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Schnecken und Nacktschnecken im Gewächshaus unter Kontrolle halten

Schnecken und Nacktschnecken im Gewächshaus unter Kontrolle halten

Gewächshauspflege · die silbrige Spur am Boden

Schnecken und Nacktschnecken im Gewächshaus unter Kontrolle halten

Bei Tagesanbruch zeigt sich das Problem oft nicht als Tier, sondern als dünne, silbrig glänzende Linie auf dem Boden. Folgen Sie dieser Spur: vom angefressenen Keimling zu einem feuchten Topffuss, unter eine Bank, über die Türschwelle und möglicherweise bis nach draussen. Die dauerhafteste Lösung ist selten ein einzelnes Produkt. Sie entsteht, wenn die nächtlichen Routen im Gewächshaus bewusst unterbrochen werden.

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Erstes Licht, vor dem Giessen

Lesen Sie den Boden, bevor Sie die Kultur behandeln.

Ein kühles, feuchtes Gewächshaus verbirgt Schnecken tagsüber erstaunlich gut. Am Morgen sind ihre Hinweise noch lesbar: trocknender Schleim, frische Raspelspuren und die genaue Verbindung zwischen Versteck und Pflanze. Beobachten und notieren Sie das Bild an mehreren Morgen. So erkennen Sie, ob Ihre Massnahmen wirken, bevor Sie unnötig nachschärfen.

Hinweis Was er vermuten lässt Vor dem Schluss prüfen
Glänzende oder getrocknete Schleimspur auf Boden, Töpfen, Blättern oder Bankbeinen Ein starker Hinweis auf Schneckenbewegung. Die Spur zeigt häufig eine wiederholt genutzte Route und nicht nur einen einzelnen nächtlichen Besucher. Verfolgen Sie die Linie in beide Richtungen. Das Tagesversteck liegt oft unter einem Gegenstand oder ausserhalb des Hauses, nicht unmittelbar neben der beschädigten Pflanze.
Unregelmässige Löcher mit ausgefranst oder abgeraspelt wirkenden Rändern Typischer Schneckenfrass an weichen Blättern, Keimblättern, Blüten und reifen Früchten. Kontrollieren Sie nachts auch die Blattunterseiten. Raupen können Kot hinterlassen; Ohrwürmer sitzen oft in engen Spalten. Eine charakteristische Schleimspur erzeugen beide jedoch nicht.
Keimling stark abgefressen oder scheinbar vollständig verschwunden Schnecken können sehr junge Pflanzen rasch fressen, besonders Salat, Basilikum, Kohlarten und weiche Zierpflanzen. Untersuchen Sie die Bodenoberfläche in der Dämmerung und am frühen Morgen. Andere Schädlinge hinterlassen abweichende Hinweise, etwa deutlich abgetrennte Stängel, Kot oder Nagespuren.
Flache Frassnarben an bodennahen Erdbeeren, Tomaten oder Gurken Möglicher Nachtfrass, besonders wenn Früchte auf feuchtem Substrat liegen oder einen nassen Topfrand berühren. Heben Sie die Frucht an und prüfen Sie ihre Auflagefläche. Scheuerstellen, Risse und Fäulnis können ähnlich aussehen, sind aber nicht von Schleimspuren begleitet.
Schäden erst nach einer feuchten oder zu stark bewässerten Phase Die Bedingungen können vorübergehend höhere Aktivität fördern, ohne dass die Population dauerhaft stark angewachsen ist. Prüfen Sie Giesszeit, Leckagen, stehendes Wasser und den Abstand zwischen Töpfen, bevor Sie weitere Kontrollmittel einsetzen.
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Zwei Formen, ein Kontrollprinzip

Mit oder ohne Gehäuse zählen dieselben ökologischen Bedürfnisse.

Nacktschnecken und Gehäuseschnecken unterscheiden sich sichtbar, teilen aber ihre Abhängigkeit von Feuchtigkeit und geschützten Rückzugsorten. Beide fressen mit raspelnden Mundwerkzeugen, bewegen sich auf Schleim und sind vor allem bei kühlen, feuchten und lichtarmen Bedingungen aktiv. Eine durchdachte Gewächshausstrategie berücksichtigt deshalb beide Formen, ohne sie in jeder praktischen Massnahme getrennt zu behandeln.

Nacktschnecke

Bodennahe Routenläuferin

Nacktschnecken gelangen in sehr niedrige, dunkle Zwischenräume: unter Saatschalen, hinter Schlauchschlaufen, unter Bänke, zwischen gestapelte Töpfe sowie in feuchte Fugen am Boden oder Beetrand. Da sie leicht Feuchtigkeit verlieren, ist ein geschütztes Tagesquartier für ihr Überleben besonders wichtig.

  • Auf staubigen Böden und glänzenden Blättern sind ihre Spuren oft deutlich sichtbar.
  • Sie verbergen sich in Substratresten, unter Schalen und in gestapelten Pflanzgefässen.
  • Jungtiere sind klein und werden bei flüchtigen Tageskontrollen leicht übersehen.

Gehäuseschnecke

Tragbarer Schutz, ähnlicher Appetit

Gehäuseschnecken tragen ihren Verdunstungsschutz mit sich und sind unterwegs leichter erkennbar. Das macht ihre Kontrolle jedoch nicht automatisch einfacher. Sie sitzen unter Bänken, an Rahmen, hinter gelagertem Material, am Gewächshaussockel oder in dichter Vegetation unmittelbar vor der Tür und nutzen von dort aus erreichbare Kulturen.

  • Sie sammeln sich häufig an geschützten Randbereichen und in dichter Aussenbepflanzung.
  • Das Gewächshaus kann ihnen als Fressraum dienen, ohne dauerhaftes Quartier zu sein.
  • Absammeln wirkt besonders gut, wenn Routen und Verstecke bereits bekannt sind.
Gemeinsames Verhalten

Beide suchen dieselbe verlässliche Abfolge: ein geschütztes Versteck am Tag, eine feuchte Lauffläche in der Nacht, empfindliche Nahrung in Reichweite und eine Route ohne trockene, offene Unterbrechung. Nehmen Sie nur ein Glied aus dieser Kette, sinkt der Druck. Unterbrechen Sie mehrere, wird das Gewächshaus deutlich weniger attraktiv.

03

Der Zeitpunkt ist ein Werkzeug

Lassen Sie Ihre Routine vor der nächtlichen Route beginnen.

Die Aktivität verändert sich mit Wetter, Temperatur, Bewässerung, Lüftung und Luftfeuchte. Der folgende Ablauf verspricht deshalb keine minutengenaue Bewegung. Er ist eine praktische Orientierung, um das feuchte Zeitfenster zu beobachten, zu verkürzen und für gezielte Kontrollen zu nutzen.

Später NachmittagBoden zurücksetzenPflanzenreste und stehendes Wasser entfernen.
DämmerungRouten prüfenMit flach gehaltener Taschenlampe absuchen.
Kühle, feuchte NachtBewegungsfensterAbsammeln und Barrieren kontrollieren.
Vor TagesanbruchRückweg zum VersteckFrische Spuren bis zur Deckung verfolgen.
MorgenLesen und trocknenSchäden notieren, Flächen zurücksetzen.

Am späten Nachmittag entfernen Sie Falllaub, geerntete oder überreife Früchte, leere Saatschalen und stehendes Wasser. Kontrollieren Sie Türschwelle und Aussenkante, bevor das Licht schwindet. Dieser kurze Neustart macht neue Schleimspuren später besser sichtbar und beseitigt Nahrung oder Deckung, die wiederholten Nachtfrass begünstigen könnte.

In der Dämmerung führen Sie eine Taschenlampe flach über den Boden und prüfen Bankunterseiten, gestapelte Töpfe, Türführungen und Pflanzenschilder mit Substratkontakt. Kühle, feuchte Nächte eignen sich zum Absammeln und zum Testen von Kupfer- oder anderen Barrieren. Erde, Laub, Nässe, anliegende Blätter oder offene Enden können eine vermeintlich geschlossene Grenze überbrücken.

Vor Sonnenaufgang lassen sich frische Spuren zurück zum Tagesquartier verfolgen. Nur das sichtbare Tier zu entfernen, bringt kurzfristige Entlastung; das Versteck und die Route zu verändern, senkt den Druck der folgenden Nacht. Notieren Sie morgens neue Schäden, leeren Sie kontrollierte Verstecke und giessen Sie früh und wurzelnah, damit Wege und Topfaussenseiten abtrocknen können.

04

Die Prüfung der Schwellenkontinuität

Betrachten Sie das Haus als Folge verbundener Ansichten.

Schnecken benötigen keine auffällige Öffnung. Eine bodennah offen stehende Tür, ein feuchter Ablauf, überhängendes Laub oder ein Topfstapel an der Wand kann genügen. Gehen Sie nach Regen oder Bewässerung innen und aussen auf Bodenniveau am Gewächshaus entlang. Suchen Sie nicht nur den Spalt, sondern die vollständige begehbare Verbindung zur Kultur.

Türschwelle und Bodenanschluss

Suchen Sie entlang der tiefsten Linie.

  1. Entfernen Sie Erde, Blattreste und Substrat aus Türführungen und von Schwellenkanten.
  2. Prüfen Sie, ob Dichtungen und Türausrichtung den Sockel konstruktionsgemäss erreichen.
  3. Halten Sie direkt hinter dem Eingang einen trockenen, gut kehrbaren Streifen frei.

Wandbasis und Aussenbepflanzung

Entfernen Sie die feuchte Brücke.

  1. Halten Sie Laub, Beikräuter und dichten Bodendecker vom Gewächshausrand fern.
  2. Lehnen Sie Säcke, Bretter und ungenutzte Töpfe nicht an den Sockel.
  3. Beheben Sie Senken, in denen die Fundamentkante nach Regen lange feucht bleibt.

Lüftung, Ablauf und Durchführung

Funktion erhalten, Deckung reduzieren.

  1. Blockieren Sie notwendige Entwässerung oder Lüftung niemals zur Schädlingsabwehr.
  2. Halten Sie Abläufe frei und kontrollieren Sie geschützte Kanten auf Feuchtigkeit und Ablagerungen.
  3. Reparieren Sie beschädigte Abdeckungen nur mit Materialien, die zur Konstruktion und ihrem Luftaustausch passen.

Bänke, Töpfe und Pflanzenbrücken

Trennen Sie die Kultur vom Versteck.

  1. Stellen Sie empfindliche Schalen und Töpfe nach Möglichkeit erhöht und kontrollierbar auf.
  2. Halten Sie Bankbeine, Topffüsse und Barrieren frei von Erde und Falllaub.
  3. Leiten Sie Kletterpflanzen und entfernen Sie tiefe Blätter, damit kein Laubsteg vom feuchten Boden direkt in die Kultur führt.

Eine durchdachte Anordnung erleichtert diese Kontrollen. Die klaren Wege und gut erreichbaren Kulturflächen eines Klassisches Aluminium-Gewächshaus unterstützen einen ruhigen, wiederholbaren Kontrollgang entlang von Boden, Bänken und Tür. Wenn Sie einen grosszügigeren Kultur- und Aufenthaltsraum planen, entdecken Sie die Bloomcabin Orangerie mit derselben bodennahen Wartungslogik im Blick.

Lebensraum korrigieren

Wässern Sie die Wurzeln, nicht die nächtliche Laufstrecke.

Das Ziel ist kein ausgetrocknetes Gewächshaus. Es geht darum, dauerhaft nasse Laufwege und geschützte, verrottende Pflanzenreste zu vermeiden. Wo es die Kultur erlaubt, gibt eine gezielte Bewässerung am Vormittag Blättern, Wegen und Topfaussenseiten mehr Zeit zum Abtrocknen. Ein Tropfsystem oder die sorgfältig geführte Giesskanne verkleinert die feuchte Zone und versorgt dennoch die Wurzeln bedarfsgerecht.

Beginnen Sie bei Leckagen und Spritzmustern. Ein langsam tropfender Anschluss, ein nie geleerter Untersetzer, ein blockierter Rinnenauslauf nahe der Schwelle oder eine nasse Stelle unter eng stehenden Töpfen erhält genau jene kleinen Feuchträume, die Schnecken bevorzugen. Vergrössern Sie Abstände, entfernen Sie abgestorbene untere Blätter und machen Sie den Bodenbereich nicht zum Lager für feuchte Säcke, Karton, Folienreste und ungenutzte Gefässe.

Eine gute Luftbewegung ist aus vielen Gründen wertvoll. Dachfenster und eine zur Kultur passende Lüftung unterstützen ein ausgewogenes Klima. Lüftung allein löst das Schneckenproblem jedoch nicht, wenn der Boden nass und verstellt bleibt. Ein Klassisches Aluminium-Gewächshaus lässt sich als präzise organisierter Kulturraum einrichten. Bewahren Sie diese Qualität, indem Sockel, Bänke und Tür gut zugänglich bleiben, statt jeden freien Zentimeter mit Material zu belegen.

05

Hierarchie der Massnahmen

Beginnen Sie mit Kontrollen, deren Wirkung über Nacht bestehen bleibt.

Die wirksamste Reihenfolge startet mit dem Unterbrechen von Zugängen und der Korrektur des Lebensraums. Direkte Massnahmen können Tiere reduzieren. Ihre Wirkung bleibt aber unbefriedigend und oft kurz, solange ein feuchtes Versteck, eine offene Route und empfindliche Nahrung weiterhin verbunden sind.

1

Ausschliessen und unterbrechen

Pflegen Sie Türen, Dichtungen, Bodenränder, Öffnungen und das unmittelbare Umfeld so, dass keine durchgehende Route entsteht. Barrieren gehören nur um Bereiche, die sauber gehalten und kontrolliert werden können. Kupfer kann Schnecken abhalten, wird aber übergangen, wenn Erde, Laub, Feuchtigkeit oder anliegende Pflanzenteile eine Brücke darüber oder darum herum bilden.

Am besten für: Bänke, einzelne Gefässe, klar abgegrenzte Hochbeete oder Kulturzonen – nicht für unzugängliche, dauerhaft verschmutzte Randstreifen.
2

Tagesverstecke entfernen

Beseitigen Sie gestapelte Töpfe, Bretter, dichte Pflanzenreste und dauerhaft feuchte Stellen. Ein bewusst ausgelegtes Brett oder ein umgedrehter Topf kann als Monitoringstation dienen: Platzieren Sie das Versteck an einer verdächtigen Route, kontrollieren Sie es jeden Morgen und sammeln Sie die darunter gefundenen Tiere ab. Unkontrolliert würde es lediglich ein zusätzliches Quartier schaffen.

Am besten für: das Auffinden von Schwerpunkten und die Prüfung, ob Aufräumen und Feuchtesteuerung tatsächlich wirken.
3

In der passenden Nacht absammeln

Suchen Sie während eines kühlen, feuchten Abends mit Taschenlampe und Handschuhen nach Schnecken oder kontrollieren Sie morgens die vorgesehenen Monitoringverstecke. Das Absammeln ist in einem privaten Gewächshaus besonders effizient, wenn die Routen bekannt sind und die ersten beiden Ebenen bereits viele Schlupfwinkel entfernt haben. Wiederholen Sie den kurzen Gang lieber gezielt als unregelmässig und hektisch.

Am besten für: kurze Kontrollserien während der Anzucht, nach feuchtem Wetter oder nach einer gründlichen Reinigung des Hauses.
4

Produkte nur streng nach Etikette einsetzen

Fallen und Köder können einen integrierten Ansatz ergänzen, aber nicht ersetzen. Bierfallen wirken nur in einem begrenzten Bereich und müssen regelmässig kontrolliert und gereinigt werden. Wenn Sie ein Schneckenmittel erwägen, verwenden Sie ausschliesslich ein in der Schweiz aktuell bewilligtes Produkt für die konkrete Kultur, Umgebung und Anwendung. Dosierung, Platzierung, Wartefristen und sämtliche Schutzvorgaben der Etikette sind verbindlich.

Am besten für: lokal bestätigten Befall, der trotz Hygiene, geschlossener Routen und wiederholtem Absammeln bestehen bleibt.
06

Routen dauerhaft geschlossen halten

Saisonale Nachkontrolle ist ruhiger als ein neuer Befall.

In Schweizer Hausgärten treten Schnecken während kühler, feuchter Phasen im Frühling und Herbst oft deutlicher hervor. Im Gewächshaus kann ihre Aktivität jedoch ausserhalb dieses Musters anhalten, wenn Bewässerung, dichter Pflanzenbestand und geschützte Nischen ein günstiges Mikroklima schaffen. Richten Sie Ihre Kontrollen deshalb nach den Bedingungen im Haus und nicht nur nach dem Kalender.

Spätwinter

Vorbereiten

Bevor die Anzucht beginnt, kehren Sie unter den Bänken, reinigen wiederverwendete Töpfe und Schalen, kontrollieren Dichtungen und Abläufe und entfernen tief gelagertes Material aus feuchten Randbereichen.

Frühling

Keimlinge schützen

Kontrollieren Sie während feuchter Perioden häufiger. Zarte Keimblätter und frisch gesetzte Salate sind besonders verletzlich. Eine kurze Runde in der Dämmerung verhindert, dass ihr Verlust am nächsten Morgen rätselhaft bleibt.

Sommer

Bewässerung beachten

Hitze kann die Aktivität draussen bremsen, während Schatten, häufiges Giessen und feuchte Ecken sie im Gewächshaus erhalten. Reparieren Sie Leckagen, leeren Sie Untersetzer und ernten Sie reife oder bodennahe Früchte rechtzeitig.

Herbst

Randbereiche zurücksetzen

Entfernen Sie dichte Aussenvegetation vom Sockel, ordnen Sie Materialreserven und prüfen Sie die Ränder nach Regen. Pflanzenreste, Folien, Mulch und Gegenstände sollten nicht als geschütztes Winterquartier am Gewächshaus verbleiben.

Ein hochwertiges Gewächshaus verdankt seine ruhige Wirkung auch Routinen, die sich einfach wiederholen lassen. Achten Sie bei Modell und Einrichtung auf gut zugängliche Türen, wirksame Lüftung, einsehbare Kanten und genügend Bewegungsraum an den Bänken. Entdecken Sie das Klassisches Aluminium-Gewächshaus, betrachten Sie die Bloomcabin Orangerie oder prüfen Sie erneut die ausgewogenen Proportionen des Klassisches Aluminium-Gewächshaus als Grundlage für einen geordneten und leicht kontrollierbaren Kulturraum.

07

Häufig gestellte Fragen

Klare Antworten für die Gewächshauspraxis.

Warum habe ich Schnecken in einem meist geschlossenen Gewächshaus?

Sie können mit neuen Pflanzen, Wurzelballen, Töpfen, Schalen, Kisten oder gelagertem Material hineingelangen. Weitere Wege führen über kleine Spalten an Schwelle und Sockel, Abläufe oder anliegende Vegetation. Eine geschlossene Tür reduziert den Zugang, ersetzt aber nicht die Kontrolle von Führungen, Dichtungen, Randzonen und neu eingeräumten Pflanzen.

Genügen Kupferband und andere Barrieren als alleinige Lösung?

Nein. Kupfer kann dort ergänzen, wo die Barriere sauber, lückenlos und klar abgegrenzt ist. Erde, Laub, Kondenswasser, verschmutzte Flächen, Topfränder oder anliegende Blätter können sie überbrücken. Eine Barriere ist nur eine Ebene innerhalb eines Systems aus trockeneren Rändern, weniger Verstecken und geschlossenen Zugängen.

Wann suche ich am besten nach Schnecken?

Kontrollieren Sie mit einer Taschenlampe in der Dämmerung oder während eines kühlen, feuchten Abends. Prüfen Sie mögliche Tagesverstecke nochmals bei erstem Licht. Der beste Zeitpunkt folgt dem lokalen Wetter und dem Klima im Gewächshaus, besonders nach Regen oder Bewässerung.

Lösen Kieselgur oder scharfe Streumaterialien das Problem?

Nein, nicht zuverlässig. Die abschreckende Wirkung loser, trockener Materialien nimmt unter feuchten Gewächshausbedingungen stark ab. Bewässerung, Kondenswasser, Erde und Pflanzenreste schaffen rasch Überquerungen. Solche Mittel sind keine tragfähige Hauptstrategie; geschlossene Routen und kontrollierbare Randzonen sind wichtiger.

Darf ich Schneckenköder bei essbaren Kulturen verwenden?

Nur wenn die aktuelle Schweizer Bewilligung und Produktetikette die konkrete Kultur, den Anwendungsort und die vorgesehene Methode ausdrücklich zulassen. Halten Sie Dosierung, Zeitpunkt, Platzierung, Wartefrist und Schutzvorgaben genau ein. Lagern und verwenden Sie das Produkt so, dass Kinder, Haustiere und Nichtzielorganismen nicht unnötig gefährdet werden.

Wann sollte ich eine Fachstelle oder Fachperson beiziehen?

Holen Sie fachlichen Rat ein, wenn die Verluste erheblich sind, die Diagnose unsicher bleibt, eine grössere Kultur betroffen ist oder Sie eine produktspezifische Zulassungsfrage haben. Eine kantonale Beratungsstelle oder qualifizierte Fachperson kann Schneckenfrass von anderen Schädlingen und Krankheiten unterscheiden und bei der Prüfung der aktuellen Schweizer Vorgaben helfen.

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Quellen und weiterführende Lektüre

Verlässliche Grundlagen für Entscheidungen in der Schweiz.

Bewilligungen, Etiketten und Anwendungsauflagen können sich ändern. Nutzen Sie die folgenden Fachquellen zur Vertiefung der Diagnose und prüfen Sie jede Produktentscheidung anhand des aktuellen offiziellen Schweizer Verzeichnisses sowie der geltenden Etikette.

Agroscope: Schneckenbefall im Gemüsebau erkennen und bekämpfen
Schadbilder, Prävention, biologische Optionen und Einordnung zugelassener Anwendungen in der Schweiz.

BLV: Schweizer Pflanzenschutzmittelverzeichnis
Offizielle Prüfung aktuell bewilligter Produkte, Kulturen, Anwendungen und verbindlicher Auflagen.

BLV: Pflanzenschutzmittel für die nichtberufliche Verwendung
Hinweise und Vorgaben für Produkte, die im privaten Gartenbereich eingesetzt werden dürfen.

FiBL Schweiz: Biokulturen vor Schnecken schützen
Praxiswissen zu Prävention, Feuchtemanagement, direkter Kontrolle und biologisch ausgerichtetem Pflanzenschutz.

UC Integrated Pest Management: Snails and Slugs
Internationale Fachinformationen zu Diagnose, Barrieren, Fallen und regelmässiger Kontrolle der Massnahmen.

Royal Horticultural Society: Slugs and Snails
Weiterführende Einordnung zu Schneckenbiologie, Gartenpraxis und einem integrierten Umgang mit diesen Tieren.

Mehr bei Bloomcabin: Das ganze Jahr über ernten · häufigen Fragen zu Bloomcabin Aluminium-Gewächshäusern · Bloomcabin blog

Die wiederholbare Fünf-Minuten-Runde

Gehen Sie das Haus zur blauen Stunde ab.

Beginnen Sie, bevor die Nacht alles unsichtbar macht: mit einer kurzen, ruhigen Runde, die Beobachtung in Prävention verwandelt. Die silbrige Spur erzählt keine neue Geschichte, wenn Wege abtrocknen, Verstecke kontrolliert sind und an der Schwelle keine zusammenhängende Route mehr beginnt.

1Schwelle Türführung, Kante und Aussenbereich von Brücken befreien.
2Töpfe Mögliche Verstecke anheben, Laub und stehendes Wasser entfernen.
3Bänke Unterseiten, Beine und angrenzende Pflanzenbrücken mit Licht prüfen.
4Jungpflanzen Weiche Triebe, Keimblätter und bodennahe Früchte kontrollieren.
5Restmaterial Pflanzenreste entfernen und den Boden für den Morgen zurücksetzen.

Für einen geordneten, gut kontrollierbaren Kulturraum entdecken Sie das Klassisches Aluminium-Gewächshaus oder planen Sie mit einem Klassisches Aluminium-Gewächshaus dessen klare Konstruktion die tägliche Gewächshausroutine ebenso ruhig wirken lässt wie den umgebenden Garten.

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