Um die Qualität der Inhalte dieser Website zu verbessern und sie an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen, werden Cookies verwendet – auch Cookies von Drittanbietern. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies sowie einer möglichen Kommunikation zu, wenn Sie Ihre Kontaktinformationen in eines der Formulare auf der Seite eingeben.
Zurück zum Blog

Welche Leistung braucht die Gewächshausheizung?

Welche Leistung braucht die Gewächshausheizung?

Gewächshausheizung planen

Welche Heizleistung Ihr Gewächshaus benötigt, lässt sich nicht zuverlässig allein aus der angegebenen Fläche ableiten. Entscheidend ist, wie viel Wärme über Dach, Wände, Boden und den notwendigen Luftaustausch verloren geht – und wie gross der Temperaturunterschied zwischen innen und aussen ausfällt. Mit dokumentierten oder offen geschätzten Annahmen können Sie eine überschlägige Heizlast berechnen und mit der Wärmeleistung eines Geräts vergleichen. Das Ergebnis gilt nur für diese Annahmen: Es garantiert weder eine bestimmte Temperatur im ganzen Gewächshaus noch die späteren Betriebskosten.

Bloomcabin-Orangerie von aussen

Das Temperaturziel festlegen

Beginnen Sie mit dem Temperaturziel. Halten Sie schriftlich fest, welche niedrigste Innentemperatur das Gewächshaus während der für Sie wichtigen kalten Phase halten soll und ob sie nachts, tagsüber oder durchgehend gelten soll. Eine Tagesmitteltemperatur beantwortet nicht, was die Heizung während einer kalten Nacht leisten muss. Ebenso sind eine gewünschte Temperatur für aktives Wachstum und eine reine Mindesttemperatur unterschiedliche Planungsannahmen. Welche Zahl sinnvoll ist, richtet sich nach Nutzung und Bepflanzung; eine allgemeingültige Solltemperatur lässt sich nicht aus der Fläche ableiten. Die Sonne kann tagsüber Wärme beitragen, ersetzt aber nicht den Kältefall, für den die Heizung ausgelegt wird.

Auch der Messort gehört zur Festlegung. Ein Fühler an einer Tür, in direkter Sonne oder unmittelbar beim Heizgerät kann einen anderen Wert anzeigen als der Bereich, den Sie temperieren wollen. Beschreiben Sie deshalb neben dem Sollwert auch den Bereich, für den er gelten soll. Wenn einzelne Bereiche getrennte Sollwerte haben, rechnen Sie nicht einfach mit einem einzigen Mittelwert, ohne Abgrenzung und Luftverteilung zu prüfen. Eine kurze Beschreibung der Nutzung hilft dabei: Welche Fläche soll temperiert werden, zu welchen Zeiten gilt der Sollwert, und wo wird die Temperatur erfasst? Die erste Heizlastrechnung beschreibt die Wärmeabgabe, die zum Halten des angenommenen Zustands nötig ist. Sie sagt weder eine gleichmässige Temperatur in allen Ecken voraus noch, wie schnell sich der Raum nach einem Temperaturabfall wieder aufheizt. Notieren Sie einen gewünschten Wiederaufheizvorgang daher als zusätzliche Anforderung, statt ihn stillschweigend in den Sollwert einzubeziehen. Haltebetrieb und Aufheizzeit sind unterschiedliche Anforderungen.

Heizleistung und Energieverbrauch trennen

Watt (W) und Kilowatt (kW) beschreiben Leistung; 1 kW entspricht 1000 W. Bei der Auslegung geht es um die Wärmeleistung, die das Gerät im angesetzten Kältefall abgeben muss. Vergleichen Sie die berechnete Heizlast deshalb mit der deklarierten nutzbaren Wärmeabgabe und den Bedingungen, für die das Datenblatt diesen Wert nennt. Eine elektrische Anschlussleistung oder eine allgemeine Produktbezeichnung ist nicht automatisch derselbe Wert. Übernehmen Sie beim Zusammenstellen der Angaben jeweils die Bezeichnung und die Einheit: Heizlast in W oder kW, Wärmeabgabe in W oder kW und elektrische Aufnahme ebenfalls in W oder kW. Gleiche Einheiten bedeuten hier nicht, dass die Angaben dieselbe Grösse beschreiben. Rechnen Sie alle Leistungswerte für den Vergleich in dieselbe Einheit um, behalten Sie aber ihre Bezeichnungen bei. Bei mehreren Betriebsstufen zählt, welche Wärmeabgabe für den gewählten Sollwert tatsächlich verfügbar ist.

Kilowattstunden (kWh) messen Energie über die Zeit und sind für den Verbrauch wichtig, nicht für die einmalige Heizlast. Ein Gerät, das eine Stunde lang mit einer tatsächlichen elektrischen Aufnahme von 3 kW durchgehend läuft, verbraucht in dieser Stunde 3 kWh. Bei einer thermostatischen Regelung kann die Laufzeit kürzer sein; eine ausgewiesene Wärmeabgabe muss zudem nicht mit der elektrischen Aufnahme gleichgesetzt werden. Für eine Kostenrechnung braucht es zusätzlich Laufzeit und Tarif. So nennt die Übersicht zum Bloomcabin Prestige Gewächshaus Varianten mit einer Flächenangabe von 3,77 bis 28,08 m². Daraus folgt keine Heizleistung in kW.

Heizlast aus Wärmeverlust und Temperaturdifferenz berechnen

Für die überschlägige Auslegung brauchen Sie den Wärmeverlustkoeffizienten H in W/K. Er beschreibt, wie viele Watt das Gewächshaus je Kelvin Temperaturunterschied verliert. Im vereinfachten stationären Zustand gilt: Q ≈ H × ΔT. Q ist die nötige Heizleistung in Watt, ΔT die Differenz zwischen innen und aussen in Kelvin. Temperaturdifferenzen haben in Kelvin und Grad Celsius denselben Zahlenwert. Bilden Sie die Differenz aus Innentemperatur minus Aussentemperatur und achten Sie bei negativen Aussentemperaturen auf das Vorzeichen. Teilen Sie Q durch 1000, wenn Sie das Ergebnis in Kilowatt vergleichen wollen. Schreiben Sie die Einheiten in der Rechnung mit: W/K multipliziert mit K ergibt W. So lässt sich erkennen, ob tatsächlich eine Leistung berechnet wurde. Die Formel beschreibt die nötige Wärmeabgabe zum Halten der angenommenen Temperatur, nicht die Energie für einen ganzen Tag oder das Aufheizen des Raums. Halten Sie H und ΔT getrennt fest, damit sich spätere Änderungen einer Eingabe zuordnen lassen.

Wenn kein Gesamtwert H vorliegt, zerlegen Sie ihn in Komponenten. Für Bauteile, die an dieselbe Aussentemperatur grenzen, gilt überschlägig H_Hülle = Summe aus Uᵢ × Aᵢ; U bezeichnet den Wärmedurchgangskoeffizienten und A die jeweilige Fläche. Für den Luftwechsel kann H_Luft ≈ 0,34 × n × V in W/K angesetzt werden, wenn n den Luftwechsel pro Stunde und V das Innenvolumen in m³ bezeichnet. Dann gilt Q ≈ (H_Hülle + H_Luft) × ΔT. Bauteile zum Erdreich oder zu unbeheizten Räumen können eine andere Temperaturdifferenz haben und sind separat zu behandeln. Die Flächenangabe der klassischen Aluminium-Gewächshäuser von 3,77 bis 28,08 m² liefert diese Verlustkoeffizienten nicht. Falls ein vorhandener Gesamtwert den Luftwechsel bereits enthält, darf er nicht ein zweites Mal addiert werden.

Die Wärmeverluste der Hülle erfassen

Die Hüllflächen sind nicht mit der Grundfläche gleichzusetzen. Erfassen Sie Dach, Seitenwände, Stirnflächen und Türen sowie, je nach Berechnung, die Grenze zum Boden oder zu einem unbeheizten Nebenraum. Für jede Fläche braucht es den passenden U-Wert der vollständigen Konstruktion, nicht einfach den Wert eines einzelnen Werkstoffs oder einer Scheibe. Bei transparenten Flächen, Profilen, Rahmen und Anschlüssen können unterschiedliche Werte gelten. Ordnen Sie die Angaben in einer Flächenliste: Bauteil, Fläche in m², zugehöriger U-Wert und berücksichtigte Bestandteile. Achten Sie darauf, dass etwa eine Tür nicht zugleich als eigene Fläche und nochmals als Teil der gesamten Wandfläche eingeht. Umgekehrt dürfen beim Aufteilen der Hülle keine Flächen unbeabsichtigt entfallen. Ein kleinerer U-Wert bedeutet bei gleicher Fläche und Temperaturdifferenz grundsätzlich einen geringeren Transmissionsverlust. Ohne dokumentierte Werte sollten Sie eine solche Einsparung nicht schätzen.

Prüfen Sie die Unterlagen zur genauen Variante: Welche Bauteile sind enthalten, welche Flächen werden beheizt, und bezieht sich ein U-Wert auf die gesamte Konstruktion? Die Produktübersicht der Aluminiumgewächshäuser Limited Edition nennt Varianten von 3,77 bis 28,08 m². Diese Flächenangabe enthält weder die gesamte Dach- und Wandfläche noch einen U-Wert. Wärmebrücken an Profilen und Anschlüssen können den Gesamtverlust verändern. Wenn die benötigten Angaben fehlen, fragen Sie nach technischen Daten oder lassen Sie die Hüllverluste fachkundig bestimmen, statt aus Modellnamen oder Materialbezeichnungen eine Dämmleistung abzuleiten.

Bloomcabin-Orangerie im Garten

Wärmeverluste durch Luftwechsel

Beim Luftwechsel entweicht warme Luft aus dem Gewächshaus und kühlere Luft strömt nach. Dazu zählen geplantes Lüften, offene Türen und Lüftungsöffnungen ebenso wie Undichtigkeiten; die Rate kann sich mit Wetter und Nutzung ändern. In der Faustformel H_Luft ≈ 0,34 × n × V wird n in Luftwechseln pro Stunde eingesetzt. Der Faktor 0,34 ist eine Näherung für die Wärmekapazität der Luft in dieser Umrechnung, kein pauschaler Zuschlag für jedes Gewächshaus. Verwechseln Sie n nicht mit der Zahl der Fenster oder der Anzahl der Lüftungsvorgänge: Gemeint ist die ausgetauschte Luftmenge im Verhältnis zum Innenvolumen pro Stunde. Wenn die Luftwechselrate nicht bekannt ist, ist ein scheinbar genauer Wert für n nicht belastbar. Halten Sie fest, ob Ihre Annahme kontrollierte Lüftung, Leckagen oder beides abbildet. Trennen Sie dabei die Beschreibung des Betriebs von der eingesetzten Rechengrösse. Die Angabe «Lüften bei Bedarf» erklärt die Nutzung, liefert für sich genommen aber noch keinen Zahlenwert für die Formel.

Setzen Sie die Lüftung nicht einfach auf null, nur damit die nötige Heizleistung kleiner aussieht. Berücksichtigen Sie die Luftmenge, die im vorgesehenen Betrieb tatsächlich gebraucht wird. Die Produktseite für das Aluminium-Wandgewächshaus nennt 3,69 bis 14,34 m²; die Flächenangabe sagt jedoch nicht, welcher Luftwechsel oder welche Öffnungsgrösse für eine konkrete Ausführung gilt. Prüfen Sie die Unterlagen zur ausgewählten Variante und legen Sie fest, wie gelüftet wird, wenn gleichzeitig geheizt werden soll. Ändert sich die Luftwechselrate je nach Betriebszustand deutlich, sind mehrere nachvollziehbare Rechenannahmen hilfreicher als ein einzelner frei gewählter Wert.

Die Aussentemperatur am Standort ansetzen

Die Temperaturdifferenz ergibt sich aus dem inneren Sollwert und einer passenden äusseren Auslegungstemperatur. Dafür eignet sich weder automatisch der Durchschnitt eines Winters noch zwingend der tiefste jemals gemessene Wert. Legen Sie fest, welcher Kältefall abgedeckt werden soll, und stützen Sie die Aussentemperatur auf geeignete lokale Klimadaten oder eine fachkundige Planung. Lage und Exposition des konkreten Standorts können wichtig sein; ein Wert aus einer anderen Lage ist nicht ohne Weiteres übertragbar. Verwenden Sie möglichst Temperaturen, die sich auf denselben Kältefall beziehen.

Im vereinfachten Modell steigt die berechnete Heizlast proportional zur Temperaturdifferenz, solange derselbe Wärmeverlustkoeffizient gilt. Das ist eine Rechenvereinfachung: Wind, geöffnete Türen und veränderte Lüftung können gleichzeitig H verändern. Auch für ein Bauteil am Erdreich gilt nicht zwingend dieselbe Temperaturdifferenz wie für eine Dachfläche. Wenn Sie mehrere Kältefälle vergleichen, notieren Sie die jeweilige Innentemperatur, Aussentemperatur und Lüftungsannahme separat. Ändern Sie für einen gezielten Vergleich zunächst nur eine Eingabe und kennzeichnen Sie anschliessend den Fall, in dem mehrere Annahmen zusammenkommen. So bleibt sichtbar, ob ein höheres Ergebnis vom grösseren ΔT oder von einem höheren angenommenen Wärmeverlust kommt. Benennen Sie die Fälle nach ihren tatsächlichen Eingaben, nicht nur als «normal» oder «extrem». Diese Begriffe allein sagen später nicht mehr, welche Temperaturen zugrunde lagen. Verwenden Sie für die Auslegung nicht versehentlich eine mildere Durchschnittstemperatur, wenn die Anlage den kalten Zustand abdecken soll.

Fläche, Hüllfläche und Volumen unterscheiden

Die angegebene Fläche, die wärmeübertragende Hüllfläche und das Innenvolumen sind drei verschiedene Grössen. Eine Flächenangabe hilft beim Vergleich von Varianten, führt aber nicht direkt zu einer kW-Zahl. Für Transmissionsverluste brauchen Sie die Flächen von Dach und Wänden; für die überschlägige Lüftungsrechnung das Innenvolumen. Zwei Modelle mit ähnlicher Fläche können wegen Höhe, Dachform, Stirnflächen und Umfang unterschiedliche Hüllflächen haben. Das Volumen ist ebenfalls keine eigenständige Heizlast: Es fliesst in die Lüftungsrechnung ein, während die Wärmeübertragung durch die Hülle von Flächen und U-Werten abhängt. Nutzen Sie deshalb einen technischen Plan der konkreten Ausführung.

Die Produktseite der geräumigen Gewächshaus-Orangerie nennt Varianten mit 47 bis 70 m². Solche Flächenangaben helfen, die Grössenordnung einer Variante einzuordnen, ersetzen aber keine Angaben zu Höhe, Hüllflächen oder Luftvolumen. Stellen Sie im Plan dar, welcher Bereich beheizt werden soll und wo seine Grenzen zu Aussenluft, Erdreich oder angrenzenden Räumen liegen. Der Boden ist dabei eine Begrenzungsfläche; ein Nebenraum kann innerhalb oder ausserhalb des beheizten Bereichs liegen. Diese Unterscheidung verhindert, dass Raumvolumen und Bauteilfläche in der Aufstellung vermischt werden. Ordnen Sie die benötigten Masse jeweils einer konkreten Fläche oder einem konkreten Raum zu. Vermerken Sie auch, wenn eine Massangabe für die Berechnung noch fehlt, statt sie aus der Katalogfläche abzuleiten. Erst wenn Variante, beheizter Bereich und benötigte Flächen bekannt sind, lässt sich H nachvollziehbar bilden.

Eine Beispielrechnung mit klaren Annahmen

Ein reines Rechenbeispiel zeigt die Einheiten. Angenommen, ein fiktiver Gesamtwert H beträgt 210 W/K und enthält bereits sämtliche für diesen Beispielzustand berücksichtigten Verluste. Die Solltemperatur innen sei 12 °C, die Auslegungstemperatur aussen −4 °C; ΔT beträgt dann 16 K. Die Rechnung lautet 210 W/K × 16 K = 3360 W, also 3,36 kW. Diese Zahl bezeichnet die überschlägig nötige Wärmeabgabe zum Halten des angenommenen Zustands. Die Werte sind ausschliesslich gewählt, um die Multiplikation zu zeigen; sie stammen weder aus einer Modellangabe noch aus einer allgemeinen Gewächshauskennzahl. Für eine nachvollziehbare Darstellung stehen damit vier Angaben nebeneinander: der angenommene Verlustkoeffizient, die beiden Temperaturen, die daraus gebildete Differenz und das Leistungsergebnis. Eine Laufzeit ist in dieser Rechnung nicht enthalten. Das Ergebnis darf deshalb weder als Tagesverbrauch noch als Stromrechnung gelesen werden. Auch die gewählten 12 °C sind nur eine Rechengrösse und keine Temperaturempfehlung für Ihre Bepflanzung.

Die Produktseite zum T-Modell-Gewächshaus-Orangerie führt Flächen von 16,52 bis 30 m² auf; daraus wurde der fiktive Wert von 210 W/K nicht abgeleitet. Für ein reales Gewächshaus muss H aus den konkreten Hüll- und Luftwechselangaben entstehen. Fehlen etwa Bodenverluste oder Wärmebrücken, sind sie in der Summe nicht automatisch enthalten und müssen nach der passenden Methode ergänzt werden. Aufheizzeit, Türöffnungen und gewünschte Regelung sind ebenfalls nicht durch die einfache Haltebedarfsrechnung abgedeckt. Ein Ergebnis mit mehreren Dezimalstellen wäre deshalb keine Genauigkeitsgarantie.

Weitere Ansicht der Bloomcabin-Orangerie

Den Rechenwert mit Gerätedaten vergleichen

Vergleichen Sie die ermittelte Heizlast mit der ausgewiesenen nutzbaren Wärmeleistung des Heizgeräts für den vorgesehenen Betrieb. Wenn das Datenblatt nur eine elektrische Anschlussleistung oder eine Brennstoffaufnahme nennt, ist das nicht ohne Weiteres die abgegebene Wärmeleistung. Verwenden Sie die vom Hersteller deklarierte Heizleistung und die zugehörigen Betriebsbedingungen. Bei mehreren Leistungsstufen zählt, ob die erforderliche Stufe tatsächlich verfügbar ist. Die Produktübersicht zum Pyramidengewächshaus Bloomcabin Oasis nennt 5,53 bis 18,9 m², aber keine Heizgeräteleistung. Gebäudefläche und Gerätenennwert sind getrennte Angaben, die erst zusammen mit den Hüllwerten aussagekräftig werden.

Die Zahl auf dem Gerät reicht für die Auswahl ebenfalls nicht allein. Prüfen Sie, ob Regelung und Fühler zur gewünschten Temperaturzone passen, ob die Wärme im betroffenen Bereich verteilt wird und wie das Gerät gemäss Herstellerunterlagen betrieben werden darf. Ein sehr hoher Nennwert ist kein Ersatz für eine passende Regelbarkeit; ein knapp bemessener Wert kann bei zusätzlichen, nicht berechneten Verlusten unzureichend sein. Halten Sie für den Gerätevergleich fest, welche Anforderung mit welcher Angabe abgeglichen wird: die berechnete Heizlast mit der Wärmeabgabe, der vorgesehene Messort mit der Fühleranordnung und der geplante Betrieb mit den zulässigen Einsatzbedingungen. So bleibt erkennbar, welche Fragen die Leistungszahl beantwortet und welche separat zu klären sind. Planen Sie Aufheizreserven oder mehrere Zonen nicht mit einem pauschalen Prozentwert, sondern anhand des tatsächlichen Betriebsfalls. Anschlüsse, Brennstoffgeräte und Abgasführung gehören in die Hände qualifizierter Fachleute.

Unsicherheiten und beheizte Bereiche berücksichtigen

Jede Heizlastrechnung hängt von Eingaben ab: U-Werten, tatsächlichen Flächen, Luftwechselrate, Sollwert und Aussentemperatur. Legen Sie im Ergebnis offen, welche Werte dokumentiert sind, welche geschätzt wurden und welche Verluste fehlen. Bei unsicherer Lüftung oder unklaren Bauteilwerten ist es ehrlicher, mehrere nachvollziehbare Annahmen zu rechnen und die resultierende Bandbreite zu nennen, als eine präzise Kilowattzahl vorzutäuschen. Rechnen Sie Unsicherheiten gezielt durch, statt sie mit einem pauschalen Zuschlag zu verdecken. Haltebedarf und gewünschte Aufheizzeit sollten ebenfalls als getrennte Anforderungen erkennbar bleiben.

Definieren Sie auch die Grenzen des beheizten Bereichs. Bei den Aluminiumgewächshäusern mit integriertem Stauraum sind Varianten mit 5,52 bis 28,08 m² aufgeführt. Anhand der konkreten Pläne ist zu klären, ob der Lagerbereich mitbeheizt wird oder ausserhalb der warmen Zone liegt; gegebenenfalls sind Trennwand und Übergänge gesondert zu berücksichtigen. Die Flächenangabe allein beantwortet diese Frage nicht. Halten Sie diese Entscheidung in derselben Aufstellung wie die Flächen und Sollwerte fest. Wird der beheizte Bereich später geändert, lässt sich damit erkennen, welche Eingaben der bisherigen Rechnung nicht mehr passen. Fehlen belastbare Daten zur Hülle oder Luftführung, oder ist die Geometrie komplex, sollte eine fachkundige Heizlastberechnung die überschlägige Rechnung ergänzen.

Häufige Fragen

Reicht die Grundfläche für eine erste Heizleistungsberechnung?

Sie hilft, die Grösse einer Variante einzuordnen, reicht aber nicht für eine verlässliche Kilowattzahl. Für die Wärmeverluste brauchen Sie Hüllflächen und passende U-Werte. Für den Luftwechsel sind zusätzlich das Innenvolumen und eine begründete Luftwechselrate nötig.

Soll ich den tiefsten jemals gemessenen Winterwert einsetzen?

Nicht automatisch. Wählen Sie eine Aussentemperatur, die zum Standort und zum Kältefall passt, den die Heizung abdecken soll. Verwenden Sie dafür geeignete lokale Klimadaten oder eine fachkundige Planung, statt ohne Begründung einen Rekordwert oder einen Winterdurchschnitt zu übernehmen.

Genügt der U-Wert der Verglasung?

Der U-Wert der Verglasung allein bildet die Wärmeverluste der vollständigen Konstruktion nicht ab. Dach, Wände, Rahmen, Profile, Türen und Anschlüsse können unterschiedliche Werte haben. Prüfen Sie deshalb, welche Bauteile eine Angabe tatsächlich umfasst, und lassen Sie fehlende Werte fachkundig beurteilen.

Sind 3 kW Heizleistung gleich 3 kWh Stromverbrauch pro Stunde?

Nicht zwangsläufig. kW bezeichnet Leistung und kWh die über eine Zeitspanne verbrauchte Energie. 3 kWh fallen bei einer Stunde Dauerbetrieb an, wenn die tatsächliche elektrische Aufnahme währenddessen 3 kW beträgt. Wärmeabgabe, elektrische Aufnahme und Laufzeit sollten Sie anhand der Gerätedaten getrennt betrachten.

Wie viel Leistungsreserve soll ich pauschal aufschlagen?

Eine einheitliche Prozentzahl passt nicht zu jeder Anlage. Klären Sie zuerst, ob Luftwechsel, Bodenverluste, Wärmebrücken oder Aufheizzeit in der Rechnung fehlen. Rechnen Sie Unsicherheiten nachvollziehbar durch und lassen Sie den nötigen Zuschlag bei unklaren Daten fachkundig bestimmen.

Eine brauchbare Heizleistungszahl entsteht aus einer nachvollziehbaren Summe der Wärmeverluste und einer klar festgelegten Temperaturdifferenz. Rechnen Sie Hülle und Luftwechsel getrennt, halten Sie Annahmen offen und vergleichen Sie das Ergebnis mit der dokumentierten Wärmeabgabe des Geräts. Die Katalogfläche hilft, Varianten einzuordnen, ersetzt aber keine Hüll- und Lüftungsdaten. Fehlen solche Angaben, ist eine nachvollziehbare Bandbreite aussagekräftiger als eine scheinbar exakte kW-Zahl.

45 % GÜNSTIGER BEIM ONLINE-KAUF
Online einkaufen ist bequem und günstig
Fragen Sie uns!
Kontaktieren Sie uns
Telefon:
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Handelsregisternummer:
38944924
Adresse:
Thriges Plads 6, 5000 Odense C, Denmark
Soziale Medien
Folgen Sie uns auf Instagram, Facebook und Twitter, um die neuesten Nachrichten und besten Angebote von Bloomcabin zu erhalten.
X
Haben Sie Fragen und möchten, dass wir Sie zurückrufen?
+423
−
✖