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Gewächshaus auf der Dachterrasse: Standort prüfen

Gewächshaus auf der Dachterrasse: Standort prüfen

Dachterrasse planen

Eine Dachterrasse bietet oft Platz für Pflanzen, aber freie Fläche ist noch kein geeigneter Aufstellort. Ein Gewächshaus bringt zusätzliche Lasten, verändert die Windangriffsfläche und kann Entwässerung oder Dachabdichtung beeinflussen. Außerdem muss jedes Bauteil sicher bis nach oben gelangen. Ob die Idee machbar ist, hängt daher nicht nur von der Größe des Modells ab. Vor einer Bestellung sind Tragfähigkeit, Wind und Befestigung, Dachhaut, Zugang und erforderliche Zustimmungen für genau diese Terrasse und diese Ausführung zu klären. Übliche Gartenmodelle sind nicht automatisch für Dachterrassen ausgelegt.

Ansicht eines T-Modell-Gewächshauses aus einer Produktgalerie

Tragfähigkeit und Dachkonstruktion prüfen

Ob ein Gewächshaus auf eine Dachterrasse darf, lässt sich nicht aus der freien Fläche oder aus dem Gefühl ableiten, die Terrasse sei stabil. Die Dachkonstruktion wurde für bestimmte Nutzungen geplant; ob sie einen zusätzlichen Aufbau tragen kann, hängt unter anderem von Deckenaufbau, Spannweiten, Auflagern, Zustand und vorhandenen Einbauten ab. Lassen Sie die konkrete Konstruktion von einer Fachperson für Tragwerksplanung beurteilen. Baupläne, Baubeschreibung und Unterlagen zu früheren Umbauten helfen bei dieser Prüfung, ersetzen aber keine Beurteilung des Bestands. Dass dort bereits Menschen, Gartenmöbel oder Pflanzgefäße stehen, sagt nicht automatisch etwas über die verbleibende Tragreserve aus.

In die Lastenübersicht gehören Rahmen und Hülle des Gewächshauses ebenso wie ein möglicher Sockel, Regale, Pflanzgefäße, Erde, gelagertes Zubehör und Wasserbehälter. Erfassen Sie die geplante Einrichtung möglichst konkret: Anzahl und Position der Gefäße sind aussagekräftiger als die allgemeine Angabe, dass dort Pflanzen stehen sollen. Berücksichtigen Sie dabei auch gefüllte Behälter und feuchtes Substrat. Die Tragwerksplanung muss zudem Personen bei Nutzung und Montage, vorübergehend abgestellte Bauteile sowie die für den Standort relevanten Schnee- und Windlasten einbeziehen. Wichtig ist, wo die Konstruktion ihre Lasten auf das Dach überträgt: Eine über eine Fläche verteilte Belastung und wenige einzelne Auflager sind nicht dasselbe. Bei einem Aluminium-Gewächshaus mit integriertem Lager sollte auch der vorgesehene Lagerinhalt in der Planung auftauchen. Halten Sie spätere Ergänzungen, etwa größere Pflanzgefäße oder einen zusätzlichen Wasservorrat, als mögliche Änderungen fest. So bleibt nachvollziehbar, auf welcher Ausstattung die Beurteilung beruht. Die Katalogbezeichnung oder eine Flächenangabe liefert keine Aussage über Gewicht oder Eignung auf einem Dach.

Windkräfte und Befestigung gemeinsam betrachten

Auf einem Dach können andere Windverhältnisse herrschen als im geschützten Garten. Gebäudehöhen, Dachränder, Brüstungen und benachbarte Baukörper beeinflussen die Strömung; je nach Lage kann es an Kanten oder in Zwischenräumen besonders turbulent sein. Eine Beobachtung an einem windstillen Tag reicht daher nicht, um die Beanspruchung einzuschätzen. Für die fachliche Prüfung sind ein Übersichtsbild des Gebäudes, die Lage der Terrasse und Angaben zu benachbarten Baukörpern hilfreicher als die bloße Beschreibung „windgeschützt“. Dokumentieren Sie die Umgebung nur von sicher zugänglichen Stellen aus. Eine Brüstung kann den Wind örtlich beeinflussen, ist aber kein pauschaler Nachweis für einen geschützten Aufstellort. Auch geöffnete Türen und Lüftungsöffnungen gehören zu den Fragen, die mit Anbieter und Fachplanung zu klären sind: Welche Nutzung ist für die gewählte Ausführung vorgesehen, und welche Vorgaben gelten bei Wind? Die Fachplanung muss die konkrete Höhe, Lage und Umgebung berücksichtigen. Eigene Wetterbeobachtungen ergänzen diese Angaben, ersetzen aber keine Beurteilung der maßgebenden Windbeanspruchung.

Entscheidend ist nicht nur, ob ein Gewächshaus stehen bleibt, sondern wohin Kräfte aus Rahmen und Befestigung weitergeleitet werden. Eine Brüstung, ein Geländer oder die Dachabdichtung darf nicht ohne Nachweis als tragender Befestigungspunkt gelten. Bohren, Beschweren oder eine andere Befestigungslösung sollten Sie nicht selbst festlegen, bevor Tragwerk und Dachaufbau geprüft wurden. Die Bezeichnung Prestige-Gewächshaus mit Metallfundament beschreibt eine angebotene Produktkonfiguration; sie belegt für sich genommen weder eine Dachterrasseneignung noch eine passende Windsicherung. Klären Sie deshalb, welche Unterlagen für die konkrete Ausführung vorliegen und ob eine Fachperson die Befestigung am konkreten Gebäude beurteilen kann.

Dachabdichtung und Entwässerung freihalten

Die Dachabdichtung schützt das Gebäude und muss bei der Planung mitgedacht werden. Auflager, Befestigungen, Bewegungen der Konstruktion und laufende Wartung können sie beeinflussen. Welche Kontakt- oder Befestigungsdetails auf dem vorhandenen Dach möglich sind, hängt von dessen Aufbau und Zustand ab. Lassen Sie diese Punkte von einem Abdichtungsfachbetrieb oder einer entsprechend qualifizierten Fachperson beurteilen, bevor Bauteile aufgestellt oder Veränderungen an der Dachhaut vorgenommen werden. Auch vorhandene Unterlagen zu Reparaturen und früheren Arbeiten sind für diese Einschätzung hilfreich.

Zeichnen Sie Dachabläufe, Rinnen, Notüberläufe und Bereiche ein, die für Kontrolle oder Wartung zugänglich bleiben müssen. Erfassen Sie dabei nicht nur die sichtbare Ablauföffnung, sondern auch den Platz, der zum Öffnen einer Abdeckung und zum Reinigen benötigt wird. Fragen Sie den zuständigen Fachbetrieb, welche Bereiche dafür frei bleiben müssen. In die Entwässerungsplanung gehört außerdem, wohin Regenwasser von der Gewächshausfläche gelangt; die vorhandene Dachentwässerung muss im Zusammenhang mit dem neuen Aufbau beurteilt werden. Für die spätere Nutzung sollten Sie auch Gießwasser, verschüttetes Substrat und die Reinigung von Pflanzgefäßen berücksichtigen. Fotos von Abläufen und Dachanschlüssen ergänzen eine maßstäbliche Skizze, ersetzen aber keine Prüfung vor Ort. Klären Sie, ob einzelne Bauteile des Gewächshauses für spätere Dacharbeiten entfernt werden müssten und wer diese Arbeiten übernehmen könnte. Ein Ablauf, der nur nach einer aufwendigen Demontage erreichbar wäre, ist bereits in der Planung ein wichtiges Thema. Ungeklärte Wartungswege sollten deshalb nicht bis nach der Montage aufgeschoben werden.

Den Transportweg bis zur Dachterrasse ausmessen

Ein passender Platz auf dem Dach hilft wenig, wenn die Bauteile nicht dorthin gelangen. Messen Sie den gesamten Weg vom Anlieferpunkt bis zur Terrasse: Türen, Durchgänge, Treppenläufe, Kurven, Aufzüge und die engste Stelle können jeweils entscheidend sein. Notieren Sie lichte Breiten und Höhen, nicht nur die Außenmaße der Türen. Bei längeren Bauteilen zählt auch, ob sie um eine Ecke oder über einen Treppenabsatz bewegt werden können. Eine ausreichend breite Tür allein beweist das noch nicht. Erfassen Sie Schwellen, niedrige Decken und den Übergang vom Stiegenhaus zur Terrasse in Fotos und einer einfachen Wegskizze. Prüfen Sie außerdem, wo Lieferstücke ausgepackt und vorübergehend abgestellt werden könnten. Diese Flächen müssen für die vorgesehenen Lasten und den Arbeitsablauf geeignet sein. Wenn ein Transport durch das Gebäude nicht möglich erscheint, ist eine alternative Anlieferung mit einem qualifizierten Transportbetrieb zu klären. Für Montagepersonen und Material braucht es einen abgestimmten Ablauf, der Zugänge und Dachabläufe nicht blockiert.

Fragen Sie vor der Bestellung nach den Abmessungen und Gewichten der einzelnen Lieferstücke sowie danach, wie die Ware angeliefert und weitertransportiert wird. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass sich die Bauteile ohne Weiteres durch einen Aufzug oder ein Stiegenhaus tragen lassen. Die Produktseite für klassische Aluminium-Gewächshäuser nennt eine Flächenspanne von 3,77 bis 28,08 m²; daraus lassen sich aber keine Packmaße oder Einzelgewichte ableiten. Teilen Sie die tatsächlichen Maße des Zugangs mit und klären Sie, ob die geplante Variante überhaupt durch alle Engstellen passt. Auch eine Zwischenlagerung auf der Terrasse gehört in die Lastenprüfung.

Außenansicht eines sechseckigen Gewächshauses

Die Grundfläche maßstabsgetreu einzeichnen

Übertragen Sie die Terrasse in eine maßstabsgetreue Skizze und markieren Sie Dachränder, Brüstungen, Türen, Abläufe, Aufbauten und alle regelmäßig genutzten Wege. Zeichnen Sie für das konkrete Modell die Außenmaße ein, nicht bloß eine ungefähre Fläche aus dem Katalog. Ergänzen Sie eine einfache Seitenansicht mit den vorhandenen Höhen: So werden mögliche Konflikte mit Fenstern, vorspringenden Gebäudeteilen oder anderen Aufbauten sichtbar. Berücksichtigen Sie, wie viel Platz Türen beim Öffnen brauchen und ob vorhandene Öffnungen zugänglich bleiben. Auch die Tür der Dachterrasse muss zusammen mit der Gewächshaustür betrachtet werden, damit sich ihre Bewegungsbereiche nicht ungünstig überschneiden. Zeichnen Sie zunächst mehrere mögliche Positionen auf getrennten Kopien ein, statt eine einzige Platzierung vorschnell festzulegen. Dadurch lassen sich Unterschiede bei Zugang, Wartung und verbleibender Terrassennutzung erkennen. Für Montage, Reinigung und Pflege ist Bewegungsraum wichtig; ein universeller Abstand für alle Dachterrassen lässt sich daraus nicht ableiten. Die benötigten Freiflächen ergeben sich aus dem Modell, dem Gebäude und den vorgesehenen Arbeiten.

Die Angebotsseite zum geräumigen Gewächshaus führt Varianten von 47 bis 70 m². Das ist eine Größenangabe aus dem Sortiment, keine Empfehlung für eine Dachterrasse und kein Nachweis zur Tragfähigkeit. Sie zeigt, warum die Bezeichnung oder nominelle Fläche allein für die Standortplanung nicht ausreicht: Entscheidend sind die Maße und der Grundriss der ausgewählten Variante. Halten Sie in der Skizze auch fest, welche Wege frei bleiben müssen und wo Wartungsarbeiten am Gebäude stattfinden. So kann eine Fachperson beurteilen, ob die geplante Position praktisch nutzbar ist, ohne Zugänge oder technische Bereiche zu überdecken.

Freistehendes Modell oder Wandgewächshaus?

Bei einem freistehenden Modell sind Aufstellung, Lastübertragung und Befestigung für die Dachfläche zu klären. Ein Wandmodell bringt andere Fragen mit sich: Welche Wand soll es aufnehmen, wie ist diese aufgebaut und wie lässt sich ein Anschluss mit der vorhandenen Gebäudehülle vereinbaren? Eine Hauswand oder Brüstung ist nicht automatisch als Befestigung geeignet. Bei gedämmten oder verkleideten Flächen ist zu klären, welche Bauteile dahinter liegen und welche Anschlussdetails fachlich möglich sind. Dabei geht es nicht nur um einen sichtbaren Kontakt zur Wand, sondern auch um die Aufnahme der Kräfte und den Schutz der Gebäudehülle. Vorhandene Fenster, Fassadenöffnungen und wartungsbedürftige Bauteile müssen in der Planung erkennbar bleiben. Vergleichen Sie beide Bauarten deshalb in derselben Standortskizze und halten Sie die jeweils nötigen Eingriffe am Gebäude fest. Eine freistehende Lösung vermeidet zwar einen direkten Wandanschluss, löst aber nicht die Fragen zu Dachlast und Windsicherung. Welche Bauart sinnvoll ist, lässt sich nicht allein aus der Stellfläche oder dem Wunsch nach einer platzsparenden Lösung ableiten.

Ein Wandgewächshaus wird in Flächen von 3,69 bis 14,34 m² angeboten. Diese Größenangabe sagt nicht, ob die Wand Ihrer Dachterrasse dafür geeignet ist oder wie die Verbindung zum Gebäude auszuführen wäre. Lassen Sie bei einem Wandmodell sowohl die Aufnahme der Kräfte als auch den Anschluss an Wand und Dach fachlich beurteilen. Bei einer freistehenden Variante müssen dagegen die Aufstellung und Sicherung auf der Dachfläche geklärt werden. Keine der beiden Bauarten ist allein aufgrund ihrer Bezeichnung automatisch für ein Dach geeignet.

Sonne, Schatten und Lüftung beobachten

Auf einer Dachterrasse können Nachbargebäude, höhere Gebäudeteile, Brüstungen und technische Aufbauten den Sonnenverlauf beeinflussen. Ein Foto zu einer einzigen Tageszeit zeigt daher nur einen Ausschnitt. Dokumentieren Sie Schatten zu verschiedenen Tageszeiten möglichst vom gleichen Blickpunkt aus und notieren Sie Datum und Uhrzeit. Unterscheiden Sie dabei zwischen dem Schatten eines Baukörpers und einer vorübergehend bedeckten Wetterlage. Ein saisonaler Schattenplan hilft, die verfügbare direkte Sonneneinstrahlung am vorgesehenen Standort realistischer einzuschätzen. Wenn Beobachtungen aus einer Jahreszeit fehlen, kennzeichnen Sie diese Lücke, statt einen vollständigen Jahresverlauf anzunehmen. Die Aufzeichnungen können Sie anschließend mit den Lichtansprüchen der vorgesehenen Pflanzen abgleichen. Prüfen Sie auch, ob nur ein Teil der geplanten Grundfläche regelmäßig Sonne erhält und wo Pflanzgefäße sinnvoll stehen könnten. Halten Sie fest, ob Bäume oder neue Baukörper in der Umgebung künftig Schatten werfen könnten. Gute Lichtverhältnisse sind allerdings eine Frage der gärtnerischen Nutzung und kein Nachweis dafür, dass der Standort baulich geeignet ist.

Auch Türen und mögliche Lüftungsöffnungen brauchen Platz und müssen im Alltag erreichbar sein. Prüfen Sie, ob sich die vorgesehene Variante in der geplanten Position bedienen lässt und ob angrenzende Bauteile die Nutzung einschränken. Wenn Sie etwa das T-Modell-Gewächshaus in die Planung aufnehmen, wählen Sie die konkrete Variante und tragen deren tatsächliche Außenmaße in die Skizze ein. Die angebotenen Flächen reichen von 16,52 bis 30 m²; eine Katalogfläche zeigt jedoch weder den genauen Umriss noch den Schattenverlauf. Für die Beurteilung zählen deshalb der reale Standort und die Maße des ausgewählten Modells.

Gebäudeunterlagen und Zustimmung vorab klären

Klären Sie, wem die Dachterrasse zugeordnet ist und wer über Aufstellung, Befestigung und Nutzung entscheiden kann. Je nach Gebäude können Eigentümerschaft, Hausverwaltung oder weitere Beteiligte einzubeziehen sein. Ob für das konkrete Vorhaben eine Zustimmung oder eine Abklärung bei einer zuständigen Stelle nötig ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Fragen Sie daher vor der Bestellung nach den Anforderungen, die für genau dieses Gebäude gelten. Eine technische Beurteilung ersetzt keine erforderliche Zustimmung; umgekehrt sagt eine grundsätzliche Zustimmung noch nichts über die Tragfähigkeit aus.

Sammeln Sie verfügbare Dach- und Gebäudepläne, Unterlagen zu früheren Umbauten sowie Informationen zur Abdichtung und Entwässerung. Klären Sie mit den zuständigen Beteiligten auch die spätere Nutzung: Wer erhält Zugang für Dachkontrollen, wer veranlasst Wartungsarbeiten und wie wird vorgegangen, wenn das Gewächshaus dafür teilweise entfernt werden muss? Gerade auf gemeinschaftlich betreuten Gebäuden sollten solche Fragen nicht erst bei einer Reparatur auftauchen. Halten Sie fest, wer welche Unterlagen bereitstellt und welche Entscheidungen noch ausstehen. Eine bloße mündliche Aussage zur grundsätzlichen Machbarkeit kann dabei wichtige Bedingungen offenlassen. Bei der Anfrage helfen eine Skizze mit geplanter Position, Außenmaßen und Transportweg sowie Fotos der Terrasse. Beschreiben Sie die vorgesehene Bauart und die zu prüfende Befestigung, ohne eine noch ungeklärte Lösung als bereits beschlossen darzustellen. So beziehen sich technische Rückmeldungen und Zustimmungen auf dasselbe Vorhaben, und Änderungen können den Beteiligten gezielt vorgelegt werden.

Sechseckiges Gewächshaus in einer Gartenansicht

Unterlagen für eine fachliche Prüfung zusammenstellen

Ordnen Sie die gesammelten Standortunterlagen so, dass Fachpersonen dieselbe Planungsgrundlage erhalten. Vergeben Sie für die Standortskizze einen eindeutigen Stand mit Datum und kennzeichnen Sie die bevorzugte Position. Nummerieren Sie Fotos und tragen Sie ihre Blickrichtungen in die Skizze ein; so lassen sich Details der Terrasse und ihrer Anschlüsse zuordnen. Trennen Sie bestätigte Angaben von Annahmen und noch fehlenden Informationen. Ist etwa der Dachaufbau unbekannt, sollte das ausdrücklich vermerkt sein und nicht durch eine Vermutung ersetzt werden. Der saisonale Schattenplan ergänzt die Unterlagen zur Nutzung, während Baupläne und Produktdaten die technische Prüfung unterstützen. Eine kurze Liste offener Fragen erleichtert die Zuordnung: Tragwerksplanung, Abdichtungsfachbetrieb, Anbieter und Gebäudeverwaltung beurteilen unterschiedliche Aspekte. Fragen Sie jeweils, welche zusätzlichen Angaben oder Besichtigungen erforderlich sind. Fotos allein können verdeckte Bauteile nicht zeigen. Halten Sie Rückmeldungen mit ihrem Bezug zur jeweiligen Modellvariante und Position fest, damit später keine Aussage auf eine inzwischen geänderte Planung übertragen wird.

Ergänzen Sie die Unterlagen um die genaue Produktvariante und fragen Sie beim Anbieter nach Außenmaßen, Gewicht der Bauteile, Montageangaben und vorgesehenen Befestigungsdetails. Eine Serienbezeichnung allein ist zu ungenau: Die Seite für Aluminium-Gewächshäuser der Limited Edition führt Varianten von 3,77 bis 28,08 m². Wählen Sie für die Prüfung ein konkretes Format aus und halten Sie fest, ob ein Sockel oder zusätzlicher Stauraum vorgesehen ist. Lassen Sie die Angaben anschließend von den zuständigen Fachpersonen auf Tragwerk, Wind und Dachabdichtung beziehen. Wo belastbare Informationen fehlen, sollte die Eignung nicht einfach angenommen werden.

Prüfergebnisse vor der Bestellung abgleichen

Vor einer Bestellung sollten die Ergebnisse der einzelnen Prüfungen auf dieselbe Ausführung und denselben Aufstellort bezogen sein. Eine positive Rückmeldung zur Tragfähigkeit reicht nicht aus, wenn die dafür angenommene Befestigung mit der Dachabdichtung unvereinbar ist. Ebenso hilft ein machbarer Transportweg wenig, wenn die Lieferstücke der tatsächlich gewählten Variante andere Maße haben. Vergleichen Sie deshalb die festgehaltenen Voraussetzungen: Modellgröße, Position, Auflager, Befestigung, Einrichtung und Montageablauf müssen zusammenpassen. Lassen Sie widersprüchliche Angaben zwischen den zuständigen Fachpersonen klären, statt selbst eine technische Lösung daraus abzuleiten. Unterscheiden Sie außerdem zwischen einer grundsätzlichen Einschätzung und einer Beurteilung, für die noch Unterlagen oder Untersuchungen fehlen. Offene wesentliche Punkte sprechen gegen eine vorzeitige Bestellung. Wird die Position verschoben oder die Ausstattung geändert, fragen Sie nach, welche Teile der bisherigen Prüfung weiterhin gelten. Eine kleinere Variante löst nicht automatisch jedes Problem. Entscheidend ist eine abgestimmte Planung, deren Bedingungen auch bei Lieferung, Montage und späterer Nutzung eingehalten werden können.

Vergleichen Sie Modelle daher erst, wenn die Fläche und die technischen Bedingungen für das Vorhaben feststehen. Die Produktseite zum pyramidenförmigen Gewächshaus nennt Varianten von 5,53 bis 18,9 m²; Modellname und Flächenangabe sagen für sich genommen nichts über Dachfreigabe, Gewicht oder Windverhalten aus. Falls die geprüfte Position nicht geeignet ist, kommen eine andere Platzierung, eine angepasste Größe oder ein Standort außerhalb des Dachs infrage. Ausschlaggebend ist nicht, ob ein Gewächshaus grundsätzlich auf eine Terrasse passt, sondern ob genau diese Ausführung auf genau diesem Dach sicher und fachgerecht geplant werden kann.

Häufige Fragen

Kann ich ein gewöhnliches Gartengewächshaus auf der Dachterrasse aufstellen?

Nicht ohne eine Prüfung für genau diesen Standort. Ein Modell für die übliche Aufstellung im Garten ist dadurch nicht für ein Dach freigegeben. Tragfähigkeit, Windbeanspruchung, Befestigung, Abdichtung und Zugang müssen gemeinsam beurteilt werden.

Wie viel Gewicht darf meine Dachterrasse tragen?

Dafür gibt es keine Zahl, die für jede Dachterrasse gilt. Die zulässige zusätzliche Belastung hängt von der konkreten Konstruktion und ihrem Zustand ab. Eine Fachperson für Tragwerksplanung muss auch Aufstellfüße, Einrichtung, Pflanzgefäße und zeitweise Belastungen berücksichtigen.

Ist ein kleineres oder an der Wand befestigtes Gewächshaus automatisch sicherer?

Nein. Eine kleinere Grundfläche sagt allein nichts über die Tragfähigkeit oder die Windkräfte aus. Bei einem Wandmodell kommen die Befestigung und die Eignung der Wand hinzu. Welche Variante infrage kommt, hängt von den konkreten Bau- und Dachbedingungen ab.

Kann ich das Gewächshaus mit Gewichten sichern, statt es am Dach zu befestigen?

Das sollten Sie nicht ohne fachliche Beurteilung entscheiden. Zusätzliche Gewichte erhöhen die Last auf dem Dach; zugleich muss die Sicherung den Windkräften standhalten und die Abdichtung schonen. Lassen Sie eine geeignete Lösung für das konkrete Dach planen.

Welche Unterlagen brauche ich für die Prüfung?

Hilfreich sind Bau- und Dachpläne, eine maßstabsgetreue Skizze, Fotos der Terrasse und ihrer Anschlüsse sowie ein saisonaler Schattenplan. Ergänzen Sie die Angaben zur genauen Modellvariante, zu Außenmaßen, Gewicht, Montage und Befestigung.

Eine Dachterrasse ist nur dann ein geeigneter Gewächshausstandort, wenn Tragwerk, Windbeanspruchung, Befestigung, Abdichtung, Entwässerung und Zugang gemeinsam geprüft wurden. Die Standortskizze und die Unterlagen zum konkreten Modell helfen, diese Fragen zu klären, ersetzen aber keine fachliche Beurteilung. Solange eine wesentliche Voraussetzung offen ist, sollte das Vorhaben pausieren. So beruht die Entscheidung nicht auf der freien Fläche, sondern auf den Bedingungen des tatsächlichen Gebäudes.

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