Um die Qualität der Inhalte dieser Website zu verbessern und sie an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen, werden Cookies verwendet – auch Cookies von Drittanbietern. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies sowie einer möglichen Kommunikation zu, wenn Sie Ihre Kontaktinformationen in eines der Formulare auf der Seite eingeben.
Zurück zum Blog

Können neue Fenster Energiekosten senken? Einsparungen einschätzen

Können neue Fenster Energiekosten senken? Einsparungen einschätzen

Fensterkauf und Energiekosten

Die Heizkostenabrechnung zeigt einen höheren Betrag als erwartet, an den Fenstern sind Zugluft oder kalte Innenoberflächen spürbar und der Fenstertausch steht ohnehin im Raum. Dann liegt die Frage nahe: Was bringen neue Fenster finanziell wirklich? Eine belastbare Antwort entsteht nicht aus einem pauschalen Sparversprechen, sondern aus dem Vergleich des vorhandenen Bauteils mit einer klar definierten neuen Fensterlösung. Entscheidend sind Fläche, Rahmen und Verglasung, Anschluss an die Wand, Himmelsrichtung, Heizsystem, Nutzung und der jeweils gezahlte Energiepreis. Auch große Glasflächen und Terrassentüren gehören in die Rechnung. Dieser Leitfaden zeigt, welche Daten Sie sammeln sollten, wie Sie plausible Szenarien aufbauen und welche Spezifikationen vor einer Bestellung zwischen Fensterlieferant, Fachplanung und Montage abgestimmt werden sollten.

Alternatives zweiflügeliges, nach innen öffnendes Fensterdesign

Checkliste für den Angebotsvergleich 1

Die Rechnung beginnt beim gesamten Bauteil

Für eine erste Einschätzung braucht es mehr als die Aussage „alte Doppelverglasung“ oder „neue Wärmeschutzverglasung“. Notieren Sie für jedes Fenster die Breite und Höhe, die Öffnungsart, die ungefähre Bauzeit, sichtbare Undichtigkeiten und die Lage im Gebäude. Addieren Sie anschließend die Glas- und Rahmenöffnungen zu einer plausiblen Fensterfläche. Eine kleine, sehr zugige Fenstergruppe kann im Alltag auffallen, während eine große, weniger auffällige Glasfront energetisch stärker ins Gewicht fällt. Trennen Sie Fenster, Außentüren und reine Festverglasungen in Ihrer Liste, damit keine Flächen doppelt erfasst werden. Fotos von Innen- und Außenseite, Laibung, Fensterbank und Anschlussbereich helfen später, Angebot und Einbausituation auf dieselbe Grundlage zu stellen.

Der zentrale Vergleichswert ist meist der Uw-Wert des gesamten Fensters. Er betrachtet nicht nur die Verglasung, sondern auch Rahmen und Randbereich. Ein Ug-Wert beschreibt dagegen nur die Verglasung und kann deshalb für den Produktvergleich allein zu kurz greifen. Fragen Sie bei jeder Variante, auf welche Abmessung sich der angegebene Uw-Wert bezieht und ob er für Ihre Fenstergröße und Ausführung ausgewiesen werden kann. Bei einem einflügeligen, nach innen öffnenden Fenster sollten beispielsweise Öffnungsrichtung, geplante Maße und die vollständige Konfiguration geklärt sein, bevor ein Wert in eine Wirtschaftlichkeitsannahme eingeht. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn dieselben Maße, Teilungen und Ausstattungen angesetzt sind.

Von Wärmeverlusten zu einem plausiblen Szenario

Als Denkmodell lässt sich der Transmissionswärmeverlust eines Fensters über U-Wert, Fläche und Temperaturunterschied beschreiben. Sinkt der U-Wert, sinkt unter gleichen Bedingungen der Wärmefluss durch das Bauteil. Für eine Jahresprognose reichen diese drei Größen aber nicht aus: Außentemperaturen verändern sich, die Sonne erwärmt Glasflächen unterschiedlich, Bewohner lüften verschieden und die Heizung arbeitet nicht jeden Tag gleich. Nutzen Sie die Formel deshalb nicht als Rechnungsversprechen, sondern als Richtungshilfe. Sie erklärt, warum eine große Differenz zwischen altem und neuem Fenster bei viel Fläche stärker relevant sein kann als eine sehr kleine Differenz bei wenigen Quadratmetern.

Bilden Sie drei Szenarien: vorsichtig, mittig und günstig. Im vorsichtigen Szenario setzen Sie nur die eindeutig zuordenbare Verbesserung beim Fenster an und lassen unklare Effekte außen vor. Im mittleren Szenario berücksichtigen Sie einen fachgerecht geplanten Anschluss sowie die realistische Nutzung. Das günstige Szenario darf zeigen, was bei besonders ungünstigem Bestand denkbar wäre, sollte aber klar als Annahme gekennzeichnet sein. Rechnen Sie die geschätzte vermiedene Energiemenge anschließend mit Ihrem eigenen Verbrauchspreis in EUR je Kilowattstunde oder je Energieträger. Grundpreise, Wartungskosten und Preisänderungen gehören nicht automatisch zur Fensterersparnis. So entsteht eine Bandbreite, die sich bei veränderten Energiepreisen aktualisieren lässt.

Checkliste für den Angebotsvergleich 2

Der Bestand entscheidet stärker als das Baujahr allein

Ziehen Sie keine Schlussfolgerung allein aus dem Alter eines Hauses. Zwei Fenster aus derselben Zeit können unterschiedlich wirken: Bei einem schließen die Flügel gleichmäßig, beim anderen sind Dichtungen beschädigt, Beschläge verstellt oder der Anschluss zur Wand auffällig. Prüfen Sie bei kalter Witterung, ob es an bestimmten Kanten zieht, ob sich Kondensat wiederholt bildet und ob einzelne Räume deutlich anders reagieren als vergleichbare Räume. Solche Beobachtungen ersetzen keine technische Untersuchung, helfen aber, die Reihenfolge der Maßnahmen festzulegen. Manchmal ist zunächst eine Wartung oder Einstellung sinnvoll; manchmal zeigt die Kombination aus Zustand, Komfortproblemen und geplanter Fassadenarbeit klarer auf einen Austausch.

Auch die Konstruktion beeinflusst die Vergleichbarkeit. Mehrflügelige Fenster haben mehr Rahmenanteil und Fugen als eine gleich große Festverglasung; Teilungen verändern ebenfalls das Verhältnis von Rahmen zu Glas. Für einen Raum mit breiter Öffnung kann ein zweiflügeliges, nach innen öffnendes Fenster funktional passend sein, doch seine energetische Einordnung muss zur tatsächlichen Größe und Ausführung passen. Erfassen Sie deshalb jede Sonderform separat, statt für alle Öffnungen einen Durchschnittswert zu verwenden. Historische Ansichten, Rundungen oder Sprossen können die Auswahl prägen. Das ist kein Argument gegen eine gewünschte Gestaltung, sondern ein Grund, Energiebetrachtung, Bedienung und Erscheinungsbild gemeinsam zu vergleichen.

Rahmen, Glas und Randzone zusammen beurteilen

Ein Fenster ist kein Glasblatt in der Wand. Die Verglasung, der Rahmen und der Übergang zwischen beiden tragen gemeinsam zur thermischen Leistung bei. Ein sehr guter Glaswert beantwortet daher nicht automatisch die Frage, wie das gesamte Fenster in Ihrer gewünschten Größe abschneidet. Bei schmalen oder stark unterteilten Elementen nimmt der Rahmenanteil zu; bei großen Festfeldern wächst der Glasanteil. Lassen Sie sich den Wert für die gewählte Ausführung nachvollziehbar erläutern, statt nur einen allgemeinen Prospektwert zu vergleichen. Fragen Sie außerdem nach dem Einfluss von Sprossen: Aufgesetzte Sprossen und glasteilende Sprossen sind konstruktiv verschiedene Gestaltungsoptionen und sollten nicht ohne konkrete Angaben gleich bewertet werden.

Festverglasungen können dort sinnvoll sein, wo keine Öffnungsfunktion gebraucht wird und Licht oder Ausblick im Vordergrund stehen. Ein Fenster mit Festverglasung ist jedoch nicht einfach die „sparsame“ Version eines zu öffnenden Fensters, denn Lüftung, Reinigung und das Nutzungskonzept müssen zum Raum passen. Legen Sie für jede Öffnung zuerst die Aufgabe fest: lüften, Ausblick schaffen, Zugang ermöglichen oder Tageslicht bringen. Danach vergleichen Sie die passenden Konstruktionen. Diese Reihenfolge verhindert, dass ein rechnerisch attraktiver Bauteilwert später durch eine unpraktische Raumfunktion relativiert wird. Der beste Vergleich verbindet die Energiefrage mit einem Grundriss, in dem jede Öffnung eine nachvollziehbare Funktion erfüllt.

Rundes Fensterdesign mit Festverglasung

Checkliste für den Angebotsvergleich 3

Der Einbau kann das Ergebnis bestätigen oder schmälern

Ein neues Fenster erreicht seine Aufgabe nur als Teil eines sorgfältig geplanten Wandanschlusses. Entscheidend sind unter anderem die Lage des Fensters in der Wand, die Befestigung, die Abdichtungsebenen, die Dämmung der Laibung und die Anschlüsse an Fensterbank sowie Rollladen- oder Verschattungselemente. Werden Angebot und Montage getrennt vergeben, beschreiben Sie diese Schnittstellen schriftlich. Sonst kann ein guter Produktwert neben einem unklaren Anschluss stehen, ohne dass die Gesamtwirkung beurteilbar ist. Bitten Sie die verantwortlichen Fachleute um eine projektbezogene Detailklärung, besonders bei sehr alten Wänden, sichtbaren Feuchtespuren, tiefen Laibungen oder einer später geplanten Fassadendämmung. Eine Besichtigung sollte auch klären, ob Rollladenkästen, auskragende Fensterbänke oder unregelmäßige Öffnungen zusätzliche Wärmewege bilden. Solche Befunde gehören getrennt dokumentiert, damit eine Verbesserung des Fensters nicht irrtümlich als Verbesserung sämtlicher angrenzender Bauteile verbucht wird.

Vor der Bestellung ist ein gemeinsamer Abgleich hilfreich: Wer misst das Aufmaß? Wo verläuft die innere und äußere Anschlusslinie? Welche Arbeiten erfolgen vor dem Fenstereinbau, welche danach? Was wird mit Innenputz, Außenputz, Fensterbänken und Beschattung? Halten Sie auch fest, wie während der Bauphase gegen Witterung geschützt wird. Eine Kostenschätzung, die nur das Element berücksichtigt, beantwortet die Frage nach der späteren Energiewirkung nicht vollständig. Rechnen Sie die Nebenarbeiten nicht als bloßen Zuschlag weg, sondern betrachten Sie sie als Teil der Qualität des gesamten Austauschs. Für die Planung des konkreten Gebäudes sollten geeignete qualifizierte Fachleute die vorhandene Konstruktion bewerten.

Hohe Dämmwirkung ist eine Abwägung, kein Selbstzweck

Eine Lösung mit sehr niedrigem Uw-Wert kann für ein umfassend modernisiertes Gebäude oder eine besonders anspruchsvolle Planung in Betracht kommen. Ob sie für Ihr Vorhaben sinnvoll ist, hängt aber vom übrigen Gebäude ab: Wandaufbau, Dach, Boden, Luftdichtheit, Heizsystem und Sanierungsfahrplan bilden den Kontext. Wenn nur einzelne Fenster ersetzt werden, kann der Abstand zu verbleibenden Bauteilen relevant sein. Fragen Sie nicht nur „Was ist der niedrigste Wert?“, sondern „Welcher Wert passt zu diesem Gebäude, dieser Reihenfolge und diesem Budget?“ Das führt zu einer belastbareren Entscheidung als der Versuch, jede Öffnung unabhängig vom Gesamtprojekt zu optimieren.

Ein Passivhausfenster Super Low Uw, nach außen öffnend benennt eine bestimmte Produktkonfiguration; ob sie in Ihrem Projekt die geeignete Wahl ist, muss anhand der konkreten Planung entschieden werden. Beachten Sie dabei auch Alltagsthemen: Öffnungsrichtung, Möblierung, Reinigung, Beschattung und sommerliche Wärme. Ein energetisch ambitioniertes Fenster entbindet nicht von der Frage, wie Räume im Sommer verschattet und gelüftet werden. Holen Sie Angebote für klar beschriebene, vergleichbare Varianten ein. Dann können Sie den zusätzlichen Aufwand einer Alternative gegen den erwarteten Nutzen, die Gestaltung und die Folgemaßnahmen stellen, ohne aus einem einzelnen Kennwert vorschnell eine Amortisationsdauer abzuleiten.

Checkliste für den Angebotsvergleich 4

Sonne, Orientierung und Sommerkomfort mitdenken

Fenster lassen im Winter nicht nur Wärme nach außen, sie können bei Sonne auch Energie ins Gebäude bringen. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt von Orientierung, Verschattung durch Gebäude oder Bäume, Glasfläche und Nutzung ab. Eine unverschattete Südseite verhält sich daher anders als eine Nordseite, und eine große Westöffnung kann am Nachmittag ein Sommerthema werden. Für eine erste Bestandsaufnahme markieren Sie jede Öffnung nach Himmelsrichtung und notieren Sie feste oder saisonale Verschattung. Vermeiden Sie es, solare Gewinne pauschal von den Heizverlusten abzuziehen, wenn keine passende Berechnung zugrunde liegt. Die Unsicherheit sollte in Ihrem Szenario sichtbar bleiben.

Dachflächen verdienen eine eigene Zeile in der Liste. Ein Dach-Schwingfenster steht in einer anderen Einbausituation als ein senkrechtes Fassadenfenster und kann die Belichtung und Aufheizung eines Dachraums deutlich prägen. Klären Sie bei solchen Öffnungen früh, wie Öffnung, Reinigung und außenliegende oder innenliegende Verschattung bedient werden sollen. Sommerkomfort ist nicht vom Heizkostenvergleich getrennt: Wenn Räume nach dem Austausch stärker genutzt werden oder Glasflächen anders beschattet sind, verändert sich das tatsächliche Nutzungsverhalten. Besprechen Sie eine passende Verschattungs- und Lüftungsstrategie mit den für Planung und Ausführung zuständigen Fachleuten, statt allein aus der Verglasung auf das Raumklima zu schließen.

Große Türen und Übergänge separat kalkulieren

Terrassentüren, Hebe-Schiebetüren und verglaste Seitenteile werden bei einer überschlägigen Fensterrechnung oft übersehen. Sie sind aber Teil der thermischen Hülle und sollten mit ihren tatsächlichen Maßen, Rahmenanteilen und Öffnungsfunktionen erfasst werden. Bei großen Elementen zählt neben dem Bauteilwert die Gebrauchstauglichkeit: Wie häufig wird geöffnet? Wie wird der Übergang zum Boden geplant? Wie soll Beschattung funktionieren? Eine Tür, die nur selten genutzt wird, stellt andere Anforderungen als der tägliche Zugang zum Garten. Der Vergleich wird besser, wenn Sie nicht alle Glasflächen unter der Sammelbezeichnung Fenster führen, sondern jedes Element seiner Nutzung entsprechend beschreiben.

Für eine breite Öffnung zum Außenbereich kann eine Patio Life Hebe-Schiebetür eine mögliche Produktart sein. Aus der Produktbezeichnung allein ergeben sich jedoch keine Angaben zur Eignung für Ihre Maße, zum Anschluss oder zur energetischen Leistung. Fragen Sie deshalb gezielt nach dem Wert der gewählten Konfiguration und nach den Details am Schwellenbereich. Der Übergang zwischen Innenraum, Tür und Außenbelag ist eine Schnittstelle zwischen mehreren Gewerken. Zeichnen Sie ihn bereits vor der Bestellung in den Projektunterlagen ein. Das schützt vor einer Situation, in der die Tür zwar bestellt ist, aber Höhen, Entwässerung, Innenboden und Außenbelag nicht aufeinander abgestimmt wurden.

Fensterdesign mit einem Festfeld und einem unterteilten Öffnungsflügel

Checkliste für den Angebotsvergleich 5

Aus Verbrauchsdaten keine Scheingenauigkeit machen

Ihre Abrechnungen der vergangenen Jahre sind wertvoll, aber sie enthalten den Energiebedarf des ganzen Hauses: Heizung, Warmwasser, Nutzerverhalten, Wetter und gegebenenfalls weitere Verluste. Teilen Sie den Gesamtverbrauch deshalb nicht einfach durch die Fensterfläche und nennen das Fenstereinsparung. Besser ist eine Plausibilitätsprüfung. Sammeln Sie mindestens mehrere Abrechnungszeiträume, notieren Sie Energieträger, Verbrauch, Kostenanteile und Änderungen am Gebäude oder Haushalt. Gab es einen Heizungswechsel, Leerstand, mehr Personen im Haushalt oder eine bislang ungenutzte Etage, sind die Jahre nur eingeschränkt vergleichbar. Trennen Sie außerdem ablesbare Heizenergie von anderen Verbräuchen, soweit Ihre Unterlagen das ermöglichen. Markieren Sie Schätzwerte des Versorgers und ungewöhnlich lange oder kurze Abrechnungszeiträume. Eine einfache Zeitleiste mit Einzugsdaten, Modernisierungen und veränderter Raumnutzung verhindert, dass zeitlich unpassende Werte miteinander verglichen werden. Diese Angaben helfen Fachleuten, eine Modellannahme einzuordnen.

Für die finanzielle Seite arbeiten Sie transparent: Geschätzte eingesparte Energiemenge mal eigener Arbeitspreis ergibt einen möglichen variablen Kosteneffekt. Ergänzen Sie bei Bedarf einen niedrigeren und einen höheren Energiepreis, ohne daraus eine Prognose über die künftige Preisentwicklung zu machen. Rechnen Sie nicht mit Beträgen, die durch geringeren Energieverbrauch gar nicht beeinflusst werden. Ebenso wichtig: Komfort kann ein eigenständiger Nutzen sein. Wer einen Raum nach dem Tausch wärmer nutzt oder häufiger beheizt, kann trotz geringerer Verluste keine entsprechend sinkende Rechnung sehen. Das widerspricht der Maßnahme nicht, sondern beschreibt eine andere Nutzung. Dokumentieren Sie deshalb vorab, welches Ziel Vorrang hat: Ausgaben reduzieren, Behaglichkeit verbessern, Zugluft mindern oder eine Sanierung koordinieren.

Die Bestellung mit einer prüfbaren Projektliste vorbereiten

Erstellen Sie aus Ihren Erkenntnissen eine Fensterliste mit Raumnummer, Rohbauöffnung, gewünschter Öffnungsart, Teilung, Himmelsrichtung, Nutzung und Besonderheiten am Anschluss. Ergänzen Sie ein Feld für den angefragten Uw-Wert der jeweiligen Ausführung sowie für Beschattung, Fensterbank und Montageumfang. Bei einer Terrassenöffnung kann eine einflügelige, nach innen öffnende Terrassentür sinnvoll in die Liste passen, wenn diese Öffnungsrichtung zur Möblierung und Nutzung passt. Entscheidend ist nicht der Produktname allein, sondern dass alle Beteiligten über dieselbe konkrete Ausführung sprechen. Fordern Sie bei Varianten schriftlich ausweisbare Unterschiede an, etwa bei Abmessung, Teilung oder Öffnungsart. Legen Sie zusätzlich eine Vergleichsmatrix an, in der jede Angebotszeile entweder bestätigt, abweichend oder ungeklärt markiert wird. So fällt auf, wenn ein Anbieter Nebenarbeiten einschließt, ein anderer jedoch nur das Fensterelement kalkuliert. Offene Punkte sollten vor der Entscheidung schriftlich beantwortet werden, statt sie stillschweigend als gleichwertig anzunehmen.

Prüfen Sie Angebote schließlich in zwei Spalten: Produkt und Projektleistung. Zur Produktseite gehören Maße, Öffnungsrichtung, Teilungen, Verglasung und die angefragten Kennwerte. Zur Projektseite gehören Aufmaß, Ausbau, Entsorgung, Anschlussausbildung, Nacharbeiten und Verantwortlichkeiten. Sonderformen sollten nicht in einer Sammelposition verschwinden. Ein Dreiecks- und Schrägfenster mit Festverglasung ist eine eigene Geometrie und braucht eine entsprechend eindeutige Planung. Ordnen Sie außerdem jede Nebenposition einer konkreten Öffnung oder einem eindeutig beschriebenen Arbeitspaket zu. Dadurch lassen sich Nachträge und Alternativen später leichter nachvollziehen. Fragen Sie vor Beauftragung nach dem bestätigten Liefertermin; bei Bloomcabin beträgt die Lieferzeit 4–6 Wochen, vorbehaltlich der Auftragsbestätigung. Für Fenster und Türen gilt eine Garantie von 5 Jahren. Diese Punkte ersetzen keine technische Projektprüfung, schaffen aber eine klarere Grundlage für Bestellung und Koordination.

Häufige Fragen

Lohnen sich neue Fenster immer wegen niedrigerer Heizkosten?

Nein. Neue Fenster können Wärmeverluste und Zugerscheinungen des Bestands verringern, doch die finanzielle Wirkung hängt von Fläche, Ausgangszustand, Einbau, Heizsystem, Energiepreis und Nutzung ab. Der Nutzen kann auch in besserer Behaglichkeit, leichterer Bedienung oder der Koordination mit einer weiteren Sanierung liegen. Eine pauschale Euro-Ersparnis wäre nicht belastbar.

Reicht es, den Ug-Wert der Verglasung zu vergleichen?

Nein. Der Ug-Wert bezieht sich auf das Glas. Für den Vergleich kompletter Fenster ist der Uw-Wert wichtiger, weil er Glas, Rahmen und Randbereich einbezieht. Fragen Sie, ob der angegebene Uw-Wert für Ihre geplanten Maße und die gewählte Ausführung gilt. Gerade Teilungen und kleine Elemente können den Vergleich verändern.

Warum kann die Heizkostenabrechnung nach dem Fenstertausch ähnlich bleiben?

Wetter, Energiepreise, Heizgewohnheiten, Warmwasseranteil und die Nutzung einzelner Räume verändern die Abrechnung. Außerdem wird ein zuvor kühler Raum nach dem Austausch häufig komfortabler und eventuell stärker beheizt. Vergleichen Sie deshalb mehrere Zeiträume und betrachten Sie den Fenstertausch als Baustein, nicht als alleinige Erklärung für den Gesamtverbrauch.

Sollten nur die zugigen Fenster ersetzt werden?

Das kann eine sinnvolle Priorität sein, wenn Zustand, Budget und Bauablauf dafür sprechen. Prüfen Sie jedoch die Folgen für Anschlussdetails, Optik, Lüftung und die verbleibenden Fenster. Werden später Fassade oder Dach bearbeitet, kann eine abgestimmte Reihenfolge unnötige Nacharbeiten vermeiden. Eine objektbezogene Einschätzung durch qualifizierte Fachleute hilft bei Grenzfällen.

Welche Angaben sollte ich für ein vergleichbares Angebot bereitstellen?

Nennen Sie je Öffnung Maße, Foto, Raum, Öffnungsrichtung, gewünschte Teilung, Himmelsrichtung und Nutzung. Beschreiben Sie auch Rollladen, Fensterbank, Beschattung, Laibung und geplante Arbeiten an Wand oder Boden. Bitten Sie um eine klare Trennung zwischen Produktkonfiguration und Montage- beziehungsweise Anschlussleistungen. So lassen sich Varianten sachlich vergleichen.

Nächste Schritte

Neue Fenster können zu niedrigeren Energiekosten beitragen, aber nur eine Betrachtung des gesamten Projekts macht die Größenordnung plausibel. Starten Sie mit einer vollständigen Flächen- und Bestandsliste, vergleichen Sie Uw-Werte für die wirklich gewählten Ausführungen und behandeln Sie den Wandanschluss als Teil der Lösung. Ergänzen Sie Verbrauchsdaten um transparente Annahmen zu Energiepreis und Nutzung, statt aus einer Heizkostenabrechnung eine exakte Fensterersparnis abzuleiten. Wenn große Glasflächen, Dachfenster, Türen oder eine weitere Sanierung beteiligt sind, lohnt sich eine frühzeitige Abstimmung der Gewerke. So wird aus der Frage nach einer möglichen Ersparnis eine belastbare Kaufentscheidung mit nachvollziehbaren Prioritäten.

45% BESSERER PREIS BEI ONLINE-KÄUFEN
Handeln im Internet ist bequem und profitabel
Fragen Sie uns!
Kontaktieren Sie uns
Telefon:
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Handelsregisternummer:
38944924
Adresse:
Thriges Plads 6, 5000 Odense C, Denmark
Soziale Medien
Folgen Sie uns auf Instagram, Facebook und Twitter, um die neuesten Nachrichten und besten Angebote von Bloomcabin zu erhalten.
X
Haben Sie Fragen und möchten, dass wir Sie zurückrufen?
+49