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Verbessern Bodenfeuchtesensoren die Bewässerung im Gewächshaus?

Verbessern Bodenfeuchtesensoren die Bewässerung im Gewächshaus?

Bewässerung im Gewächshaus

Im Gewächshaus trocknen Beete und Töpfe nicht gleich schnell. Pflanzenbestand, Substrat, Wasserverteilung und Standort beeinflussen, wie feucht es im Wurzelbereich bleibt. Ein Bodenfeuchtesensor kann diese Entwicklung an einer konkreten Stelle sichtbar machen und eine zusätzliche Grundlage für die Bewässerungsentscheidung liefern. Seine Anzeige ist aber weder ein Maß für das ganze Gewächshaus noch automatisch der richtige Schaltbefehl für eine Pumpe oder ein Ventil. Erst wenn Messfühler und Medium zusammenpassen, der Standort repräsentativ ist und die Werte von Hand gegengeprüft werden, zeigt sich, ob Sensor und Steuerung in Ihrem Gewächshaus wirklich helfen.

Ansicht eines Orangerie-Gewächshauses

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Was ein Bodenfeuchtesensor wirklich misst

Ein Sensor erfasst die Feuchte in seiner unmittelbaren Umgebung. Er beschreibt damit weder das ganze Beet noch das gesamte Gewächshaus. Nach einer örtlich begrenzten Wassergabe kann es direkt neben einem Auslass oder am Fühler feucht sein, während Wurzeln an anderer Stelle weniger Wasser vorfinden. Umgekehrt kann die Messstelle länger feucht bleiben, obwohl weiter entfernte Pflanzen bereits Wasser benötigen. Der angezeigte Wert ist daher zuerst eine lokale Beobachtung. Aussagekräftig wird er, wenn klar ist, für welche Pflanzen, welche Tiefe und welchen Teil der Fläche er stehen soll.

Auch die Anzeige selbst ist nicht bei allen Geräten gleich zu verstehen. Manche Sensoren geben einen relativen Skalenwert aus, andere einen geschätzten Wassergehalt. Wieder andere erfassen die Saugspannung: Sie beschreibt, wie stark Wasser im Boden gebunden ist, und ist kein Wassergehalt in Prozent. Lesen Sie deshalb nach, welche Messgröße, Einheit und Messrichtung Ihr Gerät verwendet. Ein steigender Zahlenwert bedeutet nicht bei jedem Messprinzip mehr Feuchtigkeit. Prozentangaben verschiedener Modelle sind ebenfalls nicht automatisch vergleichbar. Wenn Sie zunächst die Größe Ihres künftigen Anbaubereichs planen, bietet die Übersicht der klassischen Aluminium-Gewächshäuser Ausführungen von 3,77 bis 28,08 m². Für die spätere Messung müssen Sie innerhalb dieser Fläche die bepflanzten Bereiche unterscheiden. Ein großer angezeigter Wert sagt beispielsweise nichts darüber aus, ob ein benachbarter Topf ausreichend versorgt ist. Sinnvoll ist daher eine eindeutige Zuordnung jeder Anzeige zu einer Messstelle, statt einen Wert als allgemeine Feuchteanzeige des Hauses zu behandeln.

Wann ein Sensor beim Gießen hilft

Besonders nützlich ist ein Sensor, wenn Sie bislang nach einem fixen Wochenrhythmus gießen oder nur die Oberfläche prüfen, obwohl sich die Feuchte tiefer im Beet anders entwickelt. An derselben Stelle wiederholt abgelesen, macht er Veränderungen zwischen den Kontrollen sichtbar. So können Sie eine geplante Wassergabe nochmals prüfen, wenn der Wurzelbereich noch ausreichend feucht ist, oder früher nachsehen, wenn ein Wert unerwartet sinkt. Über mehrere Tage dokumentiert, macht der Vergleich Abweichungen sichtbar, die ein starrer Kalender leicht übersieht. Eine bestimmte Wassereinsparung oder ein höherer Ertrag folgt daraus aber nicht automatisch.

Der Nutzen ist am klarsten, wenn der Messpunkt eine übersichtliche Bewässerungszone vertritt. Bei einer einheitlich bepflanzten Fläche kann ein Referenzfühler die Entwicklung anzeigen; unterschiedliche Töpfe und Beete lassen sich mit einem einzelnen Wert nicht zuverlässig gleichsetzen. Beobachten Sie deshalb zuerst, bei welcher alltäglichen Entscheidung Ihnen Informationen fehlen: Geht es um das Nachgießen eines Beets, um einzelne Kübel oder um eine gemeinsame Tropfbewässerung? Für die räumliche Planung eines Aluminium-Wandgewächshauses können Sie diese Nutzungen bereits im vorgesehenen Grundriss markieren. Die angebotene Flächenspanne von 3,69 bis 14,34 m² bestimmt allerdings weder den Wasserbedarf noch die Sensorzahl. Ein hilfreicher Test besteht darin, Ihre bisherige Gießentscheidung zu notieren, bevor Sie die Anzeige ansehen. Vergleichen Sie anschließend beides mit einer Handprobe. So erkennen Sie, ob der Sensor tatsächlich zusätzliche Informationen liefert oder lediglich bestätigt, was Sie ohnehin zuverlässig feststellen.

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Kalibrierung an Erde und Substrat anpassen

Eine Kalibrierung stellt die Beziehung zwischen Gerätesignal und dem verwendeten Medium her – soweit das konkrete Modell diese Einstellung überhaupt erlaubt. Bodenart, Anteil organischer Bestandteile, Verdichtung und die Mischung eines Topfsubstrats beeinflussen, wie Wasser gehalten und verteilt wird. Ein voreingestellter Richtwert für Gartenerde ist daher nicht automatisch passend für lockere Pflanzerde oder eine andere Beetmischung. Prüfen Sie auch, ob das Gerät Feuchte als Prozentwert, Stufe oder Grenzwert ausgibt; davon hängt ab, was sich tatsächlich einstellen lässt. Hat der Fühler keine Kalibrierfunktion, können Sie seine Anzeige dennoch als Verlauf beobachten, sollten sie aber nicht als universellen absoluten Wert behandeln.

Gehen Sie nach der Bedienungsanleitung vor und testen Sie im Medium, in dem der Fühler später messen soll. Falls das Gerät eine Einstellung für bestimmte Feuchtezustände vorsieht, verwenden Sie genau die beschriebenen Schritte und vergleichen Sie danach mehrere Messungen mit einer Probe aus ähnlicher Tiefe. Eine vorgeschriebene Wartezeit gehört zum Verfahren; eine unmittelbar nach dem Einsetzen abgelesene Zahl ist nicht unbedingt schon der vorgesehene Referenzwert. Unterscheiden Sie außerdem zwischen Kalibrierung und Bewässerungsschwelle: Die Kalibrierung dient der Zuordnung des Messsignals, während die Schwelle festlegt, wann die Steuerung reagieren soll. Notieren Sie, welcher Wert bei einer für die Pflanzen passenden Feuchte auftrat und bei welchem Zustand Sie nachgießen mussten. Übernehmen Sie keinen Kalibrierwert aus einer fremden Anleitung und verwenden Sie nicht nur völlig nasses Substrat als Bezugspunkt, sofern die Geräteanleitung ein anderes Verfahren verlangt. Nach einem Wechsel der Erde, des Topfsubstrats oder der Messposition sollten Sie den Abgleich erneut überprüfen.

Den Fühler im Wurzelbereich platzieren

Setzen Sie den Fühler in die aktive Wurzelzone der Pflanzen, deren Bewässerung Sie beurteilen wollen. Welche Tiefe passt, hängt von Kultur, Gefäß und Sensor ab; halten Sie sich an die Anleitung und wählen Sie nicht pauschal die Oberfläche. Ein oberflächennaher Fühler kann trocken anzeigen, obwohl weiter unten noch Feuchtigkeit vorhanden ist. Sitzt er sehr tief, kann er eine rasch austrocknende obere Wurzelzone übersehen. Achten Sie auf guten Kontakt mit dem vorgesehenen Medium, ohne den Messfühler an eine Gefäßwand zu pressen oder beim Einsetzen Pflanzenwurzeln unnötig zu stören.

Planen Sie die Messstelle auf einer Skizze des tatsächlichen Innenbereichs: Tragen Sie Beet, Töpfe, Pflanzenreihen und Wasserabgabe ein. Wenn Sie ein Limited-Edition-Gewächshaus aus Aluminium auswählen, lässt sich diese Skizze auf den Grundriss der gewählten Ausführung beziehen. Ergänzen Sie beim eingesetzten Fühler die Tiefe und den Abstand zum nächsten Wasserauslass. Diese Angaben helfen, nach einem Umsetzen wieder eine vergleichbare Position zu finden. Vermeiden Sie einen Messpunkt unmittelbar neben einem Auslass, wenn er dadurch nur die frisch befeuchtete Stelle abbildet. Zu weit außerhalb des bewässerten Wurzelbereichs wäre die Messung ebenso wenig hilfreich. Ein Beetrand oder ein Platz nahe einer Tür kann ebenfalls untypisch sein. Prüfen Sie die gewählte Stelle deshalb einmal vor und einmal nach einer üblichen Wassergabe. Achten Sie zugleich darauf, dass der Fühler beim Jäten oder Ernten nicht ständig verschoben wird und seine Leitung keine Stolperstelle im Arbeitsgang bildet.

T-Modell-Gewächshaus von außen

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Unterschiedliche Beete getrennt beobachten

Eine allgemeingültige Zahl von Sensoren pro Quadratmeter gibt es nicht. Entscheidend sind Bereiche mit unterschiedlichen Feuchteverläufen: andere Kulturen, verschieden große Töpfe, getrennte Substrate oder eine abweichende Bewässerung können zu anderen Messwerten führen. Ein Fühler sollte nicht unbesehen für all diese Bereiche stehen. Sie können zunächst an einem gut begründeten Referenzpunkt messen und weitere Stellen von Hand vergleichen. Wiederholen sich klare Unterschiede, ist ein zusätzlicher Messpunkt oder eine getrennte Steuerung aussagekräftiger als das Übernehmen eines einzigen Grenzwerts. Auch unterschiedliche Licht- und Wärmeverhältnisse können den Vergleich beeinflussen.

Bei der Planung eines T-Modell-Gewächshauses als Orangerie sollten Sie nicht nur die angebotenen 16,52 bis 30 m² betrachten, sondern die vorgesehenen Pflanzbereiche und ihre Wasserversorgung einzeichnen. Eine Messzone ist dabei nicht automatisch dasselbe wie ein Beet: Zwei ähnlich bepflanzte Beete können vergleichbar sein, während große Kübel und kleine Anzuchttöpfe innerhalb eines Bereichs deutlich unterschiedlich trocknen. Geben Sie den Zonen eindeutige Namen, damit später klar bleibt, welcher Fühler welche Pflanzen vertritt. Wenn mehrere Bereiche dieselbe Steuerung nutzen, vergleichen Sie ihre Feuchteverläufe vor einer gemeinsamen automatischen Bewässerung. Ein trockener Messpunkt sollte nicht unbesehen eine Wassergabe für bereits feuchte Bereiche auslösen. Umgekehrt kann ein feuchter Referenzpunkt trockenere Töpfe von einer nötigen Wassergabe ausschließen. Zusätzliche Sensoren helfen nur dann, wenn Sie festlegen, wie die Steuerung widersprüchliche Werte behandelt. Ob getrennte Kreise erforderlich und technisch möglich sind, klären Sie anhand der vorgesehenen Bewässerungsanlage.

Messwerte von Hand gegenprüfen

Vergleichen Sie den Sensor mit einer Boden- oder Substratprobe aus der Nähe und aus ähnlicher Tiefe, nicht direkt aus dem Loch, in dem der Fühler steckt. Fühlen Sie das Material vorsichtig zwischen den Fingern und achten Sie darauf, ob es sich trockener oder feuchter anfühlt als bei früheren Prüfungen. Diese Methode liefert keine exakte Prozentzahl; schwere Erde fühlt sich anders an als lockeres Topfsubstrat. Sie beantwortet aber eine praktische Frage: Passt die Richtung der Sensoränderung zu dem, was Sie im Wurzelbereich wahrnehmen? Bei Gefäßen kann auch das Gewicht desselben Topfs ein Verlaufshinweis sein, sofern Sie dieselbe Pflanze und dasselbe Gefäß vergleichen.

Halten Sie Messwert, Messstelle, Zeitpunkt und den Zustand vor oder nach dem Gießen fest. Ergänzen Sie die Dauer der Wassergabe oder eine bekannte Wassermenge sowie auffällige Bedingungen wie einen besonders sonnigen Tag. Für ein Pyramidengewächshaus können Sie die Messpunkte auf der Skizze Ihrer konkreten Ausführung nummerieren; dieselben Nummern gehören ins Protokoll. Ein Eintrag wie „Beet links, Fühler 2“ ist später nützlicher als eine unzugeordnete Prozentzahl. Lesen Sie möglichst zu vergleichbaren Zeitpunkten ab und vermerken Sie, wie viel Zeit seit dem Gießen vergangen ist. Eine Messung unmittelbar danach lässt sich nicht ohne Weiteres mit einer Messung am nächsten Morgen vergleichen. Interessant ist auch, ob der Wert nach dem Gießen zunächst steigt und anschließend nachvollziehbar abnimmt. Bleibt er unverändert, prüfen Sie gezielt, ob Wasser die Messstelle erreicht hat. Das Protokoll hilft so, eine schwache Sensorreaktion von einer ungleichmäßigen Wasserverteilung zu unterscheiden, ohne aus einer einzelnen Zahl vorschnell eine Ursache abzuleiten.

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Automatische Bewässerung zuerst im Testbetrieb nutzen

Lassen Sie einen Sensor nicht gleich beim ersten Einsetzen automatisch schalten. Beobachten Sie zunächst die Anzeige, prüfen Sie sie von Hand und verfolgen Sie, wie sie sich nach einer Wassergabe verändert. Falls das Gerät oder die Steuerung einen reinen Anzeige- oder Alarmbetrieb ermöglicht, kann dieser eine vorsichtige erste Testphase erleichtern. Entscheidend ist, ob der Messwert tatsächlich zur Feuchte im Wurzelbereich passt. Ändern Sie während dieser Prüfung nicht zugleich Sensorposition, Medium und Gießrhythmus; sonst lässt sich schwer feststellen, wodurch eine Abweichung entstanden ist.

Für einen automatischen Betrieb müssen Sensor und Steuergerät ausdrücklich kompatibel sein. Prüfen Sie in den Herstellerunterlagen, welche Verbindung vorgesehen ist, wie Messwerte übertragen werden und welche Funktion der Sensor tatsächlich auslöst. Ein Systemdiagramm sollte zeigen, welcher Fühler welchen Bewässerungskreis beeinflusst. Bei der Planung eines Aluminium-Gewächshauses mit eingebautem Lager gehört auch die Trennung zwischen Pflanzflächen und Lagerbereich in diese Übersicht; der Modellname belegt keine Kompatibilität mit Bewässerungstechnik. Testen Sie anschließend die Wasserabgabe unabhängig vom Sensor. Die erforderlichen Druck- und Durchflusswerte müssen aus den Angaben der Bewässerungskomponenten stammen und unter den vorgesehenen Betriebsbedingungen überprüft werden. Lassen Sie die geeignete Messung und Auslegung bei Bedarf durch einen Bewässerungsfachbetrieb klären. Ein plausibler Feuchtewert bestätigt weder die Versorgung aller Auslässe noch einen ausreichenden Durchfluss. Erst der gemeinsame Test zeigt, ob ein Schaltbefehl tatsächlich zu der erwarteten Wassergabe im zugehörigen Pflanzbereich führt.

Schaltschwellen nicht pauschal festlegen

Eine Schaltschwelle sollte zum kalibrierten Messwert, zum verwendeten Substrat und zur jeweiligen Pflanzenzone passen. Ein Grenzwert aus einer allgemeinen Anleitung kann für ein anderes Gerät oder Medium etwas anderes bedeuten. Ermitteln Sie zuerst durch wiederholte Handproben, bei welchen Anzeigen der Wurzelbereich tatsächlich noch ausreichend feucht ist und wann Sie nachgießen müssen. Die Bedürfnisse verschiedener Pflanzen können sich unterscheiden; eine gemeinsame Schwelle ist daher nur dann plausibel, wenn die betreffenden Bereiche vergleichbar bewässert und bepflanzt sind. Die Sensoranzeige allein beantwortet diese Frage nicht.

Wenn die Steuerung getrennte Ein- und Ausschaltschwellen oder eine Verzögerung bietet, lesen Sie in der Anleitung nach, wie diese Einstellungen zusammenwirken. Unterschiedliche Schwellen können häufiges Umschalten nahe einem Grenzwert vermeiden; eine Verzögerung darf aber nicht mit einer zusätzlichen Wassergabe verwechselt werden. Auch nach dem Abschalten kann sich Wasser noch im Substrat verteilen. Beobachten Sie deshalb den weiteren Messverlauf, statt die Einstellung sofort nach jeder kleinen Änderung anzupassen. Wer ein Prestige-Gewächshaus mit Metallfundament plant, kann die vorgesehenen Bewässerungskreise bereits im Grundriss zuordnen; Schwellen und Steuerfunktionen ergeben sich jedoch aus der gewählten Bewässerungstechnik. Ändern Sie im Test jeweils nur eine Einstellung und notieren Sie die Wirkung. Falls das Steuergerät eine Begrenzung der Laufzeit unterstützt, prüfen Sie auch diese Funktion nach Anleitung. Eine Feuchteschwelle allein begrenzt die Wassermenge nicht zuverlässig, etwa wenn Wasser den Fühler nicht erreicht oder dessen Anzeige ausbleibt.

T-Modell-Gewächshaus im Garten

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Abweichende Anzeigen richtig einordnen

Stimmt ein hoher Messwert wiederholt nicht mit einer trockenen Handprobe überein, ändern Sie nicht sofort den Bewässerungsplan. Prüfen Sie zuerst, ob der Fühler noch richtig sitzt, Kontakt zum Medium hat und an einer repräsentativen Stelle misst. Ein lokal besonders nasser Bereich, eine veränderte Substratmischung oder eine ungeeignete Einstellung kann die Abweichung erklären. Zeigt der Sensor umgekehrt trocken an, obwohl die Probe feucht wirkt, prüfen Sie die Platzierung und die Anleitung des Geräts. Erst wenn Messort und Abgleich stimmen, ist es sinnvoll, den Verlauf neu zu bewerten.

Bleibt eine Anzeige ungewöhnlich lange unverändert, unterscheiden Sie zwischen einem stabilen Feuchtezustand und einem fehlenden neuen Messwert. Kontrollieren Sie, soweit das Gerät diese Informationen anzeigt, den Zeitpunkt der letzten Messung, die Stromversorgung und den Verbindungsstatus. Eine App kann noch einen älteren Wert darstellen; entscheidend ist, ob dieser als veraltet gekennzeichnet wird und wie die Steuerung darauf reagiert. Bei einer Orangerie mit 47 bis 70 m² ist eine eindeutige Zuordnung von Fühlern und Bewässerungskreisen besonders hilfreich, wenn mehrere Pflanzbereiche vorgesehen sind. Daraus lässt sich allerdings keine Funkreichweite ableiten. Prüfen Sie die Verbindung am tatsächlichen Aufstellort mit der vorgesehenen Technik. Simulieren Sie einen Ausfall nur auf die in der Anleitung beschriebene Weise und beobachten Sie, ob die Anlage stoppt, meldet oder nach einem Ersatzprogramm arbeitet. Bis eine wiederkehrende Abweichung geklärt ist, sollte der betroffene Messwert nicht allein über die automatische Wassergabe entscheiden.

Vor dem Kauf Medium und Steuerung prüfen

Vergleichen Sie Sensoren nach der Aufgabe, die sie erfüllen sollen. Für gelegentliche Kontrollen kann ein gut ablesbares Einzelgerät genügen; für die Beobachtung eines Feuchteverlaufs ist eine gespeicherte Messreihe hilfreicher. Prüfen Sie dabei, ob Zeitpunkt und Messstelle erkennbar bleiben und ob sich ältere Werte auch ohne laufende Verbindung ansehen lassen. Für eine automatische Steuerung benötigen Sie darüber hinaus Informationen zum Verhalten bei einem fehlenden oder unplausiblen Signal. Achten Sie darauf, ob die Anleitung die zulässige Einsetztiefe, das geeignete Medium und die Bedingungen am Einsatzort klar beschreibt. Nicht jedes Gerät darf dauerhaft im Boden bleiben oder mit allen Teilen Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Auch der Austausch von Batterien, die Reinigung des Fühlers und ein nötiger erneuter Abgleich sollten nachvollziehbar erklärt sein. Solche Angaben sind für den Alltag aussagekräftiger als eine hohe Zahl angezeigter Nachkommastellen, die für sich genommen keine entsprechende Messgenauigkeit belegt.

Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der Fühler für das konkrete Medium vorgesehen ist, welche Messgröße die Anzeige verwendet und ob sich das Gerät kalibrieren lässt. Wenn eine Bewässerungssteuerung geplant ist, müssen deren Herstellerangaben die Verbindung mit genau diesem Sensor bestätigen; eine passende Buchse oder ein ähnlicher Produktname genügt als Nachweis nicht. Klären Sie außerdem, ob das Gerät nur anzeigt oder eine Steuerung unterstützt und wie viele getrennte Bereiche damit sinnvoll überwacht werden können. Die Angaben zur Gewächshausfläche helfen bei der Planung der Zonen, belegen aber keine Sensor- oder Bewässerungskompatibilität.

Häufige Fragen

Muss ich einen Bodenfeuchtesensor kalibrieren?

Ja, wenn das Gerät eine Kalibrierung unterstützt. Richten Sie sich nach der Anleitung und gleichen Sie die Anzeige mit dem tatsächlich verwendeten Boden oder Substrat ab. Nach einem Wechsel des Mediums oder bei wiederholt abweichenden Handproben sollten Sie die Einstellung erneut prüfen. Einen allgemeinen Kalibrierwert für alle Gewächshäuser gibt es nicht.

Wo platziere ich den Sensor am besten?

Setzen Sie ihn in den aktiven Wurzelbereich der Pflanzen, deren Bewässerung Sie beurteilen wollen. Die passende Tiefe hängt von Kultur, Gefäß und Fühler ab; beachten Sie daher die Anleitung. Ein Platz direkt am Wasserauslass oder am Beetrand kann einen untypischen Wert liefern.

Wie viele Sensoren brauche ich im Gewächshaus?

Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Richten Sie die Messpunkte nach den Bewässerungszonen und den Unterschieden bei Pflanzen, Gefäßen und Substraten aus. Vergleichen Sie zunächst mehrere Stellen von Hand. Wenn deren Feuchteverläufe deutlich auseinandergehen, kann ein zusätzlicher Messpunkt sinnvoll sein.

Kann ein Bodenfeuchtesensor die Bewässerung automatisch einschalten?

Das hängt davon ab, ob Sensor und Bewässerungssteuerung ausdrücklich miteinander kompatibel sind und die Steuerung den vorgesehenen Betrieb unterstützt. Prüfen Sie die Herstellerangaben. Bevor Sie automatisch schalten lassen, beobachten Sie die Messwerte und kontrollieren Sie von Hand, ob die Bewässerung den Wurzelbereich tatsächlich erreicht.

Wie kann ich die Anzeige manuell überprüfen?

Vergleichen Sie den Wert mit einer Boden- oder Substratprobe aus der Nähe und aus ähnlicher Tiefe. Die Handprobe liefert keinen exakten Prozentwert, zeigt aber, ob sich die Feuchte in die erwartete Richtung verändert. Notieren Sie Messstelle und Zeitpunkt, damit Sie wiederholte Kontrollen vergleichen können.

Bodenfeuchtesensoren können die Bewässerung im Gewächshaus verbessern, wenn sie zum Medium passen, im Wurzelbereich sitzen und mit Handproben abgeglichen werden. Entscheidend ist nicht eine einzelne Zahl, sondern ein nachvollziehbarer Verlauf vor und nach dem Gießen. Für die Automatik müssen außerdem die Wasserverteilung, die Verbindung zur Steuerung und deren Verhalten bei Ausfällen geprüft sein. Bewährt sich das im Test, kann der Sensor die laufende Bewässerung unterstützen. Regelmäßige Gegenproben bleiben besonders nach Änderungen an Substrat, Bepflanzung oder Messstelle sinnvoll.

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