Auberginen blühen, bilden aber keine Früchte

Pflanzenanbau im Gewächshaus
Wenn Auberginen im Gewächshaus blühen, aber keine Früchte ansetzen, ist fehlende Bestäubung nur eine mögliche Ursache. Die Blüten sind meist selbstfruchtbar; trotzdem muss Pollen innerhalb der einzelnen Blüte freigesetzt werden und die Narbe erreichen. Kühle Nächte, starke Hitze, zu wenig Licht, ein schwankender Wasserhaushalt oder eine noch schwache Pflanze können ebenfalls zu Blütenabwurf führen. Beobachten Sie deshalb nicht nur die Blüte, sondern auch den Fruchtknoten und die Bedingungen am jeweiligen Pflanzenplatz.

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Auberginenblüten sind selbstfruchtbar
Die Aubergine bildet gewöhnlich zwittrige Blüten: In derselben Blüte sitzen die Staubblätter mit dem Pollen sowie die weiblichen Blütenteile mit Narbe und Fruchtknoten. Anders als bei Pflanzen mit getrennten männlichen und weiblichen Blüten braucht sie keine zweite Auberginenpflanze als Pollenspender. Eine gesunde Blüte kann grundsätzlich mit ihrem eigenen Pollen eine Frucht bilden. Dazu muss der Pollen aber aus den Staubbeuteln gelöst werden und die Narbe erreichen; allein dadurch, dass die Blüte offensteht, ist das noch nicht gesichert. Bestäubung bezeichnet zunächst die Übertragung des Pollens auf die Narbe. Ob danach eine Befruchtung und ein anhaltendes Fruchtwachstum folgen, lässt sich nicht allein am Aussehen der offenen Blüte erkennen. Für Ihre Beobachtung sind deshalb mehrere frisch geöffnete, unbeschädigte Blüten aussagekräftiger als eine bereits vertrocknete Blüte. Vergleichen Sie möglichst Blüten derselben Sorte, damit Unterschiede zwischen Pflanzen nicht vorschnell als Pflegeproblem gelten.
Im Freiland unterstützen Insekten und die Bewegung der Pflanze diesen Vorgang. In einem geschlossenen Gewächshaus kann der Pollen weniger leicht in Bewegung kommen, vor allem wenn kaum Luftbewegung oder Insektenbesuch stattfindet. Das Fehlen sichtbarer Bienen bedeutet allerdings nicht automatisch, dass gar keine Frucht entstehen kann. Und selbst wenn Pollen übertragen wurde, ist ein Fruchtansatz nicht sicher: Ungünstige Temperaturen oder eine gestresste Pflanze können dazu führen, dass sie die Blüte später abwirft.
Was Blütenfall und Fruchtansatz zeigen
Nach dem Verblühen schrumpfen die Blütenblätter und können abfallen. Das ist für sich genommen noch kein Zeichen dafür, dass die Bestäubung fehlgeschlagen ist. Prüfen Sie am Blütenansatz, ob sich der Fruchtknoten über die folgenden Tage verdickt. Beginnt dort eine kleine Frucht zu wachsen, hat sich ein Fruchtansatz entwickelt, obwohl die Blütenblätter bereits welk sind. Bleibt der Fruchtknoten klein und fallen Blüte samt Kelch ab, hat diese Blüte wahrscheinlich keinen anhaltenden Fruchtansatz entwickelt. Der Kelch ist der grüne Teil, der am oberen Ende einer wachsenden Aubergine erhalten bleibt. Unterscheiden Sie beim Nachsehen deshalb zwischen losen Blütenblättern und dem Abwurf des gesamten Blütenansatzes. Berühren oder ziehen Sie nicht an der Stelle, um den Halt zu testen: Eine beschädigte Blüte lässt sich später nicht mehr zuverlässig beurteilen. Bei einem Foto aus ähnlicher Entfernung erkennen Sie eine Größenänderung leichter als aus der Erinnerung.
Achten Sie darauf, ob schon Knospen vor dem Öffnen vertrocknen, offene Blüten abfallen oder kleine Fruchtansätze nach einem ersten Wachstum gelb werden und abfallen. Solche Unterschiede grenzen die Fehlersuche ein, beweisen aber keine bestimmte Ursache: Temperatur, Wasserhaushalt, Bestäubung und Pflanzenzustand können ähnliche Folgen haben. Halten Sie die beobachtete Abfolge zusammen mit dem Datum fest. Markieren Sie die Pflanze und notieren Sie die Position der betreffenden Blüte, damit Sie bei der nächsten Kontrolle nicht versehentlich verschiedene Blüten miteinander vergleichen.
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Temperatur direkt bei den Blüten messen
Auberginen sind wärmeliebend und brauchen für eine erfolgreiche Ernte einen ausreichend warmen Standort. Für die Fehlersuche zählen die nächtlichen Tiefstwerte ebenso wie die höchsten Tageswerte während der Blüte. Ein angenehmer Nachmittag sagt wenig darüber aus, wie kühl es in der Nacht war oder wie stark sich das Gewächshaus am nächsten Tag aufheizt. Aus einem einzelnen Messwert lässt sich die Ursache fehlender Früchte jedoch nicht bestimmen. Betrachten Sie den Temperaturverlauf gemeinsam mit der Entwicklung mehrerer Blüten, statt eine vermeintlich feste Grenztemperatur als alleinige Erklärung zu verwenden. Ein kurz gemessener Spitzenwert ist anders einzuordnen als eine Situation, die über Stunden oder mehrere Tage anhält. Schreiben Sie daher neben dem Messwert auch auf, ob das Wetter sonnig, bedeckt oder wechselhaft war. Ein Min-Max-Thermometer zeigt die Extremwerte, aber nicht ihre Dauer; ein Datenlogger kann den zeitlichen Verlauf zusätzlich sichtbar machen.
Ein Min-Max-Thermometer oder Datenlogger sollte ungefähr auf Höhe der Blüten messen, vor direkter Sonne geschützt und nicht unmittelbar an einer Scheibe oder unter dem Dach. Erfassen Sie die Werte an mehreren Tagen und notieren Sie, wann neue Blüten aufgehen oder abfallen. Auch innerhalb eines Gewächshauses können sich die Bedingungen unterscheiden; ein Wert am Mittelgang muss nicht dem Platz in einer Ecke entsprechen. Für einen Vergleich zweier Pflanzenplätze sollten die Messgeräte gleich aufgestellt sein. Bei der Planung eines neuen Hauses hilft ein eingezeichneter Beetplan, mögliche Messstellen nahe den Kulturen vorzusehen. Die Aluminiumgewächshäuser der Limited Edition sind mit Flächen von 3,77 bis 28,08 m² angegeben. Nutzen Sie diese Angabe für den Größenvergleich und prüfen Sie anschließend am konkreten Grundriss, wo Pflanzen, Wege und Messgeräte Platz finden.
Überhitzung und feuchte Luft im Gewächshaus
An sonnigen Tagen kann sich ein Gewächshaus rasch aufheizen, auch wenn es draußen angenehm wirkt. Prüfen Sie bei ausbleibendem Fruchtansatz deshalb auch, wie sich die Bedingungen im geschlossenen Haus über den Tag verändern. Welke Blätter zur Mittagszeit beweisen allein keine Hitzeschädigung, denn auch ein trockener Wurzelballen kann ähnliche Anzeichen verursachen. Aussagekräftiger ist, ob Blütenverluste wiederholt nach gemessenen Temperaturspitzen auftreten und ob weitere Pflanzenteile Stress zeigen. Kondenswasser an den Scheiben am frühen Morgen sagt wiederum nicht zuverlässig aus, wie feucht die Luft später bei geöffneten Blüten ist. Falls Sie ein Hygrometer verwenden, beobachten Sie den Verlauf zusammen mit der Temperatur, statt aus einem einzelnen Feuchtewert eine Ursache abzuleiten. Feuchte Luft allein ist kein Beweis für eine misslungene Bestäubung. Eine bereits geschädigte Blüte erholt sich durch bessere Lüftung nicht unbedingt; beurteilen Sie eine Änderung deshalb auch an neu geöffneten Blüten.
Prüfen Sie, ob Fenster und Türen im Alltag erreichbar sind und sich bei passenden Außenbedingungen öffnen lassen. Eine fixe Lüftungszeit passt nicht zu jeder Wetterlage; entscheidend ist, eine starke Überhitzung zu vermeiden, ohne die Pflanzen unnötig kalter Luft auszusetzen. Achten Sie auch darauf, ob hohe Pflanzen den Zugang zu Griffen behindern oder der Luftaustausch durch dichtes Blattwerk eingeschränkt wird. Bei einem Modellvergleich, etwa mit der T-Modell-Orangerie, sollten Sie Lage, Anzahl und Bedienung der angebotenen Öffnungen anhand der konkreten Ausführung klären. Überlegen Sie dabei, wer die Lüftung an sonnigen Tagen bedienen kann, wenn Sie nicht zu Hause sind. Die verfügbare Fläche allein beantwortet diese praktische Frage nicht.

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Kühle Nächte und zu wenig Licht
Eine Aubergine kann tagsüber warm stehen und nachts trotzdem längere Zeit zu kühl werden. Ein zu kalter Standort kommt als Ursache für schwaches Wachstum und ausbleibende Früchte infrage. Vergleichen Sie deshalb Pflanzen am Rand des Gewächshauses mit Exemplaren in geschützterer Lage, sofern Sorte und Pflege ähnlich sind. Auch innerhalb eines Hauses ist die Temperatur nicht überall gleich. Eine einzelne kühle Nacht erklärt aber nicht automatisch, warum über längere Zeit keine Früchte entstehen; wichtig ist, ob sich das Muster bei mehreren Blüten wiederholt.
Wenig Licht kann die Pflanze ebenfalls schwächen. Prüfen Sie, ob Bäume, Gebäude oder dichtes Blattwerk die Auberginen beschatten. Beobachten Sie den Schattenverlauf zu verschiedenen Tageszeiten, statt nur einmal mittags hinzusehen. Stehen die Blüten noch hell, während ein großer Teil der Blätter dauerhaft im Schatten liegt, ist die Belichtung der gesamten Pflanze dennoch eingeschränkt. Entfernen Sie deshalb nicht wahllos gesunde Blätter rund um die Blüten; diese werden für das weitere Wachstum gebraucht. Sinnvoller ist es, überhängende Nachbarkulturen zu ordnen oder bewegliche Töpfe an einen helleren Platz zu stellen, sofern dort auch Wasserbedarf und Temperatur kontrolliert werden können. Für einen geplanten Standort der pyramidenförmigen Gewächshäuser sollten Sie die vorgesehene Stellfläche und die Beetpositionen gemeinsam betrachten. Ein sonniger Platz für den Eingang bedeutet nicht automatisch, dass auch das hintere Beet ausreichend Licht erhält.
Pollenbewegung vorsichtig unterstützen
Wenn frisch geöffnete Blüten trocken sind und sich im geschlossenen Gewächshaus kaum etwas bewegt, können Sie die natürliche Pollenbewegung vorsichtig nachahmen. Klopfen Sie sanft an den Blütenstiel oder bewegen Sie den tragenden Trieb leicht, sodass die Blüte kurz vibriert. Quetschen Sie weder Blüte noch Kelch und ziehen Sie nicht daran. Sie können den Versuch an mehreren frisch geöffneten Blüten durchführen, ohne dabei Knospen abzubrechen. Ein weicher Pinsel ist nicht zwingend nötig und garantiert keinen Fruchtansatz. Für diese Unterstützung müssen Sie weder die Blüte öffnen noch die Staubblätter auseinanderziehen. Auch ein kräftiges Schütteln der gesamten Pflanze ist nicht erforderlich und kann Triebe oder vorhandene Früchte belasten. Wählen Sie eine Blüte, die Sie ohne Verbiegen des Triebs erreichen. Bleibt der Versuch ohne Erfolg, erhöhen Sie nicht einfach die Stärke der Bewegung, sondern prüfen Sie die übrigen Wachstumsbedingungen.
Wenn genügend Blüten vorhanden sind, lässt sich die Beobachtung besser einordnen: Markieren Sie einige Blüten, unterstützen Sie bei einem Teil davon die Bewegung und lassen Sie andere zunächst unberührt. Befestigen Sie eine Markierung locker am benachbarten Trieb, nicht am empfindlichen Blütenstiel. Halten Sie Temperatur und Bewässerung möglichst gleich, damit Sie nicht mehrere Veränderungen miteinander verwechseln. Ein solcher Vergleich gibt Hinweise, ist aber kein Beweis für eine einzige Ursache. Für die Kulturplanung brauchen Sie einen erreichbaren Arbeitsbereich vor den Pflanzen. Beim Aluminiumgewächshaus mit eingebautem Lager sollten Sie anhand des Grundrisses unterscheiden, welche Fläche zum Lager und welche zur Kultur gehört. Planen Sie den Zugang so, dass Sie Blüten kontrollieren können, ohne zwischen dicht stehende Pflanzen greifen oder Töpfe jedes Mal umstellen zu müssen.
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Wasser und Nährstoffe am Wurzelraum prüfen
Schwankende Bodenfeuchtigkeit kann die Pflanze belasten. Bleibt der Wurzelraum längere Zeit trocken, gerät sie unter Stress; ist das Substrat dauerhaft nass, können die Wurzeln leiden und Wasser sowie Nährstoffe schlechter aufnehmen. Prüfen Sie deshalb nicht nur die Oberfläche, sondern auch die Feuchtigkeit im Wurzelbereich und den Wasserabzug im Topf oder Beet. Gießen Sie nach dem tatsächlichen Bedarf und nicht als spontane Reaktion auf eine einzelne welke Blüte. Gerade in warmen Perioden kann sich die Feuchtigkeit schneller ändern, als es die Oberfläche erkennen lässt. Bei Töpfen kann ein vorsichtiger Vergleich des Gewichts vor und nach dem Gießen helfen, den Verbrauch besser einzuschätzen. Kontrollieren Sie außerdem, ob sich Wasser im Untersetzer sammelt oder bei trockenen Ballen rasch am Rand vorbeiläuft. Im Beet kann die Feuchtigkeit zwischen zwei Pflanzen unterschiedlich sein, etwa wenn eine Gießstelle immer denselben Bereich erreicht. Graben Sie für die Kontrolle nicht unmittelbar an den Wurzeln.
Dünger ist keine automatische Lösung für fehlende Früchte. Üppiges Blattwachstum bei wenigen Blüten kann zu einer übermäßigen Stickstoffversorgung passen, beweist sie aber nicht. Ebenso lässt sich aus ausbleibendem Fruchtansatz kein bestimmter Nährstoffmangel ablesen. Prüfen Sie Ihre bisherigen Düngergaben und bei anhaltenden Auffälligkeiten Boden oder Substrat, bevor Sie nachdüngen. Berücksichtigen Sie dabei auch vorgedüngte Erde und bereits eingearbeitete organische Dünger; eine zusätzliche Gabe kommt nicht in einen ungedüngten Wurzelraum. Bei der Einrichtung eines Prestige-Gewächshauses mit Metallfundament gehört die Erreichbarkeit aller Gießstellen zur Beetplanung. Ein Schlauch sollte sich führen lassen, ohne an Blüten oder Trieben hängen zu bleiben. Bei einer vorhandenen Bewässerung kontrollieren Sie direkt an den Pflanzen, ob die einzelnen Auslässe tatsächlich Wasser abgeben.
Pflanzenentwicklung und Fruchtlast berücksichtigen
Eine junge Aubergine kann Blüten bilden, bevor sie genügend Wurzeln und Blattmasse entwickelt hat, um zuverlässig Früchte zu tragen. Das kann besonders nach dem Umpflanzen oder nach einer kühlen, lichtarmen Phase auffallen. Wenn nur die ersten Blüten abfallen und die Pflanze danach gesund weiterwächst, geben Sie ihr Zeit, sich zu etablieren, statt ständig mehrere Pflegemaßnahmen zu ändern. Sind Triebe und Blätter dagegen insgesamt schwach oder verfärbt, sollte zuerst die Ursache dafür gesucht werden. Das Alter seit der Aussaat allein beschreibt den Entwicklungsstand nicht ausreichend: Zwei gleich alte Pflanzen können nach unterschiedlichen Kulturbedingungen deutlich verschieden kräftig sein. Vergleichen Sie deshalb neben den Blüten auch neue Blätter und das weitere Triebwachstum. Eine feste Zahl von Früchten, die jede Pflanze tragen müsste, ist für diese Fehlersuche wenig hilfreich. Sorte, Pflanzengröße und bisheriger Kulturverlauf gehören zur Beurteilung dazu.
Trägt die Pflanze bereits Früchte, beansprucht deren Entwicklung Wasser, Nährstoffe und die in den Blättern gebildeten Assimilate. Bei einer hohen Fruchtlast können später gebildete Blüten oder kleine Fruchtansätze eher abgeworfen werden. Ernten Sie ausgewachsene Früchte zeitgerecht und vermeiden Sie, dass dicht stehende Pflanzen einander dauerhaft beschatten. Schneiden Sie nicht allein wegen einer abgefallenen Blüte mehrere tragende Triebe zurück; dadurch würden Sie zugleich gesunde Blattfläche entfernen. Wer mehrere Kulturen in einer Bloomcabin Orangerie mit 47 bis 70 m² plant, sollte die erwartete Größe der ausgewachsenen Pflanzen berücksichtigen. Zeichnen Sie neben den Beetflächen auch ihre mögliche Ausdehnung über den Beetrand ein. So lässt sich die Anordnung beurteilen, bevor junge Pflanzen scheinbar großzügige Abstände später vollständig ausfüllen.

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Weitere Stresszeichen an Blättern und Blüten
Sehen Sie sich die ganze Pflanze an: junge Blätter, Blattunterseiten, Triebspitzen und Kelche. Blattläuse, Weiße Fliegen oder Spinnmilben können das Wachstum beeinträchtigen. Klebrige Beläge, helle Sprenkel, feine Gespinste oder verformte Triebe sind Hinweise auf eine genauere Kontrolle, aber kein einzelnes Zeichen beweist, welcher Schädling oder welches andere Problem vorliegt. Auch auffällige Blüten können durch verschiedene Ursachen entstehen. Beurteilen Sie den Fruchtansatz daher nicht anhand eines einzelnen Blatts oder einer einzelnen Blüte. Eine Lupe kann helfen, kleine Tiere und ihre Lage an der Pflanze zu erkennen. Fotografieren Sie neben dem Detail auch die ganze Pflanze, damit sichtbar bleibt, ob nur einzelne Blätter oder größere Bereiche betroffen sind. Beginnen Sie keine Behandlung allein aufgrund des fehlenden Fruchtansatzes. Erst wenn ein Befall oder eine andere Schädigung genauer eingeordnet ist, lässt sich eine passende Maßnahme auswählen.
Notieren Sie, ob nur eine Pflanze, eine Reihe oder der ganze Bestand betroffen ist. Ein räumlich begrenztes Muster kann auf unterschiedliche Licht-, Wasser- oder Temperaturbedingungen hinweisen; bei einem gleichmäßigen Ausfall lohnt sich die Suche nach einer gemeinsamen Belastung. Beides ist nur ein Anhaltspunkt, keine sichere Diagnose. Bei der Einrichtung eines klassischen Aluminiumgewächshauses sollten Sie auch die Rückseiten der später ausgewachsenen Auberginen erreichen können. Ein Beet, das nur von einer Seite zugänglich ist, darf für regelmäßige Kontrollen nicht zu tief bepflanzt werden. Kontrollieren Sie zunächst einige gut erreichbare Blätter und vergleichen Sie anschließend verdächtige Stellen, statt die gesamte Pflanze bei jeder Kontrolle stark zu bewegen. Das erleichtert auch die Suche nach neuen Schäden an denselben Stellen.
Beobachtungen systematisch vergleichen
Führen Sie für eine neue Gruppe von Blüten eine kurze Aufzeichnung: Datum der Öffnung, Pflanzenposition, nächtlicher Tiefstwert, Tageshöchstwert, Bewässerung und späterer Zustand des Fruchtknotens. So lässt sich eher erkennen, ob Blüten nach einer Temperaturspitze abfallen, ob nur ein Standort betroffen ist oder ob der Fruchtknoten zunächst wächst und danach schrumpft. Ändern Sie möglichst nur eine Pflegebedingung auf einmal. Wenn Lüftung, Gießmenge und Düngung gleichzeitig verändert werden, bleibt unklar, welche Maßnahme einen Unterschied gemacht hat. Für den Anfang reichen wenige eindeutig zugeordnete Blüten; ein umfangreiches Protokoll jeder Pflanze ist nicht nötig. Halten Sie bei einer Änderung fest, wann sie begonnen wurde, und beurteilen Sie auch Blüten, die erst danach aufgegangen sind. Bereits abgefallene Blüten können keine Verbesserung mehr zeigen. Wenn eine Pflanze akut welkt oder sichtbar geschädigt ist, hat die notwendige Versorgung allerdings Vorrang vor einem unveränderten Vergleich.
Vergleichen Sie mehrere Blüten über einen Blühabschnitt hinweg, statt aus einer einzigen Blüte eine allgemeine Ursache abzuleiten. Wenn wiederholt kein Fruchtansatz entsteht oder die Pflanze gleichzeitig deutlich geschwächt wirkt, kann eine lokale gärtnerische Fachberatung bei der Einordnung helfen. Nehmen Sie dafür Fotos, Temperaturaufzeichnungen und Angaben zu Sorte, Pflanzdatum sowie bisherigen Dünger- und Wassergaben mit. Der Ratgeber „Auberginen im Gewächshaus anbauen“ ergänzt diese Fehlersuche um die Kulturführung während der Saison. Bei der Standortplanung eines Aluminium-Wandgewächshauses verdienen die Plätze nahe der Wand einen eigenen Vergleich. Beobachten Sie dort den tatsächlichen Schattenverlauf und messen Sie bei auffälligen Unterschieden getrennt von den übrigen Pflanzen. Aus der Bauform allein lässt sich nicht ableiten, ob dieser Platz für die Auberginen wärmer oder heller ist.
Häufige Fragen
Brauchen Auberginen eine zweite Pflanze zur Bestäubung?
Nein. Auberginenblüten sind in der Regel zwittrig und selbstfruchtbar; eine einzelne Blüte kann grundsätzlich mit ihrem eigenen Pollen Früchte ansetzen. In einem sehr stillen Gewächshaus kann die Pollenbewegung trotzdem gering sein. Eine zweite Pflanze ist daher meist nicht die erste Maßnahme.
Kann ich die Blüten im Gewächshaus selbst bestäuben?
Sie können die Pollenbewegung vorsichtig unterstützen, indem Sie bei frisch geöffneten Blüten sanft an den Blütenstiel klopfen oder den tragenden Trieb leicht bewegen. Beschädigen Sie dabei weder Blüte noch Kelch. Das kann helfen, garantiert aber keinen Fruchtansatz, wenn etwa Temperatur oder Pflanzenzustand ungünstig sind.
Welche Temperaturen können den Fruchtansatz stören?
Auberginen brauchen für eine erfolgreiche Ernte einen warmen Standort. Prüfen Sie sowohl kühle Nächte als auch eine starke Aufheizung am Tag. Eine einzelne Temperaturmessung erklärt fehlenden Fruchtansatz nicht zuverlässig. Erfassen Sie den Verlauf über mehrere Tage auf Höhe der Blüten und vergleichen Sie ihn mit deren weiterer Entwicklung.
Bedeutet eine abgefallene Blüte immer, dass keine Frucht entsteht?
Nein. Die Blütenblätter können welken und abfallen, während der Fruchtknoten am Blütenansatz weiterwächst. Beobachten Sie die Stelle daher einige Tage. Bleibt der Fruchtknoten klein und fallen Blüte samt Kelch ab, hat diese Blüte wahrscheinlich keinen Fruchtansatz entwickelt.
Soll ich bei ausbleibenden Früchten mehr düngen?
Nicht ohne vorherige Prüfung. Wenige Früchte allein weisen nicht auf einen bestimmten Nährstoffmangel hin. Zu viel Stickstoff kann kräftiges Blattwachstum fördern, ohne das Problem zu lösen. Kontrollieren Sie die bisherigen Düngergaben sowie die Feuchtigkeit im Wurzelraum, bevor Sie etwas ändern.
Bei blühenden Auberginen liefert der Verlauf mehr Hinweise als die bloße Zahl der Blüten. Verfolgen Sie eine offene Blüte bis zum Fruchtknoten, vergleichen Sie mehrere Blüten und gleichen Sie deren Entwicklung mit Temperatur, Licht und Wasserversorgung ab. Unterstützen Sie die Pollenbewegung vorsichtig, wenn im Gewächshaus wenig Bewegung herrscht, und ändern Sie nicht gleichzeitig Bewässerung, Lüftung und Düngung. So lässt sich die wahrscheinlichste Ursache eingrenzen, ohne eine einzelne Beobachtung als sicheren Beweis zu behandeln.