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Bodenmüdigkeit bei Tomaten im selben Gewächshaus bewältigen

Bodenmüdigkeit bei Tomaten im selben Gewächshaus bewältigen

Tomaten im Gewächshaus

Wenn Tomaten Jahr für Jahr im selben Gewächshausbeet stehen, können Wuchskraft und Ertrag nachlassen. „Bodenmüdigkeit“ ist jedoch keine eindeutige Diagnose: Nährstoff- und Salzverschiebungen, verdichteter Boden sowie bodenbürtige Schaderreger können ähnliche Symptome verursachen. Prüfen Sie zuerst, ob die Probleme immer am selben Platz auftreten und was Wurzeln und Boden zeigen. Auch wenn ein klassischer Fruchtwechsel kaum möglich ist, lassen sich Wurzelräume trennen und Maßnahmen gezielter planen.

Klassisches Gewächshaus aus Glas

Bodenmüdigkeit ist ein Sammelbegriff

Als Bodenmüdigkeit gilt eine nach wiederholtem Anbau am gleichen Standort beobachtete Verschlechterung des Pflanzenwachstums. Der Begriff beschreibt ein Problem, aber weder einen bestimmten Erreger noch einen festen Messwert. Bei Tomaten können mehrere Faktoren zusammentreffen: Wiederholter Anbau kann bestimmte bodenbürtige Schaderreger und Nematoden begünstigen, während Ernte und Düngung die Nährstoffbilanz verschieben. Auch Gießwasser beeinflusst den Salzgehalt, und häufig genutzte Beete können an Struktur verlieren. Die Erde ist deshalb nicht automatisch „verbraucht“, nur weil mehrere Tomatenjahre aufeinanderfolgen. Entscheidend ist, welcher Prozess vorliegt und ob einzelne Pflanzen, Beetabschnitte oder die gesamte Kultur betroffen sind.

Notieren Sie, ob jedes Jahr dieselbe Beetreihe betroffen ist oder ob sich die Probleme im ganzen Gewächshaus zeigen. Eine Skizze mit Beeten, Wegen und Tomatenstandorten hilft, Proben später getrennt zu entnehmen. Tragen Sie auch frühere Pflanzplätze ein: Ein Umsetzen um wenige Zentimeter ist kein Wechsel in einen anderen Wurzelraum. Für eine Neuplanung lässt sich diese Beetkarte als Grundlage nutzen. Das T-Modell-Gewächshaus Orangerie wird mit Flächenangaben von 16,52 bis 30 m² geführt. Übertragen Sie Ihren geplanten Anbau auf den Grundriss der gewünschten Variante und kennzeichnen Sie zusammenhängende Bodenflächen sowie eigenständige Gefäße unterschiedlich. So erkennen Sie, ob tatsächlich getrennte Kulturplätze vorgesehen sind oder nur mehrere Pflanzreihen im selben Beet. Berücksichtigen Sie dabei die ausgewachsenen Pflanzen: Ein gut zugänglicher Pflanzplatz im Frühjahr kann im Sommer durch Blätter und Seitentriebe schwer erreichbar werden.

Anzeichen im Tomatenbestand richtig einordnen

Ein schwacher Start nach dem Pflanzen, kleiner Wuchs, frühe Vergilbung, Welken trotz feuchter Erde oder ein nachlassender Fruchtansatz können Anlass zur Prüfung sein. Auch Wurzeln mit braunen Stellen oder Verdickungen sind wichtige Beobachtungen. Keines dieser Zeichen beweist für sich Bodenmüdigkeit: Welken kann etwa bei Trockenheit, Staunässe oder beschädigten Wurzeln auftreten. Blasse Blätter passen zu verschiedenen Störungen der Nährstoffaufnahme, nicht nur zu einem Mangel. Schäden am Blütenende sind ebenfalls kein sicherer Nachweis für einen bestimmten Nährstoffmangel. Ein Symptom zeigt daher, wo die Suche beginnen kann, aber nicht schon, welche Behandlung hilft.

Entscheidend ist die räumliche und zeitliche Verteilung. Sind einzelne Pflanzen betroffen, eine ganze Reihe oder stets dieselbe Beetstelle? Beginnt das Problem kurz nach dem Auspflanzen oder erst nach Wochen? Vergleichen Sie auffällige Pflanzen mit gesunden Nachbarn und notieren Sie Sorte, Jungpflanzencharge, Gießbereich und Düngergaben. Auch starke Temperaturschwankungen oder länger anhaltende Hitze können für den Verlauf wichtig sein. Ziehen Sie einzelne stark geschädigte Pflanzen vorsichtig mit Wurzeln heraus und fotografieren Sie den Befund, bevor Sie weitere ausgraben. Wiederholt sich das Muster an derselben Stelle, spricht das für einen standortbezogenen Faktor, aber noch nicht für eine bestimmte Ursache.

Boden und Pflanzen gezielt untersuchen

Entnehmen Sie Bodenproben aus dem tatsächlich genutzten Wurzelbereich und nicht nur von der Oberfläche. Halten Sie sichtbar unterschiedliche Stellen getrennt, zum Beispiel ein gut wachsendes und ein auffälliges Beet. Eine Mischprobe aus beiden kann gerade den Unterschied verwischen, den Sie klären möchten. Wie viele Teilproben, welche Tiefe und welche Menge benötigt werden, richtet sich nach der Methode des Labors; folgen Sie dessen Anleitung. Meiden Sie Stellen direkt neben frischem Dünger oder einem Komposthaufen und teilen Sie mit, dass die Erde aus einem Gewächshaus mit wiederholtem Tomatenanbau stammt. Angaben zu früheren Düngergaben erleichtern die Einordnung von pH-Wert und Nährstoffversorgung.

Eine übliche Bodenanalyse weist nicht automatisch Pilze oder Nematoden nach. Bei wiederkehrenden Wurzelschäden oder klar abgegrenzten Befallsstellen kann deshalb eine gezielte Pflanzen- oder Erregerdiagnostik sinnvoll sein. Fragen Sie das Labor vorab, welche Probe, Verpackung und Einsendezeit es benötigt; eine einzelne beschädigte Wurzel ist kein sicherer Nachweis. Ordnen Sie jeder Probe eine eindeutige Bezeichnung zu, die auch auf Ihrer Beetkarte steht. Ergänzen Sie Fotos und Angaben zum ersten Auftreten der Symptome. Bewahren Sie den vollständigen Befund auf, einschließlich der verwendeten Messmethode und Einheiten: Werte aus unterschiedlichen Untersuchungsverfahren sind nicht ohne Weiteres vergleichbar. Prüfen Sie außerdem, ob die Bewässerung alle Reihen gleichmäßig erreicht oder Wasser an einzelnen Stellen stehen bleibt. Wenn mehrere Kulturen gleichzeitig schwächeln, kommen auch gemeinsame Umweltbedingungen infrage. Erst wenn Beobachtungen und Befunde zusammenpassen, lässt sich eine gezielte Bodenmaßnahme begründen.

Fruchtwechsel bleibt sinnvoll, wenn er möglich ist

Ein echter Fruchtwechsel entlastet das Beet, wenn Tomaten zeitweise durch eine passende Pflanze ersetzt werden, die für den vermuteten Schaderreger kein Wirt ist. Kartoffeln, Paprika und Auberginen sind meist keine gute Ausweichkultur: Sie gehören ebenfalls zu den Nachtschattengewächsen und können bestimmte bodenbürtige Probleme mit Tomaten teilen. Welche Folgekultur passt, hängt aber auch vom Erreger ab. Manche Schaderreger haben einen engen Wirtspflanzenkreis, andere können mehrere Pflanzenfamilien befallen. Planen Sie eine Zwischen- oder Gründüngung daher nicht allein nach Kalender oder Saatgutangebot, sondern berücksichtigen Sie Diagnose, Saisonzeit und Wirtspflanzenkreis. Fruchtwechsel ist vorbeugend und beseitigt ein bestehendes Problem nicht in jedem Fall sofort.

Der allgemeine Ratgeber „Fruchtfolge im Gewächshaus: So bleibt der Boden gesund“ erklärt das Grundprinzip; hier geht es um Situationen, in denen ein Wechsel nur eingeschränkt möglich ist. Prüfen Sie, ob wenigstens ein Teil des Beets für eine ganze Tomatensaison anders genutzt werden kann. Eine kurze Zwischenkultur im Winter ersetzt eine solche Anbaupause nicht automatisch. Halten Sie im Plan fest, welche Kultur auf welcher Fläche steht und wann dort zuletzt Tomaten gewachsen sind. Bei der Auswahl des Pyramidengewächshauses Bloomcabin Oasis können Sie diesen Flächenplan mit dem Grundriss der gewünschten Variante abgleichen. Für eine wechselnde Nutzung müssen nicht nur Pflanzplätze, sondern auch die unterschiedlichen Wuchsformen und Erntearbeiten Platz finden. Ein benachbarter Beetabschnitt ist allerdings keine sichere Ausweichfläche, wenn Wurzeln weiterhin in denselben belasteten Boden reichen. Der Kalender allein sagt deshalb wenig darüber aus, wie wirksam Ihr Fruchtwechsel ist.

Gewächshaus mit Accoya-Lagerbereich

Bei gleichem Standort den Wurzelraum trennen

Wenn Tomaten im einzigen Bodenbeet bleiben müssen, kann ein Trog oder Gefäß mit geeignetem, frischem Substrat einen anderen Wurzelraum schaffen. Die Trennung funktioniert jedoch nur, wenn das Gefäß nicht mit alter Gewächshauserde gefüllt wird und Wurzeln nicht in den belasteten Boden hineinwachsen. Auch Ablaufwasser, anhaftende Erde und gemeinsam benutzte Werkzeuge können eine Verbindung zwischen Bereichen herstellen. Ein Hochbeet ist ebenfalls nicht automatisch getrennt: Entscheidend ist, ob Füllung und Wurzelraum eigenständig bleiben. Prüfen Sie außerdem, ob Gefäßmaterial und Substrat für den vorgesehenen Gemüseanbau geeignet sind. Ein bloßes Umsetzen der Tomate in ein anderes Stück desselben durchgehenden Beets schafft keinen neuen Boden.

Bei wiederkehrenden, diagnostizierten Bodenkrankheiten können eine resistente Sorte oder veredelte Jungpflanzen eine ergänzende Möglichkeit sein. Welche Resistenzangabe passt, hängt vom Erreger und der verwendeten Unterlage ab; eine als resistent bezeichnete Pflanze ist nicht gegen alle Bodenprobleme geschützt. Fragen Sie den Saatgut- oder Jungpflanzenanbieter nach der Bedeutung der konkreten Resistenzangabe und vergleichen Sie diese mit dem Befund. Dokumentieren Sie auch die Unterlage, damit sich Erfahrungen im Folgejahr zuordnen lassen. Für die räumliche Organisation kann das Aluminium-Gewächshaus mit integriertem Lager in den Vergleich einbezogen werden: Ein Lagerbereich ist in der Produktbeschreibung ausgewiesen. Prüfen Sie dessen Aufteilung und planen Sie saubere Gefäße und Materialien getrennt von benutzten Töpfen oder auffälligen Pflanzenresten. Ein gemeinsamer Lagerraum schafft diese Trennung nicht von selbst. Für den Anbau zählt außerdem die verbleibende Kulturfläche, nicht die Gesamtfläche einschließlich Lager.

Pflanzenreste und verdächtige Erde nicht verschleppen

Nach der Ernte entfernen Sie Tomatenwurzeln und sichtbar kranke Pflanzenteile aus dem Beet, statt sie als Bodenverbesserung liegen zu lassen. Wenn eine bodenbürtige Krankheit im Raum steht, geben Sie befallene Reste nicht unbedacht in den Hauskompost: Ohne passende Kompostierungsbedingungen ist nicht gesichert, dass alle Erreger unschädlich werden. Schütteln oder tragen Sie verdächtige Erde nicht in andere Beete. Reinigen Sie Werkzeuge und Gefäße, bevor sie in einen anderen Bereich wechseln, und halten Sie auffälliges Material zunächst getrennt. Das ersetzt keine Diagnose und desinfiziert den Boden nicht, verringert aber unnötige Verschleppung. Gesunde Pflanzenreste und verdächtiges Material sollten nicht pauschal gleich behandelt werden.

Ein vollständiger Austausch der Beetfüllung ist weder immer nötig noch automatisch wirksam. Erreger können in Wurzelresten oder tieferen Bodenschichten verbleiben; eine dünne neue Schicht darüber ändert dann wenig. Wenn ein Labor oder eine Fachberatung zum Austausch rät, klären Sie zunächst den betroffenen Bereich und die Eignung des Ersatzmaterials für den Gemüseanbau. Messen Sie Länge, Breite und vorgesehene Austauschtiefe des Beets, um das benötigte Volumen zu ermitteln. Legen Sie vor Beginn fest, wohin die entnommene Erde kommt und wie sie transportiert wird, ohne andere Kulturflächen zu verunreinigen. Für einen geplanten Aufbau im Bloomcabin Prestige Gewächshaus gehört deshalb auch der Zugang zum Beet in die Skizze. Prüfen Sie, ob Gefäße oder Erde durch die vorgesehene Tür transportiert werden können und wo Material vorübergehend stehen soll. Die Gewächshausfläche selbst liefert weder das Beetvolumen noch eine fachliche Begründung für den Austausch.

Substrat für Töpfe und Tröge passend bemessen

Bei Topf- und Trogkultur zählt das Volumen des einzelnen Wurzelraums, nicht allein die Zahl der Gefäße. Stimmen Sie Gefäßgröße und Substrat auf die Tomatensorte und die Hinweise des Anbieters ab. Kleine Gefäße können schneller austrocknen; größere Pflanzvolumen brauchen eine dazu passende Bewässerung. Verwenden Sie Substrat, dessen vorgesehener Einsatz im Gemüseanbau klar angegeben ist, und prüfen Sie Angaben zu Ausgangsdüngung, pH-Wert und gegebenenfalls Salzgehalt. Material, Ablauf und Standort der Gefäße müssen zur geplanten Kultur passen. Alte Gewächshauserde lässt sich nicht allein durch Vermischen mit neuem Material sicher machen, wenn eine Krankheit oder hohe Salzbelastung ungeklärt ist.

Erfassen Sie vor dem Einkauf das Innenmaß und die geplante Füllhöhe jedes Beets oder Gefäßes und vergleichen Sie den Bedarf mit dem angegebenen Substratvolumen. Rechnen Sie nur den tatsächlich befüllten Raum ein, nicht Wege oder ungenutzte Flächen. Eine einfache Liste mit Gefäß, Volumen, Substrat und Ausgangsdüngung erleichtert später auch die Zuordnung von Gieß- und Düngergaben. Prüfen Sie bei vorgedüngtem Material, welche Nährstoffe bereits enthalten sind, damit Sie nicht zusätzlich nach Gefühl düngen. Die Bloomcabin Orangerie wird mit Flächen von 47 bis 70 m² geführt. Bei einer Planung auf dieser Fläche lohnt es sich, Gefäße zu überschaubaren Gruppen zusammenzufassen, die jeweils gut erreichbar sind. Planen Sie außerdem, wie gefüllte Tröge an ihren Platz gelangen und wie ein späterer Substratwechsel möglich bleibt. Eine große Gesamtfläche ersetzt weder die Mengenplanung noch einen praktikablen Zugang zu jedem Wurzelraum.

Düngung, Bewässerung und Bodenstruktur nach Befund steuern

Zwischen den Kulturen lässt sich die Bodenstruktur schonen, indem feste Wege genutzt und Beete nicht bearbeitet werden, solange sie nass und schmierig sind. Reifer, für den Gemüseanbau geeigneter Kompost kann organische Substanz ergänzen, sollte aber nach Bodenbefund und ausgewiesener Qualität eingesetzt werden. Eine pauschale Menge passt nicht für jedes Beet. In überdachten Beeten fällt direkter Regen weitgehend aus; je nach Gießwasser und Düngung können sich gelöste Salze im Wurzelraum sammeln. Das ist eine mögliche Ursache, kein automatischer Befund. Bei Verdacht helfen eine passende Leitfähigkeitsmessung und gegebenenfalls eine Untersuchung des Gießwassers. Größere Bodenänderungen sollten nicht allein aus einem Blattbild abgeleitet werden.

Leiten Sie die Düngung aus Bodenbefund, Kulturbedarf und bisherigen Gaben ab. Zusätzlicher Dünger behebt weder verdichtete Erde noch beschädigte Wurzeln; zu hohe Salzgehalte können die Wasseraufnahme erschweren. Gießen Sie so, dass der Boden gleichmäßig versorgt wird, ohne dauerhaft zu vernässen. Prüfen Sie die Feuchtigkeit auch unterhalb der Oberfläche und vergleichen Sie Rand- und Mittelbereiche. Bei einer automatischen Bewässerung zeigt eine Kontrolle der Wasserabgabe, ob einzelne Auslässe weniger liefern; der bloße Anschluss aller Pflanzen an dieselbe Leitung garantiert keine gleiche Versorgung. Für einen Anbauplan im klassischen Aluminium-Gewächshaus sollten Bodenbeete und Gefäße als getrennte Bewässerungsbereiche eingezeichnet werden, wenn sie unterschiedlich versorgt werden müssen. Leitungen und Anschlüsse müssen für die Kontrolle erreichbar bleiben. Eine pauschale Spülung ist keine sichere Lösung, wenn Abfluss und Bodenstruktur ungeklärt sind. Veränderungen an Bewässerung und Düngung gehören ins Protokoll, damit spätere Bodenwerte sinnvoll eingeordnet werden können.

Außenansicht einer Gewächshaus-Orangerie

Beetflächen und Wege vor einer Umplanung skizzieren

Wenn keine zweite Anbaufläche zur Verfügung steht, kann eine veränderte Innenaufteilung dennoch helfen. Denkbar sind eine dauerhaft genutzte Tomatenzone und klar abgegrenzte Gefäße für andere Kulturen, sofern deren Wurzelräume tatsächlich getrennt bleiben. Zeichnen Sie zuerst die nutzbaren Innenmaße und Beetflächen ein, danach Wege und den Platz, den Sie zum Pflanzen und Ernten benötigen. Berücksichtigen Sie auch, wo Erde oder Ablaufwasser in andere Bereiche gelangen könnte. Ein Plan ist nur dann hilfreich, wenn die Wege im Alltag praktikabel sind; eine umständliche Trennung wird leicht wieder aufgegeben. Die Planung sollte deshalb zur gewählten Anbaumethode passen, nicht nur zur Außenfläche.

Ein Produktname verrät noch nicht, wie ein Beet im Inneren angeordnet werden kann. Beim Aluminium-Wandgewächshaus sollten Sie den konkreten Grundriss deshalb zusammen mit der vorgesehenen Anbaumethode betrachten. Zeichnen Sie Tür, Pflanzreihen, Tröge und Arbeitswege maßstäblich ein. Prüfen Sie besonders, ob hintere Pflanzen noch erreichbar sind, wenn die vorderen ausgewachsen sind. Für Gefäße als getrennte Wurzelräume gehören auch der Ablauf und der Abstand zum alten Beet in den Plan. Planen Sie einen Platz zum Abstellen von Gießkanne, Erntekiste oder Werkzeug ein, ohne dafür regelmäßig zwischen die Pflanzen treten zu müssen. Ein durchgehender Weg erleichtert es, die Beete nicht zu betreten und deren Struktur zu schonen. Vergleichen Sie anschließend die benötigten Abstände mit den Innenmaßen der gewählten Variante. So wird aus einer Flächenangabe ein überprüfbarer Arbeitsplan, statt möglichst viele Tomatenplätze auf dem Papier unterzubringen.

Saisonprotokoll für den wiederholten Tomatenanbau

Ein kurzes Saisonprotokoll macht Veränderungen vergleichbar. Halten Sie vor dem Pflanzen Bodenbefund, geplante Kultur und Zustand des Beets fest. Während der Saison notieren Sie Sorte, Pflanzdatum, Beet- oder Gefäßposition, besondere Düngergaben und auffällige Gießprobleme. Schreiben Sie auch auf, wann erste Symptome auftraten und ob einzelne Pflanzen oder ganze Bereiche betroffen waren. Beim Ernten genügt eine gleichbleibende Erfassung, etwa nach Kisten oder als einfache Einstufung, wenn Sie nicht wiegen möchten. Nach der Ernte fotografieren Sie auffällige Wurzeln und markieren betroffene Stellen auf der Beetkarte. Ändern Sie nicht gleichzeitig alle Bedingungen, wenn sich die Wirkung einer Maßnahme später beurteilen lassen soll.

Werten Sie das Protokoll nach der Ernte nach denselben Kriterien aus: Zeitpunkt der ersten Symptome, betroffene Pflanzen, Wurzelbefund und Ertrag. Ein besseres Ergebnis nach einer Änderung ist ein nützlicher Hinweis, aber noch kein sicherer Beweis für deren Wirkung; auch Sorte, Jungpflanzenqualität und Witterung können sich unterscheiden. Bei auffälligen Nährstoffwerten wird gezielt nach Befund korrigiert, bei wiederkehrenden Wurzelschäden folgt eine passende Diagnostik. Wenn auch ein anderes Gewächshaus infrage kommt, können Sie den erprobten Anbauplan mit dem Aluminium-Gewächshaus der Limited Edition vergleichen. Kennzeichnen Sie dabei, welche Schwierigkeiten durch mehr oder anders aufgeteilten Platz gelöst würden und welche Maßnahmen unabhängig vom Gebäude nötig bleiben. Ein neues Gewächshaus allein verbessert weder belastete Erde noch ungeeignetes Gießwasser. Behalten Sie deshalb erfolgreiche Vorgehensweisen bei und übertragen Sie nicht ungeprüft alte Beetfüllungen oder problematische Kulturmaterialien in einen neuen Anbaubereich.

Häufige Fragen

Führt jährlicher Tomatenanbau zwangsläufig zu Bodenmüdigkeit?

Nein. Dass dieselbe Stelle genutzt wird, macht eine genauere Beobachtung sinnvoll, beweist aber keine Bodenmüdigkeit. Ungleichmäßiges Gießen, extreme Temperaturen, schwache Jungpflanzen oder eine unpassende Düngung können ebenfalls zu schlechtem Wuchs führen. Aussagekräftiger ist ein wiederkehrendes Muster, das zu Boden- oder Pflanzenbefunden passt.

Hilft es, nur die obere Erdschicht auszutauschen?

Nicht unbedingt. Wenn die Ursache im tieferen Wurzelraum oder in verbliebenen Pflanzenresten liegt, kann eine neue Deckschicht wenig verändern. Ein Austausch sollte sich nach dem betroffenen Bereich und einer Diagnose richten. Eine pauschale Tiefe oder Menge lässt sich nicht für jedes Gewächshausbeet festlegen.

Kann ich nach Tomaten Paprika, Kartoffeln oder Auberginen pflanzen?

Als Fruchtwechsel sind diese Kulturen meist keine gute Wahl: Sie gehören ebenfalls zu den Nachtschattengewächsen und können bestimmte bodenbürtige Probleme mit Tomaten teilen. Welche Folgekultur geeignet ist, hängt auch vom vermuteten Erreger ab. Bei wiederkehrenden Schäden sollte dessen Wirtspflanzenkreis berücksichtigt werden.

Zeigt eine Bodenanalyse auch Krankheitserreger?

Eine übliche Untersuchung zu pH-Wert und Nährstoffen weist nicht automatisch Pilze oder Nematoden nach. Bei wiederkehrenden Wurzelschäden kann eine gezielte Pflanzen- oder Erregerdiagnostik nötig sein. Fragen Sie das Labor vorab, welche Probe es braucht und wie diese entnommen und eingesendet werden soll.

Sind Töpfe eine praktikable Alternative zur Fruchtfolge?

Sie können einen getrennten Wurzelraum schaffen, wenn Gefäß und Substrat neu beziehungsweise geeignet sind und Wurzeln oder Ablaufwasser keinen Kontakt zur problematischen Erde herstellen. Auch die Größe muss zur Tomatensorte passen. Ein Topf mit alter Gewächshauserde ist dagegen nicht automatisch eine Entlastung.

Bleiben Tomaten im Gewächshaus am selben Standort, ist die richtige Antwort nicht automatisch mehr Dünger oder ein kompletter Bodentausch. Entscheidend ist, ob Symptome an einen bestimmten Bereich gebunden sind, was Boden- und Pflanzenbefund zeigen und wie sich Wasser, Nährstoffe und Wurzeln verhalten. Wo Rotation ausscheidet, kann ein sauber getrennter Wurzelraum die Kultur vom alten Beet entkoppeln; wo die Diagnose einen anderen Grund zeigt, ist eine gezielte Korrektur sinnvoller. Mit einer Beetkarte und kurzen Aufzeichnungen wird sichtbar, ob die gewählte Maßnahme in der nächsten Saison tatsächlich etwas verändert.

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