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Schulgewächshaus für Unterricht und Ferienbetrieb planen

Schulgewächshaus für Unterricht und Ferienbetrieb planen

Schulgewächshaus

Ein Schulgewächshaus ist mehr als ein Ort für Setzlinge: Es gehört zum Schulalltag, verlangt Aufsicht im Unterricht und verlässliche Pflege, wenn die Klassen ausbleiben. Sinnvoll wird das Vorhaben, wenn Lernziele, Zugangsregeln, Zuständigkeiten und Ferienbetrieb zusammen geplant werden. Dieser Leitfaden ordnet, welche Fragen vor Standortwahl und Kauf geklärt werden sollten und welche Punkte die Schule mit ihrer Trägerschaft und Fachpersonen abstimmt.

Klassisches Gewächshaus aus Aluminium

Vor dem Kauf klären 1

Lernziele und Unterrichtsablauf festlegen

Beginnen Sie nicht bei der Pflanzenliste, sondern beim Lernziel. Soll eine Klasse Keimung beobachten, Wachstumsbedingungen vergleichen, Herkunft und Ernte besprechen oder über längere Zeit Messwerte dokumentieren? Daraus ergeben sich Dauer, Material und Gruppengrösse. Ein einzelner Besuch funktioniert anders als eine Unterrichtsreihe mit wöchentlichen Beobachtungen und Einträgen in ein Gartentagebuch. Legen Sie fest, welche Klassenstufen den Raum nutzen, welche Lehrpersonen ihn betreuen und ob die Anlage Ergänzung oder regelmässiger Unterrichtsort wird. So wird sichtbar, ob vor allem Demonstrationen, Gruppenaufgaben oder wiederkehrende praktische Arbeiten geplant sind. Stimmen Sie den Zweck mit dem bestehenden Unterricht ab, damit Aktivität, Lernziel und verfügbare Zeit zusammenpassen.

Tragen Sie Unterrichtsfenster und Schulferien in einen Jahresplan ein, bevor Sie den Kulturplan festlegen. Pflanzen und Aufgaben, deren wichtige Phasen in eine lange Schliesszeit fallen, erschweren regelmässige Beobachtungen. Planen Sie auch Materialausgabe, Gruppenwechsel und Aufräumen ein. Für das Pyramidengewächshaus sind Flächen von 5,53 bis 18,9 m² ausgewiesen. Nutzen Sie solche Angaben für eine erste Auswahl und halten Sie daneben fest, welche Unterrichtsform Sie unterbringen möchten. Bei einer Demonstration brauchen alle einen Blick auf denselben Arbeitsplatz; für Gruppenversuche sind getrennte Stationen und Platz für Aufzeichnungen wichtig. Auch die Auswertung muss nicht im Gewächshaus stattfinden. Werden Messwerte anschliessend im Schulzimmer besprochen, bleibt der Aufenthalt bei den Pflanzen auf die praktische Aufgabe konzentriert. Diese Unterscheidung hilft, den Raumbedarf aus dem Unterricht abzuleiten, statt das Lernprogramm nachträglich an eine gewählte Fläche anzupassen.

Aufsicht und Kindesschutz verbindlich regeln

Für jede Nutzung braucht es eine klar benannte erwachsene Leitung. Legen Sie fest, wer die Gruppe übernimmt, wer bei Abwesenheit einspringt und wie die Anwesenheit beim Eintritt und beim Verlassen kontrolliert wird. Bestimmen Sie die Gruppengrösse nicht nach einem pauschalen Quadratmeterwert: Alter, Aufgabe, Sichtbeziehungen, Arbeitsstationen und die Vorgaben der Schule gehören in die Beurteilung. Regeln Sie, ob Lernende ausserhalb einer geführten Lektion Zugang haben. Falls dies nicht vorgesehen ist, müssen Schlüssel, Zugangszeiten und Zuständigkeit so festgelegt sein, dass unbeaufsichtigte Nutzung im Alltag ausgeschlossen werden kann. Die Gruppe muss wissen, an wen sie sich bei Unsicherheit oder einem Zwischenfall wendet.

Stimmen Sie den Ablauf mit dem geltenden Aufsichts- und Kindesschutzkonzept der Schule ab. Klären Sie den Umgang mit externen Helfenden, Besucherinnen und Besuchern, die Meldung eines Vorfalls, die erreichbare Ansprechperson und die Erste-Hilfe-Organisation nach schulinternen Vorgaben. Für externe Mitarbeitende muss vor einem Einsatz feststehen, wer sie einführt, welche Aufgaben sie übernehmen und welche Kontakte mit Lernenden vorgesehen sind. Die Schule bestimmt, welche Abklärungen und Freigaben dafür nötig sind. Machen Sie Gefahren vor der ersten Nutzung sichtbar: Glasflächen, Türen, nasse Böden, Wasserbehälter und Werkzeuge verlangen klare Verhaltensregeln und passende Aufsicht. Besprechen Sie auch, was passiert, wenn ein Kind die Gruppe verlässt oder abgeholt werden muss, während die anderen weiterarbeiten. Halten Sie fest, wer eine Nutzung bei Schäden oder fehlender Aufsicht stoppt und wen diese Person informiert. Die konkret geltenden Betreuungsvorgaben holen Sie bei Schulleitung und Trägerschaft ein; eine allgemeine Planungshilfe ersetzt diese Abklärung nicht.

Vor dem Kauf klären 2

Standort, Wege und Zugang im Alltag prüfen

Wählen Sie einen Ort, den die Gruppe auf einer übersichtlichen Route erreicht und der von der Aufsicht gut einsehbar ist. Prüfen Sie den Weg bei Regen und in der dunklen Jahreszeit, ebenso Stufen, Schwellen, Türöffnung, nasse oder unebene Passagen und den Platz zum Warten vor dem Eingang. Wenn mehrere Klassen oder der Hausdienst unterwegs sind, dürfen Wege und Materialtransporte einander nicht blockieren. Überlegen Sie, wie Lernende mit unterschiedlichen Mobilitäts- und Unterstützungsbedürfnissen teilnehmen können. Dafür braucht es ausreichend Bewegungsfläche und klar verteilte Aufgaben, nicht bloss einen Zugang zum Beet.

Klären Sie mit der Eigentümerschaft, wer Untergrund, Entwässerung, Zugangsweg und Betrieb beurteilt. Ein Wandgewächshaus mit ausgewiesenen 3,69 bis 14,34 m² lässt sich als Variante in die Standortplanung aufnehmen. Ob eine konkrete Wand dafür geeignet ist, muss jedoch fachlich geprüft werden. Betrachten Sie zusätzlich den Schulbetrieb unmittelbar daneben: Werden bestehende Türen, Verkehrswege oder Arbeitsbereiche des Hausdienstes berührt? Wo sammelt sich die Klasse vor dem Eintritt, und bleibt dieser Bereich auch bei anderen Aktivitäten frei? Zeichnen Sie den Weg vom Schulzimmer bis zum vorgesehenen Arbeitsplatz ein und gehen Sie ihn mit den beteiligten Personen ab. Prüfen Sie dabei auch, wo nasse Schuhe und mitgebrachtes Material abgelegt werden können. So lassen sich Konflikte zwischen Unterricht, Gebäudenutzung und Pflegewegen früh erkennen, bevor der Standort verbindlich festgelegt wird.

Gruppengrösse und nutzbare Fläche realistisch einschätzen

Die angegebene Fläche eines Gewächshauses ist nicht gleich nutzbare Arbeitsfläche. Zeichnen Sie den Grundriss mit den vorgesehenen Tischen, Pflanzgefässen, Arbeitswegen und Ein- und Ausgang. Markieren Sie, wo eine Gruppe Material abstellt, ohne einen Durchgang zu verstellen. Prüfen Sie, ob eine Lehrperson alle Arbeitsplätze im Blick behalten kann und ob Lernende aneinander vorbeikommen, ohne Werkzeuge oder schwere Gefässe durch eine enge Stelle tragen zu müssen. Eine Massstabszeichnung oder eine provisorische Markierung am Boden hilft, Engstellen vor einer Bestellung zu erkennen. Nicht jede Klasse muss gleichzeitig im Inneren arbeiten: Rotierende Gruppen erleichtern die Aufsicht und ermöglichen klarere Aufgaben.

Vergleichen Sie die Planung mit den tatsächlichen Massen des ausgewählten Modells und unterscheiden Sie zwischen Aussenmass, Innenraum und freier Arbeitsfläche. Das Bloomcabin Prestige Gewächshaus wird mit Flächen von 3,77 bis 28,08 m² angeboten. Fordern Sie für die betrachtete Ausführung einen passenden Grundriss an, damit Sie Ihre Arbeitsplätze nicht allein anhand des Flächenwerts einzeichnen. Berücksichtigen Sie neben stehenden Personen auch das Bücken, Arbeiten an Gefässen und Ablegen von Unterrichtsmaterial. Eine Station, die für eine einzelne Person ausreicht, funktioniert nicht unbedingt für mehrere Lernende mit derselben Aufgabe. Halten Sie fest, wie viele Personen gleichzeitig eintreten, wo sie arbeiten und wo die nächste Gruppe wartet. Prüfen Sie auch, ob eine unterstützende Begleitperson Platz findet. Die zulässige Gruppengrösse wird anhand dieses konkreten Ablaufs und der schulischen Vorgaben festgelegt, nicht aus dem Katalogwert berechnet.

Klassisches Gewächshaus mit Glasflächen

Vor dem Kauf klären 3

Pflanzenfolge am Schulkalender ausrichten

Wählen Sie Pflanzen und Versuche so, dass wichtige Arbeitsschritte in die Unterrichtszeit fallen. Für eine Lernreihe sollten Aussaat, Beobachtung, Pflege und Auswertung zeitlich zusammenpassen; Ernte oder Blüte sind nicht für jede Fragestellung nötig. Notieren Sie im Jahresplan, wann eine Kultur begonnen wird, wann regelmässige Kontrollen anstehen und ob ein Arbeitsschritt in eine Ferienwoche fällt. So können Sie Aufgaben vermeiden, die ausgerechnet während einer längeren Schulschliessung eine tägliche Betreuung voraussetzen. Eine begrenzte Auswahl macht es zudem leichter, Beobachtungen zwischen Klassen weiterzuführen, statt für jede Gruppe ein eigenes, schwer vergleichbares Projekt anzulegen.

Legen Sie vor der Aussaat fest, wer ausserhalb der Lektionen den Zustand der Pflanzen kontrolliert und welche Arbeiten Lernende unter Aufsicht übernehmen dürfen. Für das klassische Gewächshaus nennt die Produktübersicht Flächen von 3,77 bis 28,08 m². Wie viel davon für Kulturen zur Verfügung steht, ergibt sich erst aus Ihrer Anordnung von Arbeitswegen, Gefässen und Material. Ordnen Sie jeder geplanten Kultur eine Unterrichtsfrage und ein Beobachtungsblatt zu. Darauf können Aussaatdatum, Veränderungen und erledigte Pflegearbeiten stehen, sodass auch eine andere Klasse den Verlauf versteht. Bei vergleichenden Versuchen sollten Beschriftungen eindeutig bleiben und Änderungen dokumentiert werden. Vereinbaren Sie ausserdem, wann ein Versuch ausgewertet und beendet wird. Das schafft Platz für nachfolgende Aufgaben und verhindert, dass längst abgeschlossene Unterrichtsprojekte weiter Pflege benötigen, ohne noch zum Unterricht beizutragen.

Wasser, Werkzeuge und Material sicher organisieren

Planen Sie, wie Wasser zur vorgesehenen Arbeitsstelle gelangt, wo Giesskannen gefüllt werden und wie Lernende nach der Arbeit Hände und Geräte reinigen können. Stimmen Sie Fragen zu Wasserführung, Boden und Entwässerung mit dem Hausdienst oder den zuständigen Fachpersonen ab. Ein feuchter Boden, abgestellte Behälter oder quer liegendes Material können Wege erschweren; legen Sie deshalb fest, wer den Arbeitsbereich nach einer Lektion kontrolliert und wieder freigibt. Werkzeuge werden ausgegeben und zurückgenommen, statt unbeachtet zwischen Pflanzgefässen liegen zu bleiben. Welche Geräte Lernende verwenden dürfen, richtet sich nach Alter, Aufgabe und den Regeln der Schule.

Ordnen Sie Saatgut, Töpfe, Substrate und Werkzeuge so, dass die Gruppe benötigtes Material findet, ohne unbeaufsichtigt an ungeeignete Gegenstände oder Pflegemittel zu gelangen. Das Sortiment führt ein Gewächshaus mit eingebautem Lager mit einer ausgewiesenen Fläche von 5,52 bis 28,08 m². Prüfen Sie für Ihre Materialliste, welche nutzbaren Abmessungen, Zugänge und Aufbewahrungsmöglichkeiten die gewählte Ausführung tatsächlich bietet; eine Abschliessbarkeit ist durch die vorliegenden Angaben nicht belegt. Trennen Sie häufig benötigtes Unterrichtsmaterial von Gegenständen, die nur Erwachsene handhaben dürfen. Beschriftete Ablageplätze und eine einfache Rückgabekontrolle erleichtern den Klassenwechsel. Überlegen Sie auch, welche Materialien besser in einem bestehenden schulischen Lager bleiben und nur für die jeweilige Lektion mitgebracht werden. So muss nicht alles im Gewächshaus untergebracht werden, und die Schule kann ihre vorhandenen Regeln für besonders zu sichernde Gegenstände beibehalten.

Vor dem Kauf klären 4

Pflege, Reinigung und Materialnachschub zuweisen

Verteilen Sie Aufgaben nicht nur auf eine Klasse oder ein loses Team. Bestimmen Sie, wer während der Unterrichtswochen Pflanzen kontrolliert, Arbeitsplätze reinigt, Werkzeuge zurücknimmt, Abfälle entfernt und fehlendes Material meldet. Lernende können passende Aufgaben übernehmen, wenn eine erwachsene Person sie erklärt und beaufsichtigt. Legen Sie zugleich fest, welche Arbeiten beim Hausdienst, bei einer Lehrperson oder bei der zuständigen Stelle für die Liegenschaft bleiben. Eine kurze Übergabe zwischen zwei Gruppen verhindert, dass die nächste Klasse erst nach fehlenden Geräten suchen oder ungeklärte Zustände übernehmen muss.

Ein einfacher Einsatzplan enthält pro Aufgabe eine verantwortliche Person, eine Stellvertretung, den üblichen Zeitpunkt und den Meldeweg bei einem Problem. Prüfen Sie nach den ersten Wochen, wie viel Zeit Pflege und Reinigung tatsächlich beanspruchen. Für das Limited-Edition-Gewächshaus sind Flächen von 3,77 bis 28,08 m² aufgeführt. Vergleichen Sie eine betrachtete Ausführung mit Ihrem Aufgabenplan: Welche Bereiche werden genutzt, was muss nach jeder Lektion aufgeräumt werden und welche Pflege übernehmen Erwachsene? Erfassen Sie dabei auch Tätigkeiten, die leicht übersehen werden, etwa das Nachbestellen von Verbrauchsmaterial oder die Rückgabe ausgeliehener Geräte. Eine Bestandsliste mit zuständiger Person hilft, Doppelbestellungen und fehlendes Material zu vermeiden. Legen Sie fest, wer laufende Ausgaben freigibt und wie Ersatzbedarf gemeldet wird. Passen Sie den Aufgabenplan bei Klassenwechseln an, damit Zuständigkeiten nicht mit dem Ende einer Unterrichtsreihe verloren gehen.

Ferienpflege mit Stellvertretung organisieren

Markieren Sie alle Schulferien und weiteren Schliesszeiten, bevor Sie Pflanzen und Pflegeaufgaben festlegen. Benennen Sie für jede geplante Ferienkontrolle eine hauptverantwortliche erwachsene Person und eine Stellvertretung. Halten Sie Besuchstermine, Zugang, Aufgaben und eine Kontaktmöglichkeit schriftlich fest. Stimmen Sie die Pflege auf das ab, was tatsächlich umgesetzt werden kann, statt auf eine spontane Zusage kurz vor der Schliessung zu hoffen. Klären Sie rechtzeitig, ob während der Ferien andere Arbeiten auf dem Schulareal stattfinden und ob dadurch Zugänge oder die Wasserversorgung eingeschränkt werden. Die betreuende Person sollte den Ablauf vor Ferienbeginn einmal selbst durchführen und den Zugang ausprobieren. Falls sie ausfällt, muss die Stellvertretung dieselben Informationen erhalten. Eine Übergabe umfasst auch den aktuellen Pflanzenbestand und unerledigte Aufgaben, damit niemand beim ersten Besuch erraten muss, welche Pflege vorgesehen ist.

Eine kurze Eintragsliste für jeden Besuch hält Datum, beobachteten Zustand, erledigte Arbeiten und offene Fragen fest. Für das T-Modell-Gewächshaus Orangerie sind Flächen von 16,52 bis 30 m² aufgeführt. Den Zeitbedarf der Ferienpflege ermitteln Sie dagegen anhand der tatsächlich eingerichteten Bereiche und Pflanzen. Führen Sie vor der Schliessung einen vollständigen Kontrollgang durch und notieren Sie, welche Aufgaben die Ferienvertretung übernehmen soll. Klären Sie, wer bei einem beschädigten Zugang, einer unterbrochenen Wasserversorgung oder einer anderen Auffälligkeit erreichbar ist und wer weitere Schritte veranlasst. Die Vertretung braucht einen Meldeweg, keine Aufforderung zu improvisierten Reparaturen. Ein ausbleibender Eintrag sollte Anlass für eine Rückfrage sein, statt stillschweigend als erledigter Besuch zu gelten. Vereinbaren Sie auch die Übergabe nach den Ferien, damit Veränderungen und offene Fragen in den Unterricht zurückfliessen. Einsätze von Lernenden bleiben an die schulischen Aufsichts- und Zugangsregeln gebunden.

Gewächshaus mit Accoya-Lagerbereich

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Standortfreigabe und Beschaffung abstimmen

Bevor Sie ein Modell auswählen, klären Sie, wem das Grundstück gehört und wer die Planung freigibt. Beziehen Sie Schulleitung, Trägerschaft, Hausdienst und bei Bedarf zuständige Stellen früh ein. Fragen zu Untergrund, Zugänglichkeit, Aufbau, Entwässerung oder möglichen Anschlüssen gehören in die Beurteilung der dafür verantwortlichen Fachpersonen. Erkundigen Sie sich standortbezogen, welche Freigaben oder Unterlagen erforderlich sind. Aus einer Modellbezeichnung oder einer Produktbeschreibung lässt sich nicht ableiten, ob ein Gewächshaus für die konkrete Schulanlage geeignet ist oder welche Anforderungen für den Betrieb gelten.

Vergleichen Sie bei der Beschaffung den gesamten Projektumfang: Gewächshaus, Standortvorbereitung, Aufbau, erforderliche Ausstattung und laufender Betrieb müssen eindeutig zugeordnet sein. Beim geräumigen Gewächshaus sind Flächen von 47 bis 70 m² angegeben. Nehmen Sie eine solche Grössenordnung nur dann in die engere Auswahl, wenn Ihr Unterrichts- und Betriebsplan den zusätzlichen Raum tatsächlich vorsieht. Eine grössere Fläche ist für sich allein kein Vorteil für eine Schule. Halten Sie in der Anfrage fest, welche Ausführung geprüft werden soll und welche Unterlagen Sie für die Standortbeurteilung benötigen. Lassen Sie angebotene und nicht enthaltene Leistungen getrennt ausweisen, damit Angebote vergleichbar werden. Produktangaben belegen weder eine zulässige Klassenbelegung noch die Eignung für den konkreten Schulbetrieb. Dokumentieren Sie deshalb, welche Punkte geklärt sind, wer offene Fragen bearbeitet und welche fachlichen Beurteilungen vor einer verbindlichen Bestellung noch fehlen.

Betrieb vor dem Start testen und auswerten

Gehen Sie den Ablauf vor der ersten Lektion mit Lehrperson, Hausdienst und den zuständigen Personen durch. Prüfen Sie dabei Zugang, Materialausgabe, Laufwege, Reinigung und die Übergabe an die nächste Gruppe. Erklären Sie den Lernenden, wo sie arbeiten, welche Gegenstände sie nutzen dürfen und wie sie ein Problem melden. Üben Sie die Anwesenheitskontrolle und besprechen Sie, wer die Gruppe anleitet, wenn die vorgesehene Lehrperson kurzfristig ausfällt. Bauliche Mängel oder Fragen an der Anlage werden nicht durch improvisierte Reparaturen gelöst, sondern an die zuständige Stelle weitergegeben.

Nach den ersten Wochen zeigt sich, ob die geplante Gruppengrösse, der Zeitbedarf und die Zuständigkeiten im Alltag passen. Halten Sie fest, wo sich Gruppen stauen, welche Materialien fehlen und welche Pflegeaufgaben liegen bleiben. Besprechen Sie diese Beobachtungen mit den Beteiligten und ändern Sie bei Bedarf Belegungsplan, Aufgaben oder Kulturfolge. Wiederholen Sie die Auswertung vor längeren Schliesszeiten, damit Ferienvertretung und Zugang aktuell bleiben. Eine kurze, verlässliche Dokumentation hilft auch einer neuen Lehrperson, den Betrieb zu übernehmen, ohne wichtige Regeln oder offene Aufgaben erst zusammensuchen zu müssen.

Häufige Fragen

Wie viele Schülerinnen und Schüler können gleichzeitig im Gewächshaus arbeiten?

Eine pauschale Zahl lässt sich nicht seriös festlegen. Entscheidend sind die tatsächlich nutzbare Fläche, freie Arbeitswege, Ein- und Ausgang, die Sicht der Aufsichtsperson und die jeweilige Tätigkeit. Zeichnen Sie die geplanten Arbeitsplätze ein und prüfen Sie den Ablauf mit einer kleinen Gruppe. Die Schule legt die zulässige Belegung nach ihren Vorgaben und der konkreten Risikobeurteilung fest.

Welche Regeln braucht der Zugang ausserhalb des Unterrichts?

Legen Sie fest, wer Schlüssel oder Zugangscodes erhält, zu welchen Zeiten die Anlage genutzt werden darf und ob Lernende nur in Begleitung eintreten. Regeln für Besucherinnen, Besucher und externe Helfende sowie die Meldung von Vorfällen gehören ebenfalls dazu. Massgeblich sind das geltende Aufsichts- und Kindesschutzkonzept der Schule und die dafür zuständigen Ansprechpersonen.

Wie lässt sich die Pflege während der Schulferien organisieren?

Bestimmen Sie vor der Pflanzung eine hauptverantwortliche erwachsene Person und eine Stellvertretung. Halten Sie Besuche, Aufgaben, Zugang und eine Kontaktmöglichkeit schriftlich fest. Stimmen Sie den Pflegebedarf auf den Ferienkalender ab und wählen Sie nur so viele Kulturen, wie zuverlässig betreut werden können. Prüfen Sie auch, wie bei Krankheit oder einem festgestellten Problem informiert wird.

Ist für ein Schulgewächshaus immer eine Bewilligung nötig?

Das lässt sich ohne Angaben zu Standort, Projekt und Nutzung nicht pauschal beantworten. Klären Sie vor einer Bestellung mit der Eigentümerschaft oder Trägerschaft und der zuständigen Stelle, welche Freigaben erforderlich sind. Bauliche, technische und betriebliche Fragen sollten bei Bedarf Fachpersonen beurteilen. Ein Produktname oder eine Flächenangabe belegt keine Bewilligung oder Eignung.

Können Lernende in den Ferien bei der Pflege helfen?

Das hängt von den schulischen Vorgaben und der konkreten Betreuung ab. Regeln Sie vorab, ob solche Einsätze erlaubt sind, welche erwachsene Person die Verantwortung trägt, wie Zugang und Anwesenheit kontrolliert werden und an wen sich Lernende bei Problemen wenden. Eine freiwillige Zusage ersetzt weder eine geklärte Aufsicht noch eine verlässliche erwachsene Stellvertretung.

Ein Schulgewächshaus funktioniert im Alltag, wenn Lernprogramm und Betrieb aufeinander abgestimmt sind. Vor der Bestellung sollten Standort, Aufsichts- und Zugangsregeln, verantwortliche Personen und Ferienvertretung geklärt sein. Ein überschaubarer Kulturplan und ein Testlauf mit einer Klasse zeigen, ob Fläche, Zeit und Zuständigkeiten tatsächlich passen. So wird aus dem Gewächshaus ein planbarer Unterrichtsort, dessen Pflege auch während schulfreier Wochen nicht an ungeklärten Verantwortlichkeiten scheitert.

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