Insektenschutz für Fenster und Terrassentüren richtig wählen

Fenster- und Türplanung
Wer Insektenschutz erst nach dem Fenstertausch oder dem Einbau der Terrassentür auswählt, entdeckt häufig einen Konflikt: Der Rahmen lässt sich nicht mehr ohne Weiteres einhängen, der Flügel streift am Gewebe, oder der Durchgang nach draußen wird unbequem. Entscheidend ist nicht nur das Maß der Öffnung, sondern die gesamte Bewegungsfolge: Wie öffnet das Element, auf welcher Seite liegt der Griff, wohin schwenkt der Flügel und welcher Bereich muss täglich frei bleiben? Ein passendes System kann fest montiert, herausnehmbar, schwenkbar, verschiebbar oder als Rollo ausgeführt sein. Die beste Wahl entsteht deshalb aus einer gemeinsamen Planung von Fenster, Tür, Beschlag, Sonnenschutz und Insektenschutz. Besonders bei mehreren Öffnungen lohnt sich ein einheitlicher Plan statt einzelner Nachrüstlösungen.

01 / Öffnung erfassen
Mit dem Öffnungstyp beginnen, nicht mit dem Gewebemuster
Die erste Frage lautet: Bleibt der Insektenschutz während des Öffnens an seinem Platz, oder muss er für den Zugang selbst geöffnet werden? Bei einem Fenster mit Festverglasung genügt häufig eine dauerhaft geschlossene Abdeckung, weil kein Flügelweg berücksichtigt werden muss. Bei Fenstern mit Festverglasung ist dennoch zu prüfen, ob die Montagefläche auf der gewünschten Seite zugänglich und eben ist. Bei zu öffnenden Fenstern verändert sich die Aufgabe grundlegend: Ein außen öffnender Flügel benötigt außen freien Raum, ein innen öffnender Flügel innen. Das Insektenschutzsystem muss daher auf der jeweils anderen Seite liegen oder so konstruiert sein, dass es den Bewegungsbereich freigibt.
Notieren Sie für jede Öffnung separat Elementart, Öffnungsrichtung und Anschlagseite. „Fenster im Schlafzimmer“ ist als Angabe zu ungenau; aussagekräftig ist etwa „einflügelig, nach innen öffnend, Griff rechts, außen Rollladenführung“. Ebenso wichtig ist die gewünschte Lüftungsart. Wird das Fenster nur gekippt oder komplett geöffnet? Soll man die Scheibe von innen erreichen können? Ergänzen Sie die Bestandsaufnahme um den größtmöglichen Öffnungswinkel und um eine kurze Bedienprobe: Fenster öffnen, Griff umlegen, Vorhang verschieben und die Außenseite erreichen. So werden Engstellen sichtbar, die auf einem geschlossenen Foto fehlen. Halten Sie außerdem fest, ob der Schutz täglich, nur saisonal oder ausschließlich nachts gebraucht wird. Diese Fragen verhindern, dass ein gut passendes Schutzgitter später beim Putzen, beim Griffzugriff oder beim vollständigen Öffnen stört. Erst wenn der Öffnungsweg klar ist, lässt sich entscheiden, ob ein fester Rahmen, ein Rollo oder eine bewegliche Lösung sinnvoll ist.
Fensterlösungen nach Nutzung statt nach Raumname wählen
Ein fest montierter Rahmen ist eine ruhige Lösung für Öffnungen, die nicht als Durchgang dienen und deren Schutz über lange Zeit bestehen soll. Ein Spannrahmen kann interessant sein, wenn eine abnehmbare Ausführung gewünscht wird; ob und wie er ohne Bohrung hält, hängt jedoch von der vorhandenen Rahmenform und den verfügbaren Anlageflächen ab. Ein Dreh- oder Rollosystem bietet Zugang zum Fenster, verlangt aber Platz für Führung, Kassette oder Schwenkbereich. Beim einflügeligen Fenster nach innen öffnend liegt der Konflikt typischerweise auf der Raumseite, falls dort ein zusätzlicher Rahmen vorgesehen ist. Eine außenliegende Lösung kann den inneren Flügelweg freihalten, muss aber mit Außenfensterbank und weiterem Zubehör abgestimmt werden.
Küche, Bad und Schlafraum haben oft unterschiedliche Anforderungen, aber nicht wegen ihres Namens, sondern wegen ihrer Benutzung. Am Küchenfenster kann der Griff häufig gebraucht werden; im Bad ist schnelles, weites Lüften wichtig; im Schlafzimmer soll der Schutz eventuell auch bei offenem Fenster über Nacht durchgehend wirken. Prüfen Sie außerdem, ob Vorhänge, Innenjalousien, Pflanzen oder Fenstergriffe den Bedienbereich einschränken. Eine Lösung, die technisch montierbar ist, ist nicht automatisch angenehm zu bedienen. Fragen Sie beim Angebot gezielt, auf welcher Seite die Anlage vorgesehen ist, wie der Fenstergriff erreichbar bleibt und welche Schritte zum Abnehmen oder Öffnen im Alltag erforderlich sind. Sinnvoll ist auch eine Priorität je Öffnung: durchgehender Schutz, schneller Zugang zur Scheibe oder besonders einfache saisonale Demontage. Wenn nicht alle drei Ziele gleichzeitig erreichbar sind, lässt sich damit der wichtigste Nutzen eindeutig bestimmen.
02 / Bewegungsraum prüfen
Außen öffnende Fenster brauchen einen freien Außenraum
Bei nach außen öffnenden Fenstern liegt die zentrale Kollisionszone vor der Fassade. Der Flügel schwenkt dort durch einen Bereich, in dem ein fest vorgelagerter Insektenschutz nicht stehen darf. Das gilt auch für oben angeschlagene Klappfenster nach außen öffnend: Beim Öffnen bewegt sich die Unterkante nach außen, während der obere Bereich am Rahmen bleibt. Ein starrer Rahmen unmittelbar vor dem Flügel kann deshalb ungeeignet sein. Die passende Anordnung kann sich aus der Geometrie ergeben, sie sollte aber nicht aus einer allgemeinen Annahme abgeleitet werden. Fotos des geöffneten Fensters von innen und außen zeigen Planenden oft mehr als ein reines Breiten-Höhen-Maß.
Achten Sie auch auf Hindernisse, die erst bei vollständig geöffnetem Flügel sichtbar werden: Fallrohre, Balkongeländer, Blumenkästen, Fensterläden, außenliegende Sonnenschutzteile oder tiefe Laibungen. Der freie Raum muss nicht nur für den Flügel, sondern auch für den Griff und die Bedienhand ausreichen. Wer regelmäßig auf die Außenseite zugreifen muss, sollte die Reinigungsroutine mitdenken. Ein Schutz, der nur mit Werkzeug entfernt werden kann, passt möglicherweise nicht zu einem Fenster, das oft geputzt wird. Halten Sie im Aufmaß fest, ob der Flügel tatsächlich weit geöffnet werden soll oder ob eine begrenzte Lüftungsstellung genügt; diese Nutzungsentscheidung beeinflusst die Systemwahl stärker als die Raumgröße. Prüfen Sie die Situation zusätzlich bei ausgefahrenem Sonnenschutz, denn dessen Arbeitsbereich kann sich von der Stellung im Ruhezustand deutlich unterscheiden.
Rahmen, Laibung und Zubehör exakt aufnehmen
Für ein belastbares Angebot reichen Lichtmaß und Elementbreite allein nicht. Messen Sie die nutzbare Anlagefläche am Rahmen, die Tiefe der Laibung, vorspringende Dichtungen, Wetterschenkel, Griffe und den Abstand zu Rollladen- oder Raffstoreführungen. Messen Sie an mehreren Stellen, denn ältere Öffnungen können abweichen. Ein Foto mit Maßband und eine Gesamtansicht helfen, die Lage von Hindernissen zuzuordnen. Bei Fenstern mit glasteilenden Sprossen oder dekorativen Sprossen ist zusätzlich wichtig, ob diese die Ebene des vorgesehenen Rahmens beeinflussen. Das Ziel ist keine besonders komplizierte Zeichnung, sondern eine klare Antwort darauf, wo ein System bündig und ohne Kollision sitzen kann.
Beschreiben Sie die Befestigung nicht nur als „ohne Bohren“ oder „verschraubt“. Eine abnehmbare, eingehängte, geklemmte oder verschraubte Lösung hat jeweils andere Voraussetzungen und Folgen für Bedienung und Reinigung. Fragen Sie, welche Teile am bestehenden Rahmen verbleiben, ob sich der Schutz saisonal abnehmen lässt und ob ein späterer Austausch von Dichtungen, Beschlägen oder Sonnenschutz weiterhin möglich ist. Bei einer Sanierung sollte außerdem die Reihenfolge abgestimmt werden: Erst werden Fenster- und Türmaße bestätigt, dann werden Außenzubehör und Insektenschutz aufeinander bezogen. So vermeiden Sie, dass eine Führungsschiene später genau die Montagefläche beansprucht, die für den Schutz vorgesehen war. Kennzeichnen Sie auf Fotos eindeutig, ob sie von innen oder außen aufgenommen wurden; sonst können Anschlag- und Griffseite bei der Übergabe leicht verwechselt werden.

03 / System vergleichen
Terrassentüren nach dem täglichen Durchgang planen
An einer Terrassentür ist der Insektenschutz eine zusätzliche Tür, nicht bloß ein Rahmen mit Gewebe. Deshalb bestimmen Personenverkehr, Möbeltransport, Kinder, Haustiere und die Häufigkeit des Hinausgehens die Wahl. Eine schwenkbare Tür benötigt einen klaren Schwenkraum; eine Pendellösung kann nach dem Durchgehen selbsttätig in die Ausgangsstellung zurückkehren, benötigt aber ebenfalls Platz. Seitlich laufende Systeme brauchen eine freie Parkzone neben der Öffnung. Plisseelösungen können sich kompakt zusammenschieben, doch auch hier müssen Führung und Griff gut erreichbar sein. Planen Sie den Weg vom Essplatz, von der Küche oder vom Garten aus und nicht nur die Türöffnung auf der Zeichnung.
Bei einer einflügeligen, nach innen öffnenden Terrassentür muss der Insektenschutz den inneren Flügelweg respektieren. Häufig ist die Außenseite als Ebene für einen beweglichen Schutz naheliegend, aber vorhandene Stufen, Entwässerung, Geländer oder Sonnenschutz können die Detailplanung bestimmen. Für den Alltag ist die Schwelle besonders relevant: Stolpern sollte nicht durch eine ungünstige Führung oder einen schlecht sichtbaren Übergang begünstigt werden. Fragen Sie daher nicht nur nach der lichten Durchgangsbreite, sondern nach Griffhöhe, Öffnungsrichtung des Schutzes, Schließverhalten und dem Bereich, der beim geöffneten System tatsächlich frei bleibt. Ein komfortabler Zugang entsteht aus diesen Details, nicht aus dem Türmaß allein. Testen Sie die geplante Bewegungsfolge gedanklich von beiden Seiten, weil sich eine gut erreichbare Griffposition innen vom Garten aus als umständlich erweisen kann.
Schiebeelemente verlangen Platz für den geparkten Schutz
Bei Schiebetüren ist kein Flügelschwenkraum der Tür zu berücksichtigen, dafür die Bewegung des Schiebeflügels und der Platz neben der Öffnung. Ein passender Insektenschutz folgt häufig dem horizontalen Prinzip: Er wird seitlich bewegt und in einer Parkposition gesammelt oder geführt. Bei Patio Life Hebe-Schiebetüren sollte vor der Auswahl geklärt werden, welcher Teil der Anlage beweglich ist, auf welcher Seite sich die Bedienung befindet und ob der Schutz mit dem Laufweg der Tür, einem festen Seitenteil oder dem Rahmenprofil zusammenkommt. Die Bezeichnung der Tür allein ersetzt kein Aufmaß der sichtbaren Rahmen- und Laibungsflächen.
Die praktische Prüfung erfolgt am besten mit dem realen Tagesablauf. Stellen Sie sich vor, Tabletts, Pflanzen oder ein Kinderwagen passieren die Öffnung. Muss der Schutz vollständig geöffnet werden, oder reicht ein Teilbereich? Bei Schiebetüren muss außerdem eindeutig sein, ob der Schutz vor einem beweglichen Flügel, vor einem festen Feld oder über mehrere Felder geführt werden soll. Wird die Tür am Abend viele Male genutzt, können leichtgängige Bedienung und eine eindeutig greifbare Griffzone wichtiger sein als eine möglichst unsichtbare Parkstellung. Auch Vorhänge auf der Raumseite und Markisen- oder Beschattungsteile außen gehören in die Skizze. Bitten Sie um eine Darstellung der geöffneten und geschlossenen Position. Sie macht sichtbar, ob das Schutzsystem einen Bediengriff, eine feste Verglasung oder die gewünschte freie Durchgangsseite verdeckt. Lassen Sie dabei auch zeigen, wie viel der Öffnung nach dem Parken tatsächlich nutzbar bleibt; Gesamtbreite und freie Durchgangsbreite sind nicht dasselbe.
04 / Aufmaß bestätigen
Faltanlagen und breite Öffnungen als eigene Aufgabe behandeln
Faltanlagen verändern ihre Geometrie beim Öffnen stärker als Dreh- oder Schiebetüren. Mehrere Flügel werden zusammengeschoben und bilden ein Paket; dessen Lage kann für einen zusätzlichen Schutz entscheidend sein. Bei nach außen öffnenden Falttüren spielt sich diese Bewegung außen ab. Ein vorgeschalteter, feststehender Rahmen wäre damit oft im Konflikt. Eine bewegliche Insektenschutzlösung muss sowohl die gesamte Durchgangsbreite als auch die Parkseite der Türflügel berücksichtigen. Prüfen Sie, ob die Anlage meist vollständig oder nur teilweise geöffnet wird. Wer an warmen Tagen die ganze Front öffnet, benötigt ein anderes Bedienkonzept als jemand, der überwiegend einen schmalen Durchgang nutzt. Legen Sie deshalb einen bevorzugten Alltagsdurchgang fest, bevor die Parkrichtung des Schutzes bestimmt wird.
Breite Verglasungen verleiten dazu, allein auf die größte mögliche Abdeckung zu schauen. Wichtiger ist jedoch, wie stabil und gut erreichbar die Lösung im täglichen Betrieb bleibt und ob sie bei Wind, häufigem Durchgehen oder saisonaler Demontage sinnvoll gehandhabt werden kann. Klären Sie, wo sich Türflügelpaket, Insektenschutzpaket, Griff und Beschattung jeweils befinden. Eine maßstäbliche Draufsicht hilft, wenn Terrasse, Balkonmöbel oder Pflanzkübel nahe an der Fassade stehen. Das zweite Bild zeigt eine Falttürkonfiguration; das dritte Bild zeigt eine alternative Falttürkonfiguration. Beide Darstellungen unterstreichen, warum die Stellung der Flügel und nicht nur die Gesamtbreite einer Öffnung für die Kompatibilität maßgeblich ist. Vergleichen Sie Varianten stets in vollständig geöffnetem, teilweise geöffnetem und geschlossenem Zustand, damit keine nur selten gezeigte Stellung übersehen wird.
Sonderformen und schwer erreichbare Fenster realistisch bewerten
Nicht jede Verglasung muss als Lüftungsöffnung behandelt werden. Runde, halbrunde oder schräge Festverglasungen verlangen vor allem ein sauberes Aufmaß der Kontur und eine Entscheidung, ob ein dauerhaftes Schutzfeld überhaupt erforderlich ist. Bei Dreiecks- und Schrägfenstern mit Festverglasung kann eine rechteckige Standardlösung die Form nicht sinnvoll abdecken. Hier sollte zuerst geprüft werden, welche Fläche geschützt werden soll und ob sich der Schutz an Rahmen oder Laibung anschließen lässt. Für individuelle Konturen sind klare Schablonen, Ansichten und Angaben zur Einbautiefe hilfreicher als geschätzte Diagonalmaße. Kennzeichnen Sie bei asymmetrischen Formen die Innen- und Außenseite sowie oben und unten eindeutig. Eine gedrehte oder gespiegelte Kontur kann auf dem Papier ähnlich wirken, am Einbauort aber nicht passen. Soll nur eine angrenzende Öffnung der Fenstergruppe belüftet werden, kann es zweckmäßiger sein, den Schutz dort zu konzentrieren, statt jede feste Scheibe einzubeziehen.
Dachfenster, hohe Treppenhausfenster und schwer erreichbare Oberlichter verlangen zusätzlich eine Bedienstrategie. Ein System, das sich zwar öffnen lässt, aber nur mit improvisierter Hilfe erreicht wird, wird im Alltag selten genutzt oder gereinigt. Bei einem Dach-Schwingfenster etwa bewegen sich Flügel und Griffbereich anders als bei einem senkrechten Fassadenfenster; die Lösung muss mit dieser Bewegung vereinbar sein. Überlegen Sie vorab, wer Reinigung, saisonales Abnehmen und eventuelle Reparaturen übernimmt. Falls eine Öffnung nur selten genutzt wird, kann ein dauerhaftes Schutzfeld praktischer sein als eine komplexe Bedienung. Die Entscheidung sollte aus Zugänglichkeit und Nutzung folgen, nicht aus dem Wunsch, alle Fenster gleich auszustatten. Dokumentieren Sie bei hoch liegenden Elementen außerdem die Bedienposition am Boden, damit nicht nur die Montage, sondern auch die spätere Handhabung beurteilt werden kann.

05 / Bestellung freigeben
Gewebe und Sicht mit dem Einsatzort abgleichen
Das Gewebe bestimmt, wie offen sich ein geschütztes Fenster anfühlt, aber seine Auswahl sollte nach dem Einsatzzweck erfolgen. Für Aufenthaltsräume kann eine unaufdringliche Sicht nach draußen wichtig sein; in Bereichen mit stärkerer Beanspruchung kann die Widerstandsfähigkeit im Vordergrund stehen. Haustiere, spielende Kinder oder häufige Transporte an der Terrassentür stellen andere Anforderungen als ein selten geöffnetes Fenster im Obergeschoss. Lassen Sie sich nicht allein von Produktnamen leiten. Fragen Sie konkret, wie sich das Gewebe reinigen lässt, wie es gespannt wird, wie ein beschädigtes Feld behandelt werden kann und welche Rahmenansicht von innen und außen sichtbar bleibt. Klären Sie bei Türen auch, ob das Gewebe im geschlossenen Zustand gut wahrgenommen wird, wenn Personen aus einem hellen Raum auf eine dunklere Terrasse treten oder umgekehrt.
Auch Farbe und Rahmenwirkung verdienen eine bewusste Entscheidung. Ein dunkleres oder helleres Gewebe kann je nach Lichteinfall und Blickrichtung unterschiedlich wahrgenommen werden; Musterstücke am tatsächlichen Einbauort sind dafür aussagekräftiger als eine Betrachtung im Verkaufsraum. Prüfen Sie die Ansicht bei Tageslicht, bei eingeschalteter Innenbeleuchtung und aus normalem Sitzabstand. Bei Türen sollte der Rahmen nicht nur optisch, sondern taktil gut zu finden sein. Wenn mehrere Fenster und Türen ausgestattet werden, legen Sie vorab fest, welche Sichtseite eine einheitliche Gestaltung erhalten soll. Einheitlichkeit kann sinnvoll sein, darf aber nicht dazu führen, dass eine Türlösung gewählt wird, die zum häufig genutzten Durchgang schlecht passt. Halten Sie die ausgewählte Rahmen- und Gewebevariante je Öffnung fest, damit später nicht allein anhand ähnlicher Farbnamen bestellt wird.
Das Angebot als Kompatibilitätsprüfung lesen
Ein gutes Angebot ordnet jeder Öffnung eine nachvollziehbare Lösung zu. Es sollte erkennen lassen, welche Maße als Grundlage dienen, auf welcher Seite montiert wird, wie der Schutz geöffnet oder abgenommen wird und welche Bauteile am Rahmen verbleiben. Vergleichen Sie Angebote deshalb nicht nur über eine Gesamtsumme in EUR, sondern über den beschriebenen Umfang. Fehlt die Anschlagseite oder bleibt unklar, ob eine Tür nach innen oder außen öffnet, ist die Grundlage noch zu vage. Das erste Bild zeigt eine einflügelige, nach innen öffnende Terrassentür; gerade bei solchen Elementen ist die Lage von Türflügel und zusätzlichem Schutz im Plan eindeutig festzuhalten. Auch Aufmaß, Montage, Demontage vorhandener Teile und spätere Einstellarbeiten sollten als enthalten oder nicht enthalten erkennbar sein.
Sinnvoll sind vier letzte Kontrollfragen vor der Freigabe: Öffnet jedes Fenster in der vorgesehenen Stellung vollständig? Bleibt jeder benötigte Griff erreichbar? Ist der übliche Terrassendurchgang ohne Umwege nutzbar? Und kollidiert die Lösung weder mit Sonnenschutz noch mit Fensterbank, Geländer oder Möbeln? Lassen Sie Abweichungen vom Aufmaß vor der Fertigung schriftlich klären. Für Fenster und Türen von Bloomcabin gilt eine Garantie von fünf Jahren; die Lieferzeit beträgt nach Auftragsbestätigung vier bis sechs Wochen. Diese Angaben ersetzen jedoch keine abgestimmte Maß- und Kompatibilitätsprüfung. Der beste Zeitpunkt für die finale Kontrolle ist vor der Bestellung, wenn Öffnungsrichtung und Zubehör noch gemeinsam angepasst werden können. Vergeben Sie jeder Öffnung eine eindeutige Bezeichnung, die auf Angebot, Skizze und Fotos übereinstimmt; das erleichtert die Zuordnung bei mehreren ähnlich großen Elementen.
Häufige Fragen
Kann ich einen Insektenschutz nachträglich an jedem Fenster montieren?
Nicht automatisch. Entscheidend sind Rahmenform, verfügbare Anlagefläche, Öffnungsrichtung, Griffposition und vorhandenes Zubehör wie Rollladenführungen. Ein festes Schutzfeld kann bei einer Festverglasung anders passen als bei einem Fensterflügel. Messen Sie nicht nur die Öffnung, sondern dokumentieren Sie auch Tiefe, Vorsprünge und den vollständigen Bewegungsweg.
Welche Lösung eignet sich für eine häufig genutzte Terrassentür?
Wählen Sie nach dem Durchgangsverhalten. Eine schwenkbare oder pendelnde Tür braucht Schwenkraum, ein seitlich geführtes System eine Parkfläche neben der Öffnung. Prüfen Sie, ob täglich Tabletts, Gartenmöbel oder ein Kinderwagen passieren. Bedienkomfort, Griffzugang und der freie Weg sind wichtiger als eine möglichst unauffällige geschlossene Ansicht.
Stört ein Insektenschutz das Fensterputzen?
Das hängt vom System und von der Zugänglichkeit ab. Ein fest montierter Rahmen bleibt beim Reinigen an seinem Platz, eine abnehmbare Lösung muss sicher gelöst und wieder eingesetzt werden. Fragen Sie vorab, welche Scheibenseite erreichbar bleibt und wie der Schutz geöffnet oder entfernt wird. Bei hohen Fenstern sollte dieser Ablauf besonders praktisch sein.
Was muss ich bei einer Hebe-Schiebetür angeben?
Geben Sie Gesamtmaß, Anzahl und Lage der beweglichen Teile, Öffnungsseite, sichtbare Rahmenflächen und angrenzende Bauteile an. Fotos von innen und außen sowie eine Ansicht bei geöffneter Tür sind hilfreich. Wichtig ist außerdem, wo ein seitlich bewegter Insektenschutz in seiner Parkposition Platz finden kann und welcher Durchgang regelmäßig genutzt wird.
Sollten Fenster und Insektenschutz zusammen bestellt werden?
Eine gemeinsame Planung reduziert Abstimmungsrisiken, besonders bei außen öffnenden Flügeln, Terrassentüren, Rollläden und Beschattung. Eine Nachrüstung kann ebenfalls möglich sein, benötigt aber ein sorgfältiges Aufmaß der bestehenden Profile. Klären Sie die Lösung vor der Fertigung der Fenster oder Türen, damit Montageebenen, Griffe und Bewegungsräume aufeinander abgestimmt werden können.
Nächster Schritt
Insektenschutz funktioniert dann überzeugend, wenn er die vorhandene Öffnung nicht nur abdeckt, sondern ihre Nutzung unterstützt. Für jedes Fenster und jede Terrassentür sollten Öffnungsrichtung, Anschlag, Griff, Montageebene, Zubehör und Bewegungsraum einzeln geprüft werden. Feste Lösungen passen vor allem dort, wo kein Durchgang benötigt wird; bewegliche Systeme müssen sich an den tatsächlichen Laufweg anpassen. Sammeln Sie Maße, Fotos und eine einfache Skizze der geöffneten Stellung, bevor Sie Varianten vergleichen. So wird aus dem Insektenschutz kein nachträgliches Hindernis, sondern ein abgestimmter Teil von Fenster, Tür und Terrasse.