Frostschutz oder warmes Gewächshaus im Winter?

Gewächshaus im Winter
Bei der Planung eines Gewächshauses für die kalte Jahreszeit werden zwei Ziele oft verwechselt: Pflanzen ohne Frost durch den Winter bringen oder sie im Winter aktiv wachsen lassen. Der Unterschied betrifft nicht nur den Thermostatwert. Pflanzenansprüche, Licht, beheizte Fläche und Wärmeverluste bestimmen, was eine Heizung leisten muss und welche laufenden Kosten entstehen. Ein klares Ziel verhindert, dass ein frostfreier Raum mit einem warmen Anbauhaus gleichgesetzt wird.

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Frostfreies Überwintern und winterlicher Anbau
Frostfrei bedeutet zunächst, dass die Temperatur nicht unter den Gefrierpunkt fällt. Ob das für eine Pflanze ausreicht, ist eine andere Frage: Ihre kritische Temperaturgrenze hängt von Art, Sorte, Zustand und Dauer der Kälte ab. Eine kurze Abkühlung ist nicht dasselbe wie viele Stunden nahe an ihrer verträglichsten Untergrenze. Manche empfindlichen Kübelpflanzen brauchen deutlich mehr als bloßen Schutz vor Eisbildung; andere vertragen unter passenden Bedingungen auch Frost. Blätter, Triebe und Wurzelballen reagieren zudem nicht zwingend gleich. Darum ist 0 °C kein pauschaler Sollwert für die Überwinterung. Prüfen Sie verlässliche Pflegeangaben für Ihre Pflanzen und achten Sie darauf, ob sich ein Temperaturwert auf die Luft oder den Wurzelbereich bezieht.
Bei der reinen Überwinterung geht es darum, Pflanzen durch die kalte Jahreszeit zu bringen, nicht darum, neue Triebe oder eine frühe Ernte zu erzielen. Bei niedrigen Temperaturen kann das Wachstum stark zurückgehen, ohne dass dies automatisch ein Fehler ist. Für aktiven Winteranbau reicht dagegen eine gerade noch verträgliche Mindesttemperatur nicht unbedingt aus. Unterscheiden Sie deshalb zwischen der Grenze, die nicht unterschritten werden darf, und dem Temperaturbereich für das gewünschte Wachstum. Ein Thermostat-Sollwert über dem Gefrierpunkt bedeutet außerdem nicht, dass jede Stelle tatsächlich so warm bleibt. In kalten Nächten, bei undichten Stellen oder einem Heizungsausfall kann die Temperatur lokal sinken. Legen Sie Frostschutz als überprüfbare Mindestbedingung am Pflanzenstandort fest und berücksichtigen Sie, wie schnell Sie einen Temperaturabfall bemerken können. Die Bezeichnung „frostfrei“ allein garantiert noch keine geeigneten Überwinterungsbedingungen.
Das Temperaturziel an die Pflanzen anpassen
Notieren Sie zuerst, was im Winter im Gewächshaus bleiben soll. Bei einer Überwinterung zählt vor allem die niedrigste Temperatur, die Ihre Pflanzen vertragen. Soll etwas weiterwachsen, müssen zusätzlich die Anforderungen an Tagesverlauf und Licht berücksichtigt werden. Jungpflanzen, empfindliche Kübelpflanzen und kälteverträgliche Kulturen lassen sich nicht sinnvoll mit einem einzigen Anspruch zusammenfassen. Hilfreich ist eine Pflanzenliste mit dem jeweiligen Winterziel und den Empfehlungen einer Gärtnerei oder dem Pflanzenetikett. Ergänzen Sie, wie viele Töpfe oder Anbauflächen jede Gruppe benötigt und zu welcher Zeit sie im Gewächshaus stehen soll. Eine nur vorübergehend benötigte Anzuchtfläche stellt andere Anforderungen an die Nutzung als eine Sammlung, die den ganzen Winter bleibt. So wird sichtbar, ob ein gemeinsamer Temperaturbereich genügt oder unterschiedliche Gruppen getrennte Bereiche brauchen.
Wenn verschiedene Pflanzen deutlich voneinander abweichende Bedingungen benötigen, ist ein Kompromiss für den ganzen Raum nicht automatisch die beste Lösung. Empfindliche Pflanzen können in einem kleineren Bereich oder an einem anderen geeigneten Überwinterungsplatz untergebracht werden. Eine Trennung im Gewächshaus hilft allerdings nur, wenn die benötigten Bedingungen in jedem Bereich tatsächlich erreichbar sind. Für die Platzplanung ist die Grundfläche ein erster Anhaltspunkt: Das pyramidenförmige Gewächshaus wird in Varianten von 5,53 bis 18,9 m² geführt. Berücksichtigen Sie neben den Stellflächen auch Wege zum Gießen und Kontrollieren der Pflanzen. Die ausgewiesene Größe beschreibt das Platzangebot, nicht die erreichbare Wintertemperatur. Entscheidend bleibt, ob Ihre Pflanzengruppen darin sinnvoll angeordnet und entsprechend ihren Bedürfnissen versorgt werden können.
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Sollwert und tatsächliche Temperatur unterscheiden
Der Thermostat-Sollwert ist die gewünschte Temperatur, an der sich die Regelung orientiert. Er ist nicht automatisch die niedrigste Temperatur, die Ihre Pflanzen erleben. Der Messfühler kann an einem wärmeren oder kälteren Ort hängen als die Töpfe; außerdem hängen die Ein- und Ausschaltpunkte vom jeweiligen Regler ab. Beachten Sie dazu die Gerätebeschreibung. Der Fühler sollte die Bedingungen im Pflanzenbereich abbilden und nicht durch direkte Heizwärme, Sonne oder einen ungewöhnlich zugigen Standort verfälscht werden. Auch nach dem Einschalten braucht die Heizung Zeit, um auf einen Temperaturabfall zu reagieren. Bei mehreren getrennten Pflanzengruppen können zusätzliche Messungen zeigen, ob eine einzelne Anzeige die entscheidenden Standorte ausreichend erfasst.
Ein Minimum-Maximum-Thermometer oder ein Datenlogger macht sichtbar, wie weit die Temperatur nachts absinkt und wie stark sie tagsüber steigt. Beobachten Sie mehrere unterschiedliche Wetterlagen, statt sich auf einen sonnigen Nachmittag zu verlassen. Notieren Sie auch den Messort: Ein Wert auf Tischhöhe lässt sich nicht ohne Weiteres auf einen Topf am Boden übertragen. Für die räumliche Planung bietet das Wandgewächshaus Grundflächen von 3,69 bis 14,34 m². Auch hier müssen Messpunkte zur tatsächlichen Pflanzenaufstellung passen. Prüfen Sie insbesondere empfindliche Gruppen an den Rändern der genutzten Fläche. Bei Abweichungen hilft ein Vergleich der Messstellen, zwischen einem örtlich kalten Bereich und einem allgemeinen Temperaturabfall zu unterscheiden. Erst danach lässt sich beurteilen, ob die Aufstellung, die Regelung oder die verfügbare Heizleistung überprüft werden muss.
Ein höheres Temperaturziel erhöht den Energiebedarf
Je wärmer das Gewächshaus im Vergleich zur Außenluft gehalten wird, desto größer ist bei sonst gleichen Bedingungen der Wärmeverlust. In kalten Nächten muss die Heizung diesen Verlust ausgleichen; ein Ziel für aktives Wachstum kann daher deutlich mehr Energie erfordern als eine zurückhaltende Frostsicherung. Wie groß der Unterschied ausfällt, hängt auch von der Gebäudehülle, undichten Stellen und der Witterung ab. Eine allgemeine Prozentangabe wäre ohne konkrete Daten nicht aussagekräftig. Unterscheiden Sie zudem Heizleistung und Energieverbrauch: Die Leistung beschreibt, was ein Gerät in einem bestimmten Moment bereitstellen kann, der Verbrauch berücksichtigt auch die Betriebsdauer. Überlegen Sie daher, ob tatsächlich alle Pflanzen im gesamten Raum das höhere Ziel brauchen oder ob sich die beheizte Fläche begrenzen lässt.
Für die laufenden Kosten zählen der tatsächliche Verbrauch und der für Ihren Anschluss geltende Energietarif. Bei einem Vergleich verschiedener Winterziele sollten dieselben Tarifbestandteile berücksichtigt werden. Bereits unabhängig vom Heizen anfallende Grundgebühren sind dabei von verbrauchsabhängigen Kosten zu unterscheiden. Erfassen Sie, wenn möglich, den Energieverbrauch zusammen mit Sollwert, Außentemperatur und Beobachtungszeitraum. Betriebsstunden allein reichen bei Geräten mit wechselnder Leistungsaufnahme nicht aus. Die Aluminium-Gewächshäuser der Limited Edition sind in Grundflächen von 3,77 bis 28,08 m² gelistet. Wählen Sie für einen Kostenvergleich eine konkrete Größe und einen klar abgegrenzten Nutzungsbereich. Ein milder Probebetrieb liefert erste Verbrauchsdaten, bildet aber keine anhaltende Kälteperiode ab. Halten Sie deshalb fest, unter welchen Bedingungen die Werte entstanden sind, statt sie ungeprüft auf den gesamten Winter hochzurechnen.

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Welche Eigenschaften des Gewächshauses den Wärmeverlust beeinflussen
Die Grundfläche allein beschreibt den Heizbedarf nicht vollständig. Auch Form, Höhe und gesamte Außenfläche sowie Verglasung, Anschlüsse und undichte Stellen spielen eine Rolle. Ebenso wichtig ist, welche Bereiche tatsächlich beheizt werden sollen. Zwei Gewächshäuser mit ähnlicher Grundfläche können unterschiedliche Hüllflächen und Ausführungen haben. Fragen Sie nach dokumentierten Angaben zur Gebäudehülle und verwenden Sie keine vermuteten Dämmwerte. Für einen aussagekräftigen Vergleich müssen die Unterlagen zur jeweils angebotenen Ausführung passen, nicht nur zu einer ähnlich benannten Produktreihe. Fehlen wichtige Angaben, bleibt die Einschätzung der Wärmeverluste unsicher. Eine größere Grundfläche kann mehr Raum bedeuten, den Sie warm halten müssen; wie sich das auswirkt, hängt jedoch auch von den übrigen Eigenschaften ab.
Das klassische Aluminium-Gewächshaus ist in Varianten von 3,77 bis 28,08 m² aufgeführt. Nutzen Sie diese Flächenangabe zunächst für die Auswahl einer passenden Größe und prüfen Sie anschließend die Unterlagen zur konkreten Ausführung. Relevant sind Angaben zur Verglasung, zu den Anschlüssen und dazu, wie Türen und Öffnungen schließen. Auch der vorgesehene Aufstellungsort gehört in die Planung: Ein windoffener Standort und ein geschützter Platz sind nicht einfach gleichzusetzen. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine bestimmte Lage ohne Prüfung eine ausreichende Wintertemperatur gewährleistet. Erst zusammen mit Ihrem Temperaturziel ergeben diese Informationen eine brauchbare Grundlage für die Heizungsplanung. Der Modellname oder das Rahmenmaterial allein lässt keine belastbare Aussage über die Wärmedämmung des gesamten Gewächshauses zu.
Dämmung und Lüftung müssen zusammenpassen
Eine zusätzliche Dämmung kann Wärmeverluste verringern, wenn Material und Befestigung für das konkrete Gewächshaus geeignet sind. Sie kann aber auch Tageslicht mindern oder den Umgang mit Feuchtigkeit verändern. Dieser Zielkonflikt ist für den Winteranbau besonders wichtig: Eine Maßnahme zur Wärmeerhaltung darf nicht unabhängig vom Lichtbedarf der Kulturen beurteilt werden. Kondenswasser an kalten Flächen zeigt, dass Temperatur und Feuchte gemeinsam betrachtet werden sollten. Dichten Sie deshalb nicht einfach Öffnungen ab, ohne zu prüfen, wie die nötige Lüftung erhalten bleibt. Fragen Sie bei zusätzlichen Dämmmaßnahmen nach der Kompatibilität mit der Konstruktion und danach, welche Teile der Hülle abgedeckt werden. Fenster, Türen und Kontrollstellen müssen weiterhin zugänglich und nutzbar bleiben.
Lüften kann Feuchtigkeit abführen, zugleich aber kurzfristig Wärme kosten. Entscheidend ist, dass die Lüftungsmöglichkeiten im Alltag nutzbar sind; dauerhaft geschlossen zu halten ist nicht automatisch die beste Lösung. Beobachten Sie nach dem Lüften, wie sich die Temperatur im Pflanzenbereich entwickelt und ob die Heizung den gewünschten Bereich wieder erreicht. Das T-Modell-Gewächshaus als Orangerie ist mit Grundflächen von 16,52 bis 30 m² gelistet. Für die Auswahl sollten Sie zusätzlich klären, welche Öffnungen die konkrete Ausführung besitzt und wie sie bedient werden. Die Flächenangabe belegt keine bestimmte Lüftungsausstattung oder Dämmleistung. Für Ihr Winterziel zählt das Zusammenspiel: Feuchtigkeit muss kontrollierbar bleiben, ohne dass empfindliche Pflanzen unbemerkt unter ihre Mindesttemperatur geraten.
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Kübelpflanzen und einzelne Wärmezonen schützen
Kübelpflanzen brauchen besondere Aufmerksamkeit, weil ihr Wurzelbereich nicht denselben Schutz wie ein Beet im gewachsenen Boden hat. Ein Topf kann je nach Standort, Größe und Wetter rasch auskühlen. Prüfen Sie deshalb nicht nur die Lufttemperatur, sondern auch, ob die Töpfe an einem zugigen oder besonders exponierten Platz stehen. Eine Messung der Raumluft beantwortet nicht automatisch die Frage nach der Temperatur im Wurzelballen. Gruppieren Sie Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen und halten Sie den Bereich so zugänglich, dass sich Messfühler und Pflanzenzustand kontrollieren lassen. Welche zusätzlichen Schutzmaßnahmen passen, hängt von der Pflanzenart und der konkreten Aufstellung ab. Berücksichtigen Sie dabei auch, dass unterschiedliche Topfgrößen unter denselben Raumbedingungen verschieden reagieren können.
Wenn nur ein Teil des Gewächshauses frostfrei gehalten werden soll, kann eine abgegrenzte Pflanzenzone sinnvoll sein. Die kleinere Fläche ist jedoch nur dann ein Vorteil, wenn die Abgrenzung für den vorgesehenen Betrieb geeignet ist und die benötigte Temperatur tatsächlich gehalten wird. Eine bloß optische Trennung schafft noch keinen unabhängig geregelten Bereich. Prüfen Sie außerdem den Platz zum Gießen, die Zugänglichkeit der Pflanzen und die Bedingungen außerhalb der Zone. Ein Thermostat an einem warmen Standort kann den Bedarf an einem kälteren Platz übersehen. Planen Sie daher Pflanzenaufstellung, Messpunkte und Wirkungsbereich der Heizung zusammen. Beobachten Sie beide Seiten einer Abgrenzung während kalter Nächte. So erkennen Sie, ob die empfindliche Gruppe ausreichend geschützt ist und ob Pflanzen im unbeheizten Restbereich weiterhin zu den dortigen Bedingungen passen.
Winteranbau braucht ausreichend Licht
Wärme allein führt nicht zu kräftigem Wachstum. Auch das verfügbare Tageslicht muss zur jeweiligen Kultur passen. Im Winter können Pflanzen ausreichend Wärme, aber zu wenig Licht für das gewünschte Wachstum erhalten. Berücksichtigen Sie deshalb nicht nur die Jahreszeit, sondern auch die tatsächliche Belichtung am Pflanzenstandort: Schatten durch Gebäude, dicht gestellte Töpfe oder zusätzliche Dämmung können das Lichtangebot beeinflussen. Kälteverträgliche Kulturen und wärmebedürftige Pflanzen stellen unterschiedliche Anforderungen. Ein frostfreier Raum eignet sich daher nicht automatisch für Anzucht oder Ernte im Winter. Definieren Sie, was Sie erreichen möchten: Pflanzen erhalten, langsam weiterkultivieren oder neues Wachstum fördern. Wenn das Lichtangebot dafür nicht genügt, ist eine andere Kulturwahl oder ein späterer Anbaubeginn möglicherweise sinnvoller als ein höherer Heizungs-Sollwert. Eine geplante Zusatzbeleuchtung wäre als eigene technische und energetische Anforderung zu berücksichtigen.
Planen Sie außerdem, welche Teile des Gewächshauses als Pflanzfläche genutzt und beheizt werden sollen. Bei der Limited Edition mit eingebautem Lager lohnt sich dafür ein genauer Blick auf die Raumaufteilung; für die Produktreihe sind Grundflächen von 5,52 bis 28,08 m² angegeben. Die Gesamtfläche sagt nicht, wie viel davon den Pflanzen zur Verfügung steht oder ob Lager und Anbaufläche thermisch getrennt sind. Klären Sie anhand der konkreten Ausführung, welche Bereiche zusammenhängen. Ein Lagerbereich darf bei der Heizungsplanung nicht einfach abgezogen werden, wenn er Teil desselben beheizten Raums ist. Umgekehrt sollte seine Fläche nicht als nutzbare Anbaufläche gelten. Entscheidend ist die tatsächliche Raumaufteilung, nicht allein die Zahl der Quadratmeter.

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Heizung, Regelung und Vorsorge bei Ausfällen
Die Heizung muss zum festgelegten Temperaturziel und zu den Wärmeverlusten der konkreten Ausführung passen. Eine auf der Verpackung genannte Leistung sagt allein noch nicht, welche Temperatur bei kalter Außenluft im ganzen Gewächshaus erreicht wird. Prüfen Sie die dokumentierten technischen Angaben und ob das Gerät für die vorgesehenen Umgebungsbedingungen geeignet ist. Ebenso wichtig sind der Regelbereich des Thermostats und die Angaben zum Messfühler: Ein Gerät muss das benötigte niedrige Temperaturziel überhaupt sinnvoll regeln können. Für die Auswahl und fachgerechte Auslegung sind Gebäudehülle, beheizte Fläche und Standort wichtige Eingaben. Lassen Sie offene Fragen zur passenden Leistung oder zur sicheren Installation von einer qualifizierten Fachperson klären, statt mit einem pauschalen Richtwert zu planen.
Auch der Umgang mit einem Ausfall gehört zum Winterziel. Ein Temperaturalarm kann auf einen ungewöhnlichen Abfall hinweisen, hilft aber nur, wenn die Meldung ankommt und jemand reagieren kann. Klären Sie, ob die Überwachung bei einer unterbrochenen Stromversorgung weiter funktioniert, und testen Sie die Benachrichtigung entsprechend der Gerätebeschreibung. Überlegen Sie vor einer Kälteperiode, welche empfindlichen Pflanzen bei einem länger dauernden Ausfall an einen geeigneten Ersatzplatz gebracht werden könnten. Bei der Prestige-Gewächshausreihe stehen Grundflächen von 3,77 bis 28,08 m² zur Auswahl. Berücksichtigen Sie bei der Aufteilung dieser Fläche auch den Zugang zu den wichtigsten Pflanzengruppen. Ein Ausfallplan sollte zu deren Umfang und Ihrer tatsächlichen Erreichbarkeit passen, nicht nur aus einem Alarm bestehen.
Temperaturziel, beheizte Fläche und Kosten vergleichen
Halten Sie für jede geplante Variante drei Angaben getrennt fest: die Mindesttemperatur für die Pflanzen, den gewünschten Temperaturbereich für aktives Wachstum und die Fläche, die tatsächlich beheizt werden soll. Ergänzen Sie die bekannten Eigenschaften der Gebäudehülle sowie Angaben zu Heizung und Regelung. So wird sichtbar, ob Sie nur empfindliche Pflanzen frostfrei halten oder im ganzen Raum weiterkultivieren möchten. Die geräumige Orangerie ist mit Grundflächen von 47 bis 70 m² gelistet. Bei dieser Flächenspanne lohnt es sich besonders, Pflanzenbestand, nutzbare Stellflächen und beheizten Bereich getrennt zu erfassen. Eine große Gesamtfläche muss nicht vollständig für ein höheres Wachstumsziel benötigt werden; ob eine Teilbeheizung möglich ist, hängt jedoch von der tatsächlichen Raumaufteilung und Ausstattung ab.
Vergleichen Sie anschließend unterschiedliche Temperaturziele mit denselben Annahmen zu Außenbedingungen, Energietarif und beheizter Fläche. Trennen Sie dokumentierte Angaben von Annahmen und noch offenen Fragen. Ein Vergleich, bei dem zugleich Zieltemperatur, Raumgröße und Wetter wechseln, zeigt nicht eindeutig, welchen Einfluss das Winterziel hat. Berücksichtigen Sie neben dem Energiebedarf auch den Nutzen: Reicht die frostfreie Überwinterung für Ihren Pflanzenbestand, oder rechtfertigt das geplante Wachstum die zusätzlichen Anforderungen an Licht, Regelung und Betreuung? Legen Sie vor dem ersten Winter fest, woran Sie den Erfolg erkennen wollen, etwa an eingehaltenen Mindesttemperaturen oder am gewünschten Kulturverlauf. Spätere Messwerte helfen, das Ziel zu überprüfen. So wird aus „frostfrei“ oder „warm“ eine konkrete, kontrollierbare Entscheidung, ohne Temperaturen oder Kosten zu versprechen, die noch nicht belegt sind.
Häufige Fragen
Welche Temperatur ist für eine frostfreie Überwinterung richtig?
Einen allgemeingültigen Wert gibt es nicht. Entscheidend sind die Pflanzenart, ihr Zustand und die Dauer der Kälte. Erkundigen Sie sich nach der empfohlenen Mindesttemperatur für Ihre Pflanzen und messen Sie dort, wo die empfindlichsten Exemplare stehen.
Kann ich in einem frostfreien Gewächshaus im Winter Gemüse anbauen?
Frostschutz allein sorgt nicht für aktives Wachstum oder eine Ernte. Dafür müssen Temperatur und Tageslicht zu den jeweiligen Pflanzen passen. Manche Kulturen kommen mit kühlen Bedingungen zurecht; wärmebedürftige Pflanzen stellen andere Ansprüche. Prüfen Sie beides, bevor Sie das Heizungsziel festlegen.
Garantiert der Thermostatwert, dass es im ganzen Gewächshaus frostfrei bleibt?
Nein. Ein Thermostat zeigt die Temperatur am Messfühler an, nicht an jeder Stelle im Gewächshaus. Luftzug, kalte Bereiche und die Leistung der Heizung können die tatsächlichen Bedingungen beeinflussen. Ein Minimum-Maximum-Thermometer an repräsentativen Standorten hilft, Abweichungen zu erkennen.
Reicht die Wintersonne aus, um das Gewächshaus warm zu halten?
Sonneneinstrahlung kann den Innenraum tagsüber erwärmen, ersetzt aber keine verlässliche Frostsicherung. Nachts und bei trübem Wetter fällt dieser Wärmegewinn weg. Planen Sie das Temperaturziel deshalb nach den kalten Bedingungen, die für Ihre Pflanzen relevant sind, nicht nur nach sonnigen Tageswerten.
Wie lassen sich die laufenden Heizkosten einschätzen?
Sie hängen unter anderem vom Temperaturziel, den Wärmeverlusten, der Heizungsregelung und Ihrem Tarif ab. Vergleichen Sie dokumentierten Verbrauch und tatsächliche Betriebsbedingungen, statt pauschale Kosten pro Quadratmeter anzunehmen. Ohne Angaben zu Gebäude, Heizung und Wetter ist keine belastbare Kostenprognose möglich.
Frostschutz und Winteranbau verlangen unterschiedliche Temperaturziele. Für die Überwinterung müssen die Mindestanforderungen Ihrer Pflanzen erfüllt sein; für weiteres Wachstum sind zusätzlich ausreichend Licht und passende Kulturbedingungen nötig. Entscheidend ist daher nicht, wie warm das Gewächshaus allgemein sein soll, sondern welche Bedingungen an den genutzten Pflanzenstandorten gebraucht werden. Eine gut überwachte Überwinterungszone kann zum Pflanzenbestand passen, während aktiver Winteranbau ein umfassenderes Betriebskonzept verlangt. Wählen Sie das Ziel nach der gewünschten Nutzung und beurteilen Sie den Erfolg an den tatsächlichen Bedingungen bei Ihren Pflanzen.