Da die Falttür nach außen öffnet und nach rechts gefaltet wird, muss die Einbausituation zu beiden Bewegungsrichtungen passen. Erfassen Sie die Bauöffnung getrennt vom gewünschten Bestellmaß und kennzeichnen Sie nachvollziehbar, zwischen welchen Punkten gemessen wurde. Innen- und Außenseite sowie die Blickrichtung sollten in den Unterlagen eindeutig bezeichnet sein. Besonders bei einer Maßanfertigung braucht jede Zahl einen klaren Bezug, damit Öffnung, Elementmaß und räumliche Zuordnung nicht miteinander verwechselt werden.
Außerhalb der Öffnung muss der Bewegungs- und Faltbereich der Flügel berücksichtigt werden. Beziehen Sie angrenzende Wände, Vorsprünge, Geländer, Stufen, Dachüberstände, Entwässerungselemente, Leuchten und dauerhaft platzierte Gegenstände in Ihre Beurteilung ein. Auch die Fläche, an der die gefalteten Elemente auf der rechten Seite liegen sollen, gehört zur räumlichen Prüfung. Diese Hinweise sind Prüfpunkte für Ihr Projekt und keine Aussage über einen pauschal erforderlichen Abstand.
Beziehen Sie auch den fertigen Bodenaufbau in die Planung ein. Schwellen, Beläge, Gefälle und Höhenwechsel können die räumliche Einordnung des Übergangs beeinflussen. Unterscheiden Sie zwischen vorhandenen und noch geplanten Oberflächen und vermerken Sie, wenn sich die endgültige Bodenhöhe im Zuge des Bauvorhabens verändert. Eine Schnittzeichnung oder bemaßte Skizze kann dabei helfen, Rohbauzustand und geplanten Endzustand verständlich gegenüberzustellen.
Überlegen Sie außerdem, wie der Übergang im Alltag genutzt wird. Häufige Laufwege, die Möblierung auf beiden Seiten und die Position angrenzender Türen oder Fenster können für die Anordnung wichtig sein. Prüfen Sie diese Punkte am konkreten Einbauort und halten Sie relevante Besonderheiten in Ihren Unterlagen fest. Eine Skizze mit Blickrichtung, Innen- und Außenseite sowie rechter Faltseite macht die gewünschte Zuordnung meist schneller verständlich als eine unkommentierte Maßliste.
Die Bestellgröße sollte nicht allein aus den Bauteilmaßen des Rahmens oder der Flügel berechnet werden. Für die Maßanfertigung braucht es eine klare Grundlage, die zur vorgesehenen Einbausituation passt. Wenn Sie Maße übermitteln, benennen Sie deshalb, ob sie eine vorhandene Bauöffnung, ein geplantes Rohbaumaß oder das gewünschte Elementmaß darstellen. So bleibt nachvollziehbar, worauf sich jede Angabe bezieht.