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Low-E-Glas erklärt: Beschichtung und Fragen an Anbieter

Low-E-Glas erklärt: Beschichtung und Fragen an Anbieter

Fensterwissen für die Projektplanung

Sie koordinieren den Fensterersatz, holen Offerten ein und möchten die Bestellung erst freigeben, wenn die Verglasung verständlich beschrieben ist. Im Gespräch fällt rasch der Begriff Low-E-Glas. Er klingt nach einer einfachen Qualitätsentscheidung, beantwortet aber weder die Frage nach dem gesamten Glasaufbau noch nach Sommerkomfort, Tageslicht oder den Werten des kompletten Elements. Gerade wenn mehrere Räume, unterschiedliche Fassaden und Fensterformen zusammenkommen, hilft eine klare Reihenfolge: zuerst Nutzung und Einbausituation erfassen, dann die Angaben der Anbieter elementweise vergleichen. Klären Sie parallel, wer auf Eigentümerseite technische Varianten, Gestaltung und Mehrkosten freigibt und wer Rückfragen mit Verwaltung, Planung oder Montage beantwortet. Eine Low-E-Beschichtung ist ein wichtiger Bestandteil von Isolierglas, jedoch nie die ganze Spezifikation. Dieser Ratgeber erklärt ihre Aufgabe ohne Werbeabkürzungen und zeigt, welche Fragen Ihre Offerte vor Aufmass, Bestellung und Montage beantworten sollte.

Gestaltung eines zweiflügeligen, nach innen öffnenden Fensters

Low-E ist eine Eigenschaft, keine vollständige Fensterbeschreibung

Die Abkürzung Low-E steht für «low emissivity», also niedrige Emissivität. Sie beschreibt die Fähigkeit einer Oberfläche, Wärmestrahlung abzugeben. Eine Low-E-Beschichtung verändert vor allem den Umgang der Verglasung mit langwelliger Wärmestrahlung: Vereinfacht gesagt kann sie dazu beitragen, Wärme aus dem Innenraum stärker im Raum zu halten, statt sie über das Glas nach aussen wirken zu lassen. Die Schicht ist sehr dünn und im Alltag normalerweise nicht als aufliegende Lage sichtbar. Ihre Funktion ist dennoch nur ein Teil eines Zusammenspiels aus Glasscheiben, Zwischenräumen, Randbereich und Rahmen. Ein Fenster mit Low-E-Glas ist deshalb nicht allein aufgrund dieses Begriffs mit einem anderen Fenster vergleichbar.

Für Ihre Offerte bedeutet das: «Low-E», «Wärmeschutzglas» oder eine ähnliche Kurzform ist erst der Einstieg ins Fachgespräch. Bitten Sie den Anbieter, den vorgesehenen Isolierglasaufbau schriftlich zu benennen und jedem Fenster oder Tür-Element zuzuordnen. Lassen Sie erklären, ob überall derselbe Aufbau vorgesehen ist und weshalb. Bei Festfenstern ohne Öffnungsfunktion kann der Glasanteil im Verhältnis zum Rahmen anders ausfallen als bei einem öffnenden Fenster; die Beurteilung des ganzen Elements bleibt daher wichtig. Halten Sie zudem fest, ob die Offerte nur die Verglasung bezeichnet oder bereits projektspezifische Elementwerte, Zeichnungen und Montageleistungen umfasst. Fehlt diese Abgrenzung, können zwei ähnlich wirkende Preise einen unterschiedlichen Lieferumfang enthalten. Seriöse Vergleiche beginnen mit identischen Bezugsgrössen und einer verständlichen Konfiguration, nicht mit einem einzelnen Etikett.

Was die Beschichtung im Glasaufbau tatsächlich beeinflusst

Isolierglas besteht aus mehreren Scheiben, die durch Zwischenräume voneinander getrennt sind. Die Low-E-Beschichtung befindet sich auf einer definierten Glasoberfläche innerhalb dieses Aufbaus. Ihre Lage ist kein dekoratives Detail, sondern gehört zur vorgesehenen Funktion des Glases. Je nach Aufbau können Wärmeschutz, solare Einstrahlung und Lichtdurchlass unterschiedlich gewichtet sein. Daraus folgt nicht, dass eine Beschichtung grundsätzlich sichtbar, dunkler oder besser ist. Entscheidend ist, welche Werte für den konkreten Aufbau deklariert sind und welche Priorität der jeweilige Raum hat. Ein Schlafzimmer an einer schattigen Seite stellt andere Fragen als ein Wohnraum mit viel Nachmittagssonne.

Fragen Sie ausdrücklich: Auf welcher Oberfläche liegt die Beschichtung, und welcher Glasaufbau gehört zu dieser Angabe? Eine gute Antwort nennt nicht nur einen Produktnamen, sondern verknüpft die Beschichtung mit den deklarierten Kennwerten. Fragen Sie auch, ob die Glasansicht oder Farbwiedergabe gegenüber anderen Varianten relevant verändert wird, falls Ihnen eine möglichst neutrale Durchsicht wichtig ist. Bei einem zweiflügeligen Fenster nach innen öffnend sollten Sie zusätzlich klären, ob sich die angegebenen Werte auf die konkrete Flügelteilung und Elementgrösse beziehen. So bleibt nachvollziehbar, was sich auf das Glas bezieht und was auf das fertige Fenster. Lassen Sie eine alternative Beschichtung als eigene Variante ausweisen, statt Bezeichnung, Werte und Preis in mehreren E-Mails zusammenzusuchen.

Ug und Uw sauber auseinanderhalten

Der Ug-Wert beschreibt den Wärmedurchgang der Verglasung. Er hilft, unterschiedliche Glasaufbauten grundsätzlich einzuordnen. Der Uw-Wert bezieht sich dagegen auf das vollständige Fenster, also auf Verglasung und Rahmen; auch Randzonen spielen in der Gesamtbetrachtung eine Rolle. Ein niedrigerer Wert steht grundsätzlich für einen geringeren Wärmedurchgang unter den jeweiligen Bewertungsbedingungen. Dennoch darf ein Ug-Wert nicht direkt einem Uw-Wert gegenübergestellt werden. Auch zwei Uw-Werte sind nur dann sinnvoll vergleichbar, wenn die Elementabmessungen und die jeweilige Ausführung klar sind. Ein besonders grosser Glasanteil kann eine andere Gesamtwirkung ergeben als ein Element mit breitem Rahmen.

Markieren Sie in jeder Offerte neben jeder Zahl die Bezugsgrösse: Glas, Fenster oder Tür. Fordern Sie bei mehreren Formaten die Zuordnung zu den geplanten Elementen, statt einen allgemeinen Prospektwert als Projektwert zu übernehmen. Das ist besonders sinnvoll bei grossen Öffnungen wie Patio Life Hebe-Schiebetüren, weil deren Rahmenanteil, Teilung und Abmessungen vom kleineren Fenster abweichen können. Fragen Sie ferner, ob für die Tür ein bauteilbezogener Wert ausgewiesen wird und welche konkrete Konfiguration dafür zugrunde liegt. Damit vergleichen Sie nicht einen günstigen Glaswert mit einem vollständigen Elementwert, sondern technisch gleichartige Angaben. Eine kompakte Vergleichstabelle sollte deshalb immer Elementnummer, Masse, Öffnungsart, Glasaufbau und Bezugsgrösse der Kennzahl nebeneinander zeigen.

Sonneneintrag ist nicht dasselbe wie Wärmeschutz

Wärmeschutz im Winter und Umgang mit Sonne im Sommer sind miteinander verbunden, aber nicht identisch. Der g-Wert beschreibt, vereinfacht gesagt, welchen Anteil der Sonnenenergie eine Verglasung in den Raum gelangen lässt. Ein niedrigerer g-Wert bedeutet im Grundsatz weniger solaren Energieeintrag; daraus kann jedoch je nach Lage auch weniger erwünschter winterlicher Sonneneintrag folgen. Die passende Wahl entsteht nicht aus einem pauschalen Idealwert. Sie hängt von Himmelsrichtung, Fenstergrösse, Raumtiefe, Nutzung, umliegender Beschattung und der geplanten Verschattung ab. Ein Raum, der vormittags genutzt wird, verlangt möglicherweise eine andere Abwägung als ein Arbeitszimmer mit tiefer Abendsonne.

Beschreiben Sie dem Anbieter nicht nur die Fassade, sondern auch die Nutzung: Wann wird der Raum bewohnt, stehen Bildschirme nahe am Fenster, und gibt es aussenliegende oder innenliegende Verschattung? Lassen Sie g-Wert und Lichttransmission gemeinsam erklären. Eine stärker auf Sonnenreduktion ausgerichtete Verglasung kann ein sinnvoller Ansatz sein, ist aber eine Alternative mit Folgen für Helligkeit und winterlichen Eintrag, nicht die automatische Ergänzung zu Low-E. Bei nach aussen öffnenden Falttüren sollte die geplante Verschattung besonders früh in die Koordination, weil grosse öffnungsfähige Glasflächen und die Nutzung der Terrasse zusammen geplant werden. Prüfen Sie dabei auch, ob geöffnete Flügel, Führungselemente oder Möblierung mit dem vorgesehenen Verschattungskonzept räumlich zusammenpassen.

Alternative Gestaltung eines zweiflügeligen, nach innen öffnenden Fensters

Tageslicht anhand der Lichttransmission beurteilen

Die Lichttransmission beschreibt, wie viel sichtbares Licht durch die Verglasung gelangt. Sie beantwortet damit eine andere Frage als der g-Wert und auch eine andere als der Ug-Wert. Wer nur auf Wärmeschutz achtet, übersieht möglicherweise, wie der Raum bei bedecktem Himmel oder in den tieferen Zonen wirkt. Das gilt nicht nur für Wohnräume. In Treppenhäusern, Küchen, Arbeitsplätzen und Eingangsbereichen kann die Lichtwirkung die tägliche Nutzung prägen. Fenstergrösse, Laibungstiefe, Rahmenbreite, Sprossen und vorhandene Beschattung verändern den Eindruck zusätzlich. Aus einer einzelnen Kennzahl lässt sich daher keine vollständige Aussage über die wahrgenommene Helligkeit ableiten.

Fordern Sie die Lichttransmission für den angebotenen Glasaufbau an und vergleichen Sie sie nur mit gleich bezeichneten Werten. Legen Sie bei Entwurfsänderungen offen, wenn kleinere Glasfelder, eine andere Teilung oder zusätzliche feste Felder vorgesehen sind. Bei Kombi-Fenstern ist diese Betrachtung hilfreich, weil sich fixe und öffnende Bereiche zu einer gemeinsamen Ansicht verbinden können. Fragen Sie, welche Verglasung für die einzelnen Bereiche geplant ist und ob die Ansicht bei unterschiedlichen Glasvarianten sichtbar abweicht. Eine klare Zeichnung mit Elementnummern verhindert, dass sich eine gut gemeinte Lichtplanung in einer unklaren Sammelposition verliert. Falls Muster verfügbar sind, betrachten Sie Varianten unter vergleichbaren Lichtbedingungen und nicht nur vor einem stark beleuchteten Verkaufsdisplay.

Der Randverbund und der Rahmen gehören zur Gesamtwirkung

Die Scheibenmitte ist nicht das gesamte Fenster. Am Glasrand treffen Verglasung, Abstandhalter und Rahmen aufeinander; zudem beeinflusst der Rahmenanteil die Gesamtbewertung. Deshalb kann ein sehr guter Ug-Wert allein nicht zeigen, wie sich das gesamte Element verhält. Die Profilgeometrie, die Abmessungen und die Verglasung müssen als Einheit betrachtet werden. Auch der Anschluss an die bestehende oder neue Wandkonstruktion verdient Aufmerksamkeit, denn eine gute Verglasung kann eine unklare Anschlussplanung nicht ersetzen. Low-E bleibt wichtig, sollte aber nie den Blick auf diese Schnittstellen verengen. Gerade bei kleinen Fenstern oder stark gegliederten Ansichten lohnt es sich, den Glas- und Rahmenanteil auf der konkreten Zeichnung statt anhand eines Musterfensters zu beurteilen.

Fragen Sie den Anbieter, welcher Uw-Wert für Ihre tatsächliche Fenstergrösse ausgewiesen wird und wie der Glasrand in der angebotenen Konfiguration berücksichtigt ist. Bitten Sie ausserdem um eine Darstellung des vorgesehenen Wandanschlusses durch die für Ihr Projekt zuständigen Fachpersonen. Dabei geht es nicht darum, eine allgemeine Montageformel zu verlangen, sondern darum, Zuständigkeiten vor der Bestellung zu klären: Wer misst auf, wer definiert Anschlüsse, und wer stimmt Fenster, Laibung, Abdichtung und allfällige Fassadenarbeiten ab? Halten Sie Annahmen zur Wandstärke, zum fertigen Boden und zu Innen- und Aussenoberflächen schriftlich fest. Vermerken Sie auch, welche Leistungen bauseits erfolgen, damit notwendige Vorarbeiten nicht irrtümlich als Bestandteil der Fensterofferte gelten.

Je Element statt pauschal entscheiden

Ein Haus muss nicht zwingend überall dieselbe Verglasung erhalten. Einheitlichkeit kann die Planung vereinfachen und eine ruhige Ansicht unterstützen. Unterschiedliche Räume können aber sachliche Gründe für andere Prioritäten liefern: Nordseitige Nebenräume, ein sonnenexponierter Wohnbereich, ein Dachraum oder eine gläserne Verbindung zum Aussenraum werden unterschiedlich genutzt. Der entscheidende Punkt ist nicht, möglichst viele Varianten zu bestellen, sondern jede Abweichung nachvollziehbar zu begründen. Eine unübersichtliche Mischung erschwert Prüfung, Nachbestellungen und spätere Dokumentation. Eine bewusste Zuordnung hingegen macht die Ausschreibung klarer. In einem Umbau kann beispielsweise eine einheitliche Grundverglasung für die meisten Räume sinnvoll sein, während nur ein exponierter Wohnbereich als klar bezeichnete Alternative geprüft wird. So bleibt der Variantenentscheid überschaubar, ohne reale Nutzungsunterschiede zu ignorieren.

Erstellen Sie eine Elementliste mit Raumnummer, Fassadenseite, Öffnungsart, ungefährer Grösse, geplanter Verschattung und gewünschter Glasvariante. Ergänzen Sie eine Spalte für Ug, Uw, g-Wert und Lichttransmission. Für ein Dachfenster mit Schwingflügel sollten Sie die Lage im Dach, die Zugänglichkeit für Verschattung und die sommerliche Raumnutzung separat besprechen, statt Werte vom Fassadenfenster zu übertragen. Die Liste muss keine technische Berechnung sein. Sie ist ein Koordinationswerkzeug, mit dem Anbieter, Planende und Montageverantwortliche dieselben Positionen meinen. Ergänzen Sie einen einfachen Status wie «vorgeschlagen», «zu prüfen» oder «freigegeben» sowie das Datum der letzten Änderung. Lassen Sie jede Änderung nach dem Aufmass wieder in diese Liste zurückführen, damit eine ältere Offertenfassung nicht versehentlich zur Bestellgrundlage wird.

Sonderformen und Türen brauchen eine eigene Offertenprüfung

Bei Sonderformen ist die Frage nach Low-E ebenso berechtigt, doch die Vergleichsbasis verändert sich. Fläche, Kantenverlauf, Rahmenanteil und Teilung unterscheiden sich von einem rechteckigen Standardfenster. Das kann die Übertragbarkeit allgemeiner Kennwerte einschränken. Bei dreieckigen und schrägen Festfenstern sollten Sie deshalb nach den Werten und der Konfiguration für das konkrete Element fragen, nicht bloss nach einer Glasart aus einer anderen Position. Prüfen Sie auch die Zeichnung: Stimmen Ansicht, Öffnungsfunktion und die Lage der festen Felder mit der Planung überein? Glas und Geometrie sollten in der Bestellung gemeinsam eindeutig beschrieben sein. Vergleichen Sie zudem Innen- und Aussenansicht, denn bei asymmetrischen Formen kann eine unklare Blickrichtung zu Missverständnissen führen. Elementnummer, Raumseite und Einbaulage gehören deshalb auf dieselbe freizugebende Zeichnung.

Türen verdienen dieselbe Genauigkeit, weil sie oft andere Grössen, Schwellen, Beschläge und Rahmenanteile haben. Bei einer einflügeligen Balkontür nach innen öffnend gehören Öffnungsrichtung, lichter Durchgang, Anschlusshöhen und die Verglasungsbeschreibung in dieselbe Abstimmung. Fragen Sie nicht nur nach einem Glaswert für die Tür, sondern nach dem Wert des kompletten Tür-Elements in der angebotenen Ausführung. Wenn Tür und benachbartes Fenster aus gestalterischen Gründen ähnlich wirken sollen, klären Sie zudem, ob die vorgesehenen Verglasungen optisch zusammenpassen. Prüfen Sie auf der Zeichnung auch, welcher Bereich tatsächlich verglast ist und welche Flächen aus Rahmen, Schwelle oder anderen Bauteilen bestehen. So wird aus einer Glasspezifikation kein losgelöstes Datenblatt, sondern ein kontrollierter Teil der Elementplanung.

Gestaltung eines runden Festfensters

Von der ersten Offerte bis zur Bestellfreigabe

In der ersten Offerte ist es normal, dass noch Annahmen enthalten sind. Problematisch wird es erst, wenn diese Annahmen beim Aufmass oder bei Planänderungen unbemerkt weiterlaufen. Vergleichen Sie deshalb zunächst die Grundleistung: Anzahl und Art der Elemente, Öffnungsrichtungen, Masse als Plan- oder Aufmassmasse, Verglasungsaufbau, deklarierte Werte und enthaltene Arbeiten. Fragen Sie, welche Punkte vor der Bestellung bestätigt werden müssen. Werden einzelne Glasvarianten erst nach der Detailplanung entschieden, sollten sie als offene Entscheide sichtbar bleiben und nicht hinter einer Sammelbezeichnung verschwinden. Dies erleichtert auch den Vergleich von Offerten mit unterschiedlichem Detaillierungsgrad. Bei gemeinschaftlich koordinierten Vorhaben sollte zudem klar sein, welche Person Änderungen verbindlich freigeben darf und wer lediglich technische Rückmeldungen sammelt.

Vor der Freigabe lohnt sich ein letzter Abgleich zwischen Elementliste, Zeichnungen und schriftlicher Bestätigung. Kontrollieren Sie pro Position die Glasbezeichnung, die Bezugsgrösse der Kennwerte und allfällige Abweichungen von der Standardausführung. Klären Sie, wer die finale Konfiguration bestätigt und wie Änderungen dokumentiert werden. Bei Bloomcabin beträgt die Garantie für Fenster und Türen fünf Jahre. Die Lieferzeit beträgt vier bis sechs Wochen, vorbehaltlich Auftragsbestätigung. Diese Angaben ersetzen keine technische Prüfung der Bestellung; sie helfen jedoch, den Zeitplan erst nach bestätigter Konfiguration zu koordinieren. Planen Sie Montage, Folgearbeiten und allfällige Verschattung erst auf dieser belastbaren Grundlage. Rechnen Sie im Ablauf auch Zeit für die Prüfung korrigierter Zeichnungen ein, statt die Auftragsbestätigung als rein administrativen Schritt zu behandeln.

Fragen, die eine brauchbare Anbieterantwort auslösen

Eine gute Frage ist konkret genug, damit die Antwort überprüfbar wird. Statt «Ist das gutes Low-E-Glas?» fragen Sie: «Wie lautet der vollständige Isolierglasaufbau für Element W-03?» Danach folgen: «Welche Oberfläche trägt die Beschichtung?», «Welcher Ug-Wert gilt für das Glas?», «Welcher Uw-Wert gilt für das angebotene Element bei welcher Grösse?», «Wie lauten g-Wert und Lichttransmission?», «Welche Verglasung ist für die Tür oder Sonderform vorgesehen?» und «Wo sind diese Angaben in Zeichnung und Auftragsbestätigung vermerkt?» Diese Fragen verlangen keine eigene Materialexpertise, sondern eine eindeutige Angebotsgrundlage. Bitten Sie bei einer Alternativofferte zusätzlich um eine kurze Erklärung, welche Eigenschaft sich ändert, welche unverändert bleibt und auf welche Positionen der Unterschied angewendet wurde.

Ergänzen Sie projektbezogene Fragen: «Welche Annahmen treffen Sie zum Wandanschluss?», «Welche Masse werden beim Aufmass verbindlich?», «Welche Verschattung ist bei der gewählten Glasvariante vorgesehen oder noch offen?» und «Welche Elemente weichen von der Standardverglasung ab?» Notieren Sie Antworten nicht nur in E-Mails, sondern überführen Sie sie in die Elementliste. Wenn unterschiedliche Fachpersonen beteiligt sind, teilen Sie die Liste vor der Bestellfreigabe. Ergänzen Sie am Ende eine offene-Punkte-Spalte mit verantwortlicher Person und gewünschtem Klärungstermin. So vermeiden Sie, dass der Glaslieferant, die Fensterplanung und die Baustellenkoordination mit verschiedenen Annahmen arbeiten. Low-E wird dadurch nicht komplizierter, aber endlich präzise bestellbar.

Häufige Fragen

Ist Low-E-Glas immer Dreifachverglasung?

Nein. Low-E bezeichnet eine Beschichtung mit einer bestimmten Aufgabe und nicht die Zahl der Scheiben. Ob eine Verglasung zwei oder drei Scheiben hat, welchen Aufbau sie besitzt und welche Werte gelten, muss separat angegeben werden. Fragen Sie nach dem vollständigen Isolierglasaufbau der konkreten Position.

Soll ich nur den niedrigsten Ug-Wert wählen?

Der Ug-Wert ist für die Verglasung wichtig, reicht aber nicht für den Vergleich kompletter Fenster oder Türen. Prüfen Sie zusätzlich den Uw-Wert des angebotenen Elements, die Abmessungen, den Rahmenanteil sowie g-Wert und Lichttransmission. Auch Orientierung, Verschattung und Raumnutzung gehören zur Entscheidung.

Macht Low-E-Glas Räume automatisch dunkler?

Das lässt sich nicht aus der Bezeichnung Low-E allein ableiten. Die Lichttransmission hängt vom konkreten Glasaufbau ab. Bitten Sie um den zugehörigen Wert und vergleichen Sie ihn mit gleich bezeichneten Werten. Fenstergrösse, Rahmen, Laibung, Teilung und Verschattung beeinflussen den Helligkeitseindruck ebenfalls.

Brauchen alle Fenster im Gebäude dieselbe Verglasung?

Nicht zwingend. Eine einheitliche Lösung kann die Planung vereinfachen, während einzelne Fassaden oder Räume andere Prioritäten haben können. Unterschiedliche Varianten sollten jedoch bewusst gewählt, elementweise dokumentiert und optisch geprüft werden. Verlangen Sie für jede Abweichung eine klare Begründung und schriftliche Zuordnung.

Wann muss die Glasvariante definitiv feststehen?

Klären Sie sie vor der verbindlichen Bestellfreigabe und nach dem Abgleich mit Aufmass, Zeichnungen und Anschlussplanung. Wenn noch Verschattung, Fassadenaufbau oder Elementgrössen offen sind, markieren Sie die Glasentscheidung als offen. Lassen Sie die endgültige Konfiguration in der Auftragsbestätigung eindeutig festhalten.

Nächster Schritt

Low-E-Glas ist kein blosses Verkaufswort, sondern eine Beschichtung, die den Wärmestrahlungsaustausch innerhalb einer Verglasung beeinflusst. Für eine sichere Kaufentscheidung muss sie jedoch im vollständigen Zusammenhang stehen: Glasaufbau, Beschichtungsposition, Ug- und Uw-Wert, g-Wert, Lichttransmission, Rahmen, Elementgrösse, Orientierung, Verschattung und Wandanschluss. Arbeiten Sie mit einer Elementliste statt mit allgemeinen Zusagen. Fragen Sie pro Fenster und Tür nach klaren Bezugsgrössen und lassen Sie Abweichungen vor der Bestellung schriftlich bestätigen. So kann die Verglasung zu den Räumen, dem Bauablauf und der gesamten Fensterplanung passen, ohne dass eine einzelne Kennzahl zu viel verspricht.

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