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Duftwicken im Gewächshaus für frühere Blüten anbauen

Duftwicken im Gewächshaus für frühere Blüten anbauen

Pflanzen im Gewächshaus

Duftwicken (Lathyrus odoratus) lassen sich unter Glas früher aussäen als im Freiland; frühere Blüten sind damit aber nicht garantiert. Die Pflanzen wachsen am besten bei viel Licht und eher kühlen Bedingungen. Wer sie als Schnittblumen kultiviert, braucht eine helle Anzucht, rechtzeitiges Lüften und ausreichend Platz an der Rankhilfe, um die langen Blütenstiele zu erreichen. So lässt sich der geschützte Start nutzen, ohne das Gewächshaus unnötig aufzuheizen.

Gartenansicht eines Orangerie-Gewächshauses

Warum Duftwicken im Gewächshaus früher blühen können

Duftwicken (Lathyrus odoratus) sind einjährige Kletterpflanzen, die als Kultur für die kühle Jahreszeit besser mit frischer als mit dauerhaft warmer Luft zurechtkommen. Ein Gewächshaus ermöglicht eine frühere Aussaat und schützt junge Pflanzen vor anhaltendem Regen und Wind. Es verschiebt den Blühbeginn aber nicht automatisch um eine feste Zahl von Wochen: Ein ungeheiztes Haus kann nachts stark auskühlen und sich an sonnigen Tagen rasch erwärmen. Der Vorteil liegt vor allem in einem geschützten Anzuchtfenster und einer besseren Kontrolle über die ersten Entwicklungswochen, nicht in möglichst hohen Temperaturen. Eine frühe Aussaat bringt keinen Vorsprung, wenn die Pflanzen im Dunkeln stehen oder durch Wärme zu schnell und weich wachsen.

Der Zeitpunkt der ersten Blüte hängt von Sorte, Saattermin, Lichtangebot, Temperatur und Pflanzenführung ab. Auch die Tageslänge wirkt auf den Wachstums- und Blührhythmus; frühe Aussaat allein garantiert daher keine frühen Schnittstiele. Überlegen Sie außerdem, ob Sie einzelne erste Blüten möglichst früh schneiden oder über mehrere Wochen regelmäßig Stiele ernten möchten. Wer eine frühe Einzelernte anstrebt, entspitzt die Jungpflanzen nicht unbedingt. Für mehr Seitentriebe kann das bei kräftigen Pflanzen sinnvoll sein, verzögert aber oft die erste Blüte. Diese Entscheidung beeinflusst Sortenwahl, Aussaatstaffelung und Pflege.

Aussaat und Sortenwahl auf den Blütetermin abstimmen

Prüfen Sie die Sortenbeschreibung auf einen frühen Blühbeginn und die Eignung als Schnittsorte. Lange Stiele, Duft und Blütenfarbe sind nicht bei jeder früh blühenden Sorte gleichermaßen ausgeprägt. Saatgutanbieter nennen häufig auch Wuchshöhe und empfohlenen Saatzeitraum. Orientieren Sie sich daran, statt ein fixes Aussaatdatum für alle Standorte und Gewächshäuser zu übernehmen. Für die Voranzucht bietet sich eine Aussaat im Spätwinter an, wenn ein heller Platz bereitsteht. Eine Herbstsaat kommt nur infrage, wenn die Sorte zum Überwintern geeignet ist und die Jungpflanzen zuverlässig hell und vor starkem Frost geschützt stehen. Überlegen Sie auch, ob eine einzelne frühe Charge genügt oder Sie gestaffelt für mehrere Erntewochen aussäen möchten.

Verwenden Sie tiefe, einzelne Anzuchttöpfe, damit sich die Wurzeln entwickeln können und der Ballen beim späteren Pflanzen möglichst wenig auseinanderfällt. Beachten Sie die Aussaatanleitung auf der Packung; die Royal Horticultural Society empfiehlt für die Topfaussaat eine Substratabdeckung von etwa einem Zentimeter. Wenn mehrere Samen in einem Topf keimen, lassen Sie den kräftigsten Sämling stehen und schneiden Sie die übrigen dicht über dem Substrat ab, statt an ihren Wurzeln zu ziehen. Beschriften Sie die Töpfe mit Sorte und Aussaatdatum; so können Sie später vergleichen, welche Charge zuerst blüht. Planen Sie neben der Rankreihe einen vorübergehenden Stellplatz für die Anzuchtgefäße ein. Das Pyramidengewächshaus Oasis wird mit Grundflächen von 5,53 bis 18,9 m² angeboten. Für eine kleine Schnittblumenkultur ist nicht allein die Gesamtfläche entscheidend: Zeichnen Sie Töpfe, Rankreihe und einen Arbeitsgang in den Grundriss der gewünschten Größe ein. Der Anzuchtplatz kann nach dem Auspflanzen für Gießzubehör oder weitere Aussaaten genutzt werden, sollte aber keine dauerhaft benötigte Verkehrsfläche blockieren.

Sämlinge kühl und hell anziehen

Die Royal Horticultural Society (RHS) empfiehlt in ihrem Lathyrus-Anbauleitfaden etwa 15 °C für die Keimung von Duftwicken in Töpfen. Eine Heizmatte ist nicht nötig, wenn der Anzuchtplatz diese Temperatur bietet. Das Substrat soll gleichmäßig feucht bleiben, darf aber nicht dauerhaft nass sein. Nach dem Auflaufen sind andere Bedingungen wichtig: Für herbstgesäte Duftwicken beschreibt die RHS ausdrücklich die Weiterkultur im kalten Gewächshaus oder Frühbeet, damit die Sämlinge nicht lang und dünn werden. Daraus lässt sich kein fester Aussaattermin für jeden deutschen Standort ableiten, wohl aber die Unterscheidung zwischen Keimwärme und kühler Weiterkultur. Stellen Sie die Gefäße nach dem Auflaufen hell auf. Ein Thermometer in Höhe der Töpfe hilft, die tatsächlichen Bedingungen einzuschätzen.

Nach dem Auflaufen wachsen die Jungpflanzen am besten hell und eher kühl. Schützen Sie sie vor abrupten Temperaturwechseln und kräftigem Durchzug, aber lassen Sie sie nicht in einem geschlossenen, sonnigen Haus überhitzen. Bei der Planung kann ein getrennter Lagerbereich hilfreich sein, um leere Töpfe, Bindematerial und Werkzeuge außerhalb der Anzuchtfläche unterzubringen. Das Aluminium-Gewächshaus mit integriertem Lager wird mit Grundflächen von 5,52 bis 28,08 m² angeboten. Klären Sie anhand des jeweiligen Grundrisses, welcher Anteil davon als heller Kulturraum nutzbar ist; die Gesamtfläche ist nicht mit der Stellfläche für Pflanzen gleichzusetzen. Ein Lagerraum ist auch nicht automatisch ein geeigneter Platz für Sämlinge. Vor dem Auspflanzen ins Freie gewöhnen Sie die Pflanzen schrittweise an Sonne, Wind und kühlere Luft. Ein Gewächshaus verhindert Frostschäden nicht zuverlässig; bei angekündigtem starkem Frost benötigen empfindliche Jungpflanzen zusätzlichen Schutz.

Licht am Standort richtig einschätzen

Die RHS nennt einen sonnigen Standort als bevorzugten Platz für Duftwicken; ein wenig lichter Schatten ist ebenfalls möglich. Für die frühe Kultur unter Glas lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf das verfügbare Licht. Beobachten Sie den Standort nicht nur zur Mittagszeit: Im Spätwinter steht die Sonne tiefer, und Gebäude, Bäume sowie der Gewächshausrahmen werfen lange Schatten. Mit zunehmender Jahreszeit verändert sich der Lichteinfall erneut. Ein heller Platz im Sommer kann im Frühjahr noch deutlich beschattet sein. Auch hohe Nachbarkulturen können den jungen Duftwicken Licht nehmen, wenn sie zwischen Anzuchttöpfen und Verglasung stehen. Unter Glas kann die Sonne außerdem die Temperatur schnell steigen lassen. Bei Wärme ist Lüften daher meist sinnvoller, als den Pflanzen schon im frühen Anzuchtstadium dauerhaft Licht zu nehmen. Falls bei sommerlicher Hitze zeitweise Schattierung nötig wird, sollte sie nicht auch an kühlen, trüben Tagen das ohnehin begrenzte Licht weiter reduzieren.

Prüfen Sie vor dem Aufstellen, wie sich Schatten im Tagesverlauf über die vorgesehene Pflanzfläche bewegen. Markieren Sie auf einer einfachen Skizze, welche Bereiche morgens und nachmittags besonnt sind. Das Prestige-Gewächshaus mit Metallfundament wird mit Grundflächen von 3,77 bis 28,08 m² angeboten. Bei der Auswahl lohnt es sich, die Rankreihe bereits in den Grundriss einzutragen: Eine größere Ausführung schafft mehr Möglichkeiten zur Anordnung, gleicht aber einen stark beschatteten Standort nicht aus. Berücksichtigen Sie außerdem den Schatten, den die ausgewachsenen Duftwicken später selbst werfen. Niedrige Anzuchtgefäße sollten nicht dauerhaft hinter einer dicht belaubten Reihe stehen. Ein Abstand zur Verglasung erleichtert die Kontrolle der Triebe und verhindert, dass sie sich unmittelbar an der Scheibe entlangschieben. Wie viel Abstand dafür sinnvoll ist, hängt von der gewählten Rankhilfe und dem nötigen Zugang ab, nicht von einer pauschalen Vorgabe für jedes Haus.

Weitere Ansicht eines Orangerie-Gewächshauses

Rankhilfen für ausgewachsene Pflanzen einplanen

Duftwicken klettern mit ihren Ranken und brauchen eine Unterstützung, an der sie Halt finden. Geeignet sind beispielsweise Ranknetze oder gespannte Schnüre mit ausreichend vielen Anknüpfungspunkten. Stellen Sie die Rankhilfe auf, bevor die Pflanzen lange Triebe gebildet haben, damit Sie später nicht zwischen den Wurzeln arbeiten müssen. Führen Sie die Triebe regelmäßig in Richtung der Unterstützung und lösen Sie vorsichtig, was sich verhakt hat. An glatten Flächen wie Glasscheiben finden die Ranken keinen verlässlichen Halt. Eine frühe Führung verhindert, dass sich benachbarte Pflanzen zu einem schwer entwirrbaren Geflecht verbinden.

Die Wuchshöhe ist sortenabhängig und sollte auf der Saatgutpackung stehen. Vergleichen Sie sie mit der nutzbaren Höhe am geplanten Rankplatz, nicht nur mit der Gesamthöhe des Gewächshauses. Unter einer Dachschräge kann die verfügbare Höhe deutlich anders sein als in der Mitte. Die Bloomcabin Orangerie wird mit Grundflächen von 47 bis 70 m² angeboten; ob eine hohe Rankreihe am gewünschten Platz untergebracht werden kann, muss dennoch anhand der konkreten Abmessungen geklärt werden. Lassen Sie zwischen den Pflanzen und beweglichen Fenstern genügend Raum, damit Triebe deren Öffnung nicht behindern. Befestigen Sie Rankmaterial nur an dafür vorgesehenen Punkten und belasten Sie nicht die Verglasung. Fehlen Angaben zur Befestigung, klären Sie diese mit dem Anbieter. Eine frei stehende Rankhilfe ist eine mögliche Alternative, muss aber standsicher ausgeführt sein und darf weder den Arbeitsgang noch die Tür versperren.

Das Gewächshaus rechtzeitig lüften

Ein sonniger Vormittag kann die Luft im Gewächshaus rasch erwärmen, auch wenn es draußen noch kühl ist. Warten Sie mit dem Lüften nicht, bis die Pflanzen schlapp wirken. Öffnen Sie geeignete Lüftungsmöglichkeiten früh am Tag und prüfen Sie die Temperatur auf Höhe der Pflanzen. Warme Luft sammelt sich oben; je nach Ausstattung kann eine obere Öffnung zusammen mit einer weiteren Öffnung den Luftaustausch unterstützen. Kleine Sämlinge sollten jedoch nicht stundenlang einem kräftigen kalten Luftzug ausgesetzt sein. Lüften Sie abgestimmt auf Wetter und Entwicklungsstadium, statt Türen oder Fenster nach einem starren Zeitplan offen zu lassen.

Ein Minimum-Maximum-Thermometer zeigt, wie stark die Temperatur zwischen Nacht und sonnigem Nachmittag schwankt. Bringen Sie es auf Höhe der Pflanzen und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt an, damit Sie nicht vor allem die Erwärmung des Messgeräts ablesen. Einzelne warme Stunden sind anders zu bewerten als dauerhaft hohe Temperaturen. Für die Wahl des klassischen Aluminium-Gewächshauses sollten Sie deshalb prüfen, welche Lüftungsöffnungen die gewünschte Ausführung besitzt und wie sie bedient werden; angeboten werden Grundflächen von 3,77 bis 28,08 m². Ein automatisch arbeitender Öffner kann die tägliche Bedienung ergänzen, sofern er für die vorhandenen Fenster vorgesehen ist. Ob er enthalten oder nachrüstbar ist, muss aus den Produktunterlagen hervorgehen. Kontrollieren Sie auch bei automatischer Lüftung, ob die Öffnungen frei bleiben und tatsächlich reagieren. Schließen Sie das Haus am Abend nicht in der Annahme, es werde dadurch frostfrei; bei Kälte bleibt der Schutz eines unbeheizten Gewächshauses begrenzt.

Boden, Wasser und Pflanzgefäße passend wählen

Im Beet brauchen Duftwicken lockeren, nährstoffreichen Boden, in dem Wasser ablaufen kann. Arbeiten Sie reifen Kompost ein, wenn der Boden wenig Humus enthält, und vermeiden Sie Stellen, an denen sich nach dem Gießen oder Regen Wasser staut. Eine dauerhaft nasse Wurzelzone begünstigt Probleme; völlig austrocknen sollte sie ebenfalls nicht. Gießen Sie möglichst am Boden statt über das Laub und prüfen Sie die Feuchtigkeit, bevor Sie erneut wässern. Viel Stickstoff ist nicht automatisch hilfreich: Eine übermäßige Düngung kann üppiges Blattwachstum fördern, ohne den gewünschten frühen Blütenansatz zu unterstützen.

In Töpfen trocknet das Substrat bei sonnigem Wetter schneller aus als im Beet. Verwenden Sie ausreichend tiefe Gefäße mit Abzugslöchern und kontrollieren Sie die Feuchtigkeit regelmäßig, besonders wenn die Pflanzen bereits kräftig wachsen. Ein kleiner Anzuchttopf reicht nicht als dauerhaftes Kulturgefäß für eine ausgewachsene Kletterpflanze. Wählen Sie die endgültige Topfgröße passend zur Sorte und zur Zahl der Pflanzen; bei Unsicherheit helfen die Kulturangaben des Saatgutanbieters. Das Aluminium-Wandgewächshaus wird mit Grundflächen von 3,69 bis 14,34 m² angeboten. Zeichnen Sie für die gewünschte Größe ein, wo größere Gefäße stehen können, ohne den Zugang zu versperren. Auch ein Schlauch muss bis zur hintersten Pflanze reichen, ohne über empfindliche Triebe gezogen zu werden. Lassen Sie überschüssiges Gießwasser ablaufen und vermeiden Sie dauerhaft gefüllte Untersetzer. Bei Gefäßen lässt sich die Versorgung gezielter steuern, sie verlangt aber mehr Aufmerksamkeit als eine gut vorbereitete Beetkultur.

Pflanzen für den Schnitt gezielt führen

Ob Sie die Triebspitze entfernen, hängt von Ihrem Ziel ab. Das Entspitzen einer kräftigen Jungpflanze kann die Bildung von Seitentrieben fördern und so mehr blühende Triebe ergeben. Der erste Blühtermin kann sich dadurch jedoch verzögern. Wenn möglichst frühe Blüten wichtiger sind als viele Seitentriebe, lassen Sie die Haupttriebe zunächst wachsen. Entscheiden Sie nicht nach einem festen Schema für jede Sorte, sondern orientieren Sie sich an der Wuchskraft und den Angaben des Saatgutanbieters. Führen Sie die ausgewählten Triebe weiter am Netz entlang und kontrollieren Sie die Pflanzen regelmäßig, damit sie nicht ineinander wachsen.

Für Schnittblumen zählen neben dem frühen Termin auch gut erreichbare, gerade Blütenstiele. Führen Sie die Triebe möglichst geordnet, damit sich die Blütenstiele nicht zwischen benachbarten Pflanzen verhaken. Prüfen Sie weiche Bindungen regelmäßig: Sie sollen Halt geben, ohne wachsende Triebe einzuschnüren. Das Aluminium-Gewächshaus der Limited Edition wird mit Grundflächen von 3,77 bis 28,08 m² angeboten. Überlegen Sie beim Grundrissvergleich, ob Sie eine Reihe von beiden Seiten bearbeiten können oder nur von vorn. Eine schmale, gut zugängliche Reihe kann für den Schnitt praktischer sein als ein breiter, dichter Bestand, dessen Mitte kaum erreichbar ist. Berücksichtigen Sie dabei auch Ihre Reichweite; eine hohe Rankhilfe ist wenig hilfreich, wenn die Blüten später nur mit Mühe geschnitten werden können. Halten Sie bei mehreren Sorten die Beschriftung sichtbar und notieren Sie den ersten Erntetermin. So lässt sich im folgenden Jahr beurteilen, welche Sorte unter Ihren Bedingungen früh und mit brauchbaren Stielen blüht.

Außenansicht eines T-Modell-Gewächshauses

Krankheiten und Schädlinge früh erkennen

Kontrollieren Sie die Pflanzen regelmäßig, besonders die Blattunterseiten und den Bereich an den Triebspitzen. Blattläuse können sich dort ansiedeln; bei trockener, warmer Luft treten auch Spinnmilben eher auf. Achten Sie außerdem auf auffällige Flecken oder einen hellen, mehligen Belag, der zu echtem Mehltau passen kann. Eine einzelne Beobachtung reicht nicht immer für eine sichere Bestimmung. Notieren Sie, welche Pflanzenteile betroffen sind, und vergleichen Sie den Befund, bevor Sie Maßnahmen auswählen. Je früher Sie Veränderungen bemerken, desto leichter können Sie die betroffenen Pflanzen gesondert betrachten, statt die ganze Rankreihe zu behandeln.

Gute Luftbewegung, ausreichende Abstände und maßvolles Gießen beugen Problemen vor. Vermeiden Sie, dass das Laub unnötig lange nass bleibt, und entfernen Sie abgestorbene oder stark geschädigte Pflanzenteile. Wenn Sie Töpfe oder Rankmaterial erneut verwenden, reinigen Sie sie vor der nächsten Aussaat. Überprüfen Sie auch die Ursache, falls Wurzeln in dauerhaft nassem Substrat leiden: Mehr Dünger löst ein Wasserabzugsproblem nicht. Eng stehende Triebe erschweren die Kontrolle und behindern den Luftaustausch zwischen den Blättern. Eine übersichtliche Pflanzreihe hilft deshalb nicht nur beim Ernten, sondern auch dabei, Veränderungen rechtzeitig zu erkennen.

Ernten und die Blütezeit verlängern

Schneiden Sie Duftwicken, sobald sich die ersten Blüten eines Stiels öffnen und die übrigen Knospen erkennbar entwickelt sind. Regelmäßiges Ernten hält die Pflanzen in der Blüte; lassen Sie verblühte Blüten nicht unnötig lange stehen. Sobald sich Schoten bilden, investiert die Pflanze stärker in Samen. Entfernen Sie sie daher, wenn Sie keine Samen gewinnen möchten. Verwenden Sie eine saubere, scharfe Schere und schneiden Sie so, dass ausreichend gesundes Laub und weitere Triebe an der Pflanze bleiben. Stellen Sie die abgeschnittenen Stiele zügig in sauberes Wasser und lassen Sie sie nicht im warmen Gewächshaus liegen. Entfernen Sie vor dem Einstellen in die Vase Blätter, die sonst unter Wasser stehen würden. Wenn nicht alle Pflanzen gleichzeitig erntereif sind, können Sie einzelne Sträuße nach Bedarf schneiden. Kontrollieren Sie dabei auch die weniger gut sichtbaren Bereiche der Rankreihe auf verblühte Blüten und junge Schoten.

Eine gestaffelte Aussaat kleiner Mengen kann den Erntezeitraum verteilen, sofern die späteren Pflanzen ebenfalls hell und kühl wachsen. Sie verlängert die Blüte aber nicht unbegrenzt: Anhaltende Wärme setzt der Kultur zu, auch wenn sie unter Glas steht. Reservieren Sie für eine weitere Charge deshalb nicht nur Anzuchtfläche, sondern auch einen späteren Rankplatz. Das T-Modell-Gewächshaus Orangerie wird mit Grundflächen von 16,52 bis 30 m² angeboten. Prüfen Sie im Grundriss, ob sich getrennte Reihen mit zugänglichen Arbeitswegen unterbringen lassen, ohne Türen oder Lüftungsöffnungen zu blockieren. Ein fester Platz für einen Wassereimer erleichtert die Ernte, sollte jedoch außerhalb des Laufwegs liegen. Notieren Sie zum Ende der Kultur, wie lange die einzelnen Chargen brauchbare Stiele geliefert haben. Zusammen mit den beobachteten Temperaturen ist das aussagekräftiger als die Annahme, eine spätere Aussaat müsse automatisch eine längere Erntesaison ergeben.

Häufige Fragen

Kann ich Duftwicken im ungeheizten Gewächshaus vorziehen?

Ja, wenn Sie die Temperatur im Blick behalten. Ein ungeheiztes Gewächshaus kann nachts trotzdem frostig werden und schützt nicht zuverlässig vor starkem Frost. Stellen Sie die Töpfe hell auf und halten Sie bei angekündigter Kälte eine geeignete Schutzmöglichkeit bereit.

Welche Temperatur brauchen Duftwicken zum Keimen?

Die Royal Horticultural Society empfiehlt für die Keimung in Töpfen etwa 15 °C. Beachten Sie ergänzend die Angaben auf der Saatgutpackung. Nach dem Auflaufen brauchen die Sämlinge viel Licht und sollten eher kühl weiterwachsen; die Keimtemperatur ist kein Zielwert für die gesamte Kultur.

Muss ich die Samen vor der Aussaat einweichen?

Das ist nicht grundsätzlich nötig. Wenn die Saatgutpackung es empfiehlt oder die Samen eine sehr harte Schale haben, kann kurzes Einweichen helfen. Lassen Sie die Samen nicht lange im Wasser liegen und säen Sie sie anschließend in durchlässiges, leicht feuchtes Substrat.

Wann dürfen die Jungpflanzen nach draußen?

Warten Sie, bis die Pflanzen kräftig genug sind und ihr Wurzelballen beim Umpflanzen zusammenhält. Gewöhnen Sie sie über etwa zehn bis vierzehn Tage schrittweise an Sonne, Wind und kühlere Luft. Pflanzen Sie nicht ohne Weiteres aus, wenn noch starker Frost droht.

Warum bilden meine Duftwicken viele Blätter, aber wenige Blüten?

Häufig kommen mehrere Ursachen zusammen: zu wenig Licht, lang anhaltende Wärme, eine sehr stickstoffreiche Düngung oder eine Sorte mit späterem Blühbeginn. Prüfen Sie auch, ob verblühte Blüten bereits Schoten angesetzt haben, und entfernen Sie diese regelmäßig.

Für frühere Duftwickenblüten zählt nicht möglichst viel Wärme, sondern ein guter Vorsprung bei Aussaat und Anzucht: hell, kühl und mit genügend Platz für Wurzeln und Triebe. Eine rechtzeitig aufgestellte Rankhilfe, regelmäßige Lüftung und häufiges Schneiden erleichtern die Pflege und fördern die weitere Blüte. Stimmen Sie den Aussaattermin auf die Sorte und die Bedingungen im eigenen Gewächshaus ab. Notizen zum ersten Schnitt und zur Dauer der Ernte helfen, den Anbau im nächsten Jahr gezielter zu planen.

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