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Zweifach- oder Dreifachverglasung: Was passt?

Zweifach- oder Dreifachverglasung: Was passt?

Fenster und Türen planen

Wer Fenster oder Terrassentüren ersetzt, muss die Glasfrage oft koordinieren, während Masse, Fassadenarbeiten, Beschattung und Einbau noch nicht endgültig feststehen. Genau dann ist eine pauschale Entscheidung für zwei- oder dreifach verglaste Elemente riskant. Die dritte Scheibe verändert nicht nur den Wärmeschutz des Glaspakets, sondern auch Gewicht, Glasdicke, Lichtdurchlass, mögliche Sonneneinstrahlung und die Anforderungen an Rahmen, Beschläge und Montage. Bei einer Wohnung mit einer grossen Schiebetür zum Balkon, mehreren Schlafzimmerfenstern und einer wenig genutzten Abstellkammer können deshalb unterschiedliche Prioritäten bestehen. Entscheidend ist nicht die Zahl der Scheiben auf dem Datenblatt, sondern ob das vollständige Element zur Nutzung des Raums, zur bestehenden Wand und zum vorgesehenen Anschluss passt. Mit einer sauberen Elementliste, geklärten Zuständigkeiten und vergleichbaren Offerten lässt sich die Wahl nachvollziehbar treffen.

Patio Life Schiebetür-Design

Die Verglasung als Teil eines koordinierten Auftrags

Die Ausgangsfrage lautet besser nicht «Welche Verglasung ist besser?», sondern «Welche Öffnung soll in welchem Raum welche Aufgabe erfüllen?». Erstellen Sie vor der Anfrage eine Liste mit jeder Fenster- und Türöffnung: Raum, ungefähres Mass, Lage, Öffnungsrichtung, Nutzung, vorhandene Beschattung und Zustand der Laibung. Ergänzen Sie, ob Fassade, Fensterbank oder Innenverkleidung gleichzeitig bearbeitet werden. Das macht sichtbar, wo eine gemeinsame Lösung sinnvoll ist und wo eine einzelne Öffnung besondere Aufmerksamkeit verlangt. Wer Eigentümerschaft, Verwaltung, Planer und Montagebetrieb früh auf dieselbe Liste abstimmt, reduziert widersprüchliche Annahmen zwischen Offerte und Baustelle. Vermerken Sie ausserdem, wer das Aufmass freigibt und wer Änderungen an angrenzenden Bauteilen beauftragen darf.

Zweifachverglasung besteht aus zwei Scheiben mit einem Zwischenraum, Dreifachverglasung aus drei Scheiben mit zwei Zwischenräumen. Dieser Aufbau beeinflusst die wärmetechnische Wirkung der Verglasung, beschreibt aber kein fertiges Bauteil. Rahmenanteil, Glasrand, Flügelkonstruktion, Abmessung und Öffnungsmechanismus prägen das Gesamtergebnis mit. Ein schmales, zu öffnendes Fenster hat einen anderen Rahmenanteil als eine breite feste Fläche. Fordern Sie daher für die relevanten Masse Werte des gesamten Fensters oder der gesamten Tür an. Festfenster ohne Öffnungsfunktion eignen sich als Beispiel dafür, weshalb ein festes Element nicht einfach mit einem beweglichen Flügel gleicher Ansicht gleichgesetzt werden sollte. Notieren Sie in der Vergleichstabelle deshalb immer Elementart und tatsächliche Grösse neben dem ausgewiesenen Wert.

Wärmekomfort dort beurteilen, wo er erlebt wird

Am deutlichsten wird die Wahl der Verglasung an Plätzen, die täglich nahe am Fenster genutzt werden. Stehen Esstisch, Sofa oder Arbeitsplatz unmittelbar vor einer grossen Öffnung, kann eine wärmetechnisch stärker ausgelegte Verglasung das Empfinden an kalten Tagen günstig beeinflussen. Dreifachverglasung wird deshalb oft für Wohn- und Schlafräume in Betracht gezogen. Sie löst jedoch keine Probleme, die ausserhalb des Glaspakets liegen. Luftbewegungen an undichten Fugen, unklare Anschlüsse oder kalte Bereiche der angrenzenden Konstruktion können den Raumkomfort weiterhin bestimmen. Die Glasentscheidung gehört folglich in ein Gesamtkonzept für Element und Einbau. Halten Sie bei der Besichtigung fest, an welchen Sitz- oder Liegeplätzen Zugerscheinungen oder kalte Oberflächen besonders störend wären.

Trennen Sie bei der Planung Räume mit unterschiedlicher Nutzung, statt überall automatisch dieselbe Ausführung zu verlangen. Ein konstant beheiztes Wohnzimmer, ein Schlafzimmer, ein Treppenhaus und ein selten genutzter Nebenraum stellen andere Fragen. Das bedeutet nicht, dass einzelne Elemente beliebig kombiniert werden sollten: Eine einheitliche Fassadenansicht, ähnliche Bedienung und eine verständliche Wartung haben ebenfalls Wert. Sinnvoll ist eine begründete Gruppierung: Welche Öffnungen erhalten dieselbe Konfiguration, und welches Element weicht aus welchem konkreten Grund ab? Diese Begründung sollte in der Bestellübersicht stehen, damit später nicht versehentlich eine Ausnahme zur Standardausführung wird. Verwenden Sie kurze Gruppenbezeichnungen wie «beheizter Wohnbereich», «Dachraum» oder «unbeheizter Nebenbereich», damit Änderungen eindeutig zugeordnet bleiben.

Gesamtwerte statt Scheibenzahl vergleichen

Ein Glaswert und ein Wert für das vollständige Element sind unterschiedliche Angaben. Das Glas kann nur einen Teil der Fläche ausmachen; der Rahmen, die Übergänge am Glasrand und die Konstruktion des Flügels gehören ebenfalls zum Bauteil. Darum kann eine Aussage über die Scheiben allein nicht zuverlässig beantworten, wie sich ein bestimmtes Fenster in einer konkreten Grösse einordnet. Bitten Sie Anbieter um Angaben, die eindeutig dem gewünschten Element zugeordnet sind. Vergleichen Sie dabei nur Offerten mit gleichen Aussenmassen, gleicher Öffnungsart, gleichem Rahmenkonzept und gleicher Verglasungsbeschreibung. Andernfalls wird ein Zahlenvergleich schnell irreführend. Fehlt eine Zuordnung, fragen Sie nach, ob die Angabe für ein Musterformat, das Glas allein oder Ihre bestellte Position gilt.

Bei sehr grossen Öffnungen spielt die Aufteilung besonders stark hinein. Eine breite Glasfläche mit schlankem Rahmenanteil wird anders beurteilt als mehrere kleine Flügel mit vielen Rahmenlinien. Auch ein festes Oberlicht neben einer Tür ist kein technisches Detail ohne Folgen für die Gesamtbetrachtung. Halten Sie deshalb in der Anfrage fest, welche Felder fest, beweglich oder als Tür gedacht sind. Für Sonderformen gilt dasselbe: dreieckige und schräge Festfenster benennen eine Elementart, nicht automatisch die passende Glas- oder Anschlussausführung für ein bestimmtes Projekt. Lassen Sie diese Punkte für das tatsächliche Mass und die vorgesehene Einbaulage prüfen. Eine Positionsskizze mit Feldbezeichnungen verhindert dabei, dass Anbieter dieselbe Öffnung unterschiedlich aufteilen und dadurch unvergleichbare Offerten erstellen.

Tageslicht, Aussicht und Sonneneinstrahlung abwägen

Mehr Scheiben bedeuten nicht nur eine andere thermische Betrachtung. Die Wahl kann auch den Tageslichteinfall und die solare Wirkung einer Verglasung beeinflussen. Wie stark das im Raum auffällt, hängt von Orientierung, Fenstergrösse, Umgebung, Laibungstiefe und Innenraum ab. Ein heller Raum mit grossen Öffnungen hat andere Prioritäten als ein eher dunkles Zimmer mit kleiner Fensterfläche. Statt ausschliesslich nach der Verglasungsart zu fragen, beschreiben Sie deshalb die gewünschte Raumatmosphäre: Soll möglichst viel Tageslicht erhalten bleiben? Ist sommerliche Überhitzung ein Thema? Gibt es bereits aussenliegenden oder innenliegenden Sonnenschutz? Diese Angaben helfen bei einer projektspezifischen Empfehlung. Vergleichen Sie Bemusterungen möglichst unter ähnlichen Lichtbedingungen und nicht nur im künstlich beleuchteten Ausstellungsraum.

Vergleichen Sie den Glasanteil der Gestaltung mit. Breitere Rahmen, Sprossen und Flügelteilungen verändern die sichtbare Glasfläche oft stärker als erwartet. Das betrifft besonders historische Ansichten, bei denen Proportionen und Details bewusst gewählt werden. Drehfenster «Kombi» im historischen Stil, nach aussen öffnend können beispielsweise eine gestalterische Ausgangslage vorgeben; die gewünschte Verglasung muss dann mit Format, Ansichtsbreite und Bedienung zusammen gedacht werden. Bitten Sie um eine klare Zeichnung oder Ansicht, bevor Sie entscheiden. So können Sie nicht nur technische Angaben, sondern auch Lichtflächen, Teilungen und den Blick nach draussen anhand derselben Konfiguration beurteilen. Markieren Sie in der Zeichnung, welche Sprossen dekorativ und welche glasteilend vorgesehen sind, damit Gestaltung und Glasaufbau nicht verwechselt werden.

Verglastes Schiebetür-Design für die Terrasse

Gewicht und Bedienung bei beweglichen Elementen

Dreifachverglasung kann gegenüber einer zweifachen Ausführung ein schwereres Glaspaket bedeuten. Das ist vor allem bei grossen Flügeln, Balkon- und Terrassentüren relevant, weil Rahmen, Beschläge und Öffnungsbewegung zusammenarbeiten müssen. Eine Tür, die auf dem Plan nur als Glasfläche erscheint, wird im Alltag mehrmals täglich bewegt, geöffnet, geschlossen und gereinigt. Fragen Sie daher nicht nur nach der Verglasung, sondern nach den für die geplante Grösse vorgesehenen Beschlägen, der zulässigen Konfiguration und der Bedienung. Die Antwort sollte sich auf Ihr konkretes Mass beziehen, nicht auf ein allgemeines Produktbild. Lassen Sie auch erläutern, welche Flügel täglich geöffnet werden sollen und welche Position hauptsächlich zum Lüften oder Reinigen dient.

Bei einer grossen Öffnung kann die passende Lösung eine andere Aufteilung sein, etwa ein fester Seitenteil neben einem beweglichen Flügel oder ein anderes Öffnungskonzept. Patio Life Hebe-Schiebetüren sind eine mögliche Produktart für grosszügige Übergänge; ob sie zur gewünschten Verglasung, zum Bodenanschluss und zur Nutzung passen, muss jedoch separat abgeklärt werden. Überlegen Sie früh, wer die Tür bedient, welche Möbel im Bewegungsbereich stehen und wie der Übergang zur Terrasse oder zum Balkon genutzt wird. Eine Verglasung ist dann gut gewählt, wenn sie nicht nur auf dem Papier, sondern mit dem gewählten Öffnungsprinzip zuverlässig zusammenpasst. Prüfen Sie auf dem Grundriss zudem Laufwege, Vorhänge und die zugängliche Seite für die spätere Glasreinigung.

Rahmen, Glasrand und sichtbare Konstruktion einbeziehen

Die dritte Scheibe beansprucht innerhalb der Konstruktion Platz. Je nach System kann dies Auswirkungen auf Aufbau, Ansichtsbreiten und Verhältnis von Rahmen zu Glas haben. Deshalb sollte eine Entscheidung nie auf einem isolierten Muster des Glaspakets beruhen. Sehen Sie sich eine bemasste Ansicht des gewünschten Elements an und fragen Sie nach der sichtbaren Rahmenbreite, nach Pfosten und nach der Flügelaufteilung. Gerade bei mehreren nebeneinanderliegenden Fenstern beeinflussen diese Linien die Architektur stärker als ein einzelnes kleines Muster. Technische und gestalterische Ziele lassen sich besser verbinden, wenn sie in derselben Zeichnung geprüft werden. Vergleichen Sie Innen- und Aussenansicht getrennt, weil Flügel, Pfosten und Beschläge je nach Blickrichtung unterschiedlich in Erscheinung treten können.

Der Glasrand ist ebenfalls ein Übergangsbereich, der im Gesamtwert berücksichtigt wird. Fragen Sie in der Offerte, wie Verglasung, Rahmen und Elementwert bezeichnet werden, damit Angaben nicht vermischt werden. Eine präzise Anfrage nennt zudem Farbe, Sprossenart, Öffnungsrichtung und alle Felder. Die Begriffe Sprossen und glasteilende Sprossen sollten nicht vertauscht werden, weil sie unterschiedliche Konstruktionen bezeichnen können. Bei Kombi-Fenstern lohnt es sich besonders, die Einzelfelder und beweglichen Teile klar aufzuführen. Nur so ist für alle Beteiligten erkennbar, welche Verglasung wo vorgesehen ist und was tatsächlich zum Lieferumfang gehört. Ergänzen Sie bei mehrteiligen Elementen eine eindeutige Nummer für jedes Feld und lassen Sie Änderungen in der revidierten Zeichnung nachführen.

Anschlüsse an Bestand und Fassade früh klären

Eine neue Verglasung kann ihre Wirkung nur im Zusammenspiel mit einem gut geplanten Einbau entfalten. Vor einer Bestellung sollte geklärt sein, wo das Element in der Wand sitzt, wie die Laibung weitergeführt wird und wie die Übergänge innen und aussen ausgebildet werden sollen. Bei einer Sanierung sind vorhandene Fensterbänke, Aussenputz, Rollläden oder Fensterläden oft genauso entscheidend wie das neue Fenster. Dokumentieren Sie den Bestand mit Fotos und Massen, insbesondere bei unregelmässigen Öffnungen. Ein qualifizierter Fachplaner oder Montagefachbetrieb kann beurteilen, welche Details im konkreten Wandaufbau zu beachten sind. Fotografieren Sie dabei auch verdeckte oder schwer erreichbare Bereiche, soweit dies ohne Eingriff möglich ist, und ordnen Sie jedes Bild einer Elementnummer zu.

Die Reihenfolge der Arbeiten verdient einen festen Platz im Projektgespräch. Werden Fenster zuerst eingebaut und später Fassade oder Innenausbau erneuert, müssen die Anschlüsse dennoch von Beginn an vorgesehen sein. Werden dagegen nur einzelne Elemente ersetzt, können sichtbare Übergänge oder bestehende Materialien die Auswahl stärker begrenzen. einflügelige Fenster, nach innen öffnend zeigen, dass auch die Öffnungsrichtung zur Anschlusssituation passen muss: Prüfen Sie innen die Kollision mit Vorhängen, Möbeln und Laibungen. Beauftragen Sie keine Ausführung allein anhand eines Fotos; bestätigen Sie Aufmass und Anschlussverantwortlichkeiten schriftlich, bevor die Fertigung freigegeben wird. Halten Sie zusätzlich fest, wer Demontagespuren, Putzanschlüsse, Malerarbeiten und Anpassungen an Fensterbänken übernimmt, damit der Offertvergleich denselben Umfang abbildet.

Aussentüren und Verglasung getrennt spezifizieren

Bei einer Aussentür ist das Glas nur ein Baustein eines komplexeren Elements. Türblatt oder Paneel, Verglasungsfeld, Seitenteil, Schwelle, Schlossbereich und Öffnungsrichtung beeinflussen die Planung. Es ist daher nicht sinnvoll, die Fensterverglasung ohne Prüfung auf die Haustür zu übertragen. Beschreiben Sie in der Anfrage, wie viel Licht am Eingang gewünscht ist, ob ein Seitenteil vorgesehen wird und welche Nutzung der Zugang hat. Auch die Lage zu Wetterseite, Vordach und Innenflur gehört zur Ausgangslage. Der Anbieter kann die Verglasungsfrage nur dann sinnvoll einordnen, wenn diese Gestaltung und Nutzung bekannt sind. Vermerken Sie ausserdem, ob die Tür hauptsächlich als täglicher Eingang, als Gartenzugang oder nur gelegentlich genutzt wird.

Für Eingangsbereiche mit grossen Glasanteilen können verglaste Türseitenteile, einflügelig eine gestalterische Option sein. Sie ersetzen aber keine vollständige Spezifikation der Türanlage. Klären Sie, welche Felder feststehen, welche sich öffnen und wie die Ansicht von innen und aussen gegliedert sein soll. Bei einer Paneelaussentür gelten wieder andere Fragen als bei einer überwiegend verglasten Balkonöffnung. Lassen Sie für jede Türanlage ein zusammenhängendes Angebot erstellen, statt Tür, Verglasung und Seitenteil aus getrennten Annahmen zusammenzusetzen. Das erleichtert die Prüfung von Massen, Anschlägen, Beschlägen und dem Anschluss an Boden und Wand. Eine Gesamtzeichnung sollte auch Schwelle, Durchgang, Griffseite und Lage der angrenzenden festen Felder eindeutig zeigen.

Einflügeliges, nach innen öffnendes Terrassentür-Design

Zweifachverglasung als gezielte Alternative prüfen

Zweifachverglasung sollte weder vorschnell ausgeschlossen noch allein wegen einer vermeintlich einfacheren Lösung gewählt werden. Sie kann bei einer spezifischen Bestandsaufgabe, einer weniger intensiv genutzten Fläche oder einer Konstruktion mit begrenztem Aufbau als Alternative zur Diskussion stehen. Die Entscheidung braucht aber dieselbe Sorgfalt wie bei einer Dreifachverglasung: Welchen Gesamtwert hat das vollständige Element? Passt der Anschluss zur Wand? Wie wird der Raum genutzt? Was bedeutet die Ausführung für Licht, Gewicht und Gestaltung? Ohne diese Antworten ist «zweifach» keine Spezifikation, sondern nur ein unvollständiger Ausgangspunkt. Verlangen Sie bei einer vorgeschlagenen Abweichung eine kurze projektspezifische Begründung, statt sie lediglich als günstigere oder leichtere Variante zu übernehmen.

Ein Dachraum illustriert die Notwendigkeit einer getrennten Betrachtung. Dachneigung, Einbausituation, Bedienhöhe, Beschattung und sommerliche Nutzung können dort andere Fragen aufwerfen als bei einem Fassadenfenster. Dachfenster mit Schwingflügel sind deshalb nicht einfach als kleinere Version eines Wandfensters zu vergleichen. Geben Sie für jedes Element die Einbaulage und die geplante Nutzung an und bitten Sie um eine Auslegung für genau diese Situation. Wenn technische Grenzen oder gestalterische Vorgaben eine Auswahl beeinflussen, halten Sie die Begründung in der Projektakte fest. So bleibt auch bei späteren Änderungen nachvollziehbar, weshalb eine Verglasung gewählt wurde. Ergänzen Sie, wie das Fenster erreicht, bedient, beschattet und gereinigt werden soll; diese Alltagsfragen können die geeignete Konfiguration wesentlich mitbestimmen.

Offerten bestellbar machen und Abnahme vorbereiten

Eine gute Offerte beantwortet mehr als die Frage nach zwei oder drei Scheiben. Sie führt jedes Element mit Kennzeichnung, Mass, Öffnungsart, Anschlag, Rahmenausführung, Verglasung, Teilungen und Zubehör auf. Ergänzen Sie, welche Angaben als Leistung des gesamten Elements gelten und ob sie für die bestellte Grösse ausgewiesen sind. Prüfen Sie auch, ob Aus- und Einbau, Abdichtung, Anpassungen an Laibungen, Entsorgung und Abschlussarbeiten im Umfang klar beschrieben sind. Fehlende Positionen sind nicht zwingend ausgeschlossen, aber sie müssen vor Auftragserteilung eindeutig zugeordnet werden. Das verhindert, dass unterschiedliche Offerten nur scheinbar vergleichbar sind. Erstellen Sie eine Spalte für offene Punkte und schliessen Sie diese schriftlich, bevor Preis, Umfang und Ausführung abschliessend beurteilt werden.

Vor der Bestellung empfiehlt sich ein gemeinsamer Kontrolltermin mit der Person, die Aufmass, Lieferung und Einbau koordiniert. Gehen Sie jedes Element anhand der Liste durch und markieren Sie Sonderfälle wie Festfelder, grosse Türflügel oder historische Teilungen. Bei zweiflügeligen Balkontüren, nach innen öffnend sollten beispielsweise Öffnungsraum, Flügelreihenfolge und Möblierung ebenso besprochen werden wie die Verglasung. Die reguläre Lieferzeit für Fenster und Türen beträgt bei Bloomcabin 4–6 Wochen, vorbehaltlich Auftragsbestätigung. Rechnen Sie erst nach dieser Bestätigung verbindlich mit der Terminfolge für Ausbau, Einbau und nachfolgende Gewerke. Für Fenster und Türen gilt eine Garantie von 5 Jahren. Bewahren Sie bestätigte Zeichnungen und Positionslisten für die Eingangskontrolle und spätere Abnahme auf.

Häufige Fragen

Ist Dreifachverglasung immer die bessere Wahl?

Nein. Sie kann für dauerhaft beheizte Räume und sorgfältig geplante Gesamtlösungen sehr passend sein, ist aber keine automatische Antwort für jede Öffnung. Massgeblich sind das gesamte Element, die Raumfunktion, der Rahmen, die Bedienung, die Anschlüsse und die gewünschte Lichtwirkung. Zweifachverglasung kann in bestimmten Projektsituationen eine begründete Alternative bleiben.

Kann ich Glaswerte verschiedener Offerten direkt vergleichen?

Nur wenn sich die Angaben auf vergleichbare vollständige Elemente beziehen. Prüfen Sie Mass, Rahmen, Öffnungsart, Glasaufteilung und Verglasung. Ein Wert für das Glaspaket ist nicht automatisch mit einem Wert für ein komplettes Fenster oder eine komplette Tür gleichzusetzen. Bitten Sie bei Unklarheiten um eine Zuordnung zur jeweiligen Elementposition.

Macht Dreifachverglasung grosse Terrassentüren schwerer bedienbar?

Sie kann das Gewicht des Glaspakets erhöhen. Ob dies die Bedienung beeinflusst, hängt von Grösse, Flügelaufteilung, Rahmen, Beschlägen und Öffnungssystem ab. Fragen Sie für Ihre konkrete Tür nach der vorgesehenen Konfiguration. Eine andere Aufteilung oder ein Schiebesystem kann eine Alternative sein, muss aber zum Projekt passen.

Sollten alle Fenster eines Hauses dieselbe Verglasung erhalten?

Eine einheitliche Lösung vereinfacht Bestellung und Gestaltung, ist aber nicht zwingend für jede Öffnung richtig. Wohnraum, Nebenraum, Dachfenster und Eingangstür können unterschiedliche Anforderungen haben. Gruppieren Sie ähnliche Elemente und dokumentieren Sie begründete Ausnahmen. So bleibt die Auswahl technisch nachvollziehbar und die Bestellung übersichtlich.

Was sollte ich vor der Bestellung schriftlich bestätigen lassen?

Bestätigen Sie Elementmasse, Öffnungsrichtung, Verglasung, Rahmen- und Sprossenausführung, Zubehör, Gesamtwerte für relevante Elemente sowie den Leistungsumfang für Einbau und Anschlüsse. Klären Sie ausserdem Aufmass, Verantwortlichkeiten und Terminfolge. Bei baulichen oder projektspezifischen Fragen sollte ein qualifizierter Fachplaner die Einbausituation beurteilen.

Nächster Schritt

Die Entscheidung zwischen Zweifach- und Dreifachverglasung wird belastbar, wenn sie nicht am Musterstück, sondern an der einzelnen Öffnung beginnt. Dreifachverglasung kann für intensiv genutzte, beheizte Räume in einer abgestimmten Gebäudehülle überzeugend sein. Zweifachverglasung bleibt dort prüfbar, wo Bestandsdetails, Nutzung oder Konstruktion andere Prioritäten setzen. Entscheidend sind immer vollständiges Element, tatsächliches Mass, Rahmen, Bedienung, Licht, Sonnenschutz und Anschlussplanung. Stellen Sie eine präzise Elementliste zusammen, verlangen Sie vergleichbare Offerten und lassen Sie Sonderfälle vor der Bestellung klären. Damit wird aus der Anzahl Scheiben eine fundierte Entscheidung für Fenster und Türen, die zum gesamten Projekt passt.

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