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Schnecken im Gewächshaus: Wege schließen, Befall dauerhaft kontrollieren

Schnecken im Gewächshaus: Wege schließen, Befall dauerhaft kontrollieren

Gewächshausschutz an der silbernen Spur

Schnecken im Gewächshaus: Wege schließen, Befall dauerhaft kontrollieren

Am Morgen zeigt sich das Problem häufig als feine, silbrig glänzende Linie auf dem Boden – nicht als Tier. Folgen Sie dieser Spur. Sie kann von einem angefressenen Keimling über einen feuchten Topffuß, unter einer Pflanzbank hindurch und über die Türschwelle nach draußen führen. Die dauerhafteste Lösung ist selten ein einzelnes Mittel, sondern ein Gewächshaus, dessen nächtliche Routen gezielt unterbrochen wurden.

01

Im ersten Licht, vor dem Gießen

Erst den Boden lesen, dann die Kultur behandeln

Ein kühles, feuchtes Gewächshaus verbirgt die Aktivität von Schnecken am Tag. Morgens sind die Indizien noch lesbar: trocknender Schleim, frische Fraßstellen und die genaue Verbindung zwischen Versteck und Pflanze. Dokumentieren Sie wiederkehrende Schäden mehrere Morgen lang, bevor Sie eine Maßnahme verschärfen oder den Erfolg als dauerhaft ansehen.

Beobachtung Was sie nahelegt Vor dem Urteil prüfen
Glänzende oder eingetrocknete Schleimspur auf Boden, Topf, Blatt oder Bankfuß Ein starkes Indiz für Schneckenbewegung. Die Spur zeigt häufig eine wiederkehrende Route und nicht nur einen einzelnen Besucher. Verfolgen Sie die Linie in beide Richtungen. Das Versteck liegt oft unter einem Gegenstand oder außerhalb des Hauses statt unmittelbar neben der geschädigten Pflanze.
Unregelmäßige Löcher mit glatt abgeschabten Rändern Typischer Schneckenfraß an weichen Blättern, Keimblättern, Blüten und reifen Früchten. Kontrollieren Sie nachts auch die Blattunterseiten. Raupen hinterlassen häufig Kotkrümel; Ohrwürmer sitzen in engen Spalten, erzeugen jedoch keine Schleimspur.
Jungpflanze abgefressen oder scheinbar verschwunden Schnecken können sehr junge Pflanzen rasch verzehren, besonders Salat, Basilikum, Gemüsekeimlinge und Tagetes. Untersuchen Sie die Substratoberfläche in der Dämmerung und am Morgen. Prüfen Sie ohne Schleimspur ebenso Umfallkrankheit, Wurzelfraß, Trockenstress und andere mögliche Ursachen.
Flache Fraßstellen an bodennahen Erdbeeren, Gurken oder anderen Früchten Möglicher Nachtfraß, besonders wenn Früchte feuchtes Substrat berühren oder nahe am Topfrand liegen. Heben Sie die Frucht an und prüfen Sie ihre Auflagefläche. Scheuerstellen, Risse und Fäulnis können ähnlich aussehen, weisen aber keine zusammenhängende Schleimspur auf.
Schäden nur nach einer warm-feuchten oder sehr nassen Phase Die Bedingungen können die Aktivität begünstigen, ohne dass die Population dauerhaft stark zugenommen hat. Prüfen Sie Gießzeit, Leckagen, stehendes Wasser und dicht gestellte Töpfe, bevor Sie weitere Maßnahmen einsetzen.
02

Zwei Formen, dieselbe Schutzlogik

Mit oder ohne Gehäuse: Entscheidend sind Route und Lebensraum

Nacktschnecken und Gehäuseschnecken unterscheiden sich sichtbar, teilen aber zentrale ökologische Bedürfnisse: Feuchtigkeit, geschützte Rückzugsorte und erreichbare Nahrung. Beide bewegen sich auf Schleim und werden besonders bei kühlen, feuchten und lichtarmen Bedingungen aktiv. Für den Kulturschutz zählt daher vor allem, woher sie kommen, wo sie ruhen und welche Pflanzen ihre Route erreicht.

Nacktschnecke

Flach, verborgen und mobil

Nacktschnecken gelangen in sehr niedrige, dunkle Hohlräume: unter Aussaatschalen, hinter Schlauchschlaufen, unter Pflanztische, zwischen Töpfe und in feuchte Fugen am Boden oder Beetrand. Weil sie leicht Feuchtigkeit verlieren, ist ein kühler Tagesunterschlupf für sie besonders wichtig.

  • Auf staubigen Böden und glänzenden Blättern hinterlassen sie oft deutlich sichtbare Spuren.
  • Sie verbergen sich in Substratresten, unter Schalen und in gestapelten Pflanzgefäßen.
  • Jungtiere sind klein und werden bei flüchtigen Kontrollen am Tag leicht übersehen.

Gehäuseschnecke

Mobiler Schutz, erreichbare Nahrung

Gehäuseschnecken sind unterwegs leichter zu erkennen, aber nicht automatisch einfacher zu kontrollieren. Sie können unter einer Bank, am geschützten Fundamentrand, hinter gelagertem Material oder in dichter Vegetation unmittelbar vor der Tür sitzen. Nicht jede Art ist pauschal als Schädling einzuordnen; maßgeblich bleibt der konkrete Fraß an der Kultur.

  • Sie sammeln sich häufig an geschützten Randbereichen und in dichter Außenbepflanzung.
  • Manche nutzen das Gewächshaus als günstigen Futterraum, ohne dauerhaft darin zu leben.
  • Absammeln ist besonders wirksam, wenn wiederkehrende Wege und Rückzugsorte bekannt sind.
Gemeinsames Muster

Beide suchen eine verlässliche Abfolge: tagsüber einen geschützten Liegeplatz, nachts eine feuchte Lauffläche, empfindliche Nahrung in der Nähe und eine Route ohne trockene, offene Unterbrechung. Wird ein Glied dieser Kette beseitigt, sinkt der Druck. Werden mehrere zugleich unterbrochen, verliert das Gewächshaus deutlich an Attraktivität.

03

Der Zeitpunkt ist ein Werkzeug

Lassen Sie Ihre Routine vor der nächtlichen Route beginnen

Die Aktivität verändert sich mit Wetter, Temperatur, Bewässerung, Substrat und Luftfeuchte. Der folgende Ablauf verspricht keine minutengenaue Bewegung. Er ist eine praktische Reihenfolge, um die feuchte Phase zu beobachten und gezielt zu verkürzen.

Später NachmittagBoden zurücksetzenReste und stehendes Wasser entfernen.
DämmerungRouten prüfenMit flach geführter Taschenlampe suchen.
Kühle, feuchte NachtAktivitätsfensterAbsammeln und Barrieren kontrollieren.
Vor TagesanbruchRückweg ins VersteckSpuren bis zur Deckung verfolgen.
MorgenLesen und trocknenSchäden notieren, Flächen ordnen.

Am späten Nachmittag entfernen Sie welke Blätter, Erntereste, Fallobst, leere Schalen und stehendes Wasser. Kontrollieren Sie Türschwelle und äußeren Fundamentrand, bevor das Licht schwindet. Dieser kurze Neustart macht spätere Spuren besser sichtbar und nimmt wiederkehrenden Besuchern Nahrung sowie zufällige Deckung.

Gehen Sie in der Dämmerung mit einer flach gehaltenen Taschenlampe an Pflanztischen, gestapelten Töpfen, Türführungen und bodennahen Pflanzen entlang. Kühle, feuchte Abende eignen sich zum Absammeln und zeigen, ob eine Kupferbarriere oder ein Schneckenzaun wirklich geschlossen ist – oder durch Erde, Blätter, Schmutz und anliegendes Laub überbrückt wird.

Folgen Sie vor Sonnenaufgang frischen Spuren zurück zum Unterschlupf. Nur das sichtbare Tier zu entfernen, entlastet die Kultur vorübergehend; erst die Korrektur von Versteck und Route senkt den Druck der nächsten Nacht. Notieren Sie morgens Schäden, kontrollieren Sie bewusst angelegte Refugien und gießen Sie die Wurzelzone so früh, dass Wege und Topfaußenflächen abtrocknen können.

04

Die Prüfung der Schwellenkontinuität

Betrachten Sie das Haus als Folge verbundener Bodenkanten

Schnecken benötigen keine auffällige Öffnung. Eine bodennahe Türlücke, ein feuchter Ablauf, überhängendes Laub oder ein Topfstapel an der Wand kann genügen. Gehen Sie die Innen- und Außenseite des Gewächshauses auf Bodenhöhe ab – idealerweise nach Regen und nach einer üblichen Bewässerung.

Türschwelle und Bodenanschluss

Suchen Sie entlang der tiefen Linie

  1. Entfernen Sie Erde, Blattreste und Substrat aus Türführungen und von Schwellenkanten.
  2. Prüfen Sie, ob Dichtungen und Türausrichtung wie vorgesehen am Sockel anschließen.
  3. Halten Sie direkt hinter dem Eingang einen trockenen, leicht kehrbaren Streifen frei.

Wandfuß und Außenbepflanzung

Entfernen Sie die weiche Brücke

  1. Halten Sie Blätter, Beikräuter und dichten Bodendecker vom Gewächshausfundament fern.
  2. Lehnen Sie Säcke, Bretter oder ungenutzte Pflanzgefäße nicht an den Wandfuß.
  3. Beseitigen Sie Senken, die den Fundamentrand nach Regen dauerhaft feucht halten.

Lüftung, Ablauf und Durchführung

Funktion erhalten, Schutzräume verringern

  1. Blockieren Sie für die Schädlingsabwehr niemals notwendige Entwässerungs- oder Lüftungsöffnungen.
  2. Halten Sie Abläufe stattdessen frei und prüfen Sie geschützte Kanten auf Feuchtigkeit und Ablagerungen.
  3. Reparieren Sie beschädigte Abdeckungen nur mit Materialien, die zur Konstruktion und zum erforderlichen Luftaustausch passen.

Pflanztische, Töpfe und Blattbrücken

Trennen Sie Kultur und Deckung

  1. Stellen Sie empfindliche Schalen und Töpfe nach Möglichkeit erhöht statt direkt auf den Boden.
  2. Halten Sie Bankfüße, Topfunterseiten und Barrieren frei von Erde und abgefallenen Blättern.
  3. Leiten Sie Ranken und entfernen Sie tiefe Blätter, damit kein Laub eine Rampe vom feuchten Boden zur Kultur bildet.

Eine durchdachte Raumaufteilung vereinfacht diese Prüfungen. Klare Zugänge, stabile Bodenkanten und eine definierte Türzone kennzeichnen auch das Klassisches Aluminium-Gewächshaus. Gut zugängliche Pflanztische, leicht zu reinigende Wege und eine übersichtliche Aufstellung schaffen eine bessere Kontrollroute. Wer einen neuen Kulturraum plant, findet diese Grundlage im Klassisches Aluminium-Gewächshaus und kann den bodennahen Arbeitsablauf von Anfang an mitdenken.

Lebensraum korrigieren

Wasser für die Wurzeln – nicht für eine lange feuchte Nacht

Das Gewächshaus soll nicht austrocknen. Ziel ist vielmehr, dauerhaft nasse Laufwege, feuchte Topfaußenflächen und geschützte, verrottende Ablagerungen zu vermeiden. Für viele Kulturen ist das Gießen am Morgen sinnvoll, weil Blätter und Oberflächen bis zur Nacht abtrocknen können. Eine gezielte Bewässerung der Wurzelzone oder eine passende Tropfbewässerung hält zudem Wege übersichtlich und neue Schleimspuren besser erkennbar.

Beginnen Sie bei Leckagen und Spritzmustern. Ein langsam tropfender Anschluss, ein nie geleerter Untersetzer, ein verstopfter Rinnenablauf an der Tür oder eine feuchte Stelle unter dicht gestellten Töpfen erhält genau jene kleinen Rückzugsräume, die Schnecken bevorzugen. Vergrößern Sie Abstände, entfernen Sie abgestorbene untere Blätter und nutzen Sie den bodennahen Bereich nicht als Lager für feuchte Säcke, Karton, Matten und verlassene Gefäße.

Guter Luftaustausch ist aus vielen pflanzenbaulichen Gründen wichtig. Dachfenster und bedarfsgerechtes Lüften unterstützen ein ausgeglichenes Kulturklima. Lüftung allein löst jedoch kein Schneckenproblem, solange der Boden feucht und verstellt bleibt. Ein Klassisches Aluminium-Gewächshaus lässt sich als hochwertiger, klar organisierter Kulturraum einrichten. Erhalten Sie diese Nutzbarkeit, indem Sie Fundament, Pflanztische und Tür zugänglich lassen, statt jede freie Fläche mit Material zu füllen.

05

Hierarchie der Maßnahmen

Setzen Sie zuerst auf Lösungen, die dauerhaft wirksam bleiben

Die beste Reihenfolge beginnt mit dem Unterbrechen von Zugängen und der Korrektur des Lebensraums. Direkte Maßnahmen können den aktuellen Besatz senken. Solange jedoch ein feuchtes Versteck und eine bequeme Route bestehen bleiben, ist ihre Wirkung meist kurzlebig und die nächste Zuwanderung wahrscheinlich.

1

Zugang sperren und Wege unterbrechen

Pflegen Sie Türen, Dichtungen, Bodenanschlüsse und das direkte Umfeld so, dass keine durchgehende Route entsteht. Barrieren gehören nur um Flächen, die sauber gehalten und regelmäßig geprüft werden können. Kupferhaltige Systeme können abschrecken, werden aber durch Erde, Verschmutzung, Feuchtigkeit, offene Enden oder anliegende Blätter umgangen. Eine kleine, konsequent geschützte Jungpflanzenzone ist besser als ein lückenhafter Gesamtversuch.

Am besten für: Pflanztische, einzelne Töpfe, erhöhte Beete oder eine klar begrenzte Kulturzone, deren Rand vollständig kontrollierbar bleibt.
2

Tagesverstecke reduzieren

Entfernen Sie gestapelte Töpfe, Bretter, dichte Ablagerungen und dauerhaft feuchte Stellen. Eine bewusst platzierte Kontrollplatte kann als Beobachtungsstation dienen: Legen Sie sie außerhalb empfindlicher Kulturen an einer verdächtigen Route aus, heben Sie sie täglich an und entfernen Sie die darunter gefundenen Tiere. Zufällige Schlupfwinkel sollten dagegen verschwinden.

Am besten für: das Auffinden von Konzentrationspunkten und die Kontrolle, ob Aufräumen und Trocknen tatsächlich wirken.
3

In der passenden Nacht absammeln

Sammeln Sie Schnecken mit Handschuhen und Taschenlampe an kühlen, feuchten Abenden oder morgens unter den eingerichteten Kontrollplatten ab. Das ist in einem übersichtlichen Gewächshaus besonders effizient, wenn Routen bekannt sind und zuvor Verstecke reduziert wurden. Entfernen Sie die Tiere verantwortungsvoll und rechtssicher nach örtlichen Vorgaben; setzen Sie sie nicht einfach am Grundstücksrand wieder aus.

Am besten für: kurze, wiederholte Rundgänge während der Jungpflanzenzeit, nach nassem Wetter oder nach einer gründlichen Reinigung.
4

Produkte ausschließlich streng nach Etikett einsetzen

Fallen und Köder können einen integrierten Ansatz ergänzen, aber nicht ersetzen. Bierfallen wirken anziehend, erfassen nur einen begrenzten Bereich und können weitere Tiere in die Nähe locken. Für direkte Mittel kommen ausschließlich in Deutschland aktuell zugelassene Produkte infrage. Prüfen Sie Kultur, Einsatzort, Aufwandmenge, Wartehinweise sowie Kinder-, Haustier- und Wildtierschutz in der BVL-Datenbank und auf dem Etikett.

Am besten für: lokalen Restdruck, der trotz konsequenter Reinigung, Wegesperren und wiederholtem Absammeln bestehen bleibt.
06

Wege dauerhaft geschlossen halten

Saisonale Nachkontrolle ist ruhiger als ein neuer Befall

In Deutschland machen milde, nasse Phasen im Frühjahr und Herbst Schnecken besonders sichtbar. Ein bewässertes Gewächshaus kann jedoch auch außerhalb dieses Musters ein günstiges Mikroklima bieten, wenn dichte Bestände und geschützte Feuchtestellen zusammenkommen. Richten Sie Ihre Kontrollen deshalb nach Wetter und Innenklima – nicht ausschließlich nach dem Kalender.

Spätwinter

Vorbereiten

Bevor die Aussaat beginnt, kehren Sie unter den Pflanztischen, reinigen wiederverwendete Töpfe und Schalen, kontrollieren Dichtungen sowie Abläufe und entfernen gelagertes Material aus bodennahen, feuchten Bereichen.

Frühjahr

Jungpflanzen schützen

Kontrollieren Sie während nasser Phasen häufiger. Zarte Keimblätter, frisch gesetzter Salat und Kräuter sind besonders gefährdet. Ein Rundgang in der Dämmerung verhindert, dass Schäden am nächsten Morgen rätselhaft erscheinen.

Sommer

Bewässerung beobachten

Hitze kann die Aktivität im Außenraum senken, während Schatten, häufiges Gießen und feuchte Ecken sie innen erhalten. Reparieren Sie Leckagen und ernten Sie reife, bodennahe Früchte, bevor sie zur leicht erreichbaren Nahrung werden.

Herbst

Randbereiche neu ordnen

Entfernen Sie Außenvegetation am Sockel, ordnen Sie eingelagerte Töpfe, Vlies und Erntematerial und kontrollieren Sie nach Regen. Weniger geschützte Ablage- und Überwinterungsplätze erleichtern den Start in die nächste Kultursaison.

Ein hochwertiges Gewächshaus bewahrt seine ruhige Anmutung durch Abläufe, die sich leicht wiederholen lassen. Achten Sie auf zugängliche Türen, Lüftungsmöglichkeiten, reinigbare Kanten und Bewegungsraum um Pflanztische. Eine passende Grundlage bietet das Klassisches Aluminium-Gewächshaus. Prüfen Sie dabei erneut die Klassisches Aluminium-Gewächshaus und betrachten Sie die klaren Proportionen des Klassisches Aluminium-Gewächshaus als Ausgangspunkt für einen geordneten, gut kontrollierbaren Kulturraum mit dauerhaft zugänglichen Bodenkanten.

07

Häufig gestellte Fragen

Praktische Antworten auf Bodenhöhe

Warum habe ich Schnecken in einem meist geschlossenen Gewächshaus?

Sie können mit neuen Pflanzen, Schalen, Töpfen, Substrat oder gelagertem Material eingeschleppt werden. Ebenso genügen kleine Lücken an Schwelle, Sockel oder Ablauf sowie anliegende Außenvegetation. Eine geschlossene Tür reduziert den Zugang, ersetzt aber nicht die Kontrolle von Führungen, Dichtungen, Randbereichen und neu eingebrachter Ware.

Reichen Kupferband oder andere Barrieren allein aus?

Nein. Kupferhaltige Barrieren können unter passenden Bedingungen abschrecken, müssen dafür jedoch sauber, lückenlos und frei von Brücken bleiben. Erde, Blätter, Feuchtigkeit, Topfränder oder anliegendes Laub können ihre Wirkung mindern. Eine Barriere ist immer nur eine Ebene innerhalb eines vollständigen Systems.

Wann suche ich am besten nach Nackt- und Gehäuseschnecken?

Kontrollieren Sie mit einer Taschenlampe in der Dämmerung oder an einem kühlen, feuchten Abend. Am frühen Morgen finden Sie frische Spuren und Tiere in nahen Verstecken. Besonders aufschlussreich sind Rundgänge nach Regen oder Bewässerung.

Sind trockene Streumittel im feuchten Gewächshaus zuverlässig?

Ihre abschreckende Wirkung hängt meist davon ab, dass sie trocken und ununterbrochen bleiben. In einem bewässerten, feuchten Gewächshaus ist das schwer sicherzustellen. Betrachten Sie lose Materialstreifen deshalb nicht als Grundlage, sondern setzen Sie auf kontrollierbare Wege, Ordnung und geschlossene Barrieren.

Darf ich Schneckenkorn bei essbaren Kulturen einsetzen?

Nur wenn das konkrete Produkt in Deutschland aktuell für die jeweilige Kultur und den vorgesehenen Einsatzort zugelassen ist. Maßgeblich sind BVL-Zulassung und Etikett mit Aufwandmenge, Anwendung, Schutzauflagen und Erntehinweisen. Halten Sie Mittel von Kindern, Haustieren und Wildtieren fern und nutzen Sie sie nur ergänzend.

Wann ist fachlicher Rat für die Bestimmung sinnvoll?

Holen Sie fachlichen Rat ein, wenn Schäden erheblich sind, die Ursache unklar bleibt, eine größere Kultur betroffen ist oder Sie belastbare Hinweise zu einem Pflanzenschutzmittel benötigen. Fachstellen können Schneckenfraß von Krankheiten, Wurzelfraß, Raupen- oder Nagerschäden abgrenzen und bei der Prüfung zulässiger Maßnahmen unterstützen.

08

Quellen und weiterführende Hinweise

Verlässliche Grundlagen für Entscheidungen in Deutschland

Zulassungen, Auflagen und Produktetiketten können sich ändern. Nutzen Sie die folgenden Fachquellen zur Diagnose und prüfen Sie jede Entscheidung über direkte Mittel anhand der aktuellen deutschen Zulassung und des jeweiligen Etiketts.

Umweltbundesamt: Nacktschnecken umweltfreundlich abwehren
Vorbeugung, Barrieren und umweltverträgliche Maßnahmen im Haus- und Kleingarten.

Umweltbundesamt: Alternativen zur Verwendung von Schneckenkorn
Einordnung vorbeugender Maßnahmen und direkter Bekämpfung ohne routinemäßigen Ködergebrauch.

BVL: Übersicht zugelassener Pflanzenschutzmittel in Deutschland
Offizielle Grundlage zur Prüfung aktueller Zulassungen, Anwendungsbereiche und verbindlicher Auflagen.

Landwirtschaftskammer NRW: Schnecken im Hausgarten
Hinweise zu Schadbildern, Lebensweise, vorbeugenden Maßnahmen und gezielter Kontrolle von Schnecken.

Landwirtschaftskammer NRW: Schnecken erkennen und eindämmen
Praxisorientierte Informationen zu Befall, Witterungseinfluss und geeigneten Gegenmaßnahmen im Garten.

NABU Sachsen: Hintergrundwissen zu heimischen Weichtieren
Ökologischer Überblick zu heimischen Schnecken und anderen Weichtieren, ihrer Vielfalt und ihrer Bedeutung in naturnahen Lebensräumen.

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Ein wiederholbarer Fünf-Minuten-Rundgang

Gehen Sie das Haus zur blauen Stunde ab

Beginnen Sie, bevor die Nacht Details unsichtbar macht: ein kurzer, ruhiger Rundgang, der Beobachtung in Vorbeugung verwandelt. Die silberne Spur verliert ihre Geschichte, wenn Laufwege abtrocknen, Verstecke kontrollierbar sind und die Verbindung an der Schwelle endet – nicht erst an der beschädigten Pflanze.

1Schwelle Türführung, Kante und äußeren Anschluss von Ablagerungen befreien.
2Töpfe Mögliche Verstecke anheben, Blattreste und stehendes Wasser entfernen.
3Pflanztische Unterseiten, Füße und mögliche Materialbrücken mit der Taschenlampe prüfen.
4Jungpflanzen Zarte Triebe, Keimblätter und bodennahe Früchte sorgfältig kontrollieren.
5Ablagebereich Pflanzenreste entsorgen und den Boden für den Morgen übersichtlich zurücklassen.

Für einen geordneten, dauerhaft kontrollierbaren Kulturraum entdecken Sie das Klassisches Aluminium-Gewächshaus oder prüfen Sie das Klassisches Aluminium-Gewächshaus als Grundlage für eine tägliche Gewächshausroutine, die ebenso durchdacht wirkt wie der Garten selbst.

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