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Was macht die thermische Trennung bei Aluminiumfenstern?

Was macht die thermische Trennung bei Aluminiumfenstern?

Fensterwissen für die Schweiz

Wer ein Fensterprojekt koordiniert, bekommt oft zuerst eine Elementliste, später eine Profilbezeichnung und zuletzt die Frage nach der thermischen Trennung. Genau diese Reihenfolge kann zu unklaren Offerten führen. Bei Aluminiumfenstern ist die thermische Trennung ein konstruktives Detail, das den Wärmeweg durch den Rahmen bremst. Sie ist wichtig, entscheidet aber nicht losgelöst über die Eignung eines Fensters. Für Eigentümerschaften, Architekturbüros und Umbauverantwortliche zählt vielmehr, ob die offerierte Fenstergrösse, die Öffnungsart, die Verglasung, die Anschlüsse und die Montageplanung zusammenpassen. Dieser Ratgeber erklärt das Prinzip ohne Werbeabkürzungen. Er hilft Ihnen, eine Offerte auf den vollständigen Fensteraufbau zu prüfen, Zuständigkeiten im Projekt festzuhalten und vor der Fertigungsfreigabe die Fragen zu stellen, die später nicht mehr einfach zu korrigieren sind.

Fenstergestaltung mit einem Festfeld und einem unterteilten Öffnungsflügel

Ein Detail im Profil mit Wirkung auf das ganze Projekt

Aluminium ist für präzise Profile, grosse Formate und klar gegliederte Ansichten attraktiv. Der Werkstoff leitet Wärme jedoch vergleichsweise gut. Bestünde ein Rahmen innen und aussen aus einem durchgehenden Metallkörper, gäbe es einen direkten Weg für Wärme durch den Querschnitt. Die thermische Trennung setzt innerhalb des Profils an: Sie koppelt die innere und äussere Aluminiumzone über einen Bereich mit geringerer Wärmeleitfähigkeit, statt beide unmittelbar zu verbinden. Der Wärmefluss wird dadurch gebremst. Das ist keine aufgeklebte Schicht, keine Beschichtung auf der Sichtfläche und auch kein Ersatz für die Verglasung. Bei öffenbaren Fenstern betrifft das Prinzip typischerweise sowohl den Blendrahmen als auch den Flügel, weil beide Teil der thermischen Hülle sind.

Für die Kaufentscheidung ist die Trennung vor allem ein Startpunkt für genauere Fragen. Eine kurze Position wie «thermisch getrennt» beschreibt noch nicht, wie das bestellte Element als Ganzes ausgeführt ist. Ein kleines Fenster mit vielen Rahmenlinien hat ein anderes Verhältnis von Rahmen und Glas als ein grosszügiges Festfeld. Auch ein seitlich gekoppeltes Fenster oder ein Element mit mehreren Flügeln bringt zusätzliche Übergänge mit. Wer beispielsweise Festfenster ohne Öffnungsfunktion für eine ruhige Glasfläche erwägt, sollte es nicht automatisch mit einem gleich breiten Öffnungsfenster gleichsetzen. Halten Sie je Position Format, Teilung, Bedienseite und Einbauort fest. So kann der Anbieter die Leistung für das konkrete Element erläutern, statt eine allgemeine Profileigenschaft anzugeben.

Was im Querschnitt tatsächlich zu beurteilen ist

Ein Fensterquerschnitt zeigt weit mehr als die thermische Trennung. Sichtbar werden unter anderem die innere und äussere Profilzone, die Lage des Glases, Dichtungsebenen, Falzbereiche und der Übergang zwischen Rahmen und Flügel. Diese Bauteile bilden gemeinsam Wärmewege. Eine breitere Ansicht ist deshalb nicht automatisch besser, und eine schlanke Ansicht ist nicht automatisch nachteilig. Entscheidend ist die gesamte Geometrie des Systems. Auch die Trennung selbst lässt sich nicht zuverlässig an ihrer sichtbaren Breite beurteilen. Hohlräume, Verbindungen, Profilformen und die konstruktive Einbindung der Verglasung beeinflussen, wie sich Wärme im Rahmen bewegt. Vergleichen Sie Schnitte zudem nur bei gleicher Funktion: Ein seitlicher Schnitt durch einen Flügel beantwortet andere Fragen als ein Schnitt durch einen Mittelstoss oder den unteren Rahmen. Lassen Sie die markierte Schnittebene auf der Ansichtszeichnung zeigen. Prüfen Sie auch, ob sichtbare Abdeckungen, Entwässerungsbereiche oder Anschlussprofile Teil der Darstellung und des Angebots sind. Erst diese Zuordnung macht aus einer technisch wirkenden Abbildung eine brauchbare Entscheidungsgrundlage.

Bitten Sie für wichtige Positionen um eine verständliche Schnittzeichnung der vorgesehenen Ausführung. Die Zeichnung muss nicht jede technische Berechnung ersetzen, sie erleichtert aber die Abstimmung zwischen Fensterlieferant, Planungsseite und Montagebetrieb. Klären Sie, welche Seite innen liegt, wo die Verglasung sitzt und ob der gezeichnete Aufbau zur ausgeschriebenen Öffnungsart gehört. Bei einem einflügeligen, nach innen öffnenden Fenster verändert der Flügel die sichtbaren und konstruktiven Rahmenbereiche gegenüber einem Festfeld. Sinnvoll ist zudem die Frage, ob der dargestellte Schnitt eine typische Darstellung oder genau die offerierte Serie und Verglasungsaufnahme zeigt. Damit vermeiden Sie, dass eine Musterzeichnung als verbindliche Produktdefinition missverstanden wird.

Das Wichtigste zum Einstieg

Rahmenwert, Glaswert und Wert des ganzen Fensters auseinanderhalten

Beim Vergleich technischer Angaben lohnt es sich, die Bezugsgrösse jedes Werts zu lesen. Ein Wert kann sich auf das Glas, einen Profilbereich oder das vollständige Fenster beziehen. Diese Angaben beantworten unterschiedliche Fragen und sind nicht gegeneinander austauschbar. Der Wert des kompletten Fensters berücksichtigt grundsätzlich das Zusammenwirken von Rahmen, Flügel und Verglasung in einer bestimmten Geometrie. Gerade bei Aluminiumfenstern ist das relevant, weil der Rahmenanteil mit Format, Sprossenbild und Öffnungsart variiert. Eine gute Glasangabe allein beschreibt daher nicht, wie sich das gesamte Element verhält; umgekehrt sagt eine günstige Profileigenschaft noch nichts über die gewählte Verglasung aus.

Fordern Sie Angaben immer zusammen mit klaren Massangaben und der konkreten Ausführung an. Fragen Sie: Für welche Breite und Höhe gilt der genannte Wert? Bezieht er sich auf ein Festfeld oder ein öffenbares Element? Welche Verglasung, Teilung und Rahmenansicht wurden zugrunde gelegt? Wenn eine Fassade gleiche Erscheinungsbilder, aber verschiedene Funktionen enthält, kann die Vergleichsgrundlage besonders schnell verrutschen. Ein zweiflügeliges, nach innen öffnendes Fenster hat beispielsweise zwei Flügel und einen mittleren Übergang; das ist eine andere Geometrie als ein einflügeliges Element. Eine saubere Offerte benennt daher nicht nur einen Kennwert, sondern auch die zugehörige Fensterposition und ihre Abmessungen.

Warum die Fenstergrösse und die Teilung mitentscheiden

Die thermische Trennung bleibt im Profil zwar dasselbe Konstruktionsprinzip, ihre Bedeutung innerhalb eines Elements verändert sich aber mit dessen Aufbau. Bei einer grossen, weitgehend ungeteilten Verglasung nimmt Glas einen anderen Anteil der Fläche ein als bei einem schmalen Fenster mit mehreren Rahmen- und Flügellinien. Zusätzliche Pfosten, Kämpfer oder glasteilende Sprossen schaffen gestalterische Ordnung, erhöhen aber zugleich den Anteil nicht verglaster Zonen. Das ist kein Argument gegen Teilungen. Es ist ein Grund, Gestaltung und technische Beurteilung nicht voneinander zu trennen. Besonders bei Umbauten sollte die gewünschte Fassadengliederung bereits in der ersten Vergleichsofferte erscheinen.

Auch Sonderformen verlangen eine positionsbezogene Betrachtung. Dreieckige und schräge Festfenster ohne Öffnungsfunktion können etwa für einen Giebel oder eine Dachraumsituation naheliegen, lassen sich aber nicht anhand der Daten eines rechteckigen Standardfensters beurteilen. Fragen Sie bei solchen Elementen, ob die Angaben genau für die Sonderform verfügbar sind und wie der Anschluss entlang der schrägen Kanten vorgesehen ist. Zeichnungen sollten dabei die lichten Rohbauöffnungen, sichtbaren Ansichten und relevanten Bezugskanten eindeutig ausweisen. Wer nur Gesamtmasse vergleicht, übersieht leicht, dass Anschlussbreiten oder Teilungen die Glasfläche und die Lage des Rahmens verändern können. Das führt sonst erst auf der Baustelle zu Diskussionen über Optik und Passung.

Fenstergestaltung im traditionellen Stil als Kombinationsfenster

Die innere Oberfläche und das Risiko verkürzter Schlussfolgerungen

Weil die thermische Trennung den Wärmeweg im Rahmen bremst, kann sie dazu beitragen, dass die innere Profilseite unter winterlichen Bedingungen weniger stark auskühlt als bei einem nicht getrennten Metallprofil. Daraus folgt aber keine pauschale Aussage über jede innere Oberfläche im Raum. Die Oberflächentemperatur wird vom vollständigen Fenster, vom Rand der Verglasung, vom Anschluss an die Wand, von Aussenbedingungen und von Raumklima beeinflusst. Möbel, dichte Vorhänge oder ungleichmässige Luftbewegung nahe am Fenster können die Situation zusätzlich verändern. Eine thermische Trennung löst deshalb kein Feuchteproblem, das seine Ursache in Lüftung, Baufeuchte oder einem ungeklärten Anschluss hat.

Für die Planung ist es hilfreicher, kritische Zonen konkret zu benennen, statt nur nach einem besonders «warmen Rahmen» zu fragen. Besprechen Sie Laibungen, Sturz, Brüstung, Fensterbank und bei Türen den unteren Anschluss. In der Sanierung ist zudem relevant, ob bestehende Wandbereiche, Rollladenkästen oder Verkleidungen erhalten bleiben. Der Fachplaner oder qualifizierte Montagebetrieb kann beurteilen, welche Details für den vorhandenen oder geplanten Baukörper untersucht werden sollen. Dokumentieren Sie dazu Wandaufbau, Fotos der Öffnungen und, falls vorhanden, frühere Pläne. So wird die thermische Trennung richtig als Teil eines zusammenhängenden Details behandelt und nicht als isolierte Zusage für den Raumkomfort.

Verglasung, Glasrand und Dichtungen gehören in dieselbe Besprechung

Der Rahmen ist nur ein Teil des Fensters. Die Verglasung prägt einen grossen Teil der Fläche, während der Glasrand den Übergang zwischen Scheibe und Rahmen bildet. Dichtungen steuern wiederum, wie Rahmen und Flügel zusammenwirken. Diese Komponenten sollten in einer Bestellung gemeinsam beschrieben sein. Es genügt nicht, den Profilaufbau sorgfältig auszuwählen und die Glasposition später offen zu lassen. Ebenso wenig lässt sich aus einer gewählten Verglasung ableiten, wie der Rahmen aufgebaut sein muss. Ein vollständiges Angebotsblatt verbindet deshalb Profilserie, Verglasungsaufbau, Glasart wo relevant, Teilung, Öffnungsweise und Beschläge mit einer eindeutig referenzierten Zeichnung.

Das gilt besonders für Kombinationen mit unterschiedlichen Funktionen. Ein Kombi-Fenster kann feste und öffenbare Bereiche in einer gestalterischen Einheit zusammenführen. Für die Offerte sollte dann klar erkennbar sein, welche Felder geöffnet werden, wo die Rahmenlinien verlaufen und ob alle Felder dieselbe Verglasung erhalten. Fragen Sie ausserdem nach der vorgesehenen Glasdicke, soweit diese für die gewählte Konfiguration festgelegt wird, sowie nach der Lage von Sicherheits- oder Sichtschutzanforderungen, falls Ihr Projekt solche vorsieht. Technische Eignung und Projektkonformität beurteilt die zuständige Fachperson. Der wichtige Einkaufsschritt besteht darin, dass keine Annahme über Glas oder Dichtung bloss mündlich bleibt.

Das Wichtigste zum Einstieg

Öffnungsart, Bedienung und thermischer Aufbau gemeinsam planen

Ein Fenster wird nicht besser, wenn eine gewünschte Bedienung erst nachträglich in ein festgelegtes Raster gezwängt wird. Ein Flügel braucht Platz zum Drehen, Beschläge, Dichtungsanschlüsse und eine sinnvolle Griffposition. Diese Anforderungen verändern den Aufbau gegenüber einer nicht zu öffnenden Scheibe. Legen Sie deshalb vor der Preisabfrage fest, welche Räume tatsächlich gelüftet werden sollen, wo eine Reinigung von innen erfolgen muss und welche Öffnungsrichtung im Alltag funktioniert. Die thermische Trennung bleibt dabei wichtig, doch sie darf nicht als Grund dienen, Bedienfragen zu übergehen. Ein Fenster, das schlecht erreichbar ist oder mit Mobiliar kollidiert, bleibt trotz sorgfältigem Profilaufbau eine unbefriedigende Wahl.

Bei grossen Durchgängen ist die Abwägung besonders deutlich. Patio Life Hebe-Schiebetüren stehen als Türkonfiguration für breite Öffnungen zur Diskussion, während ein Drehflügel einen anderen Platzbedarf und eine andere Nutzung erzeugt. Vergleichen Sie nicht nur die Ansicht im geschlossenen Zustand, sondern auch Schwelle, Griffseite, Bewegungsraum und die Einbindung in Bodenbeläge. Fragen Sie beim jeweiligen Element, welche Bereiche Rahmen, Flügel und feste Verglasung bilden und welche Angaben für genau diese Kombination vorliegen. Auf diese Weise wird die thermische Trennung in eine funktionierende Tür- oder Fensterplanung eingebettet, statt als einzelnes Auswahlkriterium eine ungeeignete Öffnungsart zu überdecken.

Der Anschluss an Wand, Laibung und Boden ist keine Montage-Nebensache

Ein hochwertiger Fensterrahmen erreicht seine geplante Wirkung nicht unabhängig vom Einbau. Zwischen Element und Baukörper liegen Befestigung, Abdichtung und Anschlussmaterialien; die Einbaulage im Wandaufbau beeinflusst ebenfalls das Zusammenspiel. Besonders bei Ersatzfenstern können unebene Öffnungen, alte Verkleidungen oder unbekannte Schichten die Detailplanung erschweren. Eine thermische Trennung endet im Profil und ersetzt keine durchdachte Anschlusslösung. Wer nur Elementpreise vergleicht, lässt daher einen wesentlichen Teil der Aufgabe offen. Besser ist es, den Lieferumfang und die Leistungen für Aufmass, Ausbau, Vorbereitung, Montage, Abdichtung und Abschlussarbeiten getrennt und verständlich zu erfassen. Lassen Sie in der Offerte erkennen, ob Gerüst, Hebemittel, Baustellenzugang oder Schutz bestehender Oberflächen vorausgesetzt, enthalten oder bauseits bereitzustellen sind. Klären Sie ebenso, wer nach dem Ausbau unerwartete Schäden oder abweichende Öffnungsmasse beurteilt und wie Änderungen freigegeben werden. Diese organisatorischen Punkte verändern die thermische Trennung nicht, entscheiden aber darüber, ob das geplante Anschlussdetail auf der Baustelle tatsächlich ausgeführt werden kann.

Vor der Bestellung sollten alle Beteiligten wissen, wer welche Masse prüft und wer die Anschlussdetails freigibt. Halten Sie den Zustand der Öffnungen mit Fotos fest und markieren Sie besondere Punkte wie Anschlüsse an eine Aussenbeschattung, Innenbänke, Fassadenbekleidungen oder schwellennahe Beläge. Bei nach aussen öffnenden Falttüren kommt zusätzlich die Planung der geöffneten Flügel vor der Fassade hinzu; bei jeder Tür ist der untere Anschluss frühzeitig zu koordinieren. Lassen Sie die konkrete Eignung des Anschlusses durch die dafür verantwortliche qualifizierte Fachperson beurteilen. Das schafft eine belastbare Schnittstelle zwischen Produktwahl und Bauausführung, ohne aus der Profilbeschreibung unzulässige Annahmen über den Bestand abzuleiten.

Zweiflügeliges nach innen öffnendes Fenster

So werden Offerten vergleichbar statt nur preislich nebeneinandergelegt

Eine belastbare Vergleichstabelle beginnt mit einer Positionsnummer pro Öffnung. Neben Raum und Fassadenseite gehören Rohbaumass beziehungsweise geprüftes Bestellmass, Elementmass, Öffnungsart, Anschlag, Teilung, Glasbeschreibung und Farbe oder Oberfläche in dieselbe Zeile. Ergänzen Sie die erwartete Leistungsgrenze: Soll nur geliefert werden, oder umfasst die Position auch Aufmass, Ausbau und Montage? Dann lässt sich sehen, ob zwei Offerten wirklich dasselbe meinen. Die Angabe zur thermischen Trennung wird dadurch nicht unwichtig; sie erhält nur den richtigen Platz neben den übrigen Merkmalen. Ein niedrig wirkender Preis für ein anders aufgebautes Element ist kein direkter Vergleich.

Prüfen Sie auch, ob Nebenpositionen sichtbar gemacht sind. Dazu können je nach Projekt Demontage, Entsorgung, Schutzmassnahmen, Abdeckungen, Nacharbeiten an Leibungen und die Koordination mit anderen Gewerken zählen. Nicht jede Leistung muss in derselben Offerte enthalten sein, aber jede Auslassung sollte bewusst sein. Fragen Sie vor einer Zusage nach offenen Annahmen, nicht erst nach der Auftragsbestätigung. Bloomcabin nennt für Fenster und Türen eine Garantie von 5 Jahren. Die Lieferzeit beträgt 4–6 Wochen, vorbehaltlich Auftragsbestätigung. Beides ersetzt keine Prüfung der Bestellunterlagen, hilft aber bei der Terminplanung. Planen Sie die Montage erst verbindlich, wenn Masse, Konfiguration und Auftragsbestätigung abgestimmt sind.

Die Freigabe: vom Musterfenster zur bestellbaren Position

Vor der Fertigungsfreigabe lohnt sich eine letzte Prüfung anhand der tatsächlichen Fassade und nicht nur der Einzelzeichnung. Kontrollieren Sie Öffnungsrichtungen aus Innen- und Aussenansicht, Griffhöhen, Teilungen, Bezugshöhen und den Verlauf benachbarter Elemente. Wenn bestehende Fenster ersetzt werden, ist ein Aufmass nach Freilegung oder nach klar definierter Öffnungssituation oft wertvoller als ein frühes Schätzen anhand alter Pläne. Die thermische Trennung gehört in dieser Phase als bestätigter Bestandteil der gewählten Profilkonstruktion auf die Unterlagen. Entscheidend ist, dass sie der beschriebenen Serie und nicht bloss einer allgemeinen Produktfamilie zugeordnet wird. Führen Sie für Korrekturen einen eindeutigen Planstand mit Datum und Revisionsbezeichnung. Durchgestrichene Masse, lose E-Mail-Hinweise oder mehrere gleichzeitig verwendete Zeichnungen erhöhen das Risiko, dass eine alte Variante freigegeben wird. Eine zweckmässige Schlusskontrolle vergleicht deshalb Positionsliste, Ansichtszeichnung, Schnitte und Offertentext miteinander. Abweichungen werden schriftlich bereinigt, bevor eine unterschriebene oder anderweitig bestätigte Fassung als Bestellgrundlage gilt.

Bei Fassaden mit regelmässigem Raster kann ein einflügeliges, nach aussen öffnendes Drehfenster als eine der vorgesehenen Bedienvarianten dienen. Ob es zu Ihrem Baukörper und Nutzungskonzept passt, hängt jedoch von der konkreten Planung ab. Lassen Sie für jede Position bestätigen, welche Zeichnung verbindlich ist, welche Änderungen nach dem Aufmass erfolgt sind und welche Punkte noch durch andere Projektbeteiligte entschieden werden müssen. Bewahren Sie Offerte, Zeichnungen, Farbfreigaben und Auftragsbestätigung gemeinsam auf. Damit ist später nachvollziehbar, welche Ausführung vereinbart wurde. Die thermische Trennung wird so nicht zum rätselhaften Marketingbegriff, sondern zu einem dokumentierten Element eines koordinierten Fensterprojekts.

Häufige Fragen

Ist ein thermisch getrenntes Aluminiumfenster automatisch ein gutes Fenster?

Nein. Die Trennung verbessert den Wärmeweg im Profil, sagt aber allein nichts Abschliessendes über Verglasung, Glasrand, Rahmenanteil, Grösse, Öffnungsart oder Einbau aus. Lassen Sie sich die Angaben für das vollständige, bemasste Element geben und prüfen Sie den vorgesehenen Anschluss an den Baukörper mit der zuständigen Fachperson.

Kann ich zwei Fenster anhand der Aussage «thermisch getrennt» vergleichen?

Nur sehr eingeschränkt. Beide Rahmen können thermisch getrennt sein und dennoch unterschiedliche Geometrien, Verglasungen oder Werte für das gesamte Element aufweisen. Vergleichen Sie identische Positionen mit gleicher Breite, Höhe, Teilung und Öffnungsart. Fragen Sie zudem, auf welche konkrete Ausführung sich jede technische Angabe bezieht.

Muss bei einem Festfenster weniger auf den Rahmen geachtet werden?

Nein. Ein Festfenster hat zwar keinen beweglichen Flügel, sein Rahmen bleibt aber Teil der thermischen Hülle und des Wandanschlusses. Der grössere Glasanteil kann die Gewichtung verändern, ersetzt jedoch keine Prüfung von Profil, Verglasung, Glasrand und Einbaulage. Beurteilen Sie immer die konkret geplante Grösse.

Hilft eine thermische Trennung gegen Kondensat?

Sie kann zu günstigeren inneren Rahmenoberflächen beitragen, ist aber keine alleinige Lösung gegen Kondensat. Raumluft, Lüftungsverhalten, Baufeuchte, Glasrand und Anschlussdetails beeinflussen die Situation ebenfalls. Wenn Feuchte bereits ein Thema ist, sollten Ursache und Detailplanung durch eine geeignete qualifizierte Fachperson untersucht werden.

Welche Unterlagen brauche ich vor der Bestellung?

Sinnvoll sind eine Positionsliste, bemasste Zeichnungen, Angaben zu Öffnungsart und Teilung, die gewünschte Verglasung, Informationen zum Wand- und Bodenaufbau sowie geklärte Zuständigkeiten für Aufmass und Montage. Bitten Sie um eine Auftragsbestätigung, die diese Punkte eindeutig der bestellten Fensterkonfiguration zuordnet.

Nächster Schritt

Die thermische Trennung macht Aluminiumfenster thermisch sinnvoller, weil sie den direkten Wärmeweg durch das Profil unterbricht. Ihr Wert zeigt sich aber nicht als isoliertes Etikett. Erst Rahmenaufbau, Verglasung, Format, Teilung, Öffnungsfunktion und Baukörperanschluss ergeben die tatsächliche Fensterposition. Für ein gut steuerbares Projekt sollten Sie daher nicht nach dem allgemein besten Profil fragen, sondern nach nachvollziehbaren Angaben für jede bemasste Öffnung. Eine einheitliche Positionsliste, verbindliche Zeichnungen und früh geklärte Montagezuständigkeiten machen technische Aussagen prüfbar und Offerten vergleichbar. So lässt sich die passende Aluminiumfensterlösung auf Grundlage des gesamten Projekts auswählen.

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