Brokkoli im Gewächshaus anbauen

Brokkoli im Gewächshaus anbauen
Ein guter Brokkolikopf ist kein Zufall. Seine dichten grünen Knospen speichern, was die Pflanze über Wochen erlebt hat: kühle Luft, ruhige Wurzeln, gleichmäßiges Wasser und den richtigen Erntezeitpunkt.
Im Gewächshaus ist Brokkoli eine lohnende Kultur für die kühlen Saisonränder – sofern das Haus nicht als dauerwarmer Raum verstanden wird. Ziehen Sie kompakte Jungpflanzen heran, rechnen Sie mit der ausgewachsenen Blattkrone, bewegen Sie feuchte Luft und lassen Sie die Köpfe bei möglichst ruhigem, kühlem Klima reifen.
Das Gewächshaus hilft Brokkoli nicht durch mehr Wärme.
Nutzen Sie Verglasung, Dachfenster, Türen, Schattierung und Bewässerung, um Wetterspitzen auszugleichen. Das Ziel ist eine gleichmäßig wachsende, kräftige Pflanze vor dem Kopfansatz – nicht üppiges Wachstum in überhitzter Luft.
Brokkoli, botanisch Brassica oleracea var. italica, gehört zu den kühleliebenden Kohlgewächsen. Gleichmäßige Feuchte, passend entwickelte Setzlinge und kühle Bedingungen während der Kopfbildung fördern feste Knospen. Das Gewächshaus bietet Stellschrauben, hebt diese Ansprüche aber nicht auf.
Wählen Sie eine Brokkoliform für das Gewächshausbeet.
Saatgutanbieter betonen häufig die Reifezeit. Unter Glas verdienen jedoch auch Kopfform, ausgewachsene Blattmasse und die Fähigkeit zur Bildung von Seitentrieben besondere Aufmerksamkeit.
Schneller Hauptkopf
Kurzes Fenster · moderater Platzbedarf
Viele Schnitte
Schlanke Röschen · lange Ernte
Großer Hauptkopf
Breite Blattkrone · viel Abstand
Diese Typen eignen sich, wenn das kühle Frühjahrsfenster unter Glas kurz ist. Sie entwickeln zügig einen mittelgroßen Hauptkopf und beanspruchen meist weniger Platz. Schneiden Sie rechtzeitig; Umfang und Qualität der späteren Seitentriebe hängen stark von der Sorte ab.
Sprouting-Brokkoli liefert statt eines monumentalen Hauptkopfs viele schlanke, wiederholt erntereife Röschen. Das ist attraktiv für eine längere Herbsternte. Die verzweigten Pflanzen können jedoch dicht werden und brauchen einen gut belüfteten Standort sowie regelmäßige Schnitte.
Klassische Calabrese-Sorten bilden eindrucksvolle Hauptköpfe und die breiteste Blattkrone. Planen Sie dafür 50–60 cm Abstand und eine konsequente Lüftung ein. Unter österreichischen Bedingungen passen sie besonders gut zu einer rechtzeitig angesetzten Herbstkultur.
Für den Hausgarten ist eine Staffelung sinnvoll: ein kleiner früher Satz für Mai oder Juni und ein zweiter, etwas größerer Satz für September oder Oktober. Ergänzen Sie bei Bedarf einzelne Sprouting-Pflanzen am Beetende, statt jede Sorte in dasselbe Erntefenster zu zwingen.
Ziehen Sie Setzlinge heran, die wachsen wollen – nicht blühen.
Brokkolisetzlinge wirken oft lange kompakt, obwohl ihr Topf bereits zu klein ist. Halten Sie sie nicht in engen Zellen zurück, nur weil der Pflanztermin gerade bequemer wäre. Überalterte, wurzelverfilzte oder im Wachstum gestoppte Jungpflanzen bilden häufiger kleine, verfrühte Köpfe.
Säen Sie in sauberes, lockeres Anzuchtsubstrat etwa 1 cm tief. Brokkoli keimt meist zuverlässig ohne tropische Bodenwärme. Nach dem Auflaufen braucht er viel Licht und gleichmäßige, aber nicht stauende Feuchte. Düngen Sie bei Bedarf zurückhaltend und regelmäßig, statt das Wachstum mit einer hohen Einzelgabe anzutreiben.
Mit vier bis sechs echten Blättern und einem kompakten Wurzelballen sind die Pflanzen bereit. Härten Sie sie sieben bis zehn Tage schrittweise ab. Das Gewächshaus mildert den Übergang, kann Stress aber verbergen, wenn es tagsüber heiß und nachts abrupt kalt wird.
Halten Sie das Substrat bis zum Auflaufen gleichmäßig feucht, jedoch nie vernässt. Stellen Sie die Keimlinge danach sofort ins helle Oberlicht. Sanfte Luftbewegung unterstützt gedrungene Stängel und verhindert, dass die jungen Blätter dauerhaft feucht bleiben.
Topfen oder pflanzen Sie um, bevor die Wurzeln eng kreisen. Fassen Sie Keimlinge möglichst an den Keimblättern statt am Stängel an. Erhöhen Sie beim Abhärten über etwa eine Woche Licht, Luftbewegung und Temperaturschwankungen, ohne die Wasserversorgung abrupt einzuschränken.
Entscheidend ist nicht allein das Alter. Wählen Sie feste, aktiv wachsende Pflanzen mit vier bis sechs echten Blättern, kompaktem Ballen und ohne sichtbaren Kopfansatz. Pflanzen Sie an einem bedeckten Vormittag oder späten Nachmittag und kontrollieren Sie die Feuchte in den ersten drei Tagen besonders sorgfältig.
Planen Sie für die Blattkrone in sechs Wochen.
Viele Probleme beginnen mit einem ordentlich wirkenden, aber überfüllten Beet. Kleine Setzlinge lassen sich eng verteilen; ausgewachsene Brokkolipflanzen nicht. Sobald sich die Blätter überlagern, bleibt Feuchtigkeit an den Köpfen stehen, Kontrollen werden mühsam und die Pflanzen konkurrieren um Licht und Nährstoffe – genau dann, wenn der Kopf an Gewicht gewinnen soll.
Nutzen Sie 45 cm als praktische Untergrenze für kompakte Sorten und erweitern Sie den Abstand auf 50–60 cm bei großwüchsigen Sorten, schwächerem Licht oder hoher Luftfeuchte. Zwischen den Reihen sind etwa 50–60 cm praxistauglich. Das ergibt meist drei bis vier Pflanzen pro Quadratmeter. Die Landwirtschaftskammer Kärnten nennt im Hausgarten vier bis fünf; im feuchteren Gewächshaus ist eine bewusst luftigere Belegung vernünftig.
Halten Sie beide Beetenden erreichbar. Sie sollten Blattunterseiten kontrollieren, die Feuchte im Wurzelbereich prüfen und den Hauptkopf schneiden können, ohne durch die Krone der Nachbarpflanze greifen zu müssen.
Freie Lüftungsbahn
Offene Blattkrone
Trockener Zugang
Platzieren Sie hohe Brokkolipflanzen so, dass sie den Luftweg von der Tür zu den Dachfenstern nicht versperren. In einem schmalen Haus ist ein gut zugängliches Beet oft produktiver als zwei bis an die Verglasung gedrängte Reihen.
In Gefäßen braucht jede Pflanze einen großen, tiefen Topf mit Wasserabzug und etwa 30–40 cm Substrattiefe. Halten Sie auch zwischen den Gefäßen ausreichend Abstand. Töpfe erwärmen sich unter Glas schneller und trocknen rascher aus als ein gewachsener Boden.
Kopfqualität ist ein Belastungsbild, kein einzelner Thermostatwert.
Brokkoli verträgt kühle Bedingungen, doch der entstehende Kopf reagiert sensibel auf angestaute Wärme und wechselnde Wasserversorgung. Streben Sie helle, kühle Tage mit bewegter Luft an. Ein praktikabler Bereich liegt bei etwa 18–20 °C. Öffnen Sie an sonnigen Tagen die Lüftung frühzeitig, statt zu warten, bis sich die Hitze bereits unter dem First gesammelt hat.
Während sommerlicher Spitzen über 24–25 °C helfen zusätzlich offene Türen, frühe Tageslüftung und eine maßvolle Schattierung. Ein Min-Max-Fühler auf Kopfhöhe zeigt die tatsächliche Belastung besser als ein Thermometer am kühlen Boden. Unter Glas können kritische Werte lange vor einer auffälligen Außentemperatur entstehen.
- Morgens
- Öffnen Sie Dachfenster oder Türen, bevor direkte Sonne das Haus zum Wärmespeicher macht. Prüfen Sie, ob ein echter Luftaustausch entsteht und nicht nur ein schmaler Spalt offen steht.
- Mittags
- Setzen Sie Schattierung bei Hitzespitzen gezielt und gut belüftet ein. Brokkoli braucht weiterhin Licht, aber weder einen überhitzten Kopf noch eine austrocknende Wurzelzone.
- Abends
- Schließen Sie vor einer kalten Nacht rechtzeitig, ohne Restfeuchte einzuschließen. Die Blätter sollten vor der Dunkelheit möglichst abtrocknen; bei Frostgefahr kann Vlies junge Pflanzen zusätzlich schützen.
- Nach dem Gießen
- Lüften Sie ausreichend, damit überschüssige Feuchte entweicht. Nasse Blätter, Kondenswasser und ein feuchter Bodenbelag sind kein verlässliches Verfahren zur Kühlung des Gewächshauses.
Halten Sie den Wurzelraum gleichmäßig.
Brokkoli verträgt keinen Rhythmus aus Austrocknen und anschließendem Fluten. Von der Pflanzung bis zur Ernte braucht er einen feuchten, sauerstoffreichen Wurzelraum. Gießen Sie langsam und tief genug, um den aktiven Wurzelbereich zu erreichen. Bestimmen Sie die nächste Gabe anhand von Bodenfeuchte, Topfgewicht und Wetter – nicht nach einem starren Kalender.
Prüfen Sie nicht nur die trockene Oberfläche, sondern die Feuchte in 5–10 cm Tiefe. Unter Glas trägt Regen nichts zur Versorgung bei; Sonneneinstrahlung, Gefäßgröße und Lüftung verändern den Bedarf zusätzlich. Tropfbewässerung oder ein gezielt geführter Gießstab halten Blätter und Köpfe trockener als täglicher Sprühregen.
Ernähren Sie zuerst ein ruhiges Blattwachstum.
Brokkoli hat einen hohen Nährstoffbedarf, doch viel Stickstoff ersetzt weder gesunde Wurzeln noch Licht und Klimaführung. Beginnen Sie nach Möglichkeit mit einer Bodenuntersuchung. Geeignet ist ein humoser, tiefgründiger und gut drainierter Boden mit einem pH-Wert im Bereich von etwa 6,0–7,0. Reifer Kompost oder gut verrottete organische Substanz bilden dafür eine verlässliche Grundlage.
Arbeiten Sie Kompost vor dem Pflanzen ein und ergänzen Sie bei Bedarf einen ausgewogenen organischen Dünger. Eine zurückhaltende Nachdüngung nach dem Anwachsen kann sinnvoll sein; nach dem Hauptschnitt unterstützt sie gegebenenfalls die Seitentriebe. Vermeiden Sie hohe Stickstoffgaben auf Verdacht: Sie fördern weiches Wachstum und erschweren das Klima in dichten Beständen.
Wasser und Ernährung treffen sich während der Kopfbildung. Eine Pflanze, die weder wegen Trockenheit noch wegen Nährstoffmangel stocken musste, ist besser auf einen dichten, gleichmäßigen Kopf vorbereitet.
So entsteht ein dichter Brokkolikopf.
Ein Brokkolikopf besteht aus vielen noch unentwickelten Blütenknospen. Seine Qualität entsteht lange, bevor er als Kopf sichtbar wird. Zunächst muss die Pflanze eine kräftige Blattkrone und ein Wurzelsystem für die kontinuierliche Aufnahme aufbauen. Stimmen Reifegrad der Sorte und Kulturbedingungen überein, wechselt der zentrale Wachstumspunkt zur Knospenbildung.
Deshalb kann ein Kopf misslingen, obwohl erst kurz vor der Ernte etwas auffällt. Miniaturköpfe auf kleinen Pflanzen berichten von einer früheren Unterbrechung: Kälteschock, Trockenheit, Nährstoffmangel, Pflanzstress oder zu lange gehaltene Setzlinge. Grobe, auseinanderweichende Knospen und gelbe Blüten zeigen dagegen meist späte Hitze, eine verzögerte Ernte oder beides an.
Wenn der Kopf zeigt, dass sich etwas verändert hat.
Behandeln Sie nicht jeden unvollkommenen Kopf mit derselben Maßnahme. Vergleichen Sie das Symptom mit Pflanzenalter, jüngsten Temperaturen, Bewässerungsverlauf sowie dem Zustand von Blättern, Ballen und Wurzeln.
Knopfbildung
Kleine Pflanze.
Lockerer Kopf
Hitze oder Trockenheit.
Aufblühen
Sofort ernten.
Wachstumsstress
Versorgung prüfen.
Knopfbildung
Wahrscheinliche Ursachen: Die Jungpflanze erlebte einen Wachstumsstopp durch Kälte, Trockenheit, schwache Ernährung, grobes Auspflanzen oder übermäßiges Alter. Sie wechselte zur Kopfbildung, bevor sie genügend Blätter und Wurzelmasse aufgebaut hatte.
Schonendste Reaktion: Ernten Sie den nutzbaren Kopf. Prüfen Sie für den nächsten Satz Anzuchtzeit, Ballen und Pflanztermin, statt die bereits festgelegte Pflanze mit starken Düngergaben zurück ins Blattwachstum zwingen zu wollen.
Lockerer Kopf
Wahrscheinliche Ursachen: Hitze während der Kopfbildung, warme Nächte, hohe Feuchte, wechselnde Wasserversorgung oder eine verspätete Ernte. Die einzelnen Knospen werden deutlich sichtbar, während der Kopf seine dichte, feine Struktur verliert.
Schonendste Reaktion: Lüften Sie an sonnigen Tagen früher, gießen Sie den Wurzelraum gleichmäßig und schattieren Sie kurze Hitzespitzen. Schneiden Sie den Kopf unverzüglich, sobald die Knospen noch geschlossen und erntereif sind.
Öffnender Kopf
Wahrscheinliche Ursachen: Die Reife ist schneller fortgeschritten als der Ernteplan. Bei warmer Witterung wechselt Brokkoli rasch von festen grünen Knospen zu sichtbaren Blüten. Das ist gewöhnlich ein Terminproblem und nicht automatisch ein Krankheitszeichen.
Schonendste Reaktion: Schneiden Sie sofort. Stiel und Röschen bleiben grundsätzlich nutzbar, doch Textur und Geschmack sind vor dem Aufblühen besser. Kontrollieren Sie während warmer Phasen jeden Morgen statt nur am Wochenende.
Innerer Stress
Wahrscheinliche Ursachen: Unausgeglichene Nährstoffversorgung, sprunghafte Bodenfeuchte, sehr rasches Wachstum oder Sortenempfindlichkeit. Ein hohler Strunk kann mit schnellem Wachstum zusammenhängen. Beurteilen Sie das gesunde Gewebe sorgfältig und leiten Sie aus einem Einzelfall keine pauschale Mangeldiagnose ab.
Schonendste Reaktion: Lassen Sie Boden oder Substrat untersuchen, bevor Sie Mikronährstoffe auf Verdacht zuführen. Stabilisieren Sie Bewässerung und Düngung. Entfernen Sie beschädigte Bereiche bei der Ernte, sofern die übrigen essbaren Partien einwandfrei sind.
Raupen, Läuse und Feuchteprobleme kommen, bevor sie auffallen.
Ein Gewächshaus hält manches Wetter ab, aber keine Schädlinge zuverlässig fern. Kohlweißlingsraupen und Kohlmottenlarven fressen an Blättern und verstecken sich nahe dem Kopf; Blattläuse sammeln sich an weichem Wachstum. Kontrollieren Sie zweimal pro Woche Blattunterseiten, Herzblätter und Kopfunterseite – während der Reife bei Bedarf häufiger.
Beginnen Sie mit der schonendsten Maßnahme: Raupen absammeln, kleine Blattlausnester an stabilen Blättern vorsichtig abbrausen und stark befallene Blätter außerhalb des Beets entsorgen. Engmaschige Insektenschutznetze können früh helfen, dürfen aber die Lüftung nicht abwürgen. Verwenden Sie nur in Österreich zugelassene Maßnahmen und beachten Sie Etikett, Wartezeit sowie Nützlingsschutz.
Gutes Feuchtemanagement ist zugleich praktische Krankheitsvorsorge. Halten Sie Abstand, gießen Sie den Boden statt der Köpfe, entfernen Sie alte Blätter und lassen Sie das Haus nach dem Bewässern nicht geschlossen, nur weil die Außenluft kühl wirkt.
- Unter jungen Blättern nach Eiern, Raupen und Blattlauskolonien suchen.+
- Die Krone vorsichtig öffnen und prüfen, ob die Blätter trocken sind und bewegte Luft bis zur Pflanzenmitte gelangt.+
- Vor dem Gießen 5–10 cm tief fühlen; nicht allein von der trockenen Bodenkruste auf den Wasserbedarf schließen.+
- Den Hauptkopf auf auseinanderweichende Knospen, Fraßspuren, Kotkrümel oder beginnende Gelbfärbung prüfen.+
- Beschädigte Blätter entfernen und außerhalb des Gewächshauses entsorgen – nicht am Weg oder unter dem Anzuchttisch liegen lassen.+
Wechseln Sie Kohlgewächse, soweit die Beetplanung es zulässt. Räumen Sie nach der letzten Ernte Pflanzen samt Wurzeln ab und bauen Sie auf derselben Fläche mehrere Jahre keine verwandten Kohlarten an. Das ist auch im dauerhaft genutzten Gewächshausbeet ein sinnvoller Grundsatz.
Dichte grüne Knospen
Über unteren Blattachseln
Unversehrt lassen
Austriebe bleiben
Schnittanleitung: Ernten Sie, sobald der Hauptkopf eine gute Größe erreicht hat und sämtliche Knospen noch geschlossen sind. Schneiden Sie mit einem sauberen, scharfen Messer etwa 10–15 cm unter dem Kopf und oberhalb der unteren Blattachseln. Lassen Sie die bewurzelte Pflanze gesund im Beet stehen.
Nach dem Hauptschnitt: Viele Sorten entwickeln aus den seitlichen Knospen kleinere Röschen. Gießen Sie gleichmäßig weiter und unterstützen Sie die zweite Ernte bei Bedarf mit einer zurückhaltenden, zum bestehenden Düngeplan passenden Nährstoffgabe.
Schneiden Sie den Hauptkopf – und ernten Sie danach weiter.
Warten Sie nicht auf die Dimension eines Supermarktbrokkolis, wenn sich die Knospen bereits lockern. Qualität zeigt sich an Dichte und Zartheit, nicht am maximalen Durchmesser. Bei warmer Witterung sollten Sie täglich kontrollieren, denn ein Kopf kann sich rasch von kompaktem Grün zu geöffneten Blüten entwickeln.
Seitentriebe gehören zu den feinsten Ernten unter Glas: Sie sind zart, schnell zubereitet und lassen sich über Wochen portionsweise schneiden. Bewässern Sie nach der Haupternte normal weiter, halten Sie die Pflanze luftig und schneiden Sie jeden Trieb, solange seine Knospen eng geschlossen sind.
Kühlen Sie Brokkoli nach dem Schnitt rasch ab. Lagern Sie ihn im Kühlschrank in einer feuchten, aber nicht tropfnassen Umgebung und verbrauchen Sie ihn zeitnah. Wärme beschleunigt den Qualitätsverlust und mindert Zartheit sowie Geschmack.
Für ein Gewächshaus mit praktischen Wegen, wirksamer Dachlüftung und einem produktiven Beet für die kühlen Saisonränder entdecken Sie das Klassisches Aluminium-Gewächshaus. Sein klar gegliederter, anpassbarer Innenraum bietet einen ruhigen Rahmen für gestaffelte Brokkolisätze, Blattgemüse und die Anzucht im Frühjahr.
Legen Sie die Kopfbildung in das kühlste verlässliche Fenster.
Osten und milde Lagen
Säen Sie im Frühjahr ab Februar geschützt aus und setzen Sie im März oder April mit Frostreserve. Für Herbstköpfe wird meist im Juni oder Juli gesät und ab Juli oder August gepflanzt. Im Sommer entscheidet frühe Lüftung über die Qualität.
Alpenvorland und Beckenlagen
Sichern Sie die frühe Kultur mit Vlies gegen kalte Nächte ab, ohne tagsüber eine zweite Wärmeschicht entstehen zu lassen. Der Herbstsatz ist häufig verlässlicher. Beobachten Sie im September feuchte Nächte und hartnäckiges Kondenswasser besonders genau.
Höhere und alpine Lagen
Beginnen Sie im Frühjahr später und pflanzen Sie robuste, kompakte Setzlinge. Wählen Sie für den Herbst früh reifende Sorten, damit der Kopf vor kurzen Tagen und stärkeren Frösten ansetzt. Reservieren Sie dafür die hellste Beetfläche im Haus.
Rechnen Sie vom gewünschten Erntefenster anhand der sortenspezifischen Reifezeit zurück und ergänzen Sie die Dauer der Jungpflanzenanzucht. Eine Klassisches Aluminium-Gewächshaus mit beobachteten Sonnenzonen, freien Wegen und geprüften Dachfenstern macht diese Terminentscheidungen wesentlich verlässlicher als ein starrer Kalender.
Die zurückhaltende Antwort ist meist die richtige.
Brokkoli reagiert auf kleine Korrekturen. Bevor Sie Dünger, Schattierung oder Pflanzenschutz einsetzen, klären Sie, ob Hitze, ungleichmäßiges Wasser, eingeengte Wurzeln, zu dichter Stand oder lediglich eine verpasste Ernte die tatsächliche Ursache waren.
Kann Brokkoli im unbeheizten Gewächshaus wachsen?+
Ja. Das unbeheizte Haus eignet sich vor allem für frühe und späte Kulturen. Sein Vorteil liegt im Schutz vor Wind, Starkregen und Wetterspitzen, nicht in tropischer Wärme. Sichern Sie junge Pflanzen bei starken Frösten mit Vlies ab und lüften Sie an sonnigen Tagen auch dann, wenn die Außenluft kühl bleibt.
Wie viele Brokkolipflanzen passen in ein kleines Gewächshaus?+
Rechnen Sie mit der ausgewachsenen Blattkrone, nicht mit dem Setzling. Bei 45–60 cm Abstand finden auf einem kleinen Beet nur wenige große Pflanzen Platz. Das kann dennoch produktiv sein, wenn nach dem Hauptkopf Seitentriebe folgen und die anfänglichen Zwischenräume vorübergehend Radieschen oder Pflücksalat tragen.
Warum bleiben meine Brokkoliköpfe so klein?+
Eine kompakte Sorte kann von Natur aus kleinere Köpfe bilden. Miniaturköpfe auf unterentwickelten Pflanzen deuten jedoch oft auf Knopfbildung hin. Prüfen Sie, ob die Setzlinge zu lange im Topf standen, Kälte oder Trockenheit erlebten, schlecht versorgt oder beim Pflanzen stark gestört wurden.
Soll Brokkoli im Gewächshaus schattiert werden?+
Nutzen Sie Schattierung gezielt während sehr heller, heißer Phasen, nicht als dauerhafte Abdeckung. Brokkoli braucht viel Licht für eine tragfähige Blattkrone. Verbessern Sie zuerst Dach- und Türlüftung sowie die Bewässerung. Schattieren Sie erst zusätzlich, wenn die Temperatur auf Kopfhöhe dennoch zu schnell steigt.
Kann Brokkoli in einem Topf wachsen?+
Ja, mit kompakten Sorten und einem großen, tiefen Gefäß. Planen Sie etwa 30–40 cm Substrattiefe, sicheren Wasserabzug und ausreichend Abstand zwischen den Töpfen. Da Gefäße unter Glas schneller warm und trocken werden, verlangt Topfbrokkoli eine besonders gleichmäßige, sorgfältig kontrollierte Bewässerung.
Fachliche Grundlagen für den Kulturplan unter Glas.
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Gestalten Sie den ruhigsten Teil des Gartenjahres.
Ein hochwertiges Gewächshaus ist nicht nur ein Raum für wärmeliebende Paradeiser. Es ist ein präzise steuerbarer Schutzraum für Kulturen, die bei kühlen, hellen Bedingungen ihre beste Qualität entwickeln. Geben Sie Brokkoli ein bewusst geplantes Beet, genügend Platz für saubere Schnitte und eine Lüftung, die reagiert, bevor der Kopf unter Druck gerät.
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Klassisches Aluminium-Gewächshaus