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Gurken im Gewächshaus anbauen in Österreich | Bloomcabin

Gurken im Gewächshaus anbauen in Österreich | Bloomcabin
Bloomcabin Österreich / Gurken-Ratgeber

Gurken im Gewächshaus anbauen in Österreich: von der Jungpflanze bis zur Ernte

Zwischen Wiener Becken, Alpenrand und kühleren Tallagen kann das Gewächshaus die Gurkensaison stark stabilisieren. Entscheidend ist, dass Wärme nicht mit geschlossener Luft verwechselt wird: Gurken wollen warme Wurzeln, verlässliches Wasser, eine klare Rankstruktur und rechtzeitige Lüftung.

Warum das Gewächshaus in Österreich so nützlich ist

Gurken profitieren von Schutz – besonders dort, wo Tage warm und Nächte überraschend kühl sein können.

Österreichische Gärten können auf kurzer Distanz sehr unterschiedliche Bedingungen haben. Im Osten wird es im Frühsommer rasch heiß, während in alpennahen oder höher gelegenen Gärten kalte Nächte deutlich länger ein Thema bleiben. Ein Gewächshaus puffert diese Gegensätze. Es schützt Jungpflanzen vor kaltem Wind und Niederschlag, erwärmt den Wurzelraum schneller und gibt den Ranken eine hohe, trockene Kulturfläche.

Dieser Schutz funktioniert aber nur mit aktiver Führung. Gurken erzeugen viel Blattmasse und verdunsten entsprechend viel Wasser. Bleibt die Luft im Haus stehen, steigen Feuchte und Temperatur gleichzeitig. Deshalb sollte bereits beim Pflanzen feststehen, wie gelüftet, gegossen und aufgeleitet wird. Ein aufgeräumtes Rankgerüst ist nicht nur optisch schön, sondern ein Teil des Pflanzenklimas.

Gerade in einem hochwertigen Glasgewächshaus lässt sich das Wachstum sehr gezielt organisieren. Wege bleiben frei, die Früchte hängen sauber, Blätter lassen sich kontrollieren und die Ernte ist bequem erreichbar. Damit wird nicht nur die Saison verlängert; die gesamte Kultur wird besser beobachtbar und steuerbar.

Wärme richtig nutzen

Frühjahrwärme einfangen, Sommerhitze kontrollieren und die Nächte nicht vergessen.

Im Frühling ist Geduld oft produktiver als eine zu frühe Pflanzung. Sonnenschein kann die Luft im Gewächshaus stark erwärmen, während die Erde noch kühl bleibt. Gurken reagieren auf kalte Wurzeln mit langsamem Wachstum. Setzen Sie Jungpflanzen erst dann in ein unbeheiztes Haus, wenn der Boden wirklich warm geworden ist und kalte Nächte nicht mehr den gesamten Rhythmus bestimmen.

Im Osten Österreichs kann die Situation im Juni und Juli genau umgekehrt sein. Dann werden Dachfenster, Türen und gegebenenfalls Beschattung zu zentralen Werkzeugen. Öffnen Sie nicht erst, wenn die Blätter sichtbar schlapp werden. Ein frühzeitig belüfteter Bestand bleibt ausgeglichener und verbraucht Wasser berechenbarer.

In Tälern und am Alpenrand können starke Tag-Nacht-Schwankungen auftreten. Tagsüber ist kräftiger Luftaustausch nötig, abends sollte unnötiger Wärmeverlust vermieden werden. Ein Thermometer in Pflanzenhöhe und die Beobachtung des Kondensats am Morgen liefern mehr Information als ein starrer Kalender.

Kalter Wurzelraum – langsamer Start
Warme, stabile Bedingungen – kräftige Kultur
Hitzestau – Stress und hoher Wasserverbrauch
01 / Sortenstrategie

Eine passende Gewächshausgurke reduziert späteren Aufwand bei Bestäubung und Schnitt.

Parthenokarpe Gurken sind für geschützte Kultur häufig besonders angenehm, weil sie Früchte ohne Befruchtung bilden können. In einem Gewächshaus, das wegen Wetter oder Wind oft geschlossen bleibt, entfällt damit die Unsicherheit, ob genügend Bestäuber einfliegen. Viele moderne Mini- und Salatgurken für den professionellen oder privaten Unterglasanbau arbeiten nach diesem Prinzip.

Wer traditionelle Gurken anbaut, muss die Blütenbiologie bewusst mitplanen. Bei männlichen und weiblichen Blüten wird Pollen übertragen. Offene Türen können Bienen Zugang geben; bei wenig Insekten kann Handbestäubung helfen. Bei bestimmten parthenokarpen Sorten kann Bestäubung dagegen unerwünscht sein, weil sie Samenbildung und unregelmäßige Früchte fördert.

Wählen Sie die Sorte außerdem nach Raum und Ernteziel. Lange Salatgurken benötigen eine stabile hohe Führung. Snackgurken liefern zahlreiche kleinere Früchte und lassen sich in Familiengärten sehr gut laufend ernten. Eine Sorte, deren Wuchs zur Höhe und Breite des eigenen Bloomcabin Modells passt, ist wertvoller als ein maximaler Ertrag auf dem Saatgutetikett.

02 / Vorkultur + Setzen

Gurken wollen einen schnellen Übergang vom warmen Topf in einen warmen, lockeren Wurzelraum.

Für viele österreichische Standorte ist eine kurze Vorkultur sinnvoll. Säen Sie in einzelne Töpfe, damit die Wurzeln beim Auspflanzen möglichst wenig gestört werden. Die Jungpflanzen sollten kräftig, aber noch kompakt sein. Sehr alte Pflanzen mit dichtem Wurzelballen reagieren nach dem Umsetzen häufig langsamer.

Das Beet wird vor der Pflanzung mit reifem Kompost und einer gut durchlässigen Struktur vorbereitet. Schwere Böden dürfen nicht zu einem ständig nassen Wurzelraum werden. In Hochbeeten oder tief vorbereiteten Gewächshausbeeten lässt sich die Struktur leichter steuern, besonders auf Grundstücken mit lehmigem Boden.

Montieren Sie Schnüre, Netze oder Querdrähte vor dem Pflanzen. Nach dem Anwachsen beschleunigt sich das Wachstum rasch. Eine fertige Rankstruktur erlaubt es, den Haupttrieb von Anfang an sauber zu führen und verhindert, dass lange Triebe später zwischen Scheiben und Nachbarpflanzen herausgelöst werden müssen.

01Beet und Rankgerüst vorbereiten
02Junge Pflanzen in warmen Boden setzen
03Trieb früh aufleiten und anbinden
04Seitentriebe gemäß Sorte führen
05Wasser und Nährstoffe mit Fruchtansatz erhöhen
06Laufend ernten und Bestand lüften
03 / Pflanzraum + Erziehung

Nicht möglichst viele Pflanzen unterbringen – sondern jeder Pflanze einen funktionierenden Luft- und Lichtkorridor geben.

Die geeignete Distanz hängt vom Wuchstyp ab. Eine eintriebig geführte Gewächshausgurke kann anders stehen als eine Sorte mit mehreren Seitentrieben. Entscheidend ist das Bild der ausgewachsenen Kultur: Man sollte die Blattunterseiten kontrollieren, an den Wurzelbereich gelangen und Früchte erreichen können, ohne ständig Pflanzen auseinanderzuschieben.

Vertikale Führung ist im Gewächshaus fast immer sinnvoll. Sie nutzt die Höhe, hält Früchte vom Boden fern und schafft mehr Platz für Wege oder eine zweite Kultur. In einem hohen Orangerie- oder T-Modell lassen sich Gurkenreihen so anordnen, dass andere Pflanzen in getrennten Zonen wachsen können.

Beim Ausgeizen oder Kürzen gilt keine einzige Regel für alle Gurken. Manche Sorten werden stark geführt, andere tragen auch an Seitentrieben. Lesen Sie die Sortenempfehlung. Entfernen Sie vor allem beschädigte und vergilbte Blätter sowie Triebe, die den Weg blockieren oder einen völlig dichten Bereich erzeugen.

Ein schmaler Bestand trocknet nach feuchten Nächten schneller ab. Das reduziert nicht nur Krankheitsdruck, sondern erleichtert auch die Klimaführung. Luft muss von einer Öffnung zur anderen durch die Pflanzen gelangen können; ein dichter grüner Vorhang direkt vor Türen oder Dachlüftern nimmt dem Gewächshaus einen Teil seiner Lüftungswirkung.

04 / Wasserführung

Gurken vertragen hohen Wasserverbrauch besser als starke Wechsel zwischen trocken und nass.

Im Gewächshaus fällt natürlicher Niederschlag als Wasserquelle weg. Schon wenige warme Tage können den Bedarf stark erhöhen, insbesondere bei Pflanzen, die bis zum Dach geführt sind und mehrere Früchte tragen. Prüfen Sie deshalb nicht nur die Oberfläche, sondern die Feuchtigkeit tiefer im Wurzelbereich.

Eine gründliche Bewässerung mit anschließendem Luftaustausch ist meist sinnvoller als häufiges oberflächliches Spritzen. Tropfschläuche oder Tropfer halten das Laub trocken und verteilen Wasser gleichmäßiger. In sehr durchlässigen Substraten werden kleinere, häufigere Gaben nötig sein als in tiefem humosem Boden.

Morgendliches Gießen passt gut zu vielen österreichischen Klimaphasen. Die Pflanzen gehen versorgt in den sonnigen Teil des Tages, und überschüssige Feuchte kann beim Lüften entweichen. Abends große Mengen Wasser über trockenen Boden zu geben kann dagegen die Luftfeuchte in der Nacht stark erhöhen.

Achten Sie auf den Zusammenhang mit Hitze. Wenn Pflanzen jeden Nachmittag extrem schlapp sind, ist nicht automatisch nur mehr Wasser nötig. Möglicherweise muss zuerst die Sonnenlast reduziert oder früher gelüftet werden. Bewässerung und Temperaturregelung gehören zusammen.

05 / Boden + Düngung

Die stärkste Gurke ist nicht die mit den meisten Blättern, sondern die mit ausgewogenem Wuchs und regelmäßigem Fruchtansatz.

Ein nährstoffreicher, humoser Boden bildet die Basis. Reifer Kompost verbessert die Wasserspeicherung und unterstützt ein aktives Bodenleben. Bei intensiver jährlicher Nutzung des Gewächshauses lohnt sich jedoch eine überlegte Nährstoffführung, denn zu viel einzelner Dünger kann sich ebenso negativ auswirken wie ein Mangel.

Übermäßiger Stickstoff erzeugt große, weiche Blätter und sehr kräftige Triebe. Das klingt zunächst positiv, kann aber den Bestand verdichten und die Fruchtbildung aus dem Gleichgewicht bringen. Ab dem Fruchtansatz sollte die Pflanze gleichmäßig versorgt werden, ohne ständig neue vegetative Masse zu erzwingen.

Bei Gurken in Kübeln sind Wasser und Nährstoffe enger gekoppelt. Große Gefäße puffern Schwankungen besser. Sorgen Sie für sichere Drainage und düngen Sie nach einem für Gemüse geeigneten Schema. Kleine Töpfe trocknen an heißen Tagen sehr schnell aus und machen die Kultur unnötig empfindlich.

06 / Lüften in österreichischen Sommern

Je größer die Blätter, desto wichtiger der kontrollierte Luftwechsel.

Gurken geben über ihre Blattoberfläche viel Wasser an die Luft ab. In einem geschlossenen Gewächshaus steigt die relative Feuchte dadurch besonders nachts stark. Kondenswasser an Scheiben oder Tropfen auf den Blättern am Morgen sind ein Zeichen, dass die Feuchte über Stunden hoch war.

Öffnen Sie Dachfenster, sobald die Temperatur am Vormittag ansteigt. Türen können den Zustrom kühlerer Luft unterstützen. Automatische Öffner sind praktisch, insbesondere wenn niemand tagsüber zuhause ist, aber sie sollten Teil einer durchdachten Gesamtstrategie sein und nicht die einzige Form der Klimakontrolle.

In heißen Ost- und Südostlagen kann eine Beschattung an besonders sonnigen Tagen sinnvoll werden. Ziel ist ein heller Raum ohne extreme Strahlungsspitzen. In höheren Lagen wird dieselbe Beschattung möglicherweise viel seltener gebraucht. Österreichweite Pauschalregeln sind deshalb wenig hilfreich.

Auch beim Lüften ist Pflanzendisziplin entscheidend. Alte untere Blätter, völlig verwachsene Seitentriebe und zu eng gesetzte Pflanzen bilden Feuchteinseln. Ein aufgeräumter Bestand lässt sich mit deutlich weniger Fensterfläche besser klimatisieren.

Bei Gewächshäusern in Tallagen kann warme Luft an stillen Tagen besonders lange stehen. Halten Sie deshalb den Bereich über den Gurkenspitzen frei, damit die Dachfenster tatsächlich als Abluftzone arbeiten können. Rankhilfen dürfen die Lüftungswege nicht in einen grünen Deckel verwandeln.

07 / Blüten + Bestäubung

Bei Gurken kann dieselbe Biene je nach Sorte hilfreich oder unerwünscht sein.

Traditionelle Sorten brauchen Pollenübertragung. Weibliche Blüten tragen direkt hinter der Blüte einen kleinen Fruchtansatz. Werden sie nicht ausreichend bestäubt, kann der Ansatz abfallen oder unregelmäßig wachsen. In offenen Gewächshäusern übernehmen Insekten diese Arbeit häufig.

Parthenokarpe Gewächshausgurken benötigen dagegen keine Befruchtung. Einige dieser Sorten sind gerade für einen möglichst insektenarmen Unterglasanbau gezüchtet. Deshalb sollte man vor dem Öffnen eines Insektenschutzes wissen, ob die Sorte überhaupt Bestäuber wünscht.

Bei Handbestäubung wird Pollen vorsichtig von einer männlichen auf eine weibliche Blüte übertragen. Diese Arbeit ist nur bei bestäubungsbedürftigen Sorten sinnvoll. Saatgutetikett und Züchterinformation sind die entscheidende Quelle.

08 / Gesunder Bestand

Ein aufgeräumtes Gewächshaus macht frühe Schädlingskontrolle einfacher als das Freiland.

Kontrollieren Sie die Pflanzen regelmäßig, besonders junge Blätter und Blattunterseiten. Blattläuse, Spinnmilben oder Weiße Fliegen können sich unter geschützten Bedingungen schnell vermehren. Wer jede Woche wenige Minuten gezielt sucht, erkennt kleine Kolonien früher als ein plötzlich stark geschädigtes Blatt.

Feuchte Krankheiten werden durch dauerhaft nasses Laub und stehende Luft begünstigt. Tropfbewässerung, genügend Abstand und gutes Morgenlüften reduzieren die Zeit, in der Blattoberflächen feucht bleiben. Stark befallene Blätter sollten entfernt und aus dem Gewächshaus gebracht werden.

Zwischen Kulturen lohnt sich gründliche Hygiene. Entfernen Sie Wurzeln und Pflanzenreste, reinigen Sie Arbeitsflächen und kontrollieren Sie Rankmaterial. Wiederverwendete Schnüre oder Netze sollten sauber sein, bevor die nächste Gurkengeneration daran geführt wird.

Pflanzenschutzmittel werden nur nach aktueller Zulassung, Kulturangabe und Etikett eingesetzt. In kleineren Hausgärten können mechanische Entfernung, Nützlinge oder Insektenschutz je nach Problem eine wichtige Rolle spielen. Ein sauberer, gut belüfteter Bestand ist in jedem Fall die beste Ausgangslage.

09 / Ernte-Rhythmus

Gurken belohnen regelmäßige Aufmerksamkeit mit einem langen, gleichmäßigen Erntefenster.

Ernten Sie nach der typischen Größe der Sorte. Snackgurken sind früh erntereif, lange Salatgurken erreichen ein anderes Stadium und Einlegegurken werden bewusst klein gepflückt. Überreife Früchte werden grob und entwickeln mehr Samen.

In warmen Phasen können Gurken sehr schnell wachsen. Kontrollieren Sie deshalb öfter als nur am Wochenende. Vertikal geführte Pflanzen erleichtern die Suche, trotzdem kann hinter einem großen Blatt eine Frucht in wenigen Tagen überraschend groß werden.

Schneiden Sie Früchte sauber ab, ohne am Trieb zu reißen. Die Ernte sollte anschließend nicht stundenlang in einem heißen Gewächshaus liegen. Bringen Sie sie rasch in einen kühleren, schattigen Bereich und behandeln Sie die empfindliche Schale vorsichtig.

Nutzen Sie die Ernte gleichzeitig als Pflegerundgang. Prüfen Sie beim Pflücken, ob neue Triebe an der Schnur sitzen, ob die unteren Blätter gesund bleiben und ob irgendwo Wasser länger steht als erwartet. So wird aus der täglichen Gurkenernte eine sehr effiziente Qualitätskontrolle.

Österreichische Klimazonen

Im Osten eher Hitze managen, in höheren Lagen eher Saison und Nächte stabilisieren.

Österreich ist für Gewächshausgurken kein einheitlicher Markt. Im Burgenland oder Wiener Becken kann ein vollsonniger Glaskörper im Sommer sehr heiß werden, während auf höher gelegenen Grundstücken in Tirol, Salzburg oder der Steiermark die Nachttemperatur länger begrenzt.

Die Kulturführung sollte deshalb nicht nur nach dem Datum, sondern nach dem Mikroklima des eigenen Gartens erfolgen. Ein gut belüftetes Bloomcabin Gewächshaus lässt diese Anpassung sehr direkt zu.

Für österreichische Gärten ist die Höhenlage beim Gurkenanbau besonders relevant. Ein sonniger Tag in einem alpinen Tal kann das Gewächshaus stark erwärmen, während die Nacht trotzdem deutlich abkühlt. Planen Sie deshalb nicht nur nach der Tagesmaximaltemperatur, sondern beobachten Sie den gesamten 24-Stunden-Verlauf. Eine Pflanze mit warmem Blatt und kalter Wurzel arbeitet nicht so stabil wie eine Kultur mit ausgeglichenerem Rhythmus.

Wer im Sommer mehrere Gurkenpflanzen an langen Schnüren führt, sollte die Bewässerung in einzelne Zonen teilen. Auf einer Südseite mit starker Einstrahlung trocknet der Boden schneller als in einer Reihe, die morgens länger beschattet ist. Gleich große Gaben an jede Pflanze sind nicht automatisch gleich gute Versorgung. Ein kurzer Bodenkontrollgang entlang der Reihe ist verlässlicher als nur auf den Timer zu vertrauen.

Wien + Niederösterreich Frühe Wärme ist ein Vorteil, im Sommer werden rechtzeitige Lüftung und zuverlässige Bewässerung oft zum Hauptthema.
Burgenland Sehr sonnige, trockene Phasen können den Wasserbedarf stark erhöhen; Beschattung kann an extremen Tagen sinnvoll sein.
Steiermark Je nach Höhenlage wechseln warme Tage und kühlere Nächte. Gute Tür- und Dachlüftung erlaubt flexible Reaktion.
Salzburg + Oberösterreich Feuchte Wetterphasen machen Luftaustausch und trockene Blätter besonders wichtig.
Tirol + Vorarlberg Kürzere Vegetationszeit und markante Tag-Nacht-Unterschiede sprechen für einen gut geschützten, aber nicht überhitzten Kulturraum.
Hanglagen Sonnenexposition und Wind können selbst innerhalb eines Gartens große Unterschiede erzeugen. Beobachten Sie den tatsächlichen Standort.
Fehler vermeiden

Gute Gurkenkultur scheitert selten an einem einzigen großen Problem – meist an mehreren kleinen Entscheidungen.

01. Kalte Wurzeln unterschätzen Ein warmer Nachmittag reicht nicht, wenn das Beet nachts noch stark auskühlt.
02. Zu große Jungpflanzen setzen Junge kompakte Pflanzen verkraften das Umsetzen meist besser als überständige Topfpflanzen.
03. Ranken auf dem Boden lassen Vertikale Kultur verbessert Platznutzung, Kontrolle und Luftbewegung.
04. Immer zur selben Uhrzeit dieselbe Wassermenge geben Wasserbedarf verändert sich mit Wetter, Blattmasse und Fruchtzahl.
05. Zu viel Stickstoff Sehr üppiges Laub kann Fruchtbildung, Licht und Lüftung verschlechtern.
06. Bestäubung blind voraussetzen Vor der Blüte klären, ob die Sorte Bestäuber braucht oder nicht.
07. Fenster erst bei Hitzestau öffnen Frühes Lüften verhindert größere Temperatursprünge.
08. Ernteintervalle zu lang machen Überständige Früchte binden Ressourcen und mindern die Qualität.
Bloomcabin Österreich / Gewächshäuser für Gurkenreihen

Höhe, Lüftung und freie Wege machen den Unterschied bei vertikal geführten Gurken.

Die österreichischen Bloomcabin Modelle bieten unterschiedliche Grundrisse und Höhen. Für Gurken sind vor allem Rankmöglichkeiten, gut erreichbare Türen und Dachlüftung sowie ausreichend Bewegungsraum entscheidend.

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FAQ

Fragen zum Gurkenanbau im Gewächshaus

Welche Gurken eignen sich in Österreich fürs Gewächshaus?

Parthenokarpe Gewächshaussorten sind besonders praktisch, daneben funktionieren viele andere Sorten bei passender Bestäubung.

Wann pflanze ich Gurken ins unbeheizte Gewächshaus?

Wenn Boden und Nächte ausreichend warm und stabil sind; Höhenlage und Region verändern den Zeitpunkt deutlich.

Brauchen Gurken viel Abstand?

Sie brauchen vor allem genügend Luft- und Arbeitsraum. Abstand und Schnittsystem müssen zur Sorte passen.

Wie führe ich Gurken am besten?

Vertikal an Schnüren, Netz oder Spalier. Das Gerüst sollte vor der Pflanzung fertig sein.

Wie oft soll ich gießen?

Nach Bodenfeuchte und Wetter. Heiße Tage und große Pflanzen brauchen deutlich mehr als junge Pflanzen in kühlem Maiwetter.

Muss ich Blüten bestäuben?

Nur bei Sorten, die Bestäubung benötigen. Parthenokarpe Typen bilden Früchte ohne Befruchtung.

Warum ist morgens so viel Kondenswasser da?

Gurken geben nachts Feuchte ab. Dichte Bestände und geschlossene Lüftungen verstärken die Kondensation.

Wie verlängere ich die Ernte?

Konstante Wasserversorgung, ausgewogene Ernährung, gesunde Blätter und häufiges Pflücken halten die Kultur länger produktiv.

Vom Boden bis zum Dach

Eine gute Gurkenkultur nutzt das gesamte Gewächshausvolumen – nicht nur die Beetfläche.

Warme Wurzeln, vertikale Führung, regelmäßiges Wasser und aktive Lüftung machen aus einem Bloomcabin Gewächshaus einen sehr effizienten Raum für Gurken.

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Österreich: allgemeiner Gartenbau-Ratgeber. Sorte, Pflanzzeit, Klima, Pflanzenschutz und Kulturführung sind standort- und saisonabhängig. Beachten Sie Saatgut- und Produktangaben sowie bei Bedarf lokale Fachinformationen.

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