Um die Qualität der Inhalte dieser Website zu verbessern und sie an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen, werden Cookies verwendet – auch Cookies von Drittanbietern. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies sowie einer möglichen Kommunikation zu, wenn Sie Ihre Kontaktinformationen in eines der Formulare auf der Seite eingeben.
Zurück zum Blog

Grünkohl im Gewächshaus anbauen

Grünkohl im Gewächshaus anbauen
Bloomcabin Feldnotizen / kühle Saison

Grünkohl im Gewächshaus anbauen

Ein strukturstarkes Wintergemüse: Unter Glas liefert Grünkohl aromatische Blätter, wiederholte Ernten und eine sinnvolle Nutzung des Gewächshauses, wenn Tomaten und Gurken längst abgeräumt sind.

KulturtypKühle, wiederholt beerntbare Kohlkultur
Beste NutzungHerbst-, Winter- und Vorfrühlingsernte
Ideales UmfeldKühle Luft, Licht, gleichmäßige Feuchte
Wichtigste RegelDen zentralen Vegetationspunkt schützen
Das Winterlicht-Prinzip

Grünkohl braucht kein tropisch warmes Gewächshaus. Er braucht einen guten Winterraum: weniger Dauerregen, ruhige Wurzelzonen, saubere Blätter und genügend Lüftung, damit sein dicht gefaltetes Laub zuverlässig abtrocknet.

Den Bestand lesen, nicht nur das ThermometerFeste blaugrüne Blätter und eine wachsende Mitte zeigen stetige Entwicklung. Zähe, bittere oder gelbe Blätter sowie Feuchtigkeit im Herz sind Klimasignale, auf die Sie früh reagieren sollten.

Ein Gewächshaus hebt die Jahreszeiten nicht auf, sondern macht sie besser steuerbar. Kurze Tage bremsen den Winterzuwachs weiterhin, und ein ungeheiztes Haus bleibt nicht automatisch frostfrei. Der Schutzraum gibt Ihnen jedoch Kontrolle über Blattnässe, Wind, ungleichmäßiges Gießen und abrupte Temperaturwechsel. Halten Sie in kleinen Häusern den Mittelgang frei und platzieren Sie Grünkohl so, dass jede Rosette erreichbar bleibt. Ein Klassisches Aluminium-Gewächshaus schafft dafür einen dauerhaften, hellen Rahmen mit nutzbaren Lüftungsmöglichkeiten und klar gegliedertem Innenraum.

Grünkohl ist frostfest, aber nicht gleichgültig gegenüber Stress. Besonders zarte Blätter entstehen an Pflanzen, die sich gleichmäßig entwickeln, statt zwischen kalten, nassen Wurzeln und plötzlicher Gewächshauswärme zu wechseln. Es geht nicht darum, im tiefsten Winter schnelles Wachstum zu erzwingen. Ziel ist ein stabiler Raum, in dem jedes neue Blatt sauber austreibt, nach feuchten Nächten abtrocknet und möglichst lange erntefähig bleibt.

01 / Die Wuchsform wählen

Grünkohl passend zum verfügbaren Raum auswählen.

Die Sorte ist mehr als eine Geschmacksentscheidung. Sie bestimmt Pflanzenhöhe, Blattdichte, Erntestil und Luftbewegung im Beet. Wählen Sie eine Wuchsform, die zur Beetbreite, zur Gangführung und zur geplanten Kulturdauer passt.

Krauser Grünkohl

Klassische Rüschen bieten viel Erntefläche und ergeben kräftige Bündel. Die gefalteten Blätter halten allerdings Tau und Gießspritzer länger fest; großzügige Abstände und frühes Lüften sind deshalb wichtig.

Ideal fürWiederholte Außenblatternte

Gewächshaus-HinweisAusgewachsen etwa 35–60 cm Abstand geben

Toskanischer Blattkohl

Lange, dunkle und leicht blasige Blätter erzeugen eine aufrechte Struktur. Der vergleichsweise offene Aufbau lässt sich gut kontrollieren, ernten und nach der Ernte einfacher reinigen.

Ideal fürSchmale Beete und Kübel

Gewächshaus-HinweisUntere Blätter rechtzeitig ernten

Roter Blattkohl

Flachere, zarte Blätter und violette Stiele bringen Abwechslung in die Herbstpflanzung. Solche Typen eignen sich besonders für Baby Leaf und Salate, können mit ihrem weichen Austrieb aber auch Läuse anziehen.

Ideal fürBaby Leaf und Folgesaaten

Gewächshaus-HinweisHerzblätter regelmäßig auf Läuse prüfen

Kompakte Sorten

Niedrige Züchtungen lösen Platzprobleme in schmalen Beeten, unter niedrigen Traufen und in Kübeln. Ihr kleinerer Umfang ermöglicht eine ergiebige Ernte, ohne den Weg in eine feuchte Laubwand zu verwandeln.

Ideal fürKübel, Pflanztische und kleine Grundrisse

Gewächshaus-HinweisGroße Töpfe mit freiem Abzug verwenden

Geben Sie ausgewachsenen Einzelpflanzen je nach Sorte ungefähr 35 bis 60 cm Raum. Engere Abstände gehören zur gezielten Baby-Leaf-Kultur oder zu einer Aussaat, die später ausgedünnt wird. Im kompakten Gewächshaus ist gute Erreichbarkeit wichtiger als die maximale Pflanzenzahl. Sie sollten jeden Stängelansatz sehen, bodennah gießen und ernten können, ohne nasses Laub zu streifen.

Verwenden Sie lockere, fruchtbare und gut drainierte Erde statt eines verdichteten Altbeets. Entfernen Sie Erntereste, lockern Sie nur die betroffenen Bereiche und arbeiten Sie reifen Kompost ein. Frischer, noch heißer Kompost gehört nicht unmittelbar an junge Wurzeln. In Kübeln muss das Abzugsloch frei bleiben; dauerhaft wassergefüllte Untersetzer verursachen Sauerstoffmangel statt einer sinnvollen Reserve. Wo Gewächshausbeete seit Jahren intensiv genutzt werden, helfen Fruchtfolge, Beobachtung und bei Bedarf eine Bodenuntersuchung bei der Planung.

02 / In Wellen beginnen

Mehrere kleine Sätze statt einer einzigen Aussaat.

Eine große Aussaat erzeugt zunächst Fülle und danach möglicherweise eine Lücke. Mehrere kleinere Sätze schaffen einen besseren Rhythmus: ein junger Bestand, ein Bereich für die laufende Ernte und ein Abschnitt, der bei sinkender Qualität rechtzeitig geräumt werden kann.

Erster Satz

Direkt säen

Säen Sie die Samen etwa 0,5 bis 1 cm tief in feine, gleichmäßig feuchte Erde. Für Baby Leaf funktioniert die Direktsaat gut, sofern das Gewächshausbeet frei, sauber vorbereitet und vor sengender Mittagssonne geschützt ist.

Dünnen Sie bewusst aus. Dicht stehende Keimlinge werden als Baby Leaf geerntet; für große Rosetten bleiben nur die kräftigsten Pflanzen stehen.

Zweiter Satz

Behutsam verpflanzen

Ziehen Sie Jungpflanzen in Multitopfplatten an, während Tomaten oder Gurken das Beet noch belegen. Pflanzen Sie kräftige Exemplare ungefähr vier bis sechs Wochen nach der Aussaat um, bevor die Wurzeln eng kreisen.

Setzen Sie die Jungpflanzen etwas tiefer, drücken Sie die Erde vorsichtig an und gießen Sie gründlich ein. An unerwartet heißen Spätsommertagen hilft kurzzeitige leichte Schattierung.

Dritter Satz

Nach zwei bis drei Wochen wiederholen

Säen Sie einen kleineren Nachsatz, solange noch genügend Licht vorhanden ist und sommerliche Hitze beherrscht werden kann. Im Herbst lohnt diese Staffelung besonders. Während der dunkelsten Winterwochen ist eine Wachstumspause sinnvoller, als weichen Austrieb durch Wärme oder starke Düngung zu erzwingen.

Notieren Sie Aussaatdatum, Sorte, Standort und erste Ernte. Das Mikroklima jedes Gewächshauses ist eigenständig; solche Aufzeichnungen werden bald wertvoller als ein allgemeiner Kalender.

Für österreichische Gärten ist eine Aussaat von Juni bis Juli häufig passend. Der Hauptsatz wird im Spätsommer gepflanzt, damit er vor den kurzen Tagen kräftige Wurzeln und ausreichend Blattmasse bildet. In kühlen Höhenlagen lohnt ein früherer Beginn; im Burgenland oder Wiener Becken brauchen Jungpflanzen dagegen konsequente Lüftung und Schutz vor Überwärmung. Bei der langfristigen Platzplanung hilft ein Klassisches Aluminium-Gewächshaus dessen dauerhafte Beet- und Wegeordnung bewusst Raum für saisonale Kulturwechsel lässt.

Halten Sie das Substrat während der Keimung gleichmäßig frisch, aber nie gesättigt. Nach dem Auflaufen brauchen Sämlinge helles Licht und sanfte Luftbewegung, damit sie kurze, stabile Stiele entwickeln. Stehen Anzuchtplatten im Spätsommer auf einem Tisch, kontrollieren Sie auch dessen Temperatur: In direkter Nachmittagssonne können kleine Zellen rasch austrocknen. Vor dem endgültigen Auspflanzen werden im Innenraum vorgezogene Jungpflanzen schrittweise an kühlere Luft, kräftigeres Licht und die wechselnden Bedingungen im Gewächshaus gewöhnt.

03 / Das Klima beobachten

Kühle Luft, trockene Herzen, gleichmäßige Wurzeln.

Grünkohl ist eine Kultur der kühlen Jahreszeit, und seine Blattqualität folgt der Beständigkeit des Standorts. Fördern Sie eine ruhige, gleichmäßige Blattentwicklung statt schnellen, weichen Wachstums mit anschließender Stressphase.

Aussaat
Tageslänge
Hitzedruck
Ernte

Aussaat, Licht, Wärme und Ernte verändern sich gemeinsam im Jahreslauf.

Lesen Sie diese vier Ebenen zusammen. Mit abnehmender Tageslänge verlangsamt sich das Wachstum von selbst; passen Sie Ihre Ernteerwartung an, statt Wasser oder Dünger zu erhöhen. Wenn die Tage im Spätwinter länger werden, muss früher gelüftet werden, denn Gewächshauswärme und Schossdruck steigen schneller, als der Kalender vermuten lässt. Kleine Folgesaaten verteilen diesen Übergang auf verschiedene Pflanzenalter und sichern erntefähige Blätter, während jüngere Rosetten heranwachsen.

Offene Rosetten

Freie Luftwege

Dichte Rosetten

Gestaute Feuchte

Bei offenem Stand erreicht die Luft Bodenoberfläche, Stängel und Herzblätter. Sie können direkt an die Wurzel gießen, alternde Außenblätter entfernen und nach einer feuchten Nacht rasch erkennen, ob die Pflanzenmitte trocken ist.

Im überfüllten Beet halten überlappende Blätter die Feuchtigkeit fest und erschweren die Schädlingskontrolle. Der vermeintliche Gewinn durch mehr Pflanzen geht oft durch schlechtere Qualität, langsames Abtrocknen und mühsame Ernte verloren.

Lüftung ist im Winter ebenso wichtig wie im Sommer. In einem geschlossenen Gewächshaus geben Pflanzen und Boden Feuchtigkeit an ein begrenztes Luftvolumen ab. Ein kurzer Luftaustausch führt diese Feuchte ab, besonders an milden Tagen mit Kondenswasser an den Scheiben. Dachfenster sind dabei nützlich, weil warme, feuchte Luft nach oben steigt. Die Lüftungsmöglichkeiten eines Klassisches Aluminium-Gewächshaus unterstützen diese tägliche Routine und bewahren zugleich den klar gegliederten Charakter eines ganzjährig genutzten Gartenraums.

Die Bewässerung sollte sich nach dem Wurzelraum richten, nicht nach einem festen Wochenplan. Prüfen Sie die Erde unterhalb der Oberfläche; eine trockene Kruste bedeutet bei kühlem Wetter nicht automatisch einen trockenen Wurzelballen. Kübel trocknen schneller als gewachsene Beete, während Grünkohl im trüben Winter deutlich weniger Wasser verbraucht als im hellen Frühjahr. Gießen Sie früh genug, damit versehentliche Spritzer auf den Rüschen vor dem Abend abtrocknen. Heben Sie Kübel zur Kontrolle kurz an und lassen Sie in Untersetzern niemals über Tage Wasser stehen.

04 / Das Herz schützen

Außen ernten. Die nächste Ernte bewahren.

Die produktivste Erntetechnik ist zugleich die schonendste: Nehmen Sie reife Außenblätter einzeln ab und bewahren Sie die kompakte Pflanzenmitte, in der fortlaufend neue Blätter entstehen.

Außenblätter / aktive Innenblätter / geschützter Vegetationspunkt

Äußerer Ring Ernten Sie zuerst die ältesten, voll entwickelten Blätter. Knicken oder schneiden Sie sie sauber nahe am Stiel ab.
Aktiver Innenring Lassen Sie wachsende Blätter stehen; sie bilden die nächste Ernte.
Geschützte Mitte Schneiden Sie niemals in den kompakten Vegetationspunkt. Eine beschädigte Mitte kann den weiteren Ertrag stark bremsen oder beenden.
Zu tiefer Schnitt Das vollständige Köpfen ergibt eine große Einmalernte, beendet aber die fortlaufende Blattproduktion.

Warten Sie, bis ein Blatt gut entwickelt ist, und nehmen Sie dann von jeder Pflanze nur einige Exemplare, statt eine Rosette vollständig abzuernten. Beginnen Sie unten am Stängel, wo das älteste Laub sitzt, und arbeiten Sie rund um die Pflanze. Für kräftige Blattstiele eignet sich eine saubere Schere; zarte Stiele lassen sich vorsichtig nach unten abknicken.

„Die Mitte ist kein Blatt für heute. In ihr wartet die nächste Ernte.“

Baby Leaf wird nur dann einige Zentimeter über dem Boden geschnitten, wenn der Bestand bewusst dicht für eine oder zwei schnelle Ernten gesät wurde. Bei ausgewachsenen Einzelpflanzen ist die Außenblatternte besser. Sie hält den Vegetationspunkt aktiv, bewahrt die aufrechte Form und verteilt den Ertrag über viele Wochen. Zwei bis drei große Außenblätter je Pflanze sind häufig ein guter, maßvoller Rhythmus.

Ernten Sie vormittags, nachdem das Laub abgetrocknet ist, aber bevor sich das Gewächshaus stark erwärmt. Lagern Sie ungewaschene, trockene Blätter locker und kühl; waschen Sie erst kurz vor der Verwendung gründlich zwischen den Falten. Ältere Außenblätter eignen sich für Suppen, Eintöpfe, Pfannengerichte oder zum Blanchieren und Einfrieren. Junge Herzblätter schmecken fein geschnitten, kurz gedünstet oder frisch besonders gut.

05 / Stresssignale richtig lesen

Erst die Ursache korrigieren, dann das Symptom behandeln.

Probleme beim Grünkohl entstehen häufig aus mehreren Faktoren. Ein dichter Bestand, nasse Blätter und ein warmer Nachmittag sind zusammen aussagekräftiger als jeder Umstand allein. Kontrollieren Sie Blattunterseiten, Pflanzenherz und Wurzelraum, bevor Sie zu einem Mittel greifen.

Symptom

Kleine Löcher in jungen Blättern

Mögliche Ursache

Raupen, Erdflöhe oder andere Kohlschädlinge, die über Türen, Lüftungen, Werkzeuge oder bereits befallene Jungpflanzen in das Gewächshaus gelangt sind.

Korrektur

Kontrollieren Sie den Bestand zweimal wöchentlich, sammeln Sie Raupen ab und entfernen Sie alte Kohlreste. Kulturschutznetze können je nach Lüftungsöffnung sinnvoll sein. Bestimmen Sie den Schädling vor weiteren Maßnahmen.

Symptom

Klebrige, eingerollte Herzblätter

Mögliche Ursache

Blattläuse sitzen geschützt im Pflanzenherz und bleiben zwischen den stark gerüschten, jungen Blättern leicht unbemerkt.

Korrektur

Spreizen Sie die inneren Blätter vorsichtig auseinander. Leichte Kolonien können morgens mit Wasser gelöst werden; stark befallene Blätter werden vollständig entfernt. Verbessern Sie den Abstand, damit jede Rosette kontrollierbar bleibt.

Symptom

Gelbe Zeichnungen oder dunkle Flecken

Mögliche Ursache

Möglicherweise eine Pflanzenkrankheit, begünstigt durch lange Blattnässe, unzureichenden Luftaustausch oder belastete Erntereste.

Korrektur

Entfernen Sie betroffene Blätter zeitnah, reinigen Sie das Werkzeug und gießen Sie nur bodennah. Setzen Sie Grünkohl nicht fortlaufend nach anderen Kohlgewächsen in dasselbe Beet.

Symptom

Zähe, bittere oder schlaffe Blätter

Mögliche Ursache

Hitze, zeitweilige Trockenheit, ein erschöpfter Wurzelraum, überständiges Laub oder der beginnende Übergang der Pflanze zur Blütenbildung.

Korrektur

Lüften Sie früher und stellen Sie eine gleichmäßige Bodenfeuchte her. Düngen Sie nur maßvoll nach, wenn blasse Pflanzen noch aktiv wachsen. Streckt sich der Mitteltrieb, ernten Sie großzügig und planen Sie einen neuen Satz.

Gute Gewächshaushygiene ist unauffällige Vorbeugung: Entfernen Sie gelbe, bodennahe Blätter, reinigen Sie Erde von Werkzeugen und lassen Sie abgeschnittene Stängel nicht auf Pflanztischen liegen. Wechseln Sie nach Möglichkeit zwischen Kohl, Fruchtgemüse, Leguminosen und anderen Kulturgruppen. Weil Blattläuse junge Innenblätter bevorzugen, verdient das Herz bei jeder Kontrolle besondere Aufmerksamkeit. Einen dauerhaften, übersichtlichen Rahmen für solche Routinen bietet ein Klassisches Aluminium-Gewächshaus.

Falls eine Pflanzenschutzmaßnahme erforderlich wird, verwenden Sie nur ein für Kultur und Anwendungssituation zugelassenes Produkt und beachten Sie die Gebrauchsanweisung einschließlich Wartezeiten und Vorgaben für geschützte Kulturen. Im Hausgarten sind frühes Erkennen, Absammeln, Hygiene, geeignete Netze und verbesserte Luftbewegung meist die sinnvollsten ersten Schritte. Behandeln Sie auffällige Symptome nicht auf Verdacht: Prüfen Sie zunächst Ursache und Ausbreitung und ziehen Sie bei unklaren Schadbildern eine fachkundige Bestimmung heran.

06 / Den Standort nutzen

Drei österreichische Gewächshaus-Situationen.

Regionales Wetter, Verglasung, Wärmespeicherung und Exposition sind wichtiger als ein landesweit einheitliches Datum. Verwenden Sie diese Hinweise als Ausgangspunkt; Thermometer, Bodenprüfung und eigene Aufzeichnungen treffen für Ihr Gewächshaus die genauere Entscheidung.

Warmer Osten

Im Burgenland und Wiener Becken liegt der Engpass oft nicht beim Frost, sondern bei der Überwärmung im Spätsommer und an klaren Herbsttagen. Säen Sie rechtzeitig, schützen Sie Jungpflanzen vor sengender Sonne und öffnen Sie Dachfenster sowie Türen früh. Leichte Schattierung kann während der Anzucht wichtiger sein als zusätzliche Wärmespeicherung.

Feuchte Übergangs- und Voralpenlagen

Im Alpenvorland und in feuchteren Regionen entscheidet das Abtrocknen über die Bestandsqualität. Planen Sie breite Wege, geringere Pflanzdichte und freie Luftschneisen. Gießen Sie morgens direkt auf den Boden und lüften Sie an milden Tagen, damit Blätter und Oberfläche nicht nass in die Nacht gehen.

Kühle inneralpine Lagen

Beginnen Sie früher mit der Anzucht und pflanzen Sie nur kräftige Exemplare aus. Das ungeheizte Gewächshaus schützt vor Wind, Niederschlag und manchen Frostspitzen, ersetzt im dunklen Winter aber kein Licht. Ernten Sie maßvoll oder auf Vorrat, solange der Bestand noch aktiv wächst.

In inneralpinen Tälern können klare Nächte und früh einsetzende Kälte den Zuwachs rasch bremsen. Ein Vlies über dem Bestand schafft bei strengem Frost einen zusätzlichen Puffer, sollte aber nicht dauerhaft feucht bleiben. In milden, niederschlagsreichen Regionen ist Kondenswasser häufig wichtiger als die reine Tiefsttemperatur. Unabhängig vom Standort gilt: Das Haus verlängert das Erntefenster, doch die geringe Tageslänge bestimmt weiterhin, wie schnell neue Blätter entstehen.

Grünkohl bringt auch gestalterisch einen ruhigen Rhythmus ins Gewächshaus: dunkles, strukturiertes Laub unter heller Verglasung, ergänzt durch frühe Salate, Kräuter oder Radieschen. Vor dem Frühjahr sollte der Übergang zu den nächsten Kulturen feststehen. Ein Klassisches Aluminium-Gewächshaus bietet dafür einen dauerhaft geordneten Raum, in dem Beete, Wege und saisonale Kulturwechsel vorausschauend geplant werden können.

07 / Fragen aus der Praxis

FAQ zu Grünkohl im Gewächshaus

Klare Antworten auf Entscheidungen, die aus einem kurzen Versuch eine verlässliche Kultur für die kühle Jahreszeit machen.

Kann Grünkohl im ungeheizten Gewächshaus wachsen?

Ja. Kräftig etablierter Grünkohl eignet sich gut für die kühle Überwinterung. Das Gewächshaus schützt vor Wind, Starkregen und manchen Frostspitzen. Unter kurzen Tagen und bei starker Kälte wächst die Pflanze jedoch nur langsam. Verstehen Sie das Haus deshalb als Saisonverlängerung und Wetterschutz, nicht als Garantie für kontinuierliche Neutriebe im tiefsten Winter.

Wann ist es Grünkohl im Gewächshaus zu warm?

Die Qualität nimmt ab, wenn sich das Gewächshaus wiederholt stark aufheizt. Lüften Sie an sonnigen Herbst- und Frühlingstagen frühzeitig und schattieren Sie junge Pflanzen bei Bedarf leicht. Anhaltende Wärme fördert grobe oder bittere Blätter und erhöht zusammen mit längeren Tagen den Schossdruck.

Wie oft muss Grünkohl unter Glas gegossen werden?

Gießen Sie nicht nach einem starren Wochenplan, sondern nach dem Wurzelraum. Die Erde soll in Wurzeltiefe gleichmäßig frisch, aber nicht nass sein. Kübel trocknen schneller als Beete; bei trübem Winterwetter verbrauchen die Pflanzen deutlich weniger Wasser als an hellen Herbst- oder Frühlingstagen.

Kann Grünkohl im Gewächshaus im Kübel wachsen?

Ja. Wählen Sie für kompakte Sorten einen ausreichend großen, standsicheren Topf mit freiem Abzugsloch; große Sorten benötigen entsprechend mehr Wurzelraum. Verwenden Sie strukturstabiles Substrat, halten Sie es gleichmäßig frisch und düngen Sie während des aktiven Wachstums nur zurückhaltend. Wasser darf nicht dauerhaft im Untersetzer stehen.

Warum beginnt mein Grünkohl zu schossen?

Länger werdende Tage, Wärme und Pflanzenstress fördern die Blütenbildung. Sobald sich der zentrale Stängel deutlich streckt, sollten Sie die brauchbaren Blätter großzügig ernten. Junge Blütenstände sind ebenfalls essbar. Danach ist ein frischer Satz oder die Übergabe des Beets an die nächste Kultur meist sinnvoller als ein Rettungsversuch.

Soll ich gelbe untere Blätter entfernen?

Ja. Entfernen Sie gelbe, beschädigte oder dauerhaft verschmutzte Außenblätter vollständig. Das verbessert Luftbewegung und Sauberkeit, erleichtert die Kontrolle von Stängel und Blattunterseiten und verhindert, dass absterbendes Laub Schädlingen geschützte Verstecke bietet.

Fachliche Grundlagen

Quellen und
weiterführende Lektüre

Diese österreichischen, deutschen und internationalen Fachquellen bilden die Grundlage für Hinweise zu Aussaat, Pflanzabständen, Pflanzengesundheit, Düngung und Ernte. Bei unklaren lokalen Schadbildern empfiehlt sich zusätzlich eine fachkundige Bestimmung.

Mehr bei Bloomcabin: Österreich-Guide zum Gewächshaus-Setup nach dem Aufbau · Bloomcabin Gewächshaus-Garten-Guide für Österreich · Gewächshauswissen für Österreich

Ein geschützter Winterraum

Aus stillem Winterlicht wird eine wiederkehrende Blatternte.

Ein Gewächshaus bietet Grünkohl mehr als Wetterschutz. Es schafft einen Raum, in dem Sie Feuchte, Temperatur und Luftbewegung präzise beobachten und die Küche versorgen können, während der offene Garten weitgehend ruht.

Klassisches Aluminium-Gewächshaus
45% SPAREN BEI ONLINE-BESTELLUNG
Online einkaufen ist einfach und lohnt sich
Kontaktieren Sie uns!
Kontaktieren Sie uns
Telefon:
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Handelsregisternummer:
38944924
Adresse:
Jernbanegade 4 1, 5000 Odense C, Denmark
Soziale Medien
Folgen Sie uns auf Instagram, Facebook und Twitter, um die neuesten Nachrichten und besten Angebote von Bloomcabin zu erhalten.
X
Haben Sie Fragen und möchten, dass wir Sie zurückrufen?
+43