüften Sie sonnige Häuser früh, damit sich über mehrere Tage kein übermässig warmer, feuchter Bereich bildet.

Anatomie der Pflanzzehe

Hülle
Spitze nach oben
Wurzelseite nach unten

Schutzhülle. Lassen Sie die papierartige Haut der Zehe unversehrt. Sie schützt das Pflanzmaterial vor Austrocknung, Druckstellen und unnötigen Verletzungen.

Triebspitze. Das schmal zulaufende Ende zeigt nach oben, damit der Austrieb auf direktem Weg zur Oberfläche wächst.

Basalplatte. Das flache Wurzelende zeigt nach unten und erhält unmittelbaren Kontakt zur frischen, krümeligen Erde.

03 · Das Pflanzgut

Wählen Sie die Knolle, bevor Sie das Beet wählen.

Mit dem Pflanzgut treffen Sie die erste Entscheidung zur Pflanzengesundheit. Kaufen Sie sortenechten Knoblauch, der ausdrücklich zur Pflanzung angeboten wird, statt beliebige Küchenknollen aus dem Supermarkt zu setzen. Diese können für Ihren Standort ungeeignet sein oder Krankheiten einschleppen. Wählen Sie feste, volle Knollen mit trockenen Hüllen. Weiche, schrumpelige, beschädigte oder nach Schimmel riechende Exemplare gehören nicht ins Beet.

Hardneck
Für kühlere Schweizer Regionen häufig eine interessante Wahl. Hardneck-Knoblauch bildet gewöhnlich einen festen Blütenstiel, den Schaft, und oft einen Ring markanter, grösserer Zehen. Schneiden Sie den jungen, sich einrollenden Schaft ab, wenn möglichst grosse Knollen das Ziel sind. Die zarten Schäfte sind zugleich eine aromatische Küchenernte.
Softneck
Softneck-Typen bilden in der Regel keinen ausgeprägten Schaft, tragen häufig mehr Zehen und sind bei geeigneter Sorte und sorgfältiger Trocknung oft länger lagerfähig. Das biegsame Laub eignet sich zudem für Knoblauchzöpfe. Bewahren Sie nur vollkommen gesunde Knollen als Pflanzreserve auf.
Sortenechtheit zählt
Nicht jede Knolle mit passender Form eignet sich für Ihr Klima. Eine klar bezeichnete Sorte und die Empfehlung eines verlässlichen Pflanzgut-Anbieters sind aussagekräftiger als eine allgemeine Rangliste.

Teilen Sie die Knollen erst ein bis zwei Tage vor dem Pflanzen in einzelne Zehen. Lassen Sie die jeweilige Hülle und die Basalplatte intakt. Das begrenzt Austrocknung und vermeidet Eintrittsstellen für Probleme. Wird eine Zehe beim Trennen verletzt, verwenden Sie sie in der Küche, statt sie ins Beet zu setzen. Arbeiten Sie mit sauberen Händen und Werkzeugen.

04 · Die Pflanzfurche

Geben Sie jeder Zehe Raum für Winter, Wurzeln und ihre spätere Knolle.

Knoblauch benötigt einen tiefen, krümeligen Wurzelraum, nicht bloss eine dünne Kompostschicht über verdichtetem Untergrund. Ein dauerhaftes Bodenbeet ist im Gewächshaus besonders ausgeglichen. Sind Gefässe erforderlich, wählen Sie breite, mindestens 25 cm tiefe Behälter mit grossen, freien Abzugslöchern. Bedenken Sie, dass kleine Töpfe Feuchtigkeit und Temperatur wesentlich schneller verändern als ein tiefes, zusammenhängendes Beet.

Zu flach
Richtig
Zu tief

Zu flach: Eine freiliegende Spitze trocknet leichter aus und wird durch starke Temperaturwechsel bewegt oder geschädigt.

Richtige Tiefe: Setzen Sie die Zehe mit der Spitze nach oben so, dass diese knapp unter der Erdoberfläche liegt. In lockerem Boden oder rauer Winterlage darf sie etwas tiefer sitzen.

Zu tief: Eine sehr tiefe Pflanzung in schwerer, nasser Erde verzögert den Austrieb und kann einen langsamen, schwachen Start begünstigen.

Ein Beet, das atmet

Lassen Sie zwischen den Zehen etwa 10–15 cm und zwischen den Reihen ungefähr 25–30 cm Platz. Diese Abstände geben den Knollen Raum und halten den Bestand offen. Pflanzen Sie nicht direkt bis an die Verglasung. Ein schmaler Pflegegang erleichtert Lüften, Jäten und Ernten, ohne dass Sie auf den Wurzelraum treten. Bei langsam abtrocknendem Gartenboden kann ein erhöhtes Beet die Drainage deutlich verbessern.

Lockern Sie den Boden vor der Pflanzung 20–25 cm tief. Reifer Kompost, Lauberde und ein angemessener mineralischer Anteil können schwere Erde strukturieren. Das Ziel ist ein Boden, der Wasser aufnimmt und wieder abgibt, ohne zu verschlämmen. Frischer Mist und konzentrierter Dünger gehören nicht unmittelbar an die Zehe: Zu viel verfügbarer Stickstoff fördert weiches Wachstum und passt schlecht zu einer lagerfähigen Knolle.

Kompakte Pflanzliste

  • Setzen Sie die grössten gesunden Zehen; kleine Exemplare kommen in die Küche.
  • Triebspitze nach oben, Basalplatte nach unten.
  • Giessen Sie zum Bodenschluss, aber erzeugen Sie keine nasse Pflanzfurche.
  • Entfernen Sie grobe Klumpen und prüfen Sie, ob überschüssiges Wasser ungehindert abläuft.
  • Beschriften Sie jede Sorte und jedes Pflanzdatum direkt nach dem Setzen wetterfest.

05 · Der Wasserpuls

Bewässern Sie die Wurzelzone, nicht die Gewächshausluft.

Knoblauch verlangt keine ständig nasse Erde. Ziel ist ein gleichmässig versorgter, luftiger Wurzelraum, der von der Etablierung bis zur Knollenexpansion aktiv bleibt und zwischen den Wassergaben oberflächlich abtrocknen kann.

WURZELBILDUNGBLATTAUFBAUKNOLLENFÜLLUNGABREIFEmassvollregelmässiggleichmässigreduzieren

Etablierung

Giessen Sie nach dem Pflanzen langsam und ausreichend, damit die Erde rund um die Zehe anliegt. Prüfen Sie danach unterhalb der Oberfläche, bevor Sie erneut Wasser geben. Ein kühles Gewächshausbeet trocknet im November viel langsamer als ein kleines Gefäss oder ein offenes Hochbeet.

Blattwachstum und Knollenfüllung

Mit kräftigerem Blattwachstum wird eine durchdringende, gleichmässige Versorgung wichtiger. Unter Glas fehlt der natürliche Regen, doch daraus folgt keine starre Wochenmenge: Bodenart, Sonneneinstrahlung, Lüftung und Pflanzengrösse verändern den Bedarf laufend. Prüfen Sie mit der Hand. Die oberen Zentimeter dürfen abtrocknen, darunter soll die Erde frisch und krümelig bleiben. Giessen Sie lieber gründlich und mit Abstand als täglich in kleinen Schlucken. Tropfbewässerung oder langsames, bodennahes Handgiessen am Morgen hält das Laub trocken.

Vor der Ernte

Wenn die unteren Blätter deutlich vergilben und die Knollen ausgebildet sind, reduzieren Sie das Giessen schrittweise und stellen es vor der Ernte ein. So können Boden und Hüllen abtrocknen. Während der eigentlichen Knollenfüllung darf Trockenstress dagegen nicht zur Gewohnheit werden.

Lüftung gehört zur Bewässerung. Öffnen Sie Dachfenster an hellen Tagen früh, auch wenn die Aussenluft kühl ist. Bleibt die Luft feucht und unbewegt, benötigen Sie einen konsequenteren Luftaustausch. Eine Klassisches Aluminium-Gewächshaus ist vor allem im späten Frühling hilfreich, wenn zunehmende Sonneneinstrahlung das Haus rasch erwärmt. Freie Reihen und ein zugänglicher Randweg unterstützen die Luftbewegung zusätzlich. Hinweise zu Aufbau, Nutzungsflächen und passenden Ausstattungsoptionen bietet das Klassisches Aluminium-Gewächshaus.

06 · Die Blätter lesen

Knollenprobleme beginnen meist früher.

Greifen Sie bei einem Symptom nicht sofort zu Dünger oder Pflanzenschutzmitteln. Ordnen Sie es zuerst der Jahresphase zu und prüfen Sie den Wurzelraum. Die spätere Knolle zeichnet Entscheidungen auf, die oft Monate vor der Ernte getroffen wurden.

Viel Laub, wenig Knolle
Häufig fehlen eine passende Kältephase oder die richtige zeitliche Abfolge. Auch sehr hohe Stickstoffversorgung, zu spätes Pflanzen, dichter Stand und ein dauerhaft zu warmes Haus können beitragen. Prüfen Sie, ob Sorte und Standort zusammenpassen. Gewächshauswärme kann einen fehlenden Winterreiz nicht ersetzen.
Frühe Vergilbung
Kontrollieren Sie zuerst die Feuchtigkeit im Wurzelraum. Kalte Staunässe, verdichtete Erde, Salzansammlung durch Überdüngung, Krankheiten und die natürliche Abreife können ähnlich aussehen. Untersuchen Sie Wurzeln und Knollen, bevor Sie einen Nährstoffmangel vermuten. Kranke Pflanzenreste gehören nicht zurück ins Beet oder auf einen gewöhnlichen Gartenkompost.
Kleine Knollen
Kleine Pflanzzehen, enge Abstände, unterbrochene Wasserversorgung, zu wenig Blattmasse oder eine verfrühte Knollenbildung begrenzen die Grösse. Das Gewächshaus hilft, wenn es diese Belastungen reduziert: durch offene Reihen, kontrolliertes Giessen, zuverlässige Lüftung und Schutz vor Dauerregen – nicht durch zusätzliche Wärme.
Aufgebrochene Hüllen
Meist wurde zu spät geerntet. Sobald die einzelnen Zehen durch ihre schützenden Aussenhüllen drücken, sinkt die Lagerfähigkeit. Verwenden Sie gesprungene oder verletzte Knollen zuerst. Nur feste, vollständig gesunde und sauber umhüllte Exemplare eignen sich als Pflanzreserve für die nächste Saison.

07 · Am richtigen Rand ernten

Die Ernte ist ein schmales, kostbares Zeitfenster.

Knoblauch ist weder erntereif, solange alle Blätter sattgrün sind, noch erst nach dem vollständigen Zusammenfallen der Pflanze. Ein hilfreiches Zeichen sind gelbe bis braune untere Blätter, während oben noch mehrere Blätter grün bleiben. Ziehen Sie bei Unsicherheit eine Probeknolle: Die Zehen sollen klar ausgebildet sein und die Knolle füllen, doch die äusseren Hüllschichten müssen noch geschlossen bleiben. Warten Sie nicht, bis sämtliche Blätter verdorrt sind.

Der genaue Zeitpunkt variiert nach Sorte, Höhenlage, Winterverlauf und Temperatur im Haus. Im Gewächshaus kann die Entwicklung früher oder später einsetzen als im Freiland. Lassen Sie deshalb Blattzustand und Knollenstruktur entscheiden, nicht ein fixes Kalenderdatum. Ein trockener Vormittag nach dem Abtrocknen von Tau und Kondenswasser ist ideal.

1

Wasser schrittweise stoppen

Reduzieren Sie die Bewässerung in der abschliessenden Reifephase und lassen Sie das Beet mässig abtrocknen. Erzwingen Sie während der aktiven Knollenfüllung keine Dürre; die Trockenphase gehört ans Ende der Kultur.

2

Anheben, niemals ziehen

Lockern Sie den Boden mit einer Grabgabel oder Handschaufel neben und unter der Reihe. Heben Sie die Knollen anschliessend mit anhaftendem Laub heraus. Ziehen am Stiel kann Hals und Hüllen verletzen – genau jene Schäden, die Trocknung und Lagerfähigkeit beeinträchtigen.

3

Hüllen intakt lassen

Schütteln Sie nur lockere, grobe Erde sanft ab. Waschen Sie lagerfähige Knollen nicht und ziehen Sie keine Hüllschichten ab. Schneiden Sie auch Wurzeln und Laub noch nicht zurück. Jede entfernte Schicht nimmt der Knolle einen Teil ihres natürlichen Schutzes.

4

Küchenernte und Pflanzreserve trennen

Sortieren Sie nach dem Trocknen erneut. Die grössten, gleichmässigsten und vollkommen gesunden Knollen bleiben als Pflanzgut erhalten. Mittelgrosse Knollen kommen in die Küche; beschädigte Exemplare werden zuerst verarbeitet. So beginnt die nächste Saison bereits mit der aktuellen Ernte.

Der luftige Trockenraum

Schatten
Keine direkte Sonne.
Luftstrom
Abstand halten.
Dauer
Etwa zwei bis vier Wochen.

08 · Der trockene Raum

Für die Lagerung trocknen, nicht für die Schau.

Frisch geernteter Knoblauch ist essbar, doch erst das sorgfältige Trocknen schafft die Voraussetzung für eine längere Lagerung. Hängen Sie ganze Pflanzen locker auf oder legen Sie sie einlagig auf Gitter und Latten. Der Ort soll trocken, schattig, gut belüftet und vor Regen geschützt sein. Ein Gewächshaus kann dienen, wenn Türen und Fenster genügend Luftaustausch erlauben und keine Sommerhitze entsteht. Bei Hitzewellen ist ein heller Schuppen oder gedeckter Durchgang meist geeigneter.

Rechnen Sie je nach Witterung mit zwei bis vier Wochen. Laub und Hals sollen rascheln, die Wurzeln trocken und die Aussenhüllen papierartig sein. Erst dann bürsten Sie lose Erde ab, kürzen die Wurzeln und schneiden das Laub zurück. Für Softneck-Zöpfe beginnen Sie, solange das trockene Laub noch leicht biegsam ist. Weiche, verletzte oder auffällig riechende Knollen werden aussortiert und zuerst verwendet.

Lagern Sie ausgetrockneten Knoblauch in luftdurchlässigen Netzen, offenen Kisten oder lockeren Bündeln – nicht in versiegeltem Kunststoff. Der Lagerraum sollte kühl, trocken, dunkel und gut belüftet sein; ein feuchter Kühlschrank eignet sich nicht als Standardlager. Softneck-Typen halten bei passender Sorte oft länger als Hardneck-Knoblauch. Kontrollieren Sie den Vorrat monatlich und entfernen Sie weiche, keimende oder verdächtig riechende Knollen sofort.

Für ein Gewächshaus, das über mehrere Jahreszeiten sinnvoll genutzt wird, bietet das Klassisches Aluminium-Gewächshaus einen vielseitig planbaren Saisonraum. Ein Randbeet kann Knoblauch durch Herbst und Winter tragen, während Dachlüftung und zugängliche Laufwege die Pflege im Frühling erleichtern. Nach der Ernte wird die Fläche für Sommerkulturen frei; die Knollen trocknen währenddessen an einem schattigen, luftigen Ort ausserhalb der grössten Glashitze.

09 · Fragen aus dem Beet

FAQ: Knoblauch unter Glas

Klare Antworten zu den Entscheidungen, die Knollenqualität und Lagerfähigkeit besonders beeinflussen.

Kann Knoblauch im beheizten Gewächshaus wachsen?

Er kann dort Blätter bilden, doch Wärme ersetzt nicht die Kältephase, die viele Sorten für eine überzeugende Zehenteilung benötigen. Ein dauerhaft beheiztes Haus kann zu weichem Laub und ungünstiger Entwicklung führen. Für eine Knollenernte im Hausgarten ist ein unbeheiztes oder nur frostgeschütztes, gut belüftetes Gewächshaus meist die sicherere Wahl. Ausnahmen setzen genaue Kenntnisse der verwendeten Sorte voraus.

Muss ich Knoblauchzehen im Kühlschrank vorkühlen?

Nicht automatisch. Im Mittelland sowie in Voralpen- und Höhenlagen liefert eine Herbstpflanzung normalerweise natürliche Kühle. In warmen Lagen kann vorgekühltes Pflanzgut sinnvoll sein, doch die Reaktion unterscheidet sich je nach Sorte. Eine ungeplante oder übermässige Kühlschranklagerung kann den Kulturverlauf ungünstig verschieben. Fragen Sie deshalb den Pflanzgut-Anbieter nach einer konkreten, sortenbezogenen Empfehlung.

Kann Knoblauch im Gewächshaus in Töpfen wachsen?

Ja. Wählen Sie breite Gefässe mit mindestens 25 cm Tiefe, grossem Abzugsloch und strukturstabilem, torffreiem Substrat beziehungsweise guter Gartenerde mit reifem Kompost und mineralischem Anteil. Bodenbeete puffern Temperatur und Feuchtigkeit besser. Kontrollieren Sie Gefässe daher häufiger, vermeiden Sie Staunässe und halten Sie zwischen den Zehen weiterhin etwa 10–15 cm Abstand.

Soll ich die Schäfte von Hardneck-Knoblauch entfernen?

Wenn möglichst grosse Knollen das Ziel sind, schneiden Sie die jungen Schäfte ab, sobald sie sich einzurollen beginnen. Sie sind zart, aromatisch und lassen sich in der Küche verwenden. Lassen Sie einzelne Schäfte stehen, wenn Sie die Entwicklung beobachten oder Brutzwiebeln gewinnen möchten. Für die Lagerknolle ist das frühe Entfernen gewöhnlich die produktivere Entscheidung.

Warum bildet mein Knoblauch nur eine runde Einzelknolle?

Eine ungeteilte Rundknolle kann auf ungenügende Kälte, eine ungeeignete Sorte, zu spätes Pflanzen oder einen gestörten Jahresverlauf hinweisen. Auch zu wenig Zeit für den Blattaufbau vor Beginn der Knollenbildung kann beitragen. Die Knolle ist essbar und kann je nach Sorte nochmals gepflanzt werden. Prüfen Sie für den nächsten Zyklus Herkunft und Kältebedarf des Pflanzguts.

Was kann nach Knoblauch im Gewächshaus wachsen?

Nach Ernte und gründlicher Beetpflege ist die Fläche für Sommerkulturen, Salate oder Kräuter verfügbar. Pflanzen Sie jedoch nicht unmittelbar wieder Zwiebeln, Lauch oder Knoblauch in denselben Boden. Eine weite Fruchtfolge und das vollständige Entfernen kranker Pflanzenreste begrenzen die Übertragung bodenbürtiger Probleme. Für die saisonale Planung eignet sich das vielseitig konfigurierbare Klassisches Aluminium-Gewächshaus.

Quellen und weiterführende Lektüre

Die Fachgrundlagen der Kultur.

Mehr bei Bloomcabin: Gewächshaus nach Montage: Setup und Unterhalt · FAQ zu Aluminium-Gewächshäusern · Bloomcabin Schweiz Übersicht

  1. Agroscope – Der Gemüsebau / Le Maraîcher Hinweise zu Pflanzengesundheit, gesundem Vermehrungsmaterial und Fruchtfolge bei Knoblauch.
  2. Agroscope – Gemüsebau Info zur Knoblauchernte Praxisinformationen zu Bewässerung, Abreife und dem Einstellen der Wassergaben vor der Ernte.
  3. Agroscope – Fruchtfolge und Ditylenchus dipsaci Fachlicher Hintergrund zur Bedeutung angepasster Fruchtfolgen und zur Vorbeugung gegen bodenbürtige Probleme.
  4. Royal Horticultural Society – How to grow garlic Grundlagen zu Pflanzung, Kältephase, Pflege, Ernte und sorgfältiger Trocknung von Knoblauch.
  5. University of Minnesota Extension – Growing garlic Informationen zu Sortengruppen, gesundem Pflanzgut, Bewässerung, Ernte und Lagerung.
  6. Utah State University Extension – Garlic in the Garden Anbauhinweise zu Pflanzabstand, Wasserversorgung und den Folgen eines zu dicht geführten Bestands.
  7. Agroscope – Fachhinweise zu Knoblauchkrankheiten und Fruchtfolge Schweizer Grundlagen zu gesundem Vermehrungsmaterial, Krankheitsvorsorge und langfristig geplanter Kulturfolge.
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