Um die Qualität der Inhalte dieser Website zu verbessern und sie an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen, werden Cookies verwendet – auch Cookies von Drittanbietern. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies sowie einer möglichen Kommunikation zu, wenn Sie Ihre Kontaktinformationen in eines der Formulare auf der Seite eingeben.
Zurück zum Blog

Ringwurzeln bei Jungpflanzen vor dem Auspflanzen vermeiden

Ringwurzeln bei Jungpflanzen vor dem Auspflanzen vermeiden

Jungpflanzen im Gewächshaus

Ringwurzeln entstehen nicht über Nacht: Bleiben Jungpflanzen nach der Aussaat zu lange in einer kleinen Zelle, folgen die Wurzeln oft der Gefäßwand und wachsen im Kreis. Entscheidend ist deshalb nicht eine pauschale Topfgröße, sondern wie lange die Pflanze bis zum passenden Auspflanztermin noch im Gefäß bleiben muss. Planen Sie vom Pflanztermin rückwärts, beziehen Sie mögliche Verzögerungen ein und rechnen Sie den Platz für jede Umtopfstufe mit. So erkennen Sie rechtzeitig, ob ein größeres Gefäß, ein anderer Aussaatzeitpunkt oder eine gestaffelte Anzucht nötig ist.

Gewächshaus mit Accoya-Lagerbereich

Vor dem Kauf prüfen 1

Woran Sie beginnende Ringwurzeln erkennen

Als Ringwurzeln bezeichnet man Wurzeln, die im Gefäß an der Wand oder am Boden entlangwachsen und dabei Bögen oder Schleifen bilden. Die Gefäßwand begrenzt ihre Ausbreitung; bleiben Jungpflanzen lange darin, können sich zunehmend dichte Wurzelkreise entwickeln. Einzelne Richtungsänderungen einer Wurzel sind aber noch kein Zeichen für einen vollständig durchwurzelten Topf. Eine kleine Aussaatzelle ist deshalb nicht automatisch ungeeignet: Für die erste Keimlingsphase kann sie passen. Entscheidend ist, dass rechtzeitig weiterer Wurzelraum verfügbar wird, wenn die Kultur ihn benötigt. Auch Pflanzen in größeren Töpfen können Ringwurzeln bilden, wenn ihre Standzeit entsprechend lang ist. Eine allgemeingültige Zahl an Tagen gibt es nicht, weil Pflanzenart, Sorte und Wachstumsbedingungen verschieden sind.

Einzelne Wurzeln am Rand oder am Abzugsloch bedeuten noch nicht, dass der gesamte Ballen zu eng durchwurzelt ist. Achten Sie darauf, ob viele Wurzeln dicht an der Außenkante und am Boden verlaufen, sich sichtbar kringeln und kaum noch lockeres Substrat dazwischen bleibt. Auch ein Ballen, der beim vorsichtigen Herausnehmen seine Form behält, kann ein Hinweis sein, ist aber kein alleiniger Test: Feuchtigkeit und Substrat beeinflussen ebenfalls, wie gut er zusammenhält. Entscheidend ist das Gesamtbild und die Zeit bis zum Auspflanzen. Wenn sich erste enge Kreise zeigen, können Sie noch reagieren; auf Welke als Warnsignal sollten Sie nicht warten.

Vom Auspflanztermin rückwärts planen

Legen Sie für jede Kultur zuerst den Zeitraum fest, zu dem sie ins Beet oder an ihren endgültigen Standort kommen soll. Maßgeblich ist nicht nur ein Datum im Kalender, sondern ob Pflanzenart, Entwicklungsstand und Bedingungen am Zielort zusammenpassen. Frostempfindliche Jungpflanzen brauchen andere Voraussetzungen als robustere Kulturen. Für konkrete Aussaat- und Pflanzfenster ist deshalb eine artspezifische Anbauangabe sinnvoll. Unterscheiden Sie in Ihrem Plan zwischen dem gewünschten Termin und dem Zeitraum, in dem das Auspflanzen tatsächlich möglich sein dürfte. Ist das Beet beispielsweise noch mit einer anderen Kultur belegt, hängt der Wechsel auch von deren Räumung und der anschließenden Vorbereitung ab. Die Jungpflanzen müssen bis dahin in geeigneten Gefäßen weiterwachsen können. Beziehen Sie außerdem die Gewöhnung an die Bedingungen am Zielort in die Planung ein; sie schafft keinen zusätzlichen Wurzelraum. Wer diese Übergangszeit übersieht, unterschätzt leicht die gesamte Standzeit im Topf.

Rechnen Sie vom geplanten Zeitraum zur Aussaat zurück: Berücksichtigen Sie die Keimphase, die Standzeit in der ersten Zelle, ein mögliches Pikieren und die Weiterkultur im größeren Topf. Verwenden Sie dafür Hinweise zur konkreten Kultur statt einer allgemeinen Zahl für alle Jungpflanzen. Ein Kalender pro Aussaatcharge zeigt, wann Gefäße und Anzuchtplätze wieder frei werden müssen. Stehen mehrere Sätze gleichzeitig im Gewächshaus, zählt die höchste gleichzeitige Belegung und nicht die gesamte Pflanzenzahl der Saison. Falls dafür eine Erweiterung infrage kommt, lässt sich zum Beispiel das T-Modell-Gewächshaus Orangerie in die Flächenskizze aufnehmen.

Vor dem Kauf prüfen 2

Topfvolumen an die geplante Standzeit anpassen

Das passende Topfvolumen hängt vor allem davon ab, wie lange eine Pflanze darin bleiben soll und wie rasch sie den Wurzelraum erschließt. Für eine kurze Anzuchtphase kann eine kleinere Zelle genügen; verschiebt sich der Pflanztermin, kann derselbe Behälter zum Engpass werden. Prüfen Sie bei der jeweiligen Kultur, ob nach dem Pikieren ein Einzeltöpfchen vorgesehen ist und welche Größe für die Weiterkultur empfohlen wird. Pauschale Angaben wie ein bestimmter Durchmesser für alle Jungpflanzen helfen wenig, weil Aussaatzeitpunkt, Sorte und Entwicklungstempo den Bedarf verändern. Auch Gefäßhöhe und -form können eine Rolle spielen. Zwei Töpfe mit gleichem oberen Durchmesser bieten nicht zwangsläufig gleich viel Substratvolumen: Ein flacher oder stark nach unten verjüngter Topf kann weniger aufnehmen. Vergleichen Sie deshalb nach Möglichkeit die Volumenangaben und nicht nur die Breite. Bei Anzuchtplatten zählt das Volumen der einzelnen Zelle, während die Außenmaße der gesamten Platte für den Stellplan wichtig sind. Halten Sie beide Angaben getrennt fest, damit Wurzelraum und Flächenbedarf nicht verwechselt werden.

Ein sehr viel größeres Gefäß löst das Problem nicht automatisch. Eine kleine Wurzelmasse erschließt das zusätzliche Substrat nur nach und nach; je nach Gießweise kann der noch kaum durchwurzelte Bereich länger feucht bleiben. Wählen Sie daher eine Gefäßgröße, die zur erwarteten Standzeit passt, und bedenken Sie, dass Einzeltöpfe mehr Stellfläche brauchen als Aussaatzellen. Legen Sie einige gefüllte Töpfe auf dem geplanten Tisch probeweise aus, statt die Kapazität nur aus der Anzahl der Aussaatschalen abzuleiten. Bei einem Gewächshausvergleich lässt sich auch das pyramidenförmige Gewächshaus als weitere Flächenoption aufnehmen.

Pikieren und Umtopfen rechtzeitig organisieren

Beim Pikieren werden Sämlinge aus einer gemeinsamen Aussaatschale getrennt und einzeln weiterkultiviert. Warten Sie damit nicht darauf, dass sich die Wurzeln benachbarter Pflanzen bereits ineinander verhakt haben. Der passende Zeitpunkt hängt von der Kultur ab; richten Sie sich nach ihrer Anzuchtempfehlung und beobachten Sie, wie sich die Pflanzen entwickeln. Nicht jede Jungpflanze muss pikiert werden: Bei einer Aussaat in Einzelzellen entfällt das Trennen, und bei Kulturen, die auf Wurzelstörungen empfindlich reagieren, kann die Aussaat im eigenen Gefäß sinnvoll sein. Das spätere Umtopfen in ein größeres Gefäß ist ein eigener Arbeitsschritt. Planen Sie dafür ein Zeitfenster und prüfen Sie vorher, ob der Ballen bereits ausreichend zusammenhält. Ein sehr früher Wechsel kann schwierig sein, wenn beim Herausnehmen noch viel Substrat auseinanderfällt. Ein zu später Wechsel lässt dagegen wenig Reserve bis zum Auspflanzen. Der Kalender erinnert an die Kontrolle; den tatsächlichen Topfwechsel bestimmen Pflanzenzustand und verbleibende Standzeit.

Stellen Sie die nächsten Gefäße, passendes Substrat und Etiketten bereit, bevor Sie eine Charge umtopfen. So können Sie die Pflanzen zügig weiterkultivieren und Aussaatdatum, Topfwechsel und nächsten Kontrolltermin festhalten. Bewegen Sie den Ballen vorsichtig und reißen Sie ihn nicht unnötig auseinander; der Wechsel soll zusätzlichen Wurzelraum schaffen, nicht die Pflanze durch hastige Handgriffe belasten. Wer Material im Gewächshaus lagert, sollte den dafür genutzten Platz bei der Anzuchtfläche abziehen. Bei einem Aluminium-Gewächshaus mit Lager ist der Lagerbereich nicht automatisch auch ein Platz für Jungpflanzen.

Außenansicht einer Orangerie

Vor dem Kauf prüfen 3

Wurzeln kontrollieren, ohne den Ballen unnötig zu stören

Sie müssen nicht jede Jungpflanze aus ihrem Gefäß nehmen. Prüfen Sie stattdessen einzelne Pflanzen aus vergleichbaren Chargen und achten Sie darauf, ob sich das Wachstum seit der letzten Kontrolle deutlich verändert hat. Bei schnell wachsenden Pflanzen oder einer längeren Standzeit können häufigere Kontrollen sinnvoll sein als bei einer kurz kultivierten, langsam wachsenden Charge. Beschriften Sie Schalen oder Töpfe so, dass Sie Pflanzen gleichen Aussaatzeitpunkts und gleicher Kultur zusammen beurteilen können. Wählen Sie bei größeren Chargen nicht ausschließlich die größte oder die am leichtesten erreichbare Pflanze. Ein Exemplar aus der Mitte und eines vom Rand können zeigen, ob sich der Bestand gleichmäßig entwickelt. Unterscheiden sich ihre Ballen deutlich, prüfen Sie weitere Pflanzen, bevor Sie die gesamte Charge umtopfen. Auch schwächer entwickelte Exemplare verdienen einen eigenen Blick: Ihre geringe Größe beweist nicht, dass ihnen nur Wurzelraum fehlt. Damit vergleichen Sie ähnliche Bedingungen, statt aus einem einzelnen Topf auf den Zustand aller Jungpflanzen zu schließen.

Zum Prüfen lösen Sie einen einzelnen Ballen vorsichtig aus dem Gefäß, statt am Stängel zu ziehen. Schauen Sie sich Seiten und Boden an: Einige Wurzeln am Rand sind etwas anderes als viele dicht verlaufende Wurzeln, die bereits Schleifen bilden. Wenn ein Ballen sehr trocken oder stark durchnässt ist, kann sein Zusammenhalt die Beurteilung erschweren; berücksichtigen Sie das, bevor Sie aus der Form allein Schlüsse ziehen. Ein gut erreichbarer Ablageplatz erleichtert diese Arbeit. Bei der Planung eines neuen Modells, etwa beim Prestige-Gewächshaus mit Metallfundament, sollten Sie Tisch, Ablage und Zugang in Ihrer Skizze mitberücksichtigen.

Platz für Töpfe, Wege und Arbeiten erfassen

Die nötige Anzuchtfläche ergibt sich nicht aus der Zahl der Samen, sondern aus der Anzahl der Pflanzen, die zur selben Zeit in den verschiedenen Gefäßen stehen. Messen Sie Ihre Aussaatschalen und Töpfe nach und notieren Sie, wie viele davon nebeneinander auf einen Tisch passen. Rechnen Sie für jede Umtopfstufe neu: Aus wenigen Schalen können später viele einzelne Töpfe werden, die mehr Stellfläche beanspruchen. Ein vereinfachtes Rechenbeispiel verdeutlicht den Unterschied: 40 quadratische Töpfe mit jeweils zehn Zentimetern Seitenlänge beanspruchen ohne Zwischenräume zusammen 0,4 Quadratmeter. Das ist nur ihre reine Stellfläche, noch keine Empfehlung für die Anordnung. Ragen die Blätter über den Topfrand hinaus, müssen die Pflanzen gegebenenfalls weiter auseinanderstehen. Runde Gefäße, Untersetzer und Trays verändern die tatsächlich benötigte Fläche ebenfalls. Prüfen Sie deshalb mit den verwendeten Behältern, wie viele Pflanzen sich sinnvoll aufstellen lassen. Denken Sie auch an Platz, um Schalen herauszunehmen und eine Charge vorübergehend abzustellen. Die gesamte Bodenfläche eines Gewächshauses ist nicht automatisch Anzuchtfläche.

Erstellen Sie eine einfache Skizze mit Tischen, Gefäßreihen, Arbeitswegen und vorübergehenden Ablageplätzen. Tragen Sie für jede Woche ein, wie viele Pflanzen noch in der Aussaatzelle stehen und wie viele bereits umgetopft wurden. So erkennen Sie, ob zwei Chargen gleichzeitig mehr Platz benötigen, als im Alltag frei bleibt. Für größere Planungen können Sie etwa die Flächenvarianten des Geräumigen Gewächshauses als Vergleich heranziehen. Die dort ausgewiesene Gesamtfläche sagt aber noch nicht, wie viele Töpfe auf Ihre tatsächlich geplanten Tische passen.

Vor dem Kauf prüfen 4

Aussaaten staffeln und Verzögerungen auffangen

Wenn eine Kultur nicht auf einmal ausgepflanzt werden soll, kann eine Aussaat in mehreren Sätzen die gleichzeitige Belegung verringern. Stimmen Sie die Abstände auf den vorgesehenen Pflanzzeitraum und die Hinweise zur jeweiligen Kultur ab; eine Staffelung ist nicht für jede Pflanze gleich sinnvoll. Beschriften Sie die Sätze getrennt, damit Sie wissen, welche Jungpflanzen zuerst an größere Gefäße oder ins Beet müssen. Dieser Wochenplan hilft auch beim Vergleich einer möglichen Gewächshausfläche: Das klassische Aluminium-Gewächshaus lässt sich mit der größten gleichzeitigen Belegung in Ihrer Skizze beurteilen, nicht mit der Gesamtzahl aller Pflanzen über die Saison.

Wenn sich der Auspflanztermin verschiebt, prüfen Sie zuerst die tatsächlichen Wurzeln und den verbleibenden Platz. Ist der Ballen noch nicht dicht durchwurzelt, müssen Sie nicht allein wegen des Kalenders sofort umtopfen. Ist er bereits stark gefüllt, kann ein passendes größeres Gefäß nötig sein; dafür sollten Töpfe, Substrat und Stellfläche bereitstehen. Auch eine angepasste Reihenfolge beim Auspflanzen kann helfen, sofern die jeweilige Kultur und der Zielort dafür geeignet sind. Vermeiden Sie, Pflanzen nur aus Platznot besonders eng zusammenzustellen oder ihre Pflege absichtlich zu vernachlässigen.

Wachstumsbedingungen und Gießrhythmus beobachten

Wurzelraum wird nicht bei jeder Charge gleich schnell knapp. Wärme und Licht beeinflussen das Wachstum, und Bedingungen im Gewächshaus können sich im Lauf der Saison ändern. Deshalb füllt eine Jungpflanze ihr Gefäß nicht immer im selben Zeitraum wie eine frühere Aussaat derselben Art. Prüfen Sie neben den Wurzeln auch, ob sich die Pflanzen seit der letzten Runde sichtbar weiterentwickelt haben. Werden die Bedingungen günstiger und das Wachstum beschleunigt sich, sollten Sie den nächsten Wurzelcheck nicht erst für den ursprünglich geplanten Termin vorsehen. Anzuchthinweise für die jeweilige Kultur bleiben dabei der maßgebliche Bezugspunkt.

Nutzen Sie Wasser nicht als Mittel, um das Wachstum absichtlich zu bremsen. Richten Sie die Bewässerung am Zustand des Substrats und an der Kultur aus, statt Jungpflanzen austrocknen zu lassen oder die Gefäße dauerhaft nass zu halten. Notieren Sie größere Änderungen bei Standort und Pflege, damit Sie eine unerwartet rasche Durchwurzelung besser einordnen können. Bei einem Wandgewächshaus sollte die Beobachtung am tatsächlichen Standort stattfinden: Aus der Bauform allein lässt sich nicht ableiten, wie hell oder warm es dort für Ihre Jungpflanzen ist. Entscheidend bleiben die Bedingungen, die Sie vor Ort tatsächlich vorfinden.

Orangerie im Garten

Vor dem Kauf prüfen 5

Gewächshausfläche an der Spitzenbelegung ausrichten

Wenn Sie ein Gewächshaus für die Anzucht auswählen, prüfen Sie die Anordnung für den Zeitpunkt des größten Platzbedarfs. Dabei geht es nicht nur darum, ob alle Töpfe rechnerisch hineinpassen. Können Sie auch eine Schale aus der hinteren Reihe herausnehmen, ohne andere Pflanzen zu beschädigen? Sind die Ballen für Kontrollen erreichbar, und bleibt ein Platz für gerade umgetopfte Pflanzen frei? Stellen Sie eine geplante Tischbelegung vorab mit leeren Gefäßen nach. So werden ungünstige Griffwege sichtbar, bevor die Anzucht beginnt. Zusätzliche Regalböden vergrößern zwar die Stellfläche, können aber darunter stehende Pflanzen beschatten. Zählen Sie solche Ebenen daher nicht ungeprüft als gleichwertige Anzuchtplätze. Berücksichtigen Sie außerdem, dass größere Jungpflanzen mehr Höhe und Abstand brauchen als frisch belegte Aussaatschalen. Eine zunächst ausreichende Anordnung muss auch am Ende der Topfphase noch funktionieren.

Vergleichen Sie die angebotenen Grundflächen erst dann mit Ihrem Stellplan. Für das Limited-Edition-Aluminium-Gewächshaus sind Varianten von 3,77 bis 28,08 Quadratmetern ausgewiesen. Diese Größenangabe beschreibt jedoch noch keine konkrete Tischanordnung oder Pflanzenkapazität. Prüfen Sie für die gewünschte Variante die verfügbaren Maßangaben und gleichen Sie sie mit Ihren Tischen, Gefäßen und vorgesehenen Zugängen ab. Klären Sie gesondert, welche Ausstattung zum gewählten Angebot gehört und welche Anzuchttische Sie zusätzlich benötigen würden. Aus der Modellbezeichnung allein lässt sich das nicht ableiten. Wenn Sie bereits ein Gewächshaus nutzen, testen Sie zunächst, ob sich dessen vorhandene Stellplätze besser organisieren lassen. Bleibt ein Engpass bestehen, unterscheiden Sie zwischen dauerhaft fehlender Fläche und einer kurzen Überschneidung zweier Chargen. Eine Erweiterung ist eine andere Entscheidung als ein vorgezogener Topfwechsel oder ein späterer Aussaattermin; Ihr Belegungsplan zeigt, welches Problem tatsächlich gelöst werden muss.

Kontrollen und Termine schriftlich festhalten

Ein einfacher Anzuchtplan macht aus einzelnen Beobachtungen eine brauchbare Entscheidungshilfe. Notieren Sie für jede Charge Aussaatdatum, Pflanzenart, aktuelles Gefäß, Pikier- und Umtopftermin sowie den geplanten Zeitraum fürs Auspflanzen. Ergänzen Sie bei einer Kontrolle, ob Wurzeln bereits an Seiten oder Boden entlanglaufen und wie viel Platz die nächste Gefäßstufe braucht. Halten Sie den Befund möglichst eindeutig fest, etwa als „wenige Wurzeln am Rand“, „Ballen gleichmäßig durchwurzelt“ oder „dichte Schleifen am Boden“. Diese Beschreibungen sind keine festen Grenzwerte, erleichtern aber den Vergleich mit der nächsten Kontrolle. Notieren Sie auch einen verschobenen Pflanztermin, damit die verbleibende Standzeit erkennbar bleibt. Dafür genügt eine Tabelle oder ein Notizbuch; entscheidend ist, dass Sie die Einträge einer Schale eindeutig zuordnen können. Legen Sie einen wiederkehrenden Kontrolltermin fest und passen Sie den Abstand an, wenn die Jungpflanzen schneller wachsen oder der Pflanztermin näher rückt.

Leiten Sie aus dem Befund eine Entscheidung für die jeweilige Charge ab und halten Sie anschließend fest, ob sie sich bewährt hat. Konnte die Pflanze bis zum vorgesehenen Termin im Gefäß bleiben, ohne dichte Wurzelkreise zu bilden? War ein zusätzlicher Topfwechsel nötig, oder wurde die Aussaat unnötig früh angesetzt? Vergleichen Sie solche Erfahrungen nur zwischen ausreichend ähnlichen Kulturen und Bedingungen. Eine Verzögerung durch ein noch nicht vorbereitetes Beet verlangt eine andere Planänderung als ein regelmäßig zu klein gewähltes Gefäß. Prüfen Sie auch die Zahl der vorgezogenen Pflanzen: Wenn deutlich mehr Jungpflanzen vorhanden sind als vorgesehene Pflanzplätze, beanspruchen sie unnötig die Reserve für spätere Topfwechsel. Eine bewusst begrenzte Ersatzmenge ist etwas anderes als mehrere ungeplante volle Schalen. So verbessern Sie für die nächste Anzucht gezielt Aussaattermin, Gefäßwahl oder Pflanzenzahl, statt vorsorglich alle Töpfe größer zu wählen.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich beginnende Ringwurzeln?

Achten Sie auf mehrere Wurzeln, die dicht an der Gefäßwand entlanglaufen oder sich am Boden kringeln. Einzelne Wurzeln am Abzugsloch sind noch kein sicherer Hinweis. Am besten prüfen Sie vorsichtig einen Ballen aus einer vergleichbaren Anzuchtcharge.

Wie oft muss ich Jungpflanzen umtopfen?

Einen festen Abstand gibt es nicht. Entscheidend sind die Pflanzenart, ihr Wachstum und die Zeit bis zum Auspflanzen. Prüfen Sie die Wurzeln und richten Sie sich nach artspezifischen Anzuchthinweisen, statt nur nach einem starren Kalender.

Sind Wurzeln am Abzugsloch ein Zeichen für einen zu kleinen Topf?

Nicht unbedingt. Eine einzelne Wurzel kann das Loch erreichen, obwohl im Ballen noch genügend Substrat frei ist. Aussagekräftiger ist, ob viele Wurzeln dicht an den Seiten und am Boden verlaufen und sich bereits in Schleifen legen.

Verhindert ein besonders großer Topf Ringwurzeln?

Ein größeres Gefäß schafft mehr Wurzelraum, ist aber nicht automatisch die beste Wahl. Das Volumen sollte zur Pflanze und zur erwarteten Standzeit passen. Ein sehr großer, noch kaum durchwurzelter Substratbereich kann je nach Gießweise länger feucht bleiben.

Was kann ich tun, wenn sich das Auspflanzen verzögert?

Kontrollieren Sie den Ballen und prüfen Sie, ob die Jungpflanze noch ausreichend Platz hat. Bei dichter Durchwurzelung kann ein passendes größeres Gefäß nötig sein. Planen Sie dafür Arbeits- und Stellfläche ein und pflanzen Sie nicht allein deshalb ins Beet, weil der Topf knapp wird.

Ringwurzeln vermeiden Sie am zuverlässigsten, wenn Sie Standzeit, Gefäßvolumen und Anzuchtfläche gemeinsam planen. Entscheidend sind der passende Zeitraum fürs Auspflanzen, regelmäßige Kontrollen an repräsentativen Pflanzen und ein Platzpuffer für größere Töpfe. Wird der Termin verschoben, prüfen Sie den Ballen und passen Sie die nächste Maßnahme an, bevor die Wurzeln im Gefäß enge Kreise bilden.

45% SPAREN BEI ONLINE-BESTELLUNG
Online einkaufen ist einfach und lohnt sich
Kontaktieren Sie uns!
Kontaktieren Sie uns
Telefon:
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Handelsregisternummer:
38944924
Adresse:
Thriges Plads 6, 5000 Odense C, Denmark
Soziale Medien
Folgen Sie uns auf Instagram, Facebook und Twitter, um die neuesten Nachrichten und besten Angebote von Bloomcabin zu erhalten.
X
Haben Sie Fragen und möchten, dass wir Sie zurückrufen?
+43
−
✖