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Sprossen für Fenster und Türen richtig planen

Sprossen für Fenster und Türen richtig planen

Fenster und Türen planen

Eine Fensterbestellung ist oft schon weit fortgeschritten, wenn die Frage nach Sprossen auftaucht. Dann stehen Öffnungsart, Masse und vielleicht sogar die Türanlage fest, während das gewünschte Fassadenbild noch nicht eindeutig beschrieben ist. Gerade bei einem Umbau mit mehreren Beteiligten ist das riskant: Eigentümerschaft, Architektur, Montage und Lieferant können unter «Sprossen» Verschiedenes verstehen. Eine schmale Linienzeichnung auf einer grossen Verglasung, echte einzelne Glasfelder oder eine Teilung nur auf der Aussenseite führen zu unterschiedlichen Ansichten und Detailfragen. Planen Sie Sprossen deshalb als Bestandteil des ganzen Öffnungskonzepts. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Systeme, Raster und Türansichten vergleichen, welche Entscheidungen in eine Offerte gehören und wie Sie die Freigabe so vorbereiten, dass jede Öffnung zum gemeinsamen Entwurf passt.

Verglaste Schiebetür zur Terrasse

Kauf-Check 1

Mit einer verbindlichen Gestaltungsabsicht beginnen

Die beste erste Frage lautet nicht «Wie viele Sprossen?», sondern «Welche Wirkung soll diese Öffnung im Hausbild haben?». Eine Teilung kann eine breite Glasfläche ruhiger erscheinen lassen, die Proportion eines hohen Fensters verändern oder den Charakter eines bestehenden Gebäudes aufnehmen. Sie kann aber auch den Blick in den Garten stärker rahmen und bei dichtem Raster eine lebhafte Innenansicht erzeugen. Formulieren Sie für jede relevante Fassadenseite einen kurzen Satz: etwa grosszügig und möglichst offen zur Terrasse, gegliedert am Eingang oder an vorhandene Teilungen im Altbau angelehnt. Diese Sätze geben der späteren Auswahl einen Massstab. Ein einzelnes schönes Referenzbild genügt nicht, weil Blickdistanz, Öffnungsgrösse und Nachbarelemente dort andere sein können als bei Ihrem Projekt.

Erstellen Sie danach eine Öffnungsliste, bevor einzelne Produkte konfiguriert werden. Darin stehen Raum, Fassadenseite, Breite und Höhe der Rohöffnung beziehungsweise des geplanten Elements, Öffnungsart, gewünschte Ansicht und besondere Nachbarn wie ein Seitenteil oder eine Schiebetür. Markieren Sie, welche Ansichten aus Zufahrt, Garten und Wohnraum gleichzeitig wahrnehmbar sind. Gerade dort braucht es eine bewusste Beziehung der Linien. Die Liste trennt ausserdem Entscheidungen, die für alle Elemente gelten, von begründeten Ausnahmen. Eine kleine Küche darf beispielsweise ein anderes Raster benötigen als die breite Wohnraumfront, ohne beliebig zu wirken. Entscheidend ist, dass die Ausnahme als Entwurfsentscheidung dokumentiert wird und nicht erst beim Vergleich der Auftragsbestätigung auffällt.

Dekorative und glasteilende Sprossen klar benennen

«Sprossen» beschreibt zunächst das Erscheinungsbild, nicht zwingend den Aufbau. Dekorative Sprossen gliedern eine durchgehende Verglasung optisch. Glasteilende Sprossen dagegen trennen die Verglasung tatsächlich in einzelne Felder. Die sichtbare Zeichnung kann sich auf einer kleinen Darstellung ähneln, doch die Teilung wird aus der Nähe anders gelesen und beeinflusst, wie die Glasfläche aufgebaut und gereinigt wird. Keine Variante ist grundsätzlich richtiger. Wer vor allem einer grossen Fläche Struktur geben möchte, beurteilt dekorative Sprossen nach Linienwirkung und gewünschter Zurückhaltung. Wer einzelne Glasfelder als prägenden Teil der Architektur versteht, prüft glasteilende Sprossen als konstruktive Wahl. Halten Sie die gewählte Ausführung mit dem genauen Raster schriftlich fest, statt nur einen Sammelbegriff zu verwenden.

Fragen Sie bei jeder Offerte ausdrücklich, wie die Sprossen auf Innen- und Aussenseite erscheinen und ob beide Ansichten identisch vorgesehen sind. Lassen Sie die Lösung an derselben Elementgrösse darstellen, wenn Sie Varianten vergleichen. So beurteilen Sie tatsächlich die Art der Teilung und nicht unbemerkt verschiedene Proportionen. Auch die Sprossenbreite und die Lage im Verhältnis zur Glasfläche verdienen eine eigene Angabe. Eine schmale, zurückhaltende Gliederung kann ein modernes Fenster begleiten; eine deutlichere Teilung setzt einen stärkeren Akzent. Bei einflügeligen Drehfenstern im historischen Stil, nach aussen öffnend sollte die Sprossenplanung mit der historischen Gesamtwirkung und der nach aussen öffnenden Bedienung zusammen betrachtet werden. Der Produkttitel allein legt jedoch weder Raster noch Sprossensystem fest; beides muss separat vereinbart werden.

Kauf-Check 2

Das Raster aus den grossen Linien entwickeln

Beginnen Sie mit der ganzen Fassade statt mit dem kleinsten Fenster. Zeichnen Sie zunächst die vertikalen Hauptlinien ein: Gebäudekanten, Mittelachsen, Flügelstösse und die Grenzen grosser Türanlagen. Erst danach folgen horizontale Bezugslinien, beispielsweise Sturz-, Brüstungs- oder Griffhöhen, soweit sie im Entwurf sichtbar zusammenwirken. Ein überzeugendes Raster muss nicht jedes Feld gleich gross machen. Oft genügt es, eine wichtige Querlinie über mehrere unterschiedlich breite Öffnungen auf gleicher Höhe weiterzuführen. Diese Ordnung lässt sich aus normaler Betrachtungsdistanz meist besser erfassen als ein kompliziertes Gleichmass in jedem einzelnen Element. Prüfen Sie den Entwurf als Strichzeichnung ohne Material- und Farbdetails: Wenn die Linien darin unruhig wirken, lösen zusätzliche Oberflächendetails das Problem nicht.

Für die Gartenfassade können andere Prioritäten gelten als für die Strassenseite. Von aussen werden mehrere Elemente als zusammenhängende Komposition gelesen; von innen entscheidet zusätzlich, wo Blickachsen, Sitzplätze oder Arbeitsflächen liegen. Legen Sie daher pro Ansicht fest, welche Linien zwingend durchlaufen sollen und wo eine Unterbrechung sinnvoll ist. Bei Festfenstern, die nicht zu öffnen sind kann eine Sprossenteilung besonders frei auf die benachbarten Öffnungsflügel abgestimmt werden, weil keine Bedienkante die Ansicht unterbricht. Das bedeutet nicht, dass jedes Festfenster dieselbe Teilung erhalten muss. Vergleichen Sie lieber die gemeinsame Höhe der Felder, die Mittellinie und den Abstand zu Rahmen und Pfosten. Ein Raster ist dann stimmig, wenn es auch bei unterschiedlichen Funktionen eine nachvollziehbare Hierarchie zeigt.

Proportion, Blick und Tageslicht gemeinsam beurteilen

Sprossen teilen nicht nur die Aussenansicht, sondern auch den Ausblick. Stellen Sie sich nicht ausschliesslich vor das Musterfenster, sondern denken Sie an die tatsächliche Nutzung: Blick vom Esstisch, Sicht im Stehen an der Küchenzeile, Durchsicht zur Terrasse oder der Blick aus einem oberen Zimmer. Eine waagrechte Linie kann genau auf Augenhöhe liegen; mehrere kleine Felder können eine entfernte Landschaft deutlich anders rahmen als eine grosse Glasfläche. Es geht nicht darum, möglichst wenige Sprossen zu wählen. Vielmehr soll die Teilung mit den wichtigen Blickrichtungen arbeiten statt sie zufällig zu schneiden. Skizzieren Sie Möbel und typische Aufenthaltsorte im Grundriss. Das macht sichtbar, welche Fensterfläche vor allem Licht bringt und welche als Ausblick erlebt wird.

Betrachten Sie die Lichtwirkung dabei als Zusammenspiel von Glasfläche, Rahmen, Pfosten und Sprossen. Bei einer grossen Öffnung kann ein kräftiges Raster bewusst Schattenlinien und Struktur in den Raum bringen; bei einer kleinen oder bereits stark gegliederten Öffnung kann dieselbe Dichte überladen wirken. Vergleichen Sie Muster deshalb bei Tageslicht und in der vorgesehenen Einbausituation, wenn das möglich ist. Fotografien und Bildschirmdarstellungen helfen bei der Idee, ersetzen aber weder die räumliche Wahrnehmung noch eine massstäbliche Ansicht. Fragen Sie nach der sichtbaren Glasfläche des konkreten Entwurfs und lassen Sie das Raster mit den vorgesehenen Flügelkanten zeichnen. So vermeiden Sie, dass die gewünschte Anzahl Felder zwar stimmt, die Teilung aber wegen Rahmenanteilen oder Öffnungsaufbau eine andere Wirkung erhält als erwartet.

Einflügelige, nach innen öffnende verglaste Balkontür

Kauf-Check 3

Öffnungsflügel als Teil der Zeichnung behandeln

Ein Fenster besteht in der Ansicht nicht nur aus Glas und Sprossen. Flügelkante, Mittelstoss, Griffseite und Anschlag erzeugen zusätzliche Linien, die mit dem Raster konkurrieren oder es unterstützen können. Planen Sie deshalb zuerst, welche Teile sich öffnen müssen und in welche Richtung. Anschliessend prüfen Sie, ob eine Sprossenachse auf einem Flügelstoss liegt, ihn bewusst begleitet oder unvorteilhaft knapp daneben verläuft. Besonders bei zweiflügeligen Elementen kann die mittige Flügelteilung bereits eine starke vertikale Ordnung schaffen. Weitere senkrechte Sprossen sollten dazu ein klares Verhältnis haben. Ein symmetrisches Raster ist nicht zwingend, aber eine zufällig wirkende Verschiebung wird bei geöffneter und geschlossener Stellung gleichermassen sichtbar bleiben.

Bei zweiflügeligen Fenstern, nach innen öffnend sollten Sie die Innenansicht ebenso sorgfältig prüfen wie die Fassade. Der Produkttitel beschreibt die zweiflügelige, nach innen öffnende Konfiguration, nicht die Sprossenverteilung. Lassen Sie deshalb zeigen, auf welchem Flügel die Teilung sitzt und wie sie sich zu Griffen und zum Mittelstoss verhält. Testen Sie im Plan auch den geöffneten Zustand: Welche Bereiche werden beim Lüften oder Reinigen erreicht, und welche Linien sind dann sichtbar? Bei unterschiedlichen Fensterbreiten kann es sinnvoll sein, nicht die Anzahl der Felder zu wiederholen, sondern eine charakteristische Querhöhe oder Mittellinie. Damit bleibt die Familie der Elemente erkennbar, während Öffnungsfunktion und Proportion angemessen berücksichtigt werden.

Grosse Türen nicht wie übergrosse Fenster behandeln

Terrassen- und Balkontüren verbinden Innenraum, Schwelle und Aussenraum; ihre Teilung wird deshalb aus kurzer Distanz und in Bewegung erlebt. Ein Muster, das an einem Fenster ruhig aussieht, kann an einer Tür den Durchblick oder die Orientierung zur Griffzone verändern. Klären Sie zuerst die Funktionsfrage: Welche Teile öffnen, wo wird hindurchgegangen, welche Fläche bleibt fest und welche Ansicht ist bei geschlossener Tür prägend? Danach entscheiden Sie, ob die Sprossen das Fensterraster aufnehmen, es vereinfachen oder einen bewusst grosszügigeren Gegenpol bilden sollen. Ein durchgehendes Raster über alle Glasflächen ist nur eine Möglichkeit. Oft wirkt eine Türanlage besser, wenn ihre beweglichen und festen Teile lesbar bleiben und die gemeinsame Fassadenordnung trotzdem erhalten ist.

Eine Patio Life Hebe-Schiebetür ist als Produktkonfiguration eine Hebe-Schiebetür; die gewünschte Sprossenteilung muss daneben für jedes Feld eindeutig geplant werden. Zeichnen Sie die Flügel- und Festfeldgrenzen immer zusammen mit den Sprossen ein. Sonst kann eine Linie beim Verschieben anders erscheinen, als die reine Frontansicht vermuten lässt. Prüfen Sie auch die Übergänge zu angrenzenden Festverglasungen: Soll eine waagrechte Teilung fortlaufen, oder soll die Schiebetür als grossformatige Öffnung bewusst eigenständig wirken? Beide Ansätze können sinnvoll sein. Wichtig ist, dass die Entscheidung im Angebot nicht nur als «passend zu Fenstern» steht. Geben Sie stattdessen eine referenzierte Ansicht mit Aussen- und Innenseite ab und benennen Sie, welche Ansicht bei Konflikten massgebend ist.

Kauf-Check 4

Eingang, Seitenteil und Falttür differenziert planen

Im Eingangsbereich wird die Verglasung oft aus geringer Entfernung gesehen. Hier treffen Türblatt, Griff, allfällige Paneele, Oberlicht und Seitenteil aufeinander; ein Sprossenmuster muss nicht dieselbe Aufgabe erfüllen wie an der Wohnraumfassade. Entscheiden Sie, ob der Eingang vor allem geschlossen und klar, lichtdurchlässig oder repräsentativ gegliedert wirken soll. Bei verglasten Türseitenteilen, einflügelig gehört das Seitenteil zur gesamten Eingangskomposition, auch wenn es eine andere Breite als das Türblatt hat. Zeichnen Sie daher Türblattkante, Griffbereich und Teilung des Seitenteils gemeinsam. Eine senkrechte Sprosse, die sehr nahe neben einer Türkante endet, kann unruhig wirken; ein bewusst mittig platziertes Feld kann dagegen die schmale Fläche ordnen.

Falttüren verlangen eine separate Betrachtung, weil mehrere bewegliche Flügel beim Öffnen eine veränderliche Faltung bilden. Falttüren, nach aussen öffnend sind nach aussen öffnende Falttüren; ob und wie Sprossen ausgeführt werden, ist eine zusätzliche Planungsfrage. Prüfen Sie die geschlossene Gesamtansicht, aber auch die Lage der Flügelstösse und die Ansicht bei teilweise geöffneter Anlage. Ein feines Raster kann die Vielzahl vertikaler Fugen verstärken, während eine zurückhaltendere Gliederung die Anlage ruhiger lesen lässt. Notieren Sie bei Türen zudem, welche Seite innen und aussen ist. Das klingt selbstverständlich, verhindert aber Fehler, wenn Ansichten gespiegelt oder in einer Planmappe ohne klare Blickrichtung abgelegt werden. Für jedes Eingangselement und jede Falttür sollte eine separate, datierte Freigabeansicht existieren.

Sonderformen und Dachfenster als eigene Aufgaben ansehen

Dreieckige, schräge, runde oder halbkreisförmige Verglasungen folgen nicht automatisch dem Raster rechteckiger Fenster. Bei dreieckigen und schrägen Festfenstern, die nicht zu öffnen sind steht zunächst die Form selbst im Vordergrund. Fragen Sie, ob zusätzliche Linien die Geometrie verständlich machen oder sie unnötig zerschneiden. Eine Übernahme der waagrechten Linien aus dem darunterliegenden Fenster kann ein Ensemble ordnen, muss aber im schrägen Feld nicht dieselben Abstände erzeugen. Beurteilen Sie die Sonderform daher sowohl allein als auch in der Gesamtansicht. Der Versuch, jedes Feld exakt gleich aussehen zu lassen, führt bei abweichenden Geometrien häufig zu komplizierten Restflächen. Besser ist eine klar erkennbare Hauptidee, etwa die Fortsetzung einer Achse oder die bewusste Ruhe der Sonderverglasung.

Dachfenster haben wiederum einen anderen Betrachtungswinkel und eine andere Nähe zum Raum. Bei Dachfenstern mit Schwingflügel muss die Schwingbewegung mitgedacht werden; der Titel bezeichnet ein Dachfenster mit Schwingflügel, nicht eine bestimmte Sprossenlösung. Prüfen Sie die Teilung aus der üblichen Raumposition und fragen Sie, wie sie beim Öffnen sowie bei der Reinigung wahrgenommen wird. Eine aus der senkrechten Fassade übernommene Teilung wirkt in der Dachfläche nicht zwangsläufig gleich. Entwickeln Sie deshalb zuerst die Hauptfassade und entscheiden Sie dann, ob das Dachfenster eine sichtbare Verwandtschaft braucht oder als funktionales Element zurücktritt. Halten Sie Sonderformen nie nur mit einer allgemeinen Bemerkung fest. Eine separate Massansicht mit allen Linien und klarer Blickrichtung schafft die verlässlichere Grundlage für Rückfragen und Bestellung.

Verglaste Falttüranlage

Kauf-Check 5

Reinigung, Nutzung und spätere Änderungen einbeziehen

Die Alltagstauglichkeit hängt von der konkreten Sprossenart, ihrer Lage und der Zugänglichkeit ab. Fragen Sie nicht abstrakt, ob ein Fenster «pflegeleicht» ist, sondern wie Sie die Innen- und Aussenseite der geplanten Ausführung erreichen und welche Flächen durch die Teilung entstehen. Bei hohen Verglasungen, Oberlichtern oder schwer zugänglichen Aussenflächen ist diese Frage wichtiger als bei einem gut erreichbaren Erdgeschossfenster. Lassen Sie sich erläutern, welche Reinigungsroutine für die angebotene Variante vorgesehen ist, statt von einem Muster auf alle Systeme zu schliessen. Berücksichtigen Sie auch Fensterbänke, Vorhänge, Insektenschutz und Möblierung: Sie ändern zwar nicht das Sprossenraster, aber sie beeinflussen, welche Felder im Alltag komfortabel erreichbar bleiben.

Denken Sie zudem an Veränderungen, die Sie wirklich erwarten, etwa eine spätere Beschattung oder eine Umgestaltung der Terrasse. Das bedeutet nicht, jede theoretische Eventualität einzuplanen. Es hilft aber, Schnittstellen sichtbar zu machen, bevor die Ansichten freigegeben sind. Halten Sie bei grossen Türanlagen fest, welche Rasterseite von innen massgebend ist und ob die Aussenansicht dieselbe Gliederung zeigen soll. Bei unterschiedlichen Erwartungen können Sie gezielt eine Alternative vergleichen, anstatt unbemerkt eine Kompromisslösung zu bestellen. Sprossen lassen sich nicht sinnvoll als isoliertes Dekor beurteilen, wenn Rahmen, Flügel und Glasansicht fehlen. Bitten Sie deshalb um die vollständige Elementzeichnung und prüfen Sie sie unter dem Gesichtspunkt Ihrer täglichen Wege: öffnen, lüften, hinausgehen, reinigen und den Raum nutzen.

Die Offerte anhand einer Ansichtsmappe prüfen

Eine gute Anfrage enthält mehr als Masse und den Hinweis «mit Sprossen». Legen Sie eine Ansichtsmappe an, in der jedes Element eine Kennung erhält. Zu jeder Kennung gehören Raum und Fassadenseite, Breite und Höhe, Öffnungsart und -richtung, Sprossenart, Anzahl und Lage der Felder sowie Innen- und Aussenansicht. Ergänzen Sie eine Gesamtansicht jeder wichtigen Fassade mit Bezugslinien. So kann ein Lieferant Rückfragen präzise stellen, und Sie können Offerten vergleichen, ohne Produktnamen oder Visualisierungen zu überinterpretieren. Vermerken Sie zudem, welche Zeichnung bei einer Abweichung massgebend ist. Eine mündliche Bemerkung wie «wie beim Fenster daneben» ist zu ungenau, wenn das Nachbarfenster später noch angepasst wird oder verschiedene Personen mit unterschiedlichen Planständen arbeiten.

Vor der Freigabe lohnt sich eine kurze Koordinationsrunde mit allen, die den Entwurf und den Einbau verantworten. Prüfen Sie anhand der neuesten Zeichnungen: Stimmen Elementkennungen, Masse, Öffnungsrichtungen und Ansichtsseiten? Ist bei jedem Feld dekorativ oder glasteilend eindeutig bezeichnet? Treffen die Sprossen auf Pfosten, Flügelstösse und Türgriffe wie vorgesehen? Sind Ausnahmen bewusst dokumentiert? Projektbezogene Fragen zur Ausführung, Befestigung und zur Vereinbarkeit mit dem Gebäude sollten die zuständigen qualifizierten Fachpersonen anhand der konkreten Unterlagen klären. Bloomcabin nennt für Fenster und Türen eine Garantie von fünf Jahren. Die Lieferzeit beträgt nach Auftragsbestätigung vier bis sechs Wochen; sie ist daher erst in die Bauablaufplanung aufzunehmen, wenn Bestellung und Bestätigung abgestimmt sind.

Häufige Fragen

Sind dekorative Sprossen und glasteilende Sprossen dasselbe?

Nein. Dekorative Sprossen erzeugen die sichtbare Gliederung auf einer durchgehenden Verglasung. Glasteilende Sprossen teilen die Verglasung tatsächlich in einzelne Felder. Beide können ähnlich aussehen, unterscheiden sich aber im Aufbau und in der Detailwirkung. Benennen Sie die gewünschte Ausführung deshalb ausdrücklich in Anfrage, Zeichnung und Auftragsbestätigung.

Soll jedes Fenster im Haus die gleiche Anzahl Sprossenfelder haben?

Nicht unbedingt. Gleiche Feldzahlen können bei unterschiedlichen Fensterformaten unruhig wirken. Sinnvoller ist oft eine wiederkehrende Hauptlinie, etwa eine mittige Vertikale oder eine gemeinsame Querhöhe. Entwickeln Sie das Raster von den prägenden Fassaden aus und entscheiden Sie für kleinere oder besondere Öffnungen bewusst über passende Abweichungen.

Wie prüfe ich Sprossen an einer Schiebe- oder Falttür?

Lassen Sie stets die gesamte Türanlage zeigen: Festfelder, bewegliche Flügel, Pfosten und Sprossen müssen in einer Ansicht stehen. Prüfen Sie zusätzlich den geöffneten Zustand, soweit er für die Anlage relevant ist. Entscheidend sind die Beziehung zum Fenster nebenan, der Durchblick und die sichtbaren Fugen, nicht allein das Muster in einem Türfeld.

Welche Unterlagen sollte ich für eine Offerte bereitstellen?

Hilfreich sind eine Elementliste, Masse, Öffnungsrichtung, Innen- und Aussenansichten sowie eine Fassadenskizze mit Bezugslinien. Notieren Sie pro Element die Sprossenart und das genaue Raster. Ergänzen Sie klare Kennungen und einen Planstand. Damit können Anbieter Rückfragen konkret stellen und verschiedene Angebote werden besser vergleichbar.

Wann sollte die Sprossenplanung endgültig freigegeben werden?

Erst wenn Öffnungsart, Elementmasse, Flügelteilung und die verbindlichen Innen- und Aussenansichten zusammen geprüft sind. Kontrollieren Sie besonders Übergänge zwischen Fenstern, Türen, Seitenteilen und Sonderformen. Stimmen Sie projektbezogene Ausführungsfragen mit den zuständigen qualifizierten Fachpersonen ab. Danach gehört die freigegebene Ansicht zur Bestellung.

Nächster Schritt

Sprossen geben Fenstern und Türen eine Ordnung, die weit über ein einzelnes Element hinaus sichtbar bleibt. Die tragfähige Kaufentscheidung beginnt mit der Gestaltungsabsicht und der klaren Wahl zwischen dekorativer und glasteilender Ausführung. Entwickeln Sie das Raster aus den wichtigen Fassadenlinien, prüfen Sie Ausblick und Öffnungsflügel und behandeln Sie grosse Türanlagen sowie Sonderformen als eigene Aufgaben. Eine vollständige Ansichtsmappe macht Wünsche prüfbar: Jede Öffnung erhält Kennung, Masse, Öffnungsrichtung, Sprossenart und eine eindeutige Innen- und Aussenansicht. So werden Varianten vergleichbar, Ausnahmen bewusst entschieden und die Bestellung kann auf einer nachvollziehbaren Grundlage freigegeben werden.

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