Um die Qualität der Inhalte dieser Website zu verbessern und sie an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen, werden Cookies verwendet – auch Cookies von Drittanbietern. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies sowie einer möglichen Kommunikation zu, wenn Sie Ihre Kontaktinformationen in eines der Formulare auf der Seite eingeben.
Zurück zum Blog

Schattiernetz fürs Gewächshaus: Schattiergrad und Platzierung wählen

Schattiernetz fürs Gewächshaus: Schattiergrad und Platzierung wählen

Licht und Beschattung im Gewächshaus

Ein Schattiernetz wird oft anhand einer einzigen Zahl ausgewählt: 30, 40 oder 50 Prozent. Diese Angabe beantwortet jedoch nicht automatisch, wie viel pflanzenverwertbares Licht am Beet ankommt. Verglasung, Sonnenstand, Schatten von Gebäuden und Bäumen, Kultur und Messort verändern das Ergebnis. Sinnvoll ist deshalb eine klare Reihenfolge: Zuerst klären Sie den Lichtbedarf der konkreten Pflanzen, dann erfassen Sie das Licht an mehreren Stellen und Tageszeiten und erst danach wählen Sie Schattiergrad und Abdeckungsfläche. So vermeiden Sie, dass ein scheinbar passender Prozentwert ganze Beete unnötig verdunkelt.

Sechseckiges Gewächshaus von aussen

Was der angegebene Schattiergrad tatsächlich aussagt

Der Schattiergrad beschreibt üblicherweise, wie stark ein Gewebe einfallendes Licht oder Strahlung gemäss Anbieter reduziert. In Datenblättern kann die Prozentzahl jedoch auf unterschiedliche Messgrössen und Prüfbedingungen bezogen sein. Eine Angabe von 40 Prozent ist deshalb nicht automatisch gleichbedeutend mit 40 Prozent weniger photosynthetisch nutzbarem Licht an jeder Pflanze. Prüfen Sie, ob der Wert sichtbares Licht, einen bestimmten Strahlungsbereich oder die gesamte Einstrahlung betrifft und ob stattdessen eine Lichtdurchlässigkeit angegeben wird. Manche Angaben gelten für definierte Prüfbedingungen, die sich nicht direkt mit wechselndem Sonnenstand im Garten gleichsetzen lassen. Ohne diese Definition vergleichen Sie womöglich zwei Zahlen, die gar nicht dieselbe Eigenschaft beschreiben.

Der Wert auf der Verpackung wird nicht einfach als dauerhafte Reduktion im ganzen Gewächshaus sichtbar. Dachform, Verglasung, Verschmutzung, Rahmen, Sonnenwinkel und Wolkendecke beeinflussen, was am Pflanzenplatz ankommt. Auch Gewebestruktur und Lichtstreuung können eine Rolle spielen; dazu sollten die Produktangaben Auskunft geben. Ein Netz über dem Dach beschattet andere Bereiche als ein Seitenelement, und Schatten von Bäumen oder Gebäuden kommt hinzu. Bei identischem Schattiergrad kann sich das Verhältnis von direktem zu diffusem Licht je nach Wetter unterscheiden. Behandeln Sie den Prozentwert daher als Produktangabe unter bestimmten Bedingungen, nicht als fertige Anbauempfehlung. Entscheidend ist, welche Lichtmenge Ihre Kultur zu den relevanten Tages- und Wachstumszeiten erhält.

Lichtbedarf nach Kultur und Wachstumsphase einordnen

Beginnen Sie mit den Kulturen und ihrem Entwicklungsstadium, nicht mit einer Zahl auf der Netzrolle. Lichtbedürftige Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika oder Gurken sind anders zu beurteilen als Jungpflanzen, die sich erst an starke Einstrahlung gewöhnen. Auch Sorte, Pflanzabstand und Dauer der intensiven Sonne spielen mit. «Schattenverträglich» bedeutet nicht, dass weniger Licht unter allen Bedingungen günstig ist. Suchen Sie in verlässlichen Anbauhinweisen nach Angaben zum täglichen Lichtangebot, etwa zum Tageslichtintegral (DLI), oder nach geeigneten PPFD-Bereichen. Prüfen Sie dabei, ob die Empfehlung für Ihre Kultur, deren Entwicklungsstadium und vergleichbare Anbaubedingungen gilt. Ein Zielwert für die Jungpflanzenanzucht ist nicht ohne Weiteres auf eine ausgewachsene, fruchttragende Pflanze übertragbar. Achten Sie ausserdem darauf, ob die Quelle einen momentanen Messwert oder eine über den Tag summierte Lichtmenge nennt: Diese Angaben lassen sich nicht unmittelbar miteinander vergleichen. Eine Empfehlung für «Gemüse im Gewächshaus» ist für gemischte Kulturen zu grob. Wenn konkrete Zahlen fehlen, ordnen Sie die Pflanzen zumindest nach ihrem bekannten Lichtbedarf ein.

Notieren Sie für jedes Beet, jede Topfgruppe und jedes Anzuchtregal, welche Pflanzen dort stehen und wann sie besonders wachsen. Wenn die Hauswahl noch offen ist, dient die angegebene Grundfläche nur als grober Rahmen: Beim Aluminiumgewächshaus mit Lager in der Limited Edition reicht die Katalogspanne von 5,52 bis 28,08 m². Für den Schattierbedarf zählt später, welche Kultur an welchem Platz steht; die Quadratmeterzahl zeigt weder Schattenzonen noch den Lichtverlauf. Zeichnen Sie Wege und höhere Pflanzen ebenfalls ein, denn auch sie können Beete teilweise abschatten. So erkennen Sie, ob das ganze Haus oder nur einzelne Pflanzflächen beschattet werden müssten.

Licht am Blätterdach richtig messen

Für einen Vergleich mit Blick auf die Pflanzen ist ein PAR- beziehungsweise Quantensensor aussagekräftig. Er erfasst PPFD, also die momentane Menge photosynthetisch nutzbarer Photonen pro Fläche und Zeit, üblicherweise in µmol m⁻² s⁻¹. Der relevante PAR-Bereich wird meist mit 400 bis 700 nm angegeben. Das Tageslichtintegral DLI summiert diese Photonenmenge über einen Tag und wird in mol m⁻² d⁻¹ angegeben. Es unterscheidet damit einen kurzen hellen Zeitraum von einem über viele Stunden ausreichenden Lichtangebot. Aus zwei oder drei Stichproben lässt sich kein genauer Tageswert ableiten; dafür braucht es eine geeignete Aufzeichnung über den Tag. Prüfen Sie am Messgerät, ob es tatsächlich Tageswerte berechnet oder nur einzelne Messungen speichert, und beachten Sie die Angaben zum Aufzeichnungsintervall. Eine unvollständige Aufzeichnung darf nicht als vollständiger Tageswert behandelt werden. Ein Luxmeter gewichtet Licht nach der Helligkeitswahrnehmung des menschlichen Auges. Es kann Veränderungen am gleichen Ort anzeigen, ersetzt aber keine PAR-Messung. Telefon-Apps eignen sich höchstens als grobe Orientierung, wenn ihre Genauigkeit nicht bekannt ist.

Setzen Sie den Sensor auf Höhe der Blätter und halten Sie Ausrichtung und Abstand bei jeder Messung gleich. Erfassen Sie nicht nur die Mitte, sondern auch tatsächliche Pflanzplätze nahe den Seitenwänden, unter Dachträgern und in Bereichen mit Gebäudeschatten. Bei einem Modell in unterschiedlichen Grössen, etwa beim Bloomcabin Prestige Gewächshaus mit einer ausgewiesenen Spanne von 3,77 bis 28,08 m², lässt sich aus dem Modellnamen kein einheitlicher Messpunkt ableiten. Markieren Sie die Stellen auf einem Grundriss oder Foto, damit Sie sie wiederfinden. Achten Sie ausserdem darauf, dass Ihre Hand oder Ihr Körper den Sensor nicht abschattet, und beachten Sie die Bedienungsanleitung des Messgeräts.

Schatten im Tagesverlauf kartieren

Eine einzelne Momentaufnahme beschreibt das Tageslichtangebot nicht. Erfassen Sie Werte an mehreren wiederkehrenden Zeitpunkten, zum Beispiel am Morgen, um die Mittagszeit und am späteren Nachmittag, zunächst bei möglichst ähnlichem Wetter. Notieren Sie Datum, Uhrzeit, Bewölkung, Zustand des Netzes und ob Türen oder Fenster offen sind. So unterscheiden Sie eine dauerhaft dunkle Ecke von einem kurzen Schatten oder einer vorbeiziehenden Wolke. Beobachten Sie klare und bewölkte Tage getrennt, wenn sich die Lichtverteilung deutlich unterscheidet. Wiederholen Sie die Erfassung bei Bedarf später in der Saison: Sonnenstand und Pflanzenhöhe verändern sich, sodass frühere Messpunkte nicht unbedingt dieselben Bedingungen abbilden.

Skizzieren Sie, wann Bäume, Nachbargebäude, Dachkanten und der Gewächshausrahmen Schatten werfen. Fotos aus derselben Position und mit Zeitstempel können die Richtung dokumentieren; wegen der automatischen Belichtung eignen sie sich aber nicht zum Vergleich von Helligkeitswerten. Bei einer grossen Grundfläche ist ein Messraster hilfreicher als ein einzelner Punkt: Die Produktangabe zum Geräumigen Gewächshaus nennt 47 bis 70 m², doch auch diese Fläche verrät nicht, wo morgens oder nachmittags die hellsten Pflanzzonen liegen. Markieren Sie auf Ihrer Skizze, wann und wo direkte Sonne auftrifft und welche Kulturen dort stehen. Standort, Umgebung und tatsächlicher Grundriss bleiben entscheidend.

Sechseckiges Gewächshaus im Garten

Herstellerangabe und Messwert unterscheiden

Halten Sie beim Vergleich verschiedener Netze die Angaben aus den Datenblättern nebeneinander fest: Messgrösse, Strahlungsbereich, Prüfbedingungen und die Bedeutung des Prozentwerts. 40 Prozent Lichtdurchlässigkeit bedeuten etwas anderes als 40 Prozent Lichtreduktion. Begriffe wie «Schattiergrad» und «Abschattung» reichen ohne Definition nicht aus, um die Werte zuverlässig zuzuordnen. Fehlen Einzelheiten, fragen Sie den Anbieter, welche Messung der Angabe zugrunde liegt und ob sie die geplante Einbauposition abdeckt. Notieren Sie auch die genaue Produktvariante, damit Sie nicht versehentlich Angaben unterschiedlicher Gewebe vergleichen. Angaben zum Gewächshaus gehören getrennt dazu: Die Produktangabe zum klassischen Aluminiumgewächshaus umfasst 3,77 bis 28,08 m². Diese Flächenspanne beschreibt jedoch weder die Lichtdurchlässigkeit der konkreten Verglasung noch die Wirkung eines Schattiernetzes.

Ihre Messwerte erlauben einen Standortvergleich, aber nur unter vergleichbaren Bedingungen. Messen Sie bei möglichst stabilem Licht denselben Pflanzenplatz einmal ohne und einmal mit Netz, mit demselben Sensor und gleicher Ausrichtung. Die beobachtete Reduktion berechnet sich so: Wert ohne Netz minus Wert mit Netz, geteilt durch den Wert ohne Netz, mal 100. Fallen beispielsweise 600 µmol m⁻² s⁻¹ ohne und 450 µmol m⁻² s⁻¹ mit Netz an, beträgt die gemessene Abnahme 25 Prozent. Das ist ein Rechenbeispiel, kein Sollwert und keine Vorhersage für andere Uhrzeiten. Verschieben sich Wolken oder Schatten während des Vergleichs, wiederholen Sie die Messung. Luxwerte können Veränderungen grob anzeigen, sind aber keine exakte PAR-Reduktion.

Netz nach Einfallsrichtung und betroffener Fläche platzieren

Richten Sie die Platzierung nach dem beobachteten Lichteinfall aus, nicht nach einem pauschalen Rezept für eine Himmelsrichtung. Trifft die stärkste direkte Sonne vor allem durchs Dach auf die Beete, ist eine Dachbeschattung naheliegend; liegen die besonders hellen Pflanzbereiche seitlich, kann ein gezieltes Seitenelement besser zum Problem passen. Beobachten Sie den Sonnenlauf im eigenen Garten, denn Hang, Bäume, Gebäude und Hausform verändern die Schatten. Bei einem Wandgewächshaus kommt der Schatten des angrenzenden Gebäudes als eigener Faktor hinzu; halten Sie ihn beim Wandgewächshaus ebenso fest wie den Schatten des Rahmens. Entscheidend ist, welche Pflanzenfläche zu welcher Tageszeit direktes Licht erhält, nicht allein die Ausrichtung des Hauses.

Auch die Position des Gewebes verändert die Lichtverteilung. Eine Aussenbeschattung fängt einen Teil der Strahlung ab, bevor sie die Verglasung durchdringt; eine Innenbeschattung liegt zwischen Verglasung und Kulturen. Welche Variante für Ihr Haus passt, hängt unter anderem von Befestigung, Bedienbarkeit und den Herstellerangaben ab. Übertragen Sie keine allgemeine Montageannahme auf ein unbekanntes Modell. Prüfen Sie die Anleitung auf zulässige Positionen und darauf, ob Fenster, Türen, automatische Öffner und Wartungswege frei bleiben. Eine Beschattung, die eine Öffnung verdeckt oder den Zugang erschwert, löst das Lichtproblem nicht sinnvoll. Für einen Vergleich der Positionen sollten Sie dieselben Pflanzplätze und ähnliche Lichtbedingungen zugrunde legen.

Teilflächen gezielt beschatten

Eine vollständige Dachbeschattung ist nicht automatisch die beste Wahl, wenn nur ein Beet oder eine Seite besonders viel direktes Licht erhält. Bei gemischten Kulturen kann ein begrenzter Streifen oder ein bewegliches Element die hellen und schattigen Zonen erhalten, statt sie auf denselben Wert zu bringen. Prüfen Sie, ob die Abdeckung den gewünschten Pflanzenplatz trifft und nicht einen ohnehin lichtärmeren Bereich zusätzlich verdunkelt. Teilen Sie den Grundriss nach Kulturen auf und messen Sie die Zonen getrennt. Lassen Sie, wenn möglich, einen vergleichbaren Bereich zunächst unbeschattet. So können Sie Veränderungen einordnen, ohne sie allein dem Wetter oder dem Pflanzenwachstum zuzuschreiben.

Eine zeitweise oder verschiebbare Lösung erleichtert Anpassungen, wenn sich Sonnenstand oder Pflanzenbestand ändern. Setzen Sie die Beschattung zunächst nur in der markierten Zone ein und vergleichen Sie danach Messwerte und Lichtverteilung. Material, Befestigung und zulässige Abdeckung müssen trotzdem den jeweiligen Anleitungen entsprechen; ein provisorisches Tuch ist nicht automatisch für jede Stelle geeignet. Auch bei einem Haus mit breiter Grössenspanne, wie dem Aluminiumgewächshaus in der Limited Edition mit 3,77 bis 28,08 m², ist die tatsächliche Teilfläche entscheidend, nicht die Modellbezeichnung. Bestellen Sie nach den realen Dach- oder Seitenmassen und nicht allein nach der Grundfläche.

Lüftungsöffnungen und Bedienwege frei halten

Schattierung verändert die Einstrahlung, ersetzt aber keinen funktionierenden Luftaustausch. Wenn Luft im Gewächshaus steht oder Feuchtigkeit sich staut, behebt ein Netz diese Ursachen nicht. Umgekehrt beschreibt eine offene Lüftung nicht, wie viel Licht am Pflanzenplatz ankommt. Halten Sie bei einem Beschattungstest neben PPFD auch Lufttemperatur und relative Luftfeuchtigkeit am gleichen Ort und zu gleichen Zeiten fest. Diese Werte beantworten unterschiedliche Fragen: Die Lichtmessung beschreibt die verfügbare Strahlung, Temperatur und Feuchte die Bedingungen im Raum. Schliessen Sie nicht aus einer einzigen Messgrösse auf die anderen. Auch ein kühler Messpunkt kann hell sein, und ein warmer Wert erklärt für sich allein keine geringe Lichtmenge.

Planen Sie den Verlauf des Netzes so, dass Lüftungsöffnungen, Fensterbewegung, Türen und Wartungszugang gemäss Hausanleitung frei bleiben. Bei automatischen Öffnern ist deren Bewegungsbereich zu berücksichtigen; ob eine Befestigung oder Kombination passt, ist modellabhängig. Für ein konkretes Haus wie das T-Modell Gewächshaus Orangerie, das mit einer Grundflächenspanne von 16,52 bis 30 m² angeboten wird, sind die Unterlagen zum jeweiligen Modell hilfreicher als eine pauschale Skizze. Tragen Sie Öffnungen und Bedienwege in den Grundriss ein, bevor Sie die Schattierfläche festlegen. So beurteilen Sie Beschattung und Lüftung als getrennte, aber zusammenzuplanende Aufgaben.

Ansicht eines sechseckigen Gewächshauses

Netzfläche und Produktangaben vor dem Kauf prüfen

Neben dem Prozentwert sind die Abmessungen und die tatsächlich abzudeckende Fläche wichtig. Bodenfläche ist nicht gleich Dach- oder Seitenfläche; an Schrägen, Ecken und Ausschnitten gelten andere Masse. Bei einem pyramidenförmigen Haus lässt sich die benötigte Netzmenge deshalb nicht einfach aus der Grundfläche ableiten. Der Produktbereich des pyramidenförmigen Gewächshauses weist eine Grundflächenspanne von 5,53 bis 18,9 m² aus; für eine Bestellung brauchen Sie trotzdem die Masse der konkreten Flächen, die beschattet werden sollen. Berücksichtigen Sie Fenster und andere Öffnungen nach den Vorgaben des Hauses. Schätzen Sie die Netzgrösse nicht allein anhand einer Quadratmeterangabe.

Prüfen Sie im Datenblatt ausserdem, ob das Schattiergewebe für den vorgesehenen Innen- oder Aussenbereich beschrieben ist, wie es befestigt und gehandhabt wird und ob der Schattiergrad verständlich definiert ist. Vergleichen Sie die angegebenen Masse mit der realen Fläche und berücksichtigen Sie Ausschnitte oder Überlappungen nur nach den Herstellerangaben. Wenn Sie unsicher sind, klären Sie vor der Bestellung, ob ein Testabschnitt verfügbar und für den vorgesehenen Einsatz geeignet ist. Damit lässt sich prüfen, wie sich Lichtverteilung und Zugang verändern, bevor Sie eine grössere Fläche beschatten. Fragen Sie auch nach der vorgesehenen Handhabung bei saisonalem Einsatz; eine Prozentzahl allein beantwortet diese Kaufpunkte nicht.

Beschattung im Kulturverlauf überprüfen

Nach dem Anbringen geht es nicht nur darum, ob das Netz die gemessene Lichtmenge reduziert. Entscheidend ist, ob das verbleibende Lichtangebot zum Bedarf der betroffenen Kultur passt. Vergleichen Sie deshalb möglichst vollständige Tagesaufzeichnungen mit den passenden Anbauhinweisen, statt allein den höchsten Mittagswert zu betrachten. Dokumentieren Sie zusätzlich die Entwicklung der Pflanzen, beispielsweise neue Triebe, Blätter, Blüten oder Früchte, mit Datum und Fotos aus derselben Position. Solche Beobachtungen ergänzen die Messung, beweisen aber für sich allein weder Lichtmangel noch zu starke Einstrahlung. Wachstum und Blattzustand können auch durch Wasser- und Nährstoffversorgung oder andere Kulturbedingungen beeinflusst werden. Wenn Pflanzen auffällig reagieren, prüfen Sie diese Faktoren mit, bevor Sie einen anderen Schattiergrad bestellen. Ein vergleichbarer unbeschatteter Bereich kann bei der Einordnung helfen, sofern dort dieselbe Kultur unter ähnlichen Bedingungen steht. Unterschiedliche Sorten oder Entwicklungsstadien sind dagegen kein verlässlicher Direktvergleich. Bewerten Sie die Wirkung über einen für die Kultur sinnvollen Beobachtungszeitraum und nicht anhand eines einzelnen Blatts.

Überprüfen Sie die Abdeckung erneut, wenn sich der Pflanzenbestand oder die Lichtverhältnisse deutlich ändern. Nach einem Kulturwechsel kann ein bisher passender Schattiergrad zu stark oder zu schwach sein. Höhere Pflanzen verändern zudem die gegenseitige Beschattung; der Messpunkt sollte weiterhin die relevante Blatthöhe abbilden. Auch ein Netz, das im Sommer sinnvoll war, muss bei kürzeren Tagen nicht unverändert bleiben. Bei einer beweglichen Lösung können Sie zunächst die abgedeckte Fläche oder die Einsatzzeiten anpassen und anschliessend die Wirkung kontrollieren. Ändern Sie dabei möglichst nur einen Faktor, damit erkennbar bleibt, welche Anpassung den Unterschied verursacht. Notieren Sie beispielsweise, dass das Seitenelement entfernt wurde, während die Dachbeschattung unverändert blieb. So entsteht ein brauchbares Protokoll für den nächsten Kulturabschnitt. Legen Sie darin nicht nur einen Prozentwert ab, sondern auch Kultur, Zeitraum, abgedeckte Fläche und gemessenes Lichtangebot. Diese Angaben helfen Ihnen später, eine bewährte Lösung unter ähnlichen Bedingungen wieder einzusetzen, ohne sie als allgemeine Empfehlung für jede Jahreszeit zu behandeln.

Häufige Fragen

Was bedeutet «40 Prozent Schattierung»?

Das hängt von der Definition im Datenblatt ab. Der Wert kann eine Reduktion unter bestimmten Prüfbedingungen beschreiben; er ist nicht automatisch die gemessene PAR-Abnahme bei Ihren Pflanzen. Prüfen Sie, welcher Strahlungsbereich erfasst wurde und ob der Anbieter die Lichtreduktion oder die verbleibende Durchlässigkeit meint.

Reicht ein Luxmeter zur Auswahl des Schattiernetzes?

Ein Luxmeter kann Veränderungen der sichtbaren Helligkeit am selben Standort anzeigen. Es gewichtet Licht aber nach der Wahrnehmung des menschlichen Auges und misst nicht direkt die für Pflanzen relevante Photonenmenge. Für PPFD oder DLI ist ein geeigneter PAR-Sensor aussagekräftiger.

Wann sollte ich im Gewächshaus messen?

Messen Sie an mehreren wiederkehrenden Zeitpunkten, zum Beispiel am Morgen, um die Mittagszeit und am späteren Nachmittag. Wiederholen Sie die Messungen bei möglichst vergleichbarem Wetter und nach dem Anbringen des Netzes an denselben Stellen. Vorher-nachher-Werte bei rasch wechselnden Wolken sind schlecht vergleichbar.

Muss das Schattiernetz das ganze Gewächshaus abdecken?

Nein. Wenn nur einzelne Beete oder Seiten besonders viel direktes Licht erhalten, kann eine gezielte Teilbeschattung sinnvoller sein. Prüfen Sie die Werte je Kulturzone und achten Sie darauf, dass andere Pflanzen nicht unnötig weniger Licht bekommen.

Ist ein höherer Schattiergrad bei starker Sonne sicherer?

Nicht automatisch. Ein höherer Prozentwert kann die Lichtmenge stärker verringern, als es für die betroffenen Pflanzen sinnvoll ist. Ohne Messdefinition ist die Zahl zudem kaum vergleichbar. Beurteilen Sie zuerst Lichtbedarf und Messwerte und erweitern Sie die Beschattung nur, wenn dafür ein konkreter Bedarf besteht.

Der passende Schattiergrad lässt sich weder allein aus einer Pflanzenart noch aus einer Zahl auf dem Etikett ableiten. Er ergibt sich aus dem Lichtbedarf der konkreten Kulturen, den Messwerten am Blätterdach und den Stellen, an denen Ihr Gewächshaus tatsächlich Sonne erhält. Wenn Sie die betroffenen Flächen gezielt beschatten und die Werte danach unter vergleichbaren Bedingungen erneut erfassen, bleibt die Wirkung nachvollziehbar. Entscheidend ist der Abgleich mit Ihrem Pflanzenbestand, nicht der höchste Prozentwert.

45% BESSERER PREIS BEI ONLINE-KÄUFEN
Handeln im Internet ist bequem und profitabel
Fragen Sie uns!
Kontaktieren Sie uns
Telefon:
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Handelsregisternummer:
38944924
Adresse:
Thriges Plads 6, 5000 Odense C, Denmark
Soziale Medien
Folgen Sie uns auf Instagram, Facebook und Twitter, um die neuesten Nachrichten und besten Angebote von Bloomcabin zu erhalten.
X
Haben Sie Fragen und möchten, dass wir Sie zurückrufen?
+41
−
✖